Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.

— Chinesisches Sprichwort

Am 26.6.

  • 1935: Anmeldung des Firmennamens „Canon“

BENUTZERANMELDUNG

Leica T (Typ 701)

Foto Leica T DetailGestern Abend hatte Leica zu einer Pressekonferenz geladen und wir Gelegenheit, die neue T kurz in die Hand zu nehmen:

Die Kamera für die Smartphone-Generation, so haben die Kollegen von ephotozine die T betitelt, und das trifft es gut: wenige Bedienknöpfe (gar keine auf der Rückseite) und ein Bedienkonzept, das ganz auf den Touchscreen setzt. Das wurde gut umgesetzt: die wichtigen Funktionsknöpfe lassen sich auf den Startbildschirm legen und umarrangieren.
 

Foto Leica T
 
 
Foto Leica T
 
 
Foto Leica T

 
• Design
• Handwerkskunst
• Funktionalität

das seien die drei wichtigsten Eckpunkte bei Entwicklung der T gewesen, so Leica. Den Hauptaspekt legt Leica dabei auf das aus dem Vollen gefräste Gehäuse – dieser „Unibody“, die aus dem vollen Aluminiumblock gefräste Gehäuseschale, ist auch das, was das Kameraaussehen maßgeblich bestimmt. Das Gehäuse ist eloxiert, entweder farblos oder schwarz.
 

Foto Leica T
 
 
Foto Leica T

 
Der Rohblock wiegt 1200 g – nach 45 min der Bearbeitung sind es nurmehr 94 g und der Unibody ist fertig. Danach wird das Teil noch geschliffen und poliert.

Reingepackt wird dann u. a. ein APS-C-Sensor mit gut 16 Megapixeln, von wem der stammt, wollte Leica nicht sagen.
 

Foto Leica T

Wahlweise auch schwarz eloxiert erhältlich: Leica T
 
 
Foto Leica T
 
 
Foto Leica T

 
Das Summicron-T 1:2/23 mm und das Vario-Elmar-T 1:3,5-5,6/18-56 mm ASPH. gibt es mit der Kamera ab Ende Mai, das Vario-Elmar-T 1: 3,5-4,5/55-135 mm ASPH. und das Super-Vario-Elmar-T 1:3,5-4,5/11–23 mm ASPH. soll es dann zur photokina geben.

Das Anfassgefühl der Objektive ist gut, hat fast die Qualität der M-Objektive. Solide, satter Lauf des Schneckengangs; passt. Über die optische Qualität können wir noch nichts sagen, aber Leica hat erzählt, dass die T-Objektive (die nicht in Deutschland, wahrscheinlich in Japan, gefertigt werden) von Peter Karbe (der u. a. das neue Noctilux konzipiert hat) konstruiert wurden und dann nach Leica-Vorgaben gefertigt werden. Und es wurde betont, dass sie selbstverständlich die „Leica-Qualität“ hätten. (Englischsprachige) Kollegen bekamen die Kamera schon vor längerer Zeit zum Ausprobieren und sie zeigen sich unisono begeistert von der Bildqualität. (Sie scheinen mir allerdings diesmal bemerkenswert unkritisch-begeistert: „Wow – handpoliert“. Kaum ein Wort über den Sucher oder Autofokus.)
 

Foto Leica T

Lederholster zur T – eine wirklich pfiffige Idee fürs schnelle Hochnehmen und Verstauen der Kamera
 
 
Foto Leica T

 
Die Kamera liegt recht gut in der Hand, sieht aber schöner aus, als sie sich anfühlt, wenn Sie verstehen, was ich meine. Griffsympathischer und auch griffiger wird sie mit der Silikonhülle (gelb, orange, weiß oder schwarz), die ihr auch optisch etwas von der Strenge nimmt. Die Hülle wird einfach aufgeklipst und bedeckt nur die Front und die Seiten bis zum Monitor. Rückseite, Ober- und Unterseite bleiben frei. Dafür gibt es noch eine „flabbrige“ graue Hülle, die aber den Monitor komplett abdeckt, zum Fotografieren nach unten geklappt werden muss und die ich deshalb unpraktisch finde.
 

Foto Leica T Visoflex

 
Der optionale elektronische Sucher „Visoflex“ ist ok, aber ich habe schon bessere gesehen (viel schlechtere allerdings, früher, auch). Zumindest in Innenräumen wirkt er doch etwas „grieselig“ und er „verzittert und verschmiert“ auch ein wenig, wenn sich das Motiv oder die Kamera bewegt. Ich könnte damit leben, aber ob Sie das auch können, das können nur Sie im Augenschein selbst entscheiden.

Da gilt auch für den Kontrast-AF: ok, aber ich habe schon schnellere erlebt.

Die Vorstellung der Kamera samt Technischer Daten finden Sie hier: Neues Kamerasystem: Leica T.
 

(thoMas)
 
 
Alle Fotos: Leica Camera AG
 

Also wieder mal Jahre zu spät.

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Ehrengast)
am Freitag, 25. April 2014 - 12:38

Danke Thomas für die klaren Worte.
Das meinte ich beim 10 jährigen Jubiläum mit kritischer Berichterstattung.

Die Objektive werden, das sagt Leica im Prospekt, tatsächlich in Japan gefertigt.

Kein Stabi
Schlechter Sucher, der gleichzeitig den Blitzschuh belegt
Auch kein TTL-Remote-Blitzen möglich (zumindest steht nichts im Prospekt)
Keine frei belegbaren Funktionstasten (für z.B. AF-Punkt, ISO, ...)
Im Winter ohne Gummikondom nicht benutzbar, da man sich am Alu die Finger abfriert
Langsamer AF
Zu wenige und lichtschwache Objektive ...

Es wird ein Erfolg werden!
Die älteren Herren, die mit der M nicht mehr zurechtkommen, werden sie kaufen.
Die Ei-Fön-Besitzer mit Geld werden sie kaufen.
Sie wird vor allem verschenkt werden. An die Gemahlin, an den Opa, an den Papa...

Mit buntem Kondom passt sie auch sehr gut zum ebenso bunten Leica-Fernglas (mit 8x20 auch nur bedingt brauchbar aber das macht nichts.)

OhWeh

Mir gefällt...

Bild von Sudel Eddi
Eingetragen von
Sudel Eddi
(Inventar)
am Freitag, 25. April 2014 - 13:40

...die Kamera durchaus, aber technisch ist sie leider ihr Geld nicht wert. Kann jemand was zum Sensor sagen? Ich vermute mal das der von Sony ist und auch bei Nikon verbaut wird. Das wäre dann wirklich nur Stangenware, weil Sony die jüngsten BSI Sensoren wohl für sich behält.

Sudel Eddi.

Gesegnet sind jene Deppen, die viel zu erzählen haben, aber trotzdem den Mund halten.

Die Politur-Story hat mein

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 10:55

Die Politur-Story hat mein Herz auf das Tiefste erwärmt! Trotzdem, würde ich da lieber zu einer SONY A6000 tendieren, bloß hat die leider keinen roten Punkt!

Hach, wie damals

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Sonntag, 27. April 2014 - 08:54

Kriegsangst in Europa, ein kleiner Österreicher schafft Arrrrbeitsplätze in Teutschland. Und Schmeika bringt eine kleine Kamera heraus.

Die Botschaft ist klar

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 08:50

Fürchtet euch nicht - kauft! Zum Fürchten ... 8-)

Shit

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Sonntag, 27. April 2014 - 09:08
Plaubel schrieb:

Kriegsangst in Europa, ein kleiner Österreicher schafft Arrrrbeitsplätze in Teutschland. Und Schmeika bringt eine kleine Kamera heraus.

happens. :-)

Erbärmlich!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 16:08

Wie erbärmlich kann Bashing eigentlich noch werden?

Nicht erbärmlicher

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 06:48

als die, zugegeben, überspitzte Realität.

Gast schrieb: Wie

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 08:52
Gast schrieb:

Wie erbärmlich kann Bashing eigentlich noch werden?

Wer an den Weg baut und auf dicke Hose macht, darf sich nicht wundern, dass er viele Meister hat!

Wieder jemand

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. April 2014 - 16:54

der Hardware mit Software verwechselt. Ein iPhone hat Substanz, die nicht zum Anfassen ist.

Thyl

Ernüchternd

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 12:35

Danke für diesen Bericht. Von Superlativen keine Spur. Ich befürchte für Leica, es gibt nichts, worin die "T" wirklich besticht. Nur im Preis hängt sie die Konkurrenz weit ab.

Schade...

Wäre es nicht einfacher gewesen, eine Sony NEX 6 mit Leica Gehäuse und M Bajonett zu bauen? Sollen Sie doch die Technik direkt von SONY übernehmen. So what?

Die 45 Minuten Handpolierung halte ich persönlich für den reinsten Schwachsinn. Was Leica hier als "edel" verkaufen will wirkt auf mich wie ein freiwilliger Schritt zurück in die Steinzeit der Industrialisierung. Eine völlig sinnlose Beschäftigungsmaßnahme. Zumal das schwarze Modell auch nicht "45 Minuten" billiger ist, oder?

Wo steht, dass das Gehäuse 45 Minuten von Hand

Eingetragen von
TinCan
(Inventar)
am Freitag, 25. April 2014 - 12:54

poliert wird und dass nur das hell eloxierte Gehäuse poliert wird?

Nachhilfe

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 16:26
TinCan schrieb:

Wo steht, dass das Gehäuse 45 Minuten von Hand poliert wird

Hier! http://vimeo.com/92073118

TinCan schrieb:

und dass nur das hell eloxierte Gehäuse poliert wird?

Ach so, das schwarze wird erst 45 Min poliert, danach angerauht um dann schwarz lackiert zu werden? Macht Sinn!

Das schwarze Gehäuse ist schwarz eloxiert

Eingetragen von
TinCan
(Inventar)
am Samstag, 26. April 2014 - 09:36

So steht es zumindest oben im Bericht. Da steht nichts von schwarz lackiert.
Und was das Video angeht, das ist Werbung und keine Reportage.
Frische Alpenmilch findet sich in der Alpenmilchschokolade auch nicht und schon gar nicht von lila Kühen. Die Milchbestandteile stammen wie bei der Kondensmilch aus Milchpulver.

Noch nie

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 09:45

war das Wort von der Image-Politur wahrer ... 8-)

45 Minuten von Hand poliert

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 16:59

Das klingt nach Strafarbeit in der Lehrlingsausbildung.

Mir ist lieber…

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Freitag, 25. April 2014 - 14:30

…ein Mensch hat seine solide Ausbildung und wird beschäftigt – und kann so ein würdevolles Leben führen, statt dass er als nicht für gebraucht erachtet und ins soziale Netz abgeschoben wird. Und das darf auch eine Sinnlosigkeit sein, zumal ein bedeutender Teil des europäischen Wohlstands auf eine Beschäftigungsmassnahme aufbaut, die nennt sich Handwerk. Es kann nunmal nicht jeder der 8 Milliarden Erdenbürger Developer bei Google werden. Und glauben Sie mir, das ist auch besser so. Diese IT-Kriegskolonne ist schon heute zu gross und viel zu mächtig und hat langfristig eine garantiert schädlichere Wirkung auf die Gesellschaft als eine Zunft von Handwerkern, die sich die Lebenszeit zum Beispiel mit der Schusterei, dem Tischlern oder der Feinmechanik vertrödelt.

Deutschlands

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 14:51

singulärer "Wohlstand" beruht u.a. auf Hartz IV ... aber im Prinzip hätten Sie Recht. 8-)

Alles relativ

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 19:10
Gast schrieb:

Nur im Preis hängt sie die Konkurrenz weit ab.

... und ist doch für Leica-Verhältnisse erschwinglich. Durch Wechselobjektive ist sie flexibler als die X-Vario, zu einem überschaubaren Mehrpreis. Damit wird sie ganz sicher ihre Käufer finden, die Leica als Marke interessant finden, aber denen die M-Reihe zu teuer ist (teure Objektive).

Ganz sicher wird es viele geben, die den Kopf schütteln und das zu teuer finden. So wie der Käufer von Noname-Mode sich über teure Markenklamotten wundert. Die Schmerzgrenze, wieviel Unvernunft man sich leisten mag, ist sehr verschieden.

Wir wundern uns nur

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 06:53

über teure Markenmode, die wie billige Nonamemode rüber kommt.

Nicht wundern

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 13:51
Gast schrieb:

Wir wundern uns über teure Markenmode, die wie billige Nonamemode rüber kommt.

... weil sie billige Noname-Mode ist - wenn auch mit einem fetten Preis!

Welcher Sensor da drin ist?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 13:25
Zitat:

>>> Reingepackt wird dann u. a. ein APS-C-Sensor mit gut 16 Megapixeln, von wem der stammt, wollte Leica nicht sagen. <<<

Da hilft die für gewöhnlich äußerst gut informierte Seite "sonyalpharoumors" weiter:

Es ist der Sensor der Nex 3n, einer Ksmera, die zur Zeit für 290 Euro erhältlich ist und es ist auch kaum anzunehmen, dass Leica zu diesem Sensor einen Bildprozessor komplett selbst neu entwickelt hat.

Eigentlich schade, mit dem Sensor der A6000 wäre das Ding eine Nummer geworden, die auch in Sachen Bildqualität am oberen Ende des APS-Marktes rangiert, aber entweder wollte man bewusst den Abstand zur M aufrecht erhalten oder aber auch bei Leica werd nun bei einem 3.000-Euro-Kit wegen 100 Euro starke Abstriche in der Bildqualität in Kauf genommen. Zumindest bei höheren ISO ist der Sensor einer Nex3n im Hause Sony vom Fortschritt regelrecht überrannt worden.

Last but not least wird diese Kamera aber wohl ohnehin eher von Life-Style-Junkies oder wohlhabenden Rentnern gekauft und nicht von Pixel-Peepern, da hält sich der Schaden dann wohl in Grenzen.

Danke,

Bild von Sudel Eddi
Eingetragen von
Sudel Eddi
(Inventar)
am Freitag, 25. April 2014 - 13:43

meine Frage von oben hat sich damit erledigt. Frage und Beitrag haben sich durch das Freischalten überschnitten...

Sudel Eddi.

Gesegnet sind jene Deppen, die viel zu erzählen haben, aber trotzdem den Mund halten.

Die Kamera ist momentan praktisch zweigeteilt:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 13:27

- auf der einen Seite ist die unleugbare Kompetenz von Leica, Design und Verarbeitung auf Höchstniveau zu realisieren

- auf der anderen Seite ist die nach wie vor nicht vorhandene volle "elektronische" Kompetenz, da hampelt Leica noch immer gnadenlos hinterher (Auflösung/EVF)

Man muss sagen leider.

Ein Unibody-Design ist ja sehr schön, aber extrem aufwändig und auch nicht unbedingt praxisgerecht. Das Aluminium ist nicht griffsympathisch (auch wenn es gut aussieht) und vor allem bei Kälte auch noch sehr unangenehm, von der Wärmeableitung will ich gar nicht reden. Das Silikonjäckchen dagegen sehr gut, nur fragt sich dann, wozu der Aufwand mit dem aus einem Block geschnitzten Body. Wenn das Ding hinfällt und verbiegt, ists essig mit der ganzen Kamera. Ein beplankter Body mit Silikon wäre deutlich praxis- und volksnäher.

Die Objektive scheinen mir hauptsächlich aus der Fabrikation von Panasonic zu stammen, jedenfalls machen die einen kaum unterschiedlichen Eindruck, was aber nicht heißen soll, dass die nicht trotzdem sehr gut sind und aussehen. Das Objektivset ist für diesen Typ Kamera sehr gut aufgestellt.

Ich muss es mal sagen: Leica könnte doch sehr viel deutlich mehr produzieren, wenn das "Design" und die Umsetzung etwas praktischer und konkreter an die eigentlichen Bedürfnisse heran geführt würden. Also beispielsweise dieser 16 Mpx-Sensor ist schlicht bei dem Preis obsolet, 24 Mpx das Minimum. Aber auch ein Body, der sich eher an der A6000 von der Produktion orientiert, aber eben sehr schönes, exponiertes Design bringt, dafür aber zu einem halbwegs nachvollziebaren Preis, der sicher noch einiges über dem Normaleisen liegt, würde für sehr viel größere Absatzzahlen sorgen. Und für mehr Akzeptanz bei nicht wenigen deutschen Fotografen.

Zustimmung!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 14:12
Gast schrieb:

- auf der einen Seite ist die unleugbare Kompetenz von Leica, Design und Verarbeitung auf Höchstniveau zu realisieren

- auf der anderen Seite ist die nach wie vor nicht vorhandene volle "elektronische" Kompetenz, da hampelt Leica noch immer gnadenlos hinterher (Auflösung/EVF)

Man muss sagen leider.

Ein Unibody-Design ist ja sehr schön, aber extrem aufwändig und auch nicht unbedingt praxisgerecht. Das Aluminium ist nicht griffsympathisch (auch wenn es gut aussieht) und vor allem bei Kälte auch noch sehr unangenehm, von der Wärmeableitung will ich gar nicht reden. Das Silikonjäckchen dagegen sehr gut, nur fragt sich dann, wozu der Aufwand mit dem aus einem Block geschnitzten Body. Wenn das Ding hinfällt und verbiegt, ists essig mit der ganzen Kamera. Ein beplankter Body mit Silikon wäre deutlich praxis- und volksnäher.

Die Objektive scheinen mir hauptsächlich aus der Fabrikation von Panasonic zu stammen, jedenfalls machen die einen kaum unterschiedlichen Eindruck, was aber nicht heißen soll, dass die nicht trotzdem sehr gut sind und aussehen. Das Objektivset ist für diesen Typ Kamera sehr gut aufgestellt.

Ich muss es mal sagen: Leica könnte doch sehr viel deutlich mehr produzieren, wenn das "Design" und die Umsetzung etwas praktischer und konkreter an die eigentlichen Bedürfnisse heran geführt würden. Also beispielsweise dieser 16 Mpx-Sensor ist schlicht bei dem Preis obsolet, 24 Mpx das Minimum. Aber auch ein Body, der sich eher an der A6000 von der Produktion orientiert, aber eben sehr schönes, exponiertes Design bringt, dafür aber zu einem halbwegs nachvollziebaren Preis, der sicher noch einiges über dem Normaleisen liegt, würde für sehr viel größere Absatzzahlen sorgen. Und für mehr Akzeptanz bei nicht wenigen deutschen Fotografen.

Was Leica braucht

Eingetragen von
TinCan
(Inventar)
am Freitag, 25. April 2014 - 14:18

sind nicht Absatzzahlen, sondern Marge. Dass man in Wetzlar damit erfolgreich ist, sieht man an der Leica S.

TinCan schrieb: sind nicht

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 16:53
TinCan schrieb:

sind nicht Absatzzahlen, sondern Marge. Dass man in Wetzlar damit erfolgreich ist, sieht man an der Leica S.

Wie was wo, wie ich höre steht die S2 wie Blei in den Fotoläden! Jetzt muss man die CCD-Modelle schnell verticken, denn die neue 50MP PENTAX 645Z zickt nicht, die zockt!

Gast schrieb: TinCan

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 21:33
Gast schrieb:
TinCan schrieb:

sind nicht Absatzzahlen, sondern Marge. Dass man in Wetzlar damit erfolgreich ist, sieht man an der Leica S.

Wie was wo, wie ich höre steht die S2 wie Blei in den Fotoläden! Jetzt muss man die CCD-Modelle schnell verticken, denn die neue 50MP PENTAX 645Z zickt nicht, die zockt!

Kleiner Tipp: Schauen Sie sich mal die Geschäftsberichte der Genannten an, und da die Gewinne (!) - nicht die Umsätze. Dann wissen Sie, was Herr Blechdose meint und sehen, dass er Recht hat: Lieber mit 1 verkaufter Kamera 500 Euro verdient als mit 500 verkauften Stück je 1 Euro Verlust gemacht.

Das kann ich nur unterstreichen.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 14:32

Nur sollen - angeblich - die Objektive zwar aus Japan, aber nicht von Panasonic stammen, sondern von einem anderen Hersteller, dessen Name Leica nicht preisgibt (im LUF gesehen). Sigma?

Sigma?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 15:14
Gast schrieb:

Nur sollen - angeblich - die Objektive zwar aus Japan, aber nicht von Panasonic stammen, sondern von einem anderen Hersteller, dessen Name Leica nicht preisgibt (im LUF gesehen). Sigma?

Das wär ja fast was Neues ... 8-)

Nicht neu

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 17:23
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Nur sollen - angeblich - die Objektive zwar aus Japan, aber nicht von Panasonic stammen, sondern von einem anderen Hersteller, dessen Name Leica nicht preisgibt (im LUF gesehen). Sigma?

Das wär ja fast was Neues ... 8-)

Leica hat damals schon R-Objektive z.T. von Sigma bauen lassen.

Sagte ich ja

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 09:25

FAST was Neues ... jetzt wart' ma noch auf die kommenden Art-Objektive von Sigma, dann wiss ma's. 8-)

Gast schrieb: Leica hat

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 09:36
Gast schrieb:

Leica hat damals schon R-Objektive z.T. von Sigma

und Kyocera

Zitat:

bauen lassen.

Sigma Vario-Elmar

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 09:54

Das stimmt, Minolta lieferte Objektive nach Hessen, die Leica damals nicht konnte: Zoom beispielsweise, Fischauge und 500-mm-Spiegel. Die japanische Kameraindustrie baute damals nicht nur die besten Kameras, sondern auch hervorragende Objektive. Von Sigma übernahm Leica ein kleines Standard-Zoom, "getarnt" als "Vario-Elmar!"

Gast schrieb:
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Nur sollen - angeblich - die Objektive zwar aus Japan, aber nicht von Panasonic stammen, sondern von einem anderen Hersteller, dessen Name Leica nicht preisgibt (im LUF gesehen). Sigma?

Das wär ja fast was Neues ... 8-)

Leica hat damals schon R-Objektive z.T. von Sigma bauen lassen.

Endlich schreibt es mal einer!

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Freitag, 25. April 2014 - 14:48
Gast schrieb:

24 Mpx das Minimum.

Volle Zustimmung: 24MP ist ja nun ein absolutes Armutszeugnis auf einem APS-C Sensor! Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie es die Berufsfotografen schaffen, mit so überdimensionerten Kisten zu arbeiten, deren Vollformatsensor (!) gerade mal oberpeinliche 21, 18, 16 oder gar noch schier unglaubliche 12MP schafft. Das konnte mein direkt aus Japan importiertes Fotohandy schon im Jahre 2003. Und für solch eine K***e von Kameras legen die auch noch mehr als 5'000 € auf den Tisch. Das muss man sich doch mal vorstellen!

Aber der Gipfel der Frechheit ist diese dänische Firma, die Kamerabacks für so ein ulkiges "digitales Mittelformat" herstellt (was auch immer das ist) mit einer Auflösung von gerade mal 80MP und dieser uralten CCD-Technologie. Und das auf einem Sensor mit den Dimensionen von 42,5x54mm. Die sollten doch im Minimum 800MP erreichen und natürlich in CMOS-Bauwesie und zeitgemässem Rauschverhalten bis ISO409'600, ansonsten kann man diesen überteuerten Müll gleich in die Tonne schmeissen. Kein Profi kann mit so etwas arbeiten.

So isses

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 16:01

Ich reiche dich zur Seligsprechung ein.
Endlich mal einer mit Sachverstand.

Welcher Sachverstand?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 08:36
Gast schrieb:

Endlich mal einer mit Sachverstand.

Wehr meint er müsse unbedingt im Mittelformat mit 800 MP arbeiten wollen, der hat sich mit dieser Thema nicht sonderlich ernsthaft auseinandergesetzt. Sachverstand liest sich anders!

Wer nicht

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 11:26

zudammenhängend lesen kann, dem fehlt's an noch viel mehr als an Sachverstand ...

Zwischen den Zeilen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 11:40

Ironie ist eine wunderbare Audrucksform.
Versteht nur nicht jeder - egal Hauptsache äussern

Ach ja, klar kann hier jeder

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Sonntag, 27. April 2014 - 12:02

Ach ja, klar kann hier jeder mitplaudern.
Aber nur echte Veteranen, die über Jahrzehnte mit Loyalität und Hingabe Leicas verwendet haben und deren Qualitäten und Mängel kennen, können über den Niedergang dieser Marke unter dem jetzigen Eigentümer, über die Banalisierung dieser Legende ein Urteil fällen. Dieses Gefühl von Melancholie und Resignation angesichts der aktuellen 'Errungenschaften' kann niemand verstehen der seit gerade gestern eine beliebige Digitalknipse verwendet.

Wenn man's genau nimmt

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 12:21

wurde der Frevel schon unter Kaufmanns Vor- und Vorvorgänger begangen. Dem Waldorf-Pädagogen (sic!) blieb nur noch vorbehalten, Leica von den eineiigen Zwillingen, Spätkapitalismus und Neodarwinismus, vereinnahmen zu lassen.

Andere Sicht:

Bild von schmittikin
Eingetragen von
schmittikin
(Stammgast)
am Freitag, 25. April 2014 - 14:16

Ich finde es eine Ungeheuerlichkeit, so jede Menge Energie zu verschwenden: Erst einen Alu-Block von 1200 Gramm zu produzieren und dann über 1100 Gramm wegzufräsen. Den Abfall kann man natürlich recyclen und weitere Energie verschleudern.
Rein verfahrenstechnisch gefragt: Der Block wird doch sicher gegossen und nicht geschmiedet. Dann könnte man doch ganz einfach gleich das Bauteil passend in Druckguss produzieren und von Hand polieren. Aber "aus vollem Material gefräst und von Hand poliert" hört sich wertiger an, kann erheblich teurer verkauft werden als ein Verfahren, mit dem auch Modellautos erzeugt werden. Für die Stabilität ist es pillepalle, denn bei einem Sturz gehen andere Bauteile früher hinüber, z.B. der angeflanschte Sucher.
Einziger Lichtblick: Die Stückzahlen dürften sich in engeren Grenzen halten, der ökologische Schaden nur marginal sein; anders bei den Suff-Autos, mit denen Großstadtcowboys den Sprit eimerweise verblasen.

Das von Leica genutzte Verfahren

Eingetragen von
TinCan
(Inventar)
am Freitag, 25. April 2014 - 14:21

lässt sich auch bei kleinen Stückzahlen sinnvoll nutzen. Die Änderungen lassen sich über die Software der Fräseinrichtung einspielen und das ist um Größenordnungen günstiger, als eine neue Gussform.

Clown gefrühstückt?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 14:34
schmittikin schrieb:

Einziger Lichtblick: Die Stückzahlen dürften sich in engeren Grenzen halten, der ökologische Schaden nur marginal sein; anders bei den Suff-Autos, mit denen Großstadtcowboys den Sprit eimerweise verblasen.

Genau so isses, weswegen ich das Geschwubbel mit Energieverschwunden in diesem Fall hier echt nicht verstehe!

Klar ist Aluminium EXTREM Energieaufwendig in der Produktion, aber bei gerade mal 1kg für eine Edel-Kamera, von der sich wohl keiner 25 Stück pro Monat kaufen wird, ist das doch lächerlich! Da muß man nichtmal zum SUV greifen, da verschwendet jeder möchtegern-Öko-Aktivist mehr Energie beim Verbreiten seiner Parolen im Netz!

Im Übrigen kann bei geringen Stückzahlen das "aus dem vollen Fräsen" mit modernen CNC-Fräsern sogar kostengünstiger sein, als eine teure Druckguss-Form herzustellen. Die Leica wird vermutlich über diesen Stückzahlen liegen, dennoch läuft die Fräse von ganz alleine und 1kg Aluminium kostet auch nicht die Welt, da erzielt man mit überschaubaren Mehrkosten eine ziemliche Wertigkeit.

Wie sinnvoll das ist in Hinblick auf "runterfallt" ist etwas anderes, aber hier geht es nicht um ein Werkzeug sondern um ein Lifestyle-Produkt und bei einer Svarovski-Schüssel fragt auch keiner nach Gummiüberzug oder Bruchfestigkeit. (zumal keine Kamera für "runterfallt" gemacht ist, außer Outdoor-Knipsen)

Edelkäse

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 22:25

Was denn für eine Edelkamera? Zusammengestoppelter Krams aus NeX-Generationen.

In diesem Fall das sinnvollere Verfahren ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 17:24

Es gibt tatsächlich einen ganzen Blumenstrauß von Argumenten die mal das Fräsen aus dem Vollen und mal das Erzeugen von Gussteilen begünstigen. In diesem Fall ist es mir aus vielerlei Grund tatsächlich die bessere und vor allem maßhaltigere Methode zu fräsen. Nicht umsonst wird diese Methode z.B. auch bei der Fertigung von Apples Gerätschaften vorgezogen. Schaut man sich andere Industrien an - wird ja auch meist beides kombiniert - das sind dann aber selten teile, die man direkt anfasst.

Gast schrieb: Es gibt

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 11:01
Gast schrieb:

Es gibt tatsächlich einen ganzen Blumenstrauß von Argumenten die mal das Fräsen aus dem Vollen und mal das Erzeugen von Gussteilen begünstigen. In diesem Fall ist es mir aus vielerlei Grund tatsächlich die bessere und vor allem maßhaltigere Methode zu fräsen. Nicht umsonst wird diese Methode z.B. auch bei der Fertigung von Apples Gerätschaften vorgezogen. Schaut man sich andere Industrien an - wird ja auch meist beides kombiniert - das sind dann aber selten teile, die man direkt anfasst.

Die Sensoren werden aber noch mit einer 3-Punkte banal verschraubt und dann justiert! Daher hilft eine maßhaltige Methode nur sehr wenig!

Das Kamera-Gehäuse ist

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 07:40

Das Kamera-Gehäuse ist vordergründig für Leica-Kreise recht preiswert, aber hintenherum werden die Mäuse durch die teuren Japan-Leica-Objektive und das Zubehör wieder geschickt eingefahren. Macht aber nix, der Fotohandel freut sich, denn er erhält für den Verkauf von Leica-Produkten vergleichbar, die beste Marge!

langweilige Objektive

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 18:11

Vor allem die Objektive langweilen mich total!
Auch wenn wir wegen der Software-Mögllichkeiten kaum noch zwingend Lichtriesen brauchen, Leica ist für mich malen mit Licht -
und f:5,6 ist für mich eher kritzeln mit Dunkelheit.
Das ganze klein halten zu wollen, gut und schön,
aber es müssen doch spannende Brennweiten mit fester Lichtstärke möglich sein:
Leica 4,0/10-24 mm OIS
Leica 4,0/16-70 mm OIS
Leica 4,0/45-135 mm OIS
(überlappung ist wichtig - Objektive wie 18-55 mm und 55-135 mm sind absolut praxisfremd!)

Klar sind die 4 erst der billige Anfang - aber eben doch sehr enttäuschend...
da vergeht jede Lust die Kamera auch nur in die Hand zu nehmen, geschweige denn zu kaufen.
Das Konzept hat Olympus vor Jahren schon vorgegeben und hat heute den besseren Verschluss & Sucher zum weit besseren Preis und die spannendsten Objektive.

Kleine Nachfrage

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. April 2014 - 19:13

Da sind tatsächlich Schneckengänge in den Objektiven ...?

Gast schrieb: Da sind

Eingetragen von
Redaktion photoscala
(Ehrengast)
am Samstag, 26. April 2014 - 06:50
Gast schrieb:

Da sind tatsächlich Schneckengänge in den Objektiven ...?

Gute Frage, ich bin nicht sicher. Ich habe den Begriff "Schneckengang" - etwas unpräzise - als Synonym für die mechanischen Verstellbarbeiten von Brennweite (bei den Zooms) und Scharfstellung (bei allen T-Objektiven, der AF kann jederzeit durch Dreh am Ring überstimmt werden) benutzt. Leica spricht von "elektromechanischen Baugruppen für die Fokussiereinheit" und von "Mechanikbaugruppen".

(thoMas)

Danke

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 07:02

Den richtigen Schneckengängen trauere ich bisweilen nach ... ;-)

Gast schrieb: Den richtigen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 10:58
Gast schrieb:

Den richtigen Schneckengängen trauere ich bisweilen nach ... ;-)

Hochpräzise flache Schneckengänge gehen doch nicht mehr mit den leichtgängigen Plastik-Mechaniken der heutigen AF-Objektive!

Was mir durchaus

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 12:33

klar ist - weswegen die fallweise Abkehr von AF-Objektiven ansteht. ;-)

Gast schrieb: Den richtigen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 13:15
Gast schrieb:

Den richtigen Schneckengängen trauere ich bisweilen nach ...

Für AF-Antrieb sind sie leider wenig geeignet.

Geht schon

Eingetragen von
uncas
(Hausfreund)
am Sonntag, 27. April 2014 - 10:07
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Den richtigen Schneckengängen trauere ich bisweilen nach ...

Für AF-Antrieb sind sie leider wenig geeignet.

Was bei den Pentax Limited-FAs geht, sollte woanders auch gehen....

uncas

Politiker sind wie Planeten. In der Opposition strahlen sie am hellsten...

Der Schein bestimmt das Bewußtsein

Bild von Max Rheub
Eingetragen von
Max Rheub
(Inventar)
am Samstag, 26. April 2014 - 08:44

Mehr sog i ned.

Danke

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 11:13

für diesen ehrlichen Bericht!

Zuviele Blogger schreiben in vorauseilendem Gehorsam positiv über ein Produkt nur damit sie beim nächstem Mal wieder die ersten sind, die ein Testexemplar bekommen.

Toll, dass bei http://www.photoscala.de/ kein Blatt vor den Mund genommen wird.

Richtig beobachtet

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 14:20
Gast schrieb:

Zuviele Blogger schreiben in vorauseilendem Gehorsam positiv über ein Produkt nur damit sie beim nächstem Mal wieder die ersten sind, die ein Testexemplar bekommen.

Ich kann dieses unprofessionelle Rumgeschleime in ach so renommierten Blogs auch nicht mehr hören. Für Leica ist das natürlich praktisch: Man lädt weit vor der Produktvorstellung einige dieser "Journalisten" exklusiv am besten an einen möglichst exotischen Ort ein, belabere sie mit "höchst exklusiven Hintergrundinfos", drücke ihnen das neue Objekt der Begierde in die Hand - und schon schreiben diese "Profis" nette Berichte, die pünktlich zur offiziellen Produktvorstellung im Netz stehen - die vermeintlich unabhängige erste Berichterstattung, die das Marketing-Gewäsch begleitet. Darin wird dann auch noch der letzte Scheiß schön mild formuliert, denn man möchte ja das nächste Mal wieder frühzeitig eingeladen werden. So wäscht eine Hand die andere und beide Seiten sind glücklich. Für mich als kritischen Journalisten sind diese Laien-Schulaufsätze nur mit viel Humor zu ertragen.

Neue Leica: Die Verbraucher sind kritischer!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 08:45

Als gelungenes Beispiel kann die Vorstellung der A-Klasse von Mercedes-Benz dienen (schon etwas länger her). Da lud der Autokonzern eine Auswahl von Motorjournalisten nach Südfrankreich, so mit Drei-Sterne-Hotel, edles Fressen plus Abendprogramm. Danach setzten sie alle ihre Lobeshymnen ab: "Tolle Straßenlage usw." Nur ein mitfahrender Autotester aus Norwegen ließ sich dadurch nicht beirren und nahm den Wagen beim "Wedeltest" etwas härter `ran. Was passierte: Die neue Mercedes A-Klasse war dem nicht gewachsen und kippte komplett um. Den sogenannten "Elch-Test" nicht bestanden! Da standen die Jubel-Journalisten (vor allem die aus Deutschland) blöd da! Mercedes bekam ein Image-Problem und musste nachbessern.

Bei Fotojournalisten sieht das anders aus. Beispiel Color-Foto: Die Plapper-Artikel von Borell in den Siebziger Jahren, unterlegt mit sehr schlechten Beispielfotos (nasse Straße, Kellnerin im Lokal von hinten fotografiert) wären heute in dieser Form nicht mehr möglich. Da lobte er in analogen Zeiten ein 35-105 mm von Tokina. Ein eigener Kurztest mit SW-Film beim Händler (mit offener Blende und abgeblendet) ergab aber eine wenig überzeugende Abbildungsqualität. Ergebnis: Als Konsequenz daraus das Nikkor 35-105 mm gekauft: Deutlich teurer und deutlich besser!

Die Verbraucher sind heute kritischer, die Mehrheit prüft das nach, lässt sich nicht mehr mit Formulierungen wie "Edelklasse" oder "hochwertig" beeinflussen. Die Testvergleiche sind auch technisch deutlich aufwändiger. Da kann irgendein bekannter Name `draufstehen, wenn die Abbildungsleistungen nicht stimmen, erhält die Kamera oder das Objektiv beim Test Minuspunkte. Dazu kommt, dass der Name auch nicht mehr belegt, wer die Kamera oder das Objektiv entwickelt hat oder in Produktion bringt. Die TIPA-Journalisten wissen das und wählen sehr kritisch aus, diese Ergebnisse sind ernst zu nehmen!

Gast schrieb:
Gast schrieb:

Zuviele Blogger schreiben in vorauseilendem Gehorsam positiv über ein Produkt nur damit sie beim nächstem Mal wieder die ersten sind, die ein Testexemplar bekommen.

Ich kann dieses unprofessionelle Rumgeschleime in ach so renommierten Blogs auch nicht mehr hören. Für Leica ist das natürlich praktisch: Man lädt weit vor der Produktvorstellung einige dieser "Journalisten" exklusiv am besten an einen möglichst exotischen Ort ein, belabere sie mit "höchst exklusiven Hintergrundinfos", drücke ihnen das neue Objekt der Begierde in die Hand - und schon schreiben diese "Profis" nette Berichte, die pünktlich zur offiziellen Produktvorstellung im Netz stehen - die vermeintlich unabhängige erste Berichterstattung, die das Marketing-Gewäsch begleitet. Darin wird dann auch noch der letzte Scheiß schön mild formuliert, denn man möchte ja das nächste Mal wieder frühzeitig eingeladen werden. So wäscht eine Hand die andere und beide Seiten sind glücklich. Für mich als kritischen Journalisten sind diese Laien-Schulaufsätze nur mit viel Humor zu ertragen.

Mercedes A-Klasse von 1997

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Sonntag, 27. April 2014 - 14:42
Gast schrieb:

Als gelungenes Beispiel kann die Vorstellung der A-Klasse von Mercedes-Benz dienen (schon etwas länger her). Da lud der Autokonzern eine Auswahl von Motorjournalisten nach Südfrankreich, so mit Drei-Sterne-Hotel, edles Fressen plus Abendprogramm. Danach setzten sie alle ihre Lobeshymnen ab: "Tolle Straßenlage usw." Nur ein mitfahrender Autotester aus Norwegen ließ sich dadurch nicht beirren und nahm den Wagen beim "Wedeltest" etwas härter `ran. Was passierte: Die neue Mercedes A-Klasse war dem nicht gewachsen und kippte komplett um. Den sogenannten "Elch-Test" nicht bestanden! Da standen die Jubel-Journalisten (vor allem die aus Deutschland) blöd da! Mercedes bekam ein Image-Problem und musste nachbessern.

Die Darstellung ist falsch, von «toller Strassenlage» war nie die Rede, sondern von «verblüffendem Komfort». Etliche deutsche Medien wie u.a AutoBild, Motorvision usw. bescheinigten in schnell gefahrenen Kurven ein zu starkes Neigen des Fahrzeuges. Denn Mercedes hat das Fahrzeug viel zu weich abgestimmt, um der schaukelverwöhnten Mercedes-Kundschaft die fahrkomfortbedingten Nachteile der Bauweise (schmal, kurzer Radstad, hoher Schwerpunkt durch Sandwichboden etc.) zu verschleiern.

Genau dieses Gutgemeinte wurde Mercedes dann zum Verhängnis als die übrigens schwedische «Teknikens Värld» ein Testfahrzeug anforderte. Entgegen Ihrer Darstellung war es also nicht ein norwegischer Journalist und das Debakel geschah auch nicht während der Pressevorstellung in Südfrankreich. Ganz nebenbei bemerkt sind die von Ihnen beschriebenen Pressevorstellugnen industrieweiter Normalfall. Der Standard bei der Hotellerie liegt bei vier- und nicht bei dreisterne Hotels.

Inwiefern die Journalsiten blöd dastanden müssen Sie noch erklären, denn ausserhalb Schwedens war dieser Ausweichtest damals, im Jahre 1997, komplett unbekannt. Heute gehört der Test in der Industrie wie auch bei der Presse zum Normalfall. Und Mercedes hatte zwar ein Image-Problem, dieses aber dann perfekt gemeistert. Denn die Schwaben hätten dabei lediglich das Fahrwerk härter bzw. dem Fahrzeugtyp entsprechend «normal» auslegen müssen, was sie dann auch taten. Plus Inserate schalten und gut ist.

Doch als Zückerchen gab es dann auch noch das aus der S-Klasse bekannte Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) serienmässig dazu. Ein Extra, das sonst normal mit 2'500 DM in der Aufpreisliste stand. Das überzeugte nicht nur Medien wie Öffentlichkeit, sondern setzte auch die Konkurrenz massiv unter Druck: Volkswagen hat sofort nachgezogen und dem Golf das ESP spendiert. Ebenfalls gratis. Dabei bemühte sich Ferdinand Piëch festzustellen, dass «ein Golf so etwas nicht brauche». Heute ist ESP EU-weit vorgeschrieben.

Also, wenn Sie schon zu so einer nicht der Fotografie bezogenen Thematik referieren – dann recherchieren Sie doch vorher auch gründlich!

INDUSTRIEDESIGN

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 11:50

Schade dass sich LEICA, bezugnehmend auf das Industriedesign, nur noch auf die großen Player verlässt. Aufregendes und innovatives Design, welches LEICA eine eigene Formensprache geben könnte, entsteht so auf keinen Fall. Chance verpasst! Wieder einmal!

Objektivlinie: Langweile pur!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 12:24

Da finde ich die Objektivpolitik bei meiner Lieblingsfirma Fujifilm wesentlich überzeugender: lichtstarke, mechanisch gut gemachte Festbrennweiten in Topqualität zum fairen Preis. Selbst die später auf den Markt gekommenen Zooms sind einfach klasse. Da kann ich über Leicas Langweiler-Objektive nur müde lächeln. Für mich zählen Qualität und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, ich brauche keinen roten Punkt für mein Ego. Bezeichnend finde ich, wie schamhaft Leica sich über den Objektiv- und den Sensorlieferanten für die Kamera ausschweigt.

Wenn ich Leica denke

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 18:35

dann denke ich an einige wenige, lichtstarke Festbrennweiten. Es stünde diesem hochmögenden Unternehmen gut an, sich selbst, seine Tradition und seinen Anspruch auch im Objektiv-Angebot überdeutlich zum Ausdruck zu bringen. So hingegen fällt auch dieses Design-Produkt, neben seinen technischen Unzulänglichkeiten, auch hinsichtlich seiner Objektive unter - beliebig. Und dafür dann auf jeden Fall - zu teuer.

Der Niedergang der Marke Leica

Bild von Bernie 2.0
Eingetragen von
Bernie 2.0
(Hausfreund)
am Montag, 28. April 2014 - 15:33

Irgendwie kann ich gegenwärtig nicht erkennen, was an einer Leica T so viel besser sein soll als eine z.B. EOS M, die gegenwärtig mit Kitzoom nur etwa 340 € verkauft wird und über Adapter ebenfalls die Verwendung von M-Objektiven erlaubt.

Die A6000 wurde bereits als Alternative genannt. Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte, dass von der Bildqualität selbst eine A3000 eine ernsthafte Konkurrenz darstellt und die gibt es schon für 269 €. Aber die A3000 ist halt nicht aus Aluminium und schon gar nicht gefräst.

Wer es wertig und vom System her schlüssig habe möchte, der wird bei Fuji und dem X System eher fündig und kann zwischen Kameras sehr unterschiedlicher Bedienkonzepte auswählen.

So bleibt am Ende für den Käufer einer Kamera des T-Systems ähnliche Peinlichkeit übrig wie bei den gepimpten Sonys einer einstmals schwedischen Mittelformatkamera-Schmiede.

Und die Marke Leica wird durch Kameras, die wohl nicht mal einem MFT Einsteigermodell wie der GM1 oder der E-PL5/E-PM2 Paroli bieten können, nachhaltig beschädigt.

Marketing-Märchenstunde für Leica-Gläubige

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 12:33

Wenn ich mir das Foto von den beiden Alublöcken und dem rausgefrästen Gehäuse anschaue, dann bezweifle ich schlicht, dass der volle Alublock 1200 Gramm wiegt, das fertige Gehäuse jedoch nur 94 Gramm. Worauf immer sich die 1200 Gramm beziehen - sicherlich nicht auf den abgebildeten Alublock.

Bitte nachrechnen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 22:52
Gast schrieb:

Worauf immer sich die 1200 Gramm beziehen - sicherlich nicht auf den abgebildeten Alublock.

Alu hat ein spezifische Gewicht von ca 2,7g pro Kubikzentimeter. Ich rechne mit den Kantenlängen des Gehäuses 13,4 x 6,9 x 3,3 cm. Mit dem spez. Gewicht von Alu ergibt sich dann ein angenommenes Gehäuse-Bruttogewicht von rund 824 Gramm. Die Blöcke werden zum Einspannen in der "Fräse" zwecks leichteren Bearbeitung der Flächen immer mit etwas Übermaß verwendet. Damit ist das genannten "Bruttogewicht" von 1,2 Kilo pro Gehäuse ein durchaus plausibler Wert für den abgebildeten Alublock und kein Märchen.

Des Kaisers neue Kleider

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 13:46

Auch wenn M. Reichmann auf luminous-landscape betont, dass er mit einem Vorserienexemplar der T fotografiert hat: die Bildqualität ist bereits bei ISO 1600 grottig! Da dürfte auch die endgültige Firmware keine Wunder vollbringen. Fazit: In dem 1500-Euro-Body werkelt offensichtlich ein Billig-Chip älterer Bauart. Da drängt sich der Vergleich mit Hasselblads jüngsten Mondpreis-Abzockerkameras auf. Aber der Zielgruppe - also nicht kritische Anwender wie ich - dürfte das herzlich egal sein.

Dimitrij Lokomov

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 16:16

Der Erste, der eine Lokomotive aus einem Stück feilte.

Trägt

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 17:18

der Leder-Holster sehr auf, unter dem Jackett, oder ist er so dezent, wie eine Walther PPK?

Jetzt wissen wir

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 19:36

albernen Normaldösel leider nicht, wie dezent sich eine Walther PPK unterm Jackett tragen lässt :-)

Das

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 22:04

liegt in der Natur der Sache.

Gegen die Sony A6000, kann

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 07:34

Gegen die Sony A6000, kann die neue LEICA T nicht anstinken! Das AUDI-Industrie-Design kann da nicht ablenken!

Schauen Sie

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 08:38

nie James Bond ...? 8-)

James...

Eingetragen von
uncas
(Hausfreund)
am Sonntag, 27. April 2014 - 10:17
Gast schrieb:

albernen Normaldösel leider nicht, wie dezent sich eine Walther PPK unterm Jackett tragen lässt :-)

Frag doch einfach Bond, James Bond....Der hat in "Goldfinger" auch schon mit einer Leica fotografiert....:-)

uncas
PS: War das damals auch schon product placement?

Politiker sind wie Planeten. In der Opposition strahlen sie am hellsten...

Ich hatte vergessen zu schreiben,

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 18:45

dass es mich nicht die Bohne interessiert, wie sich eine Walther PPK unterm Jackett tragen lässt.

"Holster"

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 26. April 2014 - 22:12

Das Holster trägt auf wie eine Desert Eagle. Aber die Leica T hat ungefähr den miesen Wirkungsgrad einer Walther PPK.

Den Ball flach halten

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 27. April 2014 - 08:02

Eigentlich möchte man es ja Leica gönnen, ein solches Produkt wie die Leica T auf den Markt gebracht zu haben. Aber was bei Leica furchtbar nervt bzw. diese Firma so unsympathisch macht, ist diese Arroganz die bei jeder neuen Produktvorstellung von Leica zu Tage gelegt wird. Als ob die ganze Welt nur auf die Leica T gewartet hätte und Leica mit dieser Kamera das Design neu erfunden hätte.

Natürlich gehört zu jeder Produktvorstellung ein gewisser Stolz mit dazu. Das tun andere Hersteller bei ihren Neuvorstellungen nicht anders. Aber bei weitem nicht so überschwänglich und überheblich wie bei Leica. Natürlich tut jeder Hersteller so, als ob seine neue Kamera die beste, schönste und tollste wäre. Aber bei Leica klingt das immer so verächtlich anderen Herstellern/Produkten gegenüber. Die Leica T ist zweifelsohne und in jeder Hinsicht eine gute Kamera, aber sie wird weder das Design, noch die Ergonomie/Handhabung oder noch die Verarbeitungs- und Bildqualität revolutionieren. Das mag ja damals so gewesen sein, als Oskar Barnack die M präsentiert hat (die war tatsächlich so revolutionär, dass die ganze Welt versucht hat, Leica zu kopieren), aber diese (Glanz-)Zeiten sind längst vorbei. Bei Firmen wie Apple mag die "So was habt Ihr noch NIE zuvor gesehen"-Masche noch funktionieren (obwohl es vor dem iPod auch schon MP3-Player, vor dem iPhone auch schon Smartphones und vor dem iPad auch schon Tablets gab), aber selbst bei Apple tritt man nicht so selbstherrlich auf wie Leica. Bei Leica klingt das immer so wie "Verneigt euch vor dem erhabenen roten Punkt"; mit einer solch überheblichen Attitüde braucht man sich echt nicht zu wundern, wenn man nicht nur unisono Applaus sondern auch mal ordentliche Hähme erntet...

Barnack

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 08:25

mag ja Leicas Grundstein gelegt haben - die M hat er definitiv nicht erfunden, auch wenn die in den 50ern tatsächlich wegweisend war.
Zum Auftritt Leicas vielleicht auch noch eine unmittelbare Wahrnehmung: Auf der Leica-Beilage zum aktuellen Profifoto, anläßlich des 100-Jahr-Jubiläums, prangt als Titelbild die Quintessenz des Leica-Daseins - das Anbringen des roten Punkts auf dem Gehäuse einer M ...

"als Oskar Barnack die M präsentiert hat"

Bild von woelfi41
Eingetragen von
woelfi41
(Neuankömmling)
am Sonntag, 27. April 2014 - 09:13
DingDongDilli schrieb:

Eigentlich möchte man es ja Leica gönnen, ein solches Produkt wie die Leica T auf den Markt gebracht zu haben. Aber was bei Leica furchtbar nervt bzw. diese Firma so unsympathisch macht, ist diese Arroganz die bei jeder neuen Produktvorstellung von Leica zu Tage gelegt wird. Als ob die ganze Welt nur auf die Leica T gewartet hätte und Leica mit dieser Kamera das Design neu erfunden hätte.

Natürlich gehört zu jeder Produktvorstellung ein gewisser Stolz mit dazu. Das tun andere Hersteller bei ihren Neuvorstellungen nicht anders. Aber bei weitem nicht so überschwänglich und überheblich wie bei Leica. Natürlich tut jeder Hersteller so, als ob seine neue Kamera die beste, schönste und tollste wäre. Aber bei Leica klingt das immer so verächtlich anderen Herstellern/Produkten gegenüber. Die Leica T ist zweifelsohne und in jeder Hinsicht eine gute Kamera, aber sie wird weder das Design, noch die Ergonomie/Handhabung oder noch die Verarbeitungs- und Bildqualität revolutionieren. Das mag ja damals so gewesen sein, als Oskar Barnack die M präsentiert hat (die war tatsächlich so revolutionär, dass die ganze Welt versucht hat, Leica zu kopieren), aber diese (Glanz-)Zeiten sind längst vorbei. Bei Firmen wie Apple mag die "So was habt Ihr noch NIE zuvor gesehen"-Masche noch funktionieren (obwohl es vor dem iPod auch schon MP3-Player, vor dem iPhone auch schon Smartphones und vor dem iPad auch schon Tablets gab), aber selbst bei Apple tritt man nicht so selbstherrlich auf wie Leica. Bei Leica klingt das immer so wie "Verneigt euch vor dem erhabenen roten Punkt"; mit einer solch überheblichen Attitüde braucht man sich echt nicht zu wundern, wenn man nicht nur unisono Applaus sondern auch mal ordentliche Hähme erntet...

Hallo DDD, Oskar Barnack hat ja nun viel für 35mm und Leitz/Leica getan, die "M" (ab1954) hat er (gest.1936) aber nun wirklich nicht präsentieren können.

Oskar Barnack

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 09:47

durfte erstmal 10 Jahre Däumchen drehen, ehe vor 90 (!) Jahren Ernst Leitz den Daumen hob, zur Produktion der Leica I ...

Errare humanum est

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 27. April 2014 - 10:03
woelfi41 schrieb:

Hallo DDD, Oskar Barnack hat ja nun viel für 35mm und Leitz/Leica getan, die "M" (ab1954) hat er (gest.1936) aber nun wirklich nicht präsentieren können.

Stimmt. Mein Aufmerksamkeitsfehler. Aber es dürfte jedem klar sein, dass die Leica gemeint war...

Wie wahr!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 13:38
DingDongDilli schrieb:

Eigentlich möchte man es ja Leica gönnen, ein solches Produkt wie die Leica T auf den Markt gebracht zu haben. Aber was bei Leica furchtbar nervt bzw. diese Firma so unsympathisch macht, ist diese Arroganz die bei jeder neuen Produktvorstellung von Leica zu Tage gelegt wird. Als ob die ganze Welt nur auf die Leica T gewartet hätte und Leica mit dieser Kamera das Design neu erfunden hätte.

Natürlich gehört zu jeder Produktvorstellung ein gewisser Stolz mit dazu. Das tun andere Hersteller bei ihren Neuvorstellungen nicht anders. Aber bei weitem nicht so überschwänglich und überheblich wie bei Leica. Natürlich tut jeder Hersteller so, als ob seine neue Kamera die beste, schönste und tollste wäre. Aber bei Leica klingt das immer so verächtlich anderen Herstellern/Produkten gegenüber. Die Leica T ist zweifelsohne und in jeder Hinsicht eine gute Kamera, aber sie wird weder das Design, noch die Ergonomie/Handhabung oder noch die Verarbeitungs- und Bildqualität revolutionieren. Das mag ja damals so gewesen sein, als Oskar Barnack die M präsentiert hat (die war tatsächlich so revolutionär, dass die ganze Welt versucht hat, Leica zu kopieren), aber diese (Glanz-)Zeiten sind längst vorbei. Bei Firmen wie Apple mag die "So was habt Ihr noch NIE zuvor gesehen"-Masche noch funktionieren (obwohl es vor dem iPod auch schon MP3-Player, vor dem iPhone auch schon Smartphones und vor dem iPad auch schon Tablets gab), aber selbst bei Apple tritt man nicht so selbstherrlich auf wie Leica. Bei Leica klingt das immer so wie "Verneigt euch vor dem erhabenen roten Punkt"; mit einer solch überheblichen Attitüde braucht man sich echt nicht zu wundern, wenn man nicht nur unisono Applaus sondern auch mal ordentliche Hähme erntet...

Ja, da ist viel Wahres dran! Zu dem Gesagten kommt noch, dass Leica diese Überheblichkeit an den Tag legt, obwohl sie nur zweitklassige Ausstattung und Elektronik zum erstklassigen Preis verkaufen. Das war bei der gesamten M-Linie seit der M8 so (die aktuelle M eingeschlossen!) und zieht sich bis zur APS-Kompaktkamera-Linie X durch. Und nun macht der Zwerg aus Wetzlar mit der T schon wieder einen auf dicke Hose - und bleibt wieder ZEITGEMÄSSE Spitzentechnologie bei Sensor und AF schuldig. Wieder mal blieb man sich nur beim gewohnt irren Preisniveau treu. Diese Diskrepanz zwischen formuliertem Anspruch, dem geforderten Preis und der gelieferten technischen Leistung regt mich bei Leica auf. Ich als Anwender habe Leica nach der analogen M6 und M7 den Rücken gekehrt, weil Leica im digitalen Zeitalter für mich als Fotografen nichts mehr zu bieten hat, das ich nicht woanders zum gleichen Preis oder sogar günstiger bekomme.

Dicke Hose

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 27. April 2014 - 15:39
Gast schrieb:

Ja, da ist viel Wahres dran! Zu dem Gesagten kommt noch, dass Leica diese Überheblichkeit an den Tag legt, obwohl sie nur zweitklassige Ausstattung und Elektronik zum erstklassigen Preis verkaufen.

Na ja. Selbst das wäre kein Problem – wenn sich Leica dazu bekennen würde! Es spricht nichts dagegen, unzeitgemäße Technik zu verkaufen (Harley Davidson tut es ja im Motorradbau z.B. auch) bzw. eine rückwärtsgewandte Produktpolitik zu betreiben; aber dann sollte man gefälligst nicht so tun, als ob man DER Technologie-Vorreiter schlechthin wäre. Das Problem ist eher, dass Leica die einstige Vorreiterrolle längst verloren hat, aber das nicht zugeben will bzw. nicht gecheckt hat und immer noch so tun, als ob man DER Leader in der Fotobranche wäre... Das ist an Einbildung bzw. Schizophrenie nicht zu toppen; man darf gerne aus der Not eine Tugend machen, aber übertreiben sollte man es dabei nicht.

Nö.

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 16:27
DingDongDilli schrieb:

aber dann sollte man gefälligst nicht so tun, als ob man DER Technologie-Vorreiter schlechthin wäre.

Hmmm ... die Selbsteinschätzung kann ich aus den Pressetexten auch nicht erkennen. Dort liegt der Schwerpunkt auf hochwertiger Bauweise, guter Optik und Design. Passt schon.

DingDongDilli schrieb:

Das Problem ist eher, dass Leica die einstige Vorreiterrolle längst verloren hat, aber das nicht zugeben will bzw. nicht gecheckt hat und immer noch so tun, als ob man DER Leader in der Fotobranche wäre...

Nö. Da erscheint mir Leica sehr realistisch in der Selbsteinschätzung. Nur von einigen Schreibern hier wird verlangt, Leica möge bei der Elektronik die besten (viel größeren) Wettbewerbern erreichen oder übertreffen. Das wird nix, und das weiss Leica auch. Deshalb versuchen sie, die Kunden mit anderen Eigenschaften zu überzeugen.

Seeehr

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 21:49

überzeugend.

Volksfest der Superlative

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 27. April 2014 - 22:34
Gast schrieb:

Hmmm ... die Selbsteinschätzung kann ich aus den Pressetexten auch nicht erkennen. Dort liegt der Schwerpunkt auf hochwertiger Bauweise, guter Optik und Design. Passt schon.

Ach ja!?! Dann nehmen wir mal die ersten paar Zeilen der offiziellen Pressemeldung auseinander...


Die Leica Camera AG stellt ein neues Kamerasystem vor, das Ingenieurskunst

Suggeriert durch die Verwendung des Wortes "Kunst", dass die Ingenieursleistung die da stattgefunden hat, eine ganz besondere war...


Handarbeit

Suggeriert ebenfalls, dass die Leica T besser ist als der Rest, weil da Handarbeit mit drin steckt. Dass da andere Hersteller auch auf Handarbeit setzen (dort wie die Canons, Nikons, Sonys & Co. in Niedriglohnländern zusammen gebaut werden, schrauben auch Menschen die Einzelteile zu einer Kamera zusammen) und z.B. der LC-Bildschirm der Kamera ganz bestimmt nicht im Manufaktur-Prozess hergestellt wurde, wird dann im Pressetext tunlichst verschwiegen...


...Design und Bedienung in einem ganz neuartigen Konzept vereint.

Ja, klar. Das Design der Leica T hat man in der Form noch nie zuvor gesehen und die Touch-Bedienung ist ja auch sowas von neuartig/innovativ, gell!?!


Von der Idee, über die Entwicklung bis hin zur Fertigung stand in allen Disziplinen die Perfektion im Fokus.

Alles klar. Nur ist die nicht wirklich erreicht worden und die anderen Hersteller sind auch keine Schlampen, die nur Mittelmäßigkeit im Sinn haben...


Entstanden ist das Leica T-System – eine hochwertig verarbeitete Kamera

Das darf man bei dem Preis auch erwarten! Und schlechter verarbeitet sind die Top-Modelle der Konkurrenz nun auch nicht. Also kein Grund zum Angeben damit.


„Made in Germany“

*gähn* Wer sich echt noch auf das Prädikat "Made in Germany" berufen muss, um die Qualität seiner Produkte hervor zu streichen, ist echt zu bedauern.


die sich zusammen mit einem Portfolio an präzisen Hochleistungsobjektiven

Auch kein Alleinstellungsmerkmal von Leica. Dass die Asiaten mittlerweile auch sehr gute Objektive mit höchsten Abbildungsleistungen konstruieren können, ist hinlänglich bekannt.


vielseitig und besonders intuitiv handhaben lässt.

Besonders intuitiv... Als ob es keine andere Kamera auf der Welt mit Touch-Bedienung gäbe...


Einzigartig im Design

Ja. So einzigartig, dass die Ähnlichkeit mit der Samsung NX300 und Galaxy Cam nur Zufall ist, nicht wahr!?!


und dabei reduziert auf essentielle Funktionen

Sprich: Alles was die Konkurrenz mehr an Funktionalität anbietet, ist nicht essentiell d.h. überflüssig, was!?!


bietet das neue Leica T-System alles, was der puren, kreativen Fotografie kombiniert mit dem besten Bildergebnis dient.

Ja, ja. Mit dem besten Bildergebnis... Immer schön den Mund voll nehmen, gell!?!

Wie viel Prozent anteilig

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 08:46

Wie viel Prozent anteilig muss es sein, dass man Made in Germany drauf schreiben darf? Die Kamera wird doch überwiegend in Portugal vorgefertigt und der Rest sind doch alles Zulieferteile von Fremdfirmen!

Kommt wohl drauf an,

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 09:09

wie man rechnet, was man als Maß verwendet: Wenn man den Preis hernimmt, ist es ganz sicher Made in Germany: 50 Euro nach Portugal für das Fräsen und Polieren, 50 Euro für das Innenleben, zugekauft aus China, 1500 Euro für's Zusammenschrauben in Wetzlar.

Made in

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 09:23

steht eh nicht mehr drauf ... Leica Camera Germany steht drauf. Das klingt so ähnlich, und hat offensichtlich die gewünschte Wirkung ... 8-)

Gast schrieb: steht eh

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 12:14
Gast schrieb:

steht eh nicht mehr drauf ... Leica Camera Germany steht drauf. Das klingt so ähnlich, und hat offensichtlich die gewünschte Wirkung ... 8-)

Falsch, bei der neuen Leica T steht dick und fett Made in Germany drauf!

Da steht dick und fett

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 14:04

Leica Camera Wetzlar Germany

Wo?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 14:46

Wo?

Pressetext

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 18:11
Gast schrieb:

Falsch, bei der neuen Leica T steht dick und fett Made in Germany drauf!

"Made in Germany" steht nicht auf der Kamera, wohl aber im Leica Pressetext.

Gast schrieb: Wie viel

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 11:33
Gast schrieb:

Wie viel Prozent anteilig muss es sein, dass man Made in Germany drauf schreiben darf?

http://de.wikipedia.org/wiki/Made_in_Germany

Werbung/Marketing halt. Was erwartest du?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 10:13
DingDongDilli schrieb:

Immer schön den Mund voll nehmen, gell!?!

Werbung/Marketing halt. Was erwartest du?

DingDongDilli schrieb:

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 16:40
DingDongDilli schrieb:
Gast schrieb:

Ja, da ist viel Wahres dran! Zu dem Gesagten kommt noch, dass Leica diese Überheblichkeit an den Tag legt, obwohl sie nur zweitklassige Ausstattung und Elektronik zum erstklassigen Preis verkaufen.

Na ja. Selbst das wäre kein Problem – wenn sich Leica dazu bekennen würde! Es spricht nichts dagegen, unzeitgemäße Technik zu verkaufen (Harley Davidson tut es ja im Motorradbau z.B. auch) bzw. eine rückwärtsgewandte Produktpolitik zu betreiben; aber dann sollte man gefälligst nicht so tun, als ob man DER Technologie-Vorreiter schlechthin wäre. Das Problem ist eher, dass Leica die einstige Vorreiterrolle längst verloren hat, aber das nicht zugeben will bzw. nicht gecheckt hat und immer noch so tun, als ob man DER Leader in der Fotobranche wäre... Das ist an Einbildung bzw. Schizophrenie nicht zu toppen; man darf gerne aus der Not eine Tugend machen, aber übertreiben sollte man es dabei nicht.

Aber irgendwie muss der Henri Cartier Bresson das hoheitliche Preisgefüge doch verteidigen!

Bresson

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 22:16

bekam auf seine alten Tage noch eine Minilux. Das hätte uns damals schon beunruhigen sollen. Er wandte sich dann letztlich auch ganz der Malerei zu ...

burner

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. April 2014 - 16:56

Endlich hat ein mutiger deutscher Kamerahersteller die Flut fernöstlicher Handys mit Fotofunktionen oder Fotoapparaten mit Telefoniefunktionen Paroli geboten:

Ein Bügeleisen mit glatter Alusohle zum Fotografieren……da muss man erstmal drauf kommen!

Bin gespannt, wann ein findiger Tüftler das Gehäuse mit einem 3-D Drucker leichter und mit besserer Temperaturanmutung als Umrüstsatz anbietet. Das überflüssige Alu kommt dann zurück nach Audi für die Alufelgenproduktion…….

Nix von Leica?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 11:45

Sensor, Prozessor, Verschluss, Accu, Sucher und Design sind offensichtlich nicht von Leica

letztlich wird hier in Deutschland nur zusammen geschraubt.

Die meisten der hier abgefeierten Innovationen kommen von Olympus und Panasonic und Canon ist wohl der letzte große Hersteller der fast noch die meisten Bauteile selbst produziert
und nicht wie Nikon und Pentax von Sensorherstellern und wie Sony von Objektivherstellern seine wichtigsten "Teile" zu kaufen muss.

Und beim Design fällt auf, wie wunderbar dagegen die Hasselblad Lunar gefertigt ist, da war mehr Mut und Sachverstand am Werk, nur das komplette Innenleben der Sony Nex 7 zu übernehmen und der bekloppte Preis sind hier die große Dummheit.

Canon, Olympus, Panasonic und vielleicht noch ein bisschen Samsung sind somit vermutlich die letzten Hersteller eigenständiger Kameratechnik- und Konzepte.

Die Lunar

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 14:01

ist nur eine verschnörkelte Sony.

Wieso?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 14:46
Gast schrieb:

Sony von Objektivherstellern seine wichtigsten "Teile" zu kaufen muss.

Die wenigen Sony Objektive, die es gibt, sind entweder noch von Minolta übernommen oder waschechte Sony-Objektive (ggf. mit einem Zeiss-Päpperl drauf).

Sony Glas???

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 18:23
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Sony von Objektivherstellern seine wichtigsten "Teile" zu kaufen muss.

Die wenigen Sony Objektive, die es gibt, sind entweder noch von Minolta übernommen oder waschechte Sony-Objektive (ggf. mit einem Zeiss-Päpperl drauf).

Hat Sony überhaupt tatsächlich eine Glasfertigung und Objektivproduktion?

Sony wurde nie als Glashersteller gerühmt und alle neueren Sony-Objektive sind eher peinlich als fotografisch gut tauglich, die sind nur ausnahmsweise wirklich scharf und brillant - ganz anders mit den Zeiss Objektiven für Alpha und Nex!

Die Vermutung steht schon längst im Raum, dass Sony alle Objektive fremd fertigen lässt.

Fakten, Fakten, Fakten.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. April 2014 - 09:09

Statt Vermutung. Sony hat(te) auf der Homepage einen Abschnitt über ihre eigene Glasfertigung. Und schließlich hat Minolta (jetzt Sony) ja auch Leitz mit Glas beliefert. Ds Zeiss Logo dürfen die nur draufpappen, weil sie sich an Oberkochener Qualitätskontrollstandards halten. Guckst Du hier:

http://www.lesnumeriques.com/objectif/rencontre-avec-naoki-miyagawa-pere...

Gast schrieb: Gast

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 03. Mai 2014 - 21:41
Gast schrieb:
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Sony von Objektivherstellern seine wichtigsten "Teile" zu kaufen muss.

Die wenigen Sony Objektive, die es gibt, sind entweder noch von Minolta übernommen oder waschechte Sony-Objektive (ggf. mit einem Zeiss-Päpperl drauf).

Hat Sony überhaupt tatsächlich eine Glasfertigung und Objektivproduktion?

Falsche Vermutung, SONY hat sehr wohl seine eigene Glasfertigung, was allerdings weniger bekannt ist!

Sony wurde nie als Glashersteller gerühmt und alle neueren Sony-Objektive sind eher peinlich als fotografisch gut tauglich, die sind nur ausnahmsweise wirklich scharf und brillant - ganz anders mit den Zeiss Objektiven für Alpha und Nex!

Die Vermutung steht schon längst im Raum, dass Sony alle Objektive fremd fertigen lässt.

Sind doch Sony-Linsen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 04. Mai 2014 - 09:51
Gast schrieb:

[ganz anders mit den Zeiss Objektiven für Alpha und Nex!

Sind alles reine Sony Rechnungen und -Produktion. Zeiss steht nur drauf, weil sie Zeiss gefragt haben (und wohl auch dafür zahlen) und sich an Zeiss'sche Qualitätskontrollstandards halten. Guckst Du auch hier:

Bewährtes System!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 14:39

Leica Vorreiter in der Fotobranche? Das ist aber sehr lange her. Als die Japaner mit außergewöhnlich guten Spiegelreflexkameras (Minolta, Asahi Pentax, Canon, Minolta, Topcon) Anfang der Sechziger den Markt aufrollten und Nikon mit der professionellen F zeigte, wie robuste Qualitätskameras gebaut werden, da war es vorbei. Leica reagierte mit der durchaus brauchbaren SL, leider wussten die aber in Wetzlar nicht, dass einige Kunden einen Wechselsucher und Wechselmattscheiben brauchten, auch ein ansetzbarer Motor (ohne Spezialgehäuse) wäre es gewesen - aber das das konnten die einfach nicht. Später half dann Minolta aus, die Ära der "geklonten" Leicas begann! Hat sich bis in die Gegenwart herüber gerettet!

DingDongDilli schrieb:
Gast schrieb:

Ja, da ist viel Wahres dran! Zu dem Gesagten kommt noch, dass Leica diese Überheblichkeit an den Tag legt, obwohl sie nur zweitklassige Ausstattung und Elektronik zum erstklassigen Preis verkaufen.

Na ja. Selbst das wäre kein Problem – wenn sich Leica dazu bekennen würde! Es spricht nichts dagegen, unzeitgemäße Technik zu verkaufen (Harley Davidson tut es ja im Motorradbau z.B. auch) bzw. eine rückwärtsgewandte Produktpolitik zu betreiben; aber dann sollte man gefälligst nicht so tun, als ob man DER Technologie-Vorreiter schlechthin wäre. Das Problem ist eher, dass Leica die einstige Vorreiterrolle längst verloren hat, aber das nicht zugeben will bzw. nicht gecheckt hat und immer noch so tun, als ob man DER Leader in der Fotobranche wäre... Das ist an Einbildung bzw. Schizophrenie nicht zu toppen; man darf gerne aus der Not eine Tugend machen, aber übertreiben sollte man es dabei nicht.

Komplexe?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 22:11
DingDongDilli schrieb:

Eigentlich möchte man es ja Leica gönnen, ein solches Produkt wie die Leica T auf den Markt gebracht zu haben. Aber was bei Leica furchtbar nervt bzw. diese Firma so unsympathisch macht, ist diese Arroganz die bei jeder neuen Produktvorstellung von Leica zu Tage gelegt wird.

Was ist los? Ich lese eine Pressemitteilung, die einen Schwerpunkt auf das Bedienkonzept, hochwertige Verarbeitung und das reduzierte Design legt. Ich lese von einer Pressekonferenz. Einzelne Journalisten erhalten erste Testexemplare. Und der Hersteller gibt einen Einblick in den Produktionsprozess. Ich vermag, nichts Verwerfliches daran zu erkennen, dass ein Hersteller seine Arbeit tut.

Und das vergleicht dann

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. April 2014 - 07:59

der präsumptive Kunde mit den anderen Angeboten am Markt - und fühlt sich verarscht.
Und der Preis verursacht dann beim Einen oder Anderen wohl auch noch "Komplexe" - weil er erkennen muss, dass sich das Angebot ohnehin nicht an ihn richtet.

Komplex

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. April 2014 - 12:36

Der Pöbel bekommt doch vergleichbare Qualität ohnehin zum Bruchteil der Leica ... 8-)

Klare Ansage!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. April 2014 - 08:28

Lieber "Pöbel" als Leica-Knipser!

Gast schrieb:

Der Pöbel bekommt doch vergleichbare Qualität ohnehin zum Bruchteil der Leica ... 8-)

....alles gut...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 12:30

... und schön aber ohne jede Form von Stabitechnik, sowei bescheidener Lichtstärke bei den Optiken und das zu den Preisen. Ich denke hier ist man bei Leica ein wenig kurz gesprungen.

Denkmal deutscher Kameratechnik?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 17:28

Die Leica T ist mehr als technische Featutres. Die sind immerhin state of the art.
Könnte der der Charme der T nicht in Ihrem Vermächtnis liegen? Ist sie nicht ein tolles Abschiedsgeschenk an die deutsche Kamerakultur?
Eine minimalistische Skulptur, eine Hülle im Design des Bauhaus-Stils und in der Fertigung manifakturähnlich. Die eingeschlossenen High-Tec-Innereien stammen ehrlich und zeitgemäß aus fernöstlicher Serientechnik, sind also benutzbar. Wenn das zusammen kein Kulturdenkmal ist!
Mehr was für Kunstsammler als für Fotografen. Je weniger Exemplare gefrässt werden, desto höher könnte der Preis für Sammler steigen. Der Leica-Werbetext macht das irgendwie kaputt.

Eine Lomo

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 18:03

ist auch benutzbar. Wohlweislich stellen sie aber keine Werbetexte dazu. Aber der einzigartige Abgesang auf die deutsche Kameratechnik, die heute so schlicht benannte M, stammt ohnehin aus dem Hause Leica. Und das schon seit Jahrzehnten.

Eine Leica

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 18:10

setzt Maßstäbe - oder ist überflüßig. Punkt.

Welche Sammler?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 22:42

Elektronikmüll eignet sich nicht zum Sammeln. Meine FM-2 eignet sich zum Sammeln. Eine M6 eignet sich zum Sammeln. Womit auch schon das letzte deutsche Vermächtnis zur Fotografie genannt wäre.

State of the art

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Dienstag, 29. April 2014 - 06:21

ist sie ganz sicher nicht. Dafür hat man bei der Ausstattung zu sehr gespart. Überzeugen könnte sie mit der Bedienung, nur wird die untergehen, zwischen mangelhafter Ausstattung zum keineswegs mangelhaften Preis.

Der voraussichtlich einzige,

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Dienstag, 29. April 2014 - 23:55

nicht mit einem Firmware Update zu behebende Mangel, ist meines Erachtens der fehlende Bildstabilisator. Die Kombination aus lichtschwachem Zoom mit einer Kamerahaltung im Stil eines Smartphones wird bei nicht optimalen Beleuchtungsverhältnissen schnell zu verwackelten und/oder verrauschten Aufnahmen führen. Hier liegt meines Erachtens ein echter Schwachpunkt.
Eine mangelhafte Ausstattung kann ich dagegen nicht erkennen. Im Gegenteil ich finde sie ausgesprochen zielgruppengerecht. Die Mehrheit der potentiellen Käufer will sich weder in Bedienungsanleitungen einlesen, Menüs durchforsten, noch irgendwelche Schalter und Taster für Funktionen merken die sie sowieso nicht verstehen.
Was den Preis betrifft, diejenigen die sich dafür interessieren werden, wissen dass Leica deutlich höhere Preise für seine Produkte verlangt. Dafür bekommen sie eine Exklusivität die ihnen z.B. Nikon oder Canon nicht bieten können. Jedenfalls nicht in einer Grösse und Gewicht, das sie bereit sind mit sich herumzutragen.
ROG

Was ist daran exklusiv?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. April 2014 - 12:41

Das gefräßte Gehäuse? - Scherz lass nach.

Exklusiv

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. April 2014 - 18:33

Das 45 min in Portugal per Hand polierte Gehäuse.

Es gibt ja auch

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 01. Mai 2014 - 07:44

das massierte Rindfleisch aus Japan ... 8-)

Emotional

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 18:50

Nun bin ich jemand, der professionell immer noch analog fotografiert, mit Rolleiflex und Leica M.
Ja, die marke hat ihren Preis und ich habe das geld auch nicht eben mal über. Aber auf mich ist dieses System zugeschnitten und ich arbeite gern damit. Möchte ich ein neues Objektiv, dann sehe ich zu, das Geld auch anzusparen. Eine Überlegung für mich ist, ob das T-System mir die Verlagsarbeit für Schnellschüsse erleichtert, da ich ja die M-Objektive verwenden kann. Denn eines ist mir hier auch klar: Viele erwarten hier eine Auflösung, die sie privat niemals verwenden. Ein Defender braucht eben keine Hochgeschwindigkeitsreifen, sie müssen eher robust sein. Das gleiche denke ich gilt auch für die Kamera. Die meisten Menschen kommen eigentlich mit einer Digiknipse von vor 5 Jahren aus, betrachtet man die vielen Millionen Bilder auf Flickr und Fotocommunity. Professionelle Fotos, aufgenommen mit beispielsweise einer leica M 8 sind nicht schlechter wie ein aktuelles Bild. Früher hat man eine Kamera Jahrzehnte gehabt, hat nicht so inflationär geknipst wie heute und auch nicht so viele Bilder entsorgt. Heute erwartet man Funktionen, die die Mehrheit effektiv nie braucht, aber unbedingt haben muss. Dadurch leidet die Qualität der Bilder und es leidet vor allem auch die Umwelt durch ein nie geahntes Ausmaß an Müll und Wertverlust.
Nun hat Leica ein neues Model auf den Markt gebracht und wer will, der soll es sich kaufen. Wer es nicht mag, muss es nicht kaufen. warum also diese Aufregung, Missgunst, Emotion? Niemand wird gezwungen, sondern kann für sich entscheiden, welches Produkt zu ihm am besten passt. Für mich, und wie ich verstärkt auch im professionellem Bereich wahrnehme, nicht nur für mich- ist es die analoge Fotografie mit der leica M7 und MP. Und wer die T haben möchte- ich gönne sie ihm von

Im Prinzip, ja

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. April 2014 - 07:49

Aber: Wenn ich mich aktuell für eine Kamera entscheide, dann bitte am aktuellen Stand der Technik.
Viele, viele Megapixel? Geschenkt. Wenige, dafür hochempfindliche tuns auch. Tätens auch, wenn man nicht schon am Sensor sparte.
Eine Stabilisierung, die solche Kameras eigentlich unbedingt brauchen? Ja, wo denn? Ach, Doppelbelichtung zum Scharfrechnen. Im Ernst?
Gefrästes Gehäuse! Wow, ja und, wozu? Zur Auslastung von CNC-Maschinen? Stattdessen "ausgelagerte" Belederung, damit das ganze dann doch etwas griffsympathischer wird. Ja, eh.
Videoperformance. Ok, nicht so wichtig, für ausgewiesene Fotografen. Darum auch nur Mindestausstattung diesbezüglich? Warum dann überhaupt, wenn mans eh so gering schätzt?
Dazu dann noch lichtschwache Zooms. Schön klein und kompakt, eh schon wissen. Und damit will man Enthusiasten hochwertiger Optik locken? Ohne wirkungsvolle Stabilisierung, damit man sich auch richtig veralbert vorkommt? Und vom Preis hab' ich dabei noch gar nicht geredet ...

In den

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. April 2014 - 08:07

Fotocommunities aller Art kommt man auch mit Smartphones über die Runden ... 8-)

M-Objektive

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. April 2014 - 08:19
Gast schrieb:

Eine Überlegung für mich ist, ob das T-System mir die Verlagsarbeit für Schnellschüsse erleichtert, da ich ja die M-Objektive verwenden kann.

Allerdings passen die auch auf etliche andere Kameras. Meinen Sie nicht, es gibt sinnvollere Alternativen zur Verwendung von M-Objektiven?

Verlag mit "analogen" Bildern?!

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. April 2014 - 16:45

Was kann ich denn hier für seltsame "Argumente" lesn? Mit einer Leica M und einer Rolleiflex wird "professionell" fotografiert? Welcher "Verlag" hat denn solche Mitarbeiter? Und der dann noch damit "Schnellschüsse" anbietet? Schnellschüsse analog? Umständlicher geht es wohl nicht! Dann weiter: Bestimmte Funktionen braucht "die Mehrheit" nicht?! Dadurch leidet die Umwelt? Ihre Behauptungen, dass sie "professionell arbeiten" lassen sich doch bestimmt belegen? Wie nennt sich denn dieser Verlag, der noch analoges Bildmaterial ankauft? Wenn Sie nicht antworten (womit ich rechne), dürfte es wohl klar sein: "Alles nur geflunkert!" [quote=Gast]Nun bin ich jemand, der professionell immer noch analog fotografiert, mit Rolleiflex und Leica M.
Ja, die marke hat ihren Preis und ich habe das geld auch nicht eben mal über. Aber auf mich ist dieses System zugeschnitten und ich arbeite gern damit. Möchte ich ein neues Objektiv, dann sehe ich zu, das Geld auch anzusparen. Eine Überlegung für mich ist, ob das T-System mir die Verlagsarbeit für Schnellschüsse erleichtert, da ich ja die M-Objektive verwenden kann. Denn eines ist mir hier auch klar: Viele erwarten hier eine Auflösung, die sie privat niemals verwenden. Ein Defender braucht eben keine Hochgeschwindigkeitsreifen, sie müssen eher robust sein. Das gleiche denke ich gilt auch für die Kamera. Die meisten Menschen kommen eigentlich mit einer Digiknipse von vor 5 Jahren aus, betrachtet man die vielen Millionen Bilder auf Flickr und Fotocommunity. Professionelle Fotos, aufgenommen mit beispielsweise einer leica M 8 sind nicht schlechter wie ein aktuelles Bild. Früher hat man eine Kamera Jahrzehnte gehabt, hat nicht so inflationär geknipst wie heute und auch nicht so viele Bilder entsorgt. Heute erwartet man Funktionen, die die Mehrheit effektiv nie braucht, aber unbedingt haben muss. Dadurch leidet die Qualität der Bilder und es leidet vor allem auch die Umwelt durch ein nie geahntes Ausmaß an Müll und Wertverlust.
Nun hat Leica ein neues Model auf den Markt gebracht und wer will, der soll es sich kaufen. Wer es nicht mag, muss es nicht kaufen. warum also diese Aufregung, Missgunst, Emotion? Niemand wird gezwungen, sondern kann für sich entscheiden, welches Produkt zu ihm am besten passt. Für mich, und wie ich verstärkt auch im professionellem Bereich wahrnehme, nicht nur für mich- ist es die analoge Fotografie mit der leica M7 und MP. Und wer die T haben möchte- ich gönne sie ihm von

Jaja früher war alles besser...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. April 2014 - 01:26

... einen Scheiss war es. Es würde genauso inflationär und sinnlos geknipst, nur eben a weng weniger. Jeder der in dem Alter ist, kennt die Horrorabende wo Agenten des Durchschnitts mit ihrem analogen Datenmüll versucht haben, wehrlose Menschen zu Tode zu langweilen.

Und was denn für eine Missgunst. Leica ist ein Hersteller; einer von vielen. Der wirbt mit Attributen. Das ist ist ein Fotoblog, da werden solche Attributs diskutiert.

Natürlich horche ich auf, wenn Leica eine neue Systemkamera aufruft. So wie bei jedem anderen Hersteller auch. Und natürlich sage ich meine Meinung, wenn das Zeug nicht meinen Bedürfnissen taugt.

Das es mich als Leica M Fan natzt, wenn so ein Müll fabriziert wird, ist mein Privatärger. Aber auch dem mache ich Luft. Wie Sie das indes interpretieren ist doch so nebensächlich.

Au weia.

es lebe die Vielseitigkeit

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. April 2014 - 07:44

nun, ich möchte hier keine Eigenwerbung machen, deswegen wäre ich gern bereit, eine Wette über 10.000 EUR rechtsverbindlich über den Moderator einzugehen, dass ich nicht flunkere. Aber unabhängig davon gibt es einige Verlage, bei denen nicht Schnelligkeit, sondern das Besondere im Vordergrund steht.
Was ich nur sehr schade finde, ist dieses emotionale Dagegen sein. Unsere Welt ist in ihrer Entwicklung so schnelllebig, dass wir ja kaum noch Zeit für ein Motiv haben und wenn doch, dann hat das Motiv kaum noch eine Halbwertzeit. Fotografie hat für mich etwas mit HInschauen, mit Empfinden, mit Atmen, mit Sacken lassen, mit sich ein eigenes Bild machen zu tun. Und wie so ein Bild eingefangen wird, das hat etwas von der Symbiose Fotoapparat und Fotograf zu tun. Und wie das Bild entsteht, hat etwas mit dem eigenen Blickwinkel, mit dem eigenen Geist des Betrachters zu tun. Es ist aber nicht pauschal abhängig von neuester Technik. Ich möchte keine Bilder schießen, sondern einfangen und leben lassen.

Keine weiteren Ausflüchte!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. April 2014 - 10:29

Wieso "wetten?" Nennen Sie doch einfach nur den Verlag, das ist doch wirklich nicht schwer und nachprüfbar. Ein Fotograf, der angeblich "professionell" mit Leica und Rolleiflex analoge Bilder einreicht, das wäre doch wirklich außergewöhnlich. Jetzt aber keine weiteren Ausreden mehr! Was sagte mein Redaktionsleiter immer: "Namen sind Nachrichten!"

Gast schrieb:

nun, ich möchte hier keine Eigenwerbung machen, deswegen wäre ich gern bereit, eine Wette über 10.000 EUR rechtsverbindlich über den Moderator einzugehen, dass ich nicht flunkere. Aber unabhängig davon gibt es einige Verlage, bei denen nicht Schnelligkeit, sondern das Besondere im Vordergrund steht.
Was ich nur sehr schade finde, ist dieses emotionale Dagegen sein. Unsere Welt ist in ihrer Entwicklung so schnelllebig, dass wir ja kaum noch Zeit für ein Motiv haben und wenn doch, dann hat das Motiv kaum noch eine Halbwertzeit. Fotografie hat für mich etwas mit HInschauen, mit Empfinden, mit Atmen, mit Sacken lassen, mit sich ein eigenes Bild machen zu tun. Und wie so ein Bild eingefangen wird, das hat etwas von der Symbiose Fotoapparat und Fotograf zu tun. Und wie das Bild entsteht, hat etwas mit dem eigenen Blickwinkel, mit dem eigenen Geist des Betrachters zu tun. Es ist aber nicht pauschal abhängig von neuester Technik. Ich möchte keine Bilder schießen, sondern einfangen und leben lassen.

Och bitte...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. April 2014 - 11:24

...jetzt nicht auch noch Argumente über entschleunigte Photographie. Bresson hat auch nicht entschleunigt photographiert. Er hat draufgehalten, meist im Schrotflintenmodus (hyperfocal). Und hatte dabei ein außergewöhnliches Auge für Motiv und Einordnung in den Kontext. Ein gutes Bild entsteht nicht, indem ich salbadere und das Gerede sacken lasse und auch noch genauso photographiere.

Und langsamlebiger wird diese Welt auch nicht, wenn sich ein Sack voll Kunden eine Leica kauft.

Toleranz

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 01. Mai 2014 - 10:58

ich glaube, es ging dem Schreiber nicht um die Frage analog oder digital. Sondern um die Frage, welcher Schuh wem passt. auch wenn ich selbst keine Leica habe, so weiß ich, dass es bei uns im Norden rein analoge Bildbände gibt, beispielsweise von Kiel, von Neumünster oder Bordesholm. Sogar ein sehr hochwertiges Industriemagazin des Kieler Hafens, an dem auch die Macher von Mare beteilgt sind, hat einen sehr hohen analogen Anteil.
Wer mit der leica T gute Bilder machen kann, der soll sie nutzen.

Schade finde ich immer, wenn wir zwar nach deutschen Tarifen abgesichert und bezahlt werden wollen, aber selbst nur bereit sind, asiatische Standarts zu bezahlen.

Schön wiederum, dass Produkte wie Leica, Analog wie Digital wiederum im ausländischen Markt sehr populär sind. Was die Leica T taugt oder ob sie für mich was ist, weiss ich noch nocht, vielleicht warte ich einige konkrete Tests ab. Aber pauschal aburteilen mag ich sie nicht.

Leica verbaut

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 01. Mai 2014 - 16:12

auch nur asiatische Standards. Und abgesichert wird in der Karibik.

Sorry...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 02. Mai 2014 - 12:45

... um die Frage Analog/Digital ging es nicht mal mir.

Und schön für Bordesholm, dass die Leicarentner nun dort residieren. Aber die Leica M bleibt in ihrer Tradition eine Reportagekamera. Wer sich mit dem Teil Portraits erjonglieren will, soll das gerne machen.

Dass das Leica T System vielleicht gute Scherben mit bringt reicht einfach nicht.

Gast schrieb: wenn sich

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Donnerstag, 01. Mai 2014 - 15:46
Gast schrieb:

wenn sich ein Sack voll Kunden eine Leica kauft.

Wer die Bilder von Leica Forentreffen gesehen hat, weiß aber, dass es richtig 'Sack von Kunde' heissen muss.

Der "Profi!"

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 02. Mai 2014 - 09:23

"Nun bin ich jemand, der professionell immer noch analog fotografiert, mit Rolleiflex und Leica M" - wer sich hier in diesem Forum so anpreist und "den Profi" spielt, kann nur Amateur sein. Den Beleg, bei welchem Verlag er seine Bilder "verkauft", ist er uns - wie erwartet - schuldig geblieben. So sind sie, die Märchenerzähler! Wenn es konkret werden soll, gehen sie in Deckung!

Plaubel schrieb:
Gast schrieb:

wenn sich ein Sack voll Kunden eine Leica kauft.

Wer die Bilder von Leica Forentreffen gesehen hat, weiß aber, dass es richtig 'Sack von Kunde' heissen muss.

Luxusspielzeug vs. Aufnahmewerkzeug

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. April 2014 - 23:36

Freu mich schon drauf, wenn die ersten Tests kommen und sich mal wieder rausstellt, dass auch diese Kamera qualitativ bestenfalls im Mittelfeld vergleichbarer Modelle mitschwimmt. Mögen die Neureichen mit der T ein eine weitere Massage-Einheit für ihr zu kleines Ego erhalten, Fotografen, die sich für besser ausgestattete und dabei preiswertere Modelle von Wettbewerbern entschieden haben, werden ihre Entscheidung auch diesmal wieder nicht bereuen. So ist allen geholfen.

Zielkunde

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 30. April 2014 - 10:23

Der Zielkunde will ein sorgsam verarbeitetes, schoenes Objekt. Die Bildqualitaet der APS-C Sensoren ist schon seit Jahren mehr als ausreichend.

Zielkunde so, so, so...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 02. Mai 2014 - 12:11
Gast schrieb:

Der Zielkunde will ein sorgsam verarbeitetes, schoenes Objekt. Die Bildqualitaet der APS-C Sensoren ist schon seit Jahren mehr als ausreichend.

Mit den Zielkunden ist es wie mit der Schule. Was man will ist das eine, was man erreicht, das andere.

Wenn Sie hier vom typischen Leicakunden reden, der es sich mit der digitalen M und nem Noctilux zur Aufgabe gemacht hat, die hunderttausendste unkreative Freistellung mit dem justierfreudigen Meßsucher zu erquälen, um das dann hintendrein als "entschleunigte Fotografie" zu zerblödeln, dann mögen Sie recht haben.

Ja, genau die Kundschaft

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 06. Mai 2014 - 23:58

Ja, genau die Kundschaft meine ich. Allerdings kommen noch die Lifestyle-Leute dazu denen Leica als Marke egal ist, genau wie technische Spezifikationen. Leute die einfach einen schönen handlichen Fotoapparat wollen und für die Ein paar Tausen Euro eben nicht so viel ist. Leica ist nicht mein Ding, trotzdem bleibe ich erstaunt über viele Kommentare.

Genau diesen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 07. Mai 2014 - 06:27

Leuten ist Leica als Marke alles andere als egal ... weil sonst hätte Leica ein Problem mit seinem tragfähigsten Produkt. 8-)

Ersteindruck

Bild von chris h
Eingetragen von
chris h
(Inventar)
am Montag, 19. Mai 2014 - 15:36

Ich muss gestehen, dass ich nach meinem heutigen Erstkontakt mit der Leica T nicht ganz unbeeindruckt bin. Zu sehr unterscheidet sich das Konzept positiv von allen bisher bekannten, wenngleich es Leica (auch hier) wieder "meisterhaft" verstanden hat, einige Hoppalas einzubauen, die einen schon bei manch anderen Produkten "aus gutem Hause" Kopfschütteln verursacht haben. Aber mit dem einen oder anderen Softwareupdate könnte sich so manches in den Griff bekommen lassen.
Was den Griff der Kamera angeht, so liegt sie relativ gut in der Hand - wobei eben der eigentliche Griff der Kamera zu lang, und damit auch zu wenig tief geraten ist. Die Bedienung über Touchscreen und zwei Einstellräder entspricht vom Prinzip her weitgehend meinen Vorstellungen - und ist, mit Ausnahme der Platzierung der beiden Einstellräder, tatsächlich so intuitiv geraten, wie man sich das ganz allgemein wünschen kann und sollte. Die Auslösung ist dezent und erschütterungsarm; der Fokus, so weit getestet, guter Durchschnitt. Hier ist der Standard inzwischen doch ein schon erweiterter. Und eine fehlende Bildstabilisierung (eine richtige) ist eigentlich ein Nogo - für eine solche Kamera.
Für einen EVF ist das Zubehörteil recht ordentlich - mit allen vorbehaltlichen Einschränkungen, die EVFs halt zueigen sind. Aber bei ungünstigen Lichtverhältnissen und für eine tauglichere Kameraführung, ganz ok.
Die lichtschwachen Zooms verstärken den Wunsch nach lichtstarken und kompakten Festbrennweiten - analong zur M-Objektivreihe. Optische Aufstecksucher dazu - mit eingeblendetem Histogramm, den Zeit-, Blenden- und ISO-Werten, plus einer Fokusindikation - könnten einen positiv-alternativen Standard für ein modernes Kompaktkamera-System begründen.
Dass sie mir in dezentem Schwarz besser gefällt, ist eine subjektive - dass ihr Preis mehr Stirnrunzeln verursacht, als einem breiten Erfolg förderlich zu sein, ist eine objektive Tatsache.
Aber da sind wir dann auch schon wieder bei jenen Hoppalas, mit denen sich Leica einst und jetzt mehr ins fotografische Abseits stellt(e), als sie es schafften, mit bemerkenswertem Design und durchdachten technischen Details (ein Wow noch für die Tragriemenbefestigung) zu punkten.