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Kodak-Konzern mutiert zum „Penny-Stock“
Die Anleger verlieren das Vertrauen in Kodak. Übers Jahreswechsel-Wochenende brach der Kurs der Aktie auf deutlich unter einen Dollar ein. Sollte das so bleiben, droht Eastman Kodak der Ausschluss von der Börse:
Wie Eastman Kodak meldet, hat das Unternehmen von der New York Stock Exchange, der New Yorker Börse, eine Warnnachricht bekommen, weil der Schlusspreis der Kodak-Aktie auf unter einen Dollar gefallen ist. Aktuell wird die Kodak-Aktie mit 0,65 Dollar gehandelt vor einem Jahr, am. 4.1.2011, notierte sie noch bei 4,20 US-Dollar. Nach Meinung der Anleger war das Unternehmen damals also noch rund 6,5mal so viel wert wie heute.
Damit droht Kodak der Ausschluss von der New Yorker Börse, denn solche Penny-Stocks duldet NYSE Euronext nur begrenzte Zeit. Dem Fotokonzern bleiben nach der Warnmeldung sechs Monate. Erholen sich der Aktienkurs und der Konzern in dieser Zeit nicht, muss sich Kodak nach alternativen Handelsplätzen umsehen.
Da in den letzten Wochen auch immer wieder Insolvenzgerüchte die Runde machten, ist fraglich, ob die Investoren das Vertrauen in Kodak wiederfinden.
(thoMas)
Zum Thema:
- Kodak mit eigener Druckerfamilie?
- Kodak legt Patentstreit mit Samsung bei; verklagt Apple und RIM
- photokina 2006: Kodak forciert analog (ein bißchen)
- Kodak EasyShare Software v5.0.3
- Schluss mit Infrarot bei Kodak
- Kodak-Planfilme - (fast) alles ist möglich
- Leica: Kodak-Pleite tangiert uns nicht
- Leaf-Service wieder in einer Hand
- Kodak: Rückzug vom Film?
- KFS-Laborpleite holt Kodak und Konsorten ein
- Medienverwaltung für umsonst: Kodak EasyShare v6.0
- Kodak, Sony und Sony Ericsson legen Patentstreitigkeiten bei





Einfach
nur noch traurig.
Nur weil Kodak eventuell der
Nur weil Kodak eventuell der Ausschluss vom Parkett droht, heisst es noch lange nicht, dass die Firma schliessen muss oder gar handlungsunfähig ist. Kodak ist immer noch ein grosser Konzern, mit gigantischen Liegenschaften, Maschinen, Forschung und Entwicklung, etc. Und stellt immer noch Filme her. Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern, denn es wird sicher einen Investor geben, der diese Sparte übernehmen wird, wenn Kodak sich davon trennen würde.
Nur weil die Börse und die Zocker meinen, Kodak sei 'wertlos', wird Kodak sicher nicht seine Geschäfte stoppen.
Der Spanier. Viva. schrieb:
Kodak ist immer noch ein grosser Konzern, mit gigantischen Liegenschaften, Maschinen, Forschung und Entwicklung, etc.
das ist auch das Problem, denn das sind alles Dinge deren Unterhalt viel Geld kostet
denn es nutzt alles nichts wenn keiner deren Produkte kaufen will bzw. mit dem bestehenden Portfolio kein (zu wenig) Geld verdient wird. Von den paar Filmen (im Vergleich zu früher) kann Kodak mit Sicherheit nicht überleben, da werden gigantische Liegenschaften etc. schnell zum Strick um den Hals
In seiner jetzigen Form ist der Laden jedenfalls eher mit Vollgas in Richtung Mauer unterwegs, das Grab neben Agfa schon ausgehoben und die Leichenfledderer gehen in Stellung als das Licht am Horizont zu sehen wäre
Andersrum wir ein Schuh draus
Daran wird sich auch in Zukunft nicht viel ändern, denn es wird sicher einen Investor geben, der diese Sparte übernehmen wird, wenn Kodak sich davon trennen würde.
Kodak sollte viel eher alles andere verkaufen und sich auf das immer noch profitable Filmgeschäft konzentrieren. Das wäre dann kein Riesenkonzern mehr sondern ein Nischenunternehmen mit Profit und riesiger Erfahrung.
Schön und gut...
...ich kann ja verstehen, dass es keinen Spass macht zuzusehen, wie ein einstmals großes Unternehmen der Fotobranchen langsam aber sicher seinem Ende entgegen siecht. Man muss aber eben auch die Realitäten sehen. Börsenkurse sind nunmal kein Zufallsereignis! Wenn die Mehrheit der Anleger nicht mehr daran glaubt, dass eine Firma und ihre Geschäftsmodell eine Zukunft hat, dann drückt sich das im Kurs aus. Jeder - egal ob nun Privatmann, Fondsgesellschaft, Versicherungskonzern oder sonst wer - legt sein Geld nur dort an, wo er,
1. davon ausgehen kann, dass er es zurück bekommt und
2. wo eine einigermaßen vernünftige Rendite zu erwarten ist.
In beiden Fällen herrscht in Sachen Kodak große Unsicherheit. Romantische Vergangenheitsbetrachtungen spielen hier keine Rolle.
Da hilft der Verweis auf Liegenschaften und Forschung und Entwicklung auch nicht weiter. Liegenschaften mögen dazu taugen, beim Verkauf Forderungen zu begleichen - und davon hat Kodak einiges am Hals. Eine interessante Rendite bieten sie nicht. Schon gar nicht, wenn Fabriken draufstehen, die keiner haben will. Forschung und Entwicklung ist nur dann etwas Wert, wenn die Ergebnisse auch adäquat vermarktbar sind. Und zwar in wirtschaftlich sinnvoller Relation zum eingesetzten Aufwand. Auch hier sieht es nicht rosig aus.
Sollte Kodak vom Börsenhandel ausgeschlossen werden, bedeutet das, dass keine öffentliche Preisbildung für den Unternehmenswert mehr stattfindet und es für Anleger sehr schwer wird Anteile zu kaufen oder - und das ist besonders entscheidend - zu verkaufen. Selbst wenn Kodak "nur" aus dem oberen Handelssegment herausfliegt, ist das ein sehr schlechtes Signal für Anleger. Eine der Konsequenzen ist fast immer, dass solche Unternehmen kaum noch Kredite bekommen.
Also, bei aller Sympathie für einstige Großtaten des "Gelben Riesen", es sieht nicht gut aus und Licht am Ende des Tunnels ist nicht erkennbar.
Insolvenz
Wegen der Börse wird Kodak seine Geschäfte nicht stoppen, sondern wegen der Kunden, die keine Kodak-Produkte mehr kaufen wollen. Der Börsenwert ist ja kein Zufall, sondern Folge der Geschäftsentwicklung.
Nicht die Flinte ins Korn werfen.........
Prinzipiell möchte ich die digitale Fotografie nicht mehr missen. Sie hat das Arbeiten bei schwierigen Motiven/Situationen doch sehr vereinfacht. Sie ist ideal für die kurzfristige Werbung und für schnelles arbeiten geeignet.
Die digitale Fotografie hat stärkste negative Veränderungen mit sich gebracht. Sie hat viele Arbeitsplätze gekostet und wenn sie neue geschaffen hat, dann schlecht bezahlte und die an anderen Standorten.
Sie hat außerdem den Wert von Bildern vernichtet weil Qualitatives in der Masse untergeht. Von den Nachteilen durch den Digitaldruck und die Arbeitsplatzvernichtung in der Zeitungsschriften Ecke die mit der Bilder Digitalisierung einhergehen so wie der weltweiten Verfügbarkeit durch das Internet will ich gar nicht erst sprechen.
Erst wenn die Problematik, der Supergau, eintritt und die Bilder und Filmchen der Familie unwiederbringlich auf einer nicht mehr existenten Festplatte entsorgt wurden, oder sie sich nach einigen Jahren wegen fortgeschrittener Technik nicht mehr öffnen lassen, dann wird den Menschen der ideelle Wert ihrer Bilder bewusst werden.
Wer da noch einen Schuhkarton mit Bildern oder vielleicht Filmen findet hat Glück gehabt. Die kann er nämlich dann mit der aktuellen verfügbaren Technik scannen und duplizieren.
Nicht das jemand meint das ich gegen die digitale Welt bin, nein eher das Gegenteil ist der Fall. Wofür ich bin, ist der verantwortungsvolle Umgang mit Neuerungen die uns alle in unserem Leben betreffen.
Ich wünsche Kodak alles Gute und das sich jemand findet der auf einem vertretbaren Niveau weiterhin Filme für den noch vorhandenen Markt produziert.
Gast schrieb: Erst wenn die
Erst wenn die Problematik, der Supergau, eintritt und die Bilder und Filmchen der Familie unwiederbringlich auf einer nicht mehr existenten Festplatte entsorgt wurden, oder sie sich nach einigen Jahren wegen fortgeschrittener Technik nicht mehr öffnen lassen, dann wird den Menschen der ideelle Wert ihrer Bilder bewusst werden.
Ich sehe auch das Problem, das der Durchschnitts-User ("Mamas") von Datensicherung keine Ahnung hat. Ich kenne Privat-Anwender, die speichern ALLE Ihre Bilder auf einer 16GB Speicherkarte in der Kamera... Da wird gar nichts auf den Computer kopiert.
Alles, was nicht bei facebook / flickr u.ä. Diensten landet, ist auf kurz oder lang sicher verloren. Einen Schuhkarton mit Papierbildern kann man auch nach 50 Jahren noch auf dem Dachboden finden. Festplatten, USB Sticks, Speicherkarten ... sind dann schon lange nicht mehr lesbar.
Digitaltechnik erfordert auf lange Sicht tatsächlich großen Pflegeaufwand, was kaum einem Privatanwender bewusst ist.
Zu alt?
Aber wie Sie selbst schreiben, kümmern sich doch schon "andere" wie Facebook
um das Problem...
Vielleicht haben wir nur ein Altersproblem???
Gast schrieb: Aber wie Sie
Aber wie Sie selbst schreiben, kümmern sich doch schon "andere" wie Facebook
um das Problem...
Über die Haltbarkeit von "Facebook" kann man allerdings auch nur spekulieren... Aber tendenziell sind Daten, die online gespeichert werden, sicher langlebiger als etwas, was nur auf der privaten Festplatte liegt.
"Privat" ist online wiederum nichts. Irgendjemand kann immer mitlesen.
Heissa
wie wir uns schon darauf freuen, wenn sich (wieder) andere um uns und unser (hoffentlich lebenswertes) Leben kümmern. Allein mit dem Schuhkartonsubstitut kanns ja unmöglich getan sein ...
Märchenstunde oder Irrtum?
Erst wenn die Problematik, der Supergau, eintritt und die Bilder und Filmchen der Familie unwiederbringlich auf einer nicht mehr existenten Festplatte entsorgt wurden, oder sie sich nach einigen Jahren wegen fortgeschrittener Technik nicht mehr öffnen lassen, dann wird den Menschen der ideelle Wert ihrer Bilder bewusst werden.
Wer da noch einen Schuhkarton mit Bildern oder vielleicht Filmen findet hat Glück gehabt. Die kann er nämlich dann mit der aktuellen verfügbaren Technik scannen und duplizieren.
Der große Irrtum liegt in der Annahme, dass Bildreihen und Filmchen unbegrenzt halber sind. Sie sind es nicht! Weder als Negativ, noch als Abzug. Im Schuhkarton gelagert schon gar nicht. Millionen Bilder aus den 70er und 80er Jahren geben ein beredtes Zeugnis davon. Und die Software, die die verblichenen Kodakcolors wirklich in altem Glanz neu erstrahlen ließe, ist noch nicht erfunden. Für eine einigermaßen brauchbare Rekonstruktion reicht es meistens (abhängig vom Ausgangsmaterial).
Die Story von den Bilddateien, die sich nicht mehr öffnen ließen wird ja immer mal wieder aus der Schublade gezogen... Ich gehe jede Wette ein, dass es deutlich länger Software geben wird, die heute gängige Bildformate auch in 30 Jahren noch öffnen kann, als es allgemein zugängliche und bezahlbare Scanner und Programme geben wird, mit denen sich alte Negative und Prints vernünftig Scannen und Restaurieren lassen. Bei Filmscannern sieht es ja aktuell bereits düster aus - jedenfalls wenn man einen gewissen Qualitätsanspruch hat.
Was nun das Ausfallrisiko angeht: Weder Schuhkartons noch Fotoalben sind gegen Verlust oder Beschädigung gefeit. Genauso wenig wie Festplatten oder sonstige Datenträger. Nur hat man bei letzteren die Chance verlustfreie Kopien zu erstellen. Man muss es natürlich tun.
Wer wirklich archivsicher (Lebensdauer >80 Jahre) analog fotografieren will, der kommt um professionelle verarbeitete Schwarzweissfilme möglichst auf Baryt geprintet nicht herum. Und gelagert werden sollten Sie auch unter konservatorisch akzeptablen Bedingungen.
Der traurige Witz ist ja...
...das Kodak trotz aller Bemühungen und Milliarden Dollar an Volumen nach wie vor nur mit Film Geld verdient. Die Sparte, die so vernachlässigt wird wie ein ungeliebtes Stiefkind, ist die einzige, die profitabel ist.
Dumm gelaufen, Kodak.
Deswegen hatte ich ja auch
Deswegen hatte ich ja auch geschrieben, dass es für Kodak keinen Grund gibt, die Geschäfte mit der profitabelsten Sparte einzustellen. Abgesehen davon sind sie im Minilab-Geschäft sehr gut aufgestellt.
Die Zukunft wird uns zeigen, was kommen wird. Aber sowenig wie Fuji die Bühne verlassen wird, sowenig wird Kodak die Bühne verlassen.