Deute immer mit dem Finger auf die Brust der Person, mit der Du fotografiert wirst. Du wirst dynamisch aussehen. Und kein Fotoeditor kann dich aus dem Bild schneiden.

— Ken Auletta

BENUTZERANMELDUNG

Kameramarkt 2012: Steiler Abstieg (aktualisiert)

Grafik: thoMasDie japanische Kameraindustrie, die rund 80 % des Weltmarktes hält, lässt zunehmend weniger Kameras fertigen und ausliefern – die Zahlen des dritten Quartals 2012 muten nachgerade dramatisch an:

In Kameramarkt 2013: Weniger Kameras, mehr Smartphones hatten wir, fußend auf Prognosen von Digitimes Research, über die Entwicklung des Kameramarktes 2013 spekuliert. Hier noch einmal die erwarteten Marktanteile der wichtigsten Kamerafirmen:
 

Grafik thoMas

Fürs Jahr 2012 nun liegen seit kurzem die CIPA-Zahlen (CIPA = japanische „Camera & Imaging Products Association“) für die ersten drei Quartale Januar bis September 2012 vor und diese Zahlen stellen sich, was die japanische Kameraindustrie angeht, doch recht dramatisch dar. Die Japaner, die gut 80 % des Welt-Kameramarktes halten (siehe Grafik oben), haben nach neuesten Zahlen der CIPA im September 2012 insgesamt 7,43 Mio. Digitalkameras produziert bzw. von Auftragsfertigern in China, Taiwan usw. fertigen lassen (5,67 Mio. Kompaktkameras, 1,50 Mio. DSRLs und 259.000 spiegellose Systemkameras). Im September des Vorjahres wurden noch 13,57 Mio. Kameras produziert – das waren knapp doppelt so viele.
 

Grafik: thoMas
 
 
Grafik: thoMas
 
 
Grafik: thoMas

Produktionszahlen-Rückgang Juni - September 2012 im Vergleich zu den Vorjahresmonaten
Datenbasis: CIPA

 
Ab Juni 2012 und für das gesamte dritte Quartal 2012 zeigt sich ein gegenüber dem Vorjahr starker Rückgang der Produktionszahlen. Besonders stark ist der September-Einbruch, und da bei den Digitalkompakten mit knapp 52 % Minus, d. h., es wurden weniger als die Hälfte produziert als noch vor einem Jahr. Systemkameras (Spiegelreflex und Spiegellos) halten sich noch vergleichsweise gut: 1,94 Mio. wurden im September 2011 produziert, 1,76 Mio. waren es im September 2012 (= 9 % Minus).

Auch die sogenannten Spiegellosen (CSC = compact system camera) können die Hoffnungen vorerst nicht einlösen. Die Nachfrage hat sich, nach anfänglicher positiver Entwicklung (siehe Kameramarkt 2011 - Spiegellose im Aufwind) wieder abgeschwächt:
 

Grafik: thoMas

 
Machten in Japan Spiegellose im Vorjahr noch knapp die Hälfte (46 %) aller verkauften Systemkameras aus, so sank dieser Anteil im Verlauf der ersten drei Quartale dieses Jahres leicht auf rund 40 %. Auch in den anderen Regionen ist der Anteil rückläufig – er liegt aktuell um 12 % (Europa, Amerika) und um 22 % (Asien, Andere).

Siehe auch: Smartphones crushing point-and-shoot camera market.
 

(thoMas)
 

Nachtrag (22.11.2012; 14:48 Uhr): Oben war von Stückzahlen die Rede. Nicht gar so dramatisch stellt sich die Situation dar, was den Wert bzw. Preis der Kameras angeht. Über die ersten drei Quartale Januar bis September ist der Wert der produzierten Kameras mit rund 8,5 Mrd. Euro annähernd gleich geblieben (99,5 % des Vorjahreswertes), wobei allerdings auch hier eine deutliche Abnahme im letzten Quartal zu verzeichnen ist. Im September 2012 wurden von japanischen Firmen Kameras im Wert von 912 Mio. Euro produziert, im Vorjahres-September 2011 waren es 1,3 Mrd Euro – das bedeutet rund ein Drittel weniger Umsatz im September 2012. Die Diskrepanz zwischen Stückzahleneinbruch (-52 %) und Werteinbruch (-30 %) im September 2012 deutet darauf hin, dass vermehrt hochwertige, teurere Kameras gekauft werden.
 

Man braucht keine allzu große Fantasie,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 14:05

um zu erkennen, wo die Sache hin geht. Sättigungstendenzen setzen in der Regel neue Innovationsrunden frei.

Kompakt macht das Rennen. Wenn man sich die RX 100 anschaut, ist alles klar. Hoher Anspruch, hohe Auflösung bei kleinster Packgröße und softwaretechnisch up to date. Wer braucht da bitte noch eine Systemkamera mit oder ohne Spiegel, die bei der Auflösung drunter, bei Gewicht und Maßen maximal drüber ist. Das bisschen Mehr an Elektronik, um aus einer RX 100 gleich ein Smartphone zu machen, ist kein Problem. Samsung ist da schon erkennbar auf der Überholspur.

Spiegellose Systemkameras sind für Enthusiasten sehr schön, aber rein prinzipbedingt nur die halbe Miete, solange sie auf dem Level bleiben, der derzeitig der Status ist und das ist weit hinten dran. Max. rauf Auflösung bei Sensor und EVF, volle Funktionalität (Android) bei der SW, dann funzt das. Es muss einen guten Grund geben, warum man sich so ein System kauft und nicht eine Kompakte.

DSLR sind nach wie vor bei den Hard-Core Fotografen die erste Wahl. Rein prinzipbedingt wird sich das aber nicht unbedingt ausweiten lassen, eher das Gegenteil. Aber immerhin: SONY liegt bei den verkauften Stückzahlen nahezu auf Augenhöhe mit den Platzhirschen, Samsung knapp dahinter. Fuji macht einen kleinen, aber feinen Part.

Wer sagts denn? Läuft doch!

Sony und Panasonic

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 14:24

wurden heute gerade auf Ramschstatus herabgestuft ... soviel zu diesen "Innovationen".

Und SLRs waren und sind naturgemäß ein Minderheitenprogramm: Es lebe der kleine Unterschied zwischen Fotografen und Knipsern.

Als die Spiegellosen auftauchten, sollte ja ein neues Kapitel in

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 15:13
Gast schrieb:

wurden heute gerade auf Ramschstatus herabgestuft ... soviel zu diesen "Innovationen".

Und SLRs waren und sind naturgemäß ein Minderheitenprogramm: Es lebe der kleine Unterschied zwischen Fotografen und Knipsern.

der Fotografie geschrieben werden. Der Hype war schneller vorbei, wenn es ihn denn je gegeben hat. Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen. Gerade mal Panasonic und Fujifilm sind mit Kameramodellen vertreten, die man sich zumindest mal anschauen kann.

Die DSLRs von noch gerade mal fünf Herstellern bleiben die Königsklasse in der Fotografie. Der Marktführer Canon bleibt überbewertet, kriegt aber von den anderen vier in diesem Bereich nicht genug Zunder, damit sich die Situation ändert. Und Profis, die vormals zu canon geradezu gezwungen wurden, können schon aus pekuniären Gründen nicht wechseln - auch, wenn sie es liebend gerne täten. Bei Nikon und Pentax kann man getrost zugreifen. Sigmas Aussenseitenkamera spricht dann auch nur Aussenseiter an, wenn überhaupt. Und Sony mit dem teildurchlässigen Spiegel kommt in Sachen DSLR nicht gerade aus dem Quarg.

Solange die Fotoindustrie nicht exakt das liefert, was der Kunde will, geht es auch weiter bergab. Und nächstes Jahr (in wenigen Wochen) kommt vielleicht die nächste Mieterhöhung, die nächsten Steigerungen bei den Mietnebenkosten kommen und eine satte Mietnebenkostenabrechnung für den letzten Abrechnungszeitraum. Da wird so mancher die Anschaffung von Fotogeräten wohl wieder mal hinten an stellen müssen.

Gast schrieb: Gast

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 19:32
Gast schrieb:
Gast schrieb:

wurden heute gerade auf Ramschstatus herabgestuft ... soviel zu diesen "Innovationen".

Und SLRs waren und sind naturgemäß ein Minderheitenprogramm: Es lebe der kleine Unterschied zwischen Fotografen und Knipsern.

der Fotografie geschrieben werden. Der Hype war schneller vorbei, wenn es ihn denn je gegeben hat. Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen. Gerade mal Panasonic und Fujifilm sind mit Kameramodellen vertreten, die man sich zumindest mal anschauen kann.

Die DSLRs von noch gerade mal fünf Herstellern bleiben die Königsklasse in der Fotografie. Der Marktführer Canon bleibt überbewertet, kriegt aber von den anderen vier in diesem Bereich nicht genug Zunder, damit sich die Situation ändert. Und Profis, die vormals zu canon geradezu gezwungen wurden, können schon aus pekuniären Gründen nicht wechseln - auch, wenn sie es liebend gerne täten. Bei Nikon und Pentax kann man getrost zugreifen. Sigmas Aussenseitenkamera spricht dann auch nur Aussenseiter an, wenn überhaupt. Und Sony mit dem teildurchlässigen Spiegel kommt in Sachen DSLR nicht gerade aus dem Quarg.

Solange die Fotoindustrie nicht exakt das liefert, was der Kunde will, geht es auch weiter bergab. Und nächstes Jahr (in wenigen Wochen) kommt vielleicht die nächste Mieterhöhung, die nächsten Steigerungen bei den Mietnebenkosten kommen und eine satte Mietnebenkostenabrechnung für den letzten Abrechnungszeitraum. Da wird so mancher die Anschaffung von Fotogeräten wohl wieder mal hinten an stellen müssen.

Ich hatte schon gedacht, dass ich mit meiner Meinung zu spiegellosen Kameras, speziell zu mFT alleine da stehe. Umso mehr habe ich mich über diese Meinung gefreut:

Als die Spiegellosen auftauchten, sollte ja ein neues Kapitel in der Fotografie geschrieben werden. Der Hype war schneller vorbei, wenn es ihn denn je gegeben hat. Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen. Gerade mal Panasonic und Fujifilm sind mit Kameramodellen vertreten, die man sich zumindest mal anschauen kann.

Viel mehr aber auch nicht...

Auch wenn es unverkennbar als "Redaktionelle Sonderveröffentlichung (Anzeige)" und am Ende des Intros nochmals deutlich sichtbar mit (Public Relations) als bezahlte (?) Werbung gekennzeichnet ist, bei "Warum man spiegellos besser fotografiert" fiel mir neulich in digitalkamera.de die Kinnlade runter. Ist es schon soweit, dass zu solchen, verzweifelten Maßnahmen gegriffen werden muss? Gerade zuvor hatte ein Bekannter noch zum Besten gegeben: "Die GH3 soll bis ISO 6400 jeder APS-C-Kamera ebenbürtig sein, steht in der aktuellen xyz."

Ich kann es nicht mehr hören: mFT und High-ISO. Und den weltschnellsten AF haben Systemkameras auch: Ja, für "die Jagd" auf unbewegte Siemenssterne ;-)))

Ich weiß, was ich an meiner DSLR habe! Und was "Spiegellos" mit der gerne zusätzlich benutzten Sony NEX3 mit Pancake und 30mm Makro angeht, habe ich kein Brett vorm Kopf... Ich knips auch gerne mal mit dem Telefon und passenden Apps. Aber diese blödsinnige Überhöhung von "Mirrorless"

Kopfschüttel

JJ

Spiegellose: Reine Amateurware

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 16:56

Sehr guter Kommentar: DANKE

Gast schrieb:
Gast schrieb:
Gast schrieb:

wurden heute gerade auf Ramschstatus herabgestuft ... soviel zu diesen "Innovationen".

Und SLRs waren und sind naturgemäß ein Minderheitenprogramm: Es lebe der kleine Unterschied zwischen Fotografen und Knipsern.

der Fotografie geschrieben werden. Der Hype war schneller vorbei, wenn es ihn denn je gegeben hat. Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen. Gerade mal Panasonic und Fujifilm sind mit Kameramodellen vertreten, die man sich zumindest mal anschauen kann.

Die DSLRs von noch gerade mal fünf Herstellern bleiben die Königsklasse in der Fotografie. Der Marktführer Canon bleibt überbewertet, kriegt aber von den anderen vier in diesem Bereich nicht genug Zunder, damit sich die Situation ändert. Und Profis, die vormals zu canon geradezu gezwungen wurden, können schon aus pekuniären Gründen nicht wechseln - auch, wenn sie es liebend gerne täten. Bei Nikon und Pentax kann man getrost zugreifen. Sigmas Aussenseitenkamera spricht dann auch nur Aussenseiter an, wenn überhaupt. Und Sony mit dem teildurchlässigen Spiegel kommt in Sachen DSLR nicht gerade aus dem Quarg.

Solange die Fotoindustrie nicht exakt das liefert, was der Kunde will, geht es auch weiter bergab. Und nächstes Jahr (in wenigen Wochen) kommt vielleicht die nächste Mieterhöhung, die nächsten Steigerungen bei den Mietnebenkosten kommen und eine satte Mietnebenkostenabrechnung für den letzten Abrechnungszeitraum. Da wird so mancher die Anschaffung von Fotogeräten wohl wieder mal hinten an stellen müssen.

Ich hatte schon gedacht, dass ich mit meiner Meinung zu spiegellosen Kameras, speziell zu mFT alleine da stehe. Umso mehr habe ich mich über diese Meinung gefreut:

Als die Spiegellosen auftauchten, sollte ja ein neues Kapitel in der Fotografie geschrieben werden. Der Hype war schneller vorbei, wenn es ihn denn je gegeben hat. Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen. Gerade mal Panasonic und Fujifilm sind mit Kameramodellen vertreten, die man sich zumindest mal anschauen kann.

Viel mehr aber auch nicht...

Auch wenn es unverkennbar als "Redaktionelle Sonderveröffentlichung (Anzeige)" und am Ende des Intros nochmals deutlich sichtbar mit (Public Relations) als bezahlte (?) Werbung gekennzeichnet ist, bei "Warum man spiegellos besser fotografiert" fiel mir neulich in digitalkamera.de die Kinnlade runter. Ist es schon soweit, dass zu solchen, verzweifelten Maßnahmen gegriffen werden muss? Gerade zuvor hatte ein Bekannter noch zum Besten gegeben: "Die GH3 soll bis ISO 6400 jeder APS-C-Kamera ebenbürtig sein, steht in der aktuellen xyz."

Ich kann es nicht mehr hören: mFT und High-ISO. Und den weltschnellsten AF haben Systemkameras auch: Ja, für "die Jagd" auf unbewegte Siemenssterne ;-)))

Ich weiß, was ich an meiner DSLR habe! Und was "Spiegellos" mit der gerne zusätzlich benutzten Sony NEX3 mit Pancake und 30mm Makro angeht, habe ich kein Brett vorm Kopf... Ich knips auch gerne mal mit dem Telefon und passenden Apps. Aber diese blödsinnige Überhöhung von "Mirrorless"

Kopfschüttel

JJ

Ein Satz Kommentar und

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 17:46

endlos viele zur Erinnerung. Super!

Manche Leute sind wirklich nicht sauber auf der Platte.

Freut Euch mal!

Bild von Sudel Eddi
Eingetragen von
Sudel Eddi
(Inventar)
am Samstag, 24. November 2012 - 12:58

Was ist das wieder für ein Gegacker. Seitenlange theoretische Abhandlungen über den Sinn oder Unsinn unterschiedlicher Systeme. Zwischendurch natürlich wieder die üblichen Lobhudeleien an Canikon. Seid froh, dass es so viele Systeme gibt! Da ist für jeden was dabei und jeder kann sich das aussuchen, was seinem eigenen Anspruch genügt. Viel wichtiger ist doch, das die Fotografie seit der Jahrtausendwende einen riesigen qualitativen und technologischen Sprung gemacht hat, von dem alle etwas haben. Für den Fall, dass die Herren Maschke und Nymann hier mitlesen, möchte ich mal einen Test zwischen aktuellen Digital- und ehemaligen Analogmodellen empfehlen. Das bringt dann die zähnefletschende Meute wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Dass die Verkäufe bei Digitalkameras zurückgehen, ist nicht nur normal, sondern auch gut! Endlich sind die Zeiten vorbei, indem im Jahresrhythmus neue Modelle auf den Markt geworfen wurden. Aktuell ist halt ein Sättigungsgrad erreicht. Angesichts stagnierender Innovationen kann man auch mit einer 3-4 Jahre alten Kamera gut mithalten. Trotzdem geht die Entwicklung weiter! Also freut Euch mal!

Sudel Eddi.

Würde sich die Welt ein wenig schneller drehen, würde es die Bekloppten einfach wegschleudern.
Manche würden soviel Energie entwickeln, dass sie bis zum Mond fliegen.

Recht hast Du!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 13:38

Die ganzen Poster hier plustern sich vielleicht wieder mal auf.

Super-Kommentar

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 21:52

Super-Kommentar, bitte mehr davon!

Gast schrieb:
Gast schrieb:
Gast schrieb:

wurden heute gerade auf Ramschstatus herabgestuft ... soviel zu diesen "Innovationen".

Und SLRs waren und sind naturgemäß ein Minderheitenprogramm: Es lebe der kleine Unterschied zwischen Fotografen und Knipsern.

der Fotografie geschrieben werden. Der Hype war schneller vorbei, wenn es ihn denn je gegeben hat. Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen. Gerade mal Panasonic und Fujifilm sind mit Kameramodellen vertreten, die man sich zumindest mal anschauen kann.

Die DSLRs von noch gerade mal fünf Herstellern bleiben die Königsklasse in der Fotografie. Der Marktführer Canon bleibt überbewertet, kriegt aber von den anderen vier in diesem Bereich nicht genug Zunder, damit sich die Situation ändert. Und Profis, die vormals zu canon geradezu gezwungen wurden, können schon aus pekuniären Gründen nicht wechseln - auch, wenn sie es liebend gerne täten. Bei Nikon und Pentax kann man getrost zugreifen. Sigmas Aussenseitenkamera spricht dann auch nur Aussenseiter an, wenn überhaupt. Und Sony mit dem teildurchlässigen Spiegel kommt in Sachen DSLR nicht gerade aus dem Quarg.

Solange die Fotoindustrie nicht exakt das liefert, was der Kunde will, geht es auch weiter bergab. Und nächstes Jahr (in wenigen Wochen) kommt vielleicht die nächste Mieterhöhung, die nächsten Steigerungen bei den Mietnebenkosten kommen und eine satte Mietnebenkostenabrechnung für den letzten Abrechnungszeitraum. Da wird so mancher die Anschaffung von Fotogeräten wohl wieder mal hinten an stellen müssen.

Ich hatte schon gedacht, dass ich mit meiner Meinung zu spiegellosen Kameras, speziell zu mFT alleine da stehe. Umso mehr habe ich mich über diese Meinung gefreut:

Als die Spiegellosen auftauchten, sollte ja ein neues Kapitel in der Fotografie geschrieben werden. Der Hype war schneller vorbei, wenn es ihn denn je gegeben hat. Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen. Gerade mal Panasonic und Fujifilm sind mit Kameramodellen vertreten, die man sich zumindest mal anschauen kann.

Viel mehr aber auch nicht...

Auch wenn es unverkennbar als "Redaktionelle Sonderveröffentlichung (Anzeige)" und am Ende des Intros nochmals deutlich sichtbar mit (Public Relations) als bezahlte (?) Werbung gekennzeichnet ist, bei "Warum man spiegellos besser fotografiert" fiel mir neulich in digitalkamera.de die Kinnlade runter. Ist es schon soweit, dass zu solchen, verzweifelten Maßnahmen gegriffen werden muss? Gerade zuvor hatte ein Bekannter noch zum Besten gegeben: "Die GH3 soll bis ISO 6400 jeder APS-C-Kamera ebenbürtig sein, steht in der aktuellen xyz."

Ich kann es nicht mehr hören: mFT und High-ISO. Und den weltschnellsten AF haben Systemkameras auch: Ja, für "die Jagd" auf unbewegte Siemenssterne ;-)))

Ich weiß, was ich an meiner DSLR habe! Und was "Spiegellos" mit der gerne zusätzlich benutzten Sony NEX3 mit Pancake und 30mm Makro angeht, habe ich kein Brett vorm Kopf... Ich knips auch gerne mal mit dem Telefon und passenden Apps. Aber diese blödsinnige Überhöhung von "Mirrorless"

Kopfschüttel

JJ

Der Hype ist nicht vorbei,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 21:05

sondern stagniert auf hohem Niveau von 40% bei den spiegellosen Systemkameras.
Das ist in der Kürze der Zeit, wie das Thema existiert, nicht schlecht, dass es überhaupt schon so hoch ist.

Ein Kardinalfehler ist, dass es auf der Seite der spiegellosen Systemkameras zuviele mit kleinem Sensor gibt. Und dann auch noch mit relativ wenig Auflösung.

Man kann zwar verstehen, dass die Hersteller ihre SLR-Linien nicht kanibalisieren wollen. Aber spätestens bei SONY gibt es eigentlich eine parallele Produktentwicklungen, die sich nicht direkt berühren. Die SLTs brauchen in erster Linie Leute, die einen schnellen Autofokus für unverzichtbar halten.

Mehr Drive in die Sache bringt, wenn man die kleinen und Kompakten gleich auf der Ebene der 1" Sensoren packt, da macht es effektiv Sinn, weil klein und wirklich kompakt. Für alle anderen wäre die Frage nach einem Einheitssensor in der Größe KB. Das würde die Auflagen für diesen Sensor signifikant steigern, mehr Entwicklung bei günstigeren Preisen. Den APS-C Sensor braucht man eigentlich nicht mehr. Das war nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur digitalen Fotografie, von wegen Kompatiblität bei analogen Objektiven. Kann heute eigentlich ersatzlos wegfallen, die Kameras sind trotz allem relativ groß, sodass die eigentlichen Vorteile gegenüber Kompakt nicht effektiv zur Geltung kommen.

Zwei Formate, zwei Entwicklungslinien, fertig. Diese Formatverzettelei ist eigentlich auf Dauer auch für die großen Hersteller nicht unbedingt mehr durchzuhalten.

Bei den spiegellosen Systemkameras sehe ich über kurz oder lang den Scheideweg. Solange die Spiegellosen im Prinzip unterhalb der SLRs angesiedelt werden, fehlt der Durchbruch bei gleichzeitig relativ hohen Kosten bei den Komponenten wie den EVFs, die erst ab 2K effektiv Sinn machen. Hier fehlt einfach immer noch der Durchbruch bei der Auflösung und beim Format, um auch allen Qualitätsbewussten zu zeigen, dass so ein System mindestens auf dem Niveau heutiger SLRs gebaut werden kann. Also KB und ein überzeugendes System, das in seiner Funktionalität eine SLR üblicher Provenienz eher übertrifft. Ich denke da vor allem an die Kollegen, die mehr oder weniger Stills und Landschaft ablichten. Geschwindigkeit darf ruhig die Domäne der SLRs bleiben. Was man nicht unbedingt braucht, sind 2 Displays, wenn der EVF groß genug ist, dass er durch einen Lichtschacht gesehen werden kann und beweglich ist (s. Profi-Videocams). Wer darüber hinaus ein weiteres großes Display braucht, kann das an die Kamera anflanschen. Das bringt mehr Funktionalität als jeder fest montierte Sucher. Es muss auch nicht so sein, dass derartige Satelliten unbedingt immer fest in die Kamera eingebaut sein müssen. Ein echtes System existiert vor allem durch wechselbare Komponenten und das lässt sich heute mit digitalen Kameras besser machen, als jemals zuvor.

SONY wäre für ein derartiges System vermutlich der "offenste" Hersteller. Die Frage ist allerdings, ob die Produktplaner schon soweit sind, sich dem Technologiesprung zu stellen. Alle Komponenten sind jedenfalls vorhanden, man muss es nur tun.

Stills, Landschaft und Geschwindigkeit...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 23:33

"Ich denke da vor allem an die Kollegen, die mehr oder weniger Stills und Landschaft ablichten. Geschwindigkeit darf ruhig die Domäne der SLRs bleiben."

DANKE! Genau das ist es! Besser hätte man es nicht beschreiben können. Dann braucht es auch nicht diese gewollte (?) Gleichsetzung der wirklich schnell ansprechenden und superenauen AFs der Spiegellosen mit hoher Trefferquote bei (schnell) bewegten Motiven.

Die ist bei schnellen Motiven einfach nicht gegeben. Die miserable Trefferquote diverser Systemkameras habe ich ausreichend "genossen"...

JJ

Wer so weit denkt

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 24. November 2012 - 11:59

der leistet sich ohnehin Großes, und läßt den ganzen Kleinkram hinter sich ...

Als die Spiegellosen auftauchten,

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Donnerstag, 22. November 2012 - 23:24

wurde genau dieses neues Kapitel in der Fotografie aufgeschlagen.
Vergleichbar mit der Einführung der KB-Kamera in analogen Zeiten.

Gast schrieb:

Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen.

Sony würde sich freuen, wenn sie diese Nische ihrem Umsatz einverleiben dürften. Sie lägen nämlich damit auf Augenhöhe mit Nikon.
Und Nikon würde sich noch mehr freuen, denn dann hätten sie Canon als Marktführer abgelöst.
Diese Nische belegt inzwischen Volumenmäßig den dritten Platz nach Canon und Nikon.
ROG

Aber

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 23:49

gegenüber Handys ist auch dieses Volumen vernachläßigbar (will sagen, was hat's letztlich für eine Bedeutung, wenn die Fotografie davon inhaltlich mehr verarmt, einen spürbaren Bedeutungsverlust erfährt, als dass sie positiv, also nicht nach Kommerz-Kriterien, befördert würde).

Ihr Aussage im Konjunktiv geht an der Realität aber sowas von

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 08:07
ROG schrieb:

wurde genau dieses neues Kapitel in der Fotografie aufgeschlagen.
Vergleichbar mit der Einführung der KB-Kamera in analogen Zeiten.

Gast schrieb:

Jedenfalls haben die Kamerakäufer weder die Fotoläden gestürmt, noch den Spiegellosen aus der Nische geholfen.

Sony würde sich freuen, wenn sie diese Nische ihrem Umsatz einverleiben dürften. Sie lägen nämlich damit auf Augenhöhe mit Nikon.
Und Nikon würde sich noch mehr freuen, denn dann hätten sie Canon als Marktführer abgelöst.
Diese Nische belegt inzwischen Volumenmäßig den dritten Platz nach Canon und Nikon.
ROG

vorbei. Dike Spiegellosen gehen an uns vorüber, wie der Wind über die Wüste. Sony bruzzelt im eigenen Saft und wird wohl nie auf Augenhöhe mit Nikon stehen (im Bereich DSLR sowieso nicht). Um Canon als Marktführer ab zu lösen, bedarf es grösserer Anstrengungen, als die Mitbewerber offensichtlich bereit sind, auf sich zu nehmen. Der Absatz der Spiegellosen wird weiter einbrechen, schon allein weil sied zu teuer sind, ein hochwertiges Objektivprogramm meist nicht zur Verfügung steht. Der Berufsfotograf bleibt eh bei der DSLR. Hier nur noch fünf Anbieter, von denen ich aber nur von zweien Kameras auswählen würde (Nikon, Pentax).

Mit den Spiegellosen wurde absolut kein neuer Trend vorgegeben. Der Versuch, dahingenhenden Umsatz der DSLRs mit Umsatz bei Spiegellosen auf zu fangen, war und ist ein Traum. Zumal die Spiegellosen-Freaks bereits abgefrühstückt wurden. Und von alleine läuft die Sparte absolut nicht.

Man braucht sich

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 12:36

eh nur an den Zahlen orientieren - und die besagen recht klar, dass die Spiegellosen hauptsächlich auf Kosten des Kompaktsegments zulegen; und die Kompakten auch noch an die Handys abgeben. Die SLRs hingegen stagnieren auf relativ hohem Niveau, stehen also dort, wo sie immer gestanden sind.

Hier spricht der ultimative

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 13:32

SLR-Freund. Illusionen im Max-Pack.

Das Problem ist, dass es einfach noch viel zu viele von der Sorte gibt, die auf ewig dem veralteten Baumuster einer SLR nachträumen, obwohl die Technik längst dieses Design ad absurdum führt. Eine Kamera mit aktueller Hochtechnik muss absolut nicht mehr so aussehen wie eine Kameras mit Prismensucher vor 20 Jahren, eher das krasse Gegenteil.

Wer die SLR

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 18:58

nicht ehrt, ist die Fotografie nicht wert ... 8-)

Ich frage mich nur

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 21:34

ob Sie dumm oder böswillig sind. Es mag sein, dass das SLR-Prinzip durch zu kleine Sensorformate und durch die Verweigerung evolutionären Fortschritts diskreditiert wurde; was aber nichts am einmaligen optischen Seherlebnis dieses Kameratyps ändert, dort wo's auch richtig gemacht ist.

"optischen Seherlebnis"

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 19:51

manno, schauen Sie sich an der Welt satt über den Sucher oder brauchen Sie den Sucher vor allem, um das Motiv zu beurteilen? Sind Sie ein Suchergenießer oder wie geht das? Was für ein gigantischer Quatsch!

Ein Sucher ist vor allem dann gut, wenn er in allen Lagen optimal nutzbar ist. Und das ist bei einem starren Sucher nicht gegeben. Deshalb arbeiten die meisten Fotografen trotz allem doch mit dem Display hinten dran, auch wenns eine SLR ist. Am Set, also beim Film, beobachten inzwischen mehrere Personen den Filmausschnitt während des Filmens über elektronische Displays. Und jetzt kommen Sie mit diesem Geheule von wegen optischen Seherlebnis. Dieses Konzept hat sich prinzipiell und definitiv überlebt. Punkt!

Wenn Sie

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 10:40

einen Sucher (Finder gefällt mir eigentlich besser) viele Stunden täglich am Auge haben, dann könnten Sie vielleicht verstehen, wovon die Rede ist.
Ansonsten beschäftigen Sie sich lieber weiterhin mit Hirnwichserei und dem Marketinggeblubbere von präkär beschäftigten, fotografischen Analphabeten.

Wenn's übrigens eine hochwertige Filmkamera ist, dann schaut der Kameramann mitnichten auf einen Monitor - und wenn, dann bei Film-/Videocams (!) aus gutem, nachvollziehbarem Grund ...

O.K.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. November 2012 - 14:24
Zitat:

. . . viele Stunden täglich am Auge ... mit Hirnwichserei und dem Marketinggeblubbere von präkär beschäftigten ... hochwertige Filmkamera ist, dann schaut der Kameramann mitnichten auf einen Monitor . . .

Nehmen Sie den Sucher als Brillenersatz? Soviel Blödsinn auf einen Haufen packen muss man auch erst mal schaffen.
Muss man nicht mehr groß kommentieren, das spricht für sich selber.

Du niix verstehen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. November 2012 - 15:17

und nix kapieren: Optische Sucher sind ECHTBILD- und ECHTZEIT-Sucher - allein darum geht's, vor allem Profis!

Nicht nur Profis

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. November 2012 - 18:58

Auch Amateure kapieren den Unterschied eher früher denn später, wenn sie mal die Gelegenheit zum Vergleich haben ...

Ja, ja,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. November 2012 - 19:35

vor allem dann, wenn die Kollegen in der Mehrzahl der Fälle hinten aufs Display schauen. Selten so gelacht.

Schau ich auch

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 29. November 2012 - 10:25

Nachher. Dazu gibt's nämlich den Monitor ...

Die Kollegen benutzen vor allem

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. Dezember 2012 - 13:51

das Display im LiveView. Schon entdeckt?
Wenn man heute Pressefotografen bei der Arbeit zusieht, kann das hervorragend beobachten. Kamera über Kopf, irgendwie aufs Display peilen und abdrücken. Nachdem die meisten von denen mit einer Standard-SLR arbeiten, ists mit drehbaren Displays Essig. Wäre ja zu einfach. Dass von denen noch einer durch den Sucher schaut, ist wenig wahrscheinlich, schon einfach deshalb, weil es das Betätigungsfeld nicht her gibt.

Wenn man auf den Sport schaut, dann kommen immer mehr von den Spezialisten mit einer SLR daher, die hinten einen riesigen Schachtsucher mit Lupe dran haben. Das lässt sich leichter peilen, als mit jedem mikroiden, schachtartigen, schwer überschaubaren SLR-Sucher. Das war eigentlich schon immer so. Lediglich Nikon hatte eine zeitlang einen Sucher mit übergroßer Austrittslupe am Wechselprismenaufsatz.

Die US-Boys sind schon einen Schritt weiter: die arbeiten vorzugsweise mit einem flexibel handhabbaren 5-7" Display zum Aufstecken an der Videoschnittstelle. Da braucht man weder einen SLR-Sucher, noch ein mikroides, feststehendes Display in der Kamera. Mit einer Hutze zur Abschirmung gegen Streulicht ist man für die meisten fotografischen Aufgaben besser bedient, als mit jedem fest eingebauten Suchersystem.

Im Übrigen ist es mit der Echbilddarstellung nicht weit her: die meisten optischen Systeme verfälschen Farben sowieso. Das war schon zu Filmzeiten so und ist auch in der Digitalzeit nicht anders. Für den Fotografen gilt nach wie vor, die Bildsituation richtig in Bezug auf Farben einzuschätzen. Wobei ein digitales Display in sofern besser ist, weil es wenigstens den Workflow im Folgenden einigermaßen richtig wiedergibt, wenn man nicht gerade das absolute Billigteil in der Hand hat. Nach wie vor gilt: testen, ausprobieren, vergleichen und durch Übung richtig einschätzen, egal welcher Sucher vor dem Auge ist.

Da scheinen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. Dezember 2012 - 14:12

meine Kollegen nicht so vertrottelt zu sein: Die wissen nämlich recht gut, dass sie mit dem Liveview freihand kein vernünftiges Bild zu Stande bekommen (und der AF auch nicht wirklich dafür ausgelegt ist). Und unterlassen diesen Unsinn demnach auch, konsequenter Weise.

Nicht jede Propaganda ist deswegen gut, weil man selbst dran glaubt ...

Nix Propaganda,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. Dezember 2012 - 18:26

sondern einfach nur mal schauen, was sich so abspielt. Lernen am lebenden Objekt sozusagen.
Wobei bei nicht wenigen Kollegen auch noch der Faktor eine Rolle spielt, dass man, wenn man sich nicht lächerlich machen will, man min. eine Monster-SLR in der Hand halten muss, damit man ernstgenommen wird. Auch scheinen nicht wenige abfotografierte Objekte der Meinung zu sein, dass, wenn einer nicht mit einer SLR auftaucht, könnte das ja kein "Profi" sein und von Privatpersonen wollen sich beispielsweise Politiker oder Promis nicht ablichten lassen. Man will sich ja nicht blamieren, auch wenns noch so abwegig ist und wenn es ums Geschäft geht, geht eben keiner ein Risiko ein, auch wenn hinterher ein kleines Pressebild draus wird, das auch nur mit 150 dpi gedruckt in der Tagespresse auftaucht.

Und noch was: wenn LiveView in blitzschnellen Situationen, gerade eben aus der "Hüfte" geschossen, nicht realistisch ist, dann würde die überwiegende Mehrzahl der Pressebilder nicht erscheinen. Die sind nämlich so entstanden.

In der Hitze des Gefechtes hat keiner Zeit, irgendwas einzustellen, durch den Sucher zu schauen. Da muss der AE, der Antiwackler und die Belichtungsautomatik 100%ig funktionieren, sonst wars das mit Geld verdienen. Für "esoterische" Einstellungsperfektionisten mit Hang zum Pfrimeln ist in dem Geschäft kein Fuß auf die Erde zu bringen. Sorry.

Hektiker

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. Dezember 2012 - 12:15

panischer ... 8-)

Ich nicht,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 15. Dezember 2012 - 19:11

ich beschreibe nur das, was für nicht wenige Fotografen Berufsrealität ist. Das ist alles. Redakteure von Nachrichtenagenturen sind nicht unbedingt auf ästhetische Grundsätze geeicht, sondern eher auf gefragte Bebilderung von Ereignissen, die bestimmte Nachrichtenfakten befriedigen. Ein schnelles und hartes Geschäft ohne jede Sentimentaliät und wenig Freiraum für gestalterische Fragen.

Nicht

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 16. Dezember 2012 - 07:51

dass es bei uns nicht auch bisweilen hektisch zuginge - aber so hektisch, dass wir das Handwerk nicht mehr beherrschten, sondern uns von der Technik beherrschen lassen - so hechelnd dann doch nicht ... 8-)

Wer sagt denn,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 19:20

dass die nicht ihr Handwerk beherrschen?

Tun

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 22:11

sie nicht. Verlangt auch keiner mehr von denen: Billig müssen sie sein. Das reicht. Und den Rest besorgt besorgt die Automatik.

Das läuft unter

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. Dezember 2012 - 13:23

der Rubrik "Aberglaube".

Aber

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. Dezember 2012 - 17:07

Diejenigen welche so wursteln glauben wirklich dran ... 8-)

Fragt sich,

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Donnerstag, 29. November 2012 - 20:34

wer hier nichts versteht.

Gast schrieb:

Optische Sucher sind ECHTBILD- und ECHTZEIT-Sucher ...

Klar sind es "ECHTBILD"-Sucher. Sie zeigen weitgehend ein Bild, so wie es das Auge auch ohne Sucher sieht.
Dummerweise zeichnet weder der optische Sucher noch das Auge das Bild auf, sondern ein Sensor. Und der kann das Bild drastisch anders sehen. Insofern ist ein EVF erheblich näher am "ECHTBILD" dran.
So wie es aussieht, sind optische Sucher am Ende ihrer technischen Entwicklung. Zumindest kann ich in den letzten 30 Jahren keine signifikante Weiterentwicklung feststellen.
Elektronische Sucher stehen dagegen erst am Anfang. Ihre Nachteile gegenüber dem optischen Sucher verringern sich mit jeder Generation, insbesondere auch was die "ECHTZEIT" betrifft. Dort, wo sie dem optischen Sucher überlegen sind, behalten sie aber ihre Vorteile.

Gast schrieb:

...- allein darum geht's, vor allem Profis!

Profis, zur Erinnerung, das sind die, die mit Fotografie ihren Lebensunterhalt verdienen, können es sich nicht leisten technische Entwicklungen zu verschlafen.
Nur Amateure haben diese Freiheit.
ROG

Wer sollte

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 29. November 2012 - 23:36

optische Sucher auch weiterentwickeln wollen? Doch nicht Kamerafirmen auf Ramschstatus-Niveau!?
Und überhaupt meint "Realbild" nicht das "Bild", das der Sensor der Kamera sieht, sondern jenen Eindruck, den mein "Sensor" aufnimmt.
Und ja, das macht einen wesentlichen Unterschied, ob ein Bild im Kopf oder auf einer Siliziumscheibe entsteht.

Ramschstatus

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 30. November 2012 - 10:12

Nomen est omen ... 8-)

Profis

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 30. November 2012 - 07:20

sind konservativ. Allein ein echter Praxisnutzen überzeugt. EVF statt OVF ist keine Option. Als Ergänzung - siehe Fuji - allerdings sehr wohl.

Profis

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 30. November 2012 - 11:32

sind auch eher die, die auf Automatikfunktionen, bis hin zum Autofokus, mitunter verzichten. Im Gegensatz zum Amateur, dem multiple Automatikfunktionen mehr multiplen Technik-Overkill bescheren, als die Zugänge zur Fotografie zu vertiefen.

Sonys "Tru-Finder"

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. Dezember 2012 - 18:43
ROG schrieb:

wer hier nichts versteht.

Gast schrieb:

Optische Sucher sind ECHTBILD- und ECHTZEIT-Sucher ...

Klar sind es "ECHTBILD"-Sucher. Sie zeigen weitgehend ein Bild, so wie es das Auge auch ohne Sucher sieht.
Dummerweise zeichnet weder der optische Sucher noch das Auge das Bild auf, sondern ein Sensor. Und der kann das Bild drastisch anders sehen. Insofern ist ein EVF erheblich näher am "ECHTBILD" dran.
So wie es aussieht, sind optische Sucher am Ende ihrer technischen Entwicklung. Zumindest kann ich in den letzten 30 Jahren keine signifikante Weiterentwicklung feststellen.
Elektronische Sucher stehen dagegen erst am Anfang. Ihre Nachteile gegenüber dem optischen Sucher verringern sich mit jeder Generation, insbesondere auch was die "ECHTZEIT" betrifft. Dort, wo sie dem optischen Sucher überlegen sind, behalten sie aber ihre Vorteile.

Gast schrieb:

...- allein darum geht's, vor allem Profis!

Profis, zur Erinnerung, das sind die, die mit Fotografie ihren Lebensunterhalt verdienen, können es sich nicht leisten technische Entwicklungen zu verschlafen.
Nur Amateure haben diese Freiheit.
ROG

Mindestens so echt wie die Truman-Show ...
Die Nähe zu Hollywood macht offensichtlich blöd.

Entschuldigung...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 13:35

ihr wisst ja nicht was ihr redet!

Spiegelreflex war und ist eine Hilfskrücke - so wie der einst geliebte Diafilm auch nur eine Zeiterscheinung war -

Kameras ohne Spiegel und mit elektronischem Sucher und dem Objektiv gleich vor dem Sensor haben alle Trümpfe auf der Hand.
Wer das nicht sieht steckt aber als Fotograf tief mit dem Kopf im Sand.

hört auf zu klammern!

Und auch der Quatsch mit Nikon tut weh, die bauen nicht einmal eigenen Sensoren und die längst nicht mehr immer konkurrenzfähigen Nikkore kommen vermutlich auch nicht mehr von Nikon selbst - Canon-Sony-FujiFilm und Panasonic werden die Zukunft einstweilen alleine bestreiten, bevor vielleicht Chinesen eigene Kameramarken erschaffen.

Den Schwachsinn, daß Berufsfotografen nur Nikon kaufen können habe ich schon vor 25 Jahren in der Ausbildung nicht geglaubt und heute fällt die Marke nur noch durch verlogenes Marketing der ganz ekelhaften Form auf - I am blöd. Danke Nikon!

Diafilm

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 18:56

eine Zeiterscheinung - ja, eh. Sie übrigens auch.

Pressefotografie: Nikon und Canon immer noch allererste Wahl!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 26. November 2012 - 09:22

Seltsam, bei meinen Presseterminen sehe ich nur Nikon oder Canon-Ausrüstungen. Was dieser Schreiber hier "glaubt", ist nicht relevant, da zählen Fakten. Ach so, heute kommt der Bundespräsident zu Besuch, viele Kollegen sind dabei, die Akkreditierungen sind gelaufen. Es wird so sein wie immer: Nikon und Canon bestimmen die "Bildfläche!" Warum auch nicht, wer damit sein Geld verdient, braucht eine schnelle und (ganz wichtig!) zuverlässige Ausrüstung, kein Spielzeug!

Gast schrieb:

eine Zeiterscheinung - ja, eh. Sie übrigens auch.

Fotograf wird hierzulande kein Beruf mehr sein

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Freitag, 23. November 2012 - 14:47

Bilder werden zunehmend als Beleg für die Existenz behaupteter Dinge missbraucht. Wenn man dem Bild nicht mehr traut, weil die vorgetäuschte Aussage des Bildes nicht zutrifft, brauch keiner mehr einen professionellen Fotografen, schon gar nicht digital.
Damit stirbt die Nachfrage an Nikons und Canons der Oberklasse aus. Für die anderen gibt es Leica, Rolleiflex und Hasselblad.

Diese Einschätzung

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 15:26
Shitop schrieb:

Bilder werden zunehmend als Beleg für die Existenz behaupteter Dinge missbraucht. Wenn man dem Bild nicht mehr traut, weil die vorgetäuschte Aussage des Bildes nicht zutrifft, brauch keiner mehr einen professionellen Fotografen, schon gar nicht digital.
Damit stirbt die Nachfrage an Nikons und Canons der Oberklasse aus. Für die anderen gibt es Leica, Rolleiflex und Hasselblad.

wär' noch ein wenig erklärungsbedürftig - vor allem, warum davon das Luxussegment ausgenommen sein sollte (vor allem auch eingedenk des Umstandes, dass die Ausstellungsfotografie oft nur noch über hanebücherne Begleittexte und schwulstige Geleitworte funktioniert, wo die Bilder allein die stimmige Aussage verweigern)

Für Luxus gibt es immer einen Markt

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Freitag, 23. November 2012 - 20:20

Es gibt Menschen, die fühlen sich einfach wohl, wenn sie eine Leica S gekauft haben. Da müssen gar keine Bilder für irgendwelche Ausstellungen dabei herauskommen. Für diesen Personenkreis ist es Freude genug, ein Kamerasystem zu besitzen, das nicht jeder ht und mit dem manch hervorragende Aufnahme entstanden ist. Das Luxussegment wird zunehmend auch nicht mehr über den Fotohandel bedient, sondern direkt von den Herstellern.

Sicher ist das so

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 20:29

Daneben gibt es aber auch noch fotografischen Verstand ... 8-)

Es gibt auch Leute

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 24. November 2012 - 08:23

die fühlen sich einfach wohl, wenn sie einen befriedigenden Stuhlgang haben. Man sieht: Wertigkeiten können so unterschiedlich sein. Und: Das Wertvollste muss nicht unbedingt überteuert sein. Im Idealfall ist es gar kostenlos.

Das kommt halt einfach mit dem Alter

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Sonntag, 25. November 2012 - 18:01

Da wird ein befriedigender Stuhlgang zum wichigsten Ereignis des Tages.

Davon abgesehen ist jeder, der sich ein Produkt um den Hals hängt, mit dem er sich unwohl fühlt ziemlich neben der Spur.

Wobei das Eine

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 19:14

das Andere keineswegs ausschließt - bei Leica eher sogar wahrscheinlich ist.

So lange

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 23. November 2012 - 17:09

die Oberklasse von Nikon in Canon überzeugender ausfällt, als der große Rest des Kameramarktes, werden sich wohl genügend auch nichtprofessionelle Kunden finden, die allein aus Freude an perfekter Technik zu den Kameras der Marktführer greifen, und sich nicht aus der Luxusnische heraus abzocken lassen wollen.

Der Luxusmarkt

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 24. November 2012 - 10:03

folgt der einfachen Formel: Luxus = Geld x Dummheit zum Quadrat.

Genau

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 24. November 2012 - 12:51

Und wenn man schon über Geld zur Veranlagung auf paradiesischen Eilanden verfügt, warum sollte man dann ausgerechnet den Umweg über Solms wählen ... ;-)

Manch einer hat den Umweg über die Karibik

Eingetragen von
TinCan
(Inventar)
am Sonntag, 25. November 2012 - 18:09

schon hinter sich und ist in Solm glücklich geworden.

Was wiederum

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 19:08

die Solmser Karibikkonten glücklich gestalten dürfte ...

Leica

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 20:02

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich zu fast jedem Artikel -egal worüber- hier auf Photoscala die Leica-Hasser einstellen, um unpassend ihren Hass zu artikulieren.

Laaaangweilig.

Thyl

Also ich

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 10:32

find' ja Steuerspar-Konten auf den Caymans spannend ... 8-)

Nau

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 29. November 2012 - 23:27

sollen sie sich korrupten Landesbanken anvertrauen !? ;-)

Geld

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 30. November 2012 - 11:36

investiert man am Besten in Leicas. Die stellt man am Besten in Vitrinen, weil dort kann man ihnen auch am Besten huldigen. Und dann ist auch das Geld ganz sicher gelagert.

Denkfehler

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 15:47
Gast schrieb:

Sony und Panasonic wurden heute gerade auf Ramschstatus herabgestuft ... soviel zu diesen "Innovationen".

Die Ursache sind Managementfehler von gestern, die nichts mit der Innovationsfähigkeit heute zu tun haben. Schaue ich mir das an, was Panasonic und Sony an Kameratechnik bieten, sieht eher so manche - noch - etablierte Marke alt aus...

Finanztechnische

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 18:16

Herabstufungen sind (nicht unbedingt meine) Erwartungen in die Zukunft ...

Können Sie das mal näher erläutern?

Bild von Der Spanier. Viva.
Eingetragen von
Der Spanier. Viva.
(Inventar)
am Donnerstag, 22. November 2012 - 16:19

Können Sie das mal näher erläutern, was das ist:

Zitat:

DSLR sind nach wie vor bei den Hard-Core Fotografen die erste Wahl.

Eine neue Klassifikation für die Möchtegern-Profis? Edelamateure? Edelknipser? Profi-Knipser? Dumpfbacken?

Fast alle

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 16:27

die nicht allein in der Großformat der Fotografie letzten Schluss erblicken ...

?

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Donnerstag, 22. November 2012 - 16:34
Gast schrieb:

Wenn man sich die RX 100 anschaut, ist alles klar. Hoher Anspruch, hohe Auflösung bei kleinster Packgröße und softwaretechnisch up to date. Wer braucht da bitte noch eine Systemkamera mit oder ohne Spiegel, ...

Wer diese Frage stellt, braucht nichts anderes.

Gast schrieb:

Spiegellose Systemkameras sind für Enthusiasten sehr schön, aber rein prinzipbedingt nur die halbe Miete, solange sie auf dem Level bleiben, der derzeitig der Status ist und das ist weit hinten dran.

Wo sind denn Spiegellose Systemkameras weit hinten dran? Etwa dass sie neben Picture Styles, Art Filtern und Smile detect usw. nicht auch noch die Möglichkeit bieten sich weitere Apps zur "Bildverschönerung" draufzuladen?
Nichts gegen ein Betriebssystem, mit dem man die Kamera nach seinen Vorstellungen konfigurieren kann. Aber das bietet zur Zeit kein Kamerahersteller an.

Gast schrieb:

Es muss einen guten Grund geben, warum man sich so ein System kauft und nicht eine Kompakte.

Klar gibt es einen guten Grund eine Systemkamera zu kaufen. Wer schon mal eine Systemkamera mit einer Kompakten vergliche hat, weiß warum. Wer den Unterschied nicht sieht, braucht keine.

Gast schrieb:

DSLR sind nach wie vor bei den Hard-Core Fotografen die erste Wahl. Rein prinzipbedingt wird sich das aber nicht unbedingt ausweiten lassen, eher das Gegenteil. Aber immerhin: SONY liegt bei den verkauften Stückzahlen nahezu auf Augenhöhe mit den Platzhirschen, Samsung knapp dahinter. Fuji macht einen kleinen, aber feinen Part.

Der oben gezeigte Chart beziffert den Gesamtabsatz an Kameras. Also auch den aktuell im freien Fall befindlichen Absatz von Kompaktkameras. Im Systemkamera Bereich ist Sony noch lange nicht auf Augenhöhe, Samsung nicht wahrnehmbar und Fuji auch nicht weit darüber.
ROG

Schön, dass Sie sich die Mühe machen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 12:05

Ihr SLR-zentriertes Weltbild sauber aufzudröseln.

Leidiglich bei der Bewertung der Marktgrößen scheinen Sie nicht ganz interpretationsfest zu sein. Aber egal. Dass die Absatzzahlen (in dem Fall Stückzahlen) derzeit an breiter Front abbrechen, ist vor allem der Marktlage geschuldet, was aber scheint es, nicht alle mitgekriegt haben. Bei den Umsätzen sieht das sowieso vollkommen anders aus.

Bei den Kompakten wird es mit Sicherheit eine darüber hinaus gehende Sättigung geben, weil ja inszwischen jeder so ein Ding hat, bzw. nicht wenige schlicht mit ihrem Smarphone fotografieren und damit sehr zufrieden sind.

Wer in dem Bereich etwas nach vorne bringen will, muss schon was bieten. Z. B. die RX 100 und die verkauft sich wie geschnitten Brot. Wer auch als ambitionierter Fotograf so ein Ding schon mal in Händen gehabt hat, weiß, was da Sache ist. Und längst nicht jeder Fotograf braucht eine Systemkamera, wenn eine Kompakte mit ausreichend Auflösung und optisch hervorragenden Eigenschaften weitgehend alle Bedürfnisse abdeckt. Da schleppt doch niemand mehr so einen Haufen optische Technik mit sich rum, um dann am Ende auch kein prinzipiell besseres Fotomaterial nach Hause zu bringen. Für viele würde eine P&S Kamera vom Schlage einer Konika A1 mit aktueller Technik dicke reichen, mit dem Vorteil von geringem Volumen und Gewicht, wenn man denn schon unbedingt was SLR-ähnliches haben will.

Dass SLRs von den Herstellern vor allem an rückwärtsgewandte Fotografen verkauft wird, sieht man schon an der rudimentären Software, dem X-fach seit Jahrzehnten kopierten starren Sucherkonzept, das in dem Fall eigentich keinen Sinn mehr macht, das spätestens beim LiveView seine Funktion verliert und doch als brauchbare Alternative die meiste Zeit eingesetzt wird und der für das Sensorformat eigentlich nicht nötigen Gehäusegröße. Wie überhaupt das haptische Konzept einer SLR absolut unkritisch einfach von von früheren Kameras mit Filmpatrone links und Filmspule rechts übernommen worden ist.

Sorry, nicht überzeugend.
Und auf Dauer wird das auch den großen Markt nicht mehr überzeugen, spätestens wenn ein 100% besseres Konzept auftaucht, als heute eine SLR zu bieten hat. Und der Zeitpunkt ist nicht mehr weit entfernt.

Ja, Sie sagen da auch was

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 18:41

Und sogar Richtiges: Das heutige SLR-Konzept ist tatsächlich phantasielos und noch keineswegs ausgereizt.
Aber Firmen, die sich nur noch zwischen tröger Betriebswirtschaft und ödem Marketing aufreiben fehlt der Verstand, der Willen und letztlich die Kraft, hier noch entscheidend zu punkten. Da dann doch lieber die Billigknipse aus dem Elektronikbaukasten: Die Betriebswirte strahlen, und die Marketingler überwuzzeln sich - im geilen Endkampf um den Ritt auf der nächsten Freisetzungswelle ...

Rückwärts gewandte Fotografen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 09:49

sind wohl in Ihrem Weltbild diejenigen, die dem von Ihnen verherrlichten Elektronikramsch von Haus aus den Rücken kehren !?

Sagen wirs kurz:

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 12:19

wir alle, egal welcher Fraktion man letztendlich angehört, sind Nutzer des "Elektronikramsch".

Es spielt keine Rolle, ob man eine elektronische SLR, oder ein iPhone zum Fotografieren benutzt. Das Grundprinzip ist immer das gleiche. Bei den DSLRs wird dem Nutzer vorgegauckelt, dass das eigentlich eine altgewohnte Kamera wäre. Ist sie nicht. Unter der Haube steckt genauso die Technik eines Kleincomputers wie bei einem Smartphone. Lediglich der Spiegel und der Prismensucher repräsentiert noch die alte Technik. Wobei schon bei der Einspiegelung der Einstellwerte wieder die Digitaltechnik im Spiel ist. Spätesten wenn man auf LiveView umschaltet, ist die DLSR eine Point&Shoot-, bzw. eine spiegellose System-Kamera. Und als solche wird sie ja auch von immer mehr Leuten eingesetzt, weil es in vielen Situationen einfach praktisch ist und beim Filmen geht es ohnehin nicht anders.

Wenn man der Digitaltechnik den Rücken kehren will, muss man schlicht und ergreifend zu einer Kamera von vor über 25 Jahren greifen. Da ist nix drin, was nach heute gängiger Elektronik aussieht.

Es lebe

Eingetragen von
Gast
am Montag, 24. Dezember 2012 - 08:44

der Unterschied zwischen der Elektronik und deren billigem Bruder, dem Elektronikramsch ...

Wenn es da

Eingetragen von
Gast
am Montag, 24. Dezember 2012 - 17:08

einen verifizierbaren Unterschied gibt?
Ein elektronischer Baustein ist ein elektronischer Baustein, ist ein elektronischer Baustein usw.

Die Teile werden sackweise eingekauft und in Aufbautechnik in Fernost verbaut. Oder auch anderswo. Egal. Es macht nahezu keinen Unterschied, ob das ein Smartphone, ein Pad oder eine Digitalkompakte, eine DSLR oder meinetwegen eine Leica ist. Die Bausteine unterscheiden sich bestenfalls marginal und in der Ausbautiefe. Oder vielleicht noch in der Fähigkeit, hohe und tiefe Temperaturen auszuhalten (marignal).

Entscheidend beim Kamerabau ist heute eher das Konzept, die Bedienbarkeit der Software, die Bildwiedergabefähigkeit und natürlich auch die Optik. Wenn man sich von den anderen "Knipsern" unterscheiden will, muss man schon ein wenig mehr machen, als sich eine der üblichen DSLRs kaufen. Das reicht ganz bestimmt nicht, jedenfalls nicht für Leute, die sich sich nicht nur von der Anspruchsseite her nähern.

Ein Schuh

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Dezember 2012 - 09:35

ist ein Schuh, ist ein Schuh ... ja, eh. 8-)

Als ob

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Dezember 2012 - 09:58

Kameras dieses Übermaß an Software überhaupt bräuchten, wenn sie einfach nur als Kameras angelegt wären ... zu allem Überdruss vermittelt dann auch noch die Hardware meist, dass wir es mehr mit Elektronikspielzeug, als mit funktionalen Handwerkzeugen zu tun haben.

Die Software kann das

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 12:25

unabhängig davon, welches Gerät sich davor befindet. Es ist eher so, dass die SW, die die Kamerashersteller, allen voran die SLRs, eher rudimentär daher kommt, weil die Hersteller mit einer zentralen Aufgabe, der Systemsteuerung, nicht hinterher kommen. Ich wage zu behaupten, dass es in weniger als 5 Jahren so gut wie kein Gerät mehr gibt, das nicht mit Android oder einem entsprechenden Derivat läuft. Und das macht Sinn.

Die SW ist ohnehin in der Lage, auch althergebrachte Steuerung anzubieten. Also bis runter zum Blenden-/Zeitabgleich per Blendenring und Zeitenrad für jeden Anspruch und Gewohnheit.

Darüber hinaus gibt es aber durchaus die volle Unterstützung diverser Anwendungen und Einstellungen. U. a. das Einstellen diverser ICC-Profile, Kalibration und, und...

Man kann es nicht oft genug sagen: eine Kamera neuerer Produktion ist ein Kleincomputer mit Optik vorne dran, kein fotografischer Apparat mit rudimentärer Elektronik und mechanischer Steuerung von annno Tipptich/Einundtipptich.

Wer eine Kamera heutiger Machart in die Hand nimmt, muss sich diesen Tatsachen stellen und der Technik Tribut zollen. Alles andere macht keinen Sinn. Da hilft auch nicht die Verunglimpfung als "Spielzeug". Das deutet nur darauf hin, dass der Kommentator offensichtich mit der SW nicht zurecht kommt, oder sich dem Ganzen von Haus aus verweigert.

Software

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 13:13

kann genau das, was das Hirn dahinter kann.

Darum wohl

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 13:29

geht auch die pure Fotografie immer mehr flöten ... weil Werkzeuge, die ihre Grundfunktion verleugnen (müssen) halt keine Werkzeuge, sondern sonst alles Unmögliche sind (Beliebigkeit ist auch ein tiefdummer Wesenszug dieser unserer Zeit).

Ich kenne Keinen, der über den Technikoverkill unserer Kameras besonders glücklich wäre, aber Viele, deren Zugang zwischen Gleichgültigkeit und Resignation pendelt (oder die, mangels Erfahrungswissen, dem Aberglauben verhaftet sind, dass das so sein muss). Und bessere Fotografen sind auch keine dabei raus gekommen - nur mehr (überflüssige) Fotos.

Die Software

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 13:47

kann gar nix. Die ist nur eine billige Ausrede zur Vernachläßigung der Hardware. 8-)

Das Meiste

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 16:56

was heute an Kameras theoretisch einstellbar ist, versagt sich einer vernünftigen Bedienung oder Beurteilung weitgehend - und gehört deshalb, konsequenter Weise, nicht in die Kamera, sondern ins Bildbearbeitungsprogramm.
Die Kamera hat keine andere Aufgabe, als bestmöglich abzubilden - wofür gute, nicht von einer Software zurechtgerechnete Objektive; ein Bedienkonzept, das dem Fotografen dient, als ihn zum Sklaven einer "Computerlogik" zu degradieren; und, am Besten, eine endlich überzeugende Sensor-Technologie, wesentlich überzeugender wären, als das x-te Menü, das x-te App, das x-te Motivprogramm oder die x-te "Kreativfunktion".

Ich bin überrascht,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 29. Dezember 2012 - 19:55

dass es offenkundig doch einige Leute gibt, die mit der Bedienung über SW nicht zurecht kommen, auch wenn die SW eine althergekommene Bedienung anbietet.

Vielleicht ist es ja auch einfach die Vorstellung, dass eine Kamera im Prinzip immer noch so sein muss, wie das früher der Fall war, nur statt Film jetzt mit Sensor, aber sonst alles gleich. Der Fotograf als "Sklave" der Software. Seltsame Vorstellung. Man muss das ganze Angebot der Software ja nicht in Anspruch nehmen.

Aber mit den den digitalen Voreinstellungen der Kamera egal welcher Art muss man sich auseinander setzen, genauso wie mit dem weiteren Workflow über die Bildbearbeitung bis zum Drucken. Auch das muss erarbeitet werden.

Digitale Fotografie ohne Software und deren Beherrschung ist eigentlich zumindest in einer fortgeschrittenen Form schlicht nicht denkbar. Da führt kein Weg dran vorbei.

Das hat nichts

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 29. Dezember 2012 - 22:56

mit nicht können zu tun, sondern mit der weitgehenden Überflüssigkeit dieser Übung für all Jene, denen es allein um's Fotografieren geht ... mit Software beschäftige ich mich am iPhone oder am Computer (nein, ich beschäftige mich auch nicht mit Computerspielen - weil Spiel für mich einen anderen Stellenwert hat, als vor der Klotze sehenden Auges zu verblöden).

Jo

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 29. Dezember 2012 - 23:11

auch wenn Sie's überraschen wird - aber am Prinzip der Fotografie hat der Sensor tatsächlich nix verändert. Nur dass die Industrie inzwischen dutzendfache Umwege zum Thema "Bilde ab" in ihre Kreationen implementiert, das hat sich zur Schande dieser dummen Industrie sehr nachhaltig verändert ... 8-)

Ach ja, wenn hier von Software die Rede ist, dann natürlich nicht von der heute (aber auch schon gestern) obligaten Mikroprozessorensteuerung der Technik, sondern von all dem Ballast, der auf dieser Basis dann auch noch unbedingt (und im Dutzend wohl billiger) über Menüs und Untermenüs (und neuerdings halt Apps) in die Kameras verstopft werden muss.

Nein sicher nicht,

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 30. Dezember 2012 - 21:52

der Blenden-Zeitabgleich ist immer noch die einfachste und überschaubarste Möglichkeit, Belichtung zu steuern. Zusammen mit einer Mittenfeld Spotmessung kann man in den meisten Fällen sehr genau messen. Wenn man wenig Zeit hat, also innerhalb weniger Bruchteilssekunden einstellen muss, ist eine Mehrfeld Belichungsmessung sicher nicht das Schlechteste, aber in vielen Fällen eher technischer Overkill. Das gleiche gilt für Multispotmessung usw. Manchmal sicher brauchbar, in den meisten Fällen jedoch eher kontraproduktiv. Darüber hinaus gibt es aber durchaus sehr sinnvolle Automatiken, die in gut 85% aller Anwendungsfälle sehr gute Dienste leisten, weil diejenigen, die das in der Erstellung von Algoritmen weit besser ausgefuchst haben, als das ein normaler Fotograf jemals könnte. Dafür kann man sich bei der Einstellung des Bildausschnitts Zeit lassen.

Die Software, die heute Kameras eingebaut haben, ist ja nicht unbedingt entscheidend für die direkte Aufnahmesituation, sondern eher für das davor und danach. Wenn man Kameras mit den voreingestellten Presets verwendet, egal wie "professionell" die sind, wird man wohl eher zu unbefriedigenden Ergebnissen kommen. Es gibt einfach zu viele weit abweichende Anforderungen, die der einzelne Anwender stellt. Man muss also schon einiges tun, damit man das für die eigenen Zwecke sauber hinkriegt.

Aber, ganz unabhängig davon, kann man, was eben inzwischen viele Anwender tun, auch die Software selbst, bzw. deren Oberfläche für "intelligenten" Abgleich nutzen. Die Software vieler Kameras haben eine sehr schön intuitiv anwendbare grafische Oberfläche, mit der man sowohl Bildkomposition, als auch Belichtungsabgleich übersichtlich gut steuern kann. Jemand, der es gewohnt ist, die rudimentären Einspiegelungen bei optischen Suchern einzustellen, wird u. U. etwas Probleme haben, vor allem wenn man rein grundsätzlich nicht geneigt ist, sich dieser Sache offen anzunähern.

Für jemanden, der tagtäglich mit einer Vielzahl von digitalen Instrumenten umgehen muss, ist das eine etwas sehr seltsam anmutende Haltung.

Mit dem ersten Satz

Eingetragen von
Gast
am Montag, 31. Dezember 2012 - 09:13

war eigentlich alles gesagt.
In welcher Hinsicht da noch irgendwelche Automatiken, zu welchen Prozentsätzen auch immer, tatsächlich hilfreich sein können, erschließt sich dem Praktiker wenig - auch aus der ganz praktischen Erfahrung heraus, wie oft die ausgefuchsten Algorithmen, im Vergleich zu einem ausgeschlafenen Hirn, in fotografisch interessanten Situationen kläglich versagen.

Wie gesagt,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Januar 2013 - 13:01

man muss die Automatiken nicht nehmen. Wenn man beispielsweise Stills fotografiert, hat man i. d. R. genug Zeit, die Parameter einzustellen, wobei heute noch der Parameter variable Empfindlichkeit dazu kommt. Wenn man jedoch von vorneherein beispielsweise eine Zeitpriorität wegen vermuteter Bewegung verwendet, sieht das schon anders aus. Oder bei einer Blendenpriorität wegen möglichst eingehaltener Tiefenschärfe, kann man u. U. mit Presets schon deutlich weiter kommen, wenn man verhindern will, dass die Kamera plötzlich mit ISO 3600 oder noch weiter im Nirvana operiert. Usw. Da ist noch kein großer fauler Zauber dabei, aber die Entwickler stellen dem Fotografen eben solche einfachen Möglichkeiten der Voreinstellungen schon seit beinahe ewigen Zeiten zur Verfügung und das aus gutem Grund.

Die Software, die den Kameras aufgespielt wird, hat mit diesen grundsätzlichen Einstellungsmöglichkeiten nur in sofern etwas zu tun, als dass sie heute nicht mehr in irgend welchen kryptischen Flashspeichern versenkt wird, sondern mehr oder minder offen einstellbar ist. Gegenüber früheren "analogen" Modellen ist das noch weiter beeinflussbar und darüber hinaus bietet die SW noch einen umfangreichen Satz an Funktionen an, die mit analogen Modellen selbstredend niemals möglich gewesen wäre. Aber wie gesagt, das muss man nicht nutzen.

Etwa sowas wie Fokussierung auf einen bestimmten Bildpunkt per Fingertipp. Besonders die Freunde der Blümchenfotografie werden das schätzen. Eine im Wind wackelnde Blume genau zu fokussieren, ist schon etwas spekulativ, vor allem wenn man kein Stativ dabei hat. Da ist eine derartige Fähigkeit vor allem in der Makrofotografie schon sehr nützlich.

Aber auch die Fähigkeit, verschiedene Belichtungssituation per Display direkt abzugleichen (ohne Histogrammfummelei), beispielsweise bei hohem Kontrast. Egal ob das jetzt Film oder Sensor ist, es beißt eben sehr schnell aus, wenn der Kontrastumfang zu hoch ist, da hilft auch kein noch so tolles Histogramm oder eine Mehrfeldmessung, sondern der Abgleich mit dem Auge unter Setzung von Prioritäten, vor allem wenn man in den tiefen Schattenpartien vielleicht doch noch was sehen will. Das Gleiche gilt für fast kontrastlose Bildsituationen, wo man dem Szenarium noch ein Minimum an Zeichnung abringen will.

Die Idee der puristisch bedienbaren Kamera wie beispielsweise einer Fuji GSW 645 mit Nachführbelichtungs- und Schnittbildentfernungsmesser, eingespiegelt in einen Rangefinder, hat ja einen gewissen Charme. Aber in der Regel reicht das in der Praxis eher nicht aus, auch wenn die Kameras das fraglos nach wie vor anbieten (jedenfalls die meisten). Es kommt eben immer drauf an.

Man muss die Automatiken

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Januar 2013 - 18:23

sehr wohl nehmen - zumindest ist die Bedienung der meisten Kameras derart angelegt, dass sich viele Einsteiger geradezu dazu genötigt sehen, kaum mehr als die mehr oder weniger "intelligente" Programmautomatik zu nutzen.
Es geht ja nicht allein darum, die Ausstattungen der Kameras zu hinterfragen, sondern die zwangsläufige Verkomplizierung der Bedienung, die sich daraus oft ergibt.
Einem wirklich intelligenten Bedienungskonzept, die bspw. bei Videokameras oft üblich, das eine grundlegend manuelle Bedienung wirklich intelligent mit automatisierten Funktionen (Push-Betrieb ...) koppelt - wie das beim AF tatsächlich recht gut funktioniert - wäre ein anzustrebendes Ziel.
Am Besten beherrschen diese Übung natürlich die Profimodelle, wo es zumindest bei Canon möglich ist, nicht benötigte Automatiken und Messfunktionen völlig zu unterdrücken.

Fokussieren per Fingertipp

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Januar 2013 - 18:46

in der Makrofotografie ... genau, man gönnt sich ja sonst keinen Ärger. 8-)

Wer sich Touch-Bedienung für Fotografen (bei grundlegenden Aufnahmefunktionen) ausgedacht hat, dürfte eine gewisse Aversion gegen uns haben (sicher doch, natürlich mach' auch ich das - zwangsweise - beim iPhone; wenngleich keineswegs aus Überzeugung - und sicher nicht der Spontanität wegen) ...

Apropos Mehrfeldmessung

Eingetragen von
Gast
am Montag, 31. Dezember 2012 - 09:37

Diese leidet hauptsächlich unter den multiplen Algorithmen, denen sie in der Praxis unterworfen ist: Würde sie einfach dazu verwendet, den Kontrastumfang eines Motivs zu ermitteln, dann könnte sie, manuell oder automatisch, dazu herangezogen werden, die Belichtung hinsichtlich eines optimierten Histogramms zu steuern ... was ich dann auch als echten Fortschritt ansehen würde.

Wobei ja

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Januar 2013 - 08:57

auch mal zu hinterfragen wäre, wie sehr die Festlegung auf Messparameter aus Analogzeiten der digitalen Bildaufzeichnung überhaupt noch angemessen ist ... aber das ließe sich ja auch nicht als Gimmick verkaufen.

Überraschung!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 30. Dezember 2012 - 09:44

Auch der Fotograf der Gegenwart zeichnet sich NICHT besonders dadurch aus, dass er seine Bilder mit der intelligenten (sic!) Programmautomatik kreiert, diese dann in der Kamera mit Kreativprogrammen malträtiert, um sie schlussendlich ins Nirwana von Facebook & Co. hochzubeamen. Ich gebe aber zu, dass man aus der Marktsituation heraus diesem Kurzschluss verfallen kann.

Photokina

Eingetragen von
Rob S.
(Neuankömmling)
am Donnerstag, 22. November 2012 - 15:45

Mich würden auch die vorangegangenen Jahre mal im Vergleich interessieren – speziell die, in denen es eine Photokina gab. 2011 gab es keine, 2012 schon, da wird mancher potenzielle Käufer die Photokina-Neuerscheinungen abgewartet haben. Wie mögen sich wohl die Oktober- und Novemberzahlen entwickeln? Allein auf der Basis des Vorjahresvergleichs lassen sich nur schwer Aussagen über wirkliche Tendenzen treffen.

Peak-Camera

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Donnerstag, 22. November 2012 - 18:15

ist inzwischen überschritten. Es geht da der digitalen Kamertechnik ähnlich wie anderen Bereichen der Consumer Electronic. Und da das frei verfügbare Einkommen nicht gerade wächst, Altersarmut nicht zu verhindern ist und keiner eine Ahnung hat, was die Zukunft denn bringt, gibt niemend mehr Geld aus für Dinge, die keiner braucht.

So isses

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 18:24

wohl.

Henry Ford sprach

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 22. November 2012 - 22:55

"Autos kaufen keine Autos"

Ich variiere: "Kameras kaufen keine Kameras".

Herrlich!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 11:45

Jeder halbwegs Informierte weiß längst, dass die SLR technologisch ein Auslaufmodell ist, doch ihre glühenden SLR-Anhänger hier halten tapfer mit Durchhalteparolen dagegen und freuen sich über jede noch so kleine Nachricht, die ihre verquerte Realitätssicht vermeintlich stützt:

"Auch die sogenannten Spiegellosen (CSC = compact system camera) können die Hoffnungen vorerst nicht einlösen. Die Nachfrage hat sich, nach anfänglicher positiver Entwicklung (siehe Kameramarkt 2011 - Spiegellose im Aufwind) wieder abgeschwächt"

Stieg denn die Nachfrage nach dem (seit jeher stückzahlenmäßig) Nischenprodukt SLR im besagten Zeitraum signifikant an oder blieb zumindest gleich? Könnte ein Nachfragerückgang nicht etwas mit einem so unbedeutenden Ereignis wie der Finanzkrise zu tun haben und der damit verbundenen Verunsicherung der Konsumenten?

Exakt so

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 19:53

ist es!

Auslaufmodell

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 20:04

Über das Auslaufmodell SLR bin ich mir nach Erwerb zweier spiegelloser Kameras nicht mehr so sicher. Weder die Auflösung noch die "Echtzeit"-Sucherdarstellung können mich überzeugen.

So geht's

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 10:30
Gast schrieb:

Über das Auslaufmodell SLR bin ich mir nach Erwerb zweier spiegelloser Kameras nicht mehr so sicher. Weder die Auflösung noch die "Echtzeit"-Sucherdarstellung können mich überzeugen.

den meisten reumütigen "Sündern". Einfach unter Lehrgeld verbuchen, und das nächste Mal auf die Praktiker hören - und nicht auf die Dropouts des Schnellkursus Marketing ... 8-)

"Echtzeit"-Sucherdarstellung ...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 12:10

zu Recht unter Anführungzeichen. Weil: Echt ist dabei gar nix. Weder die Darstellung noch die Zeit. Ersteres ist eine Interpretation der Wirklichkeit. Letzteres effektiv Vergangenheit.

Ja mei so isses halt...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 20:18

Früher kauften die pensionierten erzkonservativen Studienräte Leica - heute kaufen sie (Canon und) Nikon.

Canon- und Nikon-Fotografen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 10:27

sind halt eher praxiserprobt als marketingverseucht ... 8-)

Das kann man auch anders herum

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 17:11

sehen: CaNikon verfügen von allen über das meiste Werbebudget und das nutzen die auch ganz bestimmt. U. a. dazu, den Käufern ihrer Produkte einzureden, dass sie professionelles Werkzeug erwerben. Dazu gehört auch, sogenannten Profis Kameras bei entsprechenden Ereignissen zur Verfügung zu stellen, damit jeder sieht, wer professionell fotografiert und mit welcher Ausrüstung.

Nö, kann man so nicht

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 28. Dezember 2012 - 13:23

Die Profis WISSEN, dass sie es mit professionellem Gerät zu tun haben, und machen dann dafür auch die Kohle locker - ganz zwanglos.
Was allerdings stimmt: Im Bauchladen der Genannten befindet sich keineswegs ausschließlich professionelles Gerät - aber es ist keineswegs schwer, das auseinander zu halten.

Sie halten wahrscheinlich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 21:03

auch Großformat für ein "Auslaufmodell" - kapieren aber nicht annähernd, welche Bedeutung die einzelnen Kameratypen in der Hand von "Eingeweihten" gestern, heute und auch in Zukunft haben (und sollte sich ernsthaft eine Flaute bei den SLRs einstellen, dann lass' ich mir eine bauen - von einer Kamerafirma die dann nach jedem Bissen Brot schnappt - und mit dem Vorteil, endlich auch jene SLR in die Hand zu bekommen, die uns der allmächtige "Markt" in seiner stupenden Gewinnmaximierung ohnehin vorenthält).

Jedenfalls

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 21:27

sank die Nachfrage nach SLRs keineswegs - trotz der alles verdummenden Krise ... 8-)

(D)SLR Anhänger mit Durchhalteparolen ;-)

Eingetragen von
Gast
am Montag, 26. November 2012 - 16:55
Gast schrieb:

Jeder halbwegs Informierte weiß längst, dass die SLR technologisch ein Auslaufmodell ist, doch ihre glühenden SLR-Anhänger hier halten tapfer mit Durchhalteparolen dagegen und freuen sich über jede noch so kleine Nachricht, die ihre verquerte Realitätssicht vermeintlich stützt:

Für Sie wiederhole ich es gerne noch einmal: „Und den weltschnellsten AF haben Systemkameras auch: Ja, für "die Jagd" auf unbewegte Siemenssterne ;-)))“

Während deutsche sogenannte Fachmagazine sich standhaft weigern mit den überlassenen Kameras mal in eine Ballsporthalle zu gehen, um die „sagenhafte Überlegenheit“ des Systemkamera-AFs zu beweisen, haben schwedische Magazine kein Problem einer mFT tatsächlich schnelles und sichere Zupacken des AF zu bescheinigen, um aber sofort hinterherzuschieben/einzuschränken (sinngemäß): Die Kamera ist nicht in der Lage bewegte Motive sicher zu fokussieren. Ist das so schwer, verwerflich, das festzustellen, zu akzeptieren?

Ich verlange von einer Kamera bis auf den Kohlenkeller und tiefste Nacht „Rund-um-die-Uhr-Fotomöglichkeit“. Du scheinst es ja toll zu finden, wenn eine Systemkamera in einer dem Mittelalter nachempfundenen von einer 25 Watt Glühbirne beleuchteten Backstube die automatische Fokussierung einfach verweigert, und die sehenswerte Szene eben nicht festgehalten werden konnte. Vom Rauschen des Sensors ganz abgesehen... Jetzt bitte keine Vorschläge hinsichtlich Stativ oder Blitz. Fällt auch ja kaum auf und braucht auch kaum Platz, wenn die historische Backstube mit interessanten Besuchern gefüllt ist ;-)

Oder dass eine Systemkamera auf dem Provinzfußballplatz nicht in der Lage ist eine ausreichende Menge scharfe Fotos hinzubekommen. Das schafft JEDE Einsteiger-DSLR. Ich behaupte nicht dass SLRs kompakte und „schöne“ Kameras sind... Ich habe auch überhaupt kein Problem „irgendwann“ eine Systemkamera zu nehmen. Aber keine mit zu kleinem 13x17 mm Sensor. Und wenn die kompakte Systemkamera samt hochauflösenden Sucher ohne Timelag in der Lage ist Sportmotive sicher zu erfassen. Bis dahin: Einfach mal den Ball flachhalten!

JJ

Unter Sport- und Tierfotografen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 10:19

dürfte mFT im Speziellen oder Mirrorless im Algemeinen noch lang ein Minderheitenprogramm bleiben - die sind einfach ZU KLEIN (und welcher Tierfotograf möchte sich schon bei stundenlangen Ansitz vom Guckkasten-Monitor den Akku lehrsaufen lassen).

Das

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 18:56

wär' ihm dann sicher eine Leere, pardon, Lehre ... 8-)

Vielleicht sollte Sie sich auf Vimeo

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 12:31

mal diverse Filme anschauen, die im Zeitraffermodus mit mFT-Kameras gedreht worden sind. Die Kameras stehen da den ganzen Tag und u. U. eine ganze Nacht rum, um eine Szene zu "drehen". Diese Art des Filmens wurde erst mit den ersten verfügbaren Video-mFT-Kameras ein echter Hit in der Szene. Im Übrigen würde auch eine DSLR den Akku leersaufen, wenn sie sich nicht automatisch abstellt, genau wie bei einer mFT. In dem Moment, wo man den AE bewegt, läuft die Elektronik und verbraucht Strom. Also: Thema verfehlt.

Sie glauben gar nicht

Eingetragen von
Gast
am Montag, 24. Dezember 2012 - 08:48

was so alles in diversen Szenen ein Hit ist ...

Tatsache ist

Eingetragen von
Gast
am Montag, 24. Dezember 2012 - 08:56

dass sich z.B. Sony A99 als begnadete Stromsäuferin vor dem Herrn etablieren konnte. Und bei anderen vergleichbaren Kameratypen schaut's nicht anders aus. Themenverfehlung ist nur, den überproportionalen Akku- bzw. Batterieverschleiß auszublenden. Und dem Fetisch dee modernen Zeiten fanatisch zu huldigen.

P.S.: Im Übrigen benutze ich eine SLR immer noch vorrangig zum Fotografieren und nur marginal zum Filmen.

Bei SLRs

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 10:52

geht's auch nicht um Schönheit, sondern um Funktionalität - angefangen beim Sucher, über's große Aufnahmeformat, bis hin zum Objektiv als primärem Werkzeug, mit und ohne Autofokus.

Nikon- und Canon-Spiegelreflex: Bei der Presse immer noch Top

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 09:38

Gestern Abend großes Medienaufgebot beim Antrittsbesuch des Bundespräsidenten Gauck in Nordrhein-Westfalen. Im Pressezentrum mussten wir unsere Taschen und Rücksäcke alleine stehen lassen, damit sie der Sprengstoff-Spürhund abschnüffeln konnte. Danach packten wir unsere "Auslaufmodelle" von Nikon und Canon aus und gingen ans Werk. Eine andere Kameramarke konnte ich bei den Kollegen nicht entdecken. Wir sind eben "rückständig", aber Hauptsache, die Redaktionen bekamen die gewünschten Bilder: Peter.

Gast schrieb:

Jeder halbwegs Informierte weiß längst, dass die SLR technologisch ein Auslaufmodell ist, doch ihre glühenden SLR-Anhänger hier halten tapfer mit Durchhalteparolen dagegen und freuen sich über jede noch so kleine Nachricht, die ihre verquerte Realitätssicht vermeintlich stützt:

"Auch die sogenannten Spiegellosen (CSC = compact system camera) können die Hoffnungen vorerst nicht einlösen. Die Nachfrage hat sich, nach anfänglicher positiver Entwicklung (siehe Kameramarkt 2011 - Spiegellose im Aufwind) wieder abgeschwächt"

Stieg denn die Nachfrage nach dem (seit jeher stückzahlenmäßig) Nischenprodukt SLR im besagten Zeitraum signifikant an oder blieb zumindest gleich? Könnte ein Nachfragerückgang nicht etwas mit einem so unbedeutenden Ereignis wie der Finanzkrise zu tun haben und der damit verbundenen Verunsicherung der Konsumenten?

+++++++

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 10:42

Danke, auch von einem "Hinterbliebenen und Rückständigen" Fotografen, der mit solchen "Auslaufmodellen" sein Geld verdient.

Gast schrieb:

Gestern Abend großes Medienaufgebot beim Antrittsbesuch des Bundespräsidenten Gauck in Nordrhein-Westfalen. Im Pressezentrum mussten wir unsere Taschen und Rücksäcke alleine stehen lassen, damit sie der Sprengstoff-Spürhund abschnüffeln konnte. Danach packten wir unsere "Auslaufmodelle" von Nikon und Canon aus und gingen ans Werk. Eine andere Kameramarke konnte ich bei den Kollegen nicht entdecken. Wir sind eben "rückständig", aber Hauptsache, die Redaktionen bekamen die gewünschten Bilder: Peter.

Gast schrieb:

Jeder halbwegs Informierte weiß längst, dass die SLR technologisch ein Auslaufmodell ist, doch ihre glühenden SLR-Anhänger hier halten tapfer mit Durchhalteparolen dagegen und freuen sich über jede noch so kleine Nachricht, die ihre verquerte Realitätssicht vermeintlich stützt:

"Auch die sogenannten Spiegellosen (CSC = compact system camera) können die Hoffnungen vorerst nicht einlösen. Die Nachfrage hat sich, nach anfänglicher positiver Entwicklung (siehe Kameramarkt 2011 - Spiegellose im Aufwind) wieder abgeschwächt"

Stieg denn die Nachfrage nach dem (seit jeher stückzahlenmäßig) Nischenprodukt SLR im besagten Zeitraum signifikant an oder blieb zumindest gleich? Könnte ein Nachfragerückgang nicht etwas mit einem so unbedeutenden Ereignis wie der Finanzkrise zu tun haben und der damit verbundenen Verunsicherung der Konsumenten?

Das ist das Gleiche wie bei

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 12:42

Vertretern von irgendwelchen Firmen: die laufen auch immer mit dem Megamonsterauto banal bekannter Erfolgsmarken auf, damit die Kundschaft weiß, die Socke ist (angeblich) erfolgreich.

Übersetzt kann man sagen: wer die oder die Marke banal bekannter Kameraerfolgsmarken in der Hand hat, ist erfolgreich, selbstredend.

Ein in sich implizierendes System. Bei mir würde sowas eher leicht spöttische Kommentare auslösen. Genauso wie megamonsterautofahrende Vertreter bei mir eher die schlechteren Karten haben.

Da sagen Sie was:

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 11:30

gestern war auch ein Bild vom Sieg des Herrn Vettel in weißderKuckuck wo in der Presse.

Da hielten jede Menge Sportfotografen Megamonsterkameras üblicher Provenienz über Kopf auf den Glücklichen. Schielten irgendwie auf die natürlich nicht beweglichen Displays, verrenkten sich die Hälse, um noch was halbwegs mitzukriegen. Eine Hand an der Kamera, eine Hand am Gurt, warum auch immer (scheint wohl für die Stabilisierung der Kamera besser zu sein). Sehr schönes Bild. Spricht Bände.

Rückständig: 100% JA!
Professionell sieht für mich effektiv anders aus.

Ach ja!?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 18:31
Gast schrieb:

gestern war auch ein Bild vom Sieg des Herrn Vettel in weißderKuckuck wo in der Presse.

Da hielten jede Menge Sportfotografen Megamonsterkameras üblicher Provenienz über Kopf auf den Glücklichen. Schielten irgendwie auf die natürlich nicht beweglichen Displays, verrenkten sich die Hälse, um noch was halbwegs mitzukriegen. Eine Hand an der Kamera, eine Hand am Gurt, warum auch immer (scheint wohl für die Stabilisierung der Kamera besser zu sein). Sehr schönes Bild. Spricht Bände.

Rückständig: 100% JA!
Professionell sieht für mich effektiv anders aus.

Wie denn? Mit dem Klappmonitor aus der Hüfte - und den Arsch vom Kollegen formatfüllend im Viertelformat!? Nein, natürlich nicht: Mitten im Getümmel, die Cam mit Klappmonitor über'm Kopf, und eingeblendeten Rasterlinien, zwecks professioneller Bildgestaltung, sicher ...

Vollgas-Vettel, Nikon und Canon

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 28. November 2012 - 07:56

Die weltweit abgedruckten Bilder von Vollgas-Vettel (die Umwelt interessiert den absolut nicht) und anderer Ereignisse sind nach wie vor ein Argument für den Einsatz von EOS-1, D4, D700, D300 usw., denn die hochverehrten Kollegen können damit umgehen. Nur in der Amateurklasse wird Schnick-Schnack angebaut, damit die Knipser für ihr Geld auch viel Spielzeug bekommen. Was aber zählt, sind Zuverlässigkeit, optimale Objektivauswahl und Schnelligkeit - und das bieten die Presseausrüster von Nikon und Canon.

Gast schrieb:

gestern war auch ein Bild vom Sieg des Herrn Vettel in weißderKuckuck wo in der Presse.

Da hielten jede Menge Sportfotografen Megamonsterkameras üblicher Provenienz über Kopf auf den Glücklichen. Schielten irgendwie auf die natürlich nicht beweglichen Displays, verrenkten sich die Hälse, um noch was halbwegs mitzukriegen. Eine Hand an der Kamera, eine Hand am Gurt, warum auch immer (scheint wohl für die Stabilisierung der Kamera besser zu sein). Sehr schönes Bild. Spricht Bände.

Rückständig: 100% JA!
Professionell sieht für mich effektiv anders aus.

Die Realität sieht anders aus

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 29. November 2012 - 09:59

Was der Knipser für "Professionell" hält, entspricht glücklicherweise nicht der Realität, denn der Zeitungs- und Zeitschriftenleser möchte für sein Geld qualitativ hochwertige Bilder sehen!

Gast schrieb:

gestern war auch ein Bild vom Sieg des Herrn Vettel in weißderKuckuck wo in der Presse.

Da hielten jede Menge Sportfotografen Megamonsterkameras üblicher Provenienz über Kopf auf den Glücklichen. Schielten irgendwie auf die natürlich nicht beweglichen Displays, verrenkten sich die Hälse, um noch was halbwegs mitzukriegen. Eine Hand an der Kamera, eine Hand am Gurt, warum auch immer (scheint wohl für die Stabilisierung der Kamera besser zu sein). Sehr schönes Bild. Spricht Bände.

Rückständig: 100% JA!
Professionell sieht für mich effektiv anders aus.

Na gut

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 14:40

was beweist diese Beobachtung, die übrigens von meiner etwas abweicht, ich sehe vereinzelt schon mal eine Panasonic. Und im praktischen Vergleichstest mit Kollegen, kommt immer das gleiche Argument, der schon bei ihnen vorhandene Objektiv-Park. Aber auch der Traum geäußert, mal nicht mehr soviel schleppen zu müssen.

Alles

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 18:32

Weicheier ... 8-)

Für manch

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. November 2012 - 18:52

tagesaktuelle Bild ist ja die Panasonic auch völlig ausreichend - da, wo manche Kollegen ganz unverschämt auch schon mal zum iPhone greifen ...
Nur: Welche Wertigkeit will man damit vermitteln? Dass Fotos halt heut nix mehr wert sind!? - Ja, eh. Is aber halt nix für Leute, denen die Fotografie schon noch was wert ist. Und die wissen dann auch, warum und wofür sie schleppen (wobei da die KB-SLR ohnehin am unteren Ende angesiedelt ist).

Ultimate erreicht

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 25. November 2012 - 22:49

Ich denke mal, für alle Formen von Fotografie sind inzwischen Geräte auf dem Markt, die MEHR LEISTEN, ALS DIE ENTSPRECHENDE ANWENDER-GRUPPE BENÖTIGT. Obs nun bei den Spaß- und Erinnerungs-Fotografen das Mobil oder die Kompaktkamera, bei den Durchschnitts-Profis und anspruchsvollen Amateuren das Riesenangebot von Canon bis Panasonic, und den High-End Anwendern für ihre CGIs die Hasselblad- oder Phase-One ist, es ist alles, was die benötigte Leistungs-Fähigkeit angeht, schon seit dem VORLETZTEN MODELL auf dem Markt. Wer jetzt noch kaufen muss, sind Neulinge, auf höheren Level Umsteigende, wg. Ergonomie oder vielleicht auch Sekundär-Merkmalen, Wechselnde. Es ist also totaler Blödsinn die Zahlen zu erwarten, die mal in der Aufbau-Phase der Digital-Fotografie erreicht wurden. Genau, wie ich es blödsinnig finde, wenn uns Marketinger Zeug schmackhaft machen sollen, was in andere Form aber gleichem Nutzen, schon vorhanden ist
( Entschuldigung lieber "Fachhandel" ).

Die EVF sind die Zukunft...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 02. Dezember 2012 - 19:44

Ich hab mir jetzt nach 14 jahren nach meiner analogen Canon EOS 3 erstmals den Umstieg auf eine digitale Canon EOS 5D MKIII gegönnt, und bin wahrscheinlich nicht der einzige, bei dem die Update-intervalle relativ lange sind. Ich gehöre zum "Lager" der ernsthaften Amateure die nicht jedes Jahr eine neue Kamera kaufen "müssen".

Warum :"...Die EVF sind die Zukunft...!" ?

Der fotografische Niedergang einer einigermaßen sinnvollen und stabilen Haltung der Kamera - Kamera mit Sucher ans Auge, da die Kamera ja eine Verlängerung des Auges ist und nicht eine Verlängerung der Arme - wurde mit dem Monitor eingeführt.

Bevor sich die (meisten?) Leute eine Brille gekauft haben um durch den Sucher sehen zu können, stellten sie lieber ihre Bilder via Liveview scharf...mit ausgestreckten Armen und manchmal auch mit liebevoller Unterstützung :"...Schatz! Hältst du mal kurz...jaa...und jetzt abdrücken!"

Da die dadurch entstandenen Verwackelungen natürlich NIEMALS von den göttergleichen Fotografen entstanden sind, sondern durch die "schlechten" Kameras, mussten die Kamerahersteller ihre Kameras und Objektive mit Bildstabilisatoren ausrüsten.

Sieht man sich die prozentuelle Verteilung der Objektivbildstabilisatoren an - Amateur und Profiobjektive - dann weiß man, wer seine Kamera nicht so hält, wie es am besten wäre.

Nun ist ja ein Bildstabilisator unter Amateurkreisen ja schon fast ein Qualitätskriterium geworden.
Was die meisten nicht verstanden haben: Ein Bildstabilisator reduziert nur die EIGENEN Kameraverwacklungen - nicht aber die Bewegungsunschärfe!
Dieser (soferne nicht als Stilmittel genutzt) kann man nur mit lichtstärkeren Objektiven und/oder Blitz entgegentreten, um die Belichtungszeit zu verkürzen.

Zurück zum Sucher:

Leider ist durch Einsatz der APS-C Sensoren auch das Bild im SLR-Sucher geschrumpft. Klar daß deshalb die Mehrzahl aller APS-C-Kamerauser viel lieber mit Monitor fotografieren.

Meines Erachtens ist das digitale APS-Format genauso eine Totgeburt wie die analoge Version.
Alles was einen APS-Film/Sensor besser macht - macht einen KB-Film/Sensor NOCH besser!
Deswegen ist das analoge APS-Format gestorben und das digitale APS stirbt JETZT(oder verschiebt seine Existenz in Kompaktkameras)!

Die letzten Entwicklungen im Kamerabau - die sucherlosen Systemkameras - sind eine Sackgasse!
Das ist eine Antwort auf die falsche Frage:"...wer braucht einen Sucher, wenn der Monitor alles kann?".

Die Frage müsste lauten:"...wer braucht einen Monitor, wenn der Sucher alles kann?"

Und da, denke ich mir, wird der elektronische Sucher die Zukunft werden!

Ein Spiegelsucher ist ja immer nur so groß, wie der verwendete Kamerasensor, ABER ein elekronischer Sucher hat KEINE Größenbeschränkung! Diesen kann man auch überall am Kameragehäuse platzieren, sogar dreh und schwenkbar konstruieren - als Wechselsucher, damit jeder "seinen" passenden Sucher bekommt.

So ein Sucher könnte 3-4Megapixel haben und richtig groß sein, nicht so mickrig wie bei den MFT- und APS-Knipsen. Ein rückseitiger Monitor könnte so ganz wegfallen.

Das gejammere :"...kein Echtzeitsucher!" wird mit Weiterentwicklung der Prozessoren bald der Vergangenheit angehören.

Und dann werden die Kameras wieder das was sie sein sollen:

Eine Verlängerung des Auges - und nicht eine Verlängerung der ausgestreckten Arme!

Und für alle blinde Menschen:

Die Qualitätskette darf nie unterbrochen werden!

Ein schlechtes Bildmotiv: gibt miese Bilder!
Ein schlechtes Objektiv: gibt miese Bilder!
Ein schlechter Bildsensor: gibt miese Bilder!
Ein schlechter Sucher: gibt miese Bilder!
Ein schlechtes Auge: gibt miese Bilder!
Ein schlechter Fotograf: gibt miese Bilder!
Ein schlechter PC-Monitor: gibt miese Bilder!
Ein schlechter PC: gibt miese Bilder!
Ein schlechter Drucker: gibt miese Bilder!

Und bei dieser Qualitätskette gerade beim Auge zu "sparen" :"...nee, Ich brauch doch keine Brille! ich seh` wie ein Adler...der Sucher ist schlecht!"...ist die faulste Ausrede bei einer KB-Sensor-SLR!
3000-6000€ für eine Kamera, aber kein Geld für eine behelfsmäßige Brille und/oder gar eine Dioptrien-Ausgleichslinse vor dem Auge/dem Sucher.

Und GENAU solche Typen wünschen sich am liebsten den Sucher ganz weg...damit es alle genau so wie sie machen müssen: Mit ausgestreckten Armen auf den Kameramonitor glotzen.
(Die Generation I-Phone-User mal ausgenommen, die sich wahrscheinlich NUR einen Touchscreen als Monitor wünschen, um mit ihren Fingern auf eine bekannte Benutzeroberfläche herumschmieren zu können...)

Plötzlich wird JEDE SLR-große Kamera mit SLR-Objektiven tonnenschwer durch die Fehlhaltung.
Plötzlich wird gegen jede Vernunft mit einem Auge auf Kamerakonstruktionen wie eine digitale LEICA-M
geschielt.
Plötzlich "besinnt" man sich auf reine Fotografie mit ausschließlich 35mm, 50mm und 75mm Objektiven.

ABER: wer sich selbst beschränkt, IST beschränkt!

Back to the roots!
Weg mit dem Backside-Monitor!
Zurück zum Sucher!

Der Kurzschluss

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 02. Dezember 2012 - 23:07

liegt allein darin, dass EVFs das SLR-Prinzip einfach überflüsssig machen.

... und

Eingetragen von
Gast
am Montag, 03. Dezember 2012 - 13:57

ein guter SLR-Sucher bislang jeden EVF recht billig wirken lässt ...

Wobei ich noch anfügen möchte, dass eine Hybrid-Lösung das wohl Beste aus beiden Welten vereinen würde; den Usern einerseits die Wahl, andererseits die Option ließe, ganz nach Aufgabenstellung und/oder (technischer) Notwendigkeit zu entscheiden. Nicht zuletzt würde wohl auch die obligatorische Videooption eine Aufwertung erfahren (von noch kaum im Bewusstsein verankerten Funktionen, wie z.B. perspektivische Entzerrungen zukünftiger hochauflösender Sensoren, ganz zu schweigen).

Im Normalfall nervt ein EVF, erweist sich als bescheiden im Auflösungsvermögen, als energieintensiv und überflüssig.
Unbestreitbar hingegen kann er aber sein Potenzial überall dort entfalten, wo Anwendungen über die Grundfunktion einer Fotokamera hinaus erschlossen werden (sollen - erst mit einem EVF sinnvoll können).

Gast schrieb: Ein

Eingetragen von
Gast
am Montag, 03. Dezember 2012 - 18:09
Gast schrieb:

Ein Spiegelsucher ist ja immer nur so groß, wie der verwendete Kamerasensor

Stimmt nicht ganz. Professionelle DSLR aus Crop-Sensor-Zeiten zeigen, daß es auch anders geht: Sucherbildgröße wie bei einer sehr guten analogen SLR, z.B. bei der D2X mit DK17M Vergrößerungsokular.

Den optischen DSLR-Sucher kann sehr wohl auch mit höherer Suchervergrößerung bauen als es bei den Einsteiger-DSLR üblich ist. Das kostet Helligkeit (entsprechend der größeren Fläche), hat aber sonst keine technischen Nachteile.

Wie wärs mit einer Lösung dazwischen?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. Dezember 2012 - 20:59

Man nehme ein 1.8" Display (gabs mal ganz zu Anfang), jetzt mit höchster Auflösung (sagen wir mal so wie beim iPad mit Retinaauflösung) und dazu einen Schachtsucher mit ganz großer Austrittspupille, damit man auch noch gut sieht, auch wenn das Auge nicht unmittelbar vor der Linse ist, wie bei einem konventionellen Sucher. Der Tubus u. U. sogar drehbar und abnehmbar, oder auswechselbar mit verschiedenen Vorsätzen. Wer sagt übrigens, dass ein Sucher immer an der Rückwand der Kameras sein muss? Das gesamte ergonomische Inventar kann man ja schon mal auf den Prüfstand stellen. Da gab es ja schon einige interessante Ansätze und Lösungen. Kameras müssen ganz bestimmt nicht aussehen, wie plumpe SLRs aus analogen Filmtagen. Der Vorteil der digitalen Technik ist ja, dass der technisch fixierte Zusammenhang optischer Lösungen definitiv aufgehoben ist. Auch wenn das manche Leute immer noch nicht wahr haben wollen.

Das zu "durchschauen"

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 15. Dezember 2012 - 11:10

ist nicht das Problem - allein die konkret gebotenen "Lösungen" sind einfach off topic ...

Hatte erst unlängst wieder mal die Gelegenheit zum Vergleich: EVF der Alpha 99 gegen den gar nicht so dollen OVF der EOS 650D ... sowas läßt nachhaltig an der so schönen neuen Welt der Elektrotechnik (ver)zweifeln.

Das Wenige

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 16. Dezember 2012 - 10:14

was am Sucher der A99 kurz angeturnt hat war, das fertige Bild nach (!) der Aufnahme auch gleich im (!) Sucher zu sehen (dafür nicht die Aufnahmeposition verlassen zu müssen).
Aber ernüchternd auch die Erkenntnis, dass einem dann der Blick auf's Motiv durch "Werbepausen" verstellt ist (als auch die banale Einsicht, dass sich diese Funktion bei Bedarf auch über einen Hybridsucher bestens darstellen ließe). 8-)

Wie wär's mit Verstand?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 15. Dezember 2012 - 11:21

Das was ein einblicksvariabler Sportsucher zur Canon F1 schon vor Jahrzehnten eindrucksvoll leistete, das leistet (sich) eine auf totale Kosteneffizienz getrimmte Kameraindustrie schon längst nicht mehr. Dafür leistet sie sich Minibildschirme in Dummikameras, und dazu die heute obligatorischen Marktschreier, offensichtlich umgepolt von der unverzichtbaren Gemüseraspel auf die Verherrlichung von Elektronikramsch. 8-)

Ich weiß ja nicht

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 16. Dezember 2012 - 11:54

woher Sie das nehmen, aber wenn Sie sich mal die Mühe machen und googlen, was elektronische Sucher kosten, dann man man wohl eher davon ausgehen, dass das uralt-Baumuster SLR-Prismensucher eher zu der einfacheren und billigeren Variante zählt. Entsprechend hochauflösende EVFs sind derzeit noch alles andere als billige Vertreter, deshalb werden sie ja auch meistens nur in sehr teueren Videocams eingesetzt. Aber auch das unterliegt dem Wandel. Professionelle Tools rentieren sich auf Dauer nur, wenn sie im Massenmarkt, oder zumindest in einem breiteren Markt ankommen. Das war mit den SLR-Suchern so und wird mit den EVFs auch nicht anders sein.

Allein schon

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 06:27

die Fertigungspräzision ist bei Verwendung eines EVF naturgemäß eine vernachläßigbare Größe.

Die Fertigungsqualität

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 21:30

eines EVFs in der Qualität ist sogar weit überragend gegenüber einer mechanischen Lösung. Ein Display kennt keine mechanischen Ungenauigkeiten. Allein die Spiegeljustierung, als auch mechanische Ungenauigkeiten sind eben Begleiterscheinungen bei allen mechanischen Lösungen, egal wie hoch die Qualitätsanforderungen sind. Das gilt auch für optische Sucher mit Schnittbildentferungsmesser und eingespiegelten Formatrahmen. Eine systemimmanente Sache.

So sieht das aus, wenn SLR-ler mit einer SLR filmen: http://www.dslrnewsshooter.com/2012/03/14/kinotehnik-lcdvfe-electronic-v...
(nur mal so als Beispiel)
oder sowas: http://store.redrockmicro.com/EVF
oder das: http://www.arri.com/camera/digital_cameras/technology/viewfinders/electr...

Der Vorteil ist, dass man eine SLR, die ohnehin inzwischen eine P&S-Kamera mit LiveView ist, auch multiflexibel einsetzen kann. Diese Sorte Sucher macht eben auf Ende betrachtet mehr Sinn, als ein starrer Prismensucher in Verbindung mit einem fest installierten, rückseitigen Display, das seinerseits wieder nur in bestimmten Situationen sinnvoll ist. Wenn ich allein an die vielen Situationen denke, wo ein starrer Sucher schlicht out of order ist, würde ich einen SLR-Sucher, aber auch einen starr eingebauten EVF nicht mehr in Betracht ziehen. Und ich denke, dass in der Kameraindustrie da ebenfalls schön langsam ein Umdenken statt findet. Für die Traditionalisten, die sich nicht umgewöhnen wollen oder können, gibts ja weiß Gott genügend Material.

Sie verwechseln da was

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 18. Dezember 2012 - 11:25

Damit ein OVF präzise funktioniert MUSS der Aufwand, richtig, ein Großer sein. Den erspart man sich, richtig, mit einem EVF - was diesen dadurch aber nicht präziser, auch nicht unbedingt funktioneller, sondern allenfalls einfacher macht.
Elektronik ist vom Prinzip her und in der Menge immer billiger, als aufwändige Mechanik, die halt auch nach manuellen Arbeitsgängen und Justagen verlangt.
Im Übrigen bin ich ohnehin kein Freund des SCHWINGspiegels, sondern ein unbedingter Verfechter eines starren Spiegels oder, noch besser, eines Teilerprismas - wobei da sehr wohl auch flexible Sucherlösungen möglich sind; siehe z.B. die F1 (der höhere Aufwand ist da allenfalls eine Rechtfertigung für einen dann höheren Preis).
Und: So lange man Kameras (auch) ans Auge nimmt, ist es eine Eselei auf (funktional einfachere und überzeugendere) optische Sucher zu verzichten. Und für andere Aufgabenstellungen gibt es "großzügigere" Lösungen, als Sucherlupen mit integriertem Minimonitor ... weswegen ich Hybridlösungen den Vorzug gebe.

Hybrid bedeutet

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 18. Dezember 2012 - 21:13

aufs Ende, dass man mit zwei Lösungen effektiv das Gleiche erreicht, wie mit einer. Solange da in irgend einer Weise der optische Pfad enthalten ist, ists auch mit der Flexibilität Essig. In sofern nix gewonnen, nur teuerer. Fuji hat das konsequenter Weise dann auch anders gelöst.

Und damit

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 08:13

hat sich Fuji auch gleich ganz von selbst erledigt: Die X-1 Pro ist genial, der Rest ist ein müder Abklatsch.

Naja, bei Ihnen,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 21:17

aber sonst nicht.

Der Glaube

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 22:20

versetzt ja bekanntlich - Maulwurfshügel ... 8-)

Der Hauptgrund

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. Dezember 2012 - 06:25

für den Verzicht auf den optischen Sucher bei Fuji: Der geizig geile Massenmarkt. Mit Qualität hat der gar nichts am Hut. Und darum wurde aus einer genialen Fuji eine beliebig austauschbare Fuji. Und solang sie nicht gestorben sind, verkaufen sie sich morgen noch ...

Es lohnt sich einfach nicht,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. Dezember 2012 - 19:02

für ein paar Unbelehrbare so einen Bohei zu veranstalten.
Der Hybridsucher ist ein aufwändiger Technikgimmik für ein paar Wenige, die sich nicht an die Neuzeit gewöhnen können und immer auf der Suche nach althergebrachten, gewohnten Dingen sind. Der Sucher selbst und die Art, wie das gemacht wurde, ist ja ein echtes Techniksahnestückchen. Aber gekauft wird das halt nur in Mikroportionen. Selbst wenn man den Absatz weltweit rechnet, steht das in keinem Verhältnis. Außerdem braucht man den OVF bei Hybridsucher nicht wirklich und für das kommende Zoom ist er auch nicht tauglich.

SONY hat das bei der RX 1 doch noch besser gelöst: die bieten sowohl einen Aufsteck OVF, als auch einen EVF an. Der EVF hat den Vorteil, dass er auch noch klappbar und 100%ig nahtauglich ist, als auch für die Froschperspektive. Für die Wellnessgucker unter uns, ists ein schöner, großer optischer Gucki mit eingespiegeltem Rahmen. Da reichts dann nicht für die Nahperspektive, aber dafür gibts ja noch das rückwärtige Display. Na bitte!

Genau

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Dezember 2012 - 19:48

es lohnt einfach nicht mehr, die Massenhersteller ins Auge zu fassen ... 8-)

Es lohnt sich einfach nicht

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 08:47

Das denk ich mir beim Blick auf den heutigen Kameramarkt auch immer öfter.

Aufstecksucher

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 13:46

hier nicht als Technikgimmik zu sehen, sondern als etwas Vollwertiges, das ist an Schizophrenie schwer überbietbar.
Die Latte hat hier Fuji gelegt - und bis auf Weiteres schaut da die gesamte Konkurrenz, vom Messsucher einer M bis zu den diversen EVFs, ziemlich alt und verloren aus.

Hybrid bedeutet

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 08:17

hier mitnichten, effektiv das Gleiche zu erreichen, sondern die bestmögliche Lösung für den jeweiligen Zweck. Und solang's "nur teurer" ist, stört's mich nicht. Ärgerlicher wär's, wär's "nur mittelmäßig" ... 8-)

Kapitalistische Wunderwelt

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 07:18

Die Industrie erzeugt einen Hype nach EVF's - und die Hersteller der EVF's reiben sich darob die Hände ... Dummheit ist, neben Geiz und Gier, nur ein weiterer Grund, warum diese unsere Mist-Wirtschaft ein Auslaufmodell ist. 8-)

Und zur Belohnung

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 19:06

kriegen sie auch noch den Ramschstatus nachgeschmissen ... ;-)

Hochwertige SLR-Sucher

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 08:09

waren immer eine rare, weil professionelle, und auch aufwändige Realität. Der Verzicht darauf ist eine Vergötzung des Massenkonsum und eine Demutsgeste vorm Aktienmarkt. Beider Dummheit ist gut berechenbar - kommunizierende Gefäße der Zahlenakrobatik. Und das Ende ist absehbar. Nicht schade drum.

Oh, Ah!

Bild von Der Spaniel
Eingetragen von
Der Spaniel
(Ehrengast)
am Montag, 17. Dezember 2012 - 20:56
Gast schrieb:

waren immer eine rare, weil professionelle, und auch aufwändige Realität. Der Verzicht darauf ist eine Vergötzung des Massenkonsum und eine Demutsgeste vorm Aktienmarkt. Beider Dummheit ist gut berechenbar - kommunizierende Gefäße der Zahlenakrobatik. Und das Ende ist absehbar. Nicht schade drum.

Gast schrieb:

Die Industrie erzeugt einen Hype nach EVF's - und die Hersteller der EVF's reiben sich darob die Hände ... Dummheit ist, neben Geiz und Gier, nur ein weiterer Grund, warum diese unsere Mist-Wirtschaft ein Auslaufmodell ist. 8-)

Kurz vor Weihnachten geben sich die Durchblicker und Auskenner die Klinke in die Hand. Na, gibt es bei euch beiden Blitzbirnen dieses Jahr nur ganz antikapitalistisch Selbstgebasteltes?

Mein Vorschlag: wandert aus, dann könnt Ihr demnächst Alles mit Allen teilen - http://spon.de/vfnjo

Der Spaniel. Wau!

Du balgst Dich

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 21:12

doch jetzt schon um jeden stinkenden Knochen ... 8-)

Auch...

Bild von Der Spaniel
Eingetragen von
Der Spaniel
(Ehrengast)
am Dienstag, 18. Dezember 2012 - 19:19
Gast schrieb:

doch jetzt schon um jeden stinkenden Knochen ... 8-)

...getroffene WEB2.0-Pfürze bellen... ;-)

Der Spaniel. Wau!

Oh Du Frolice

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 21:51

Auch Weihnachten wird Dir kein Hirn mehr bringen, das zu mehr als niederen Canideninstinkten taugte.

Auch...

Bild von Der Spaniel
Eingetragen von
Der Spaniel
(Ehrengast)
am Dienstag, 18. Dezember 2012 - 19:20
Gast schrieb:

Auch Weihnachten wird Dir kein Hirn mehr bringen, das zu mehr als niederen Canideninstinkten taugte.

...getroffene WEB2.0-Zombies bellen. ;-)

Der Spaniel. Wau!

Auch ...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 18. Dezember 2012 - 21:37

nur ein kleiner, feiger Angstbeißer.

So

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 11:27
Gast schrieb:

woher Sie das nehmen, aber wenn Sie sich mal die Mühe machen und googlen, was elektronische Sucher kosten, dann man man wohl eher davon ausgehen, dass das uralt-Baumuster SLR-Prismensucher eher zu der einfacheren und billigeren Variante zählt. Entsprechend hochauflösende EVFs sind derzeit noch alles andere als billige Vertreter, deshalb werden sie ja auch meistens nur in sehr teueren Videocams eingesetzt. Aber auch das unterliegt dem Wandel. Professionelle Tools rentieren sich auf Dauer nur, wenn sie im Massenmarkt, oder zumindest in einem breiteren Markt ankommen. Das war mit den SLR-Suchern so und wird mit den EVFs auch nicht anders sein.

wie es selten EINE Lösung für unterschiedliche Anforderungen gibt, würde ich auch die Anforderungen der Fotografie nicht allein von einer Lösung abhängig machen wollen.

Am Beispiel AF können wir schön sehen, dass sich Phasen- und Kontrast-AF nicht ausschließen, sondern dort am wirkungsvollsten zum Einsatz kommen, wo sie sich ergänzen: Schnell durch die Phase, präzise durch den Kontrast.

Genau so sehe ich's auch bei Kamerasuchern (und finde das, nebstbei, bei Fuji auch eindrucksvoll bestätigt). Hybrid sollte auch hier der Weisheit letzter Schluss sein: Optisch für den unproblematischen Alltagsgebrauch, elektronisch für besondere Aufgaben und für die Kontrolle.

Und damit es hier zu keinen (scheinbaren) Widersprüchen kommen muss, wäre zu diesem Zwecke a) entweder das SLT-Prinzip neu zu definieren, oder b) das geniale, leider singulär gebliebene Sucherprinzip einer Olympus E-10 nochmals eines folgerichtig denkenden Blicks wert ...

Der wesentliche Unterschied

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 15. Dezember 2012 - 11:34

zwischen einem optischen und einem elektronischen Sucher liegt sichtbar darin, dass der optische Sucher das Motiv stets so zeigt, wie es sich halt zeigt; während der elektronische Sucher mehr das Motiv so interpretiert, wie es in den Grenzen seiner technischen Möglichkeiten halt beschränkt möglich ist.

Der Feuchttraum

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 16. Dezember 2012 - 09:43

der Kameraindustrie: Die beschränkte Weltsicht ihres durchzufütternden Konsumviehs ... 8-)

Tja, und genau da

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 16. Dezember 2012 - 11:44

ist der Hund begraben. Wir machen ja heute nicht Bilder, die dann im Off unseres Gedächtnisses verschwinden. Wir machen Bilder mit einem nachgelagerten Workflow über diverse elektronische Stationen. Jedenfalls die Mehrzahl von uns. Wir schauen auf elektronische Displays, die mehr oder minder gut das Ergebnis der elektronisch erfassten Impulse des Sensors wiedergeben. Es ist die "Kunst" des Bilderfassers und -bearbeiters, daraus eine halbwegs stimmige Reprografie des Ereignisses zu erstellen. Dafür - wiederum elektronisch - stehen ihm diverse Hilfsmittel zur Verfügung. U. a. diverse Farbprofile und selbstverständlich auch jede Menge Erfahrung aus der Praxis.

Im Übrigen war auch zu Filmzeiten nichts so, wie es final dann bei einer Vergrößerung auf Papier oder als Dia zur Projektion, im Sucher ursprünglich gesehen wurde. Allein die verschiedenen Farbabweichungen der Suchersysteme waren/sind eine normale Begleiterscheinung, die ein Fotograf aufgrund von Erfahrung entsprechend interpretieren kann. Und selbstverständlich spielt der Film als "Sensor" eine genauso interpretierende Rolle. Dafür gibt es heute zum Scannen entsprechende Farbprofile, die derartige "Eigenschaften" ausgleichen.

Der Übergang von einem Medium zum anderen bedeutet immer Interpretation.

Genau

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 06:22

und zwar die Interpretation im Kopf.

Gast schrieb: Wir machen ja

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Montag, 17. Dezember 2012 - 10:05
Gast schrieb:

Wir machen ja heute nicht Bilder, die dann im Off unseres Gedächtnisses verschwinden. Wir machen Bilder mit einem nachgelagerten Workflow über diverse elektronische Stationen. Jedenfalls die Mehrzahl von uns. Wir schauen auf elektronische Displays, die mehr oder minder gut das Ergebnis der elektronisch erfassten Impulse des Sensors wiedergeben.

Ich nicht. Aber Glückwunsch, gemeinsam seid ihr noch dümmer.

Da kann man nur lakonisch

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 20:31

bemerken, dass man der Sache so oder so nicht auskommt, egal ob man am Vergrößerer steht, oder scannt oder/und digitale Daten per Photoshop verarbeitet. Letztendlich ist das Ergebnis immer eine im Kopf interpretierte Sache. Das ist die bildnerische Realität. Alles andere ist Kinderkram.

Als ehemaliger

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 18. Dezember 2012 - 10:58

Dia-Fotograf entwickelt man von Haus aus eine gewisse Lakonie ... 8-)

Aha

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 18. Dezember 2012 - 21:05

"Als lakonisch (griech. λακωνικός lakōnikos, lat. laconicus) wird eine knappe, aber treffende, trockene, schmucklose Ausdrucksweise bezeichnet, die einst als charakteristisch für die Bewohner Lakoniens galt." (Wikipedia)

Treffender

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 08:09

könnt' ich mich kaum charakterisieren.
Allenfalls noch mit folgendem Zitat eines Bekannten: "Ein sarkastischer, fallweise durch Empathie gemilderter Blick auf die Menschheit". 8-)

Als ehemaliger Diafotograf

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 19:15

würde ich sagen - reichlich alberner, selbstverliebter Quark.

Als wie wenn das alles wirklich die Riesenrolle spielen würde. Am Ende muss man egal wie, das Dia zu einem digitalen Bild verarbeiten. Alles andere spielt heute so gut wie keine Rolle mehr, selbst bei C-Prints nicht. Was früher einen Riesenaufwand in der Repro produzierte, hat man heute als Fotograf selber in der Hand (wenn mans kann). Und man deutlich kreativer arbeiten, als das früher jemals der Fall war. Das zählt.

Welche Prints?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 22:07

Dias hat man projeziert, bzw. sie wurden gedruckt. Und die Bilder an sich waren das Kreative daran. Da hilft noch so langes Herumschlecken im PS nix. 8-)

Dias zum Projezieren?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. Dezember 2012 - 11:40

Phhhh!

Das war in der letzten Steinzeit, wenn ich mich richtig erinnere.
Wir leben in der Jetztzeit. Da gibt es vor allem elektronische Medien. Je jünger das Publikum, desto mobiler. Aber egal wie, alles wird elektronisch publiziert, auch wenn es am Ende auf Papier ausgegeben wird, oder über eine digitale Signage (das sind so große Dinger, die in der Landschaft rum stehen, oder, oder . . .).

Wir redeten

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 20. Dezember 2012 - 13:24

auch von der Vergangenheit ... auch mit meiner Gegenwart hat das nichts mehr zu tun. Nur blicke ich dankbar auf diese Zeit, als Fotos noch eine Wertigkeit vermitteln konnten.

Dankbar auf die Zeit?

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. Dezember 2012 - 13:22

Naja, wenn ich das richtig raus höre, geht es hier um Available-Light-Fotografie. Also die Fotografie, bei der immer aufs volle Format das Motiv gestaltet und mit den vorhandenen Bedingungen gearbeitet wurde, ohne weitere Hilfsmittel.

Ich mache das auch heute noch so. Das Bild ist das Bild, so wie es ist. Aber es ist heute digital. Film war ein guter Informationsträger, aber bei Weitem nicht unbedingt der idealste. Nein, dankbar bin ich für die Zeiten nicht, auch wenn das Bewusstsein aus der Zeit geprägt ist.

Das Problem heute

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 21. Dezember 2012 - 17:17

ist, dass Ihnen die Unverfälschtheit des Bildes nur noch bedingt abgenommen wird. Bei Dias war das eine klare Sache.
Und natürlich weiß auch ich die gesteigerten Möglichkeiten und Qualitäten des Digitalbildes zu schätzen - nicht zuletzt, weil ich auch ein unbedingter Verfechter des fotografischen Reinheitsgebots bin - also: Kamera, Objektiv und gutes Auge, und sonst nix.

Uuui,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Dezember 2012 - 23:33

das geht auch heute noch, die Kamera ohne Film bzw. Speicherkarte auszulösen. Für mich wär das zwar nix. Aber jedem Tierchen sein Plaisierchen.

Sowas

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 14:43

machen ja auch nur die wirklich tollen Fotografen - die mit der Großformat, und den Kunden mit der großen Brieftasche ...

Darüber habe ich noch nicht nachgedacht,

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 12:02

dass einem der Inhalt eines Bildes quasi nicht abgenommen wird, weil er möglicherweise gefakt sein könnte. Der Originalitätswert eines Bildes an sich sozusagen.

Wenn ein Bild in sich als gültig wirkt, kommt diese Frage erst gar nicht auf. Zumindest wenn man Bilder macht, die keinem weiteren Zweck dient als dem, für sich selbst zu stehen. Aber auch ein gut komponiertes "gefaktes" Bild ist ein Wert an sich. Wichtig ist in dem Fall einfach nur die Bildabsicht und wie gut das umgesetzt ist. Wie man da letztendlich zum Ergebnis kommt, ist doch schlussendlich nicht wirklich entscheidend. Nur das Ergebnis zählt und wirkt beim Betrachter.

Diese Ansicht

Eingetragen von
Gast
am Montag, 24. Dezember 2012 - 09:04

relativiert nicht nur Wahrheit und Fälschung, sondern blendet auch noch konsequent die Problematik verfälschter Bildwirklichkeiten in besonders exponierten Arbeitsfeldern (wie Journalismus, oder auch Wissenschaft) konsequent aus. Vielleicht doch noch mal nachdenken - nicht für mich, sondern ganz allein für Sie selbst ...

Nicht ganz!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 24. Dezember 2012 - 16:40

Wahrheit und Wirklichkeit im Journalismus ist sicher ein strengeres Kriterium. Aber selbst 100% authentische Bilder verfälschen die Wirklichkeit, wie man nur allzu oft feststellen muss.

Bei der Wissenschaft hört das u. U. schon wieder auf. Man nehme beispielsweise ein Rendering, das aus realen Bild- und 3D-Daten ein vorstelllbares Szenarium erstellt. Etwas, was bisher nicht darstellbar war, wird beinahe real anschaulich.

Ganz aktuell beispielsweise in der SZ das Bild der Frauenkirche in München, versunken im Wasser, oben schauen nur noch die Türme mit den Welschen Hauben heraus und aus der Ferne die schneebedeckten Berge. Weder die Perspektive, noch der Sonnenstand noch der gesplitterte Nordturm der Kirche sind real (wenn man die Verhältnisse kennt, weiß man das) aber das Bild zeigt eindrucksvoll, wie es sein könnte. Top gemacht.

Man kann weiter gehen: die Fotografie tritt aus ihrem ehemaligen Gefängnis des originalen Abbildes einer eingefangenen Bildsituation und darf in die Andersrealität eintreten. So wie die Maler es schon immer durften, darf Fotografie jetzt eine nichtreale Welt, künstliche Szenen abbilden. Das war bis dato weitgehend die Domaine der Malerei, ein David Caspar Friedrich wäre restlos begeistert.

Also effektiv ein Gewinn. Wobei die generellen Fragen der Gestaltung nicht enthoben sind. Authenzität gewinnt immer nur ein Bild, das sich an die verborgenen Spielregeln hält.

Ein Rendering

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Dezember 2012 - 09:37

ist ein Rendering, und im Zweifel steht's hoffentlich auch dabei ... 8-)

Das ist allerdings richtig

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Dezember 2012 - 18:24

Rendering ist mehr Malen nach Zahlen, als dass es irgendwas mit Fotografie zu tun hätte ... ;-)

In der Fotografie

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 12:03

gibt es schon seit langer Zeit eine Möglichkeit, andere als die "real" fotografierte Wirklichkeit abzubilden: das Composing.

Früher aufwändig durch Maskieren und auskopieren, heute ähnlich aufwändig aber digital mit Photoshop und Konsorten. Es gibt eben eine Vielzahl von Anwendungen, meistens in der Produktwerbung, wo sich viele Dinge nicht fotografisch direkt abbilden lassen. Oder das Bildmaterial aus welchen Gründen auch immer nicht den Ansprüchen gerecht wird. Composings gehören mit zum Anspruchsvollsten, was ein Bildgestalter machen kann. Inzwischen kommen auch 3D-Bestandteile dazu. CGIs sind aus vielen Teilen der Bildbearbeitung für technische Informationen nicht mehr weg zu denken: http://de.wikipedia.org/wiki/Computer_Generated_Imagery

Die dogmatische Vorstellung der Fotografie als reine Lehre der Abbildung von wie auch immer gearteten Ereignissen ist aufs Ende betrachtet, einfach zu kurz gedacht. Was nicht heißen soll, dass das nicht ein gängiger Weg ist, aber auf jeden Fall nicht der einzige.

Die Fotografie

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Dezember 2012 - 09:53

als Gefängnis ... sind Sie sich sicher, wer da drinnen und wer da draußen ist ?

Die Kunst der Fotografie besteht darin, außergewöhnliche Blicke auf die Realität zu werfen und diese dem staunenden Publikum zu zeigen. Dabei nicht zu lügen, das heißt diese Wirklichkeit nicht zu verfälschen, ist dabei ungleich der Subjektivität, die der Fotografie über Perspektiv- und Objektivwahl systemimmanent anhaftet. Den schmalen Grad zwischen dieser Subjektivität und einer verfälschten Realität zu bewältigen, darin liegt die eigentliche Kunst. Und sicher nicht in jener Beliebigkeit, die die Fotografie heute über weite Strecken wenig auszeichnet. Aber manchen ist halt sooo fad. Und dann glauben sie zu ihrem Schrecken auch noch, dass sie im Gefängnis sitzen ...

Wenn die Realität

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Dezember 2012 - 19:13

nicht mehr mit dem Haben-wollen zur Deckung zu bringen ist, dann rendert man sich halt eine neue zusammen. Bedenklich dabei ist nur, dieses Rendering für wirklicher als die veruntreute Wirklichkeit zu halten.

Das Problem

Eingetragen von
Gast
am Montag, 24. Dezember 2012 - 09:05

sind ja auch nicht die Denker ... 8-)

Dass Sie

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Dezember 2012 - 10:01

durch diese Zeit geprägt wurden, dass Ihr fotografisches Vermögen da gebildet wurde, allein dafür müßten Sie eigentlich dankbar sein.

Dann treten Sie mal

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 19. Dezember 2012 - 22:48

schön weiter, Ihren Quark.

Egal wie es früher war

Eingetragen von
Gast
am Montag, 17. Dezember 2012 - 12:07

so künstlich, so beliebig und austauschbar war's dann doch nicht. Und wenn auch vielleicht nicht ideal puristisch, dann doch eine Kunst des Augenblicks. Und nicht die Monitor-Künstlichkeit aus dem Photoshop, mit dem Segen seiner Hohenpriester.

Photoshop

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Dezember 2012 - 13:42

ist das digitale Fotolabor heutiger Tage.
Es spielt keine Rolle, ob das Ausgangsmaterial ein Dia oder ein Negativ, ein RAW oder ein jpg, oder sonst eine gescannte Vorlage ist.

Für jemanden, der tagtäglich mit der "Monitor-Künstlichkeit" umgeht, erscheinen solche Aussagen schon sehr komisch. Das ist die Realität, mit der wir es zu tun haben. Aber letztendlich kann man das nur dahingehend interpretieren, dass nicht wenige Fotofreunde mit der digitalen Weiterverarbeitung doch etwas Probleme haben.

Beliebigkeit und Austauschbarkeit ist ein Problem, das nicht auf der Verarbeitungsebene statt findet, sondern im Auge des Betrachters. Wenn man sich selbst kein Thema erarbeitet hat. mehr oder minder immer gleichförmigen Bildgestaltungsmoden hinterher rennt, dann kann Beliebigkeit schon auftauchen. Und das war schon zu Filmzeiten so.

Man redet ja auch nicht

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Dezember 2012 - 19:45

von den obligaten, technisch bedingten Bearbeitungsschritten, sondern von jenen Schleckorgien, die in manchen Motivbereichen heute als so selbstverständlich wie unverzichtbar angesehen werden.

Bei Portraits

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 14:00

gilt heut' alles als Nogo, das lebendiger als eine Schaufensterpuppe wirkt ... 8-)

Genau

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Dezember 2012 - 19:51

und manche haben sich Photoshop so erarbeitet, dass sie die Ergebnisse mit Photographie verwechseln ... 8-)

Ja, in nicht weniger Hinsicht

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 27. Dezember 2012 - 12:45

spielt Photographie eben eher die zweite Geige, auch mit antiquierter Schreibweise.

Von der antiquierten Schreibweise

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 30. Dezember 2012 - 16:21

lebt ja auch der Photoshop prima ... oder man liest's halt einfach in Englisch (die Anglikaner sind halt noch nicht so grammatikalisch verseucht, wie die Deutschen).. ;-)

In der Praxis

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 15. Dezember 2012 - 21:32

ist ein Monitor dort am Besten platziert, wo er in der Verlängerung der Objektivachse sein Bild entwirft (Großformat-Mattscheiben-Prinzip). So gesehen bewähren sich auch entsprechende Sucherlupen an SLR-Monitoren bestens.
Eine Alternative wäre auch noch ein Monitor auf der Kameraoberseite - analog dem Schachteinblick bei einschlägigen Mittelformaten der Vergangenheit. Dafür allerdings wäre ein Quadratformat die logische Voraussetzung.

So isses

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 16. Dezember 2012 - 07:45

Und zur Fernauslösung das iPad - während die Knipse am Vogelhäuschen verharrt ... 8-)

Ja,

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Dezember 2012 - 11:48

für diverse Tierfotografen durchaus eine reale Konstellation. Ohne heute verfügbare Remotefunktionen wären viele Aufnahmen aus dieser Ecke sicher nicht machbar.

Ja, eh

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 28. Dezember 2012 - 13:16

Aber dafür dann halt keine elektronischen Sucherlupen ... 8-)

Kaufen, Leute. Ihr sollt

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Samstag, 29. Dezember 2012 - 12:21

Kaufen, Leute. Ihr sollt kaufen.

... sonst

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 29. Dezember 2012 - 18:05

bricht euch das System schneller unterm Arsch weg, als das ohnehin passieren wird ... 8-)