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Johanna Diehl: Fresken und Graffiti
Johanna Diehls Fotoserie „Displace“ zeigt leerstehende, teils zerstörte und teils neu genutzte, Kirchen und Moscheen auf der geteilten Insel Zypern:
Medienmitteilung:
„DISPLACE“ – Fotografien von Johanna Diehl im bau_werk, Oldenburger Forum für Baukultur vom 27. Juli bis zum 28. August
Johanna Diehl gehört zu den „interessantesten Fotografinnen ihrer Generation“ schrieb Niklas Maak in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. In Kooperation mit dem Oldenburger Kunstverein präsentiert das bau_werk mit der Ausstellung „DISPLACE“ Fotografien von der in Berlin ansässigen Künstlerin. Die Ausstellung wird in Anwesenheit von Johanna Diehl am Dienstag, den 27. Juli, um 19 Uhr, eröffnet.
Johanna Diehl: Peristerona Alaniçi Cyprus (North), 2008.
Einst prächtige Fresken bröckeln von den Wänden, ein Graffiti ziert die Wände eines ehemaligen Altarbereiches, verlassene Kirchen sind mit Gebetsteppichen ausgelegt und wurden zu Moscheen umgewandelt ...
Die Künstlerin Johanna Diehl hält in ihren großformatigen Fotografien leerstehende, teils zerstörte und teils neu genutzte Kirchen und Moscheen im muslimischen Norden sowie im christlich-orthodoxen Süden der seit 36 Jahren geteilten Insel Zypern fest. Sie gibt ein eindringliches Bild der verlassenen sakralen Räume und verweist auf die charakteristische Abwesenheit der Menschen, die ihre Heimat und Gebetsstätten verlassen mussten. Bis heute findet man in beiden Landesteilen Zyperns zerstörte Häuser und hinterlassene Gotteshäuser.
Johanna Diehl: Kalo Chorio Kalkanl Cyprus (North), 2009
Johanna Diehls Fotoserie trägt den Titel „DISPLACE“ und entstand 2008/2009 im Rahmen eines DAAD Projekt-Stipendiums. Im Englischen bedeutet „DISPLACE“ sowohl „Vertreiben“ als auch „Ersetzen“. Nach Einzelausstellungen in Köln, Frankfurt und Berlin sind im Oldenburger bau_werk nun ihre großformatigen Arbeiten sowie eine Installation aus 16 kleinformatigen Fotografien zu sehen. Johanna Diehls Aufnahmen von sakraler Architektur zweier unterschiedlicher Glaubensrichtungen fügen sich hervorragend in die bau_Werk-Saison 2010 ein, in der es um das Spannungsverhältnis von Architektur und Kunst geht.
Die 1977 in Hamburg geborene Johanna Diehl lebt und arbeitet heute in Berlin. Sie studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Prof. Timm Rautert und ist Meisterschülerin bei Prof. Tina Bara.
Johanna Diehl – „Displace“
27. Juli bis 28. August 2010
bau_werk Halle am Pferdemarkt 8 a
26122 Oldenburg
www.bauwerk-oldenburg.de
Geöffnet dienstags und freitags 15 bis 18 Uhr und während der Veranstaltungen. Geöffnet wird jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.
Johanna Diehl: Lapithou-Kozan Cyprus (North), 2008
(thoMas)
Zum Thema:
- Johanna Diehl – „Displace“; Oldenburg
- Karin Székessy – Les filles dans l‘atelier; Berlin
- Mädchen im Atelier
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Welche Schande für uns Menschen in der EU
Zyperns Sprachlosigkeit gegenüber der Vereinigung des Landes. Was haben Macht-besessene, lokale Politiker und deren befreundete Hintermänner aus einer einst blühenden Insel gemacht?
Die Gotteshäuser auf beiden Seiten sind ein schönes Beispiel für die Vernagelten dieser Gegend. Für meine Person habe ich beschlossen zukünftige Urlaube bei weniger verwirrten Menschen zu verbringen. Eine innerdeutsche reale Grenze, auch die in den Köpfen der Menschen reichen mir, mit einer anderen Grenze in Zypern will ich mich nicht zusätzlich belasten müssen.
Oldenburger bau_werk
Herrje, sind denn Namen mit "Werk" nicht schon seit 10 Jahren total inflationär?