Ich habe nie die Fotos gemacht, die ich wollte. Sie waren immer besser oder schlechter.

— Diane Arbus

Am 26.5.

  • 1895: * Dorothea Lange (+ 1965); amerikanische Dokumentarfotografin

BENUTZERANMELDUNG

Hybride Profikamera: EOS-1Ds RT-F von Canon

Foto der EOS-1Ds RT-FCanon arbeitet photoscala-Informationen zufolge an einer hybriden SLR-Kamera der besonderen, ja sensationellen, Art: Nicht die Gleichzeitigkeit von (bewegtem) Film und (stillem) Foto ist hier das Entwicklungsziel, sondern die Gleichzeitigkeit von (analogem) Film und (digitalem) Sensor. Sprich, die EOS-1Ds RT-F ist in beiden Welten zuhause, sie kann parallel digitale und analoge Aufnahmen machen:

Hintergrund und Grund der Neuentwicklung, so war aus Kreisen zu erfahren, die dem japanischen Hersteller nahestehen, ist zum einen die Tatsache, dass die Herstellung analoger Spiegelreflexkameras weitgehend aufgegeben wurde und fabrikneue Modelle kaum mehr erhältlich sind, Profis aber nach wie vor auch auf Film setzen, wie u.a. eine Umfrage von Kodak unter etwa 3.000 professionellen Fotografen in ganz Europa im Jahre 2007 ergeben hat: Film lebt, sagt Kodak ...

Foto der EOS-1Ds RT-F Canon vermutet hier ein hohes Kaufpotential bei Profis und sieht in der EOS-1Ds RT-F (rechts ein Foto, das uns aus der Entwicklungsabteilung zugespielt wurde) den zeitgemäßen Nachfolger der analogen EOS-1v, die jetzt eingestellt werden soll. Das ehemalige Top-Modell hatte der japanische Hersteller seit 2000 im Programm. „Solange Bedarf da ist, wird Canon auch weiterhin analoge Spiegelreflexkameras fertigen“, hatte Bettina Steeger von Canon Deutschland vor zwei Jahren gegenüber photoscala erläutert. Die Neuentwicklung kommt dennoch überraschend. „Mit der EOS-1Ds RT-F profitieren auch die Nutzer des analogen Films von unseren Fortschritten in der Kameratechnik der letzten Jahre", so Steeger gegenüber photoscala, „und können das Beste aus beiden Welten, digital und Film, nutzen.“

Dabei bürgt die hohe Archivsicherheit analogen Filmmaterials für die Dauerhaftigkeit der Aufnahmen (- solange keine U-Bahn in der Nähe gebaut wird). So hat sich gezeigt, dass Filme eine stabilere und damit sicherere Langzeitspeicherung ermöglichen als praktisch alle heute bekannten digitalen Speicher. Beispielsweise erfolgt die Langzeitarchivierung von Kinofilmen auch heute noch auf Film - und nicht digital - auch wenn der Kinofilm selbst digital produziert wurde. (siehe: FilmoTec GmbH - ORWO-Filme aus Wolfen). Auch die Langzeitarchivierung von Kunstschätzen und Akten, die im Barbara-Stollen in der Nähe von Oberried bei Freiburg für die kleine Ewigkeit gelagert werden, erfolgt auf analogem Film auf Polyester-Trägermaterial und nicht digital. (Der Zentrale Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland).

Ein nicht unwichtiger Aspekt ist auch die Langzeit-Lesesicherheit: Um einen Film zu betrachten, benötigt man lediglich eine Lupe und ausreichend Sonnenlicht - für die Wiedergabe digital gespeicherter Bilder hingegen ein passendes Lesegerät, eine digital-analoge Umwandlung, und Strom.

Gute Gründe für das analoge Material also. Anderseits benötigen professionelle Fotografen heute unbedingt auch kurzfristig verfügbare, digitalisierte Aufnahmen für das Tagesgeschäft. Mit der EOS-1Ds RT-F (Digital-Spezifikationen siehe EOS-1Ds Mark III) will Canon nun beiden Ansprüchen in einem Kameramodell gerecht werden. Auf Basis des Spitzenmodells EOS-1Ds hat Canon - wohl fußend auf den Erfahrungen mit der Canon Pellix und der EOS RT bzw. EOS-1N RS - eine Hybridkamera in Entwicklung, die neben dem digitalen Sensor gleichzeitig auch ein unter der Kamera montiertes Filmpack mit der aktuellen Aufnahme versorgt.

Grafik EOS-1Ds RT-F Die in limitierter Stückzahl produzierte, 1989 vorgestellte, EOS RT war eine Spezialkamera mit fest stehendem, teildurchlässigem Pellicle-Spiegel. Das damals angewandte Prinzip: Der feststehende Spiegel erzeugte zwei Bilder - eins wurde nach oben ins Prisma bzw. als Sucherbild projiziert, das andere nahm den geraden Weg direkt durch den Spiegel (Lichtverlust ca. 2/3 EV) und der musste zur Belichtung nicht hochklappen: die Kamera erreichte eine extrem kurze Auslöseverzögerung von nur 0,008 Sekunden.

Canon ist es nun dank neuester Nanotechnologien gelungen, einen so genannten Trellicle-Spiegel zu entwickeln (siehe CAD-Zeichung linker Hand), der das Bild dreifach spiegelt, und dessen Teilungs-Lichtverlust auf 0,007 EV zu reduzieren - was in der Praxis völlig vernachlässigbar ist; weder muss der Belichtungsmesser umgeeicht werden, noch muss der Nutzer Verlängerungsfaktoren oder ein dunkleres Sucherbild in Kauf nehmen. Die spezielle Nanobeschichtung (die Canon Inc. weltweit zum Patent angemeldet hat) splittet das durchs Objektiv fallende Licht ohne relevante Übertragungsverluste in drei Strahlenbündel auf: eines wird nach oben zum Sucher umgelenkt, das andere fällt gerade nach hinten auf den Sensor (das digitale Bild entsteht) und das dritte wird nach unten in das Filmpack zu einem „Film-Spiegel“ umgelenkt, der das Bild aufs Filmmaterial projiziert (das analoge Bild entsteht).

Dank dieses Trellicle-Spiegels kann die restliche Konstruktion bestechend einfach ausfallen: Alles, was Canon tun musste, war, einen (verschließbaren) Bodenschlitz an der Kamera vorzusehen (durch den das Licht zum Film gespiegelt wird), und einen Filmtransportkasten mit Filmtransportmotor und feststehendem Spiegel zu entwickeln, der in Form eines Handgriffs - samt Hochformatauslöser - realisiert wurde. Der „Spiegelung des Spiegels“ (Bild ist seitenverkehrt) begegnet Canon einfach mit einer Umkehrung des Films: Belichtet wird er durch die Rückseite. Genutzt werden können deshalb nicht alle handelsüblichen Filme, sondern nur solche, die eine transparente Trägerschicht aufweisen. Canon geht aber einerseits davon aus, dass die Filmhersteller entsprechende Materialien anbieten werden - verzichtet werden muss nur auf die Lichthofschutzschicht - und überlegt andererseits, selbst einen Lichthofschutzschicht-Entferner anzubieten: Ein kurzes Fim-Bad im Filmtank mit einer speziellen Chemie entfernt die Lichthofschutzschicht in ca. 1 min. Dem schlechteren Streulichverhalten solch ihrer Lichthofschutzschicht beraubter Filme glaubt Canon mit einer speziellen tot-matten Innenbeschichtung des Filmpacks begegnen zu können.

Die Abbildung des Prototypen - die deutlich den Kodak-Schriftzug auf dem Filmpack zeigt - könnte darauf hinweisen, dass Canon bereits feste Verträge mit dem Filmhersteller geschlossen hat. Wir gehen aber nicht davon aus, dass Canon die Verwendung anderen Filmmaterials verunmöglichen wird, sondern vermuten, dass das Interesse des japanischen Unternehmens einem offenen analogen Kamerasystem gilt.

Mit der offiziellen Vorstellung der EOS-1Ds RT-F ist nach unseren Informationen allerdings nicht vor Anfang nächsten Jahres zu rechnen.

(CJ / thoMas / mts)
 

Saaaagenhaft!

Eingetragen von
aesthet
(Stammgast)
am Mittwoch, 01. April 2009 - 06:22

Da soll noch einer sagen, um Canon wäre es still geworden.
So schlecht kann es um die Innovationskraft und wirtschaftliche Potenz des Weltmarktführers der digitalen Fotografie ja wohl nicht bestellt sein.
Auch hier zeigt sich wieder, dass das Vollformat (KB-Format) ein fast schon logischer Evolutionschritt in der Entwicklung des digital imaging ist! Sensationell!
Tja, andere Formate werden ein ähnliches Schicksal wie die Flugsaurier und Neandertaler erleiden...weg vom Fenster und irgendwann auf dem Dachboden (bzw. in Gesteinsschichten) wiedergefunden....

Yeees, you can, CANON!

Angesichts dieser Wahnsinnsmeldung vergaß Thomas/die Redaktion zu erwähnen, was mir gestern ein CANON-Mitarbeiter auf der IPOMEX steckte:

Eine im Strahlengang des Fiilm platzierte aktive Filtermaske (OLED-Technologie) kann optional Korrekturfilter simulieren.
Das soll sogar selektiv (so wie früher Verlaufsfilter etc.) möglich sein.
Damit ist ein großer Vorteil von Digital kompensiert.

YES, YOU CAN, CANON!

PS.: Liebe Redaktion, danke für den Bericht, wie immer seit ihr quasi top-aktuell im Zentrum des Geschehens! Weiter so!

April April....

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 06:42

per 4. Spiegelanteil wird dann auch noch das 4x5 Negativ belichtet... :)

Schon wieder ein Jahr vorbei.....

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 06:47

....und wieder ist es 1. April.

Toller Bericht aber eindeutig zu schön um wahr zu sein.

Wirklich....

Bild von PKD
Eingetragen von
PKD
(Stammgast)
am Mittwoch, 01. April 2009 - 06:59

...sagenhaft, was den Kameraherstellern so am 1.04. einfällt. Super!

Gruß

PKD

Hybrid Canon

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 07:54

1. April...

da lachen ja die Hühner...

Ein Blick auf den Kalender...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 07:02

... wäre jetzt nicht verkehrt!

Bis zu den 0,007EV

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 07:21

Bis zu den 0,007EV Lichtverlust wars noch ganz glaubhaft :)

Patent-Urheber

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 07:55

Was dieser Bericht verschweigt:
Diese Entwicklung basiert auf PENTAX-Patenten.

Canon DS RT-F

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 08:22

April, April!!

Was werden die anderen Hersteller heute verkünden?

Bild von Max Rheub
Eingetragen von
Max Rheub
(Inventar)
am Mittwoch, 01. April 2009 - 09:02

Das könnte ein spannender Tag werden!
LEICA, OLYMPUS und ein paar andere haben doch nur auf den heutigen Verkündigungstermin gewartet - und die 450 kann ja nicht alles gewesen sein!
Für das oben beschriebene hätte ich eigentlich mit einer neuen CONTAX gerechnet - der TRELLICLE-Spiegel soll ja was man so hört eigentlich eine ZEISS-Entwicklung sein. Stichwort TRIOPLAN.
Warten wir ab, was noch kommt.

Olympus zeigt E-5

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 13:33

Ob das allerdings was mit dem Datum zu tun hat, weiss ich auch nicht...
http://www.mypicx.com/uploadimg/438535317_03312009_1.jpg

Und der Verschluss?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 09:04

wird der auch per Nanotechnologie vor den Film gespiegelt?

Canon 1Ds - RT-F

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 11:15

Wenn wir nicht den 01. April hätten, wäre dies eine sehr interessantes Kamera-Model. Prinzipiell wäre es eine gute Idee eine Kamera zu bauen, die die Analog- und Digitalwelt miteinander verbindet. Die Digitaljünger, wie jemand es einmal ausgedrückt hat, könnten sich auch mal mit Analog beschäftigen, und die Analoggrufties könnten mit derselben Kamera in die digitale Fotografie hineinschnuppern. Trotz des 1. Aprils vielleicht einmal ein Anlass für CaNiOlPe und die anderen Hersteller darüber nachzudenken.

Jetzt kann ich wieder lachen.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 11:19

Habe gerade noch drei EOS 1V ergattert.

Wieviele EOS 1Ds X werde ich während der 1V-Arbeitszeit wohl kaufen-verkaufen, kaufen-verkaufen,..., weil Canon auch die nächsten Sensorgenerationen noch ein wenig empfindlicher, rechteckiger und UVraulicher machen wird?

1V - Mit dem Wohlfühlfaktor.

film rulez

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 11:26

ein sehr makaberer scherz, -dieses teil wäre "das hammerding" für ernsthafte fotografen, die nicht bei jedem schuss die digitale kälte wollen. -hätte mir das teil "auf jeden" gefasst...
liebe "digital ist besser knipser": fotografisches sehen ist leider nur teilweise erlernbar...

cya joe

Gast schrieb: ein sehr

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 12:30
Gast schrieb:

ein sehr makaberer scherz, -dieses teil wäre "das hammerding" für ernsthafte fotografen, die nicht bei jedem schuss die digitale kälte wollen. -hätte mir das teil "auf jeden" gefasst...
liebe "digital ist besser knipser": fotografisches sehen ist leider nur teilweise erlernbar...

cya joe

Und fotografisches Sehen hat bitte was genau mit Film zu tun? Nix...

Mir würdes es völlig genügen,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 11:54

wenn es endlich Filmbelichter gäbe, die genauso schnell und einfach zu bedienen wären, wie Filmscanner.

Dann könnte ich die Großformatqualität meiner Olympus E-3 und ihrer fanatistischen retroafokalen Objektive auf 4x5 inch Planfilm ausbelichten. Sonst merkts ja keiner.

gross format 30x 40cm

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. April 2009 - 03:27
Gast schrieb:

wenn es endlich Filmbelichter gäbe, die genauso schnell und einfach zu bedienen wären, wie Filmscanner.

Dann könnte ich die Großformatqualität meiner Olympus E-3 und ihrer fanatistischen retroafokalen Objektive auf 4x5 inch Planfilm ausbelichten. Sonst merkts ja keiner.

wie olympus endlich zugegeben hat: max. 30x40cm printgrösse. ich habe doch die wunderbaren-mit studiolicht auf der zugsspitze angefertigten-grobkörnigen portraitprints 30x40cm gesehen.

Hallo zusammen, den Wunsch

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 12:18

Hallo zusammen,

den Wunsch den hier einige äüßern, gab es vor einiger Zeit noch und gibt es hier und da noch immer:

http://www.photoscala.de/node/view/330

Verlängerungsfaktor 1,37

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 18:10

teilt die Begeisterung durch 7,31.
Damals wie heute.

Wollte

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 12:40

es nur erwähnen, solange die meisten von uns sich den Internetzugang noch leisten können:
Analoge Fotografie ist preiswert und gut.

Gast schrieb: es nur

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 18:00
Gast schrieb:

es nur erwähnen, solange die meisten von uns sich den Internetzugang noch leisten können:
Analoge Fotografie ist preiswert und gut.

Preiswert? Wohl nur für Gelegenheitsknipser, die nicht mehr als zwei, drei Filme pro Monat durchziehen.

Den Moment treffen statt Rumballern

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 19:28
Gast schrieb:

Preiswert? Wohl nur für Gelegenheitsknipser, die nicht mehr als zwei, drei Filme pro Monat durchziehen.

Provozierender Unsinn. Bei analog wird erst (sehr) hoher Verbrauch teuer.
Verglichen damit ist der digitale Workflow auch teuer, wenn man noch nicht ein einziges Bild gemacht hat.

Zu Ihrer Information: Der Markt besteht nicht nur aus 30-Filmen-pro-Tag-Verbrauchern.

Wenn Sie 1.000 Bilder pro Tag brauchen, um eine akzeptable Bildstrecke zu erreichen, muß Ihr Auge ja ziemlich ungeübt sein.

Gast schrieb:

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. April 2009 - 00:15
Gast schrieb:

Provozierender Unsinn. Bei analog wird erst (sehr) hoher Verbrauch teuer.

Nö, das hängt ja wohl ganz vom Film, von der Entwicklung und davon ab, ob Sie evtl. auch noch scannen lassen wollen, usw. Das wird recht schnell "teuer", auch bei wenig Verbrauch. Dazu noch die Anschaffungskosten für die analoge Ausrüstung, geht von ganz billig bis ganz teuer.

Gast schrieb:

Verglichen damit ist der digitale Workflow auch teuer, wenn man noch nicht ein einziges Bild gemacht hat.

Nö, eigentlich nicht. Anschaffungskosten für die (evtl auch gebrauchte) Digitale Kamera und Ende. Ob man sich die Bilder auch noch am heimischen PC ansieht oder direkt ausbelichten lässt bleibt ja jedem selbst überlassen. Man braucht nicht zwingend einen Computer um digital zu fotografieren. Abgesehen davon gehört ein PC heute wahrscheinlich ohnehin zu jedem normalen Haushalt.

Gast schrieb:

Zu Ihrer Information: Der Markt besteht nicht nur aus 30-Filmen-pro-Tag-Verbrauchern.

Was heißt hier "nicht nur". "30-Filme-pro-Tag-Verbraucher" sind schon ausgestorben, die fotografieren inzwischen digital. Film wird nur noch von Opis, in der Dritten Welt und einer kleinen Gemeinde von Nostalgikern fotografiert. Schauen Sie sich doch einfach mal die Kodak Geschäftsberichte der letzten zehn Jahre an...

Gast schrieb:

Wenn Sie 1.000 Bilder pro Tag brauchen, um eine akzeptable Bildstrecke zu erreichen, muß Ihr Auge ja ziemlich ungeübt sein.

Woher meinen Sie zu wissen was ich "brauche"?

Digikids als Oberlehrer

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. April 2009 - 11:43

Wir sind uns einig, daß wir hier nicht vom Profi reden, der einen Otto-Katalog in einer Woche "durchfotografieren" soll, gell?

Gast schrieb:

Film ... ob Sie evtl. auch noch scannen lassen wollen, usw. Das wird recht schnell "teuer", auch bei wenig Verbrauch.

Wer mit Abzügen leben kann oder will, für den reicht ein 100 Euro-Scanner für Din A4, um aus seinen ohnehin vorhandenen Papierbildern gut brauchbare Dateien zu erstellen. Einzig darauf achen, daß man die Abzüge mit matter statt glänzender Oberfläche bestellt.
Ein Filmscanner ist für solche Nutzer unnötig.

Gast schrieb:

Anschaffungskosten für die analoge Ausrüstung, geht von ganz billig bis ganz teuer.

Nur bekommt man analog für ganz billig viel mehr als für das gleiche Geld in digital.
Was aber am Thema fast vorbeigeht, weil bei den meisten die analogen Kameras ohnehin vorhanden sind.

Gast schrieb:

Abgesehen davon gehört ein PC heute wahrscheinlich ohnehin zu jedem normalen Haushalt.

Und dieser PC allein war dann teurer als die vorher schon vorhandene, voll taugliche Analogausrüstung...
Lang lebe die "ach so billige" Digitalfotografie!

Gast schrieb:

Film wird nur noch von Opis, in der Dritten Welt

Die "Opis" sind aber viel zahlreicher, als die Kindergartenhandyfraktion.
Die "Opis" haben ihre vorhandene analoge Ausrüstung im Griff und sind mit den Ergebnissen meist völlig zufrieden.

(Es sind eher die "Omis", die diese schicken kleinen Digitalknipsen ihren Freundinnen zeigen wollen und damit die teure digitale Anschaffungspest zu Hause lostreten. Als Alternative tragen sie ihre Speicherkärtchen zum Ausbelichten in den Fotoladen und hätten stattdessen auch wieder einen Film abgeben können.)

Die "Dritte Welt" verfügt nicht mal über den Strom, um die Akkus der Digitalkameras nachzuladen. Sie wird auch keine tausend(e) Euro für eine Technik ausgeben, die der heimischer Luftfeuchtigkeit und Staub nicht mal ein Jahr standhält.
Trotzdem möchte ich der "Dritten Welt" den Wunsch zu fotografieren nicht vorenthalten. Möchten Sie das?

Gast schrieb:

Schauen Sie sich doch einfach mal die Kodak Geschäftsberichte der letzten zehn Jahre an.

Kodak hat in den letzten Jahrzehnten strategisch so viel falschgemacht, daß deren Geschäftsberichte kaum noch Rückschlüsse auf die Wünsche der Kunden zulassen.
Unter anderem war Kodak einer der lautesten Schreihälse, daß die Zukunft so digital und golden sei. Warum sind denn dann die Geschäftsergebnisse von Kodak so naja?

Inzwischen bringen sie mit dem Ektar 100 einen (durchaus erstklassigen) neuen Film heraus und fragen, ob die Kundschaft den vielleicht auch mal probieren möchte.

Gast schrieb:

Woher meinen Sie zu wissen was ich "brauche"?

War das nicht eher umgekehrt?

Meine Anfangssaussage lautete:
Analoge Fotografie ist preiswert und gut.
Und darauf wurde dann eingedroschen.

Wer glaubt, digitale Fotografie sei unverzichtbar, soll sie sich für viel Geld kaufen.
Mein Satz war für diejenigen gedacht, die einfach nur schöne Bilder in Händen halten wollen.

Gast schrieb: Wer mit

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. April 2009 - 12:09
Gast schrieb:

Wer mit Abzügen leben kann oder will, für den reicht ein 100 Euro-Scanner für Din A4, um aus seinen ohnehin vorhandenen Papierbildern gut brauchbare Dateien zu erstellen.

Wie, dann kommen ja nach Ihrer Logik noch Kosten für Abzüge, PC und Scanner dazu?

Gast schrieb:

Nur bekommt man analog für ganz billig viel mehr als für das gleiche Geld in digital.
Was aber am Thema fast vorbeigeht, weil bei den meisten die analogen Kameras ohnehin vorhanden sind.

Na wie ich schon schrieb, ohne Geld bekommen Sie bei analog gar nichts, keinen Film, keine Entwicklung, keine Abzüge.

Gast schrieb:

Und dieser PC allein war dann teurer als die vorher schon vorhandene, voll taugliche Analogausrüstung...
Lang lebe die "ach so billige" Digitalfotografie!

Äh... und Sie kaufen einen PC nur um Digitalbilder anzuschauen? Oder nutzen Sie vielleicht auch das Internet, Spiele, Textverarbeitung, und, und, und...?

Gast schrieb:

Die "Opis" sind aber viel zahlreicher, als die Kindergartenhandyfraktion.

Ich bitte Sie. In Ihrer Welt gibt es also nur Opis und die "Kindergartenhandyfraktion"? Auf dem Niveau lohnt es sich eigentlich nicht weiter zu unterhalten... Die letzten 10 Jahre professionelle Fotografie und die fast völlige Hinwendung zu digital auf allen Ebenen (Sport, Reportage, Mode, Werbung...) ist Ihnen scheinbar völlig entgangen.

Weder Mode noch Werbung, trotzdem schön

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. April 2009 - 14:25
Gast schrieb:

In Ihrer Welt gibt es also nur Opis und die "Kindergartenhandyfraktion"? Auf dem Niveau lohnt es sich eigentlich nicht weiter zu unterhalten... Die letzten 10 Jahre professionelle Fotografie und die fast völlige Hinwendung zu digital auf allen Ebenen (Sport, Reportage, Mode, Werbung...) ist Ihnen scheinbar völlig entgangen.

Wie ich schon vorher sagte:
Wir sind uns einig, daß wir hier nicht vom Profi reden, der einen Otto-Katalog in einer Woche "durchfotografieren" soll, gell?

Ich fotografiere weder Fußballspiele, noch Otto-Kataloge. Und mein Instinkt sagt mir, Sie tun das auch nicht.
Warum wollen Sie mir also aufschwätzen, was wir beide nicht brauchen?
Ich kaufe mir auch keinen Zahnbohrer oder Raumluftentfeuchter, nur weil die betreffenden Profis das haben.

Die Typisierung "Opi" habe ich übrigens gar nicht eingebracht.

Gast schrieb:

Wie, dann kommen ja nach Ihrer Logik noch Kosten für Abzüge, PC und Scanner dazu?

Für die par Scans mit dem Papier-Scanner tut es der alte, bezahlte PC prima. (Sofern überhaupt mal Fotodateien wirklich gebraucht werden.) Für die neueste Digitalkamera täte er es nicht. Auch bei einem neuen PC reicht zum Scannen der Abzüge eben der billigste. Man braucht dafür keine Supermaschine.

Gast schrieb:

und Sie kaufen einen PC nur um Digitalbilder anzuschauen? Oder nutzen Sie vielleicht auch das Internet, Spiele, Textverarbeitung, und, und, und...?

Statt "Spiele und, und, und..." gehe ich lieber fotografieren.
Solange die Digikids in der Wohnung an der PC-Nadel hängen, hat man ja freie Sicht auf die schönsten Plätze und Stellen.

Übrigens steht nirgendwo, daß analoge Abzüge umsonst kämen. Nur bekommt man analog die gleiche Freude viel preiswerter.

Gast schrieb:

Die letzten 10 Jahre professionelle Fotografie {...Marketingrauschen...} ist Ihnen scheinbar völlig entgangen.

Die nächsten zehn Jahre interessieren mich deutlich mehr. Sie werden viel aufregender werden, nicht bloß fotografisch.

Analophobiker?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. April 2009 - 17:46
Gast schrieb:

Film ... in der Dritten Welt...

Wo wir gerade von den Märkten der Zukunft reden:
http://www.tagesschau.de/ausland/entwicklungshilfe100-magnifier_pos-1.ht...

Bin gespannt, wie Sie denen den Stromverbrauch einer Digitalkamera schmackhaft machen. ;-)

Neue Canon

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 12:51

April - April

Ach nee :-)

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 14:40

Aber im Ernst: Nikon kann nicht so viele F6 produzieren wie derzeit verlangt werden. Die haben im 35mm SLR-Markt zur Zeit ein Monopol, liefern sie doch auch gleich die passenden Scanner dazu.

Don't think digital - think molecular, it's a stellar experience!
I'm using film because nature isn't made of squares.

Glauben wir das?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 15:17

Ich warte seit Monaten auf meinen Coolscan 9000.
Wenn Nikon auch nur einen hätte, würden sie ihn wohl auch liefern. Mit "Produktion" kann im analogen Segment also nicht viel los sein.
Und wenn die F6 schon ausgeliefert werden müßte, bevor der Druckguß ausgekühlt ist, dann hätte Canon die 1V sicherlich nicht eingestellt.

Film wird noch lange nicht untergehen. Aber von großen Stückzahlen kann man wohl derzeit nicht ausgehen. Wer probiert denn selbst noch einen Kodak Ektar 100 oder einen Rollei ATP, um zu entdecken, was heutige Objektive mit neuen Filmen Erstaunliches zuwegebringen?

Klar!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 19:50

Klar! Soll wahrscheinlich ein Super-Media-Markt-Sparpreis sein, denn ich kenne mindestens zwei Händler, die sofort liefern können - allerdings 'nur' zum Normal- und nicht zum Dumpingpreis wie die Billig-Plaste-Knipsen. Also, für 2741,76 EUR gibt es ihn sofort ohne Silverfast - VueScan ist eh um Längen besser.

Ich sprach von Nikon.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 20:21

Mein Händler hat ihn bei Nikon bestellt und die können nicht liefern. Preis egal.

Der "passende" Scanner

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 17:58

ist schweineteuer, nicht unbedingt hitverdächtig gut und dazu für längere Bildstrecken ewig lahm, auch wenn er von den meisten Scannern dieser Sorte einer der schnellsten ist.

Es ist eigentlich völlig unverständlich, dass Nikon die Sache nicht einfach umdreht und statt Digitalkameras auch mal Scanner mit dem ohnehin schon vorhandenen FX-Sensor anbietet. Schön handlich in ein kleines Gehäuse verpackt, mit ordentlich Pixel und einer Scansoftware, die den Namen auch verdient, anstatt dem umstandskramerigen Herumgemache mit Silverfast. Mehrfachbelichtungen in Bruchteilssekundenschnelle auf Knopfdruck eingelesen, inkl. Infrarotscan für Schmutzpartikel und -entfernung, zack, nächstes Bild. Dann rückt der Film wieder in die vordere Reihe. Versprochen!

Sowas wie die oben beschriebene Kamera, auch wenns ein Aprilscherz ist, braucht in Wirklichkeit kein Mensch. Noch nicht mal im Traumland.

Wenn's paßt, ist es auch nicht recht.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 19:16

Der FX-Sensor ist "geringfügig" teurer als die im Coolscan eingebaute Sensorzeile. Wenn Ihnen schon der Coolscan zu teuer ist, wieviel darf denn dann der FX-Scanner kosten?

Das Gleiche,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 19:55

nur bringen muss ers. Und der Coolscan ist schlicht Alteisen aus einer anderen Zeit.

Preisfrage

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 20:17
Gast schrieb:

Das Gleiche, nur bringen muss ers.

Er hat's nicht kapiert.

Gast schrieb: Aber im

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. April 2009 - 00:17
Gast schrieb:

Aber im Ernst: Nikon kann nicht so viele F6 produzieren wie derzeit verlangt werden.

Woher haben Sie denn nun den Käse?

Hier, überall lieferbar: http://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/294423_-f6-nikon.htm...

Das Datum und die Uhrzeit

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. April 2009 - 21:04

Das Datum und die Uhrzeit lassen eindeutig auf einen Aprilscherz schließen.
Ist schon fantastisch wie bisher die Kommentare dazu ins Kraut geschossen sind.

Mit aprilfrischen Gruss

April April!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. April 2009 - 00:39

Hahaha!

Olga