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Hut ab vor Leica!
Allgemein herrscht die Meinung vor, dass Leica ein unbeweglicher Altherrenverein im verschlafenen Solms ist, der nie und nimmer rechtzeitig in die Pötte kommt und so überholte wie überteuerte Produkte an betuchte fotografische Nichtskönner verkauft, die sich mit dem Roten Punkt vermeintliche fotografische Kompetenz einkaufen. Blanker Unsinn!
Das alles mag ja zu Teilen sogar stimmen, es stimmt aber auch, dass unter den Besten immer auch Fotografen sind, die mit Leica fotografieren und dass, wer höchste technische Bildqualität verlangt, bei Leica ohne den Hauch eines Zweifels hervorragend aufgehoben ist. Allerdings sind das zunehmend weniger, weil immer mehr digital fotografieren.
Das Vorurteil aber, Leica habe die digitale Entwicklung verschlafen, wie es nicht nur der hr in "Die Leica" La Grande Dame muss dazulernen immer mal wieder formuliert, ist so alt wie falsch.
Anlass für diese Überlegungen war übrigens die Anfrage anlässlich einer Seminararbeit zum Thema Trägheit in Organisationen/Unternehmen - und just Leica war als Beispiel ausersehen: Hierfür habe ich mir die Unternehmung Leica ausgesucht, da ich der Ansicht bin, dass der verspätete Einstieg in die Welt der Digitalkameras zum größten Teil an der herrschenden Trägheit im Unternehmen selbst begründet ist und hierdurch zu großen Umsatzeinbußen der Firma führte.
Interessantes Thema. Aber: Falsche Firmenwahl, falscher Ansatz.
Gerade der Bereich der Digitalfotografie ist in den letzten Jahren durch den sehr schnellen und immensen Wandel der Technologien und (Verdienst-)Möglichkeiten gekennzeichnet - das hat letztlich selbst potente Unternehmen wie Kyocera, Konica Minolta oder kürzlich Mamiya mit vorhandenem Know-How und Kapital bewogen, sich aus dem Bereich zu verabschieden bzw. die Sparten stillzulegen oder zu verkaufen.
Was Leica angeht: Hier wurden sicherlich Fehler gemacht, aber was hätten sie denn im digitalen Bereich grundsätzlich anders machen sollen? Ein Problem ist, dass keine Firma in Deutschland über das Know-How und das Kapital verfügt, Digitalkameras alleine zu bauen. Sie sind alle mindestens auf die Bildsensoren aus Japan, Korea oder Taiwan angewiesen.
Zunächst waren die Bildsensoren (samt der zugehörigen kamerainternen Bildverarbeitungstechnologien) einfach zu schlecht für den Leica-Anspruch. Eine Leica mit farbstichigen 640x480 Pixeln?
Leica musste das Problem also gewissermaßen aussitzen (bis vernünftige Technik verfügbar war). Zugestanden sei, dass sie ein wenig lange gesessen haben...
Doch jetzt hat Leica ein Digitalrückteil für die R-Modelle, die M digital ist für den Herbst avisiert.
Weiter hat Leica mit Panasonic einen sehr fähigen Partner gefunden (Objektiv-Know-How nach Japan, Digitalkameras zu Leica), und beide springen jetzt zusammen auf FourThirds auf - hier sieht Leica gar ein drittes Leica-System im Entstehen begriffen.
Alles Dinge, die Leica gut tun (werden).
Das Digitalrückteil zur R hätte sicher ein Jahr früher kommen können, statt sich zu verspäten; und man kann sich auch fragen, ob nicht eine digitale M besser gewesen wäre - doch letztere Frage hat schon mit interner Firmenpolitik, nicht aber mit Trägheit zu tun.
Leica ist eine der wenigen Firmen aus der einst großmächtigen deutschen Fotoindustrie, die tatsächlich noch eigene Produkte entwickeln und herstellen. Und es ist die einzige deutsche Firma, die eigenständige Kameras mit Digitaltechnik anbieten kann.
Bedenkt man, dass Firmen wie Rollei, Voigtländer, Exakta, Contax, Agfa ... einst praktisch den Weltmarkt beherrscht haben und heute nicht mehr existent sind bzw. teilweise als Markenname für Taiwan-Geräte benutzt werden, dann ist das eine sehr, sehr respektable Leistung (überhaupt noch zu existieren).
Zwar gibt es Digitalkameras schon seit etlichen Jahren - aber:
1. brauchte Leica einen Partner mit Sensortechnologien, und der musste
2. gute Technologie liefern (können und wollen).
Mindestens Punkt 2 war lange nicht gegeben.
In den Anfangstagen der Digitalfotografie hätte Leica nur Bildsensoren zweiter Wahl bekommen (die besten behielten die Hersteller für sich) - und das in Zeiten, da auch die Sensoren erster Wahl drittklassig waren. Nennenswert Geld wurde zuerst mit Digitalkameras verdient, die a) qualitativ schlecht waren, bei denen es b) ziemlich egal war, welcher Markenname darauf stand und die c) im Vierteljahresrhythmus ausgewechselt wurden.
Das sind schlechte Zeiten für einen Anbieter, der auf Markenbewusstsein, Qualität und Langlebigkeit setzt.
Jetzt, wo die Bildsensoren so gut geworden sind, dass auch die Qualität der Objektive eine zunehmende Rolle spielt, hat Leica sowohl eigene Produkte als auch mit Panasonic einen sehr respektablen Kooperationspartner und kann wieder mit seinen Pfunden wuchern.
Zusammenfassend: Leica gilt zwar gemeinhin als träge und Altherrenverein, aber wenn man sich die Entwicklung der letzten Jahrzehnte ansieht, dann hat es diese Firma von der gesamten deutschen Kameraindustrie mit Abstand am Besten gemacht.
Und steht heute, da nach den vielen deutschen auch etliche japanische Fotofirmen lieber das Handtuch werfen, gar nicht mal so schlecht da, was die Zukunft angeht.
Respekt.
Und Ihnen ein schönes Wochenende
(thoMas)
Zum Thema:
- Leica: Kodak-Pleite tangiert uns nicht
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- Leica Digital-Modul-R für Mitte Juni avisiert
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- Das dritte Leica-System: Four-Thirds-Kamera in der Entwicklung (aktualisiert)
- Leica Digital-Modul-R verspätet sich
- Leica: Digital-Modul-R ist ausverkauft; digitale R könnte (später) kommen
- Leica liebt das L-Camera Forum (wieder)





Strategie?
Das Leica-Problem hat mehr als eine Ursache, und was die Vorwürfe des Trend-Verschlafens angeht, gilt sicher: wo Rauch ist, ist auch Feuer.
Der Anfang allen Übels war m. E. das hohe Ross M, auf dem man zu lange gesessen ist.
Als man den M-Gaul fast zu Tode geritten hatte und runtergefallen war, wurde er nicht gesundgepflegt, sondern auf das falsche R-satzpferd gesetzt.
Für die Entwicklung echter AF-Rennpferde fehlt zum Schluss das Geld.
Stattdessen verlegten sich diverse Geschäftsleitungen im Laufe der Jahrzehnte darauf, jeweils eine neue Kompakt-Sau durchs Dorf zu jagen.
Ob das, was die aktuelle Geschäftsleitung jetzt macht eine Erfolgsstrategie ist, muss sich erst noch zeigen. Eine ganze Reihe von Leica-Händlern ist da anderer Meinung.
Eines ist auf jeden Fall klar: wenn die geplante Digital-Infusion dem Erfolgsgaul M nicht wieder recht bald in die Hufe hilft, kommt der Abdecker.
Always online
Reiner Kommerz
Leica best ?
Also, von allen deutschen Firmen der Photoindustrie fällt mir mal vorrangig Zeiss als Winner ein - und zu Leica vor allem bemerkenswerte Stehaufmännchen-Qualitäten.
Beim Kotau
berührt man mehrmals mit der Stirne den Boden; von mehrmals mit der Hirnplatte aufschlagen war und sollte nie die Rede sein. Und wieder mal ist bewiesen, dass der Einäugige unter den Blinden König ist, auch wenn der Einäugige bereits längst am (Überlebens-)Tropf hängt. So long, BB
Leica geht mit der Zeit -
sehr richtig, und WIE man mit der 'modernen' Zeit geht.
Für einen Anbiter hochwertigster optischer Systeme ist es schon eine bemerkenswerte Hinwendung an den Zeitgeschmack und das Massenpublkum
ein 12fach-Zomm, in KB-f: 36 - 432 mm, auf dem der Name Leica steht. In den optischen Leistungen ist dies genau das Gegenteil von dem, was Objektive von Leica bisher auszeichneten. Allzuviele konstruktive Kompromisse werden hingenommen, die Abbildungsleistung orientieren sich nicht mehr am Standard der maximal möglichen Qualität, nur um im Mengenmarkt mit dem Namen Leica sein Geld verdienen zu können. Andererseits, wer andereres denn Leica hätte eine solches konstruktives Ungeheuer mit diesen Leistungen für Sensoren im Winz-Format rechnen können? (Zugegeben, das ist noch Schneider-Kreuznach.)
Dass die Tür hin zum digitalen Markt offen sein muss, nun gut, und für mich nachvollziehbar. Aber ob man das Beste daraus gemacht hat? - Reine Spekutaltion.
Die Zukunft wird's weisen.
Schönes WOE.
Hut ab...
...vor solcher Unverfrorenheit.Hier ist der Wunsch der Vater des Gedankens.
Leica hat nach ihrer M Reihe so ziemlich jede Entwicklung verpennt.
.
"Ein Problem ist, dass keine Firma in Deutschland über das Know-How und das Kapital verfügt, Digitalkameras alleine zu bauen. Sie sind alle mindestens auf die Bildsensoren aus Japan, Korea oder Taiwan angewiesen."
Dies ist kein Problem, sondern ein krasser, durch verpennen hervorgerufener, Fehler.
Aber wir können ja auch weiterhin unsere Chipfabriken in Dresden feiern und uns darauf ausruhen.
"Nicht die Großen werden die Kleinen fressen, sondern die Schnellen die Langsamen." (Heinz Peter Halek)
Hut ab...
...vor den unternehmerischen „Glanzleistungen“ der Leica Camera AG. Von 1996 bis 2005 wurde so viel Grundkapital vernichtet, daß die Insolvenz unmittelbar bevorstand. Statt AF und Bildstabilisator bei M und R immer neue Sondermodelle für Sammler mit immer wieder aufgewärmter Uraltechnologie.
Was Leica nicht begreifen wollte...
...und z.T. immer noch nicht begriffen hat ist, dass das Verkaufsargument "deutsche Wertarbeit" nicht mehr zieht.
Leica hat den Wandel verpennt, aber weniger den von der analogen Fotografie zur digitalen Fotografie als allgemein den von der mechanischen Feinarbeit zur Unterhaltungselektronik. Man mag den Trend gut finden oder nicht, aber wir leben nun mal in einer Zeit, wo man seine Anschaffungen nicht mehr ein Leben lang hält bzw. behalten will und wo die technische Entwicklung so schnell vorangeht, dass das Erworbene nach spätestens 3 bis 5 Jahren hoffnungslos veraltet ist.
Die deutschen Automobilhersteller haben sich schon ihrerzeit zu sehr auf die "deutsche Wertarbeit" verlassen und haben in ihrer masslosen Überheblichkeit bzw. Arroganz nicht mal bemerkt, dass die Japaner, Koreaner und Asiaten allgemein den Markt Stück für Stück erobert haben. Und als sie endlich bemerkt haben, dass die Asiaten kein zu unterschätzender Gegner sind, war es fast schon zu spät. Nur mit viel Mühe (und auch ein bisschen Glück) haben die noch die Kurve gekriegt. Aber auch heute noch tendieren sie dazu, neue Trends bzw. Entwicklungen zu unterschätzen – ich sage da nur "Russpartikelfilter" oder "Hybridtechnologie"...
Ähnlich ergeht es derzeit den Möbelhändlern. Zu lange hat man sich eingeredet, dass Ikea nur eine Modeerscheinung ist und dass die Leute sich irgendwann mal wieder masslos überteuerte Möbel nur deswegen wieder kaufen würden, weil sie in Deutschland/Europa hergestellt werden, bereits fertig zusammengebaut sind und ein Leben lang halten. Dass die Leute aber heutzutage nicht mehr unbedingt 50 Jahre lang mit denselben Möbeln wohnen wollen und Möbelstile nach 3-5 Jahren komplett aus der Mode sind, haben sie nicht kapieren wollen.
Dass Leica sich überhaupt so lange halten konnte, verdankt sie nur 2 sehr spezifischen Kundenkreisen: den Nostalgikern und den Protzern. Leute, die sich noch von rein mechanischen Geräten faszinieren lassen und/oder Leica kaufen, weil es den Ruf hat, edel und teuer zu sein. Von einer ähnlichen Kundschaft lebt übrigens auch in einer ganz anderen Branche ein anderes "Traditionsunternehmen": nämlich Harley Davidson!
Dummerweise für Leica und Harley werden solche Kunden immer weniger. Leica und Harley haben sich zu lange am falschen Ast festgehalten und müssen nun zusehen, wie er unter ihnen abbricht. Wer überleben will, muss mit seiner Zeit gehen; wer das nicht einsehen will, dem droht dasselbe Schicksal wie ehemals die Kutschenbauer...
...
> "...deutschen Automobilhersteller..."
> "...ergeht es derzeit den Möbelhändlern..."
Man kann da noch weiteres aufzählen:
- Textilindustrie
- HiFi Branche
- Fotoindustrie in den 60'-70'
- Haushaltsgerätehersteller
- Baugruppenhersteller für Fahrräder
- Computerbranche
- ...
Aber wir sollen ja nicht Jammern, Schönreden ist angesagt um dem Wirtschaftsstandort Deutschland zu helfen.
10 Kommentare
...in kürzester Zeit. WoW!
Das kann nur Hassliebe sein!
Schon bemerkenswert wie sich hier Einige Zeitgeister und Trendsetter als Allwissend aufspielen, nur weil ein Kamerahersteller nicht schon vor 3 Jahren massenweise Digitalschrott auf den Markt geworfen hat.
Wo liegt hier das Versäumniss?
Ach ja die gute M.
Kann es sein das so mancher hier gar nicht mehr weis was eine Zeit-Blendekombination ist?
Vor 3 Jahren ...
... gab' mitnichten der "Digitalschrott" (den Leica übrigens u.a. tatsächlich auch auf den Markt geworfen hat) den Ton an, sondern z.B. eine Canon EOS 1Ds, die auch heute (noch) state of the art ist.
Vor 3 Jahren hat man bei Leica noch verkündet (oder die Geister beschworen?), daß es sich bei Digital nur um eine vorübergehende Modeerscheinung handeln würde ...
Berechtigte Kritik ist kein Jammern!
Gemäss einem Gastzitat an anderer Stelle produziert keiner ungestraft an den Notwendigkeiten und Wünschen der Kunden vorbei. Wird es dennoch getan, kommen unbarmherzig dafür die Quittungen, die sich in diesem Lande ja auch schon stapeln.
Neue Beweise: J.D. Power ist mit der neuen Qualitätsstudie an die Öffentlichkeit getreten. Ein Desaster für die deutsche Autoindustrie.
Positiv zunächst, dass PORSCHE dieses Jahr den ersten Platz belegte - mit 91 Problemen pro 100 Fahrzeugen. In der Tat: bei kaum einem anderen deutschen Unternehmen finden Produkt und Unternehmen so gut zueinander. Hoffentlich bleibt der Schuster bei seinen Leisten und lässt sich nicht auf einen Feuerstuhl bei VW setzen. Ein guter Wirtschaftsminister muss nicht zwangsläufig ein guter Bundeskanzler sein (hatten wir auch schon: Ludwig Erhard). LEICA sollte mal bei PORSCHE in die Lehre gehen.
Leider stellt PORSCHE keine Brot und Butter-Autos her. Die nächsten Plätze belegen dann LEXUS (93), HYNDAI (102) und TOYOTA (106), bei denen der verbleibende Rest der deutschen Autoindustrie in die Lehre gehen sollte.
Denn diese liegen alle unter dem Industriedurchschnitt von 124 Problemen pro 100 Fahrzeuge.
AUDI, Hersteller von fahrbaren Kondomen (130) = Platz 18 von 37 Plätzen insgesamt; MERCEDES BENZ - die gerade ihre SMART-Reihe einstampfen und u.a. dafür eine Riesenentschädigung an Mitsubishi zahlen müssen; das einzige überlebende Modell hat grauenhafte Federungen, eine nicht zumutbare Automatik, unmögliche Farben und ist sündhaft teuer; die V-Klasse zum in die Tonne treten; hochnäsig ohne Ende - dafür gibt's Platz 25 (139). BMW ist noch ein Stück tiefer und landet mit den Bayerischen Mist Wagen auf Platz 27 (142) und der Yuppie-Büchse MINI (ist bei Ihnen das Getriebe auch auf der Strecke geblieben?) steht separat auf Platz 30 (150).
Und mit sage und schreibe 171 Problemen pro 100 Fahrzeugen steht VOLKSWAGEN auf dem drittletzten, 35. Platz. Kein Wunder, wenn sich Mitarbeiter über tags darauf konzentrieren, einer unfähigen Regierung HARTZ anzudrehen, über Nacht sich auf Firmenkosten in Bordells herum treiben und dem Volk zu sündhaft teueren Preisen mängelbehaftete Autos offerieren.
Und das Konsumentenvolk macht es richtig: Lasst den Schrott weiterhin bei den deutschen Herstellern / Händlern verrotten. Sparen Sie das Geld, denn Sie wissen alle nicht, ob Sie morgen arbeitslos sind (Sachs Motorradwerke musste gerade das Handtuch werfen). Keine Konten mehr bei der Dresdner Bank, keine Versicherung mehr von der Allianz. Keine Foto- und Bürogeräte mehr von MINOLTA. Keine aufgewärmten DSLR-Kameras von welchem Hersteller auch immer.
Ansonsten kann man vielen Vorrednern in diesem Sinne nur zustimmen. Hart bleiben. So long, BB
Beim Kotau
:-)))) (thoMas)
Kotau
Das ist tatsächlich lachhaft.Sich vor Leica (verbal) niederknien.
Lieber BB,
Zuverlässigkeitsstatistiken sind wie alle Statistiken eben Statistiken - Mängel an Fahrzeugen können durch die geringere Toleranzgrenze der jeweiligen Käuferschicht hervogerufen werden (Ein Hyundaifahrer stört sich z.B. möglicherweise nicht an einer abgefallenen Zierleiste) oder auch am Pannenmanagement (Siehe Toyota, MB, etc.) Heute kocht ein jeder Hersteller mit Wasser - Punkt.
Der Entwickler, der mit der Automobilbranche nichts zu tun hat...
Der photoscala-Anbiederungstext ist eher
zum Heulen als zum Lachen. Aber wer über sich selbst öffentlich herzhaft lachen kann, ist zumindest besser dran als der, der alles in sich reinfrisst.
Nun zu den Toleranzgrenzen, die nach schalkschem Entwickler die Zufriedenheitsstatistiken verwässern sollen (von hunderten Beispielen nur eins mit Rücksicht auf unsere geistig behinderten Freunde, die nur für fünf Sätze aufnahmefähiges Hirn haben):
Eigentümer eines Daimler-Chrysler Mercedes-Benz der M-Klasse benötigen tatsächlich eine extrem höhere Toleranzgrenze als zum Beispiel Kia Sorento - Eigentümer. Der M steht viel zu oft in der überteuerten Werkstatt, es klappert hier, es klappert dort und wo etwas runterfällt kann man nie so genau sagen. Inzwischen gibt es schon eine Schar von M-Fahrern, die schnellstens zu Kia Sorento-Fahrern und glücklich wurden. Und dann der Preisunterschied: für den der M nicht besser und der Sorento nicht schlechter ist. Aber die Differenz ist tauglich, dass für Zusatzanschaffungen ne Menge übrig bleibt, wenn man auf kia setzt. M-Fahrer sind bemitleidenswerte Wesen in jeder Beziehung.
Toyota/Lexus schickt sich gerade an, die Poleposition in Sachen Automobilbau zu übernehmen. Bei GM gehen dafür mal zunächst 35.000 Mann, bei Volkswagen ist der Exodus vorprogrammiert und beginnt mit 1.000 goldenen Handschlägen.
DEUTSCHE WERTARBEIT, mal Markenzeichen für die selbe, hat sich genau ins Gegenteil verdreht und ist heute als ABSOLUTE WARNUNG zu verstehen. Also, lieber Entwickler, ich hoffe doch sehr, Sie fahren keinen M oder SMART und haben dann noch eine LEICA neben sich liegen. Das würde mir dann schon die Tränen in die Augen treiben.
Teilen Sie doch mal bei Gelegenheit mit, was Sie so entwickeln. Vielleicht eröffnet das mal positive Zukunftsperspektiven. So long, BB
Zeit-Blendekombination
Ahjadoch!
In meinem Keller stapeln sich massenweise Diastreifen, die auf Digitalisierung warten. Und eine Mamiya 645, eine Nikon, eine Konika Hexar usw. Immer mal wieder dazu gekauft, um besser unterwegs Fotos zu schießen. War nie wirklich ideal, aber eben verfügbar. Immer die Warterei auf die fertigen Ergenisse. Teuer in der Endumsetzung. Unhandlich. Und die Qualität in der Größe hängt letztlich auch vom Format ab. Jetzt habe ich endlich einen Scanner gefunden, der für brauchbares Geld die Dias final in ein digitales Format umsetzt.
Das analoge Format stirbt aus, das zeigen schon die Vergleichstests der letzten Zeit. Schon allein deshalb, weil der Film einfach auf Dauer das unterlegene Medium ist (Korn, Auflösungsvermögen).
Ich habe mir vor einem Jahr "probehalber" eine kleine Canon A80 zugelegt. Das Ding knipst wirklich lockere Bilder, ist handlich und kann selbst in schwierigen Umständen eingesetzt werden. Unter anderem im absoluten Nahbereich. Zumindest für den "Hausgebrauch" und für Formate bis A4. Der Rest wird am Computer erledigt. Viel Raum für kreative Möglichkeiten. Eben die neue digitale Schiene. Zeit-Blendekombination? Was ist das denn?
Jetzt warte ich auf einen bezahlbaren, rauschfreien Sensor (kann nur oberhalb von DX funktionieren), mit gut zu handlenden Body und einem Objektiv, das in einer guten Auflösung vom WW-Bereich bis leichtes Tele arbeitet. Für die Bilder jenseits der A2-Grenze.
Mein persönlicher Favorit: Foveon X3 (Livesensor) der nächsten Generation, eingebaut in einen Body mit hochauflösenden EVT/ausschwenkbarem Viewer, ohne Prismensucher/Schwingspiegel (wozu diesen unhandlichen Unfug weiter durchziehen?), für alle denkbaren fotografischen Situationen und Wechseloptik, dafür vielleicht mit Tiefpassfilter und am liebsten mit einem Design von Leica/Zeiss, statt "fliegende-Untertassen-Design" ala Japan.
Man darf sich doch noch was wünschen oder?
Schöne Grüße aus dem sonnigen München!
@BB:
Gibts zu JDPower einen Link? Und ist da der neue Passat schon enthalten?
Wenn nämlich mein neuer Passat der Normalfall ist, dann dürfte VW bei der nächsten Auswertung eher noch mehr Fehler pro 100 Autos bekommen.
;)
Ich hatte auch schon eine Hyundai und bin über die 100tkm nicht hinausgekommen. Zum Glück und wider der Regel, dass unkomplizierte Autos weniger Defekte haben, konnte an diesem Auto wenigstens bis zum totalen Exodus alles selbst repariert werden... Grundsätzlich ist an der Statistik sicher was dran, nur sind die Asiaten auch sehr gut darin Statistiken und Erhebungen zu beeinflussen: Ein gutes Beispiel das zwar nicht 100%ig passt ist die Kosten-Nutzen-Rechnung bei Hybridfahrzeugen - Der größte Schildbürgerstreich in der Geschichte der Physik macht in den Verbrauchserhebungen der Hersteller eine tolle Figur.
Die Kriterien für eine solche Studie sind unendlich komplexer als es scheint - Wenn alle deutschen Marken nur Brot und Butter Autos (à la Avensis) im Angebot hätten sähe die Statistik momentan schon anders aus - sobald die Japaner auch dem ganzen Multimediawitz, der auf elektromechnischen Bremsen unterwegs ist (MB E,S,..), genüge tun, dann
werden die Zahlen vielleicht anders aussehen. Nebenbei zweifle ich nicht daran, dass MB ein Qualitätsproblem hat...Aber es gibt auch noch andere.
Punktum, je komplexer, desto minderwertiger, deshalb gibts für mich nur untere Mittelklasse eines nicht besonders prestigeträchtigen deutschpolnischen Herstellers.
@BB
Mit was ich mir den Tag vertreibe, wenn ich nicht gerade hier mit Ihnen sreite und polemisiere: Ich arbeite am "HF-Backend" von Signalgeneratoren, damit die Koreaner auch weiterhin endgeprüfte ICs in ihre Multimediamistdinger verbauen können.
Der Entwickler
J.D.Power
www.jdpower.com
John Tews, Director, Media Relations, Troy, Mich. (248)312-4119, john.tews@jdpa.com
Die Einzelbewertungen wird es sicher in naher Zukunft wieder in Sonderveröffentlichungen (z.B. über Toyota) zu erhalten sein.
Ihr PASSAT ist mit Sicherheit der gegenwärtige Normalfall. Beim High-End-Passat PHAETON finden - im Gegensatz zu Porsche - Produkt und Konsumenten keineswegs zusammen. Wenn's so weitergeht, steht VW nächstes Jahr auf dem letzten Platz (der im Moment von LAND ROVER eingenommen wird; aber schon die alten Bayern hatten einen Bauernspruch: Gott schütze und vor Sturm und Wind - und Autos die aus England sind!). Und das nächste Mal nicht wieder treu-deutsch zum VW-Händler: Kaufen Sie sich mal was Solides, einen Honda Accord Tourer beispielsweise. Da geht die Kombi-Post ab! ... So long, BB
Hut ab vor Leica
Eigentlich ist ein solcher Beitrag, der den schalen Beigeschmack von Firmen-PR hat, nicht Stil Ihrer ansonsten sehr interessanten Seite. Die Fehler von Leica darin schönreden zu wollen, geht an den Tatsachen vorbei. Seit langem war der Siegeszug der Digitalfotografie voraussehbar und eine kluge Geschäftsführung hätte sich rechtzeitig darauf einzustellen gehabt, anstatt wie bei Leica noch vor zwei Jahren mit Buttons auf der Photokina herumzulaufen, auf denen man sich stolz als Dinosaurier der Analogfotografie bezeichnete. Was mit denen geschah, weiß jeder.
Leica kann doch nicht ernsthaft glauben, dass die Sammler mit ihren x-ten Kameras im Kroko- und Nashornleder-Gewand den Laden am Laufen halten. Und auch die großen Fotojournalisten haben die Leica M fast nur noch im Schrank stehen und benutzen stattdessen in der täglichen Arbeit Canon-Kameras. Denn viel zu oft müssen selbst Leica-M-Kameras in die Reparatur, dass Image der stabilen und unverwüstlichen M-Kamera stimmt längst nicht mehr.
Natürlich kann Leica auf dem Digital-Markt ohne großen Kooperationspartner wie Panasonic nichts bewegen. Aber statt etwas wirklich Zukunftsweisendes auf die Beine zu stellen, kam Leica immer mit Produkten, die ihrer Zeit und dem technischen Stand hinterher hechelten. Man kann nur hoffen, dass mit der neuen digitalen M und einem Four-Third-Produkt zukünftig etwas Zeitgemäßes gelingt.
21 Kommentare
Es ist Hassliebe!
Verdammt schwer
Verdammt schwer, heutzutage noch was positives über Leica auszugraben. Verdient zumindest den Grimme- Preis.
Die Wirtschaft ist ein Kreisl
Die Wirtschaft ist ein Kreislauf. Den nächsten Trend verpennt dann CANON aus Ignoranz, etc. und geht den Bach runter. Also abwarten Tee trinken und sich überraschen lassen ;-)
Leica
Viele Quatschköpfe sind unterwegs und reden ebenso viel Mist.
Die Leica ist und bleibt für eine anspruchsvolle Menschengruppe immer noch das Beste was es auf dem Kameramarkt gibt. Die Menschen, die Leica mies machen wollen, hatten nie das Glück eine M Leica in die Hand zu nehmen und das Auslösegeräusch zu hören oder auch nicht. Das Meiste was heute auf dem Markt kommt ist doch nach einem Jahr nicht mehr zu verwenden. Auch wenn es Billig ist. Mein Vater sagte einmal und dies bleibt im Gedächtnis, wir sind nicht so reich, um uns Billiges Zeug zu erlauben. Dies können nur sehr reiche Leute oder kurzsichtige Dummköpfe Die neue M8 wird sicher wieder erstrebenswert sein. Ich freue mich schon darauf. Sicher bin ich nicht allein.