Ich habe die Fotografie entdeckt. Jetzt kann ich mich umbringen. Ich kann nichts mehr lernen.

— Pablo Picasso

BENUTZERANMELDUNG

Hasselblad gibt Analogkameras auf

Foto 503CW mit Planar 2,8/80 mmWie Hasselblad mitteilt, ist die letzte 503CW vom Band gelaufen. Der berühmte Hasselblad-Würfel ist damit nach rund 65 Jahren Geschichte. Lieferung von Gehäusen und Zubehör, solange der Vorrat reicht:

 
 
 
 

Foto 1600F mit Ektar 2,8/80 mm

1600F mit Ektar 2,8/80 mm
Foto: Eugene Ilchenko

Mit der 503CW stellt Hasselblad die Produktion der letzten Analogkamera des Hauses ein. Die Kamera fußt im Wesentlichen auf dem berühmten Hasselblad-Würfel, der 1948 von Victor Hasselblad in Form der 1600 F vorgestellt wurde; damals mit Schlitzverschluss 1/1600 s. Das erste Modell der 500er Reihe wurde 1957 vorgestellt: Die 500C folgte der Grundkonstruktion der 1600 F – wechselbare Objektive, Magazine und Sucher –, setzte aber auf Zentralverschlussobjektive (500C = 1/500 s schnellste Verschlusszeit, Compur-Zentralverschluss in C-Objektiven) und wurde mit leichten Modifikationen bis 2013 produziert. So kamen im Laufe der Jahre benutzerwechselbare Mattscheiben (500C/M; 1970), TTL-Blitzlichtmessung (503CX, 1988) und Winder-Anschlussmöglichkeit (503CXi, 1994) hinzu. Die ab 1996 bis heute produzierte 503CW hat zudem ein „Gliding Mirror System“ mit größerem Spiegel, mit dem keine Sucherbild-Vignettierung bei Brennweiten länger als 150 mm auftritt.
 

Foto 503CW mit Planar 2,8/80 mm

503CW mit Planar 2,8/80 mm
Foto: Hasselblad A/S

 
Die Pressemitteilung der Hasselblad A/S:

Kopenhagen, 29. April 2013

Einstellung der Produktion des V Systems von Hasselblad

Hasselblad stellt ab sofort die Produktion der 503CW ein – der letzten V System-Kamera im Sortiment des Unternehmens.

Die Entscheidung beendet die über ein halbes Jahrhundert währende Entwicklung der traditionsreichen Kameraserie.

Dr. Larry Hansen, Vorsitzender und CEO bei Hasselblad hierzu: „Alles hat seine Zeit. Das altgediente Modell 503CW stellte zusammen mit einem umfangreichen V System-Sortiment an Wechselobjektiven und Zubehör 17 Jahre lang die Kamera der Wahl für anspruchsvolle Profis und ambitionierte Amateurfotografen dar.

Allerdings haben wir in den letzten fünf Jahren einen erheblichen Rückgang bei der Nachfrage für diese Kamera erlebt, so dass für uns nunmehr der Zeitpunkt gekommen ist, das V System der Vergangenheit zu überlassen – wenn auch nur ungern. Dabei möchten wir allen treuen Anhängern und Kunden sowohl für ihre Loyalität als auch für ihre Begeisterung in Bezug auf unser legendäres Hasselblad V System danken.“

Er fügte hinzu: „Jetzt richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf die Bilderfassung mit Mittelformaten und somit auf unser H System – das weltweit fortschrittlichste Kamerasystem. Die Kameras der jüngsten Generation repräsentieren eine beispiellose Mittelformat-Bilderfassungstechnik und sind bestens positioniert, den unangefochtenen Ruf des Unternehmens als Anbieter höchster Bildqualität und Wertarbeit zu sichern und zu untermauern. Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf neue Produkte für fortgeschrittene Fotografiebegeisterte.“

Hasselblad hat bestätigt, dass die letzte 503CW vom Band gelaufen ist, aber das Unternehmen wird weiterhin Zubehör für das V System liefern, solange der Vorrat reicht. Auch der Support für das V System wird weiter über die bekannten Kanäle zur Verfügung stehen.
 

(thoMas)
 

Oldtimer fahren

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 09:05

ist was besonderes. Es bereitet Freude weil nostalgische Gefühle wach werden aber keiner möchte damit täglich zur Arbeit fahren müssen.

Ähnlich ist es mit dem Hasselblad V System. Wenn man sie in der Hand hat erinnert sie den Benutzer an viele schöne Augenblicke. Sie wird zur Zeitmaschine. Diese Funktion wird sie noch lange erfüllen. Technisch ist ihre Zeit schon lange vorbei, selbst wenn man das Digitale Rückteil angeschlossen hat. Das geht heute alles viel einfacher, besser, schneller und viel bequemer.

Sie wird ihren Platz in den Sammler Vitrinen finden.

Digitale Dokumente

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Dienstag, 30. April 2013 - 12:00
Gast schrieb:

Technisch ist ihre Zeit schon lange vorbei, selbst wenn man das Digitale Rückteil angeschlossen hat. Das geht heute alles viel einfacher, besser, schneller und viel bequemer.

Hahaha. Ja klar. Technisch ist heute die Zeit des manipulierten Bildes.

Nur

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 12:04

weil man was machen kann, muss man es nicht machen. Und manipuliert wurde immer: Nur halt nicht so perfekt und skrupellos.

Gast schrieb: weil man was

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Dienstag, 30. April 2013 - 15:53
Gast schrieb:

weil man was machen kann, muss man es nicht machen.

Vorbild Kodak: Erst analoge Technik aufgeben, dann ganz aufgeben.

Kodak

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 16:12

wurde von vertrottelten CEOs ins Abseits geführt. Die haben das digitale Rüstzeug gleich mit dem Verstand entsorgt. Ein Brain-Speedtrain quasi. 8-)

Gast schrieb: wurde von

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Donnerstag, 02. Mai 2013 - 20:22
Gast schrieb:

wurde von vertrottelten CEOs ins Abseits geführt. Die haben das digitale Rüstzeug gleich mit dem Verstand entsorgt. Ein Brain-Speedtrain quasi. 8-)

Fortschritt ist per Definition, was glücklich macht. Die Digitaltechnik hat viele unglücklich gemacht*, ist also kein Fortschritt.

*sinkende Einkommen und weniger freie Zeit bei Fotografen - bei den Amateuren die Erkenntnis, dass die Bilder nicht besser werden

Du hast Recht

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. Mai 2013 - 21:46

was das Einkommen und die Amateure betrifft. Fotografisch hat mich die Digitalfotografie sehr wohl beglückt. Glücklich machte sie mich erst, wenn sie eine fundamentale Weiterentwicklung erfährt ... 8-)

(was das Recht haben anbelangt: Bin mir nicht sicher, ob das die Digitalfotografie im Alleingang, oder nicht doch eher der vogelfreie Kapitalismus bewirkt hat ...)

oh mann plaubel!

Bild von jps
Eingetragen von
jps
(Hausfreund)
am Dienstag, 30. April 2013 - 12:37

das ist ja ein ganz ganz alter Hut!!

Plaubel schrieb:
Gast schrieb:

Technisch ist ihre Zeit schon lange vorbei, selbst wenn man das Digitale Rückteil angeschlossen hat. Das geht heute alles viel einfacher, besser, schneller und viel bequemer.

Hahaha. Ja klar. Technisch ist heute die Zeit des manipulierten Bildes.

wer das system nicht pflegt, der geht

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 09:15

halte es für eine schlechte Ausrede. Die Nachfrage ist zurückgegangen, weil man das System nicht ans digitale Zeitalter angepasst hat. Werbung gab es gleich Null für das V-System, geschweige denn von Neuheiten. Eine z.B. 504D wäre etwas gewesen, selbst Pentax zeigt, dass es geht. Leider wissen die Hersteller legendärer Kameras nicht mehr ihr Erbe zu schätzen und zu pflegen. Leica galt auch als abgeschrieben. Stattdessen baut man lieber Sonys um.
Tya Hasselblad, mal sehen wie lange es noch dauert, bis euer Unternehmen dahin ist.

Gast schrieb: geschweige

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 11:35
Gast schrieb:

geschweige denn von Neuheiten. Eine z.B. 504D wäre etwas gewesen

Gibt's doch ... Hasselbald Digibacks für das V-System, z.B. CFV 50

Genau SO

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 15:18
Gast schrieb:
Gast schrieb:

geschweige denn von Neuheiten. Eine z.B. 504D wäre etwas gewesen

Gibt's doch ... Hasselbald Digibacks für das V-System, z.B. CFV 50

hat auch das R-System schon Schiffbruch erlitten ...

Hm? Das Wechseln der

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Mai 2013 - 10:09

Hm? Das Wechseln der Rückteile ist beim V-System ausdrücklich vorgesehen. Warum sollte man das nicht nutzen?

Nicht alles

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Mai 2013 - 14:28
Gast schrieb:

Hm? Das Wechseln der Rückteile ist beim V-System ausdrücklich vorgesehen. Warum sollte man das nicht nutzen?

was man kann, soll man auch tun ... es liegen einfach natürliche Hürden zwischen der mechanischen Welt und einer aufgepfropften digitalen.
Eine Erfahrung, die auch den Käufern eines DMR nicht erspart blieb ... Hasselblad, andererseits, halt dazu veranlasst hat, digital andere, nicht unbedingt bessere, Wege zu beschreiten.

Die pflegen es doch...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 12:17

...mit der Lunar im Bordell-Design!

Dagegen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 22:23
Gast schrieb:

...mit der Lunar im Bordell-Design!

ist eine M, selbst nach einer missglückten Schönheits-OP beim CS, jedenfalls eine Edelhure ... 8-)

Gewinn statt Gefühle

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 14:55
Gast schrieb:

halte es für eine schlechte Ausrede. Die Nachfrage ist zurückgegangen, weil man das System nicht ans digitale Zeitalter angepasst hat. Werbung gab es gleich Null für das V-System, geschweige denn von Neuheiten. Eine z.B. 504D wäre etwas gewesen, selbst Pentax zeigt, dass es geht. Leider wissen die Hersteller legendärer Kameras nicht mehr ihr Erbe zu schätzen und zu pflegen. ....

Wenn man, im Gegensatz zu Penntax, auch noch ein H-System inkl. AF im Portfolio hat, ist es lukrativer sich auf ein System zu konzentrieren (oder umgekehrt, Penntax hat ja auch keine 67D).
Mit dem Namen "Hasselblad", der nunmal für viele "Edel"fotografen (wie z.B. Karlchen) immer noch zur Reputation gehört, ist es zudem auch einträglicher, an Altkunden statt nur eines 504D-Body gleich einen neuen Glaspark mitverkaufen zu können.

Klar geht damit mal wieder ein legendäres Symbol der Fotogeschichte auf den Müllhaufen der Geschichte, aber es ist nichts anderes als der Lauf der Zeit und in selbigem wird Hasselblad es schon schwer genug haben, mit wenigstens einem System zu überleben, wenn KB-Knipsen mit jedem Jahr besser werden und heute schon an Bildqualität locker überbieten, was einst auf 6x4,5-Film möglich war.

Da hätte

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 09:45

Leica auch die M einstellen können ... bei Hasselblad weiß man offensichtlich nichts mehr mit der Geschichte anzufangen. Schade. Vor allem auch, weil nichts Adäquates auf digitaler Basis nachfolgen dürfte. Genialität war eben den Ahnen vorbehalten. Den Heutigen geht's nur noch um den sharholder value ...

Gast schrieb: bei

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 11:39
Gast schrieb:

bei Hasselblad weiß man offensichtlich nichts mehr mit der Geschichte anzufangen. Schade.

Mehr als anbieten kann Hasselblad es nicht. Kaufen müssen die Kunden schon selbst - und die haben offenbar wenig Interesse an Neuware im V-System. Ich kenne viele Benutzer des Systems, aber die kaufen Gebrauchtgeräte.

Was anbieten?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 15:10

Sie haben in den vergangenen Jahren nichts angeboten, als eine holprige Kombi aus mechanischer Altware und adaptierter Digitaltechnik.
Und nach dem, was mir eine Hassi-Vertreterin geflüstert hat, ist ihnen der Aufwand für einen quadratischen Sensor auch nix wert ...
Weshalb's in diesem Leben wohl keine Hasselblad mehr werden wird (weil beim verfügbaren Angebot Phase One dann doch ein wenig überzeugender rüber kommt).

vertretbarer Aufwand

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 06:48

Im Marketing hat sich halt längst schon der feste Glaube durchgesetzt, dass sich die Schaumschlägerei mehr am Ordinären als am Adeligen zu orientieren hat ... 8-)

Gast schrieb: Sie haben in

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Mai 2013 - 10:14
Gast schrieb:

Sie haben in den vergangenen Jahren nichts angeboten, als eine holprige Kombi aus mechanischer Altware und adaptierter Digitaltechnik.

Naja, immerhin haben sie den Aufwand betrieben, das zu aktualisieren mit aktueller Sensortechnik. Und das parallel zum H-System.

Sie haben

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Mai 2013 - 14:36

vorhandene Sensoren in universell adaptierbare Rückteile gepackt - aber nie wirklich etwas anderes als das H-System gepusht ...

Neuware im V-System

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 16:07

war auch schon seit Jahren ein Widerspruch in sich ... 8-)

Man kann die Einstellung auch Positiv sehen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 12:32

Die Produktion der Habla wurde nicht eingestellt wegen zu geringer Nachfrage.Sie wurde eingestellt weil in den Second-Hand Läden unzählige Habla-Modelle liegen, teilweise ohne Gebrauchsspuren, und diese auch fleissig gekauft werden. Das zeigt, dass das V-System noch lange nicht tot ist und analog dazu auch Filmmaterial.
Ps. Hab mir auch eine gebrauchte CW zugelegt.
Walter

Man kann sich

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 15:14

alles schön reden.

Überangebot

Eingetragen von
Gast
am Montag, 06. Mai 2013 - 09:31

Ein Überangebot an gebrauchten Hasselblads hat es anscheinend schon gegeben, als die Digitalphotographie noch in den Kinderschuhen steckte, das ist also kein neues Problem. Als Schönreden empfinde ich diese Feststellung im übrigen nicht. Die ganzen alten Hasselblads werden natürlich unbrauchbar, sobald der letzte Anbieter seine Filmherstellung einstellt. Und für Diaphotographen kann sich der Zeitpunkt jetzt rasch nähern. Bei Kleinbildkameras gibt es ja zumindest so Resthoffnungszuckungen, dass irgendjemand mal in Kleinserie Digitalrückteile herstellt, aber bei Mittelformat kann man das aus Kostengründen wohl vergessen, zumindest was das Gros der in Amateurhand befindlichen Kameras anbelangt.

Thyl

???

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 22:50

Habla-Balla-balla...

Gast schrieb:

Die Produktion der Habla wurde nicht eingestellt wegen zu geringer Nachfrage.Sie wurde eingestellt weil in den Second-Hand Läden unzählige Habla-Modelle liegen, teilweise ohne Gebrauchsspuren, und diese auch fleissig gekauft werden. Das zeigt, dass das V-System noch lange nicht tot ist und analog dazu auch Filmmaterial.
Ps. Hab mir auch eine gebrauchte CW zugelegt.
Walter

Alter Zopf

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 15:46

Dass Hasselblad ausgerechnet jetzt und nicht schon zwei, drei Jahre nach der Einführung des H-Systems die alten Zöpfe abschneidet, könnte man als einen Hinweis auf aktuell drohende Geldnöte deuten, was mittelfristig sogar die zwangsweise Einstellung des H-Systems bedeuten könnte.
In Anbetracht der Lunar-Pläne wird HB wohl eines Tages nur noch ein Marken-Label um Etiketten von beliebigen in Asien gefertigten Produkten sein.

Ich investiere wohl künftig vorzugsweise in eine stabilere Marke.

Hasselblad V-System

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 19:17

Das manuelle 6x6 V-System lässt sich immer noch reparieren, wo die Elektronik schon längst nicht mehr hergestellt werden kann!

Fehlinvestition

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. Mai 2013 - 11:19

Stimmt, das kostet aber bei Hasselblad viel Geld!

Gast schrieb:

Das manuelle 6x6 V-System lässt sich immer noch reparieren, wo die Elektronik schon längst nicht mehr hergestellt werden kann!

Ein paar Monate später...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 18:20

"Hasselblad gibt Digitalkameras auf".

Wirklich berühren würde es mich nicht.

-O

Manchmal,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 19:07

muss auch altes platz machen, damit was neues entstehen kann. Ich verwechsele aber nicht neu mit besser.

Das wundert mich jetzt

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 20:07

Das wundert mich jetzt aber:

Zitat:

unser H System – das weltweit fortschrittlichste Kamerasystem.

Hat er nie über den Tellerrand gesehen und die PhaseOne IQ 180 gesehen? **Das** ist Fortschritt. Hasselblad hält sich nur mit Kinkerlitzchen auf.

Wie oft wurde das Unternehmen in den letzten 10 Jahren hin und her verramscht? Ist das immer noch eine Division von Fuji oder schon nicht mehr? Wenn nicht, dann dürfte es mit Hasselblad bald in den Orkus gehen.

Ich mochte die Hasselblad

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 30. April 2013 - 20:53

Ich mochte die Hasselblad eigentlich nie!

Der Rolleiflexer

Mechanische Hasselblad-Kameras: Ab in die Vitrinen!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 09:18

Verständlich, der integrierte Motor einer Rolleiflex 6008 erwies sich auch als praktischer, als die dauerdefekten Akkus einer Hasselblad 500 ELM, Mamiya hatte mit der RB67 und RZ67 das bessere Aufnahmeformat und Bronica baute die schärferen Objektive. Die neuen (digitalen) Hasselblad-Kameras sind dagegen gut, die Fuji-Objektive absolute Spitze, aber die Vollformat-Kleinbildkonkurrenz hat stark aufgeholt: Mit einer Canon EOS-1 oder Nikon D800 läuft es bestens, dazu ist die Objektivauswahl und das Zubehör deutlich umfangreicher!

Gast schrieb:

Ich mochte die Hasselblad eigentlich nie!

Der Rolleiflexer

Ach Peter...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 20:35

...was soll man dazu noch sagen? Du wirst es nie begreifen.

Korrekt müsste es heißen,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 08:17

Korrekt müsste es heißen, Hasselblad stellt die eigene Produktoon ein. Denn das verbliebene H-System ist nichts weiter als ein auf Hasselblad gelabelte Fuji. Produziert wird in Japan.

Sensorfrage

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 10:20

Das V-System ist für 6x6 ausgelegt. Es gibt keine quadratischen Sensoren, und außerdem ist es überdimensioniert, wenn man die Fläche mit Sensor füllen wollte, da zu teuer. Das kleinere H-Format passt besser zum Seitenverhältnis und der bezahlbaren Größe der verfügbaren Sensoren. Daher war ein solcher Schritt naheliegend.

Thyl

Wenn man 6x6

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 20:31

für überdimensioniert hält, darf man sich gerne auch (wieder) an 4x4 versuchen (würd' ich ohnehin auch als praxisgerechter betrachten) ...

Hmmm, the last survivor

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 21:10

Die 503CW ist ein typisch skandinavisches Produkt: Schlicht, hochwertig, firlefanzfrei. Ein Traktor. Das boten weder Rollei noch Mamiya, die sind deswegen schon lange Historie. Schade wegen der Produktionseinstellung, aber verständlich. Ein preiswertes Digiback für Hasselblad bleibt ein Traum, der Markt wäre vielleicht vorhanden.
Die Hasselblad hat 50 Jahre lang die Photographie entscheident mitgeprägt. Gruss, RAID.

Inwiefern sind die Historie?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. Mai 2013 - 08:38

Inwiefern sind die Historie? Beide Marken gibt es noch, und einen Eigentümerwechsel mehr oder weniger hat auch Hasselbld hinter sich. Für mich sieht es so aus, als wenn Mamiya eher besser dastünde als Hasselblad. Rollei ist eher prekär, zugegeben.

Thyl

Mamiya RB67: Zuverlässigkeit zählt!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. Mai 2013 - 09:18

Kleine Empfehlung: Bei Gelegenheit einmal eine Mamiya RB67 in die Hand nehmen - oder besser: Auf ein Stativ stellen. Im Vergleich zur Hasselblad-Primadonna eine außergewöhnlich zuverlässige Kamera. Kein Wunder, dass sich die Japan-6x7 in fast allen Hochzeits- und Portraitstudios etablierte. Dazu sind die Sekor-Objektive von allererster Qualität!

Gast schrieb:

Die 503CW ist ein typisch skandinavisches Produkt: Schlicht, hochwertig, firlefanzfrei. Ein Traktor. Das boten weder Rollei noch Mamiya, die sind deswegen schon lange Historie. Schade wegen der Produktionseinstellung, aber verständlich. Ein preiswertes Digiback für Hasselblad bleibt ein Traum, der Markt wäre vielleicht vorhanden.
Die Hasselblad hat 50 Jahre lang die Photographie entscheident mitgeprägt. Gruss, RAID.

Rechnen muss heute jeder....

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Mai 2013 - 12:02

der von der Fotografie leben möchte. Dicke Aufträge mit einem angemessenen Honorar sind sehr selten. Digitale Rückteile dagegen sind teuer. Nur weil sie auch an die Fachkamera montiert werden können werde ich mir keines kaufen sondern bei Bedarf leihen. Diese Aufgaben erledigen heute diverse Computer Programme zuverlässig und schnell. Trotzdem haben Mittelformat Kameras ihre Berechtigung. Aber eben nicht für alles. Es ist wie in analogen Zeiten, man muss mehrere Systeme besitzen um ordentlich arbeiten zu können. Womit sich der Kreis bei den Kosten wieder schließt.

Wenn im Studio eine digitale Mittelformat auf dem Stativ steht und daneben der MAC flimmert stimmt für den Kunden das Image, schon deswegen ist sie so wichtig. Deswegen muss es eine H sein, auch wenn der Auftrag nachher mit Vollformat erledigt wird. Eine Habla-V sieht für den Kunden einfach zu „alt“ aus. Leider ist das so und keiner will es zugeben, weil es eine verdeckte Meinungsbildung ist. Die ersten Sekunden im Studio entscheiden ob der Kunde Vertrauen hat oder eben nicht.

Deswegen ist das V-System nicht mehr Zeitgemäß.

Wir wissen ja

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Mai 2013 - 14:16

dass es nicht mehr zeitgemäß war/ist ... was zumindest ich bemängle ist, dass es DAFÜR keine Weiterentwicklung auf dieser Basis gab, somit auch keine adäquate Nachfolge gibt (und, nein, das H-System ist's nicht).

Die Zeiten ändern sich

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 11. Mai 2013 - 12:27

Ha-ha, so stellt sich der Amateur und Möchtegern-Profi die Vergabe von Werbeaufträgen vor. Es entscheidet nicht die Ausrüstung (die ist in der digitalen Zeit nicht mehr das A und O, oft reicht Kleinbild-Vollformat), sondern überzeugende Bilderstrecken und Referenzen. Welcher Kunde geht denn noch ins Studio? Den Kontakt übertragen sie der Agentur - und die kennen sich aus.

Gast schrieb:

der von der Fotografie leben möchte. Dicke Aufträge mit einem angemessenen Honorar sind sehr selten. Digitale Rückteile dagegen sind teuer. Nur weil sie auch an die Fachkamera montiert werden können werde ich mir keines kaufen sondern bei Bedarf leihen. Diese Aufgaben erledigen heute diverse Computer Programme zuverlässig und schnell. Trotzdem haben Mittelformat Kameras ihre Berechtigung. Aber eben nicht für alles. Es ist wie in analogen Zeiten, man muss mehrere Systeme besitzen um ordentlich arbeiten zu können. Womit sich der Kreis bei den Kosten wieder schließt.

Wenn im Studio eine digitale Mittelformat auf dem Stativ steht und daneben der MAC flimmert stimmt für den Kunden das Image, schon deswegen ist sie so wichtig. Deswegen muss es eine H sein, auch wenn der Auftrag nachher mit Vollformat erledigt wird. Eine Habla-V sieht für den Kunden einfach zu „alt“ aus. Leider ist das so und keiner will es zugeben, weil es eine verdeckte Meinungsbildung ist. Die ersten Sekunden im Studio entscheiden ob der Kunde Vertrauen hat oder eben nicht.

Deswegen ist das V-System nicht mehr Zeitgemäß.

Hasselblad gibt V-System auf, nicht Film!

Eingetragen von
Grüßender
(Stammgast)
am Mittwoch, 01. Mai 2013 - 22:53

Lieber thoMas,

Hasselblad gibt das V-System auf oder eben die 500er Serie. Mit Film und aktuellen Hasselblad-Modellen der H-Serie kann man aber nach wie vor wunderbar fotografieren. Ich greife hier gern auf "Dich" zurück:
http://www.photoscala.de/Artikel/Hasselblad-H4X-Neues-Gehaeuse-fuer-alte...

Korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber die H4X ist der neue alte "Würfel" für Film und digital (und ggf. auch Polaroid?).

Grüße
Grüßender

Also

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. Mai 2013 - 07:28

"Würfel" ist schon mal grundfalsch.

Aber nein

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 02. Mai 2013 - 07:45

Hasselblad gibt doch nicht den Film auf - wie kämen sie nur auf einen so abwegigen Gedanken ... prust!!!

Ab der H3

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Freitag, 03. Mai 2013 - 21:00

geht nichts mehr mit Film. Ist bei Mamiya auch nicht besser. Beim Mittelformat-Reflex für Film ist nur noch die Rolleiflex als SLR und TLR in Produktion.

Boah

Eingetragen von
Grüßender
(Stammgast)
am Sonntag, 05. Mai 2013 - 00:11

Da liefert man schon brav den Link und es liest ihn doch niemand? Also nochmal für Euch:
"Die H4X ist ein großartiges Kamera-Body-Upgrade, das mit allen Objektiven des H Systems, den meisten Drittanbieter-Rückteilen und auch mit Filmmagazinen kompatibel ist."

Bei Hasselblad direkt (hasselblad.de) liest sich das dann so:
"Die H4X bietet sich als perfekter Nachfolger und ideales Upgrade für Ihr H1- oder H2/H2F-Gehäuse an. Das neue Modell arbeitet mit allen Objektiven des H-Systems, den meisten Rückteilen von Fremdanbietern* und bietet sogar eine Option für Filmmagazine."

Noch fragen? Oder lieber bestellen?
http://www.hasselblad.de/produkte/h-system/filmmagazine/hm-16-32.aspx

Grüße
Grüßender

Grüß Dich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 05. Mai 2013 - 05:54

sicher doch ist uns dieser Umstand bekannt, nur umständehalber ist das im richtigen Leben kein ernsthaftes Thema mehr ... außer vielleicht, um Fujis Filmrestbestände auch adäquatmit mit 'ner Fuji-Kamera aufbrauchen zu können.

Wie man mit einer Hasselblad richtig umgeht:

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Sonntag, 05. Mai 2013 - 08:03

Knipsen, und anschließend nur die Filmmagazine und -anstelle der Kamera- lieber Mondstaub mitnehmen.

Vom Staub der Geschichte

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 05. Mai 2013 - 08:42

hat Hasselblad mehr noch als Leica profitiert. Inzwischen haben sich die Staubwolken ja gelegt ... 8-)

Goodbye my love.

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 05. Mai 2013 - 19:31

Goodbye my love.