Das Ohr tendiert zur Faulheit, sehnt sich nach dem Bekannten und erschrickt über das Unbekannte; das Auge andererseits tendiert zur Ungeduld, sehnt sich nach dem Neuen, ist von Wiederholungen gelangweilt.

— Wystan Hugh Auden

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Vitruvian

Handgezogenes Akku-Ladegerät

Foto vom YoGen von Easy EnergyEasy Energy hat mit YoGen (40 US-Dollar) und YoGen Max zwei muskelkraft-getriebene Ladegeräte entwickelt, die zur Notstrom-Versorgung von Handy, Kamera und Co. bzw. von Notebooks gedacht sind:

Easy Energy hat die offizielle Markteinführung von YoGen angekündigt. Das handbetriebene Ladegerät für mobile Endgeräte wie Handys, PDAs, Kameras oder MP3-Player soll im Zuge der Consumer Electronics Show im Januar 2010 in Las Vegas vorgestellt werden.

Foto vom YoGen von Easy Energy Nutzer des 55x90x23 Millimeter kleinen YoGen treiben durch wiederholtes Herausziehen eines Hebels - die Bewegung erinnert sehr an das Starten eines Rasenmähers - einen Minigenerator im Inneren des Laders an. Ein Lithium-Ionen-Akkum mit 650 mAh dient als Zwischenspeicher und soll stetigen Stromfluss gewährleisten; eine LED-Anzeige informiert über den Ladestand. Bei einer Maximalleistung von fünf bis sechs Watt müssen Anwender nur wenige Minuten „an der Strippe“ ziehen, um den Weiterbetrieb ihrer bis dahin stromlosen Geräte zu ermöglichen. „Die Ladezeiten entsprechen bei korrekter Anwendung jenen von regulären Ladegeräten. In der Praxis wird jedoch niemand den Hebel 60 Minuten lang betätigen wollen“, so Alexander Sromin, Chief Scientist bei Easy Energy. YoGen eigne sich daher vorwiegend für Notfälle.

So lässt sich menschliche Muskelkraft mit der rund 40 Dollar teuren und 98 Gramm schweren Apparatur einfach in elektrischen Strom verwandeln. Der Stromfluss erfolgt dabei über Mini-USB, Adapter für alle gängigen Mobiltelefone sollen lieferbar sein.

Die Entwickler haben im Zuge der Electronics Fair in Hongkong bereits einen Prototyp ausgestellt und erfreuten sich eigenen Angaben zufolge eines enormen Publikumsinteresses. „Kein Wunder, denn YoGen wird aus einzeln getesteten Komponenten gefertigt, liefert rund zehnmal soviel Energie wie etwa auf Mobiltelefonen angebrachte Solarzellen und kann unabhängig vom Wetter eingesetzt werden“, meint Sromin.

Das Gerät kann seit Mitte November 2009 online bestellt werden. Aufgrund der starken Nachfrage verzögert sich die Auslieferung jedoch um einige Wochen. Laut Angaben des Herstellers startet der globale Vertrieb ab dem zweiten Quartal 2010.

Darüber hinaus will Easy Energy demnächst mit YoGen Max auch ein Ladegerät mit einem Leistungsvermögen von rund 60 Watt anbieten. Mithilfe eines Fußpedals können Nutzer damit elektrischen Strom für Notebooks und ähnliche Geräte erzeugen.

(pte / Nikolaus Summer)
 

Gute Idee

Eingetragen von
ZoneV
(Liebhaber)
am Montag, 14. Dezember 2009 - 10:02

Ich find sowas gut!
Wäre natürlich auch spannend für entlegene Gebiete ohne Stromversorgung (das mit dem Fußpedal) - oder für übergewichtige Computerjunkies wie mich ;-) die dann den Strom für den Rechner (Labtop wohl nur) selbst erstrampeln.
Auf nem richtigen Rad-Generator könnte ich vielelicht sogar meinen Desktop + Monitore betreiben, kurz vielleicht nur. Aber zur genauen Bildbearbeitung werde ich dann eh nicht kommen.

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www.4photos.de - Paar Bildchen und paar Links für Kamerabastler

Demnächst

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Dezember 2009 - 10:10

gibt es dann die Krankheit: Überstrapazierung des rechten Arms durch ärmliche Stromerzeugung.

Besser Batterien nicht vergessen!

Entlegene Gebiete

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Dezember 2009 - 14:16
ZoneV schrieb:

Wäre natürlich auch spannend für entlegene Gebiete ohne Stromversorgung (das mit dem Fußpedal) - oder für übergewichtige Computerjunkies wie mich ;-) die dann den Strom für den Rechner (Labtop wohl nur) selbst erstrampeln.

Ich weiß nicht, auf welche Märkte YoGen will. Prinzipiell wäre das ein Produkt für Entwicklungsländer.

das gibts doch schon!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Dezember 2009 - 10:40

Die Taschenlampe mit Handkurbel!
Nene, sowas ist nicht Praxisgerecht - keiner wird sich so etwas antun! Da greif ich lieber zur Ethanol-Brennstoffzelle!

Gast schrieb: Nene, sowas

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Dezember 2009 - 11:57
Gast schrieb:

Nene, sowas ist nicht Praxisgerecht - keiner wird sich so etwas antun! Da greif ich lieber zur Ethanol-Brennstoffzelle!

*lol*
die Brennstoffzelle kostet ja auch nur ab ~2700€
stärkere Varianten auch schnell mal das Doppelte bis Dreifach

und wer lesen kann ist klar im Vorteil
wenn schon der Hersteller angibt "YoGen eigne sich daher vorwiegend für Notfälle"
dann wird das auch so sein
Sprich das Ding ist dafür da wenn man keinen Stromanschluss hat aber z.B. einen Notruf machen muss aber nur ein leeres Handy zur Verfügung steht

Ob man in dem Fall dann ausgerechnet das Ding zur Hand hat steht auf einem anderen Blatt....

Es ist ja auch nur für

Eingetragen von
freedomland
(Liebhaber)
am Montag, 14. Dezember 2009 - 12:03

Es ist ja auch nur für Notfälle gedacht. Bei Notfällen ist meistens der Ersatzakku entladen. Wenn man es braucht, kann man es ja immer mitnehmen, ist ja klein genug.

Vita:

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Dezember 2009 - 13:16

Erstbenutzung dreimal, ein bis fünf Jahre Lagerzeit und dann Tod!

Aber sicher wird's mancher kaufen, einfach weil's so geil ist.

hab so ein minikurbellämpchen....

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Dezember 2009 - 14:05

von pearl, sowie ein mittleres von aldi. haben beide kurz funktioniert. jetzt kann ich drehen wie ich will, nichts geht mehr. besser sind die drückdynamo-lampen-mittlerer grösse. wenn nur noch die energie gespeichert würde...

Kaputt

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Dezember 2009 - 14:12
Gast schrieb:

Minikurbellämpchen von Pearl, sowie ein mittleres von Aldi. haben beide kurz funktioniert. jetzt kann ich drehen wie ich will, nichts geht mehr.

Pearl und Aldi halt (Ich habe noch nicht so viele Pearl-Produkte gesehen, die auch nur die Versandkosten wert wären). Kann man von denen Rückschlüsse auf YoGen ziehen?

Es ist zwar eine....

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. Dezember 2009 - 03:50

...Methanol Brennkammer aber was soll's.

Die Ethanol-Brennstoffzelle ist einen Wasserstoff-Brennstoffzelle mit vorgeschaltenem Kat. Aber was soll's.

Na, das wär' doch eine Idee für Leica

Eingetragen von
Gast
am Montag, 14. Dezember 2009 - 17:54

Die Filmtransportwalze fehlt doch bei der M-Leica ganz essenziell ... :-)))

Eine sog. ...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. Dezember 2009 - 03:52

..."Filmtransportwalze" dürfte bei jeder KAMERA außer in Ihrer Fantasie fehlen.

Also ich denke da auch

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 15. Dezember 2009 - 09:32

an die revolutionäre Filmrückspulwalze der Leica MP, die zum Leidwesen vieler eingefleischter M-User der Digitalisierung zum Opfer fallen mußte ... ;-)

Also

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. Dezember 2009 - 14:10

"Revolutionäre Leica-Filmrückspulwalze" und "M-User" - was für ein Gelaber!

Gast schrieb:

an die revolutionäre Filmrückspulwalze der Leica MP, die zum Leidwesen vieler eingefleischter M-User der Digitalisierung zum Opfer fallen mußte ... ;-)

Sie haben noch nie

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 16. Dezember 2009 - 18:48
Gast schrieb:

"Revolutionäre Leica-Filmrückspulwalze" und "M-User" - was für ein Gelaber!

Gast schrieb:

an die revolutionäre Filmrückspulwalze der Leica MP, die zum Leidwesen vieler eingefleischter M-User der Digitalisierung zum Opfer fallen mußte ... ;-)

im L-User-Forum verkehrt - sonst wüßten sie um die existenziellen Nöte eines (zugegeben, Neusprech) gestandenen Leica-Users ... ;-)