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— Die alten Römer

Am 30.8.

  • 1820: * Gustave Le Gray (+ 1884): Pionier der künstlerischen Fotografie

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Getestet: Nikon D700

Foto der Nikon D700Vor wenigen Tagen erst wurde sie präsentiert, die D700 - wir können bereits mit einem ausführlichen Test der Vollformat-Nikon aufwarten und vergleichen sie da, wo es hilfreich ist, auch mit der D3 und der D300: Welches also ist die bessere, die beste, Nikon?

Ich bin ein ziemlich glücklicher „homo photographicus“ weil ich schon einen Tag nach der offiziellen Präsentation der D700 eine Demokamera auf ein paar Tage geliehen bekam. Also hieß es, die Zeit gut nutzen, Aufnahmen machen, ausprobieren, testen, um dann zu einer Meinung kommen. Wenn Sie meinen ganzen Bericht nicht lesen möchten und nur eine Zusammenfassung möchten - hier ist sie: Kaufen Sie diese Kamera!

Die Kamera und ich

Foto der Nikon D700 mit MB-D10

Ich bin nicht oft so enthusiastisch, aber die D700 hat es mir einfach angetan - sie ist (gerade) noch leistbar, macht herrliche Aufnahmen, liegt hervorragend in der Hand, kann fast alles, und das sehr gut.

Ein Bericht sollte systematisch sein und versuchen, objektiv die Eigenschaften und Merkmale darzustellen - aber da dieser Bericht nicht von einem Roboter geschrieben wurde, ist er auch subjektiv gefärbt - durch mich, den Autor. Ich gebe zu: ich bin seit Jahren im Kleinbild sehr Nikon-affin, was aber nicht bedeutet, dass ich nur mit Nikon photographiere. Im Gegenteil, ich photographiere vor allem im Mittelformat mit zwei Rollei SL 66 (SE), einer Mamiya RZ67Pro II und im Großformat mit Linhof und Plaubel. Großformat dann, wenn ich Landschaften aller Art festhalten möchte.

Warum dann eine digitale Kleinbildkamera? Warum überhaupt Digital?

Die digitale Photographie hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Aufschwung genommen und hat die konventionelle Photographie, die Photographie mit Film, überholt. Der Grund ist nicht nur die stetige Verbesserung der Aufnahmesensoren, sondern auch die oft vorhandene Notwendigkeit, Bildinformationen praktisch sofort weiterverarbeiten und publizieren zu müssen, um mit der schnelllebigen Gesellschaft mitzuhalten.

Werbung etwa, früher für einen Zeitraum von vielen Monaten bis zu einem Jahr konzipiert, wird heute oft nur für wenige Tage oder Wochen produziert, um dann von neuer visueller Information abgelöst zu werden.

Die Liste digitaler Anwendungsbereiche ist lang und komplex und daher haben die führenden Kamerahersteller auch eine Reihe von Kameras entwickelt, die praktisch alle Anwendungsgebiete abdecken können. Die Nikon D700 passt nach meiner Meinung zum oberen Segment anspruchsvoller Photographen, die aber nicht schnellste Bildfolge und praktisch unbegrenzte Verfügbarkeit brauchen - Qualität ist wichtiger als maximale Schnelligkeit (dabei sind 5 bzw. 8 Bilder pro Sekunde ja nicht gerade langsam).

Gehäuse, Verschluss und Sucher

Die D700 ist kleiner als die Nikon D3 (außer man verwendet den optionalen Batterieansatz, der dann 8 B/s ermöglicht), leichter (etwa 250 Gramm leichter), und nur wenig größer als die D300, was vor allem dem Sucher geschuldet ist, der ja größer ist, weil die D700 einen Vollformatsensor hat und nicht wie die D300 den kleineren DX-Sensor. Der Größenunterschied zwischen D3 und D700 ist in der Produktaufnahme von Nikon gut erkennbar - wenn man allerdings das Batterieteil an die D700 ansetzt ist er praktisch hinfällig.
 

D700 (links) und D3 im Vergleich

 
Der Verschluss - nun ja, er ist nicht für 300.000 Aufnahmen ausgelegt, sondern für 150.000 Aufnahmen. Doch ist das ein Problem? Ich denke nicht. Sofern man 300 Aufnahmen pro Tag macht, ist die Kamera nach 1 1/2 Jahren wahrscheinlich reif für den Service - doch wer macht 300 Aufnahmen jeden Tag an 365 Tagen - die angepeilte Käuferschicht sicher nicht. Sie können leicht selbst ausrechnen, wie lange der Verschluss der D700 bei Ihrem Fotografieraufkommen mindestens halten wird.

Und wie sieht es mit dem Zeitablauf des Verschlusses aus? Schnell ist er - 4/100 Sekunden Auslöseverzögerung und 0,12 Sekunden Verzögerung beim Einschalten - das ist kaum merklich. Die D700 erzeugt ein hörbares Auslösergeräusch, das ist aber leise; die Vibration bleiben durchaus erträglich und im Rahmen des normalen Verhaltens eines Schwingspiegels. Außerdem kann man ja den Spiegel vorauslösen, was ich bei auflösungskritischen Aufnahmen fast immer mache.

Foto der Rückseite der Nikon D700

Der Sucher der D700, um mit einem der wichtigen Details fortzufahren, ist groß, hell und informativ, ohne überladen zu sein. Alle wichtigen Daten sind lesbar und vorhanden. Hier spielt der Vollformatsensor seine Vorzüge aus - für mich einer der Aspekte, warum ich Vollformatkameras den DX-Kameras vorziehe. Der Sucher zeigt etwa 95% des aufgenommenen Bildes, was das Umlenkprisma etwas kleiner als das der D3 macht, aber die fehlenden 5%, des Bildrandes - naja, die hätte ich schon recht gerne. Doch man kann auf Liveview umschalten, wenn das kritisch ist. 95% sind zwar „normal“ bei den meisten SLR-Kameras, aber die 99,5% einer D3 und D300 sind schon recht fein. Genau das, was man sieht, bekommt man auch.

Wenn man DX-Objektive, die für den kleineren Sensor also, verwendet, schaltet die Sucherfeldautomatik ein passendes Rechteck als Maske ein (bei der D3 ist es eine abschattende Vollmaske) und man sieht das kleinere Bildfeld - sehr praktisch!

Nur das 5:4 Formatverhältnis, das die D3 bietet, das hat die D300 (noch) nicht - dieses 5:4 ist für mich sehr attraktiv, da ich es gut für Portraits verwenden kann und es auch dem 4x5-Verhältnis einer Großbildkamera entspricht. Das 4:6 Verhältnis von 24x36 ist für Landschaftsaufnahmen oft eine bessere Wahl, aber nicht alles, was man aufnimmt, sind Landschaften.

Der Monitor auf der Rückseite - in Qualität und Größe dem der D3 gleichend - ist groß, hell und genau genug, um einige Vorentscheidungen, die Aufnahmequalität betreffend, fällen zu können.

Die „Live-View“-Funktion, die es ja erstmals bei der D3 / D300 gab, kann man nun mit dem künstlichen Horizont überlagern - ganz nett, nur nicht exakt genug, um die Kamera wirklich genau horizontal auszurichten - aber sicher für viele eine wertvolle Hilfe. Ich brauche den künstlichen Horizont nicht - er ist ja wie bei der D3 auch nur horizontal vorhanden, nicht aber für vertikale Aufnahmen, was vielleicht noch ein attraktives Hilfsmittel wäre.
 

Foto

Links: Virtueller bzw. künstlicher Horizont; rechts: LiveView einer Szene

 
Live-View ist recht nett, für mich aber durch den sehr hellen Sucher seltener interessant - nur in Fällen, wenn es wirklich auf den ganz genauen Bildausschnitt ankommt. Wie bereits erwähnt, zeigt die D700 ja nicht 100% des Bildes, sondern die üblichen 95%.

Die Bedienelemente sind praktisch exakt so wie bei der D300 angeordnet, da ist kaum ein Unterschied. Der Verschluss des Suchers (links des Suchereinblicks zu erkennen) ist wichtig - die Belichtungsmessung wird von Licht, das durch den Sucher fällt (z.B. bei der Arbeit vom Stativ), beeinflusst - bei durchschnittlich hellem Motiv um immerhin 1-2 Blendenstufen.

Ein nettes Feature, wie ich finde, ist der spezielle „Fn“-Druckknopf auf der rechten vorderen Seite, dem man irgendeine der vielen Funktionen zuordnen kann - ich habe diese Taste mit der Reihenbelichtungsfunktion belegt (nachdem ich diese lange gesucht hatte und dann endlich mit Hilfe des Nikon-Kundendienstes unter mehreren Lagen von Menüeinträgen verborgen fand).

Foto der Nikon D700

Die D700 hat auch wie die D300, einen eingebauten Blitz - nicht, dass dieser einen kraftvollen Aufsteckblitz ersetzen kann und will. Aber er ist gut - gut genug, um für viele Fälle als ausreichender Aufhellblitz zu fungieren. Wie alle diesen eingebauten Blitze schattet auch er (wie auch der der D300) den unteren Bildrand ab, sofern Objektive / Sonnenblenden großen Durchmessers benutzt werden - da ist der Abstand des Blitzes von der optischen Achse einfach zu gering. (Der ebenfalls neue Aufsteckblitz Speedlight SB-900 hat viele attraktive Eigenschaften und ist eine sehr interessante Ergänzung zur D700, nur leider nicht billig.)

Die Speicherung der Bilder ist auf eine einzige CompactFlash-Speicherkarte beschränkt (35 MB/sec Auslesegeschwindigkeit - schnelle Karten verwenden!) - ein Zugeständnis an die „nur“ semiprofessionelle Kundengruppe. Das simultane Backup wie bei einer D3 ist hier nicht möglich. Die CF-Karten sind allerdings sehr robust, und der eine Slot sollte nun wirklich fast immer reichen. Ich habe mit einer 4-GB-CF Karte gearbeitet, und auf dieser kann man 201 Aufnahmen im RAW-Format speichern - nicht genug für einen Sportreporter (sollte der wider Erwarten im RAW-Format und nicht im speichersparenderen und schneller speichernden JPEG-Format arbeiten), aber genug für fast alle anderen Anwender, finde ich. Außerdem gibt es ja noch 8-GB und 16-GB-Karten.

Gibt es bislang etwas, was ich an dieser Kamera nicht so schätze? Ja, zwei Dinge: Erstens die nur 95% Sucherinhalt und zweitens den etwas klein geratenen Akku angesichts so vieler visualisierender Funktionen, mit denen man auch gerne spielt und die alle Strom verbrauchen (dafür kann man aber das Batterieteil anschließen, das die Kamera aber wieder größer und schwerer macht).

Ein wenig Bedenken habe ich bei der einfachen Gummiabdeckung auf der linken Seite, die u.a. den Anschluss für das USB-Kabel abdeckt - sie schließt zwar ordentlich, ich denke aber, dass sie bei oftmaliger Betätigung nicht sehr lange geschlossen hält - der Schließmechanismus erscheint mir zu fragil.

Sensor und Empfindlichkeit

Die D700 bietet 12,05 Millionen Pixel auf 23,9x36 mm CMOS-Sensorfläche - genug, um die Aufnahmen auf A0 zu printen und dann aus „normalem“ Abstand zu betrachten. Die Empfindlichkeit ist, wie bei der D3, zwischen ISO 200 - 6400 einstellbar; mit Erweiterung nach unten auf ISO 100 und nach oben hin bis zu ISO 25600.

Wie bei der D3 sehe ich keinen nennenswerten Unterschied zwischen ISO 200 und 100 und im höheren Empfindlichkeitsbereich wird das Rauschen erst ab ISO 6400 aufwärts bemerkenswert. ISO 6400 ist als hohe Empfindlichkeit noch in Ordnung, das sichtbare Rauschen durchaus akzeptabel - damit hebt sich die D700 (und die D3) von den heute erhältlichen vergleichbaren Kameras deutlich ab und zeigt einen sehr attraktiven Wettbewerbsvorteil.

Was die D700 der D3 voraus hat, ist ein Vibrationssystem zum Abschütteln von Staubpartikeln vom Sensor - ich glaube, das wird genauso wenig toll sein, wie die vielen anderen Systeme, die bereits am Markt sind, aber es war wohl ein notwendiges Marketingfeature gegen die Hauptkonkurrenz Canon. Besser als alle Abschüttelmechanismen ist ein einfacher Staubblaser, ein Balg mit Düse vorne: billig und wirksam.

Rauschen (bei hohen ISO Werten) ist ein weiteres Merkmal von Digitalkameras: Hier soll ja auch die D700 die hervorragenden Algorithmen der D3 übernommen haben. Also habe ich die gleichen Tests, wie ich sie mit der D3 gemacht hatte, auch mit der D700 gemacht, um zu sehen, was passiert. Ich möchte nicht verheimlichen, dass es in der Nacht regnete, in der ich die Aufnahmen machte, und daher die Kontraste höher und die Häuserfassaden dunkler sind.
 

Foto - Empfindlichkeitsvergleich D700 und D3

Empfindlichkeitsvergleich D3 (links) und D700

 
Nicht ganz die D3 bei den ganz hohen ISO-Einstellungen. Ist das ein kleiner Kompromiss von Nikon oder haben der Regen und die damit etwas dunkleren Hausfronten doch so einen bedeutenden Einfluss? Wenn ich wieder Gelegenheit habe, die D700 zu bekommen, werde ich diesen Test wiederholen, da mich das wirklich interessiert! Was ich aus der gesamten Aufnahmereihe von über zwei Dutzend Aufnahmen sehe, ist, dass die D700 bis inklusive ISO 6400 gleich ausgezeichnet ist wie die D3, bei den beiden höchsten Stufen, ISO 12800 und 25600 jedoch erscheint mir, zumindest im Augenblick, die D3 der D700 leicht überlegen. Das mag sich als falsch erweisen, ist aber das das, was ich im Augenblick sagen kann.

Theoretische Auflösung und Ausgabegröße

Was mich als leidenschaftlichen „Hochauflösungsfreak“ immer interessiert, ist die Frage nach der Auflösung der Aufnahmen. Ich möchte keinen weiteren Beitrag zu der leidigen Diskussion um Megapixel beisteuern, ich möchte nur ein paar Überlegungen anstellen, um zu untersuchen, wie sich die 12 Megapixel auf Vollformat zeigen, und wie nicht.

Die Pixelgröße ist 8,4 Mikron wie bei der D3 - im Vergleich dazu hat die D300 bei einem Format von 23,6x15,8 mm 12,3 Megapixel, die daher viel kleiner sind - das bedeutet, wie bestens bekannt, mehr Rauschen, weniger eingefangene Photonen etc.

Ein Druck in bester Photoqualität sollte etwa 300 dpi (dots per inch; Punkte pro Zoll) haben, bei einer Größe von 10 inch sollten es also 3000 „dots“ sein. Die D700 erzeugt eine Bilddatei mit etwa 4250 x2800 Pixeln. Ohne Interpolation kann bei dieser Pixelzahl theoretisch eine Aufnahme bis zur Größe 9,5x14 inch - etwa A4 - gedruckt werden. Nun darf man aber die normale Auflösung eines durchschnittlichen menschlichen Auges nicht vernachlässigen: das sind etwa 6-7 lp/mm bei der Normdistanz von 25 cm, also etwa 150-180 lp/inch. Wenn man dann noch eine verlustarme Skalierung der digitalen Aufnahme mit 50% Vergrößerungsfaktor zulässt, so kommt man ohne Weiteres und ohne visuell feststellbare Qualitätseinbußen auf eine „erlaubte“ Druckgröße von rund A3+. Diese Größe ist aber nicht mehr für eine Betrachtung im „Normalabstand“ von etwa 25 cm gedacht - üblicherweise betrachtet man ein A3+ aus mindestens der doppelten Entfernung, wenn nicht noch mehr.

Unter diesen Umständen können Aufnahmen der D700 also getrost auf etwa A2 bis A1 vergrößert werden und das sollte doch für diesen Kundenkreis wirklich reichen. Auch wenn Aufnahmen kommerziell gedruckt werden, gehen die vielen feinen Details, die vielleicht noch in einem Inkjet-Einzeldruck sichtbar sind, im feinen Raster des Drucks unter (Ausnahme natürlich die hochqualitativen Kunstdrucke. Aber dafür würde ich auch keine D700 verwenden, außer ich setze die finale Aufnahme aus einzelnen Teilaufnahmen zusammen, wie ich es bereits mit einer D2x gemacht habe).

Bei solchen Anforderungen würde ich Ihnen eine Hasselblad H3DII-50 mit dem neuen 50-Megapixel-Sensor empfehlen oder, noch besser, eine gute alte Großformatkamera mit nachfolgendem Scan der Aufnahmen - pro Scan zwischen 1 GB und 3 GB - damit können Sie dann Wände tapezieren!

Auflösungstarget ISO 12233

Praktische Auflösung

Auflösung, ein immer interessantes Thema - da ist natürlich auch für mich interessant gewesen zu sehen, wie sich die D700 im Vergleich zur D3 verhält. Eigentlich sollte es ja keinen Unterschied geben, da die gesamte Aufnahmeelektronik und der Sensor von der D3 übernommen wurden. Daher photographierte ich sowohl das Auflösungstarget ISO 12233 (rechts) als auch den Siemensstern. Als Objektiv habe ich das 2,8/60 mm AF Makro von Nikon verwendet, eine hervorragend korrigierte Festbrennweite. Die Aufnahmen wurden von RAW in TIFF umgewandelt (in Capture NX2) und dann im Programm IMATEST ausgewertet, beginnend mit der Standardeinstellung ab Werk, Schärfungsstufe 2. Es ist sehr erfreulich, zu sehen, dass diese Standardeinstellung ziemlich genau die optimale Einstellung trifft - kaum Undersharpening, kaum ein Overshooting und die Auflösung von etwa 2250 LW/PH ist ordentlich und entspricht den Erwartungen an einen 12-Megapixel-Sensor bei Vollformat.
 

Chart D700; Schärfung 2

 
Zur Bestätigung der Tatsache, dass die Schärfung einen wesentlichen Einfluss auf die Modulationstransferfunktion (MTF) hat, hier die Stellung mit keiner Schärfung - also in Nulstellung an der D700:
 

Chart D700; Schärfung 0

 
Wie zu erwarten war, ist die MTF deutlich geringer. Im folgenden Beispiel wurde die Schärfung sichtlich verstärkt - hier Stellung 5 der Schärfungsskala der D700:
 

Chart D700; Schärfung

 
Bereits am eingeblendeten Ausschnitt (Crop; rechts oben) kann man das Überschwingen an der Kante erkennen, ein Effekt, der in einem Bild dann als Konturierung einer dunklen Grenzlinie auftritt - helle Ränder, die die dunkle Grenze umgeben.

Es ist deshalb immer wichtig, alle MTF Angaben mit Vorsicht zu genießen. Wenn nicht angegeben ist, bei welcher Bildschärfung und unter welchen anderen optischen Bedingungen die Aufnahmen gemacht wurden, so sind diese kaum oder gar nicht vergleichbar und wenig aussagekräftig - ein Fehler, der immer wieder in vielen Tests auch angesehener Fachpublikationen gemacht wird.

Eine weitere Methode, die MTF einer Kamera zu messen, ist die Aufnahme eines modulierten Siemenssterns. Es gibt dazu eine lange Liste von entsprechender Literatur und ich empfehle dem Interessenten, diese zu lesen, falls die Frage aufkommt: Warum ist der Stern moduliert und nicht nur rein schwarz-weiß und wieso ist diese Anordnung genauer und richtiger?

Jedenfalls sind die so erhaltenen Resultate sehr ähnlich denjenigen, die man mit der „slanted edge“-Methode erhält - hier zum Vergleich nur eines meiner vielen Ergebnisse - wieder mit der Schärfungsstufe 2 bei Blende 8 und ISO 200 in Adobe RGB - bitte beachten Sie: die Ergebnisse sind in Linienpaare/Bildhöhe dargestellt, was die halben Werte der sonst so oft genommenen Werte LW/PH (Linien/Bildhöhe) ergibt:
 

Grafik in Linienpaaren/Bildhöhe

 
Die Darstellung dieser Auswertung in der in vielen Zeitschriften üblichen Form von LW/PH ergibt die bereits vorher errechneten Werte von etwa 2500 bei MTF20 ohne Korrekturen. Viel realistischer ist es aber, die Werte bei MTF50 (also derjenigen MTF, wo die Kontrastfunktion noch 50% Amplitude hat) heranzuziehen - dann ergibt sich eine MTF von etwa 2000 LW/PH. Diese Werte sind etwa denen gleich, die die D3 erreicht hat (siehe Nikon D3 - Nikon D2Xs / How much better is Nikon's new flagship?).

Weißabgleich

Was sich nicht verbessert hat, ist der Weißabgleich - in der automatischen Funktion arbeitet er genauso wie bei der D3: solange die Lichtqualität eher „normal“ ist, gibt es wenig Probleme. „Normal“ meint hier Tageslicht mit etwas Sonne und ein paar Wolken. Ändert sich jedoch die Farbtemperatur, so wird es etwas komplex - die Farbwiedergabe ist manchmal akzeptabel, oft aber nicht sehr beeindruckend. Da hilft dann die halbmanuelle Festsetzung des Weißpunktes mit der WB-pre Funktion und einem Weißwabenfilter - dann passt alles wieder ziemlich gut. Hier bietet der D700 eine sehr umfangreiche Anzahl von Voreinstellungen, und auch die Möglichkeit, individuell auf fast alles, was Licht gibt, einzustellen.

Mit der eingebauten Farbabstimmungsmatrix kann man auch manuell die Farbqualität von Weiß optimieren und so z.B. auf Metallhalogenidlampen einstellen - dies geschieht, indem man den Weißpunkt entsprechend dem rot-grün-blau-gelb Anteil des Lichtes verschiebt (eine La*b* Farbmatrix simuliert).  Umfangreich, aber gut durchführbar, sind diese Einstellmöglichkeiten, nur wäre es doch recht schön, wenn zumindest die 3200K-Kunstlichtvoreinstellung der Automatik etwas präziser wäre. Aber offenbar kann man nicht alles haben. Hier sieht man, dass das Farbmanagement von der D3 übernommen wurde: es ist recht gut, aber nicht perfekt.
 

Verlgeich von automatischem und manuellem Weißabgleich der D700

Links: kalt-weißes Leuchtstofflampenlicht bei automatischem Weißabgleich; rechts: mit ExpoDisc neutralisiert

 
Bei verschiedenen Beleuchtungsarten sind die Resultate mit denen der D3 praktisch identisch. Hier zeige ich ein Beispiel, das zugegeben ein unangenehmes Licht darstellt: kaltweiße Leuchtstofflampen. Links das Resultat in der Stellung automatischer Weißabgleich, rechts die mit dem Weißwabenfilter ExpoDisc und der Option WB-pre entstandene Aufnahme, die ich als sehr gut brauchbar bezeichnen möchte.

Foto Georg N. Nyman

Natürlich sind solche Lichtverhältnisse weder Standard noch „normal“, aber ich wollte ausprobieren, ob die D700 das Farbmanagement der D3 übernommen hat oder ob in der Zwischenzeit Verbesserungen eingeflossen sind. Bei üblichen Lichtverhältnissen kommt die D700 wie die D3 mit der automatischen Festlegung des Weißpunktes gut zurecht - außerdem sollte man nicht vergessen, dass alle automatischen Systeme auf bestimmten Vorgaben beruhen, und dies sind normale, einfache und übliche Muster und Farbkombinationen von üblichen Motiven unter üblichen Lichtverhältnissen.

Was mir gefallen hat, ist die mögliche Feinjustierung der Farbtemperatur und des Neutralpunktes mittels einer Farbmatrixeinstellung - sicher nicht einfach zugänglich, aber wirkungsvoll, wenn richtig angewandt.

Was den automatischen Weißabgleich angeht, habe ich die Hoffnung schon längst aufgegeben, der ist eben so, wie er üblicherweise ist: nicht perfekt. So gibt es immer noch etwas, wo man ein wenig nachdenken und ein wenig Können besitzen muss; sonst würde ja nur mehr die Motivklingel mit automatischen Selbstauslöser fehlen ...

Farbwiedergabe

Die Qualität der Farbwiedergabe, ein weiteres sehr wichtiges Kriterium, ist mit der D3 vergleichbar, vielleicht sogar eine Spur besser. Gleichfalls ein 14-Bit-A-D-Konverter und die von der D3 bekannte EXPEED-Bildverarbeitung bei 16 Bit Farbtiefe. Die Farben sind für eine digitale Spiegelreflexkamera dieses Formats einfach hervorragend, wenn auch nicht perfekt (keine Farbwiedergabe ist perfekt - das ist aber ein ganz anderes Thema).

12 Bit, 14 Bit, 16 Bit - all das sind schöne Schlagworte, aber wie gut ist die Farbwiedergabe der D700? Wie bei der D3, besser, weniger gut, anders? Der Colorchecker SG wurde mit verschiedenen Einstellungen hinsichtlich der Farbsättigung und des Farbtones photographiert und dann mit dem Programm IMATEST ausgewertet.
 

Grafik Farbraum - Adobe RGB in Neutralstellung

Farbraum - Adobe RGB in Neutralstellung, Farbsättigung 0, Farbton 0 - also alles mittig ohne Abschwächung oder Verstärkung, Normlicht 6500K, Auto WB

 
Was mit den Diagrammen (es gibt noch viele mehr: Nikon D700 - Das Alpha und Omega digitaler Kleinbildphotographie?) gezeigt werden kann, das ist die Veränderung der Farbwiedergabe der Kamera. Mit geänderten Einstellungen kann man Diafilme oder Farbnegativfilme und dazu noch die Farbwiedergabe einzelner Marken simulieren - nicht perfekt, aber dem nahe kommend.

Interessant ist aber, dass bestimmte Farben kaum verändert erscheinen - auch dann nicht, wenn andere Farben wiederum stark geändert dargestellt werden - der Grund liegt in der Nichtlinearität der CIE1931-Farbraumdarstellung. Die einzelnen Farbbereiche sind unterschiedlich in ihrer Ausdehnung und gleich bewertete Farbtonänderungen haben eine ganz unterschiedlich graphische Länge in diesem Diagramm - so z.B. ist eine groß erscheinende Positionsänderung im Grün subjektiv vergleichbar mit einer klein erscheinenden Positionsdifferenz im Bereich Blau/Rot (McAdam-Ellipsen).

Aus den Aufnahmen und Auswertungen lässt sich auch ableiten, dass die Nikon D700 im Hinblick auf die Farbwiedergabe sehr gut ist. Um dies noch einfacher zeigen zu können, wurde auch die Standard-Gretag-Macbeth-Farbtafel mit den 24 Quadranten unter gleichen Bedingungen photographiert. Hier die entsprechenden Ergebnisse, ebenfalls für die Einstellung Adobe RGB als Farbraum in Neutralstellung , „0“ Farbsättigung und „0“ Farbton.

Die erste Darstellung ist die Abweichung der aufgenommenen Farbe von der theoretisch richtigen Farbe und der vielfach verstärkte Neutralunterschied - ist zu soll von hellstem Wert bis dunkelstem Wert, die darauf folgenden zwei weiteren Charts sind Darstellungen von Rauschen, Dichte und Linearität und die letzte, wieder farbige, Darstellung ist die auf 24 Felder beruhende Darstellung der Farborte im CIE1931-Diagramm:
 

Grafik Georg N. Nyman

Grafik Georg N. Nyman

Grafik Georg N. Nyman

Grafik Georg N. Nyman

 
Am letzten Diagramm, der Darstellung der Farborte im CIE1931 Farbraum, kann man erkennen, dass das Delta E hier bei dem einfacheren Colorchecker auf Grund der wenigeren Farben etwas kleiner ist als bei dem viel mehr Farben darstellenden Colorchecker SG - zumindest ist diese Schlussfolgerung recht logisch und kann eine gute Erklärung für den deutlich geringeren Delta-E-Wert abgeben.

Nikon hat als voreingestellten Standardfarbraum nicht Adobe-RGB sondern Nikon-sRGB - wenn man die gleichen Aufnahmen in jenem Farbraum macht, so kommen erwartungsgemäß etwas andere Ergebnisse heraus - bitte beachten Sie, dass Adobe-RGB einen größeren Farbraum beschreibt als sRGB, daher werden farbliche Abweichungen durch die forcierte Verlagerung der Farborte in den sRGB Farbraum hinein etwas größer und die Kamera erscheint etwas weniger farbkonsistent als in AdobeRGB.

Eine weitere Möglichkeit, die mich interessiert hat, ist die Option, ein Bild entweder mit 12 Bit oder 14 Bit Farbinformation aufzunehmen. Ich habe daher das IT8.7 Testchart in beiden Modi bei Normlicht aufgenommen - die Unterschiede sind in den hier gezeigten und für die Veröffentlichung komprimierten Illustrationen nicht sichtbar. Selbst im Original sind nur kleinste Unterschiede in den hellen Bereichen geringer Farbsättigung zu erkennen (bei entsprechend kalibriertem Monitor). Spätestens im Ausdruck aber wird davon nichts mehr sichtbar sein.
 

Foto

Oben 14 Bit; unten 12 Bit Farbtiefe

 
Die zarten Pastelltöne zeigen vielleicht etwas mehr Zeichnung und bessere Tonverläufe. Was ich nicht sehen konnte, was jedoch zu erwarten gewesen wäre, ist eine bessere Durchzeichnung der dunklen Bereiche - bei 14 Bit sollte ja besonders die Schattenzeichung besser werden. Doch auch bei einem Vergleich der RAW-Aufnahmen (NEF) konnte ich keinen Unterschied in den dunkleren Bereichen feststellen, nicht am Monitor und auch nicht in Photoshop mit Pipette und Info.

Da ist noch mehr

Ich habe versucht, innerhalb der kurzen Zeit, die mir die Kamera zur Verfügung stand, einige Funktionen und Eigenschaften mit Bildmaterial zu belegen bzw. zu untersuchen, wie sie sich auf die Aufnahme auswirken.

Eine der Funktionen, die ich interessant fand, ist die Vignettierungsminderung. Sie soll die Randabschattung mindern, wie sie v.a. bei kompakt konstruierten, aber lichtstarken Telezooms und Weitwinkelobjektiven häufig anzutreffen ist. Da ich kein 2,8er Telezoom habe, habe ich ein 2,8er Ultraweitwinkel genommen - das 2,8/14-24 G-ED. Die Aufnahmen brachten folgendes Ergebnis: Die Abschattung wurde nicht gemindert, egal, welche Einstellung man gewählt hat:
 

Foto Georg N. Nyman

Vignettierungsminderung aus (oben) und maximal

 
Warum? Nun, ich wurde dahingehend informiert, dass dieses Feature nur dann beginnt zu wirken, wenn die Abschattung schon fast zur Abdunkelung der Bildecken führt. Es greift nicht bei leichten Abschattungen, die vielleicht 1-2 Blendenstufen ausmachen. Nun gut, ist mir auch recht, nur sollte das irgendwo deutlich stehen.

Die beiden Bildstreifen oben zeigen den Effekt (oder auch nicht ) der Vignettierungskorrektur an der Längsseite (von linker Bildecke zur rechten Bildecke) der Aufnahme - ein blauer Himmel, oben die VK ausgeschalten, die zweite, untere Aufnahme auf maximale Stärke: Praktisch kein Unterschied festzustellen.

Einen ähnlichen Effekt habe ich übrigens beim neuen SB-900-Blitz gefunden - der hat eine verstellbare Ausleuchtungseinstellung - von normal über eher eng auf weit - auch kaum ein Unterschied bei einer weißen Wand festzustellen.
 

Foto Georg N. Nyman

Neutral - Standard - Brillant

 
Ein gut sichtbarer Effekt tritt ein, wenn man die Farbsättigung, den Farbeindruck, ändert - es gibt drei vorprogrammierte Varianten, die man aber noch weiter verfeinern kann, wenn man möchte - Neutral, Standard und Brillant. Hier die Ergebnisse - deutlich und gut sichtbare Unterschiede - links neutral, in der Mitte standard und rechts davon brillant.

Fazit

Die Nikon D700 ist meiner Meinung nach eine hervorragende Kamera, die nur sehr wenige Punkte aufweist, die mir weniger gut gefallen. Viele Vorteile gegenüber der D3 - wie etwa das geringere Gewicht, die kleinere Gehäuseform, der fast halb so hohe Preis (zur Zeit der Veröffentlichung), die bequemere Handhabung (weil etwas „einfacher“ konzipiert) - wiegen die wenigen Punkte mehr als auf, die ich nicht so gerne mag, wie etwa den nicht 100% darstellenden optischen Sucher oder die ein wenig knapper konzipierte Akkuleistung.

So komme ich zur Ansicht: Wenn man eine Nikon möchte und die derzeit rund 2500 Euro aufbringen will und kann, dann sollte die D700 unbedingt die Kamera der Wahl sein. Oder anders gesagt: Die D700 ist meines Erachtens derzeit Nikons bestes Pferd im Stall.

(Georg N. Nyman)
 
 
Produktfotos von Nikon, sonstige Fotos und Grafiken von Georg N. Nyman.
 

Das ist ein Testbericht

Eingetragen von
Adrian Ahlhaus
(Hausfreund)
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 15:10

der dem Anspruch gerecht zu werden scheint, geht es um objektivierbare Inhalte.
Da sieht die etablierte Konkurrenz dann doch etwas blass aus. (Subjektive Tests schätze ich allerdings ebenso.)
Dem üblichen Mischmasch in "Tests" von interpretierten Daten steht hier ein neues Konzept gegenüber. Datenerhebung und Interpretation stehen verständlich nebeneinander - bin kein Ingenieur.
Sauber und weiter so, möchte ich meinen.

Sauber unverständlich

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 16:28
Adrian Ahlhaus schrieb:

der dem Anspruch gerecht zu werden scheint, geht es um objektivierbare Inhalte.
Da sieht die etablierte Konkurrenz dann doch etwas blass aus. (Subjektive Tests schätze ich allerdings ebenso.)
Dem üblichen Mischmasch in "Tests" von interpretierten Daten steht hier ein neues Konzept gegenüber. Datenerhebung und Interpretation stehen verständlich nebeneinander - bin kein Ingenieur.
Sauber und weiter so, möchte ich meinen.

Wenn man viele bunte computergenerierte Testgrafiken ohne Erklärung, aber mit englischer Beschriftung als für einen Amateurfotografen hilfreich betrachtet, dann liegen Sie richtig mit Ihrer Einschätzung. Mir gehen diese pseudowissenschaftlichen, scheingenauen "Tests" auf den Zeiger.

Aussagelos

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Ehrengast)
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 17:24
Gast schrieb:

Wenn man viele bunte computergenerierte Testgrafiken ohne Erklärung, aber mit englischer Beschriftung als für einen Amateurfotografen hilfreich betrachtet, dann liegen Sie richtig mit Ihrer Einschätzung....

Zustimmung, diese Grafiken sagen ohne Vergleichsgrafiken (identischer Testaufbau) mit anderen Kameras nämlich gar nichts aus.

OhWeh

Adrian Ahlhaus schrieb:

Eingetragen von
Miriquidi
(Liebhaber)
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 20:50
Adrian Ahlhaus schrieb:

Sauber und weiter so, möchte ich meinen.

Dem möchte ich mich anschließen, sehr gute Arbeit die weit über den Rahmen der üblichen Datenblatt-Zitierei hinaus geht.

ärgern oder freuen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 17:35

Einerseits kann man sich als Canon User etwas ärgern, hat man jetzt doch die falschen Objektive daheim. Andererseits hat das auch für die Canon Fraktion mehrere Vorteile. Der 5D Nachfolger wird großartig, davon gehe ich mal aus. Und die 5D wird noch günstiger. Canon muss innovativer werden.

Man darf gespannt sein.

Gast schrieb: Einerseits

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 10:31
Gast schrieb:

Einerseits kann man sich als Canon User etwas ärgern, hat man jetzt doch die falschen Objektive daheim.

Wer als Canon User die falschen Objektive gekauft hat ist selbst schuld.
Investitionen in zweifelhafte Bildformate unterhalb des Kleinbildes haben sich schon die letzten 30 Jahre nicht gelohnt. Egal wie gross der Hype drumherum auch gepusht wurde.

Canon

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 14:53

ich liebe Canon - (Rangerfinder IV Sb2)

¡ɟdoʞ uǝp ɟnɐ lɐɯ ɥɔɐɟuıǝ ɥɔop uǝʞıɟɐɹƃ ǝıp ǝıs uǝllǝʇs

Bild von Rumpelstilzken
Eingetragen von
Rumpelstilzken
(Ehrengast)
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 18:16

dann sieht manche Kamera gleich viel besser aus.

Das ist doch bei allen Tests seit eh & je dasselbe: mit Kurven, Grafiken, bunten Bildern und vielen Fotos wird seit jeher (Stichwort Walter E. Schön, ca. 1980) Kompetenz demonstriert (zu Recht oder Unrecht bleibe mal dahingestellt), damit die Leute, die das alles nicht verstehen, dann das in Worte gefasste Fazit glauben.
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Walter E. Schön lieferte nicht eine, sondern die

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 07:27

Selbstbeweihräucherung par excellence. Lesen wollte und konnte man in der Regel nur das Fazit, was auch genügt hätte, da die Seriosität des Testes vorrangig bei der Industrie nachgewiesen werden muss, sollte die selbe bestritten werden. Man lässt sich auch nicht von seinem Arzt jede Untersuchungsmethode stundenlang erklären, sondern erwartet ein Fazit als Ergebnisse der selben.
Heute wird die testlastige, von Canon dominierte CoFo von vielen kleinen Walter E. Schöns zusammengebastelt. Bildstrecken bleiben eben auf der Strecke, sind von anno dunnemals und sattsam bekannt.
Von den bereits auf die Rente ausgerichteten 'Macher' dieser Zeitschrift sind Innovationen auch nicht mehr zu erwarten. Das Heft steht zum Verkauf. Mal sehen, wo das Kuckucksei abgelegt wird und wer es wie ausbrütet. Es bleibt spannend!

Unverständlich?

Eingetragen von
Adrian Ahlhaus
(Hausfreund)
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 19:58

Was ist an Schärfekanten unverständlich? Oder an einem Siemenstern? Das ist das 1x1 der fotografischen Technik, gab es schon zu den ausschließlichen Filmzeiten.
Wie kann man die Farbwiedergabe beschreiben ohne z.B. Imatest, ColorChecker oder IT8? Das ist Handwerkszeug. (Imatest beschreibt den Test ausführlich auf der eigenen Website. Und was es mit DeltaE auf sich hat? Dazu gibt es eine Website auf deutsch, siehe http://www.deltae-ic.de. Wer McAdams-Ellipsen nicht versteht, nun gut, ist aber kein großes Geheimnis.
Und ja, mein Monitor ist kalibriert. - Es geht eben nichts über eine fundierte Ausbildung. So einfach ist das.

nikon d 700

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 20:53

ich arbeite seit über 25 jahren als pressefotograf und gestehe jetzt und hier.....ich habe noch nie eine kamera anhand von testtabellen, testfotos, schärfekurven usw. usw. gekauft, die kamera muss arbeiten und das gut und zuverlässig.
meine alten nikon d1x en machen heute noch fotos, da können sich die meisten verstecken, richtige arbeitspferde. keine zeitung oder zeitschrift hat sich je über zu wenig pixel beklagt.

den größten reinfall mit einer kamera erlebte ich mit einer nikon d 80, einfach nur beschi....halt was für amateure !
als nächtes kommt die nikon d 300...mal sehen was die so kann !

horst

Eine Frage des Anspruchs...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 12:48
Gast schrieb:

meine alten nikon d1x en machen heute noch fotos, da können sich die meisten verstecken, richtige arbeitspferde. keine zeitung oder zeitschrift hat sich je über zu wenig pixel beklagt.

Kommt darauf an, welche "Zeitschrift" man beliefert. Wen beliefern Sie?
Die BUNTE druckt inzwischen selbst große Fotos von der Handycam ganz ungeniert in grauenhafter Qualität ab - wenn nur ein bekloppter Promi darauf zu erkennen ist. Das ist aber kein Maßstab. Jede professionell geführte Bildagentur, die Magazinkunden hat und jedes halbwegs anspruchsvolle Magazin, das ganzseitig oder doppelseitig druckt, wird D1X-Dateien als zu klein ablehnen. Zu Recht.

dazu fällt mir nur eines ein:

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 23:06
Adrian Ahlhaus schrieb:

Was ist an Schärfekanten unverständlich? Oder an einem Siemenstern? Das ist das 1x1 der fotografischen Technik, gab es schon zu den ausschließlichen Filmzeiten.
Wie kann man die Farbwiedergabe beschreiben ohne z.B. Imatest, ColorChecker oder IT8? Das ist Handwerkszeug. (Imatest beschreibt den Test ausführlich auf der eigenen Website. Und was es mit DeltaE auf sich hat? Dazu gibt es eine Website auf deutsch, siehe http://www.deltae-ic.de. Wer McAdams-Ellipsen nicht versteht, nun gut, ist aber kein großes Geheimnis.
Und ja, mein Monitor ist kalibriert. - Es geht eben nichts über eine fundierte Ausbildung. So einfach ist das.

Klugscheißer, von Ihrem Geseier ist mir schon immer übel geworden!

Was den Test anbelangt. Ich brauchs auch nicht untermauert mit diesen Grafiken und ermittelten Werten. Wer sich mit der Fotografie intensiv beschäftigt und das schon länger, kann sich ein Urteil über eine Kamera bilden, wenn er sie etwas länger in der Hand hat. Da braucht es meiner Ansicht nach keinen Siemenssterntest, ImaTest und Co. Und letztendlich ist auch danach das Fazit immer subjektiv. Und wer einmal eine D300 oder D3 in der Hand hatte, der hätte sich eh gewundern, wäre diese D700 "schlecht" ausgefallen. Jedem Fotografen mit gesundem Menschenverstand war klar, dass Nikon hier keinen Mist auf den Markt bringt, sondern eine handfeste, zeitgemäße Kamera. Bleibt noch zu sagen, dass 2500 Euronen (oder von mir aus bald auch um die 2000,- Straßenpreis) immer noch ne Menge Holz sind, die man erstmal aufbringen muss.

Immer langsam Dirty Harry

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 22:51

und wenn Herr Ahlhaus einen Kamerabericht mit Fazits und Aussagen aber ohnne Siemensstern etc liefern würde, dann würde es wiederum heissen, der Testbericht wäre unseriös. Ist doch immer wieder das gleiche, egal was man wie macht, genörgelt wird sowieso.

Schein und Sein

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Freitag, 18. Juli 2008 - 14:22
Adrian Ahlhaus schrieb:

Was ist an Schärfekanten unverständlich? Oder an einem Siemenstern? Das ist das 1x1 der fotografischen Technik, gab es schon zu den ausschließlichen Filmzeiten.

Ich kann zwar auch was mit all diesen Begriffen anfangen, aber ich kann durchaus nachvollziehen, dass es Leute gibt, die nichts damit anfangen können und [b]wollen[/b]! Meine Vorredner haben schon ein bisschen Recht, wenn sie – interpretier ich das richtig – schreiben, dass manche Tester bzw. Redaktionen mit vielen bunten Charts und durch die Verwendung möglichst vieler Fachbegriffe dem Leser imponieren wollen. Jedenfalls mögen zwar solche Begriffe zum 1x1 der fotografischen Technik gehören, aber man muss sich nicht unbedingt mit dem Teilgebiet der fotografischen Messtechnik auskennen, um auch die wesentlich wichtigere fotografische Aufnahmetechnik zu beherrschen. Und das unterscheidet auch die Theoretiker/Pixelzähler/"Measurbators" von den Praktikern; irgendwelche Messwerte und Grafiken haben nur eine begrenzte Aussagekraft über die Praxistauglichkeit einer Kamera und dienen oft mehr dem Schein als dem Sein...

In diesem Fall

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Freitag, 18. Juli 2008 - 18:58

muss ich Adrian Ahlhaus recht geben. Ich finde das dieser Kameratest sehr sorgfältig und kompetent durchgeführt wurde. Dazu gehören auch Meßwerte mit Software wie Imatest, Farbtafel wie ColorChecker usw. Wem die Grafiken zu unverständlich sind, kann ja den Text lesen, der Autor gibt dort zu den Grafiken auch eine Bewertung ab. Wer auch davon überfordert ist, braucht nur die Einleitung zu lesen dort steht ja ein Resümee.
ROG

Yes Sir!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 17. Juli 2008 - 19:40

"Die Nikon D700 ist meiner Meinung nach eine hervorragende Kamera, die nur sehr wenige Punkte aufweist, die mir weniger gut gefallen. Viele Vorteile gegenüber der D3 - wie etwa das geringere Gewicht, die kleinere Gehäuseform, der fast halb so hohe Preis (zur Zeit der Veröffentlichung), die bequemere Handhabung (weil etwas „einfacher“ konzipiert) - wiegen die wenigen Punkte mehr als auf, die ich nicht so gerne mag, wie etwa den nicht 100% darstellenden optischen Sucher oder die ein wenig knapper konzipierte Akkuleistung." O.K!

Dazu aus meiner Sicht der fehlende dreh- und ausklappbare TFT für die, die sich das zu visierende Motiv nicht nur aus der Idealperspektive anschauen müssen und final die nicht mehr zeitgemäße Auflösung: min 17 Mpx sollte bei so einer Kamera und bei dem Preis als zukunftsfähiges Invest in jedem Fall drin sein. Aber sonst . . .

Prust!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 10:08
Gast schrieb:

Dazu aus meiner Sicht der fehlende dreh- und ausklappbare TFT für die, die sich das zu visierende Motiv nicht nur aus der Idealperspektive anschauen müssen und final die nicht mehr zeitgemäße Auflösung: min 17 Mpx sollte bei so einer Kamera und bei dem Preis als zukunftsfähiges Invest in jedem Fall drin sein. Aber sonst . . .

Eine Digitalkamera als zukunftsfähiges Invest. Ich kann nicht mehr...

final zeitgemäß

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 11:19
Gast schrieb:

und final die nicht mehr zeitgemäße Auflösung: min 17 Mpx sollte bei so einer Kamera und bei dem Preis als zukunftsfähiges Invest in jedem Fall drin sein. Aber sonst . . .

Na ja, wenn die Auflösung nur nicht zeitgemäß ist. Schlimmer wäre ja, wenn sie nich anforderungsgemäß wäre.

Wen die 700 nicht "zeitgemäß" erscheint, dem sei das 65MPix-Teil empfohlen, das man für schlappe knapp 30.000 Ocken oder so kaufen kann. Wenns denn zeitgemäß sein muß.

So, so

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 12:56
Gast schrieb:

... und final die nicht mehr zeitgemäße Auflösung: min 17 Mpx sollte bei so einer Kamera und bei dem Preis als zukunftsfähiges Invest in jedem Fall drin sein. Aber sonst . . .

Nur 17 MP? Warum so bescheiden? Ein echter Amateur BRAUCHT für ein "zukunftsfähiges Invest" mindestens 27 MP! Schließlich legt ja schon die lateinische Wurzel des Wortes "Amateur" nahe, dass der betriebswirtschaftliche Return on Investment bei Amateur-Aktivitäten an erster Stelle steht...
(kicher! Ironie-Modus aus. Kopfschüttel)

Ich glaube nicht,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 19:15

dass das eine reine Amateurkamera ist. Eher eine für professionelle Zwecke, als auch für anspruchsvolle Nutzer wie Grafiker, Architekten, usw., die jetzt nicht in erster Linie ihr Geld mit fotografieren verdienen, aber durchaus einen analogen Anspruch an die Kamera haben. Solche, die das Gerät vor allem auch für Zwecke einsetzen, die ihren beruflichen Dingen förderlich ist. Da kann es schon vorkommen, dass man eben Bilder in hoher Detailauflösung braucht, die dann in Grafiken jenseits der DIN A2-Grenze ausgedruckt werden, ohne erkennbare JPG-Artefakte und Skalierungunschärfen usw.

Oder eben auch für privat oder im Büro, als superdetailliertes Foto auf Alucopond hinter Plexi beispielsweise. Jedenfalls würde ich keine Kamera für den Preis kaufen, die gerade mal ein paar Pixel mehr Auflösungsbreite herbringt, gemessen gegenüber einer 10 Mpx-Kamera und das auch noch dazu bei einer KB-Sensor-Kamera, die im Prinzip sehr viel mehr leisten kann(24 Mpx sind ja schon in der Pipeline). Das lohnt sich dann in meinen Augen einfach noch nicht. Da kann man praktikabler einfach erst mal sein 10 Mpx-Schätzchen weiter benutzen, oder, wenn man früher zuschlagen will, eine sehr gute Pentax kaufen. Die kommt auch schon in die Nähe. Spätestens nächstes Jahr ist der Standard ohnehin bei 16 - 17 Mpx. Geben tuts die Sensoren im Prinzip ja bereits. Es ist in meinen Augen aber wieder mal superärgerlich, dass auch Nikon der üblichen Masche verfällt, die Sensoren häppchenweise an Kundschaft zu verfüttern, damit die im Anblick höherer Auflösungswerte dann wiederum einen neueren Body kauft/kaufen muss. Wenn man schon weiß, dass das kein haltbarer Status ist, sehe ich einen wie auch immer gearteten "Return on Invest", wenn davon in der Sache überhaupt sprechen will, schon gleich gar nicht.

Aber, das muss ja schließlich jeder selber wissen . . .

Ja stimmt und

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 23:08

ich glaube auch nicht, dass Die D700 allzu lange status quo bleibt, denn die 12 MP sind, da sind sich wohl fast alle einig, weder Zeitgemäß, noch angebracht. 17 bis 24 MP wären im Jahre 2008 wohl zu erwarten. Ich nehme stark an, dass Nikon das gleiche macht, wie mit der D40, bei der kurze Zeit nach der Markteinführung dann eine D40x mit einem deutlich höher auflösenden Sensor rauskam. Ich tippe mal auf Eine D3x und eine D700x beide mit 21 MP, aber erst nachdem Canon seine EOS 5D Mk II bekannt gibt, die wahrscheinlich so um die 16 bis 17 MP haben wird. Das alles wohl aber erst zur Weihnachtszeit 2008.

-----
SENFI

Absolut und

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 19. Juli 2008 - 09:44

auf den Punkt gebracht!

Im Grunde, wenn ichs auf das Ende betrachte, ist diese Kamera in der Form eher eine Frechheit.

Sorry,aber jeder Kommentar

Eingetragen von
Gast
am Montag, 04. Januar 2010 - 23:12
Gast schrieb:

ich glaube auch nicht, dass Die D700 allzu lange status quo bleibt, denn die 12 MP sind, da sind sich wohl fast alle einig, weder Zeitgemäß, noch angebracht. 17 bis 24 MP wären im Jahre 2008 wohl zu erwarten. Ich nehme stark an, dass Nikon das gleiche macht, wie mit der D40, bei der kurze Zeit nach der Markteinführung dann eine D40x mit einem deutlich höher auflösenden Sensor rauskam. Ich tippe mal auf Eine D3x und eine D700x beide mit 21 MP, aber erst nachdem Canon seine EOS 5D Mk II bekannt gibt, die wahrscheinlich so um die 16 bis 17 MP haben wird. Das alles wohl aber erst zur Weihnachtszeit 2008.

-----
SENFI

... der eine Aussage bzgl. zu niedriger Auflösung des D700 Sensors beinhaltet, ist einfach nur hohles Gebrabbel absolut ahnungsloser Marketing-Opfer und Canon-Käufer. Zwischenzeitlich haben wir das Jahr 2010 und nach wie vor ist die D700 eindeutig das Mass der Dinge. Jedes auf sinnlose 17 oder noch mehr MP aufgeblasene Kameramodell ist und bleibt Canon-Marketing-Blödsinn, der sich nicht ansatzweise in besserer Bildqualität niederschlägt. Sehr interessant sind auch die vielen Kommentare der Oberschlauen, die in ihren wunderbaren Ausführung die absolute Notwendigkeit guter Objektive für gute Bildqualität völlig wegignorieren. Da kann ich nur lachen. Aber kauft euch ruhig weiter irgendwelche MP-Monster und schraubt dann die sensationellen 100 EUR 18-55 Kitlinsen vorne drauf. Viel Spass. Ich lach mih schlapp!

Schubladendenken

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Samstag, 19. Juli 2008 - 11:32
Gast schrieb:

Ich glaube nicht, dass das eine reine Amateurkamera ist.

Ich finde, dass diese ganze Kategorisierung à la "Dies ist eine Amateurkamera" und "Dies ist eine Profikamera" sowieso lächerlich ist! Eine Kamera definiert bzw. qualifiziert sich [b]nicht[/b] durch ihre technischen Daten und/oder durch irgendwelche Testergebnisse als Amateur- oder Profikamera, sondern durch den Gebrauch den man von ihr macht.

Streng genommen ist selbst eine 100-Euro-Kompaktknipse eine "Profikamera" sobald man seinen Lebensunterhalt mit den damit gemachten Fotos verdient. Ganze Reportagen sind mit digitalen Kompaktkameras gemacht worden; so manches prämiertes Bild ist auch schon mit einer analogen Wegwerfkamera entstanden. Über die Schönheit des Resultats entscheidet in erster Linie immer noch das Motiv und das Talent des Fotografen; ein professioneller (im Sinne von methodisch arbeitender) Fotograf wird auch so manche technische Einschränkung seiner Kamera zu umgehen wissen. Umgekehrt gibt es viele "Profikameras", die im Besitz absoluter Stümper bzw. talentloser Hobby- und Berufsfotografen sind und mit denen ziemlich üble Fotos (vielleicht nicht von der rein technischen Bildqualität, aber vom ästhetischen Standpunkt her) gemacht werden; insofern ist die Klassifizierung in Amateur- und Profikameras IMHO reines Schubladendenken...

Gast schrieb: "....und

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 18. Juli 2008 - 18:31
Gast schrieb:

"....und final die nicht mehr zeitgemäße Auflösung: min 17 Mpx sollte bei so einer Kamera und bei dem Preis als zukunftsfähiges Invest in jedem Fall drin sein. Aber sonst . . .

... da ist er wieder, der unausrottbare Megapixelwahn *stöhn* !

Im Knipserlager hat er für Kameras gesorgt, die schon bei ISO 100 nicht mehr ohen Gehhilfen zwei normale Schritte hintereinander laufen können, die DSLR-Crop Fraktion braucht High-end Linsen, um die Leistung durchzureichen und der Dynamikumfang verschlechtert sich mit jeder neuen Generation. Bei der fotografie zur blauen Stunde hatte ich noch nie soviel Rauschen (bei ISO 100) in den dunklen Bereichen wie mit meiner Übergangskamera aus der brandaktuellen "Komm mit mir Spielen" Fraktion.

Und nun gibt es endlich mal eine so gerade noch bezahlbare Kamera, die im Dynamikumfang endlich mal in Richtung von analogem (Negativ)-Film geht und schon wieder kommt die Forderung nach dynamikvernichtenden Megapixeln *nochmals stöhn*

VG Thomas

Die Liste der Kommentare ist viel zu kurz...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 19. Juli 2008 - 00:07

...dafür, dass es sich um eine Nikon D-SLR mit KB-VF-Sensor geht.

Ist sie eben nicht sondern die anfängliche Euphorie ist weg genauso wie KB-VF bald weg sein wird von der Bildfläche.

hm, bei den Kommentaren

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 19. Juli 2008 - 10:54

hm, bei den Kommentaren dreht es sich ja schon längst nicht mehr um den Test sondern nur noch um Megapixel...
Ich könnte mit den 12 Mpx gut leben, denn Dynamikumfang und geringes Rauschen erlauben einfach viel mehr photographische Freiheiten als ein paar Megapixel mehr. Sicherlich wären 16-18 Mpx auf längere Sicht nicht verkehrt gewesen. Aber wer die hohe Auflösung braucht wird sich die Kamera eh nicht kaufen, dafür gibt es Canon oder die bald erscheinende Sony alpha 900 und nicht zu vergessen die kommende D3x (welche übrigens den gleichen Sensor haben wird wie die alpha 900 mit ca. 24 Mpx). Also, wer es sich leisten kann soll sich die Kamera holen, alle anderen geht weiter mit eurer Billigknipse fotografieren und streitet euch ob 14, 16 oder 20 Mpx das einzig selig machende sind.

PS
Der Test war nicht schlecht aber auch nicht das gelbe vom Ei, ein paar mehr "Alltagsbilder" wären schon nett gewesen und ein bisschen mehr Datenblattrunterbeterei an der einen oder anderen Stelle vielleicht sogar angebracht gewesen. Ansonsten ein sehr guter informativer Test, der schließlich auch keinen Anspruch auf allumfassende Vollständigkeit und totale Objektivität erhebt.

Allein seelig machend?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 19. Juli 2008 - 15:47

"geht weiter mit eurer Billigknipse fotografieren und streitet euch ob 14, 16 oder 20 Mpx das einzig selig machende sind" das ist eigentlich nicht das Thema. Denjenigen, den das seelig macht, soll seelig werden. Es ist nur so, dass man schon sehr deutlich erkennen kann, dass der Status der Kamera eigentlich - viel - zu kurz gesprungen ist. Dass Nikon als Anbieter "ernsthafter" Kameras in dem Preissegment trotzdem Kameras anbietet, die schon erkennbar veraltet sind, bevor sie überhaupt richtig auf dem Markt sind, ist in meinen Augen nicht gerade ein Pluspunkt im Profil. Auch, wenn ich den erkennbaren Weg der Kameralinie ansonsten sehr gut finde.

Konsum(enten)terror

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Samstag, 19. Juli 2008 - 21:02
Gast schrieb:

Dass Nikon als Anbieter "ernsthafter" Kameras in dem Preissegment trotzdem Kameras anbietet, die schon erkennbar veraltet sind, bevor sie überhaupt richtig auf dem Markt sind, ist in meinen Augen nicht gerade ein Pluspunkt im Profil.

Was heisst hier "veraltet"?!? Nur weil die D700 keinen neuen Auflösungsrekord setzt!?! Ist der Konsument schon so "verdorben", dass er alle zig Monate neue Modelle erwartet, die die gesamte Konkurrenz von den nackten Zahlen bzw. von den technischen Daten her unbedingt übertrumpfen müssen?!? Ich finde es gut, dass Nikon da besonnen/zurückhaltend bleibt und nicht die Trends zu immer kürzeren Produktzyklen bei immer höheren Pixelzahlen mitmacht. Es ist IMO schon traurig genug, dass Nikon sich dem Konsum(enten)terror beugen musste und auf Druck der Konsumenten Vollformatkameras herausbringen [b]musste[/b]! Da kann man Nikon nur wünschen, dass sie der arg verschrobenen Erwartungshaltung der "Ich brauch noch mehr Pixel"-Fraktion nicht so schnell nachgeben...

Es riecht danach und das ganz deutlich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 20. Juli 2008 - 13:00
DingDongDilli schrieb:
Gast schrieb:

Dass Nikon als Anbieter "ernsthafter" Kameras in dem Preissegment trotzdem Kameras anbietet, die schon erkennbar veraltet sind, bevor sie überhaupt richtig auf dem Markt sind, ist in meinen Augen nicht gerade ein Pluspunkt im Profil.

Was heisst hier "veraltet"?!? Nur weil die D700 keinen neuen Auflösungsrekord setzt!?! ...

So wie es bereits auch Analysen der Nikon D3-Firmware ergaben sieht es danach aus, dass der Sensor der D3 wie D700 ein 24MPx-Sensor ist, welcher auf 12MPx per Pixelbinning bzgl. Empfindlichkeit und Rauschen optimiert wurde.

DALSA/PhaseOne haben ja ähnliches beim 60+ MPx FFT-CCD signalisiert.

Die Überlegung ist nun ob man in einer Nikon D3 durch Hacken ähnlich wie bei der EOS 300D Funktionen freischalten kann.

DALSA/PhaseOne geben ja eigentlich bereits ein Signal, dass der Sensor nicht ausgetauscht werden muß sondern etwas anderes um "Mehr aus dem Sensor" zu holen.

Digitalbacks von PhaseOne sind so kann ich mir vorstellen durchaus geeignet aufgebaut. PhaseOne wird sicherlich fähig sein dem jew. Fotografen einen neuen Proz. "zu sockeln" und neue Firmware einzuspielen.

Der Nikon D3 Fotograf der mehr alles bzw. mehr aus dem eingebauten 24MPx-Sensor herausholen will wird nicht bessere tun können als sich eine Nikon D3x mit 4 anstatt nur 2 verbauten XSpeed-Proz.-Äquivalente NEU zu kaufen.

Während PhaseOne dem Fotografen in das Schicke aus Alu gefertige Digitalback nach 4 weiteren Jahren die nächste Proz.-Generation sockelt kauft sich der Nikon-Fotograf die D4 mit einem zwar neuen Sensor drin der aber nicht wirklich sichtbar viel bringt.

Somit kommen wir dann bereits auf ca. 15.000 Euro bei Nikon und soweit der PhaseOne-Kunde schlau ist und sich mit 21MPx begnügt auf 10.000 - 15.000 Euro.

Eine KB-VF-Kamera ist heutzutage eine Wegwerf-Ware.
Ein Digitalback entwickelt sich immer mehr zur langfristigen Investition und Leica hat bereits signalisiert egal ob Leica M oder Leica R ebenfalls durch eine modulare Bauweise dem Fotografen für ein und denselben Body eine langfristige Garantie auf "Hardware"-Upgrades anzubieten.

Die Sensoren sich tatsächlich an einem Punkt angereicht bei dem das meiste nur noch durch die Software optimiert werden kann. Eine Kamera mit 4T-CMOS-Sensor kann so und so nur dank bestimmter Bildsignal-Manipulation saubere Bilder liefern. Schlagwort "Pixel Crosstalking".

Canon gibt zwar damit an, dass auf KB-VF auch 54MPx erreichbar sind. Daß wird aber eine Utopie bleiben.

Bis auf weiteres werden 24MPx-Sensoren in KB-VF und 60+ MPx-Sensoren im digitalen Mittelformat die MPx-Rekordmarke definieren. Alles was sich darunter abspielt wird zunehmend jenseits des Sensors "Hardware"- und "Software"-defined sein.

Nun fragt man sich was passiert mit APS-C und FT?

Nachdem diese Sensor-Größen den größten Marktanteil haben wird man entsprechend viel in neue Innovationen investieren.
Die wirklich wegweisenden neuen Sensor-Technologien werden hier als erstes Fuß fassen.
Foveon X3 hat sicherlich seine Vorteile aber eben auch Nachteile die weder Kodak noch Foveon bereinigen konnte.
Der 3T-NMOS/LiveMOS-Sensor ist aus heutiger Sicht der einzige Hoffnungsträger der Digitalfotografie wenn es um einen innovativen APS-Sensor geht (APS...Active Pixel Sensor). Alle anderen Sensorlösungen wie auch die heiß diskutierten Organic-CMOS von Fujifilm funktioneren noch nicht. Der 3T-NMOS von Panasonic/Maicovicon funktioniert obwohl selbst NMOS-Spezialist Hamamatsu das für Fotografie sich nur schwer vorstellen hat können.

Panasonic bewegt sich sehr eigenwillig wenn man das Verhalten der Panasonic-Sensoren einmal näher betrachtete hat geht es aber eben in die richtige weil bessere Richtung.

Warum geht Panasonic aktuell in der Öffentlichkeit nicht wie Sony und Samsung ähnlich aggressiv in die Vollformat-Richtung?

Sony, Samsung und Canon konzentrieren einen großen Teil Ihrer Investitionen in Produkte die sehr bald von Herstellern wie DALSA/PhaseOne in Frage gestellt werden.

Verdientes Geld kann man va. im Klein-Sensoren-Bereich zählen.

DALSA/PhaseOne wird weniger Sensoren bzw. Digitalbacks wie bisher verkaufen. Man wird mit weniger Aufwand sich darauf konzentrieren Know-How zu verkaufen.
Quasi HaaS und SaaS im Fotografie-Bereich (HaaS...Hardware as a Service; SaaS...Software as a Service). Willst Du mehr aus dem Sensor herausholen dann rüste den Prozessor und die Firmware auf.

Was war die Antwort auf die Darstellung gegenüber Olympus, dass man aus dem Kodak FFT CCD in der E-1 mehr rausholen könnte?
Die Antwort war, dass der Flash-Speicher für die Firmware bereits voll ist und der ASIC von seiner Rechenleistung am Ende.

Vergeßt das Megapixel-Rennen. Die Sensoren va. im KB-VF-Bereich sind so ausgelutscht, dass alles mit Rechenleistung und Firmware-Funktionalität (Code-Umfang) steht und fällt.

Warum einen 24MPx-Sensor NUR für eine Nikon D3x fertigen wenn man den auf 12MPx gedrosselt auch in einer Nikon D3 und Nikon D700 verbauen kann?

Langrfristige Investitionen

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 20. Juli 2008 - 17:25
Zitat:

Eine KB-VF-Kamera ist heutzutage eine Wegwerf-Ware.
Ein Digitalback entwickelt sich immer mehr zur langfristigen Investition und Leica hat bereits signalisiert egal ob Leica M oder Leica R ebenfalls durch eine modulare Bauweise dem Fotografen für ein und denselben Body eine langfristige Garantie auf "Hardware"-Upgrades anzubieten.

Ein modulares System muss IMO nicht unbedingt sein. Tatsache ist doch, dass selbst schon 12 Megapixel mehr als genug für die meisten fotografischen Anwendungen sind. Nicht mal unter Profifotografen braucht jeder höhere Auflösungen; die Handvoll Hochglanzkatalog-Fotografen und Fotografen deren Kunden höhere Auflösungen für großformatige Ausdrucke brauchen, arbeiten sowieso schon längst mit Digibacks und haben da nicht auf die D3, D700 oder EOS 1Ds III gewartet...

Ob eine Kamera eine langfristige Investition ist, entscheidet IMO nicht das Mithalten mit der technischen Entwicklung. Wer eine D3 oder D700 professionell einsetzen will, hat ganz genaue Ansprüche an eine Kamera und wird sich die Kamera kaufen, die diesen Ansprüchen **JETZT** gerecht wird. Ob die Kamera eventuell in der Zukunft zu mehr fähig wäre, dürfte den meisten professionellen Fotografen recht herzlich egal sein. Rein finanziell gesehen ist eine Kamera nach 3-5 Jahren (steuerlich) abgeschrieben und es geschieht recht selten, dass man innerhalb eines solchen Zeitraums plötzlich z.B. vom Pressefotografen zum Modefotografen wird bzw. die Kunden plötzlich doppelt oder dreimal so hohe Auflösungen verlangen wie bisher. Eher im Gegenteil. Der Trend geht ja derzeit zu einer Verlagerung der Medien und der Werbebranche ins Internet und im WWW braucht man nun wirklich nicht Auflösungen oberhalb der 20-Megapixel-Grenze...

Zeugen Jehovas der Fotobranche

Eingetragen von
Gast
am Montag, 21. Juli 2008 - 11:39

12 MP zu wenig
ab 16 MP fängt Vollformat an interessant zu werden. Die d700 würde ich mit einem Fussballspieler in Ballettschuhen vergleichen.
Super Ausstattung und super Performance, aber leider nur 12 MP.

Ihrer Argumentation, die 12 MP seien ausreichend, kann ich nicht folgen. Da kann man ja gleich sagen, Handyauflösung sei genug, da die Bildzeitung diese drucken würde.

No no! Not with me sowhat!

Und hören Sie endlich auf die Konzerne in Pauschal-Schutz zu nehmen und die Kunden als Terroristen zu bezeichnen.

Und für Sie Mr FT gilt nach wie vor: erfundene Fachwörter und jede Menge blabla machen sie nicht überzeugender. Und nehmen Sie endlich mal ein Paar Stunden Deutschunterricht.

Ihre ständige FTT-TTF-CCD-FT-Predigt wird die Masse bestimmt nicht zum Olympus-Glauben bekehren und sie vom falschen Weg der FullFrame-Sünde abbringen.

Ja, Sie sind die Zeugen Jehovas der Fotobranche.

MfG
Gast

Fundamentalisten der Fotobranche

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Montag, 21. Juli 2008 - 12:50
Gast schrieb:

Ihrer Argumentation, die 12 MP seien ausreichend, kann ich nicht folgen. Da kann man ja gleich sagen, Handyauflösung sei genug, da die Bildzeitung diese drucken würde.

Tatsache ist, dass man mit 12 Megapixel locker 30x40cm-Abzüge in Angriff nehmen kann und bei normalem Betrachtungsabstand ein 50x60cm-Print auch noch gut durchgeht. Werden die Fotos nicht auf Papier belichtet, sondern gedruckt (Offset-Druck o.ä.) sind dank Rasterung ebenfalls größere Formate machbar. Aber es ist ja klar, dass jeder Fotograf unbedingt über 20 Megapixel braucht, um Bilder für den Ikea-Katalog zu liefern, gell?!?

Zitat:

Und hören Sie endlich auf die Konzerne in Pauschal-Schutz zu nehmen

Ja, ja. Wer nicht ins gleiche "Wir brauchen mehr Auflösung"-Boxhorn bläst, steckt mit Nikon & Co. unter einer Decke, nicht wahr!?! Böse, böse Konzern-Sympathisanten!

Zitat:

und die Kunden als Terroristen zu bezeichnen.

Tja. Nur weil der Kunde König ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er sich wie ein kleiner Tyrann aufführen kann bzw. darf...

Zitat:

Und für Sie Mr FT gilt nach wie vor

Hab ich irgendwo in dieser Diskussion was von FT geschrieben!?! Leiden Sie unter FT-Verfolgungswahn!?!

Zitat:

erfundene Fachwörter

Wie zum Beispiel???

Zitat:

Und nehmen Sie endlich mal ein Paar Stunden Deutschunterricht.

Gerne. Sobald Sie beim Anti-Aggressionskursus waren...

Zitat:

Ihre ständige FTT-TTF-CCD-FT-Predigt wird die Masse bestimmt nicht zum Olympus-Glauben bekehren und sie vom falschen Weg der FullFrame-Sünde abbringen.

Ich glaube Sie verwechseln mich da mit einem anderen Diskussionsteilnehmen. Aber es wäre ja auch uuuuunnnndenkbar, dass gleich mehrere Diskussionsteilnehmer dass FullFrame-Konzept nicht für das einzig Wahre halten, gell?!?

Zitat:

Ja, Sie sind die Zeugen Jehovas der Fotobranche.

Wäre immer noch besser als solche Fundamentalisten der Fotobranche ("Kampf den Ungläubigen") Ihres Schlages...

Zitat:

MfG

Wer es nicht mal fertig bringt, eine Diskussion ohne persönliche Anfeindungen und ohne aggressiven Unterton zu führen, sollte seine Beiträge nicht mit "Mit ***FREUNDLICHEN*** Grüßen" signieren...

[/quote]

Gast schrieb: 12 MP zu

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 23. Juli 2008 - 14:07
Gast schrieb:

12 MP zu wenig
ab 16 MP fängt Vollformat an interessant zu werden. Die d700 würde ich mit einem Fussballspieler in Ballettschuhen vergleichen.
Super Ausstattung und super Performance, aber leider nur 12 MP.

Au contraire!

Aber ich möchte nicht für jene sprechen, die aus welchen Gründen auch immer maximale Auflösungen benötigen.
Ich würde mir statt des Pixel-Wahns, der ja zusätzlich mit 2x steigendem Speicherbedarf (Chip und Archiv ) einhergeht, Verbesserungen bei Emfindlichkeit und Rauschverhalten wünschen.
Mit den 5% der Situationen wo ein Bildausschnitt die mangelnde Optik ersetzen muss muss man als Nicht-Profi halt leben (lernen).

H.L.

Respekt, Ihr Weltbild ist reichlich verschoben.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 21. Juli 2008 - 09:34

Im Moment deutet alles darauf hin, dass Kleinbild auf dem Weg ist, seinen bisherigen Platz wieder einzunehmen. Das APSc-Format behauptet sich im Einsteigersegment. Mittelformat bietet lediglich noch gestalterische Vorteile. Für Winzsensoren sprich inzwischen gar nichts mehr, die Peripherie macht inzwischen den Preis und der einzige Grund für kleine Sensoren von Oly und Co. war zu der Entstehungszeit des 4/3-Systems der Preis!!! Doch kommen jetzt erst so langsam die Kameras wo Kleinbild längst wieder bezahlbar ist...Krasse Fehlentscheidung.

Was Nikon wieder alles angeblich falsch macht...

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Gast
am Montag, 21. Juli 2008 - 09:40

"Warum einen 24MPx-Sensor NUR für eine Nikon D3x fertigen wenn man den auf 12MPx gedrosselt auch in einer Nikon D3 und Nikon D700 verbauen kann?"

1. Vielleicht, weil Nikon nicht blöd ist?
2. Vielleicht, weil dann der Preis erheblich höher, und für viele ambitionierte Amateure zu hoch ausgefallen wäre.
3. Vielleicht, weil dann die höheren und hohen Empfindlichkeiten leiden würden. (Wer schreit denn immer am lautesten, wenn es ums Rauschen geht? Richtig, die Amateure!)

Mit etwas Nachdenken kommt man seltsamerweise auf viele gute Gründe, weshalb die D700 "nur" 12 Megapixel hat.

Wunschdenken

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Gast
am Montag, 21. Juli 2008 - 09:59
Gast schrieb:
DingDongDilli schrieb:
Gast schrieb:

Dass Nikon als Anbieter "ernsthafter" Kameras in dem Preissegment trotzdem Kameras anbietet, die schon erkennbar veraltet sind, bevor sie überhaupt richtig auf dem Markt sind, ist in meinen Augen nicht gerade ein Pluspunkt im Profil.

Was heisst hier "veraltet"?!? Nur weil die D700 keinen neuen Auflösungsrekord setzt!?! ...

Eine KB-VF-Kamera ist heutzutage eine Wegwerf-Ware.
Ein Digitalback entwickelt sich immer mehr zur langfristigen Investition und Leica hat bereits signalisiert egal ob Leica M oder Leica R ebenfalls durch eine modulare Bauweise dem Fotografen für ein und denselben Body eine langfristige Garantie auf "Hardware"-Upgrades anzubieten.

Über welche Wahrnehmung verfügen Sie?
Leica hat das Digital-Back zur R8/9 zu einem Preis angeboten, der über dem einer kompletten AF-DSLR (Nikon D2x) lag. Was ist an diesem Konzept fortschrittlich? Und offensichtlich hat sich Leica von seinem Modulkonzept längst wieder verabschiedet, oder haben Sie etwas von einem DMR, Typ II gehört? Ich nicht.
Na, und davon, dass man bei der M8 den Sensor tauschen kann, weiß ich auch nichts. Ich kenne als einzig lächerlichen Upgrade nur die Option, zu einem Mondpreis den Verschluss leiser machen zu lassen und die Monitorabdeckung gegen ein kratzfestes Scheibchen austauschen zu lassen. Sorry, aber Leica taugt bestenfalls als schlechtes Beispiel für Vieles, aber nicht als Innovationsführer.

Frage:

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Gast
am Mittwoch, 23. Juli 2008 - 11:03
Gast schrieb:

Warum einen 24MPx-Sensor NUR für eine Nikon D3x fertigen wenn man den auf 12MPx gedrosselt auch in einer Nikon D3 und Nikon D700 verbauen kann?

Jedes wievielte Pixel in X - und Y - Richtung möchten Sie denn gerne abschalten, um softwaremäßig aus einem 24 MP-Sensor einen 12 MP-Sensor zu machen?

Träumen...

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Gast
am Samstag, 19. Juli 2008 - 11:19

kann soooooo schön sein!

Ohjeee

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Gast
am Mittwoch, 23. Juli 2008 - 11:13

Also das ist echt mal peinlich, was man hier liest!!!! Was soll diese Diskussion über Megapixel? Ich wette die meisten, die hier tausende von MP wollen, haben noch NIE ihre Fotos ausgedruckt *kopfschüttel* In unserer digitalen Zeit macht das doch ehh kaum noch ein jemand - alles geht in Web und da bringen einem >12MP ziemlich viel :-/ Mittlerweile kann sich doch jeder die Kamera kaufen, die er für seine Ansprüche braucht, also wer mehr als 12MP braucht kauft halt keine D3/700.

Schönen Gruß
Robert

megapixel

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Gast
am Donnerstag, 24. Juli 2008 - 22:17

Ich fotografiere schon seit 28 Jahren mit Spiegelreflex und seit 10 Jahren digital aber nicht Spiegelreflex weil die Qualität der Digitaltechnik noch schlechter als die eines guten Films+Scanner ist. Jetzt nähert sich die Zeit wo der Film auch Qualitativ keine Alternative ist. Ich denke so zwischen 17 und 25 Megapixel kann man anfangen zu zählen ob man genug Geld hat oder eine Kamera seiner Lieblingsfirma verfügbar ist. Die Analogfotografie hat dann keine Vorteile mehr.

D700

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Gast
am Sonntag, 27. Juli 2008 - 13:16

Schön das Nikon so gut abschneidet, wie schon die hochgelobte D 300. Indes wollen wir mal hoffen, dass nicht wieder die Rauschunterdrückung wie bei der D 300 die Bilddetails vernichtet um hohe Rauchfreiheit vorzutäuschen. Canon hat bereits auf die "beschiedene" Bild- Qualität bei den neuen Modellen(450, 1000) reagiert und etwas weniger aggressiv kastriert.
Wie es anders geht kann man an der Pentax K 20 D sehen. Höchste Detailabbildung in der Klasse der Semipro.

Vergleich Rauschen D300 und D700

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Gast
am Mittwoch, 20. August 2008 - 10:50

Mich würde vor allem interessieren, ob es bei höheren ISO-Werten (z.B. 3200) bei der D700 im Vergleich zur D300 ein deutlich verringertes Rauschen gibt. Ich finde die D300 bei Aufnahmen in Räumen ohne Blitz mit ISO 3200 oft recht verrauscht. Da ich viel ohne Blitz fotografiere, wäre die D700 für mich eine Alternative, wenn sie sich hier deutlich besser schlägt.

Generell

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Gast
am Mittwoch, 03. September 2008 - 23:10

Hallo zusammen,

ich finde es echt lustig, dies hier alles zu lesen! Ich habe eine 'alte' F5 und bin aüßerst zufrieden mit dem Teil. Bin kein Profi, aber habe halt Spaß an der Sache. So liebäugel ich auch mit der D700, da brauche ich mir um meine Linsen keine Sorgen zu machen. Der Bericht mag für den einen so oder so ausfallen, aber wie sich hier manche anfeinden ist schon echt traurig! Jeder soll doch SO glücklich werden wie er es für richtig hält! Und die, die abfällig herunterschauen auf die anderen können von mir aus in ihrer kleinen elitären Welt weiterleben, da passen sie am besten rein, es wird eh alles viel schicker und toller, sollen sie dort glücklich werden. Meiner Meinung nach soll sich JEDER, der meint, es ist eine tolle Kamera (die sie sicherlich auch ist), das Gerät kaufen, wenn er kann und seinen Spaß damit haben. Wer Bilder machen muß, die für vollkommen überflüssige Modemagazine oder so herhalten müssen soll einfach RICHTIG Kohle ausgeben und seine Arbeit machen und die anderen in Ruhe lassen. Wer die ganzen technischen Feinheiten haben will (oder muß), auch gut. Ist halt so.
Meine Meinung über Nikon werden die Kommentare hier sicherlich NICHT beeinflussen. Nix gegen Canon, hatte ganz früher selber mal eine und war wirklich zufrieden, keine Frage! Aber da ich auf Nikon 'eingeschossen' bin werde ich auch weiterhin in diese Richtung schauen. Und wenn gar nix mehr geht kommt die alte F2 wieder raus, die macht auch klasse Bilder und funktioniert ohne diesen ganzen Elektronik-Kram. IMMER!

Viele Grüße,
Thomas Reinert.

Gast schrieb: Hallo

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 01. Oktober 2008 - 00:59
Gast schrieb:

Hallo zusammen,

ich finde es echt lustig, dies hier alles zu lesen.. aber wie sich hier manche anfeinden ist schon echt traurig!

Besonders beeindruckt die Wortfülle und Wortwahl der Kontrahenten aus der Anonymität heraus.. Da mutiert wohl so manch biederer Familienvater zum Gralshüter der ganzen fotografischen Wahrheit. Da kann man(n) endlich das weitergeben, was er tagsüber als hierarchisch Untergeordneter aufgelastet bekommt. Zum Test: Natürlich ist er aussagekräftig. Und verhilft mir so zu einer besseren Urteilsfindung.

Für Plakate muss man halt Mittel- oder Großformat nehmen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 03. Oktober 2008 - 15:57

Höher Pixelzahl bedeutet immer höheres Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen.
Wie schon geschrieben, reichen die 12,4 Mio Megapixel für die üblichen Printformate vollkommen aus, zumal fraglich ist, ob beim Print das zuweilen geforderte Mehr an Pixeln überhaut rauszuholen bzw. sichtbar ist..
Wie bei der analogen Fotografie muss man für die hochwertige Großformat-Prints mit Detail genauer Schärfe Mittel- oder noch besser Großformat-Kameras nehmen. Jedes System hat systembedingte Grenzen, das gilt auch für die digitale Fotografie.
Wie der Autor des Tests auch schreibt: hochwertiges Scannen der Negative von Großformatkameras für solche Zwecke, insb. Landschaftsaufnahmen.
Der im Dez. 08 erscheinende Nachfolger der Canon D5 soll 24 Mio Megapixel haben. Ob diese Cam dann im Fotoalltag wirklich bessere Bilder liefert, wage ich zu bezweifeln. Ich vermute eher das Gegenteil: Dem sehr guten low-light-Verhalten wird wahrscheinlich Tribut gezollt, so dass ich eher weniger Pixel bevorzugen würde.
Knackige, dynamische und natürliche Bilder im Low-Light-Bereich ohne Blitz dürfte den All round Anwendungsbereich einer Kamera aber eher erweitern, als gelegentlich mal seine eigene Fototapete produzieren zu können.
Bei vorwiegendem Studioeinsatz mit ausreichend Lichtquellen mag dieser Gesichtspunkt weniger Bedeutung haben.

Rainer D

Grundkurs Farbmetrik ...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 18. April 2009 - 23:03

... wäre meine dringende Empfehlung an den Verfasser der obigen Zeilen.