Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre.

— Robert Bresson

Am 30.8.

  • 1820: * Gustave Le Gray (+ 1884): Pionier der künstlerischen Fotografie

BENUTZERANMELDUNG

Fotografie pur: Leica M9 im Test (aktualisiert)

Foto der M9 von LeicaMit der M9 (5495 Euro) hat Leica (endlich auch) eine Kleinbild-Vollformatkamera mit 18-Megapixel-Sensor vorgestellt. Wir nähern uns dieser außergewöhnlichen Kamera - die je nach Standpunkt entweder als „völlig veraltet“ oder als „absolut zeitlos“ eingeordnet werden kann - in einem Praxistest:

Eingangs sei angemerkt, dass ich vorbelastet bin. Meine erste eigene Leica war eine M6; die wurde mir zunächst als Testgerät zur Verfügung gestellt - und ging nie wieder nach Solms zurück. Ich habe sie gekauft, geschätzt, und mit Begeisterung damit fotografiert. Sie war für mich ein perfektes Werkzeug, ohne Frage. Vor allem für Menschen, Reportage, für Available-Light und für Aufnahmen mit (extrem) geringer Schärfentiefe habe ich sie nur zu gerne benutzt. Mit dem Noctilux 1,0/50 mm etwa habe ich mir Aufnahmebereiche erschlossen, an die ich vordem nicht im Traum gedacht hätte. Sicher, das war zu Film-Zeiten, als hohe Empfindlichkeiten nicht mal eben so am Drehrad gewählt werden konnten oder sich automatisch einstellten (und nebenbei, viel schlechtere Ergebnisse zeigten), aber auch heute ist ein extrem lichtstarkes Objektiv nicht verkehrt. Nicht zuletzt auch der möglichen geringen Schärfentiefe wegen. Das hat was, und dazu ein wenig weiter unten noch mehr.
 

Foto: thoMas
 
 
Foto: thoMas

 
Das Kamera-Konzept

Kommen wir zur M9 (Einordnung, PR und Technische Daten hier: Im Kleinbild-Vollformat: Messsucherkamera Leica M9). Und fangen wir damit an, was die Kamera ganz sicher nicht ist: Eine Kamera für jedermann. Live View? Autofokus? Filmen? Programmautomatiken? Motivprogramme? Gesichtserkennung? ... alles Fehlanzeige. Die M9 präsentiert sich als ein schwarzer Kasten, bei dem nach dem Einschalten scheinbar nichts passiert. Keine Monitorbildchen, keine Menüanzeigen, kein Gepiepse. Nichts. Scharfstellen, Bildausschnitt wählen, auslösen, fertig. Dann erst erwacht der Monitor zum Leben und zeigt das eben gemachte Foto an.

Menü der M9

Kurzcheck, ob Sie ein potentieller M9-Fotograf sind: Ja, wenn Sie das rechts abgebildete Infomenü als „übersichtlich und ausreichend“ bewerten - nein, wenn Ihnen das arg spartanisch vorkommt.

Skizze vom Messsucher der M9 von Leica

Schon der Messsucher ist so eine Sache für sich; ist ganz anders. Er zeigt ein großes Bildfeld (knapp größer als für 28 mm) und für die Brennweiten 28+90, 35+135 und 50+75 mm werden jeweils paarweise passende Leuchtrahmen eingeblendet, sowie ein Objektiv angesetzt wird. Man sieht also meistens mehr als nur den Bildausschnitt, den das Objektiv erfasst, was mir sehr entgegen kommt: Das Motiv bleibt in seinem Umfeld und das hilft mir bei allfälligen Entscheidungen, den Bildausschnitt vielleicht doch anders zu fassen, da ich auch das Andere, das bislang nicht Erfasste, sehe. Auch wenn Leica jetzt aufstöhnen dürfte angesichts des Konstruktionsaufwandes und der Genauigkeit dieses Messsuchers sei dieser Vergleich versucht: Er ist ein einfaches, helles Fenster in die Foto-Welt. Klar und deutlich sehe ich, was vor mir ist. Im Gegensatz zu Monitor und elektronischem Sucher zeigt er vieles nicht. Darunter ganz viele Daten, das annähernde Belichtungsergebnis, die Auswirkungen von Farbeffekten usw. ... Er zeigt jedoch, anders auch als ein Prismensucher, mehr als die ansonsten (im besten Fall) 100 % des gewählten Motivausschnittes. Ich habe das Empfinden, dass solchermaßen mein Foto-Blick nicht begrenzt wird, sondern erweitert.
 

Foto: thoMas

 
Im Sucher wird nur die Verschlusszeit eingeblendet; automatisch ermittelt zur vorgewählten Blende. Bei manueller Belichtungseinstellung noch eine Lichtwaage zum Belichtungsabgleich (rotes Dreieck rechts oder links, roter Punkt, wenn‘s stimmt). Das war‘s an Daten. In der Mitte der Entfernungsmesser als Scharfstellhilfe. Geht recht flott und funktioniert sehr genau. Und auch hier: Einerseits etwas fürs eher bedächtige Fotografieren (wer‘s sehr schnell braucht, der wähle ein Weitwinkel samt kleiner Blendenöffnung, stelle vorab scharf und lasse den Rest die Schärfentiefe machen). Skizze der Leuchtrahmen im Messsucher der M9 von LeicaAndererseits eine sehr anschauliche Art des Scharfstellens. Wie sich die beiden Teilbilder decken oder schon nachgeführt werden wollen, wenn sich die Scharfstellung im Motiv um wenige Zentimeter oder, in weiter Ferne, Meter, ändert - das macht die Begriffe „Scharfstellen“ und Schärfentiefe immer wieder aufs Neue anschaulich und erinnert daran, dass auch das ein Gestaltungsmittel ist. Eines, das mit einer M9, und das nur am Rande, dank sehr lichtstarker (wiewohl auch teurer) Objektivlinien auch genutzt werden kann. Fast hatte ich angesichts so vieler kleiner Sensoren und elektronischer Sucher, die mir in letzter Zeit zuhauf begegnen, dieses Gestaltungsmittel ad acta gelegt. (Nur kurz dazu: Kleine Sensoren = kurze Brennweiten = große Schärfentiefe - eine Digitalkompakte etwa erlaubt exakt null Spiel mit der Schärfentiefe, aber auch da, wo 25 mm oder 35 mm die Normalbrennweite definieren, bleiben die Möglichkeiten eingeschränkt, zumal dann, wenn wirklich lichtstarke Objektive besser als 2,8 fehlen.)

Wobei hier eingeworfen sei, dass ein Messsucher keine Schärfentiefe darstellen kann (ein Prismensucher, bzw. genauer: eine Mattscheibe, und ein Monitor können das annähernd) - der M-Fotograf muss aus der Erfahrung lernen, das Motiv „im Voraus zu visualisieren“, will heißen, sich die Schärfentiefe vorzustellen, wobei die notwendige Erfahrung in digitalen Zeiten recht schnell kommt, da das Bild auf dem kleinen Monitor der Kamera unmittelbar und zuhause auf dem großen anschaulich sichtbar wird. Weiterhin sind Belichtungs- wie Entfernungsmessung der M9 zentral angeordnet: Beide Messfelder finden sich in Suchermitte - die Messungen und die Wahl des Bildausschnitts wollen also getrennt sein. Das geht dem M-affinen Fotografen überraschend flott und ohne großes Nachdenken von der Hand, wird die anderen jedoch enervieren. (Ich schätze diese „Umstände“ sehr, weil ich die besseren Fotos mache, wenn ich derjenige bin, der die Vorgaben macht, machen muss, und deshalb immer genau um die Einstellungen der Kamera weiß.)

Foto der M9 von Leica

Die M9 folgt grundsätzlich dem händischen Bedienungsansatz: Blende, Verschlusszeit, Entfernung, Empfindlichkeit, Betriebszustand (Knopf „INFO“ = restliche Akku- und Kartenkapazität, verbleibende Aufnahmen ...) und Vorgaben (Knopf „SET“ = Weißabgleich, Belichtungskorrektur usw.) - für die wichtigsten Einstellungen gibt es einen Knopf oder Drehring. Das Kamera-Setup-Menü ist übersichtlich und auch ohne Bedienungsanleitung auf Anhieb verständlich; eigene Einstellgruppen können in Benutzerprofilen gespeichert und schnell wieder abgerufen werden.

Der Auslöser kann von „Standard“ auf „Weich“ oder „Diskret“ umgestellt werden; auch die Kombination „Diskret & Weich“ ist möglich: Im Standardmodus liegt der Messwertspeicher auf dem ersten Druckpunkt; bei „Weich“ wird da schon ausgelöst (zu Lasten des nun fehlenden Messwertspeichers) und „Diskret“ spannt den Verschluss erst dann wieder, wenn der Auslöser losgelassen wird.

Die Empfindlichkeitsspanne reicht von ISO 80/19° - 2500/35°, wahlweise fest eingestellt oder automatisch von der Kamera gewählt - auch das keine rekordverdächtigen Werte, aber ausreichend. Wobei ich rein gar nichts dagegen hätte, wenn Leica in einer künftigen Firmware-Version diese Werte ein wenig hochschraubt.

Das Kamera-System

Die digitale Technik der M9 wurde im Auftrag von Leica bei Jenoptik entwickelt, Bildsensor ist der KAF-18500 von Kodak. Mit diesem 18-Megapixel-Sensor macht die M9 Aufnahmen mit 5270x3516 Pixeln, das entspricht einer Ausgabegröße von rund DIN A3 bei 300 dpi (ja, ich weiß: Könner bzw. bestimmte Ausbelichter können auch ganz hervorragende Ergebnisse mit 200 dpi etc. ausgeben, aber eine Zahl soll nunmal genannt sein, auf dass ein Maß existiere). Foto der Rückseite der M9 von LeicaUnd obzwar sich die Gelehrten noch über die exakte Zahl streiten, sind sie sich doch weitgehend einig darin, dass Kleinbildkameras ab ca. 10-12 Megapixeln hinsichtlich der Qualität jeden analogen Kleinbildfilm übertreffen (extrem niedrig empfindliche und hoch auflösende Schwarzweißfilme, in Spezialentwickler entwickelt, vielleicht noch ausgenommen). Will heißen: Wer glaubte, dass eine Film-Leica (oder auch jede andere analoge Kleinbildkamera) gut genug sei für ein ganzes Fotografenleben, der muss sich mittlerweile auch im Digitalen keine Sorgen mehr machen. Sicher, die Sensorauflösung wird weiter steigen, aber wir sind mittlerweile bei „sehr gut“ bis „hervorragend“ angelangt - das, was da noch kommen mag, lässt dann Fleisch für extreme Ausschnittvergrößerungen, muss aber wirklich nicht partout sein.

Damit ist nun auch Leica so richtig im digitalen Zeitalter angekommen: Kleinbild-Vollformatsensor mit 18,5 Megapixeln und der Möglichkeit, so ziemlich jedes jemals seit 1954 gebaute M-Objektiv auch zu verwenden. Ausnahmen sind das Hologon 8/15 mm, das Summicron 2/50 mm mit Naheinstellung und das Elmar 4/90 mm mit versenkbarem Tubus (Herstellungszeitraum 1954–1968); Vorsicht ist zudem bei älteren Objektiven mit versenkbarem Tubus geboten: sie sollten nur mit ausgezogenem Tubus angesetzt werden, da sonst Objektiv oder Kamera beschädigt werden können.

Die aktuell verfügbaren Brennweiten reichen von 16 mm bis 135 mm. Festbrennweiten, wohlgemerkt; Zoomobjektive gibt es nicht. Die Entfernungseinstellung endet im Nahbereich bei um 1 m - nichts für Makrofotografen. Leica folgt dabei folgender Nomenklatur: „Noctilux“ = Lichtstärke um 1,0, Summilux = Lichtstärke 1,4, Summicron = Lichtstärke 2, Summarit = Lichtstärke 2,5, Elmarit = Lichtstärke 2,8 und Elmar = Lichtstärke um 4.

Foto: thoMas

Leica nutzt bei der M9 eine kamerainterne Korrektur - codierte Objektive werden automatisch erkannt, nicht-codierte können entweder umgerüstet werden oder aber man stellt im Kameramenü jeweils ein, welches Objektiv gerade benutzt wird. Anhand der in der Kamera hinterlegten Daten für die verschiedenen Objektivtypen weiß dann die kamerainterne Software, was zu tun ist, und korrigiert namentlich den Randabfall der Helligkeit (Vignettierung), was ganz hervorragend funktioniert. Die Helligkeit übers Bildfeld wird gleichmäßiger gerechnet, das aber nicht auf Kosten der (Rand-)Schärfe. Die korrigierten Daten werden in JPEG wie DNG geschrieben; also auch in die Rohdaten hineingerechnet. Wem das, aus welchen Gründen auch immer, nicht gefällt, der kann die automatische Korrektur ausschalten.

Immer aktiv hingegen ist die Rauschkorrektur: Bei hohen Empfindlichkeiten bzw. dunklen Motiven rechnet die M9 automatisch das Rauschen heraus, was ca. ein, zwei Sekunden dauert. Mangels Vergleich mit unkorrigierten Aufnahmen vermag ich nicht zu sagen, ob das gut oder schlecht ist, will aber mal annehmen, dass sich die Leica-Softwareentwickler etwas dabei gedacht haben.

Was nun die Verwendung älterer M-Objektive angeht: Die sind so gut, wie sie sind. Auch bei Festbrennweiten hat die Objektiventwicklung durchaus noch Fortschritte gemacht, obwohl die schon seit etlichen Jahrzehnten gut bis hervorragend sind, und es darunter geniale Objektivrechnungen gibt, die kaum mehr verbesserungsfähig scheinen. Dennoch hat gerade Leica bei den M-Objektiven immer wieder noch einen draufgelegt: Das einst wahrlich nicht schlechte Summilux 1,4/35 mm etwa wurde durch die asphärische Version Summilux 1,4/35 mm ASPH. (erschienen um 1995) vor allem bei Offenblende nachgerade deklassiert. Beste Ergebnisse wird man also definitiv nur mit einigermaßen neuen Objektivrechnungen erhalten bzw. es empfiehlt sich andernfalls, um 2-3 Stufen abzublenden - Blende 5,6 ist, als Faustformel, meist die Blende, bei der ein Objektiv seine beste Leistung zeigt.

Der Foto-Apparat

Fotos, gemacht mit der M9, gehören unzweifelhaft in die Gruppe „hervorragend“. Die Bildqualität ist - vom Objektiv bis zum Sensor - Spitzenqualität. Wobei die JPEGs auf die Schnelle durchaus brauchbar sind (die Screenshots vom Kerzenleuchter weiter unten zeigen ein JPEG und schon das macht den Abstand zu Kleinformaten deutlich), das volle Potential aber steckt in den RAW-Dateien (die Leica als DNG speichert). Wer beste Ergebnisse will, der muss das DNG entwickeln. Zur Untermauerung des Gesehenen planen wir auch noch einen Testtafel-Test, der genauer Auskunft geben soll über die technische Qualität der M9, und wie sie sich schlägt gegen die Konkurrenz. Das wird in bewährter Weise Georg N. Nyman machen, Technik-Tests sind nicht so meine Sache. Wenn eine Kamera Fotos macht, bin ich schon zufrieden. Ist es ein - in meinen Augen - gutes Foto, dann bin ich glücklich. Nicht, dass mir technische Qualität gänzlich unwichtig wäre, ja ich vermag mich für hervorragende Leistungen nachgerade zu begeistern. Das Zeiss-Biogon 4,5/38 mm einer Hasselblad SWC etwa ist ein unglaublich gutes Weitwinkelobjektiv und auch das schon bei Offenblende hervorragende Foto der Oberseite der M9 von LeicaSummilux 1,4/35 mm (in der asphärischen Ausführung) benutzte ich ausgesprochen gerne an der M6, obwohl 35 mm sonst so gar nicht meine Brennweite ist. Andererseits habe ich mit dem Noctilux 1/50 mm (das neue 0,95er kenne ich nicht) und dem Planar 2/110 mm, deren objektive Leistung bei Offenblende allenfalls als „befriedigend“ beschrieben werden kann, ganz zauberhafte Fotos gemacht - die geringe Schärfentiefe und auch die „Weichzeichnung“ bei Offenblende trugen maßgeblich dazu bei. Für technisch perfekte Fotos musste dann halt auf 4 oder 5,6 abgeblendet werden.

Letztlich war und ist alles in eine Kette eingebunden, an deren Ende das fertige Bild steht und die so aussieht: Aufnahme - Entwicklung und Bearbeitung - Vergrößerung (bzw. Skalierung) - Ausgabe. Und so habe ich im Laufe der Zeit gelernt, die Einzelkomponenten zwar zu schätzen, deren Qualität auch einordnen zu können, aber letztlich ein Foto vorrangig danach zu beurteilen, ob das ein gutes Bild sein wird. Und da ist nun mal das gut gesehene und umgesetzte Motiv das A und O - der ganze Rest ist nur Mittel zum Zweck. Oder, um es mal so zu fassen: Wenn das Motiv stimmt, sind 12 „schlechte“ Megapixel aus der Digitalkompakten besser als die 24 „guten“ Megapixel bei einem öden Motiv.

Dennoch haben mich auch zwei, drei Dinge auf der technischen Seite interessiert. Unter anderem die Frage, wie genau die Scharfstellung mittels Messsucher in einer digitalen Leica funktioniert. Leica weist in der Bedienungsanleitung eigens darauf hin, dass die exakte Scharfstellung bei 135-mm-Objektiven aufgrund deren geringer Schärfentiefe bei Offenblende nicht garantiert werden könne und empfiehlt ein Abblenden um zwei Stufen. Das will erläutert und verstanden sein. Hier ein Beispiel mit dem Summarit 2,5/75 mm bei Offenblende; einmal das gesamte Motiv, dann der Ausschnitt. Hieran wird deutlich, was ich mit Schärfentiefe und mit dem „Spiel mit der Schärfentiefe“ meine - und was im Kleinbild möglich ist und an exakter Scharfstellung verlangt wird:
 

Foto: thoMas
 
 
Foto: thoMas
 
 
Foto: thoMas

Das (un)mögliche Spiel mit der Schärfentiefe: Je nach Aufnahmeformat bzw. Digitalkamerasystem fällt die Schärfentiefe beim selben Motiv ganz unterschiedlich aus. Oben: das komplette Motiv. Mitte: Ausschnitt, aufgenommen mit einer leichten Telebrennweite (75 mm) im Kleinbildformat bei Offenblende (2,5). Unten: Ausschnitt, leichte Telebrennweite (13,5 mm) einer digitalen Kompaktkamera bei Offenblende (4,8).
Faustformel: Je kürzer die Brennweite, umso größer die Schärfentiefe.
Beachten Sie: Das sind lediglich Screenshots - im Original fallen die Unterschiede zwischen den Systemen noch deutlicher aus.

 

Foto: thoMas

Die Scharfeinstellung sitzt exakt „auf den Punkt“ - Aufnahmeentfernung ca. 3,2 m, fokussiert wurde auf den Leuchterarm rechts hinten; der Leuchter ist ca. 38 cm tief. Im Vergleich dazu die Aufnahme mit einer Digitalkompakten (7 Megapixel), gleichfalls bei annähernder Offenblende 4,8 (die Aufnahme wurde farblich der Leica-Aufnahme angeglichen, da deren Weißabgleich sichtlich besser arbeitet). Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das ist keine „schlechte“ Digitalkompakte - das ist Kompaktkameraniveau (ja, es geht ein wenig besser und auch schlechter, aber der deutliche Unterschied bleibt. Wer meint, dass mehr Kompakt-Megapixel besser wären, der irrt: Beste Bildqualität mit 6 Megapixeln!). Worum es hier aber eigentlich geht: Die digitalen Kompaktkameras mit ihren extrem kurzen Brennweiten (im Beispiel 6,7-20,1 mm entspr. 38-114 mm Kleinbild) mit meist moderater bis geringer Lichtstärke (Anfangsöffnung) zeigen kaum Schärfentiefe-Bereiche, sondern nur Schärfentiefe von vorn bis hinten (wobei deren große Schärfentiefe bei Nah- und Makrofotos ein großer Vorteil sein kann).

Ein konstruktionsbedingtes Problem, das Leica sehr gut in den Griff bekommen hat, ist das der Randabdunkelung. Aufgrund des fehlenden Spiegelkastens können M-Objektive weit ins Kameragehäuse hineinreichen, was Retrofokus-Konstruktionen unnötig macht und dem Konstrukteur eines Weitwinkelobjektivs weniger Beschränkungen auferlegt (er muss nicht das an einem virtuellen Brennweitenort erzeugte Bild per Optik weiter nach hinten in die Bildebene projizieren, sondern kann ein „echtes“ Weitwinkel rechnen, das direkt auf der Bildebene abbildet), was aber auch bedeutet, dass das Licht in den Randbereichen der Bildebene sehr schräg einfällt - was Sensoren gar nicht mögen bzw. woraufhin sie ein deutlich schwächeres Signal erfassen. Kodak hat die Mikrolinsen auf dem Sensor deshalb so angeordnet, dass sie zur Mitte hin weisen, um das einfallende Licht besser erfassen zu können. In einem weiteren Schritt, es klang an, korrigiert Leica mittels der kamerainternen Software die Randabdunkelung entsprechend des angesetzten Objektivs. Auch das klappt sehr gut.

Das Resümee

Man kann der Leica AG sicherlich vorwerfen, dass sie einstmalen in Teilen die Zeit verschlafen hat, sich modernen Techniken nicht schnell genug genähert hat. Belichtungsautomatik, Autofokus, digitale Spiegelreflex, ... es gibt viele Baustellen, die brach liegen blieben.

Foto: thoMas

Ist also die M9 eine veraltete Kamera bzw. folgt sie einem Konzept, das hätte unbedingt weiterentwickelt werden sollen und müssen? Ich muss gestehen, dass ich mir eine M-Leica mit Autofokus oder Programmautomatik gar nicht so recht vorstellen mag - der satte Lauf von Scharfstell- und Blendenring wäre dann unweigerlich dahin (Motoren verlangen nach geringen Gewichten und Leichtgängigkeit) und auch die Haptik ist es, die den Umgang mit einer M ausmacht. Wer aus guten Gründen die Errungenschaften neuester Digitaltechnologien wünscht, wer hohe Serienbildgeschwindigkeiten, Film-Fähigkeiten, Echtzeitvorschau usw. benötigt, der findet Alternativen bei den Spiegelreflexherstellern und nicht zuletzt auch bei Four Thirds und Micro Four Thirds. Die neuen hochauflösenden elektronischen Sucher etwa verheißen aufregende Foto-Sichten.

Das Konzept der M9 aber - Messsucher, beste Objektive, manuelles Bedienungskonzept und damit immer wissen, was man getan hat und tut - ist geblieben, wie es war. Und das ist gut so.

Ich will es mal so formulieren: Wer aller Welt erzählt - erzählen muss: „Meine Kamera kann ...“ für den ist die M9 mit Sicherheit die völlig falsche Kamera. Dazu kann sie zu vieles nicht, was heute vielen als unverzichtbar gilt und was auch mitunter den Vorgang des Fotografierens enorm erleichtern und auch verbessern kann. Wer allerdings seine Fotografierabsichten mit einem „Ich kann und will ...“ beginnt, der findet hier ein einzigartiges Werkzeug, das eben Dinge kann und nahelegt, die sich so mit keiner anderen Kamera erschließen. Letztlich reduziert sich bei der M9 alles auf die Erwartungen des Fotografen. Wer formuliert: „Bei der muss ich alles einstellen“, der ist kein Kandidat für diese Kamera. Wer hingegen feststellt: „Bei der kann ich alles einstellen“, der sollte einen genaueren Blick auf sie werfen.

Und nein, zu den exorbitanten Preisen will ich diesmal nichts sagen. Oder nur so viel: Für manche Fotografen wird die M9 - samt der hervorragenden Objektive - genau das richtige Werkzeug sein. Denen wird sie jeden Cent wert sein. Für alle anderen ist sie viel zu teuer, weil sie sie nicht brauchen oder so nicht fotografieren. Einlassungen der Art „... aber die CaNiSoOl kann ...“ gehen am Kern vorbei. Ich habe versucht, zu schildern, warum die M9 so ganz anders ist; genau richtig für die einen und völlig falsch für die anderen.

(thoMas)
 
 
Anmerkungen und Verweise:

 

Nachtrag (29.11.2009): Nachdem einige Schnell-Leser meinten, hier werde die M9 mit digitalen Kompaktkameras verglichen, wurde die Bildunterschrift zu den Screenshots ergänzt, um deutlicher zu machen, was damit gezeigt werden soll.
 

Neue Wiener Schule

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. November 2009 - 17:36

Friedhof, Opferkerzen-Anzünden, da fehlen nur noch die Menschen von hinten.

Neue Wiener

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. November 2009 - 18:45

Nicht gleich so kritisch, für einen Leica-Anwender sind die Bilder doch ganz in Ordnung, denn für bewegte Motive sind Leica-M-Kameras mit ihrem lahmen Messsucher sowieso nicht eine gute Wahl, außerdem hat der Tester den Artikel sehr sachlich formuliert. Die ansonsten in Kameraforen verwendete Wichtigtuer-Sprache der Fotoamateure wie "..ich arbeite mit", "Bokeh" und "Systembashing" hatte er für den Erfahrungsbericht vermieden, das gibt drei Pluspunkte! Vielen Dank!

Gast schrieb:

Friedhof, Opferkerzen-Anzünden, da fehlen nur noch die Menschen von hinten.

M-Schwanengesang

Eingetragen von
StefanKomarek
(Liebhaber)
am Samstag, 28. November 2009 - 19:36

Als die erste Leica entwickelt wurde, stand sie für ein revolutionäres Konzept. Sie war viel kleiner und handlicher als die Kameras, die damals üblich waren. Das von Oskar Barnack gewählte Filmformat, 24 × 36 mm und das Seitenverhältnis 2:3 sind heute noch das Maß der Dinge. Später stand Leica für höchste Ingenieur-Qualität, beste Objektive, beste Bildqualität und mechanisch unverwüstlich.

Und heute? Der Autor zieht zum Vergleich eine Kompaktkamera heran, um nachzuweisen, dass die M9 das bessere Produkt ist. Das wäre ok, wenn die M9 540 € kosten würde. Sie kostet aber das Zehnfache, 5400 €. Damit steht sie in einer Ebene mit Canon 1Ds3 und Nikon D3x; mit diesen Kameras muss sie sich vergleichen lassen. Warum auch nicht? Es geht in allen drei Fällen um ein Budget ab 7000 € für Gehäuse und Objektiv. Gegen Canon und Nikon verliert die M9 aber in Qualitätskriterien wie Auflösung oder Rauschfreiheit. Ich würde der Leica noch nicht mal die Stabilität von 300.000 Auslösungen zutrauen, die Canon und Nikon für ihre Kameras angeben. Aber, bei allen Unterschieden in der Bedienphilosophie, optische und mechanische Qualität ist doch das, was den Ruf von Leica geprägt hat.

Leica M9 ist heute nur noch ein Schatten dessen, was Leica-Messsucherkameras früher mal bedeuteten. Ich kann mir nicht vorstellen, die die M9 irgendeinen Neukunden gewinnen wird. Sie wird ihre Käufer finden, aber das werden Kunden sein, die bereits Leicas und Leica-Objektive haben und nur einen neuen Body benötigen. Diese Kunden kommen aus der Generation 60+ und das sind nicht so viele.

Leica kann nur hoffen, dass die S1 neue Kunden gewinnen kann. Die ersten, hier veröffentlichten, Fotos stimmen zuversichtlich.

Ja, stimmt

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 14:02

in den 50ern des vergangenen Jahrhunderts war die M eine innovative Konstruktion ...

Auch die Leica M8...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 20:36

...steckt voller Innovationen, denn ansonsten wäre das Gehäuse weniger kompakt und zugleich robust.
Das Objektiv der Leica X1 darf man ebenfalls als innovativ bezeichnen. Außer Leica bietet nur Olympus ein collapsible Objektiv an. In diesem Fall jedoch ein Zoom anstatt einer Festbrennweite.

Stimmt

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 07:29

So Magenta wie die M8 fotografiert sonst keine.

nicht nur die Deutschen werden immer älter ...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 10:45

Leica M9 ist heute nur noch ein Schatten dessen, was Leica-Messsucherkameras früher mal bedeuteten. Ich kann mir nicht vorstellen, die die M9 irgendeinen Neukunden gewinnen wird. Sie wird ihre Käufer finden, aber das werden Kunden sein, die bereits Leicas und Leica-Objektive haben und nur einen neuen Body benötigen. Diese Kunden kommen aus der Generation 60+ und das sind nicht so viele

... auch in anderen Ländern werden die Menschen immer älter, d.h. die Generation 60+ , also die Happy-Ager, nehmen auch zu - warum nicht noch ein wenig Rente verbraten - man muss also diese Klientel nur entsprechend anvisieren ... aber Spaß beiseite, wer solche Fotos macht, wie die hier gezeigten, kann dafür auch eine Teedose nehmen ... das sind doch lächerliche Ergebnisse und damit meine ich nicht die technische Seite (Auflösung un den anderen Schnickschnack) ... aber Kunst ist in diesem Forum ja auch nicht das Thema!

# no comment

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 07. Januar 2010 - 20:28

Ich habe das aktuelle Sortiment an Nikon High-End und finde mich auf meinen Reisen immer wieder 'arg an das Gerät gebunden'. Gewicht und Größe also sind ein Argument, ein anderes Argument ist die Wirkung auf Menschen die Photographiert werden. Wenn ich das 'Rohr' auspacke schüchtert es den sensiblen, fremden, Menschen ein. Der deutliche Spiegelschlag trägt gleichfalls wenig zu einem entspannten Verhältnis bei. Von dem Reiz zum Diebstahl in unsicheren Gegenden will ich hier gar nicht schreiben, hier ist kleiner und unauffälliger ein K.O. Kriterium. Nein, es gibt für gewisse Situationen einfach Konzepte die ihre Tauglichkeit bereits mehrfach bewiesen haben, schön das Leica den Sprung in das digitale Zeitalter geschafft hat. Ob Sie bereits gut genug ist oder ob es dann doch vielleicht eine M10 werden kann werden Vor-Ort Tests zeigen. Ich wäre hier ein Neukunde und bin weit unter 60, vielleicht war deine Aussage doch ein wenig zu 'Pauschal'.

Tja...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. Juli 2012 - 21:32

... da lagen wir wohl etwas daneben gell ;-)

StefanKomarek schrieb: Als

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 10:45
StefanKomarek schrieb:

Als die erste Leica entwickelt wurde, stand sie für ein revolutionäres Konzept. Sie war viel kleiner und handlicher als die Kameras, die damals üblich waren. Das von Oskar Barnack gewählte Filmformat, 24 × 36 mm und das Seitenverhältnis 2:3 sind heute noch das Maß der Dinge. Später stand Leica für höchste Ingenieur-Qualität, beste Objektive, beste Bildqualität und mechanisch unverwüstlich.

Und heute? Der Autor zieht zum Vergleich eine Kompaktkamera heran, um nachzuweisen, dass die M9 das bessere Produkt ist. Das wäre ok, wenn die M9 540 € kosten würde. Sie kostet aber das Zehnfache, 5400 €. Damit steht sie in einer Ebene mit Canon 1Ds3 und Nikon D3x; mit diesen Kameras muss sie sich vergleichen lassen. Warum auch nicht? Es geht in allen drei Fällen um ein Budget ab 7000 € für Gehäuse und Objektiv. Gegen Canon und Nikon verliert die M9 aber in Qualitätskriterien wie Auflösung oder Rauschfreiheit. Ich würde der Leica noch nicht mal die Stabilität von 300.000 Auslösungen zutrauen, die Canon und Nikon für ihre Kameras angeben. Aber, bei allen Unterschieden in der Bedienphilosophie, optische und mechanische Qualität ist doch das, was den Ruf von Leica geprägt hat.

Leica M9 ist heute nur noch ein Schatten dessen, was Leica-Messsucherkameras früher mal bedeuteten. Ich kann mir nicht vorstellen, die die M9 irgendeinen Neukunden gewinnen wird. Sie wird ihre Käufer finden, aber das werden Kunden sein, die bereits Leicas und Leica-Objektive haben und nur einen neuen Body benötigen. Diese Kunden kommen aus der Generation 60+ und das sind nicht so viele.

Leica kann nur hoffen, dass die S1 neue Kunden gewinnen kann. Die ersten, hier veröffentlichten, Fotos stimmen zuversichtlich.

Also ich bin 28 Jahre alt und habe mich erst durch das Canon und Nikon Sortiment fotografiert um schliesslich bei der M6 und M8 zu landen. Die Japaner habe ich alle verkauft und traure ihnen keine Sekunde nach!

Japaner

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 13:33

Verständlich, wenn man ein Kamera zum Herumknipsen braucht, reicht Leica-M dreimal, in der Auftragsfotografie und auch in der Naturfotografie sieht es aber deutlich anders aus, da zählt ein präziser AF, ein schneller Motor, extreme Weitwinkel und langbrennweitige Objektive, denn bei Leica ist schon mit 135 mm das Ende der Fahnenstange erreicht. Nebenbei: Wir müssen uns doch hier wirklich nicht über einen Vergleich zwischen Spiegelreflex- und Sucherkameras unterhalten - oder? Bis auf das kompaktere M-Gehäuse ist die Spiegelreflex in allen fotografischen Bereichen den veralteten und digital aufgepeppten Leica-Kisten haushoch überlegen! Was ich im Sucher sehe, fotografiere ich auch - das zählt!

Gast schrieb:
StefanKomarek schrieb:

Als die erste Leica entwickelt wurde, stand sie für ein revolutionäres Konzept. Sie war viel kleiner und handlicher als die Kameras, die damals üblich waren. Das von Oskar Barnack gewählte Filmformat, 24 × 36 mm und das Seitenverhältnis 2:3 sind heute noch das Maß der Dinge. Später stand Leica für höchste Ingenieur-Qualität, beste Objektive, beste Bildqualität und mechanisch unverwüstlich.

Und heute? Der Autor zieht zum Vergleich eine Kompaktkamera heran, um nachzuweisen, dass die M9 das bessere Produkt ist. Das wäre ok, wenn die M9 540 € kosten würde. Sie kostet aber das Zehnfache, 5400 €. Damit steht sie in einer Ebene mit Canon 1Ds3 und Nikon D3x; mit diesen Kameras muss sie sich vergleichen lassen. Warum auch nicht? Es geht in allen drei Fällen um ein Budget ab 7000 € für Gehäuse und Objektiv. Gegen Canon und Nikon verliert die M9 aber in Qualitätskriterien wie Auflösung oder Rauschfreiheit. Ich würde der Leica noch nicht mal die Stabilität von 300.000 Auslösungen zutrauen, die Canon und Nikon für ihre Kameras angeben. Aber, bei allen Unterschieden in der Bedienphilosophie, optische und mechanische Qualität ist doch das, was den Ruf von Leica geprägt hat.

Leica M9 ist heute nur noch ein Schatten dessen, was Leica-Messsucherkameras früher mal bedeuteten. Ich kann mir nicht vorstellen, die die M9 irgendeinen Neukunden gewinnen wird. Sie wird ihre Käufer finden, aber das werden Kunden sein, die bereits Leicas und Leica-Objektive haben und nur einen neuen Body benötigen. Diese Kunden kommen aus der Generation 60+ und das sind nicht so viele.

Leica kann nur hoffen, dass die S1 neue Kunden gewinnen kann. Die ersten, hier veröffentlichten, Fotos stimmen zuversichtlich.

Also ich bin 28 Jahre alt und habe mich erst durch das Canon und Nikon Sortiment fotografiert um schliesslich bei der M6 und M8 zu landen. Die Japaner habe ich alle verkauft und traure ihnen keine Sekunde nach!

:-))) Ich steige von Canon auf Leica um ;-)

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 05. Juli 2011 - 11:58

Ich bin 30 und werde meine ganze Canon-Ausrüstung (1Ds + L-Objektive) für eine M9 + 50mm f/1,4 verkaufen! ;-)

StefanKomarek schrieb:

Als die erste Leica entwickelt wurde, stand sie für ein revolutionäres Konzept. Sie war viel kleiner und handlicher als die Kameras, die damals üblich waren. Das von Oskar Barnack gewählte Filmformat, 24 × 36 mm und das Seitenverhältnis 2:3 sind heute noch das Maß der Dinge. Später stand Leica für höchste Ingenieur-Qualität, beste Objektive, beste Bildqualität und mechanisch unverwüstlich.

Und heute? Der Autor zieht zum Vergleich eine Kompaktkamera heran, um nachzuweisen, dass die M9 das bessere Produkt ist. Das wäre ok, wenn die M9 540 € kosten würde. Sie kostet aber das Zehnfache, 5400 €. Damit steht sie in einer Ebene mit Canon 1Ds3 und Nikon D3x; mit diesen Kameras muss sie sich vergleichen lassen. Warum auch nicht? Es geht in allen drei Fällen um ein Budget ab 7000 € für Gehäuse und Objektiv. Gegen Canon und Nikon verliert die M9 aber in Qualitätskriterien wie Auflösung oder Rauschfreiheit. Ich würde der Leica noch nicht mal die Stabilität von 300.000 Auslösungen zutrauen, die Canon und Nikon für ihre Kameras angeben. Aber, bei allen Unterschieden in der Bedienphilosophie, optische und mechanische Qualität ist doch das, was den Ruf von Leica geprägt hat.

Leica M9 ist heute nur noch ein Schatten dessen, was Leica-Messsucherkameras früher mal bedeuteten. Ich kann mir nicht vorstellen, die die M9 irgendeinen Neukunden gewinnen wird. Sie wird ihre Käufer finden, aber das werden Kunden sein, die bereits Leicas und Leica-Objektive haben und nur einen neuen Body benötigen. Diese Kunden kommen aus der Generation 60+ und das sind nicht so viele.

Leica kann nur hoffen, dass die S1 neue Kunden gewinnen kann. Die ersten, hier veröffentlichten, Fotos stimmen zuversichtlich.

Gast schrieb: Ich bin 30

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Dienstag, 05. Juli 2011 - 14:40
Gast schrieb:

Ich bin 30 und werde meine ganze Canon-Ausrüstung (1Ds + L-Objektive) für eine M9 + 50mm f/1,4 verkaufen! ;-)

Find ich gut! Wer kauft und ausprobiert, kommt nicht zu fotografieren.
in schā' Allāh

StefanKomarek schrieb: Als

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 30. November 2012 - 17:52
StefanKomarek schrieb:

Als die erste Leica entwickelt wurde, stand sie für ein revolutionäres Konzept. Sie war viel kleiner und handlicher als die Kameras, die damals üblich waren. Das von Oskar Barnack gewählte Filmformat, 24 × 36 mm und das Seitenverhältnis 2:3 sind heute noch das Maß der Dinge. Später stand Leica für höchste Ingenieur-Qualität, beste Objektive, beste Bildqualität und mechanisch unverwüstlich.

Und heute? Der Autor zieht zum Vergleich eine Kompaktkamera heran, um nachzuweisen, dass die M9 das bessere Produkt ist. Das wäre ok, wenn die M9 540 € kosten würde. Sie kostet aber das Zehnfache, 5400 €. Damit steht sie in einer Ebene mit Canon 1Ds3 und Nikon D3x; mit diesen Kameras muss sie sich vergleichen lassen. Warum auch nicht? Es geht in allen drei Fällen um ein Budget ab 7000 € für Gehäuse und Objektiv. Gegen Canon und Nikon verliert die M9 aber in Qualitätskriterien wie Auflösung oder Rauschfreiheit. Ich würde der Leica noch nicht mal die Stabilität von 300.000 Auslösungen zutrauen, die Canon und Nikon für ihre Kameras angeben. Aber, bei allen Unterschieden in der Bedienphilosophie, optische und mechanische Qualität ist doch das, was den Ruf von Leica geprägt hat.

Leica M9 ist heute nur noch ein Schatten dessen, was Leica-Messsucherkameras früher mal bedeuteten. Ich kann mir nicht vorstellen, die die M9 irgendeinen Neukunden gewinnen wird. Sie wird ihre Käufer finden, aber das werden Kunden sein, die bereits Leicas und Leica-Objektive haben und nur einen neuen Body benötigen. Diese Kunden kommen aus der Generation 60+ und das sind nicht so viele.

Leica kann nur hoffen, dass die S1 neue Kunden gewinnen kann. Die ersten, hier veröffentlichten, Fotos stimmen zuversichtlich.

Selten so eine komplette Fehleinschätzung gelesen. Technik im Kopf, aber vom Fotografieren nichts verstanden.

Gast schrieb: Friedhof,

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 08:44
Gast schrieb:

Friedhof, Opferkerzen-Anzünden, da fehlen nur noch die Menschen von hinten.

... oder Stuttgarter Schule (unscharf, Menschen weit weg).

So what!?!

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 29. November 2009 - 22:09
Gast schrieb:

Friedhof, Opferkerzen-Anzünden, da fehlen nur noch die Menschen von hinten.

Was spricht dagegen!?! Friedhofsbilder und Opferkerzen-Anzünden ist schon in Ordnung, wenn die Bilder stimmungsvoll sind und Menschen von hinten zu fotografieren ist auch kein Tabu/No-Go wenn es der Bildaussage dienlich ist. Da stur auf irgendwelche Prinzipien bzw. Regeln herumzureiten (keine Menschen von hinten fotografieren, keine schiefen Horizonte, alles streng nach dem goldenen Schnitt usw.), ist einfach nur kleinkariert!!!!

soso ....

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 11:31
Zitat:

... Für manche Fotografen wird die M9 - samt der hervorragenden Objektive - genau das richtige Werkzeug sein. Denen wird sie jeden Cent wert sein. Für alle anderen ist sie viel zu teuer, weil sie sie nicht brauchen oder so nicht fotografieren...

Und dann soll's noch solche geben, die sich das einfach nicht leisten können.

Soso

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 19:05

...oder leisten wollen - vielleicht gefällt ihnen auch nicht das hässliche "Ich-hab-viel-Schotter-Image", kommt auch nicht bei allen Betrachtern an, vor allem wenn dann Fragen kommen wie: "Für das Geld hätten Sie sich ja eine richtige Kamera kaufen können!"

Gast schrieb:
Zitat:

... Für manche Fotografen wird die M9 - samt der hervorragenden Objektive - genau das richtige Werkzeug sein. Denen wird sie jeden Cent wert sein. Für alle anderen ist sie viel zu teuer, weil sie sie nicht brauchen oder so nicht fotografieren...

Und dann soll's noch solche geben, die sich das einfach nicht leisten können.

Ja, das sieht mir so

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. November 2009 - 18:25

nach dem ältesten deutschen jüdischen Friedhof in Mainz aus?

Sehr schöne Fotos in der Tat. Leider kann man sie nicht parallel in Originalgröße sehen.

Ich habe mir noch zusätzlich die Fotos der dpreview-samples angeschaut. Da sind auch einige Lowlight-Fotos dabei. Naja, im Prinzip nicht schlecht.

Was mir bei dem Thema Leica M9 auffällt ist, dass das in sich gesehen eine sehr schönes wertiges Instrument mit viel analoger Technik darstellt. Das Design ist einfach weit jenseits von dem üblichen Wischiwaschiaufblasdesign asiatischer Produktion entfernt. Auch das Bedienkonzept ist schlicht und klar definiert. Keine albernen Gimmiks, kein Numbercranching in Idiotendisziplinen mit 3.000-facher Selbstübertölpelung. Da hat sich gottseidank nichts an der grundätzlichen Haltung von Leica geändert. Auch das Suchersystem für sich genommen, ist noch immer eine schöne Sache. Dass Leica jetzt einfach wieder auf dem Level angelangt ist, wo zum Schluss die rein analoge Technik aufgehört hat, ist gut, und für Besitzer von Altobjektiven vermutlich noch besser. Das Konzept ist "straight" und in sich klar ausgerichtet. Und es dient am Ende dazu, einfach technisch (und hoffentlich auch künstlerisch) gute Fotos zu machen, die zumindest von der technischen Seite her keine Einschränkungen erfahren.

Was mir persönlich an der M9-Konzeption leider nicht gefällt ist, dass sie noch immer einen optisch/feinmechanischen Sucher hat. Das ist, bei allem Wohlwollen, leider eine kräftige Beschränkung, die vor allem für Fotos aus der Nahdistanz nicht praktikabel ist. Da wäre ein EVF neuester Generation jetzt die bessere Wahl. Und zwar genauso verbaut und im Design gleich dem, der jetzt in der Kamera drin steckt. Keine Winzigfunzelrahmen mehr bei langen Brennweiten usw. Vor allem kann man dann mit den Objektiven näher ans Objekt heran, wo jetzt die Begrenzung bei ca. 1 m ausfällt. Das Problem Parallaxenausgleich ist damit obsolet. Von so Dingen wie Zoomobjektive mit Rastbrennweiten würde ich da auch reden. Das ist einfach zeitgemäßer. Dazu kommt dann natürlich als Zweites der LiveView, der mit dem Kodak-CCD so nicht machbar ist, in der Sache aber leider auch nicht unbedingt weiter hilft. Da ist Leica vermutlich zu sehr dem Drang nach unangreifbarer Technik in Form des FFT-CCDs aufgesessen. Das wäre ja jetzt vielleicht eine bedenkbare Position, wenn man dann feststellen dürfte, dass die Aufnahmen tatsächlich weit vor den Ergebnissen der vergleichbaren Konkurrenz liegt. Das ist aber, wenn man sich das mal bei dpreview so anschaut, beileibe nicht der Fall. Gut ja, aber nicht überragend. In sofern lohnte es sich schon für Leica, da noch mal genau hinzuschauen, was die Technik anbietet. Ein Blick in Bezug auf ein zukünfiges LED-Display, dreh- und wendbar, bei geringen Dimensionen. Es erweitert einfach die Möglichkeiten enorm.

Was momentan noch fehlt, ist für meinen Geschmack der "echte Hypersprung". Das, wofür es sich wirklich lohnt, in ein überragendes System zu investieren.

Wie auch immer: es bleibt das Formkonzept an sich als eine über die Zeit hinaus wirkende gute Sache. Ich gehe mal davon aus, dass Leica nach und nach technisch noch nachlegt. Viele Komponenten sind ja erst im Laufe dieses Jahres aufgetaucht, sodass das in der kommenden Zeit auch in technische Realisierungen einfließen kann.

Von so Dingen wie Zoomobjektive mit Rastbrennweiten

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. November 2009 - 20:27

Hier hat jemand das Prinzip LEICA M nicht verstanden...

Als Weitwinkelzoom

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 11:35

gibts das ja bereits. Allerdings nur sinnvoll einsetzbar bei den APS-C-Ms.

VGA-Monitor

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 19:18

Mir fehlt an der M9 zunächst vor allem ein guter Monitor, am besten VGA. Die sofortige Beurteilbarkeit der Bilder vor Ort ist ein wesentlicher Vorteil der digitalen Fotografie. Dafür ist der derzeit eingebaute Monitor kaum zu gebrauchen. Mit einem VGA-Monitor ließ sich die Schärfe der Bilder besser beurteilen. Vielleicht kommt ja noch eine M9.2

Ob es noch eine M10 geben wird ist fraglich. Die M10 wird eher eine E1 (=electronic viewfinder) und entspricht dann den oben aufgeführten Wünschen.

Ansonsten kann man nur festhalten: die Bestellungen übersteigen bei weitem(!) die Lieferfähigkeit von Leica. Es ist eine extrem kompakte VF Digitalkamera hoher Qualität, tauglich für alle die keine Kamera für die Sportfotografie (mit adäquaten AF-Eigenschaften), keine extremen Telebrennweiten und keine Makrofunktion über 1:3 hinaus benötigen. Es ist eine ideale Reisekamera, auch für den Rucksack, für Landschaftsaufnahmen, 'Streetfotografie', in Konzerten, für die spontane Fotografie (solange man bei E,C und S noch das passende Setting sucht) etc.

Gast schrieb: Mir fehlt an

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 18:45
Gast schrieb:

Mir fehlt an der M9 zunächst vor allem ein guter Monitor, am besten VGA. Die sofortige Beurteilbarkeit der Bilder vor Ort ist ein wesentlicher Vorteil der digitalen Fotografie. Dafür ist der derzeit eingebaute Monitor kaum zu gebrauchen. Mit einem VGA-Monitor ließ sich die Schärfe der Bilder besser beurteilen. Vielleicht kommt ja noch eine M9.2

Bei dem momentanen Konzept ist der Monitor hinten nur eine Art Rückkontrollinstanz (wie bei den ersten DSLRs noch ohne LiveView). Echte Arbeits- und Beurteilungsfunktion hat er nicht. Deshalb ist er wohl auch nur rudimentär geraten.

Gast schrieb:

Ob es noch eine M10 geben wird ist fraglich. Die M10 wird eher eine E1 (=electronic viewfinder) und entspricht dann den oben aufgeführten Wünschen.

Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass Leica auf die nächste Wegstrecke betrachtet, nicht so eine Kamera herausbringen muss, will die Firma auf Dauer überleben und - was noch wichtiger ist - prosperieren.

Gast schrieb:

Ansonsten kann man nur festhalten: die Bestellungen übersteigen bei weitem(!) die Lieferfähigkeit von Leica. Es ist eine extrem kompakte VF Digitalkamera hoher Qualität, tauglich für alle, die keine Kamera für die Sportfotografie (mit adäquaten AF-Eigenschaften), keine extremen Telebrennweiten und keine Makrofunktion über 1:3 hinaus benötigen. Es ist eine ideale Reisekamera, auch für den Rucksack, für Landschaftsaufnahmen, 'Streetfotografie', in Konzerten, für die spontane Fotografie (solange man bei E,C und S noch das passende Setting sucht) etc.

Ja, so kann man es mit Sicherheit sagen. Ein Allroundtool ohne Extremitäten. Und das sicher in einer sehr hohen Qualität der Ausführung.

Gast schrieb: nach dem

Eingetragen von
Redaktion photoscala
(Ehrengast)
am Montag, 30. November 2009 - 18:33
Gast schrieb:

nach dem ältesten deutschen jüdischen Friedhof in Mainz aus?

Ist der jüdische Friedhof in Reckendorf; die jüngsten Gräber sind von Anfang des vorigen Jahrhunderts, die meisten so um 1850.

(thoMas)

Ah ja danke

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 10:18

für den Hinweis. Auf den ersten Blick sah das für mich so aus, als wären es Bilder von dem Mainzer Friedhof, den ich vor vielen Jahren mal fotografiert habe, allerdings in SW. Der sah so ähnlich bemoost aus, mit vielen hohen Bäumen umgeben. Ein schönes Jagdrevier für herbstliche Fotomotive!

Liebe

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. November 2009 - 18:35

Hallo Thomas, ich hatte auch einmal eine erste Liebe, die hieß aber Iris und nicht Leica M. Der Name wäre mir dann doch zu teutonisch. Lieber Mercedes, statt Daimler-Benz.

Die M9

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. November 2009 - 21:37

Leicas gelungenste Übung in Sachen Bewahrung der traditionsreichen Lebenslüge, dass nur eine M eine RICHTIGE Kamera - eine LEICA-Kamera sein kann.
Vom Prinzip her die digitale M, die schon längst überfällig war. Von ihrer Konzeption her der deutliche Beleg dafür, dass man in Solms nicht mehr gewillt ist, tatsächlich in innovative und damit überzeugende Technik zu investieren: Ein veralteter Messsucher, der in der digitalen Version gnadenlos seine Schwächen offenbart. Sensortechnik ohne die Perspektive zu erweiterten, funktionalen Möglichkeiten.
Dafür getragen von der Hoffnung, das Gütesigel M möge doch bitteschön die Mängel bzw. das Nichtmehrvorhandensein anderer Systeme gnädig zudecken - im besseren Fall auch gleich quersubventionieren.
Nach vielen Jahren des peinlichen Herumlavierens, Mangement by Chaos und der Beinahepleiten in Serie, eine Bubble digitaler Selbstbefriedigung, die selbst den letzten Getreuen signalisiert: Wenn ihr ausschließlich bei Kohle seid - dann herzlich willkommen. Interessiert euch aber Fotografie, gar im engeren Sinne - dafür sind (und waren) wir nie wirklich zuständig. Und wenn ihr darüber platzt.

da ist nichts....

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. November 2009 - 22:37

da ist nichts auf den Bildern zu sehen was nicht auch mit jeder anderen Vollformat machbar wäre

im Gegenteil
vom Aufnahmeformat extremst geschnittene Aufnahmen die als Aussage für einen "Kameratest" mal überhaupt nicht taugen
aber auch da schon schöne grüne CA's
nur Minibildchen in der Größe sehen selbst Handybilder ganz passabel aus

dann ein Vergleich mit Kompaktknipsen die i.d.R. gerade mal soviel kosten wie bei Leica wahrscheinlich die "hübsche" Ledertasche mit Schulterriemen

Hallo gehts noch !
das ist eine Kamera in deren Preisklasse man erstklassig (Vollformat) Profikameras bekommt
da vergleicht man doch nicht mit ner Kompakten !

da hat aber jemand eine verdammt rosarote Leicabrille auf !!!!
der Text ist die Zeit zum lesen nicht wert zumal es sich teilweise wie der übliche sinnfreie Schwachfug aus den div. Hersteller Marketingabteilungen anhört

Bitte nochmal machen und dann im Vergleich zu einer Nikon D3(x) oder Canon 1DsMkIII, mindestens aber mit einer D700 oder 5DMkII. (jeweils mit entsprechend vergleichbarer Toplinse versteht sich !)
Und das ganze objektiv, falls das ein Leica Fan überhaupt kann

Euphorie

Bild von Hififan
Eingetragen von
Hififan
(Inventar)
am Samstag, 28. November 2009 - 23:00

ist ja schön und gut, aber ein Vergleich mit einer "Kompakten" ist ja wohl mächtig übertrieben! Man nehme eine D90 und ein 1,8/50mm und vergleiche mal die Möglichkeiten und Ergebnisse. Da bleibe ich doch ganz relext spare sehr viel Geld, welches ich nach und nach in Objektive investiere. Dafür brauche ich, man möge mir verzeihen kein Vollformat. Ich habe mich am Anfang schon erschrocken, bei Blende 1,8 wo das Nikon schon extrem scharf ist selbst bei 2m einen Schärfebereich in cm zu haben. Und heute muß ich gestehen macht mich das echt an und mächtig Spaß! Wie zuvor schon geschrieben ist das sicher ein hervorragende Gerät, welches Ausstattungsmäßig genau meinem Geschmack entspricht eher für Fotografen, welche ein attraktives alt Objektivsortiment ihr Eigen nennen und den einen oder anderen € übrig haben. Trotz allem ist die Kamera für Leica eine Innovation welche bei dem Preis allerdings kein Hype werden wird. Ich finde es sehr bedauerlich, das es von deutschen Herstellern kein Gerät zu "normalen" Preisen gibt.

Kurzfassung für alle Überflieger

Eingetragen von
Redaktion photoscala
(Ehrengast)
am Sonntag, 29. November 2009 - 00:40

Kurzfassung für alle Überflieger:

Zitat:

Zur Untermauerung des Gesehenen planen wir auch noch einen Testtafel-Test, der genauer Auskunft geben soll über die technische Qualität der M9, und wie sie sich schlägt gegen die Konkurrenz. Das wird in bewährter Weise Georg N. Nyman machen, Technik-Tests sind nicht so meine Sache.

...

Worum es hier aber eigentlich geht: Die digitalen Kompaktkameras mit ihren extrem kurzen Brennweiten (im Beispiel 6,7-20,1 mm entspr. 38-114 mm Kleinbild) mit meist moderater bis geringer Lichtstärke (Anfangsöffnung) zeigen kaum Schärfentiefe-Bereiche, sondern nur Schärfentiefe von vorn bis hinten (wobei deren große Schärfentiefe bei Nah- und Makrofotos ein großer Vorteil sein kann).

...

Einlassungen der Art „... aber die CaNiSoOl kann ...“ gehen am Kern vorbei. Ich habe versucht, zu schildern, warum die M9 so ganz anders ist; genau richtig für die einen und völlig falsch für die anderen.

Das ist kein Technik-Test (!) und auch kein Vergleich zu Digital-Kompakt. Das ist ein Praxistest (mit ein paar Schuckbildern), und bei den Screenshots und den Absätzen davor und dahinter geht es um das mögliche Spiel mit der Schärfentiefe (Kleinbild kontra kleinere Sensoren). Da wurde ein Satz eingefügt, der den deutlich sichtbaren Qualitätsunterschied erklären soll (auch wieder: Kleinbild kontra kleinere Sensoren).

(thoMas)

Äpfel mit Birnen vergleichen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 01:27

Eine Kamera mit KB-großem Sensor kann, soll und muß mit anderen kamertas mit KB-Sensor verglichen werden. Der Vergleich zu kleineren Sensorformaten ist einfach völlig irrelevant.

Die bikldqualität der M9 um € 5.5k kann derzeit sinnvoll nur mit 2 Kameras verglichen werden: exakt, der Canon 1Ds III und der Nikon D3x. Und gegen beide stinkt die Leica bildqualitätsmässig einfach nur ab. Bei ISO 100, Bei ISO 2500 und darüber sowieso, weil sie da gar keine Bilkder mehr zustande bringt. Acuh eine Nikon D700 und Canon 5D II um deutlich weniger als die Hälfte des Preises bringen bessere Bildqualität. Ja die Leica ist etwas (!) kleiner. Und die Objektive sind deutlich kleiner, weil eben keine Zooms. Das ist der einzige Vorteil, den ich an der Leica M9 sehen kann. Ich werde mir aber nie ein sündteures Kamerasystem kaufen, das mnur in beschaulichen Situationen einsetzbar ist und sogar da am Ende (technisch) schlechtere Bilder liefert, als günstigere Geräte.

Auch wenn Leica Kameras nicht für rational denkende Menschen gebaut werden, sondern für rein emotional-gesteuerte "Liebhaber", sollte man schon erwarten, dass um das viele Geld *zumindest* auch die beste Abbildungsleistungsleistung relativ zum Markt geliefert wird. Das ist aber nicht. Weil der Kodak Sensor schlicht und ergreifend nicht gut genug ist. Und auf den Sensor kommt es bei einer DIGITALEN Kamera im Gegensatz zum mittlerweile endlich verblassenden chemisch-analogen Fotozeitalter eben an.

Die M9 kommt mir deshalb so vor, wie wenn man einen Porsche 911 kaufen würde, der von 0 auf 100 km/h 7 Sekunden braucht, während ein VW Golf GTI [D700, 5D II] das in 5 Sekunden macht und die vergleichbar gepreisten Sportwagen [1Ds III, D3x] in 4 Sekunden!

sony nicht vergessen!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 01:44

Sony alpha 900+850 für weniger als die Hälfte nicht vergessen! - Sony baut den KB-Sensor in die 850+900 ein und liefert ihn an Nikon aus. Die Alphas kosten weniger, sind aber genausogut.

Sony

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 10:27

Sony genauso gut? Mit Sicherheit nicht im Vergleich zu Nikon, es geht nicht nur darum, woher der Chip kommt, auch die anderen Vorgaben müssen stimmen!

Gast schrieb:

Sony alpha 900+850 für weniger als die Hälfte nicht vergessen! - Sony baut den KB-Sensor in die 850+900 ein und liefert ihn an Nikon aus. Die Alphas kosten weniger, sind aber genausogut.

Ist weit hergeholt!

Bild von Hififan
Eingetragen von
Hififan
(Inventar)
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 21:06

Es kommt darauf an, was man daraus macht! Und da hat Sony immer noch einiges nachzuholen! Sie schaffen es einfach nicht das optimalste aus ihren Sensoren herraus zu holen. Da sollten sie sich mal bei Nikon was abgucken! ( Wie vor ca 20 Jahren Panasonic aus Philips Bildröhren alles rausholte und Philips trotz der besseren Hardware das Nachsehen hatte!) Die Umrechnungs Engine meine ich ist der entscheidende Knackpunkt bei Sony. Dies spiegelt sich vor allen darin wieder, das Sonys RAW weit entfernt von der Qualität Nikons JPG out of Cam sind! Und so sehe ich den niedrigeren Preis mehr als gerechtfertigt.

Sony und Nikon

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Dezember 2009 - 17:30

Also sorry, das ist einfach "Bildzeitung" - Sony baut einen Chip für Nikon nach Nikon Spezifikationen, die sich von der Sony Alpha unterscheiden. Die Pixelzahl sind fast gleich, aber die Specs anders. Die Sony ist gut - bis ISO 400, dann ist Sandschaufeln...
Ich arbeite gerade an der M9 Review, was ich bis jetzt sehe ist sehr gemischt....dauert noch 1 Woche etwa..
mfg GNN

Leica-Fotografen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 09:46

Bei den Diskussionen in diesem Forum, die immer nur um Technik gehen, würde ich zu gerne mal die Fotos der Kritiker sehen. Ich habe bei meinen vielen Seminaren festgestellt, daß meist Leica-Fotografen die schlechtesten Bilder hatten. Nicht wegen der Kamera sondern weil sie nicht fotografieren konnten. Na ja, wenn man die meiste Zeit in Foren verbringt...

Gast schrieb: Bei den

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 23:57
Gast schrieb:

Bei den Diskussionen in diesem Forum, die immer nur um Technik gehen, würde ich zu gerne mal die Fotos der Kritiker sehen. Ich habe bei meinen vielen Seminaren festgestellt, daß meist Leica-Fotografen die schlechtesten Bilder hatten. Nicht wegen der Kamera sondern weil sie nicht fotografieren konnten. Na ja, wenn man die meiste Zeit in Foren verbringt...

Leute, die auf "Seminare" gehen, um zu fotografieren, sind wahrscheinlich alle keine besonderen Talente... Da spielt die Kamera eher eine untergeordnete Rolle.

With compliments

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 07:38
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Bei den Diskussionen in diesem Forum, die immer nur um Technik gehen, würde ich zu gerne mal die Fotos der Kritiker sehen. Ich habe bei meinen vielen Seminaren festgestellt, daß meist Leica-Fotografen die schlechtesten Bilder hatten. Nicht wegen der Kamera sondern weil sie nicht fotografieren konnten. Na ja, wenn man die meiste Zeit in Foren verbringt...

Leute, die auf "Seminare" gehen, um zu fotografieren, sind wahrscheinlich alle keine besonderen Talente... Da spielt die Kamera eher eine untergeordnete Rolle.

Empfehlung an die Leica-Akademie (als ob wir's nicht schon immer geahnt hätten) ...

Leica-Knipser

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 00:44

Sehr schöner Kommentar! Schauen Sie sich `mal die Bilder in der sogenannten "Leica-Akademie" an. Grottenlangweilig! Dann noch zur Abschreckung eines von diesen Leica-Büchern....und der letzte gute Leica-Fotograf (der Wüstenkenner Michael Martin) ist von der analogen Leica-Spiegelreflex zur Nikon D3 gewechselt. Nachzulesen auf sieben Seiten in der letzten Ausgabe des "fotoforum" (sehr gute deutsche Fotozeitschrift)!

Gast schrieb:

Bei den Diskussionen in diesem Forum, die immer nur um Technik gehen, würde ich zu gerne mal die Fotos der Kritiker sehen. Ich habe bei meinen vielen Seminaren festgestellt, daß meist Leica-Fotografen die schlechtesten Bilder hatten. Nicht wegen der Kamera sondern weil sie nicht fotografieren konnten. Na ja, wenn man die meiste Zeit in Foren verbringt...

Äpel und Birnen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 23:04

Ich würde mal empfehlen die M9 Bilder in Hyperfocalebene, mit den von Ihnen genannten Modellen von Canikon zu vergleichen. Da könnte man den Verdacht hegen, die 24Mpix Kollegen japanischer Fabrikation sind eher auf Kompaktklassen Niveau. Soviel geballten Mist wie man hier lesen muss, ist schon erschreckend.

Alleine die per Pixel Schärfe der Leica ist ne ganz andere Liga. Die Bildqualität reduziert sich nicht auf irgendwelche High-Iso Fähigkeiten, wobei die D3x ohnehin nicht besonders gut ist, zumindest was Bereiche, größer 1000 Iso, betrifft. Fotografen arbeiten bei Licht, wenn kein Licht da ist, kann man naturgegebener Weise auch kein vernünftigen Bilder machen.

Es gibt nicht wenige, die verscherbeln gerade Ihre ganze Ausrüstung von Nikon, Canon oder sonst wen um sich diese Leica zu kaufen. Das wird sicher seinen Grund haben und der liegt zu einem großen Teil bei der unglaublichen guten BQ bei niedrigen Iso.

Hier mal Link für die Unwissenden:http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=553828

...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 15:24
Gast schrieb:

Es gibt nicht wenige, die verscherbeln gerade Ihre ganze Ausrüstung von Nikon, Canon oder sonst wen um sich diese Leica zu kaufen. Das wird sicher seinen Grund haben und der liegt zu einem großen Teil bei der unglaublichen guten BQ bei niedrigen Iso.

Lemminge unter sich ...

Äppel und Birnen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 13:50

Bei dem Jahresabschluß unseres Fotoclubs erlaube ich mir, den Geladenen Ihre "Weisheiten" zu verlesen, wo die Amateure (Profis können das nicht sein) ihre Ausrüstungen verscherbeln, um sich die M9 zu kaufen?! Danach noch die Nummer mit der "Hyperfocalebene". Das kommt bestimmt gut an und dient bestimmt der allgemeinen Erheiterung, denn meine Witze kennen die leider schon alle. Übrigens, auch die Geschichte mit den 24-Mp-Kameras, die sich auf Kompaktkameraniveau begeben, die muß ich auch noch bringen. Und nicht vergessen (noch so ein Witzchen): "Wo kein Licht ist, kann man auch keine Bilder machen?!" Wir nehmen dann einen Blitz, das ist so ein Gerät zum Aufstecken, da kommt auf Wunsch "ganz viel Licht `raus, aber vorher müssen da noch Batterien `rein!" DANKE - ich hab` schon `mal vorgelacht! Sind sie nicht putzig, diese Leica-Experten?

Gast schrieb:

Ich würde mal empfehlen die M9 Bilder in Hyperfocalebene, mit den von Ihnen genannten Modellen von Canikon zu vergleichen. Da könnte man den Verdacht hegen, die 24Mpix Kollegen japanischer Fabrikation sind eher auf Kompaktklassen Niveau. Soviel geballten Mist wie man hier lesen muss, ist schon erschreckend.

Alleine die per Pixel Schärfe der Leica ist ne ganz andere Liga. Die Bildqualität reduziert sich nicht auf irgendwelche High-Iso Fähigkeiten, wobei die D3x ohnehin nicht besonders gut ist, zumindest was Bereiche, größer 1000 Iso, betrifft. Fotografen arbeiten bei Licht, wenn kein Licht da ist, kann man naturgegebener Weise auch kein vernünftigen Bilder machen.

Es gibt nicht wenige, die verscherbeln gerade Ihre ganze Ausrüstung von Nikon, Canon oder sonst wen um sich diese Leica zu kaufen. Das wird sicher seinen Grund haben und der liegt zu einem großen Teil bei der unglaublichen guten BQ bei niedrigen Iso.

Hier mal Link für die Unwissenden:http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=553828

Glückwunsch

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 09:11

Endlich hat man mal wieder den Eindruck,dass sich der "Tester" mit der Kamera auseinander gesetzt und fotografiert hat.
Gleich im ersten Satz liest man doch,dass es sich um einen subjektiven Erfahrungsbericht handelt und nicht um einen "objektiven" (den gibt es nämlich gar nicht) Millimeterpapier-Abfotografier-mit lustigen Farbdiagrammen-Test handelt.
Hat mir sehr gut gefallen.Freue mich schon auf den nächsten Erfahrungsbericht.

Wenn's kein Technik-Test ist ...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 09:23

... was ist es dann? Wenn man die "Überflieger"-Leica in dieser Form in solch ein Forum stellt - dann kann man damit nur eine Bruchlandung provozieren.

Lesen!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 12:52
Gast schrieb:

... was ist es dann? Wenn man die "Überflieger"-Leica in dieser Form in solch ein Forum stellt - dann kann man damit nur eine Bruchlandung provozieren.

Steht doch oben drüber.

Da steht

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 17:39
Gast schrieb:
Gast schrieb:

... was ist es dann? Wenn man die "Überflieger"-Leica in dieser Form in solch ein Forum stellt - dann kann man damit nur eine Bruchlandung provozieren.

Steht doch oben drüber.

"Leica M9 im Test"

Je kürzer die Brennweite umso größer die Schärfentiefe...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 14:23

...stimmt innerhalb eines Formates als Faustformel.

Bei Vergleich von Formaten geht das meist wie folgt in die Hose, dass man einfach sagt, dass bei Brennweitenverlängerungsfaktor 2 die Schärfentiefe für KB-VF bei Brennweite 25mm und Blende 4 identisch ist mit der Schärfentiefe für FourThirds bei Brennweite 25mm und Blende 4 um zu erklären was den Unterschied von KB-VF bei 50mm und Blende 4 und FourThirds bei 25mm und Blende 4 ausmacht. Dh. die Schärfentiefe ist bei FT deshalb größer, weil es der Schärfentiefe von KB-VF bei halber Brennweite entspricht. Exakt das ist falsch.
Zumindest die Berechnung eines Näherungswertes, denn für den sichtbaren Schärfebereich spielen weitere Objektiveigenschaften mit rein, geht nur über die Schärfentiefen-Formeln und die orientieren sich an den Zerstreuungskreisen eines Formates und hier gilt wg. der kleineren Zerstreuungskreise von FT gegenüber KB-VF eben, dass jenseits des Nahbereiches die Schärfentiefe bei ca. Faktor 2 liegt und im Nahbereich darunter.

Ansonsten denke ich das Signal verstanden zu haben.
Die Leica M9 ist eine sehenswert kompakte Kamera mit einem Kleinbild-Film-Vollformat-Sensor. Zwar ist die Leica M9 größer als die meisten Kompaktkameras aber diese Größe der Leica M9 lohnt sich wg. Ihrem großen Sensor.

Und exakt das fehlt den Wettbewerbern. Eine kompakte Kamera mit KB-VF-Sensor.
Bauen wir in das Gehäuse einer Contax G2 einen KB-VF-Sensor ein, dann haben die D-SLR-Fans den der Leica M9 fehlenden AF.
Man kann aber auch einer Leica M9 einen AF ähnlich der Contax G2 verpassen. Es fragt sich nur ob die Kundschaft das möchte.
Was kann man exakter fokusieren? Eine Leica M9 oder eine Nikon D700?
Definitiv die Leica M9.

Was kann man eakter Fokussieren?

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Gast
am Montag, 30. November 2009 - 15:32

Definitiv die M9 NICHT (allenfalls, wie schon immer, im WW-Bereich): Könnte man, außer aus eigener Anschauung, sogar in mehr oder weniger unabhängigen Tests nachlesen - wo vor allem die Ungenauigkeit im Telebereich thematisiert wird.

Für Brillenträger ist

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 18:56

ein AF immer noch die sicherste Methode, eine Kamera scharf zu stellen. Da helfen auch keine auswechselbaren Okularlinsen oder Okulareinstellung am Sucher. Die helfen zwar, sind aber nicht wirklich optimal. Spätestens wenn man eine größere Serie von fehleingestellte Bildern produziert und dabei gute Motive vergeigt, lässt man die Finger von solchen Einstellhilfen wie Schnittbildentfernungsmesser.

Leica M9

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 08:38

Ein sehr sehr schöner Beitrag eines Leicafans. Was mich etwas schmunzeln lässt ist der Vergleich der M9 für 5000,-€uronen ohne Objektiv wohlgemut, mit einer 200,-€ Taschenknipse. Interessant wäre ein Vergleich Leica und Olympos E-P2, beide mit einer Festbrennweite gleicher Lichtstäke oder dem gleichen Leicaobjektiv.

Was spricht noch für eine Leica-M?!?

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 29. November 2009 - 09:45

Ihrerzeit und für Jahrzehnte war das M-System zweifelsohne eines der genialsten und besten Kamerasysteme überhaupt, aber ich glaube nicht, dass heutzutage noch was anderes als emotionale Gründe (Nostalgik, Purismus, Lowtech-Hype, Prestige-Faktor etc.) für eine Leica M spricht. Fassen wir zuerst mal zusammen, was mal **FÜR** das Leica-M-System gesprochen hat:

- Kompaktheit

- Diskretion (kaum wahrnehmbares Auslösegeräusch, manueller Filmtransport etc.)

- Bildqualität (vor allem Abbildungsleistung der Optiken)

- Wertbeständigkeit

- universelle Einsatzfähigkeit u. Robustheit (Kamera funktioniert überall auf der Welt zur Not auch rein mechanisch bzw. ohne Batterien und ohne störanfällige Elektronik)

Nachdem wir diese "Bestandsaufnahme" gemacht haben, können wir uns fragen, was in der heutigen Zeit von diesen "Tugenden" übrig geblieben ist. Die Kompaktheit kann es nicht mehr sein. Spätestens seit dem mFT-System gibt es ein digitales Kamerasystem, das mindestens genauso kompakt ist (wenn nicht kompakter) und ebenfalls den Wechsel der Optiken erlaubt. Und das ist erst der Anfang d.h. es werden in nächster Zukunft wohl noch mehr solcher Systeme auf den Markt dringen. Diskret sind diese Kameras auch. Vor allem diejenigen, die auf einen Schwingspiegel verzichten; doch es gibt auch immer mehr DSLRs, die einen "Silent Mode" o.ä. mitbringen (bei dem der Spiegel langsamer/später herunter gelassen wird) und ein sehr diskretes Arbeiten ermöglichen. Eine weitere Geräuschquelle (nämlich der Verschluss) steht kurz davor, ebenfalls beseitigt zu werden (durch elektronische Verschlüsse und/oder Elemente die ihre Lichtdurchlässigkeit verändern können).

Die Bildqualität kann es auch nicht sein. Zwar baut Leica immer noch hochwertigste Optiken, aber die Optiken der anderen Hersteller sind mittlerweile z.T. so gut, dass der Qualitätsunterschied kaum noch sichtbar (wenn überhaupt) ist. In der elektronischen Signalverarbeitung sind die anderen Hersteller Leica sogar überlegen; ich denke da wird mir kaum jemand widersprechen wollen.

Bleiben noch die Wertbeständigkeit und der letzte Punkt. Sicherlich ist der Werterhalt bei einer Leica höher als bei vielen anderen Kameras. Dafür ist aber auch der Einstiegspreis deutlich höher. Sprich: Man kauft sich die höhere Wertbeständigkeit teuer ein! Und mal ehrlich: Kauft man sich eine Kamera als "Wertanlage" oder als fotografisches Werkzeug!?!

Und was die universelle Einsatzfähigkeit und Robustheit betrifft: das mag zwar auf die analogen Leica-M-Kameras zutreffen, aber definitiv nicht auf die digitalen M-Modelle. Da steckt genausoviel störanfällige und vom Fortschritt schnell überholte Elektronik drin; ohne Akku ist man mit einer M8 oder M9 genauso aufgeschmissen wie mit jeder anderen Digitalkamera!

Wenn man dann noch bedenkt, dass man bei den anderen Kameras über verschiedenste Komfortmerkmale (allem voran ein Autofokus-System) mit verfügt, bleibt in der heutigen Zeit eigentlich kaum was übrig, was für eine Leica M spricht. Ausser emotionale Gründe natürlich. Aber das ist ein anderes Thema...

Was spricht noch für eine Leica M???

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 10:30

Jeder versuch eine Leica M(9) als ernst zu nehmende Kamera darzustellen kann nur Fehlschlagen. Sie ist keine Kamera im herkömmlichen Sinne, sondern ein Technisches Sammlerobjekt das voll funktionstüchtig ist. Mit einer Leica M9 fotografiert man nicht, man stellt sie auf rotem Samt in eine Vitrine und präsentiert sie bei Sektpartys seinen erlauchten Gästen. Natürlich werden bei solchen Gelegenheiten auch Fotos mit der Leica gemacht, die man seinen Gästen als Ausdruck oder auf CD mitgibt. Schön wäre es, wenn Leica in goldener altdeutscher Schrift den Nahmen des Erstkäufers eingraviert.

Voll einverstanden!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 10:36

Außer: die M könnte auch eine Vorlage für ein konsequent digitales Kamerassystem sein, also mit fest eingebautem EVF und statt dem Schnittbildentfernungsmesser ein digitales Anzeigesystem, das im Prinzip wie ein Autofokus funktioniert, aber händisch nachgeführt, elektronisch gemessen und angezeigt wird. Dann hat man das Beste aus zwei Welten.

Design und Haptik sind Spitze. Da muss sich nichts ändern. Wo sich etwas ändern muss, ist der eingebaute Sensor. Der ist schlicht Technik von gestern. Und ansonsten kann dieses System - nennen wirs jetzt einfach mal D-System - auch nur digital gerechnete Objektive enthalten. Bei den dpreview-Bildern in dunkler Umgebung kann man nur zu gut die Überstrahlungen sehen, auch wenn das für den Insgesamteindruck nicht entscheidend ist, bei einem so "überragenden" System würde ich sowas nicht akzeptieren. Für die Altglasfreaks gibts ja dann die M9.

Die X1 ...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 13:14

... wäre dafür prädestiniert gewesen - nur ein Bajonett für die M-Optiken hätten sie ihr spendieren müssen ...
Aber dort, wo nicht Hochmut die Solmser Aktivitäten bestimmt, regiert hessischer Kleinmut die Produktpolitik.

Kein EVF

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 15:09

sondern den Sensor als Messfläche: Das könnte die M-Innovation aus Solms sein. Wobei dann Fokus und Belichtung (Kontrastumfang a la Histogramm) über den Messsucher angezeigt und praktisch genutzt würde.
Ein optionaler LiveView könnte die M - z.B. mit einen R-Adapter - über ihren vorrangigen Einsatzbereich hinaus interessant und begehrenswerter gestalten.
Nur spielt's das mit der verbauten Sensortechnik nicht annähernd - wie die M9 als Ganzes auch keineswegs die Erwartung weckt, in Solms hätte man noch irgendein Interesse, die Fotografie über manische Umsatzziele hinaus zu bereichern.

Nicht zu vergessen

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 07:54

Anti-Wackel-Sensor samt Staubschutz ... könnte gerade bei der M Wunder wirken.

Was spricht noch für eine Leica M???

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 10:40

Jeder versuch eine Leica M(9) als vollwertige Kamera im herkömmlichen Sinne darzustellen kann nur fehlschlagen. Sie ist ein technisches Sammlerobjekt, das voll funktionstüchtig ist. Mit einer Leica M9 fotografiert man nicht, man stellt sie auf rotem Samt in eine Vitrine und zeigt sie bei Sektpartys seinen erlauchten Gästen. Natürlich wird bei solchen Gelegenheiten auch ein mal mit der Leica fotografiert. Die Fotos gibt man seinen Gästen als fertiger Ausdruck oder auf CD mit. Schön wäre es wenn Leica den Namen des Erstkäufers in goldener altdeutscher Schrift eingravieren würde.

gülden und altdeutsch ...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 14:05

sollte über den Leica-CS kein ernsthaftes Problem sein.

Was für ein Quartsch

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 15:52

Vermutlich haben sie Kommentatoren, die genau wissen, daß eine Leica grundsätzlich nur überholt und rückständig ist, niemals mit einer fotografiert.
- Sonst würden sie einräumen, daß sich der Umgang einfach deutlich vom dem mit SLR- oder Kompactkameras unterscheidet.
- Daß die Bildergebnisse zumindest sehr gut sind.
- Daß man beim Fotografieren verstehen und denken muß.
- Daß die verwendeten Materialien sehr hochwertig sind.
- Daß eine Ausrüstung im SLR Vergleich ziemlich klein ist.
- Mancher würde sie auch sehr ergonomisch finden.
- Mancher wohl auch einfach "schön".
- Und jeder würde sich sofort mit Kamera und Objektiven zurecht finden, selbst wenn er sie ein Jahr nicht zur Hand genommen hat.
- Wenn man dann noch bedächte, daß viele liebgewordene Teile noch nach 30 Jahren repariert werden,

hat einjeder etliche Gründe genug, anzuerkennen, daß es sich hier um eines der ALLERBESTEN System handelt.

Wer sich die M leisten kann, wird das sicher nicht bereuen und viel Freude an ihr haben. Nur von ganz wenigen Systemen kann man das nach Jahren noch sagen!

Viel Spaß beim Fotografieren

Von wegen Quatsch!

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:53
Gast schrieb:

Vermutlich haben sie Kommentatoren, die genau wissen, daß eine Leica grundsätzlich nur überholt und rückständig ist, niemals mit einer fotografiert.

Falsch vermutet!

Zitat:

- Sonst würden sie einräumen, daß sich der Umgang einfach deutlich vom dem mit SLR- oder Kompactkameras unterscheidet.

Das bestreitet auch niemand.

Zitat:

- Daß die Bildergebnisse zumindest sehr gut sind.

Bestreitet auch niemand.

Zitat:

- Daß man beim Fotografieren verstehen und denken muß.

Bestreitet niemand. Wobei diese Prämisse kein Alleinstellungsmerkmal des M-Systems ist. Sprich: Manche Kameras bzw. deren Automatiken machen einem das Fotografieren leichter, aber wenn man seine Kamera (egal welcher Marke und egal welches Modell) richtig im Griff haben will und die Fotografie auf einem höheren Niveau betreiben will, kommt auch nicht bei diesen Kameras drum herum, sein Hirn einzuschalten. Und diese Kameras erlauben einem das auch!

Zitat:

- Daß die verwendeten Materialien sehr hochwertig sind.

Bestreitet niemand. Ist aber auch hier eine "Tugend" die nicht alleine den Leica-Kameras vorbehalten ist.

Zitat:

- Daß eine Ausrüstung im SLR Vergleich ziemlich klein ist.

Bestreitet niemand. Aber eine M9 ist im Vergleich zu mFT-, FT- und Einsteiger-DSLRs nicht wesentlich kompakter und z.T. sogar voluminöser.

Zitat:

- Mancher würde sie auch sehr ergonomisch finden.

Bestreitet niemand. Wobei Ergonomie was sehr Subjektives ist...

Zitat:

- Mancher wohl auch einfach "schön".

Bestreitet niemand. Aber auch hier sehr subjektives Kriterium!

Zitat:

- Und jeder würde sich sofort mit Kamera und Objektiven zurecht finden, selbst wenn er sie ein Jahr nicht zur Hand genommen hat.

Na ja. Das Handling einer M-Kamera ist schon sehr "gewöhnungsbedürftig". Und der Telemeter ist auch nicht jedermanns Sache. Ich gehe sogar weiter und behaupte, dass die Präzision der manuellen Scharfstellung mithilfe des Telemeters vor allem im Tele-Bereich (wo selbst eine leichte Fehlfokussierung schon den Unterschied zwischen einem scharfen und einem unscharfen Bild machen kann) in vielen Fällen zu wünschen übrig lässt. Da sind viele AF-Systeme präziser (und schneller); mit der elektronischen Bildlupen-Funktion vieler Kameras kriegt man im Liveview-Modus ebenfalls eine deutlich präzisere Fokussierung hin als mit dem Telemeter.

Zitat:

- Wenn man dann noch bedächte, daß viele liebgewordene Teile noch nach 30 Jahren repariert werden

Wie schon geschrieben: Das trifft eher auf die analogen M-Modelle zu. Die Elektronik die in einer M8 oder M9 steckt, ist nach einigen Jahren genauso hoffnungslos veraltet als die Bordelektronik anderer Digitalkameras.

Zitat:

hat einjeder etliche Gründe genug, anzuerkennen, daß es sich hier um eines der ALLERBESTEN System handelt.

Und was gedenken Sie zu machen, wenn jemand das nicht tut? Ihn bzw. sie als Ignoranten und/oder Dilettanten abtun?!?

Zitat:

Wer sich die M leisten kann, wird das sicher nicht bereuen und viel Freude an ihr haben.

Sicherlich **kann** man an einer M viel Freude haben und den Kauf nicht bereuen – vor allem dann, wenn man die Kamera nicht wegen des Prestigefaktors, sondern aus Überzeugung kauft. Das bestreitet auch niemand. Nur ist eine M kein Garant für Freude am Fotografieren. Zumindest nicht de facto.

Zitat:

Nur von ganz wenigen Systemen kann man das nach Jahren noch sagen!

Ist alles Sache der persönlichen Einstellung...

Zitat:

Viel Spaß beim Fotografieren

Den hab ich. Und das auch ohne Leica-M!

Wir sind einig!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 16:02

Wunderbar, wir sind uns weitestgehend einig. Daraus ziehe ich den Schluß, daß auch Sie am M System viele sehr gute Eigenschaften sehen, die es in der Gesamtheit vielleicht nur hier gibt. Damit ist es eins der ALLERBESTEN Systeme und das ist Kaufgrund und Grund zu anhaltender Freude genug.
Dies zu sagen galt es, NICHT darum, die M als das BESTE aller Systeme zu bezeichnen. Das gibt es nicht!

Gratulation und Glückwunsch an alle, die sich auf die M einlassen und sie sich zulegen. Ihr werdet (fast ;-)) alle Freude haben!

Quartsch

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 15:36

Was im Zusammenhang mit Leica in den Foren immer wieder autaucht, ist das "Argument", andere Kamerasysteme sind nach einigen Jahren überholt. Das kann ich nicht nachvollziehen: Im Urlaub habe ich keine Lust auf meine digitale "Dienstkamera", dann nehme ich gerne meine Nikon F2SB mit, dazu den Motor MD-2 und die Objektive 3,5/20, 2,0/35, Micro 55 mm und das 2,8/180 mm. Sie ist immer noch eine sehr gute, mechanische Kamera, die präzise abläuft, ihre Dioden für den manuellen Belichtungsabgleich leuchten klar im Sucher, dazu setze ich die Architekturmattscheibe mit den Gitterlinien ein. Gerade in sonnenreichen Gebieten würde ich mit meiner Leica M4P schnell daneben liegen, denn das Gegenlicht ist oft tückisch. Mit einer Spiegelreflex ist das deutlich einfacher zu beherrschen. Diafilme gibt es noch günstig bei Dm, ebay oder auf Fotobörsen. Die Dias scanne ich mit dem Nikon-Coolscan V - das geht gut! Die Nikon F2 besitze ich seit 18 Jahren - sie läuft tadellos und wird das bestimmt noch zwei Jahrzehnte machen. Das ist für mich perfekte Fotografie! Ist der Urlaub vorbei, kommt wieder die D3 an die Reihe!

Gast schrieb:

Vermutlich haben sie Kommentatoren, die genau wissen, daß eine Leica grundsätzlich nur überholt und rückständig ist, niemals mit einer fotografiert.
- Sonst würden sie einräumen, daß sich der Umgang einfach deutlich vom dem mit SLR- oder Kompactkameras unterscheidet.
- Daß die Bildergebnisse zumindest sehr gut sind.
- Daß man beim Fotografieren verstehen und denken muß.
- Daß die verwendeten Materialien sehr hochwertig sind.
- Daß eine Ausrüstung im SLR Vergleich ziemlich klein ist.
- Mancher würde sie auch sehr ergonomisch finden.
- Mancher wohl auch einfach "schön".
- Und jeder würde sich sofort mit Kamera und Objektiven zurecht finden, selbst wenn er sie ein Jahr nicht zur Hand genommen hat.
- Wenn man dann noch bedächte, daß viele liebgewordene Teile noch nach 30 Jahren repariert werden,

hat einjeder etliche Gründe genug, anzuerkennen, daß es sich hier um eines der ALLERBESTEN System handelt.

Wer sich die M leisten kann, wird das sicher nicht bereuen und viel Freude an ihr haben. Nur von ganz wenigen Systemen kann man das nach Jahren noch sagen!

Viel Spaß beim Fotografieren

Tugenden der M9

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 18:01
DingDongDilli schrieb:

Nachdem wir diese "Bestandsaufnahme" gemacht haben, können wir uns fragen, was in der heutigen Zeit von diesen "Tugenden" übrig geblieben ist. Die Kompaktheit kann es nicht mehr sein. Spätestens seit dem mFT-System gibt es ein digitales Kamerasystem, das mindestens genauso kompakt ist (wenn nicht kompakter) und ebenfalls den Wechsel der Optiken erlaubt.[...]Die Bildqualität kann es auch nicht sein. Zwar baut Leica immer noch hochwertigste Optiken, aber die Optiken der anderen Hersteller sind mittlerweile z.T. so gut, dass der Qualitätsunterschied kaum noch sichtbar (wenn überhaupt) ist. In der elektronischen Signalverarbeitung sind die anderen Hersteller Leica sogar überlegen; ich denke da wird mir kaum jemand widersprechen wollen.

Man braucht nur mal zwei Punkte aus Ihrer Aufzählung zu nehmen: Kompaktheit und Bildqualität. Klar gibt es andere Hersteller, die kompakte Kameras bauen. Bestimmt gibt es auch Kameras mit besserer Bildqualität (Die Topmodelle von Canon, Nikon und Sony vielleicht. Oder das digitale Mittelformat. Deshalb bringt Leica mit der S2 ja auch eine Mittelformatkameras raus.) Aber es gibt eben keine EOS 1Ds Mark III/IV oder Nikon D3X im kompakten Micro-Four-Thirds-Gehäuse. Womit wir schon einen von vielen Gründen hätten, der für eine M9 spricht.

Das Eine schliesst das Andere nicht aus

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:02
Gast schrieb:

Man braucht nur mal zwei Punkte aus Ihrer Aufzählung zu nehmen: Kompaktheit und Bildqualität. Klar gibt es andere Hersteller, die kompakte Kameras bauen. Bestimmt gibt es auch Kameras mit besserer Bildqualität (Die Topmodelle von Canon, Nikon und Sony vielleicht. Oder das digitale Mittelformat. Deshalb bringt Leica mit der S2 ja auch eine Mittelformatkameras raus.) Aber es gibt eben keine EOS 1Ds Mark III/IV oder Nikon D3X im kompakten Micro-Four-Thirds-Gehäuse. Womit wir schon einen von vielen Gründen hätten, der für eine M9 spricht.

Ich wage mal zu behaupten, dass Ihnen da ein kapitaler Denkfehler unterlaufen ist. Sie vergleichen die Bildqualität einer M9 wegen ihres Vollformatsensors mit der Bildqualität von Vollformat-DSLRs à la EOS 1Ds oder D3X. Nur sind diese beiden Kameras selbst mit mittelmäßigen Optiken der M9 in Sachen Bildqualität haushoch überlegen!

Man muss bedenken, dass die Flaggschiffe von Canon und Nikon neue Maßstäbe in Sachen elektronischer Signalverarbeitung setzen. Die bringen bei ISO 12.800 schon eine Qualität welche die M9 bestenfalls bei ISO 3.200 erreicht. Die M9 ist trotz Vollformat-Sensor eher mit den Mittelklasse-Modellen von Canon, Nikon & Co. zu vergleichen und selbst die mFT/FT-Kameras schlagen sich mit ihrem vergleichsweise kleinen Bildsensor recht wacker gegen die M9. Also gibt es durchaus kompakte Wechselobjektivkameras, die es auch von der Bildqualität her mit einer M9 aufnehmen können!

Four Thirds

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 03. Dezember 2009 - 10:56

Die reichhaltige Ausstattung einer Nikon D3x passt nun einmal nicht in ein kompaktes Gehäuse, beispielsweise der Hochleistungsmotor und der präzise und helle Sucher, der sich auch optimal für Brillenträger eignet. Um es noch einmal zu unterstreichen: Die Spitzenmodelle von Nikon und Canon sind keine Freizeit-Knipsermodelle wie die M9 oder die FourThirds-Modelle (wer will die denn noch?) und dementsprechend "klotzig gebaut!" Das ist auch gut so, demm mit einem lichtstarken 2,8/300 mm vorne `dran haben wir dann ein entsprechendes "Gegengewicht!"

Gast schrieb:
DingDongDilli schrieb:

Nachdem wir diese "Bestandsaufnahme" gemacht haben, können wir uns fragen, was in der heutigen Zeit von diesen "Tugenden" übrig geblieben ist. Die Kompaktheit kann es nicht mehr sein. Spätestens seit dem mFT-System gibt es ein digitales Kamerasystem, das mindestens genauso kompakt ist (wenn nicht kompakter) und ebenfalls den Wechsel der Optiken erlaubt.[...]Die Bildqualität kann es auch nicht sein. Zwar baut Leica immer noch hochwertigste Optiken, aber die Optiken der anderen Hersteller sind mittlerweile z.T. so gut, dass der Qualitätsunterschied kaum noch sichtbar (wenn überhaupt) ist. In der elektronischen Signalverarbeitung sind die anderen Hersteller Leica sogar überlegen; ich denke da wird mir kaum jemand widersprechen wollen.

Man braucht nur mal zwei Punkte aus Ihrer Aufzählung zu nehmen: Kompaktheit und Bildqualität. Klar gibt es andere Hersteller, die kompakte Kameras bauen. Bestimmt gibt es auch Kameras mit besserer Bildqualität (Die Topmodelle von Canon, Nikon und Sony vielleicht. Oder das digitale Mittelformat. Deshalb bringt Leica mit der S2 ja auch eine Mittelformatkameras raus.) Aber es gibt eben keine EOS 1Ds Mark III/IV oder Nikon D3X im kompakten Micro-Four-Thirds-Gehäuse. Womit wir schon einen von vielen Gründen hätten, der für eine M9 spricht.

Kompakt?

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 06. Dezember 2009 - 00:13

Es gibt doch die Nikon D700: Vollformat, relativ leicht, noch kompakt, zuverlässig, auch ohne Zusatz-Batterieteil sehr schnell und - sie liefert Spitzenbilder, allein schon das irrsinnig scharfe 60er-Nikkor-Makro, ein optisches Traumobjektiv! Dann das 24-70....usw., usw.

Gast schrieb:
DingDongDilli schrieb:

Nachdem wir diese "Bestandsaufnahme" gemacht haben, können wir uns fragen, was in der heutigen Zeit von diesen "Tugenden" übrig geblieben ist. Die Kompaktheit kann es nicht mehr sein. Spätestens seit dem mFT-System gibt es ein digitales Kamerasystem, das mindestens genauso kompakt ist (wenn nicht kompakter) und ebenfalls den Wechsel der Optiken erlaubt.[...]Die Bildqualität kann es auch nicht sein. Zwar baut Leica immer noch hochwertigste Optiken, aber die Optiken der anderen Hersteller sind mittlerweile z.T. so gut, dass der Qualitätsunterschied kaum noch sichtbar (wenn überhaupt) ist. In der elektronischen Signalverarbeitung sind die anderen Hersteller Leica sogar überlegen; ich denke da wird mir kaum jemand widersprechen wollen.

Man braucht nur mal zwei Punkte aus Ihrer Aufzählung zu nehmen: Kompaktheit und Bildqualität. Klar gibt es andere Hersteller, die kompakte Kameras bauen. Bestimmt gibt es auch Kameras mit besserer Bildqualität (Die Topmodelle von Canon, Nikon und Sony vielleicht. Oder das digitale Mittelformat. Deshalb bringt Leica mit der S2 ja auch eine Mittelformatkameras raus.) Aber es gibt eben keine EOS 1Ds Mark III/IV oder Nikon D3X im kompakten Micro-Four-Thirds-Gehäuse. Womit wir schon einen von vielen Gründen hätten, der für eine M9 spricht.

Kompakt, Wechselobjektivsystem

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 18:15
DingDongDilli schrieb:

Spätestens seit dem mFT-System gibt es ein digitales Kamerasystem, das mindestens genauso kompakt ist (wenn nicht kompakter) und ebenfalls den Wechsel der Optiken erlaubt. Und das ist erst der Anfang.

Ja. Wir sprechen uns, wenn Olympus und Panasonic dann irgendwann ein mit dem M-System vergleichbares Objektivsortiment führen und einen vergleichbaren Sensor einbauen?

Nicht nötig

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Sonntag, 29. November 2009 - 22:03
Gast schrieb:

Ja. Wir sprechen uns, wenn Olympus und Panasonic dann irgendwann ein mit dem M-System vergleichbares Objektivsortiment führen und einen vergleichbaren Sensor einbauen?

1. Bereits mit ihrem aktuellen Objektivsortiment decken die mFT-/FT-Kameras einen Brennweitenbereich ab, der dem des Leica-M-Systems bzw. seiner Objektive in kaum etwas nachsteht. Man muss nämlich bedenken, dass sich das Objektivsortiment des M-Systems vorwiegend aus Festbrennweiten zusammen setzt. Sprich: Wo man mit der Leica M drei bis vier Festbrennweiten braucht, um den gleichen Brennweitenbereich abzudecken, reicht beim mFT- bzw. FT-System meist schon ein Zoom.

2. Man sollte nicht vergessen, dass es bereits jetzt für das mFT-System zahlreiche Adapter gibt, welche die Verwendung anderer Objektivsysteme (u.a. auch Leica M) an den mFT-Kameras erlauben. Ist beileibe kein "unfairer" Vergleich, da man – genau wie bei einer Leica M – dann die Fokussierung manuell vornimmt (jedoch dank elektronischer Bildlupe deutlich präziser als mit dem Telemeter).

3. Bei deutlich kleinerem Sensor erreichen die mFT-/FT-Kameras eine Bildqualität die der einer M9 in kaum etwas nachsteht. Also auch kein wirklicher Vorteil für die M9.

Objektivsortiment

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 00:24
DingDongDilli schrieb:
Gast schrieb:

Ja. Wir sprechen uns, wenn Olympus und Panasonic dann irgendwann ein mit dem M-System vergleichbares Objektivsortiment führen und einen vergleichbaren Sensor einbauen?

1. Bereits mit ihrem aktuellen Objektivsortiment decken die mFT-/FT-Kameras einen Brennweitenbereich ab, der dem des Leica-M-Systems bzw. seiner Objektive in kaum etwas nachsteht. Man muss nämlich bedenken, dass sich das Objektivsortiment des M-Systems vorwiegend aus Festbrennweiten zusammen setzt. Sprich: Wo man mit der Leica M drei bis vier Festbrennweiten braucht, um den gleichen Brennweitenbereich abzudecken, reicht beim mFT- bzw. FT-System meist schon ein Zoom.

Der Brennweitenbereich, den die beiden Micro-Four-Thirds-Sortimente abdecken, ist ja sogar größer als der der Leica-M-Objektive: 7-200 mm (Micro-Four-Thirds) vs. 16-135 mm (Leica). Das macht aber noch kein vergleichbares oder gleichwertiges Objektivsystem.

DingDongDilli schrieb:

2. Man sollte nicht vergessen, dass es bereits jetzt für das mFT-System zahlreiche Adapter gibt, welche die Verwendung anderer Objektivsysteme (u.a. auch Leica M) an den mFT-Kameras erlauben. Ist beileibe kein "unfairer" Vergleich, da man – genau wie bei einer Leica M – dann die Fokussierung manuell vornimmt (jedoch dank elektronischer Bildlupe deutlich präziser als mit dem Telemeter).

Und was ist so toll daran, den Kleinbildobjektiven einen Viertelformatsensor zuzumuten?

Vergleichbarkeit

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Montag, 30. November 2009 - 07:32
Gast schrieb:

Der Brennweitenbereich, den die beiden Micro-Four-Thirds-Sortimente abdecken, ist ja sogar größer als der der Leica-M-Objektive: 7-200 mm (Micro-Four-Thirds) vs. 16-135 mm (Leica). Das macht aber noch kein vergleichbares oder gleichwertiges Objektivsystem.

Hängt davon ab, was man unter vergleichbar versteht. Vom Brennweitenbereich her durchaus vergleichbar. Von der Objektivqualität her zugegebenermaßen nur ansatzweise. Aber das M-System hatte ja auch über ein halbes Jahrhundert Zeit, sich zu dem weiter zu entwickeln, was es heute ist...

Zitat:

Und was ist so toll daran, den Kleinbildobjektiven einen Viertelformatsensor zuzumuten?

1. Die Objektivpalette wird dadurch wesentlich größer

2. Wer nicht unbedingt starke Weitwinkel braucht, bekommt durch die "Brennweitenverlängerung" eine ordentliche Auswahl an lichtstarken Objektiven.

3. Es wird nur der Linsenbereich vom Sensor abgedeckt, in welchem die optischen Leistungen am Höchsten sind.

Micro-Four-Thirds und M

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 13:09
DingDongDilli schrieb:
Gast schrieb:

Der Brennweitenbereich, den die beiden Micro-Four-Thirds-Sortimente abdecken, ist ja sogar größer als der der Leica-M-Objektive: 7-200 mm (Micro-Four-Thirds) vs. 16-135 mm (Leica). Das macht aber noch kein vergleichbares oder gleichwertiges Objektivsystem.

Hängt davon ab, was man unter vergleichbar versteht.

Eben nicht nur einen vergleichbaren Bildwinkel (also Brennweitenbereich), sondern eben auch vergleichbare Lichtstärke, Abbildungsqualität, Haltbarkeit, ...

Zitat:

Aber das M-System hatte ja auch über ein halbes Jahrhundert Zeit, sich zu dem weiter zu entwickeln, was es heute ist...

Deshalb schrieb ich ja: Wir sprechen uns dann...

DingDongDilli schrieb:
Zitat:

Und was ist so toll daran, den Kleinbildobjektiven einen Viertelformatsensor zuzumuten?

1. Die Objektivpalette wird dadurch wesentlich größer
2. Wer nicht unbedingt starke Weitwinkel braucht, bekommt durch die "Brennweitenverlängerung" eine ordentliche Auswahl an lichtstarken Objektiven.

Sie beschreiben hier ein paar der Nachteile der Micro-Four-Thirds-Sortimente: Noch relativ geringe Objektivauswahl und vor allem wenige lichtstarke Objektive.

DingDongDilli schrieb:

3. Es wird nur der Linsenbereich vom Sensor abgedeckt, in welchem die optischen Leistungen am Höchsten sind.

Ja, toll. Nach der Logik wird das Bild mit einem Handy-Sensor hinter einem Mittelformatobjektiv noch besser...

Typisch für Fans der Leica M...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 11:52

dass sie sich plötzlich für Wiedergeburten von Henri Cartier-Bresson halten, leider aber dessen Talent im Nirwana vergessen haben und meinen, jedes noch so banale Motiv ergäbe ein gutes Foto. Genauso gut könne man eine M9 auf rollbarem Stativ hinter sich herziehen oder vor sich herschieben und gelegentlich den Auslöser drücken. Vielleicht täte es sogar ein Intervalltimer...

Zur Technik: Die einzigen positiven Aspekte am M-System ist doch das für einen Sensor im KB-Format vergleichsweise kleine Gehäuse und die kleinen und doch lichtstarken Objektive. Von technischer Innovation jedoch keine Spur. So wäre es doch denkbar, statt Leuchtrahmen den Bildausschnitt per LCD-Schicht in den Sucher einzuspiegeln und damit den Bildausschnitt endlich präziser festzulegen. Auch eine Zoomoptik im Sucher würde helfen, ist für Leica aber wohl schon zu teurer Entwicklungsaufwand. Eine 4-stelligen LED-Ziffernanzeige aus den 1980ern ist bei Leica offenbar Stand der Technik...

Ebenso ist das Bedienkonzept alles andere als innovativ. Ein OLED-Touchscreen wäre ja mal was neues und würde im Vergleich zur Knöpfchenbedienung einen Schritt nach vorne darstellen. Bei der S2 zeigt man sich ja wenigstens mit Soft-Buttons ein ganz klein wenig innovativ, auch wenn Phase One mit den Mittelformat-Rückteilen das Konzept seit Jahren anwendet. Es ist bezeichnend, dass M-Chef Stefan Daniels im Interview zur Entwicklung der M9 als Grund der Verwendung diverser Komponenten wie des schlechten LC-Monitors die Verfügbarkeit angibt.

Insgesamt ist die M9 nicht mehr als eine mühsam in das digitale Zeitalter gerettete M-Kamera, die zu analogen Zeiten nur noch wenige Anhänger hatte. Von der leisen Funktionsweise einer M7 ist die M9 aber auch weit entfernt, bleiben also nur noch sehr sehr wenige Anwendungsgebiete. Im Übrigen wird Strassenfotografie überbewertet...

OLED-Touchscreen ...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 13:18

Mein Gott, Leica ist ja nicht Apple - woraus sich auch hauptsächlich die Unterschiede zwischen den beiden Firmen erklären.

Aber ein bewährtes PhaseOne-Konzept als Eigenkreation zu verkaufen - dafür reicht der Geschäftssinn noch allemal ...

Apple...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 22:17

...hat Erfolg mit Produkten die Apple ermöglichten ins Internet-Geschäft einzusteigen.
iPod war die Basis für den Verkauf von Musik über das Internet im Stile von Apple iTunes Music-Store.
Bei Nutzung des mobilen Internets sind iPhone-Nutzer klar in Führung. Konsum der im Internet steckt.
Apple wird nie eine iCam bringen, denn der Content entsteht außerhalb des Internets und wird gerademal ins Internet hochgeladen.
Auch der Versuch von VW mit Apple das iCar zu entwickeln war zum Scheitern verurteilt. Apple ist ein Unternehmen des Internet-Geschäftes. ".com"-Blase bei Apple völlige Fehlanzeige, weil Apple ein Geschäftsmodell hatte, hat und andere nicht.
Leica würde genauso wie Apple Erfolg haben im Internet-Geschäft wenn man darin aktiv wäre. Ist man aber nicht.
Beim iPod kann man das Internet noch umgehen indem man seine CDs ripped, komprimiert und die MP3- oder AAC-Files auf de iPod lädt. Mit dem iPhone jedoch bindet man den Nutzer ans Zugangsnetz für mobiles Internet. Auch wenn viele nur telefonieren. Man liest va. über den Safari-Browser und der Anreiz damit herumzuspielen ist wesentlich größer als bei anderen Plattformen. Apple lockt damit die Nutzer ins mobile Internet und hier ist Apple mit dem iPhone vor Nokia deutlich in Führung.
Ein Leica-Produkt das den Leica-Nutzer besser mit dem mobilen Internet vernetzt wäre tatsächlich Leica-like. Wireless Connectivity zwischen Leica-Kamera und Smartphone. Eine Applikation von/für Leica für das Smartphone und schon ist Leica drin.
Für Reportage-Einsätze erste Sahne und als Fernwarte für Sessions rund um den Globus ebenfalls geeignet.
Die ersten Kameras mit CCD, welche von Canon/Nikon für die Olympischen Spiele in LA angeboten wurden waren dafür gedacht die Bilder über Modem und Telefonleitung zu übertragen. Für diese Übertragung mußte man CCD anstatt Film nutzen.
Wireless-LAN an oder in der Kamera ist nicht wirklich das Novum. Es gibt kompaktere und stromsparendere Lösungen.
Kompakte(re) Lösungen sind ja Leica-Tradition und -Tugend.

Seltsame Antwort

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 05:15

auf eine Frage, die nie gestellt wurde. Oder fehlt's einfach am Grundverständnis für geniale, bedienungsfreundliche Technik - die sich auch tatsächlich gewinnbringend verkaufen läßt? Ganz im Gegensatz zu Leica-Produkten.

Die Leica M ist...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 20:32

...der paßende Body zu lichtstarken wie streu- und gegenlicht-robusten Objektiven, welche auf Kleinbild-Film-Vollformat gerechnet, auf Sensor optimiert sind und dazu noch konkurrenzlos kompakt bauen.
Das Leica M-Bajonett wurde bereits von Epson bzw. von Cosina in Auftrag von Epson in das digital Zeitalter geschleppt.
Warum die Leica M7 leiser ist als eine Leica M8, M8.2 und M9 ist ganz einfach zu erklären. Der Verschluss muß exakter sein als es Tuchverschlüsse, selbst elektronisch gesteuerte, jemals sein werden. Zudem haben Tuchverschlüsse wohl einen Abrieb den man sich bei Sensoren nicht leisten kann.

Betrachten Sie es so. Die Pioniere der Digitalkameras waren nie dazu fähig Werkzeuge vergleichbar mit einer Leica M auf dem Markt zu halten. Mit der Einführung der Sensortechnik haben Sie sich noch weiter von den Eigenschaften einer Leica MP oder Leica M7 entfernt. Wer weiterhin leise fotografieren möchte kauft sich eben eine Leica M7 und fotografiert weiter mit Film und zwar mit denselben Objektive wie für seine Leica M9. Bei Leica kann er das bei allen anderen Herstellern nicht.
Das System ist wichtig und nicht nur 3 digitale Bodies aus der Reihe von mind. 8 nennenswerten modernen Leica M-Modellen.
Vergleicht man die Aufnahmen einer Leica M9 mit Ihren 18MPx jedoch Sensor ohne LowPass-Filter mit denen einer D-SLR mit 21...24MPx erkennt man klar wo aktuell der Hammer im KB-VF-Bereich hängt. Es spricht Systemauflösung wie Farbpräsentation klar für die Leica M9.
Hätte jetzt Leica das Gehäuse künstlich aufpumpen sollen und das Leica M-Bajonett samt Objektiven über Bord werfen sollen?
Zeiss hatte wohl gute Gründe für die neue Zeiss Ikon das Leica M-Bajonett zu nutzen und die neuen Objektive auf Sensor optimiert zu rechnen. In der Zeiss Ikon sind zuwenig Gleichteile mit den Bessa-Modellen von Cosina für Ringfoto/Voigtländer zu finden, daß der Griff zu Leica M nur darauf beruht.

Für zehn tausend

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 16:47

kriegt Man also kompakt verpacktes Purplefringing, mit glattgebügeltem Kodakrauschen und Moiré?

Ja, das ist in der Tat

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 21:21

und leider, wie man auf dpreview erkennen kann, eine Frage, die sich stellt.
Alles an der Kamera ist solide und sehr schön gemacht. Nur ausgerechnet an der entscheidenden Stelle, nämlich bei den Bildern hapert es teilweise ganz gewaltig bei der Überstrahlung. Da muss man indigniert feststellen, dass an den Kanten von stark lichtbeschienenen Objekten und dunklerem Hintergund starkes "Purplefringing" auftritt. Das kommt leider überhaupt nicht gut. Oder besser gesagt, das ist die fatale Schwäche bei der Kamera. Da sind um vielfach günstigere Kameras teilweise deutlich überlegen. Ist mir ehrlich gesagt, ziemlich unverständlich.

Lassen Sie doch eher mal heraus, dass...

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 01:43

...es sich auf UWW-Brennweiten beschränkt was Sie da sehen und eben Purplefringing hier dann ein Thema im Randbereich ist während es sich bei D-SLRs mit KB-VF-Sensor über den gesamten Bildkreis durchzieht. Nicht nur KB-VF sondern APS-C und APS-H bis KB-VF D-SLRs ist Purplefringing nicht fremd. Dann aber nicht nur wie bei der Leica M9 im Randbereich und extremen UWW-Brennweiten.
Es gibt gerade bei den von Ihnen beschriebenen preiswerten Kompakt-Kameras bei vergleichbaren Brennweiten wegen Notwendigkeit von WW-Konvertern vergleichbares Purplefringing.

Immerhin bestätigt man die Existenz von Purplefringing aber es muß ja so sein, denn eine Leica zeigt es. Zeigt es eine andere Kamera war es nur das Hirngespinst eines Fan-Boys der ein neues Wort kreiiert hat. Bereits die Ur-Leica hatte Purplefringing in den Genen und nur Leica kann sowas weitervererben. Anderen Kameras bis auf FT und mFT haben keine vergleichbaren Gendefekte. Und nachdem Fujifilm jetzt bei mFT mitmacht hatte auch der SuperCCD schon immer Purplefringing nur eben ist es beim SuperCCD bei APS-C nicht sichtbar erst ab FT-Format hat sich das Gen entschieden als Gendefekt sich zu zeigen.
Na da kann man nur hoffen, daß der Gendefekt nicht doch noch auf KB-VF D-SLRs überspringt.

Purple

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 09:54

im Großen und Ganzen hatte nur die M8 in den Genen ... und schön, dass uns Leica Nachhilfe in Mendels Vererbungslehre erteilt. Dabei hätten wir nur gerne eine ausgereifte Kamera mit zeitgemäßer Sensortechnik, die dann ihren Preis auch tatsächlich wert ist. Üben wir uns halt weiter in Demut vor den Zeiträumen der Evolution ...

Tut mir leid,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 10:29

aber die Aufnahme, die ich beispielsweise meine, ist mit einem 50 mm Objektiv gemacht und die Überstrahlungen sind vor allem in der Bildmitte zu sehen. Das kanns also nicht sein.

Beispielsweise meinen Sie wohl Aufnahmen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 16:49

Wie von www.dpreview.com als Preview einer Leica M9 mit Beta-Firmware.
Purple Fringing sieht man bei Aufnahmen bei 18mm. Schön kontinuierlicher Fringe am Konstrastsprung.
Bei den Aufnahmen bei 50mm sieht man ähnliche Verfärbungen wie beim Lichtfleck mit der 35mm-Festbrennweite. Der Lichtfleck ist nicht hell genug für Blooming. Die Glasfenster bei einem der Aufnahmen mit dem 50-er stellen ebenfalls klar, daß es nicht farbiges Blooming ist. Es ist wohl eher ein typisches Problem von FFT CCD-Sensorsignalen und Firmware im Rahmen des Bayer-Pattern-Transfer und/oder Umsetzung von Tonwertkurven auf RAW wie JPEG. Firmware für einen Beta-Test und das Ergebnis ist wie bei Firefox Beta-Tests. Die Firmware hat noch Bugs.

Das ist/war ein Beta-Test!
Purple Fringing ist das einzige was definitiv bei UWW im Randbereich sichtbar ist und auf Korrekturmangel seitens der Firmware schließen läßt ABER es ist nicht deutlicher als bei KB-VF D-SLRs.

Meines Wissens verzichten alle Kodak TruSense FFT CCDs nicht auf Antiblooming-Drainagen. Was ich vermisse sind bei Spitzlichtern die harten bunten Farbsäume ala Olympus E-1 oder Nikon D3X. Evtl. liegt hier der Hund begraben, dh. die Firmware legt hier und da eine korrupte Tonwertkurve über die Farbkanäle. Der Lichtfleck-Effekt stinkt ganz danach.
Es gibt Konzepte wie von Fa. Apical verfolgt über jeden Pixelwert eine individuelle Tonwertkurve zu legen. Falls dies hier ebenfalls das Konzept ist wird grün durch den Firmware-Bug stark beschnitten und Rot und Blau dominieren dann. Raus kommt Rosa bis Purple. Es blüht zwar sichtlich aber farbiges Blooming ist es eher nicht.

Ich sags mal so:

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 21:00

es ist O.K. es ist noch ein Vorserienmodell. Und für Großvergrößerungen wird sich dieser Reflexsaum nicht groß auswirken, man muss schon genau hinschauen.

Ich gehe aber mal nicht davon aus, dass das wirklich noch per Software herausnehmbar ist. Das Purplefringing ist ja vor allem eine Überstrahlung durch Reflexe nach der Hinterlinse und Reflexe, also zwischen dem Sensor und der letzten Linse und/oder nicht sauber mattierten Teilen im Schacht und innerhalb des Objektivs zwischen den Gläsern. Die Hinterlinse der M-Objektive ragt sehr stark in das Gehäuse rein und es fehlt eine Filterfolie, wie sie beispielsweise bei den Oly-Modellen für den Staubfänger drin ist. Die eleminiert gleichzeitig auch noch diese Reflexlichter - simpel, einfach, effektiv. Tja, da ist wieder das Detail, bei so vielen tollen Dingen, die bei der M gelöst worden sind, hats dann wohl auf der letzten Wegstrecke nicht mehr ganz gereicht. Da wird wohl Leica auf Dauer noch ein wenig nachdenken müssen.

Friedhofsbilder zum Thema Leica

Bild von Rumpelstilzken
Eingetragen von
Rumpelstilzken
(Ehrengast)
am Sonntag, 29. November 2009 - 13:37

Ist das jetzt allegorisch gemeint?

Wenn Leica eine Zukunft haben sollte, dass heißt die weder M noch S, sondern X, und zwar mit Wechselobjektiven.
Die hätte klassische Leica-Tugenden.

siehe z.B. (einfach mal bei flickr nach "Leica X1" suchen)
http://www.flickr.com/photos/stylespion/sets/72157622729216615/
http://www.flickr.com/photos/realityscans/sets/72157622690660733/



"I love my job, it's the work, I hate."

Exakt...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 15:20

...eine Leica X mit verkürztem Auflagemaß gegenüber Leica R, vgl. auch Schnittweite der Leica X1-Optik und dann noch einen Adapter von Leica R auf Leica X.

Im Rahmen der Absage der digitalen R10 versprach Leica ja eine alternative Lösung für klassische Leica R-Optiken. Die Leica R10 war aus Sicht von Leica schwer einpreisbar und demnach kann die Alternative nur eine D-SLR mit APS-C-Sensor sein, vgl. Kompaktkamera Leica X1 mit APS-C-Sensor (von Sony).

Wenn man so beachtet was Ricoh seinen analogen GR-Modellen als Festbrennweiten zur Seite stellte könnte es durchaus sein, dass Ricoh mit der GXR, bestückt mit einem APS-C-Modul, als einziger ernstzunehmende Konkurrenz zur Leica X1 etablieren kann.
Die Leica X1 macht einfach klasse Aufnahmen. Und exakt das tut die Ricoh GXR mit dem APS-C-Modul ebenfalls.

Ich denke nicht, dass Leica etwas vorzuwerfen ist hinsichtlich den Digital-Trend anfangs verschlafen zu haben. Leica vollzog erst den konsequenten Schritt in die Digitaltechnik als man mit der Digitaltechnik mindestens die Vorzüge anbieten kann die heute Analog-Systeme noch immer gleichwertig machen. Hier geht es va. um Streu- und Gegenlicht-robuste Objektive bei den Systemen mit größerem Bildkreis, dh. APS- bis Kleinbildfilm bzw. APS-C bis KB-VF.

Man muß erkennen, dass der Grund für die Streu- und Gegenlichtunempfindlichkeit einer Ricoh GR excl./incl. WW-Konverter der kleine Bildkreis ist besser gesagt die Möglichkeit aufgrund des kleineren Bildkreises die Lisen und Linsengruppen dichter zu packen und die Linsen-Krümmungen hinsichtlich Lichtflecken-Potential optimaler auszulegen. Je größer der Bildkreis umso empfindlicher werden die modernen auf Sensoren optimierten Objektive va. Zooms. Ein Zoom kann schonmal wg. den für das Zoomen bewegten Linsen und Linsengruppen keine ordentliche Packungsdichte erreichen. Dh. "die Luft" zwischen einer Glasoberfläche bis zu nächsten können sehr groß sein. Zooms bei Kompaktkameras mit kleinem Sensor können sehenswert kompakt gepackt werden. Entsprechend unempfindlich gegen Streu- und Gegenlicht sind diese Systeme.

Man erkennt es an den neu gerechneten Festbrennweiten für Leica M. Aufgrund der Telezentrie wäre das Objektiv stark verzeichnend. Um hinsichtlich Streu- und Gegenlicht nicht arg zu empfindlich zu sein fällt die Verzeichnungskorrektur geringer als früher aus.
Wie das bei hochkorrigierten Objektiven mit wesentlich kleinerem Bildkreis ausgeht zeigen ZUIKO Digital 14-54. Beim 12-60 ist Olympus mit dem Korrekturgrad bei den kürzeren Brennweiten schon sichtbar deutlich weiter zurückgegangen.

Leica wagt sich erstmal an die Systeme und Kameras mit Festbrennweiten heran und achtet dabei darauf, dass zB. die Leica X1 der ehem. mit Minolta zusammen entwickelte APS-Kamera in nichts nachsteht was Streu- und Gegenlicht-Robustheit anbelangt. Was die System-Auflösung anbelangt geht die Leica X1 sogar weiter als jedes bisherige Analoge Kompakte von Leica.
Bei Leica X werden es wohl anfangs va. Festbrennweiten sein die angeboten werden. Spannend wird das Thema Leica X-Zooms. Hier ist zu erwarten, dass Leica alle Trümpfe ausspielt und den Wettbewerb recht blaß aussehen läßt. Während ausgediente Leica-Kameras gut für eine Glasvitrine sind werden ausgediente D-SLRs des Wettbewerbes in den Keller wandern oder in die Bucht (eBay) geworfen werden.
Exakt das ist das was Leica ausmacht. Es gibt viele Dinge die eine Leica eben klar und deutlich besser beherrscht.
Lichtstarke Festbrennweiten die extrem Gegenlicht-robust sind. Lichtstark gab es bisher nur von Leica. Zeiss bot meist ebenso Gegenlicht-robust aber alles andere als lichtstark an.
An das Extreme ging bisher nur Leica.
Und die Leica X1 zeigt tatsächlich Leica-Tugenden.
1) Lichtstarkes Objektiv
2) Gegenlicht-robust
3) Kompakte Kamera (die sicherlich auch robust ist).

Wer kein AF-Futzi ist und noch wie die Fotografen früher fokusieren beherrscht arbeitet mit Leica M9 und hat im Urlaub und sonst seine Leica X1 dabei.
Die Lücke zwischen Leica X1 und Leica S2 ist mangels Supertele bei Leica M9 tatsächlich gigantisch.
Leica X mit Wechselobjektiv-Bajonett und Zooms bis in den Supertelebereich hinein wird kommen.
Man kann davon ausgehen, dass Leica auf die klassisch hohe Verzeichnungskorrektur bei den kurzen Brennweiten verzichtet, dh. schwächer korrigiert als bisher aber hinsichtlich Streu- und Gegenlicht-Robustheit Maßtstäbe setzen wird.

Eine Leica bot stets die lichtstärksten und gegenlicht-robusteten Objektive für Film an und exakt das war bisher die Schwäche von auf Sensoren optimierten Objektiven va. Zooms beim Wettbewerb bzw. den Pionieren.
Ein Grund warum man nur zögerlich die Objektive im Vergleich zu Olympus und Panasonic auf die Sensoren optimierte war klar die zunehmende Streu- und Gegenlicht-Empfindlichkeit soweit man ähnlich hochgradig korrigiert wie Olympus und Panasonic.
Man erkennt am ZUIKO Digital 14-54, welches bei den kurzen Brennweiten sehr gut bis hervorragend korrigiert ist, dass der FT-Sensor für hochgradig korrigierte Zooms eigentlich bereits zu groß ist. Was bedeutet das dann für APS-C und va. KB-VF?

Man muß das Kamera-System ganzheitlich betrachten und das hat wohl nur Leica bzw. Leica hat die Problematik berücksichtigt und nicht einfach ein Digitalkamera-System über den Zaun geworfen in der Hoffnung, dass der Nutzer die deutlich zugenommene Empfindlichkeit gegen Streulicht und Gegenlicht einfach frißt.

Seitens Nikon und Canon sollten Hybrid-Kamera-Systeme mit 17mm-Sensor im Anrollen sein. Das ist noch kleiner als FT (ca. 22mm Bildkreis) und dürfte hinsichtlich Streulicht- und Gegenlicht-Robusten Designs von Zooms im Vergleich zur erreichbaren Bildqualität in einem Sweetspot sitzen.
Die Leica X1 ist so betrachtet Ihrer Zeit voraus. Dem Nutzer ist wichtig wie kompakt die Kamera im OFF-Zustand ist. Durch feinwerktechnischen Aufwand beim Objektiv macht sich die Leica X1 ähnlich kompakt wie eine Nikon oder Canon Hybrid-Kamera mit Pancake.

Das einzig schlüssige macht Leica. Den FT-Adopters kann man zumindest zugute sprechen, dass die Bildschärfe bis zum Bildrand schlichtweg mehr als nur überzeugend ist.
Die Kitlens Zooms für APS-C sind bis dato bei den kurzen Brennweiten im WW-Bereich eine Zumutung. Da fotografiert man doch besser mit einer Ricoh mit ordentlich korrigierten Zoom. Zudem mit einer deutlich kompakteren Kamera.
Aus meiner Sicht bremst sich Canon bei der S90 und G11 sogar aus. Va. bei der S90 wird klar, dass die Bildqualität einer Kompakt-Kamera mit einem hervorragenden CCD-Sensor im Kleinformat den Einsteiger-D-SLRs in nichts nachsteht bis auf die HighISO-Performance. Um die geht es aber den wenigsten Käufern und die HighISO-Performance einer S90 reicht definitiv wg. dem lichtstarken Zoom aus.
Es gibt eben keine Kompakten Kameras im Stile der Canon S90 mit Gummi-Zooms ala Sigma/Tamron 10...15-fach Zoom. Exakt das wird am häufigsten gekauft in der Hoffnung, dass man eine Zoomstarke Kamera mit der Bildqualität einer D-SLR nutzen kann.
Welcher Nutzer eines Gummi-Zooms stellt schon gezielt frei?
Das einzige Argument für eine klassische D-SLR ist der heute noch gegenüber Kontrast-AF via Bildsensor schnellere AF über separaten AF-Sensor was Einsteiger-Modelle anbelangt.

Der Vergleich einer Canon S90 und einer Canon Hybrid-Kamera mit 17mm-Sensor wird deutlich machen was für ein Non-Sense es sein wird 17mm-Systeme anzubieten. Das Zoom für ein 17mm-System wird gegenüber dem Zoom einer S90 deutlich größer sein um ähnlich lichtstark zu sein. Dh. man wird weniger lichtstarke Zooms anbieten um kompakt zu bleiben. Aufgrund der geringeren Lichtstärke wird man mit dem lichtstarken Zoom der S90 ähnlich gut freistellen können wie mit dem Zoom eines 17mm-Systemes.

Leica macht mit der X1 das einzig vernünftige aber eben aufgrund der hohen Ansprüche bedingt durch den großen Sensor mit entsprechendem Preisettiket.

Nach und nach wird man erkennen, dass Leica seinen Weltruhm verdient hat und definitiv auch im Digitalzeitalter auf- und ausbauen wird.

Ist das jetzt ein Warmlauf

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 20:35

Mr.FT?

Ist das...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 19:22

Bestimmt Herr FT! Denn "Gegenlicht-robust" und "Lichtflecken-Potential", diese Begriffe hören sich wissenschaftlich an, sind aber pure Amateur-Erkennungszeichen. Fehlt nur noch, dass er mit seinen Kameras "arbeitet!" Bitte nächstens noch das "Bokeh" hereinnehmen und die Leica als "Tool" bezeichnen.

Gast schrieb:

Mr.FT?

Sind diese Links jetzt ironisch gemeint?

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 18:38

Ich sehe dort nur durchschnittliche Bilder, wie sie auch mit jeder anderen Knipse gemacht werden könnten.

Wie kommen Sie darauf?

Bild von Rumpelstilzken
Eingetragen von
Rumpelstilzken
(Ehrengast)
am Sonntag, 29. November 2009 - 20:19
Gast schrieb:

Ich sehe dort nur durchschnittliche Bilder, wie sie auch mit jeder anderen Knipse gemacht werden könnten.

Man muss sich halt schon die Mühe machen, genau hinzusehen.



"I love my job, it's the work, I hate."

Etwas was der Mainstream nicht tut...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:24

...Genauer hingucken.
Deshalb sind die Aufnahme aus Kameras für den Mainstream typisch schöngerechnet aber für die anspruchsvolle Nachbearbeitung am Computer kaputtgerechnet.

Schön,

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 07:34

dass sich die M9 die Vignettierung ihrer Objektive nicht schön rechnen muss ... oder doch?

Leica, Kodak, ...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 17:06

Kodak tut das beim Mikrolinsen-Design seines FFT CCD für Leica M9 was er auch für nicht nahezu telezentrisch abbildende Objektive im Mittelformat-Bereich tut bzw. tun muß. Leica kodiert am Bajonett das Objektiv um der Leica M9 mitzuteilen was an Korrekturen relevant wäre.
Das was ein Mittelformat-Fotograf aufgrund von empirisch ermittelten Profilen nutzen muß um Aufnahmen mit einem Digitalback und einem symmetrisch gerechneten Objektiv für Vermessungsaufgaben am Rechner zu korrigieren erledigt eine Leica M8, M8.2 und M9 dank Bajonett-Kodierung "Automatisch".
CMOS va. non-BSI-CMOS und trotzdem hochlichtempfindlich erzeugt bereits bei APS-C Probleme die selbst der CCD der Nikon D200 nicht kennt und im Vergleich zum FFT CCD suboptimal ausgelegt ist. Digitales Mittelformat mit hochlichtempfindlichen non-BSI-CMOS erstmal undenkbar. Bei KB-VF bekanntes "schönrechnen" während Leica bei M9 trotz anspruchsvoller Anforderungen bedingt durch die kurze Schnittweite dank FFT CCD "korrigiert". Auch mFT korrigiert elektronisch und zwar umfangreicher als bei FT. FT ermöglicht hohe optische Korrekturgrade für minimale elektronische Korrekturen. mFT ermöglicht durch gezielte elektronische Korrekturen hier und da Einsaprungen beim Objektiv incl. Baugröße. Der LiveMOS orientiert sich hinsichtlich Anforderungen an die Telezentrie am FFT CCD und eine E-P1 verdaut ZUIKO OM-Optiken sogar besser als die E-1 mit Kodak FFT CCD. Leica hat einen verbesserten FFT CCD von Kodak entwickelt bekommen und der LiveMOS wird ebenfalls hinsichtlich Telezentrie-Anforderungen immer besser. Je lichtempfindlicher non-BSI-CMOS wird umso schwieriger wird es mit alles andere als alten Objektiven (bei Canon vor/bis 2008 ausschl. angeboten bei Nikon bis 2006/2007) zufriedenstellendes Schönrechnen in der Kamera zu bewirken.
BSI-CMOS in APS-C, APS-H oder KB-VF-Format wird erstmal richtig teuer. Desweiteren gehe ich davon aus, daß Randabdunklung deutlich reduziert wird jedoch Pixel-Cross-Talking kaum verschwindet und auch die Randunschärfe nicht das ermöglich was Kodak und DALSA beim FFT CCD locker aus dem Ärmel schüttet.

Eigentlich hätte man erwarten können, daß man hauptsächlich am Mangel von LiveView bei den Leica M's herumhakt und wg. der LiveView-Problematik beim FFT CCD einen EVIL erst garnicht fordert. Aber was weiß man eigentlich über die Systemeigenschaften-beeinflussenden Sensor-Typ-Eigenschaften überhaupt?
Leica kippt einmal deutlich auf ein paar Themen reduziert HighISO auf das notwendige um dem Fotografen sattere sogar die sattesten Farbinformationen in Schattenwerten anzubieten. Wer bietet hier mehr als FFT CCD?
Nichtmal LiveMOS kann hier mit und BSI-CMOS stellt sich auch nicht besser an als non-BSI-CMOS.
Bei der Ricoh CX2 beschwert man sich über zugezogene Schatten in der Tonwertkurve. Jede D-SLR mit CMOS ist eigentlich kaum anders ausgelegt. Man kaschiert damit, daß beim CMOS in den Schattenwerten im Vergleich zum FFT CCD und IT-CCD (zB. Canon G11, Canon S90, Nikon D200, ...) recht wenig los ist was Farbinformationen anbelangt.
Auch hier wird nicht korrigiert sondern eine Schönrechnungs-Tonwertkurve über die CMOS-Sensor-Kennlinie gelegt.
Im Mittelformat ist man gewohnt aus Schatten ordentlich etwas herausholen zu können. Leica M8, M8.2 und M9 bieten das an aber auch Olympus E-1, E-300 und E-500. Allesamt Kameras mit FFT-CCD. Wer schöne JPEG-out-of-Cam benötigt für den ist sowas weniger wichtig. Aber Leica-Optiken sind eben bekannt in Schatten sehr viel Kontrast und Farbinformation durchzulassen/zu liefern. Auch so betrachtet muß Leica auf FFT CCD ausetzen mag HighISO der Kodak FFT CCD im Zusammenspiel mit Fujitsu Semi Majestro-Prozessoren-Power für nicht wenige alles andere als zeitgemäß wirken.
Leica kann nur bei der Leica X1 den Schritt zum non-BSI-CMOS von Sony wie in der Nikon D300/D300s beschreiten, denn diese Festbrennweite versorgt aufgrund des kleineren Bildkreises den CMOS mit satten Modulationswerten egal welche Ortsfrequenz oder Spektralfrequenz.
Für die Leica X1 mußte es incl. LiveView sein und nur non-BSI-CMOS stand auf dem Markt zur Verfügung. Eine gute Rezeptur und das Ergebnis zeigt es, daß es sich um eine gute Rezeptur handelt. Bei untersch. Objektiven auf Wechselobjektiv-Bajonett geht das Spiel mit diesem non-BSI-CMOS deutlich anders aus als bei den aufeinander max. Optimierten Komponenten einer Leica X1. Auch Ricoh liefert bei der GXR beachtenswertes ab. Eben max. aufeinander optimierter Sensor und Objektiv.

Ja, die X1

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 21:16

ist einfach zu früh dran. Der Sensor liefert ja gute Bilder ab, aber das geht noch deutlich besser.

Wir werden es erleben, dass die BSI-Sensoren den Rest ziemlich deutlich aufmischen. Und dann aufgrund höherer Stückzahlen, eben auch deutlich günstiger. FFT-CCD ist ja nicht schlecht, wenn man das auf die Vergangenheit bezieht, da war das eine ernste Alternative, aber eben mit lästigen Beschränkunen gespickt. Selbst die Digiback-Hersteller wollen sowas wie LiveView anbieten, weils einfach die Arbeit massiv erleichtert. Und die Bildergebnissen sind nicht so extrem besser, dass man da nicht auch auf CMOS bzw. in der Zukunft vor allem BSI-CMOS oder sogar auf die Rezeptur von Live-MOS zurückgreift. Bei den höheren ISO-Werten, die man auch bei solchen Kameras durchaus auch mal braucht, ist FFT-CCD ohnehin eine vergessene Sache.

Oh du besinnliche Weihnachtszeit

Eingetragen von
hp5
(Liebhaber)
am Sonntag, 29. November 2009 - 14:25

Besinnung nicht nur, um diese kaum zu akzeptierende Mischung aus Nostalgie + unverschämtem Preis an den Mann zu bringen. Besinnung auch, weil die heutigen DSLRs sich mit ihrem Mäusekino (Menus, Parameter) ebenfalls jenseits des Bedarfs entwickelt haben. Mag die M9 zu spartanisch sein, mit Sicherheit sind die heutigen Elektronik-Boliden mit Einstellungen überfrachtet. Es gibt da ein neueres Premium-Produkt mit den Einstellungen Schärfe, Feinschärfe und Feinschärfe 2. Alles jeweils von -4 bis + 4 selektierbar. Man stelle sich diese Einstellung vor: Feinschärfe 2 auf -4.Blödsinn hoch 3. Was soll dieser Firlefanz, den keiner auf seinen Abzügen herauslesen kann, auf den Bildern in der Hand oder an der Wand! Denn letztlich geht es doch beim Fotografieren um die gedruckten Abzüge, nichts sonst! Nur die sollten begutachtet und diskutiert werden.

In einer Hinsicht kann man der Leica den Respekt nicht verweigern. Sie ist mit Abstand eine Design-Ikone der deutschen Industrie geblieben. Nichts vergleichbares haben die Produkte aus Fernost zu bieten. Der hervorstehende Entenschnabel über dem Bajonett verunstaltet die DSLRs schon seit Jahren. Wohl aus Verzweifelung darüber werden so gern die Ofenrohre (zooms) aufgeschraubt. Ein Meister macht zwar auch mit einer häßlichen Kamera schöne Bilder. Aber wir anderen . . .Frohe besinnliche Weihnachten.

hp5 schrieb: BIn einer

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 14:57
hp5 schrieb:

BIn einer Hinsicht kann man der Leica den Respekt nicht verweigern. Sie ist mit Abstand eine Design-Ikone der deutschen Industrie geblieben. Nichts vergleichbares haben die Produkte aus Fernost zu bieten. Der hervorstehende Entenschnabel über dem Bajonett verunstaltet die DSLRs schon seit Jahren. Wohl aus Verzweifelung darüber werden so gern die Ofenrohre (zooms) aufgeschraubt. Ein Meister macht zwar auch mit einer häßlichen Kamera schöne Bilder. Aber wir anderen . . .

Endlich mal ein Wort zum Design von Gebrauchsgegenständen! Alle Welt legt je mehr auf's Design, je weniger nützlich der Gegenstand ist, wie paradox! Ein Profi beispielsweise hat die Kamera den ganzen Tag vor Augen, wieso müssen diese Arbeitsgeräte also derart hässlich sein? Der Entenschnabel über dem Bajonett bei DSLRs gehört verboten, ganz richtig ;-) Für meinen Geschmack hat nur Canon bei der 1D-Reihe einen gelungenen Ansatz bei der Gestaltung des Gehäuses gefunden, aber der geht ja auf ein abgemildertes Colani-Design aus den 80ern zurück...

Allerdings setzt Leice das funktionelle Design der M3-M7 mit der M9 nicht fort? Schliesslich verdankt die M ihre minimalistische Form der Notwendigkeit der Aufnahme einer Filmrolle, daher die seitlichen Rundungen und der Fortsatz links und rechts des Bajonetts. Eine M9 müsste also ganz anders aussehen...

Leica M9

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 16:43

Was kann eine Leica M9 besser, als meine "olle" Sony R1?

Sie liegt erstmal kompakter in der Hand!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:00

Bei der R1 wissen Sie erst am Rechner ob die Schärfe dort sitzt wo Sie es wollten und bei der Leica M9 wissen Sie es durch den Blick durch den Meßsucher und die Lage des Schnittbildes. Selbst mit Catz-Eye bestückte D-SLRs lassen sich nicht so exakt manuell fokusieren, LiveView ist wesentlich ungeeigneter für spontane Fotografie und der LivePicture-Modus der Sony Alpha-Modelle leidet wiederum an den Toleranzen im Prismendach und ist so und so eigentlich für aktive Nutzung des AF gedacht.
Wer darin geübt ist mit einer Leica M9 zu fotografieren der möchte auf die klaren Vorteile des Konzeptes nicht mehr verzichten. Typisch für bewußte Fotografie ist, daß es Profis aus anderen bzw. benachbarten Branchen sind die bewußte Fotografie mit Leica M betreiben. Giselle Bündchen und Wim Wenders sind bekenndende Leica M-Fotografen. Weder Giselle Bündchen noch Wim Weders würde mit einem riesen Brocken wie der R1 auf Fototour gehen.
Typischer Leica M-Fan jedoch Yul Brynner. Man weiß, dass er zu den Dreharbeiten von Cleopatra seine Leica unterm Pharaonen-Thron versteckte um in den Drehpausen weiter Fotos machen zu können.
Die Leica ist für solche Fotografen wesentlich besser geeignet als eine Sony R1.

Bei der R1 wissen Sie erst

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 14:17

Bei der R1 wissen Sie erst am Rechner ob die Schärfe dort sitzt wo Sie es wollten und bei der Leica M9 wissen Sie es durch den Blick durch den Meßsucher und die Lage des Schnittbildes.

Ist mir so noch nicht passiert, im Gegenteil, ich stelle die "Kontur" sogar auf "Minus", weil mir die Bilder mit der Sony R1 schon viel zu scharf sind! Sicher ist die Haptik nicht so schick wie bei Leica, dafür aber habe ich aber ein Zeiss-Spitzenobjektiv Vario-Sonnar 24-120mm, die mir das wieder mehr als ausgleicht!

Sie liegt..

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Dezember 2009 - 01:53

Von Wim Wenders gab es auf der letzten photokina am Leitz-Stand ein Riesenposter zu sehen, leider unterbelichtet und komplett unscharf. Wirklich keine gute Werbung. Vielleicht nennt der Leica-Amateur das "diskrete Fotografie", ich fand es völlig daneben. Die "Kollegen" aus Japan, eine Etage höher angesiedelt, zeigten auf knackscharfen Farbpostern, wie gute Sport- und Auftragsfotografie aussieht. Bei den Naturfotgrafen (Nähe Lomo-Stand) bewiesen sie auch, was es bedeutet, den richtigen Moment zu erwischen. Welche Systeme diese Fotografen verwenden? Da darf der Leser dieser Zeilen dreimal raten! Ich kenne die Sony R1 nicht, aber wenn das eine richtige Spiegelreflex ist, mit AF und allem Drum und Dran, dann ist die bestimmt besser, als jede M, denn mit diesem veralteten System muss erst einmal innerhalb des Motivs ein Punkt anvisiert werden, auf den scharfgestellt wird. Das funktioniert, aber schnell und präzise ist das wirklich nicht! Wenn ich eine Kompakte brauche, dann hole ich mir eine Coolpix, z. B. die P6000 (die anderen Hersteller haben ähnliche Modelle im Programm), die besitzt sogar ein integriertes Zoom und ist noch leichter und flacher, beinhaltet aber trotzdem modernste Technik - und stellt die Schärfe automatisch ein - und das sehr genau.

Gast schrieb:

Bei der R1 wissen Sie erst am Rechner ob die Schärfe dort sitzt wo Sie es wollten und bei der Leica M9 wissen Sie es durch den Blick durch den Meßsucher und die Lage des Schnittbildes. Selbst mit Catz-Eye bestückte D-SLRs lassen sich nicht so exakt manuell fokusieren, LiveView ist wesentlich ungeeigneter für spontane Fotografie und der LivePicture-Modus der Sony Alpha-Modelle leidet wiederum an den Toleranzen im Prismendach und ist so und so eigentlich für aktive Nutzung des AF gedacht.
Wer darin geübt ist mit einer Leica M9 zu fotografieren der möchte auf die klaren Vorteile des Konzeptes nicht mehr verzichten. Typisch für bewußte Fotografie ist, daß es Profis aus anderen bzw. benachbarten Branchen sind die bewußte Fotografie mit Leica M betreiben. Giselle Bündchen und Wim Wenders sind bekenndende Leica M-Fotografen. Weder Giselle Bündchen noch Wim Weders würde mit einem riesen Brocken wie der R1 auf Fototour gehen.
Typischer Leica M-Fan jedoch Yul Brynner. Man weiß, dass er zu den Dreharbeiten von Cleopatra seine Leica unterm Pharaonen-Thron versteckte um in den Drehpausen weiter Fotos machen zu können.
Die Leica ist für solche Fotografen wesentlich besser geeignet als eine Sony R1.

Wim Wenders

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Dezember 2009 - 14:21

Wenn ich da noch etwas `dranhängen dürfte?! Von Wim Wenders läuft zur Zeit ein neuer Film: "Palermo Shooting" mit Campino von den "Toten Hosen". In den bei der Presse verteilten PR-Fotos ist der Hauptdarsteller mit zwei Kameras zu sehen, einmal mit der in China hergestellten Digital-Hasselblad, dann auf dem weiteren Bild mit einer Messsucherkamera, die einen deutschen Namen trägt. Die heißt aber nicht Leica, sondern "Plaubel", sie kommt (bzw. kam) aber aus Japan, das Objektiv ist absolute Spitze, ein Nikkor von Nikon! Wim Wenders scheint sich wohl anders orientiert zu haben!

Gast schrieb:

Von Wim Wenders gab es auf der letzten photokina am Leitz-Stand ein Riesenposter zu sehen, leider unterbelichtet und komplett unscharf. Wirklich keine gute Werbung. Vielleicht nennt der Leica-Amateur das "diskrete Fotografie", ich fand es völlig daneben. Die "Kollegen" aus Japan, eine Etage höher angesiedelt, zeigten auf knackscharfen Farbpostern, wie gute Sport- und Auftragsfotografie aussieht. Bei den Naturfotgrafen (Nähe Lomo-Stand) bewiesen sie auch, was es bedeutet, den richtigen Moment zu erwischen. Welche Systeme diese Fotografen verwenden? Da darf der Leser dieser Zeilen dreimal raten! Ich kenne die Sony R1 nicht, aber wenn das eine richtige Spiegelreflex ist, mit AF und allem Drum und Dran, dann ist die bestimmt besser, als jede M, denn mit diesem veralteten System muss erst einmal innerhalb des Motivs ein Punkt anvisiert werden, auf den scharfgestellt wird. Das funktioniert, aber schnell und präzise ist das wirklich nicht! Wenn ich eine Kompakte brauche, dann hole ich mir eine Coolpix, z. B. die P6000 (die anderen Hersteller haben ähnliche Modelle im Programm), die besitzt sogar ein integriertes Zoom und ist noch leichter und flacher, beinhaltet aber trotzdem modernste Technik - und stellt die Schärfe automatisch ein - und das sehr genau.

Gast schrieb:

Bei der R1 wissen Sie erst am Rechner ob die Schärfe dort sitzt wo Sie es wollten und bei der Leica M9 wissen Sie es durch den Blick durch den Meßsucher und die Lage des Schnittbildes. Selbst mit Catz-Eye bestückte D-SLRs lassen sich nicht so exakt manuell fokusieren, LiveView ist wesentlich ungeeigneter für spontane Fotografie und der LivePicture-Modus der Sony Alpha-Modelle leidet wiederum an den Toleranzen im Prismendach und ist so und so eigentlich für aktive Nutzung des AF gedacht.
Wer darin geübt ist mit einer Leica M9 zu fotografieren der möchte auf die klaren Vorteile des Konzeptes nicht mehr verzichten. Typisch für bewußte Fotografie ist, daß es Profis aus anderen bzw. benachbarten Branchen sind die bewußte Fotografie mit Leica M betreiben. Giselle Bündchen und Wim Wenders sind bekenndende Leica M-Fotografen. Weder Giselle Bündchen noch Wim Weders würde mit einem riesen Brocken wie der R1 auf Fototour gehen.
Typischer Leica M-Fan jedoch Yul Brynner. Man weiß, dass er zu den Dreharbeiten von Cleopatra seine Leica unterm Pharaonen-Thron versteckte um in den Drehpausen weiter Fotos machen zu können.
Die Leica ist für solche Fotografen wesentlich besser geeignet als eine Sony R1.

Die Leica M ist nichts für Fotografen, die

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Dezember 2009 - 17:32

ohne Autofocus hilflos sind. Der M-Fotograf ist jemand, der sich mit seinem Werkzeug intensiv beschäftigt, und durch Übung an Handfertigkeit gewinnt. Ein geübter M-Fotograf ist in der Lage, schnell manuell vor zu fokussieren und bekommt dann ein gutes Foto hin. Überhaupt ist die M eine Kamera, bei dem der Fotograf die Fotosituation stets vorher einschätsen muss, und vorher schnell alle nötigen Kameraeinstellungen (Blende, Zeit, Fokus) vornehmen muss, um dann im entscheidenden Augenblick auszulösen. Deshalb muss ein M-Fotograf, bevor er zum Meister wird, üben und üben. Er muss zum einen lernen, wie er Zeit, Blende, und Fokus manuell schnell und richtig einschätzt und zudem lernt er auch Fotosituationen schnell und richtig einzuschätzen. Dieser Prozess macht einem leidenschaftlichen Fotografen sehr viel Spaß und die M ist eines der besten Werkzeuge dafür, denn sie ist sehr robust, sehr präzise, puristisch, relativ unauffällig und gleichzeitig sehr einfach und simpel. Hat der Fotograf sein Werkzeug im Griff, kann er sich auch daran erfreuen, und hat nicht nur jede Menge Spass sondern erreicht zusätzlich Meisterstatus.

Zwar sind die SLR-Kameras auch manuell bedienbar, aber sie sind durch die zahlreichen Vereinfachungs- und Automatikfunktionen sehr überladen und groß. Sie sind laut und indiskret und auffällig. Manchen Fotografen macht so etwas keinen Spaß. Und Berufsfotografen, die zum bestimmten Zeitpunkt 100 % gelungene Bilder liefern müssen, kriegen nicht genug AF, FPS, MP, ISO, AUTO, etc etc. Das hat dann aber mehr was mit Brotverdienst als mit Leidenschaft zu tun.

Vergleich mit der M8

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 16:53

Mich würden direkte Vergleiche mit der M8 interessieren. Und zwar weniger Rauschen / Schärfe / etc. sondern wie sich der kleinere Sensor auf die Aufnahme auswirkt. Anders formuliert: Wie bildet zB ein 50/1.4 Summilux auf der M9 ab und wie auf der M8?

Danke!

M8 und M9

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 01:34

Einen Teil Ihrer Fragen beantwortet möglicherweise die aktuelle LFI. Ausgabe 11/2009 beschäftigt sich ausführlich mit der M9 und dürfte noch einige Tage im Handel sein.

Ein Testbericht

Eingetragen von
Adrian Ahlhaus
(Hausfreund)
am Sonntag, 29. November 2009 - 16:59

erhält seine wahre Bestätigung erst an der Kasse.
Wird der Autor, in diesem Fall Thomas Maschke, die Kamera kaufen oder doch nicht? - Oder anders gefragt, ist ihm die M9 das Geld wert?

5 Mille? Wofür ???

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 17:49

Also bei allem Respekt. Ich hatte selbst schon Leica aber das Preis Leistungsverhältnis ist nicht nur unverschämt sondern FRECH!!!
Trotzdem, Danke für den schönen Bericht.

Klein und Kompakt...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:11

...ist eben teuerer als Sensor in eine Brotschachtel für die Massenproduktion verpackt.

Aber zu welchem Preis

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 02:21

Mr.FT, sie haben doch selbst das digitale KB-VF verteufelt, wegen zu schräg einfallenden Lichtstrahlen, und jetzt jubelpersern Sie die M9 in den Fotohimmel, und das, obwohl die Lichtstrahlenwinkelsituation dort fototechnisch den größten anzunehmenden Unfall darstellen. Kompaktheit, Kompaktheit, na und? Die Strahlen fallen wegen dem geringen Auflagemaß derart schräg auf den Sensor ein, dass es spezieller Mikrolinsen bedarf, um sie alle mehr oder weniger einzufangen. Folge: Überstrahlung und Purplefringing.

Aber das

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 12:26

sind doch keine Probleme - wo die elektronische Bilddatenaufbereitung so wunderbar funktioniert, wie sie jahrelang bei Anderen als verdammenswert gescholten wurde (außer natürlich bei Olympus, sic).

1., 2., 3., ...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 14:17

1. Beziehen Sie sich auf Aussagen als zB. Canon seine Festbrennweiten im UWW-WW-Bereich noch nicht optimiert hatte. Randunschärfe ist etwas anderes wie Randabschattung. Randabschattung rechnete auch Panasonic und nach Olympus E-1 auch Olympus aus den JPEGs heraus. In RAW bliebt Randabschattung erhalten und wurde von zB. Olympus Studio aufgrund der Kameraeinstellung "De-Vignetting" in den EXIF-Daten aus RAW beim Tranfer in JPEG/TIF herausgerechnet. Randunschärfe-Probleme hatte Leica mit Leica M8 weniger als zB. Canon va. bei offener Blende. Die M9 hat ebenfalls keine vergleichbaren Probleme.
2. Purple Fringing zeigen Aufnahme aus einer Leica M9 bei Nutzung von Leica M UWW-Festbrennweiten im Randbereich. Das ist idR. Chromatische Abberationen in den Mikrolinsen und etwas völlig anderes wie überdimensionales Pixel-Cross-Talking auf kompletten Bildkreis wie im Falle von hochlichtempfindlichen CMOS-Sensoren in den D-SLRs mit KB-VF-Sensor von Nikon, Canon und Co..
3. Was für einen Sensor nutzt Leica für die hinsichtlich Telezentrie anspruchsvolle Leica M-Modelle? Es ist ein Sensor-Typ der neben dem LiveMOS als weniger anspruchsvoll hinsichtlich Telenzentrie gilt. Soweit Sie die Antwort liefern geben sich auch einen Hinweis warum hochlichtempfindliche CMOS-Sensoren für Fotografie im Mittelformat va. wegen Nutzung von symmetrisch gerechneten Objektiven für Vermessungsaufgaben nicht genutzt werden (können).

Daß Leica nicht ordentlich mit Kontrast-Manipulation arbeitet hat nie jemand behauptet. Das wäre so als könne Leica auf die Kodierung auf dem Bajonettring verzichten. Tut man aber nicht.
Leica M nicht versucht überhaupt zu verstehen sondern sich an vermeindlichen Kritikpunkten etwas zusammengereimt.
Olympus lieferte leistungfähige Zooms. Nikon hat keine ehem. Leica-Profis ausgesammelt das war Canon. Somit lieferte Nikon riesige Zooms nach die kein Reporter wg. der Größe so recht nutzen mag. Canon wurde von Leica mit dem Trend zu lichtstarken offenblendentauglichen Festbrennweiten auf Leica M8 mit dem klaren Trend hin zu einer Leica M mit KB-VF-Sensor konfrontiert.
Canon hat 5 Jahre nach der Canon 1Ds Mk II erst Festbrennweiten für den UWW-WW-Bereich nachgeliefert mit denen man idR. zumindestens leicht abgeblendet auf FourThirds-Niveau arbeiten kann was Randunschärfe anbelangt. Da sowohl Canon wie Leica ordentlich korrigieren ist es schwer zu sagen wer in kritischen Fällen das alles besser im Griff hat. Purple Fringing ist zB. für SuperCCD-Fans seit Jahren kein großes Thema und das obwohl der SuperCCD eindeutig einen Hang dafür zeigt.
Leica hat zusammen mit der Leica M8 UWW-WW-Festbrennweiten geliefert, welche lichtstark wie offenblendentauglich sind. Die Leica M9 zeigt erstmal im UWW-Bereich Purple Fringing das keinen überrascht und va. vom Kauf/Bestellung abbringt/abschreckt. Andere KB-VF-Kameras wie APS-C-Kameras mit großem Preis-Ettiket zeigen das sogar zusammen mit deutlich sichtbarer Randunschärfe und aufgrund des CMOS-Sensors incl. Verwaschenheit aufgrund der Kompensation von hochgradigem Pixel-Cross-Talking bereits auf RAW-Ebene. Bei Labortests mit Siemens-Stern werden die Konstraste eben aufgepäppelt. Hier greift Leica nur am Bildrand wg. Randunschärfe ein jedoch nicht wg. Pixel-Cross-Talking, weil ein FFT CCD von Kodak sowas kaum zeigt.

Tja

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 21:53

dann wollen wir mal alle Talking-Probleme einfach demütig zur Kenntnis nehmen. Das erspart weitere Schichtarbeit ...

Man kauft 1x Leica M9...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:51

...zusammen mit paßenden Objektiven oder hat eine Canon 5D mit UWW- und WW-Festbrennweiten vor 2008 gekauft und deckt sich jetzt mit der Canon 5D Mk II ein und den für Sensor endlich optimierten UWW- und WW-Festbrennweiten.
Das rechnen Sie mal durch und erkennen was starker Tobak ist.

Eine Leica M9 samt paßenden Objektiven auf Dauer schon wg. 0 Elektronik in den Objektiven oder jenseits davon alle 2...3 Jahre ein neuer Body samt neue endlich auf den Sensor optimierten Objektiven. So ein Leica M9-System kann richtig preiswert sein.

eBay dankt für die vielen Vorgänger-Generation-Bodies die immer wieder in der Bucht landen. Scheint recht schwierig zu sein mit einer Nicht-Leica auf Dauer Geld verdienen zu können. Demnach Wegschmeiß in die Bucht und neuen Body samt neuen Objektiven kaufen, während der Profi mit der Leica einfach die M9 dazukauft und mit der M8/M8.2 als Zweit-Body einfach weiter Geld verdient.

Man kauft

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 06. Dezember 2009 - 00:05

Kaum zu glauben, was da alles so geschrieben wird! Zitat: "Es scheint schwierig zu sein, mit einer Nicht-Leica auf Dauer Geld zu verdienen??" Das machen 90 Prozent aller Profis weltweit, schauen Sie sich doch die Zeitungen und Zeitschriften an. Die verwenden dafür die Topkameras von Nikon und Canon. Da zählt Schnelligkeit, Leistung, Top-Bildqualität und Zuverlässigkeit! Die Zeit, in der Profis mit Leica Geld verdienten, ist vierzig Jahre her. Bereits ab Ende der Fünfziger rollte Nikon den Markt im Profibereich auf, unterstützt von Canon, Minolta (Leica-Gehäuse- und Objektivlieferant), Konica, Contax-Japan usw. Endlich gute Bilder, die Leica-Kisten gingen in Zahlung, die Sammler brauchten Nachschub!

Gast schrieb:

...zusammen mit paßenden Objektiven oder hat eine Canon 5D mit UWW- und WW-Festbrennweiten vor 2008 gekauft und deckt sich jetzt mit der Canon 5D Mk II ein und den für Sensor endlich optimierten UWW- und WW-Festbrennweiten.
Das rechnen Sie mal durch und erkennen was starker Tobak ist.

Eine Leica M9 samt paßenden Objektiven auf Dauer schon wg. 0 Elektronik in den Objektiven oder jenseits davon alle 2...3 Jahre ein neuer Body samt neue endlich auf den Sensor optimierten Objektiven. So ein Leica M9-System kann richtig preiswert sein.

eBay dankt für die vielen Vorgänger-Generation-Bodies die immer wieder in der Bucht landen. Scheint recht schwierig zu sein mit einer Nicht-Leica auf Dauer Geld verdienen zu können. Demnach Wegschmeiß in die Bucht und neuen Body samt neuen Objektiven kaufen, während der Profi mit der Leica einfach die M9 dazukauft und mit der M8/M8.2 als Zweit-Body einfach weiter Geld verdient.

Falsch!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:08

Jemand hat genügend Geld und möchte eine kompakte Kamera mit KB-VF-Sensor und Wechselobjektiv-Bajonett und kann auf AF verzichten.
Was kauft er?
Nikon D700 oder Leica M9?

Es wird Kunde geben, welche eine zur D700 vergleichbare D-SLR die Leica S2 kaufen werden und um unterwegs noch kompakterer ausgestattet zu sein sich Leica M basierend auf der Leica M9 leisten werden.

Wer auf rattenschnellen Mehrfeld-AF und HighISO fixiert ist kauft sich irgendetwas anderes.

Miesepeterei

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 16:58

Es ist völlig witzlos die M9 mit dicken Canons / Nikons oder sonstwas zu vergleichen. Wer gerne mit einer M fotografiert und das Bedienkonzept schätzt, dem nützt die "Rauschfreiheit" oder "Auflösung" einer EOS 1Ds leider überhaupt nichts.

Ich fotografiere derzeit mit M8, nicht weil ich technisch "bessere" Bilder erhalte, sondern weil ich damit so fotografieren kann, wie es mir Spaß macht. Tolle kleine und lichtstarke Objektive von Leica, Zeiss und Voigtländer eingeschlossen. Mehr ist doch dazu eigentlich nicht zu sagen...

Meinereiner

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 15:40

stellt die M9 auch nicht neben eine 1Ds oder D3X (da soll sich die S2 dran messen), sondern neben eine 5D. Schon allein wegen deren Bedienkonzept und ergonomischem Handling. Und, ja auch, deren superber Performance unter ALLEN Lichtverhältnissen: Man glaubt's ja kaum, aber man kann damit AUCH bei wenig ISO verdammt gute Bilder machen. So hoch braucht sich die M gar nicht zu strecken ...

Miesepeter

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 11:52

Ein guter Kommentar! Wenn hier "User" (Achtung: Forengelaber) mit ihrer M8 oder M9 zufrieden sind, ist das doch völlig in Ordnung, wenn die Kamera dazu - wegen der kompakten Größe und der schönen Objektive - auch noch Spaß macht, um so besser. Das soll sie auch! Nervig ist nur, wenn ein M8- oder M9-Besitzer gleich loslegt und die M-Kameras als die einzigen Alternativen darstellt, schlimmer noch, sie gegenüber den Topkameras von Nikon und Canon auf den Spitzenplatz stellt. Das schafft eine digitale M schon alleine nicht von den bescheidenen technischen Möglichkeiten. Ein Auftragsfotograf hätte mit ihr alleine bald keine Aufträge mehr, aber als "Freizeitknipse für Gutverdiener, FDP-Wähler und Cayenne-Fahrer" ist das Teil doch ganz brauchbar!

Gast schrieb:

Es ist völlig witzlos die M9 mit dicken Canons / Nikons oder sonstwas zu vergleichen. Wer gerne mit einer M fotografiert und das Bedienkonzept schätzt, dem nützt die "Rauschfreiheit" oder "Auflösung" einer EOS 1Ds leider überhaupt nichts.

Ich fotografiere derzeit mit M8, nicht weil ich technisch "bessere" Bilder erhalte, sondern weil ich damit so fotografieren kann, wie es mir Spaß macht. Tolle kleine und lichtstarke Objektive von Leica, Zeiss und Voigtländer eingeschlossen. Mehr ist doch dazu eigentlich nicht zu sagen...

Sieben tausend für die M9 mit Objektiv

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 19:04

das ist schon viel, aber ich denke, zur Zeit gibt es auf dem Markt keine direkte Konkurrenz zur M9 (gabs zu analogzeiten übrigens auich nie).
Alle Vergleiche hinken. Die M-Leica ist und war nie eine AF-SLR, und sie ist auch keine Compakte und auch keine mFT.
Eine manuelle KB-Messucherkamera ist eine Sorte für sich und ist verbunden mit einem einzigartigen Fotografiererlebnis, dass ungefähr vergleichbar wäre, mit Kuchenbacken, bei dem Man sich jedes mal darauf freut, ob der Kuchen was geworden ist.

Dennoch wäre es begrüssenswert, wenn auch in diesem Feld (Digitale KB-Messsucherkameras) etwas Marktbewegung entstehen würde in Form eines Konkurrenzproduktes.
Ein geeigneter Kandidat wäre in meinen Augen die Zeiss Ikon, die übrigens einen besseren Sucher hat.

Zeiss Ikon

Vielleich kommt ja mal bald was.

?

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 20:09

Warum sollte der Sucher besser sein?
Was bewerten Sie besser?
- Vergrößerung des Viewfinders?
- Helligkeit des Viewfinders?
- Meßweite des Rangefinders?
- Robustheit gegen Dejustage des Rangefinders?

Oder ist ein Gehäuse von der Firma Cosina, auf welches ZEISS Ikon geschrieben ist, ganz einfach besser als das von Leica mit Gehäuse-Grundmodul-Herstellung in Portugal bei Leica und Endmontage und -Justage bei Leica in Deutschland?

Die Leica M9 kann wegen Ihrem feinwerktechnischen Ansprüchen nur von Spezialisten gefertigt werden. Weltweit findet man dafür geeignete Hände von geeignet ausgebildeten Fachkräften nur in der Uhrenmacher-Region von Braga in Portugal.
Vielleicht sollte Zeiss zur Anwechslung mal bei Leica entwickeln und porduzieren lassen?!

Brillenträger werden wissen, was gemeint ist.

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 20:48

Die Zeiss Ikon kann wegen Ihrem feinwerktechnischen Ansprüchen auch nur von Spezialisten gefertigt werden, diese findet man aber leider nicht in Europa.

Im übrigen würde eine digitale zeiss Ikon (mit einem Vollformatsensor wohlgemerkt) definitiv das Aus für die M9 bedeuten, weil sehr viele M9-Liebäugler dann höchstwahrscheinlich auf die günstigere aber gleichwertige Zeiss-Variante ausweichen würden.

Es ist aber eh ein großes Fragezeichen, ob jemals eine digitale Ikon hergestellt wird, Leica kann aufatmen.

?!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 22:44
Gast schrieb:

Die Zeiss Ikon kann wegen Ihrem feinwerktechnischen Ansprüchen auch nur von Spezialisten gefertigt werden, diese findet man aber leider nicht in Europa. ...

Der Meßsucher der Zeiss-Ikon ist ein Modul, welches unabhängig von den restlichen Komponenten eines Kamera-Bodies in jede Meßsucher-Kamera eingebaut werden könnte. Es ist das einzige an der Kamera was Brillenträger betrifft und zuletzt ist die größere Meßweite gegenüber den Leica M-Meßsuchern für Brillenträger irrelevant. Das Schnittbild ist nicht größer oder besser.
Was allgm. Qualitäten des Meßsuchers anbelangt liegt Leica weiterhin vorne und wird erstmal vom Meßsucher einer Konica Hexar RF verfolgt. Erst danach käme die Zeiss Ikon.
Eine digitale Zeiss Ikon mit ordentlich Rechenpower wäre deutlich größer als eine Leica M8, M8.2 oder M9 und exakt diese Blöse wird sich Zeiss nicht geben. Man wartet wohl darauf, daß Rechenpower kompakter verpackt werden kann.
Bis dahin wird der Zug abgefahren sein.
Deshalb ganz klar. Zeiss sollte über Entwicklungsaufträge an Jenoptik und Leica ernsthaft nachdenken. Den Meßsucher dürfen die sicherlich weiterhin bei Cosina in Japan herstellen lassen und von Leica in Portugal montieren lassen. Leica würde eben die Justage eines Fremd-Modules für Zeiss durchführen.
Leica baut alles so kompakt, daß es heutzutage nur in Braga (Portugal) montiert werden kann. Absolut den Preis den man dafür bezahlen muß wert, denn es ist eine Monopol-Stellung auf dem Markt.
Leica M9: kompakteste Kamera mit Wechselobjektiv-Bajonett und Sensor im Kleinbild-Vollformat.
Leica S2: kompakteste D-SLR mit über 24MPx Systemauflösung und Sensor größer als Kleinbildfilm-Vollformat. Leica S das klar kompakteste System des digitalen Mittelformates.
Leica X1: kompakteste Kamera mit APS-C-Sensor und lichtstarker Festbrennweite.

"Kompaktheit" ist der Trumpf von Leica. Jede Firma ist darin gut beraten Ihre Stärken zu nutzen um Produkte zu definieren. "Kompaktheit" ist aktuell mega-in und das auch auf Dauer.
Was einige Brillenträger Ihrer Meinung nach über die Zeiss Ikon wissen wird die wenigsten Leser interssieren außer Sie erläutern es und können dabei punkten. Sie hätten es längst getan soweit Sie punkten könnten. Eher Themaverfehlung bzw. Blablabla ist der Fall.

Monopolpreise

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 01:45
Zitat:

Absolut den Preis den man dafür bezahlen muß wert, denn es ist eine Monopol-Stellung auf dem Markt

Ach, wenn also der Preis vom Monopolisten diktiert ist, ist er also angemessen und muss somit notgedrungen akzeptiert werden?

Es ist, wie ich geschrieben habe, wünschenswert, dass Zeiss mit einer Digi-Ikon dem Leica-Preis-Spuck ein Ende bereitet,
damit auch ein größerer Kreis von Fotoenthusiasten in den Genuss der Rangefinderfotografie kommen kann.

Technisch gesehen steht die Ikon der M-Leica in nichts nach. (Einziges Manko ist der fehlende optionale Motorwinder beim Zeiss-Modell). Sie bietet die gleichen Eigenschaften und hat sogar einen besser einsiehbaren Sucher. (Offenbar ist die optische Errechnung des Zeiss RF-Suchers eine Neukonstruktion aus jüngerer Zeit im Gegensatz zum M-Sucher, der wahrscheinlich seit den 50ern unverändert produziert wird)

Und was sie über das übrige Leicasortiment schreiben, so wird Man wohl sehen, ob sich die exorbitante Überlegenheit der Leicanischen Wunderapparate in den zukünftigen Absatzzahlen entsprechenderweise wiederspiegeln wird.

Offensichtlich

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 05:29

verbaut man bei Leica heutzutage hauptsächlich modulare Sprechblasen ...

Brillenträger

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 10:39

Cosina in Japan hätte bestimmt noch Kapazitäten frei, schließlich schrauben die bereits für Zeiss die Kameras und Objektive zusammen!

Gast schrieb:

Die Zeiss Ikon kann wegen Ihrem feinwerktechnischen Ansprüchen auch nur von Spezialisten gefertigt werden, diese findet man aber leider nicht in Europa.

Im übrigen würde eine digitale zeiss Ikon (mit einem Vollformatsensor wohlgemerkt) definitiv das Aus für die M9 bedeuten, weil sehr viele M9-Liebäugler dann höchstwahrscheinlich auf die günstigere aber gleichwertige Zeiss-Variante ausweichen würden.

Es ist aber eh ein großes Fragezeichen, ob jemals eine digitale Ikon hergestellt wird, Leica kann aufatmen.

Leica M9

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 19:32

Ein klar und sachlich gestalteter Bericht. Schon das Bild vom Bamberger Reiter (Standort mit oftmals schwierigen Belichtungssituationen kenne ich aus der Jugend) zeigt, wie der oft harte Kontrast und gleichzeitig die geringen Unterschiede in der Figur des Reiters m.E. sehr gut gemeistert werden.
Leider bleibt die M9 ein Traum und unerschwinglich. Vielleicht kommt ja bald die digitale Zeiss Ikon. Da könnte man richtig vergleichen.
Freundlicher Gruß
J.Krämer

Das wichtigste beim Kontrast-Thema...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:19

...könnten Sie bereits mit einer Epson (Made by Cosina) mit Leica M-Bajonett vergleichen, dh. die Kontrast-Eigenschaften der Objektive. Im Bereich 35mm bis 40mm Brennweite schlägt das Voigtländer/Cosina 1.4/40 MC vergleichbare Objektive von Zeiss/Cosina und Leica sichtbar: Kontrast, Auflösungsleistung und Bokeh.
Eine digitale Zeiss Ikon wird ebenfalls von Cosina sein.

Ich freu mich über meine M9

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 20:19

Und sie wird sich bis Jahresende auch schon fast amortisiert haben.

Diese ganzen Wut- und Angstschreie der Forenbölker tun den Möglichkeiten einer M keinen Abbruch.
Ist zwar schade, daß die üblichen Verdächtigen via photoscala-Forum den anderen immer zwanghaft ins Gesicht schreien müssen, welche Werkzeuge diese zu benutzen haben sollen. Aber zum Glück fragt sie im richtigen Leben niemand danach.

Glückwunsch

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 23:04

Ich finde es immer wieder erstaunlich, welch emotionele und am Ende unsachliche Diskussionen die M9 in den Foren auslöst. Es ist doch "nur" eine Kamera halt mit einem anderen Konzept.

Die Qualitätsdebatten finde ich maßlos übertrieben, schließlich ist durch die digitale Technik heute Jedermann in der Lage, Bilder zu produzieren, von denen er vor wenigen Jahren nur träumen konnte. Egal, ob DSLR, Rangefinder oder was sonst noch. Ebenfalls kann ich diese wahnsinnigen ISO-Werte nicht nachvollziehen. Als ob man heute nur noch Nachts zum Fotoshooting gehen würde.

Ich besitze eine 5D MKII mit ein paar L-Optiken und bin mit der Qualität sehr zufrieden, allerdings nervt mich daran das Gewicht und die Größe. Das ist z. B. auf einem Städtetrip schon recht auffällig und ich überlege jedesmal, ob ich sie wirklich mitnehme. Hier schiele ich mit großem Neid auf M9 Besitzer, die mit einem weitaus handlicheren Gerät Bilder in gleicher Qualität machen können. Und ich bin schwer am Kämpfen, mir nicht unvernünftigerweise auch eine M9 zu bestellen.

Ich habe das Gerät letzte Woche beim Fotohändler kurz ausprobiert. Die Qualität und Haptik ist schon enorm (bis auf das wirklich miserable Display). Dass Leica bei Innovationen die letzten Jahre gepennt hat, mag unbestritten sein, aber Präzisionsinstrumente können die immer noch bauen wie niemand sonst.

Städtetrip

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 04:30

Vorsicht: Suchtfaktor! Oder freundlicher ausgedrückt, Leidenschaft! Denn das ist die Domäne der M-Kameras. Unaufdringliches, schnelles Agieren.

Man muß das manuelle Fotografieren und die volle Kontrolle über das Bild schon mögen, sonst wird man mit der M9 nicht warm.
Wer diesen Stil aber schätzt, für den ist die M9 geradezu eine Befreiung, oder ein glückliches deja-vu der Erlebnisse mit den analogen M-Kameras.
Wohl dem, der aus jenen Tagen noch die Objektive im Schrank hat. Da wird die Rückkehr zum guten M-Gefühl schon fast preiswert. (Verglichen mit 5D II + artgerecht aufgezogenen Objektiven)

Mich begleiten zur M9 normalerweise drei meiner "alten" Objektive. Damit decke ich meine fotografische Sichtweise umfassend ab. Müßte ich heute von Grund auf neu anfangen, würde ich mir wohl aus den Zeiss ZM-Objektiven das Passende zusammenstellen. Deren Charakteristik ist zwar anders als die der Leica-Objektive, aber keinesfalls schlecht. Und die Preise erscheinen geradezu freundlich. Und wer gegen trial&error nichts einzuwenden hat, kann auch auf dem Gebrauchtmarkt oder bei Bessa noch einen guten Fang machen.

Die einzige Träne im Knopfloch trägt die M9 mit ihrer Integralmessung umher. Da waren wir mit der äußerst zuverlässigen Spotmessung der M6 schon mal weiter. Aber viele Kunden scheinen eben eine Belichtungsautomatik zu wünschen. Sei's drum.

Mein Tip also: Nicht weiter darüber nachdenken und nicht für ein Wochenende ausprobieren. Sonst finden sich immer weniger rationale Gründe gegen die Leidenschaft!

Vorsicht Tripper

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 07:53

Einige Tränen mehr erzeugt eine, gerade hier, ungenügende Messbasis - ein nicht-Liveview-fähiger Sensor - ja, stimmt, die wenig professionelle Integralmessung samt ungenügender Sucherinformation - und, genau, das eklatante Preisgefälle zwischen Leica- und anderen, durchaus vorzüglichen Objektiven. Und die mangelnde High-ISO-Tauglichkeit bügeln auch nicht die offenblendtauglichen Optiken aus - sie bescxhränkt nur deren Performance.

ups ...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 16:29

... wieder ein Auskenner, der noch nie eine M in der Hand gehabt und deren Charakteristika erfahren hat. - Macht ja nichts - aber: aber wer nur SLRs kennt und dann mit einer M verwechselt, der sollte denn doch besser nicht mitreden. ^^

Oh doch

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 21:47
Gast schrieb:

... wieder ein Auskenner, der noch nie eine M in der Hand gehabt und deren Charakteristika erfahren hat. - Macht ja nichts - aber: aber wer nur SLRs kennt und dann mit einer M verwechselt, der sollte denn doch besser nicht mitreden. ^^

die Charakteristik kenn ich schon länger, als es digitale Kameras gibt - und ob's ihnen passt oder nicht, gerade deswegen fühl' ich sowas von berufen mitzureden ...

Besser als H.I.V.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 17:29

(High ISO Values) ist es, sein Metier zu beherrschen und die Werkzeuge danach auszuwählen.

Dann entsteht aus kurzen Freuden kein langer Kummer.
Und gehässiges Geschwätz versickert einfach im Erdreich.

Nach DER Logik

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 21:44
Gast schrieb:

(High ISO Values) ist es, sein Metier zu beherrschen und die Werkzeuge danach auszuwählen.

Dann entsteht aus kurzen Freuden kein langer Kummer.
Und gehässiges Geschwätz versickert einfach im Erdreich.

greift dann ohnehin keiner zur Leica.

Ja, ja, H.I.V.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 09:58

ist höchst ansteckend - wenn man sich erst mal an die Möglichkeiten gewöhnt hat, die einem diese "Krankheit" eröffnet ...

Glückwunsch

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 23:09

Ich finde es immer wieder erstaunlich, welch emotionele und am Ende unsachliche Diskussionen die M9 in den Foren auslöst. Es ist doch "nur" eine Kamera halt mit einem anderen Konzept.

Die Qualitätsdebatten finde ich maßlos übertrieben, schließlich ist durch die digitale Technik heute Jedermann in der Lage, Bilder zu produzieren, von denen er vor wenigen Jahren nur träumen konnte. Egal, ob DSLR, Rangefinder oder was sonst noch. Ebenfalls kann ich diese wahnsinnigen ISO-Werte nicht nachvollziehen. Als ob man heute nur noch Nachts zum Fotoshooting gehen würde.

Ich besitze eine 5D MKII mit ein paar L-Optiken und bin mit der Qualität sehr zufrieden, allerdings nervt mich daran das Gewicht und die Größe. Das ist z. B. auf einem Städtetrip schon recht auffällig und ich überlege jedesmal, ob ich sie wirklich mitnehme. Hier schiele ich mit großem Neid auf M9 Besitzer, die mit einem weitaus handlicheren Gerät Bilder in gleicher Qualität machen können. Und ich bin schwer am Kämpfen, mir nicht unvernünftigerweise auch eine M9 zu bestellen.

Ich habe das Gerät letzte Woche beim Fotohändler kurz ausprobiert. Die Qualität und Haptik ist schon enorm (bis auf das wirklich miserable Display). Dass Leica bei Innovationen die letzten Jahre gepennt hat, mag unbestritten sein, aber Präzisionsinstrumente können die immer noch bauen wie niemand sonst.

Glückwunsch zur M9

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 00:48

Wünsche viele gute Bilder und weiterhin die Weitsicht zu richtigen Entscheidungen. Ein gutes Werkzeug in den richtigen Händen erzeugt außergewöhnliche Fotos !!

Glückwunsch

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 21:41

OK, aber leider ist die M9 kein gutes Werkzeug, sondern leider nur Mittelmaß. Die Objektive sind sehr gut, aber das sind sie bei Nikon und Canon auch (und stellen auf Wunsch auch blitzschnell scharf)! Nebenbei: Außergewöhnliche Fotos von Leica-Amateuren? Die Bildveröffentlichungen bei Fotowettbewerben oder erfolgreiche Naturfotoschauen entstehen mit anderen Kameras, da stehen zwei Marken unangefochten auf den Spitzenplätzen: Nikon und Canon! Das hat gute Gründe!

Gast schrieb:

Wünsche viele gute Bilder und weiterhin die Weitsicht zu richtigen Entscheidungen. Ein gutes Werkzeug in den richtigen Händen erzeugt außergewöhnliche Fotos !!

meine M9

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Dezember 2009 - 19:53

Uns fragt niemand danach? Gestern noch bei einem wichtigen Society-Termin dabei (Zeitschriftenauftrag), elf Fotografen und drei Kameraleute dabei, sechs mit Canon (EOS-1), fünf mit Nikon (drei D3, zwei D700). Ein Investor suchte einen Tipp, welche Kamera er seinem Sohn zu Weihnachten kaufen soll, der möchte Fotografie studieren. Sollte ich dem eine M9 empfehlen? Aber bevor ich antworten konnten, hatte er schon die beiden einzigen Alternativen für ernsthafte Fotografen zur Hand: Nikon oder Canon. Da er nach viel Geld aussah, gab es da nur eine Empfehlung: Nikon D3x. Denn ein Fotostudium ist nicht die "Leica-Akademie!" Viele Grüße - ein "Forenblöker".

Gast schrieb:

Und sie wird sich bis Jahresende auch schon fast amortisiert haben.

Diese ganzen Wut- und Angstschreie der Forenbölker tun den Möglichkeiten einer M keinen Abbruch.
Ist zwar schade, daß die üblichen Verdächtigen via photoscala-Forum den anderen immer zwanghaft ins Gesicht schreien müssen, welche Werkzeuge diese zu benutzen haben sollen. Aber zum Glück fragt sie im richtigen Leben niemand danach.

keine Alternative

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:35

Wenn man eine kleine Kamera haben möchte mit Top-Bildqualität gibt's keine Alternative. Daher ist genau der Vergleich zwischen der M und einer Kompakten der, den ich auch machen würde.

Und nicht immer spielt der Preis eine Rolle, es ist nur ein Faktor, der beim Fotografieren keinen Einfluss mehr hat.

Und zu den Basics: ein Foto besteht aus Focus, Blende und Belichtungszeit (Brennweite und Bildausschnitt vorausgesetzt). Im digitalen Zeitalter noch aus ISO-Empfindlichkeit. Das war's. Da ist's doch völlig egal, wieviele technische Schnickschnack-Programme andere haben, letztlich werden auch nur diese 3-4 Werte bestimmt. Wenn ich weiss was ich will (Tiefenschärfe), steht auch die Blende fest. Umgebungslicht bestimmt die ISO. Bleibt: Focus und Belichtungszeit. Egal wie, aber ein dicker DSLR-Bolide wird auf die gleichen Werte kommen. Dann lieber klein und handlich (=M).

Lieber Thomas!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 21:38

Das mit der Firmware, welche die Kamera für höhere ISO-Werte freischaltet würde ich lassen. FFT CCD ist dafür nicht geschaffen. Einfach die höheren ISO-Einstellungen durch Unterbelichtung-Einstellung an der Kamera und Nachbelichtung am Computer simulieren.
Die Vorteile des FFT CCD sind die stärkeren Farbsignale in Schattenwerten. Das sieht man aber auch oft erst am Computer, wenn man die Schatten aufhellt. Wichtig ist hier bei der Aufhellung eine Tonwertkorrektur. Ggf. TIF einer Leica M9 durch die Apical-Tonwertkorrektur von Olympus Master oder Olympus Studio durchjagen. Ich empfehle jedoch Olympus Studio 1.51, da ab Olympus Master/Studio 2 die Apical-Tonwertkorrektur bei FFT-CCD-Kameras sehr hart ausfällt. Aufhellung ohne Tonwert-Korrektur führt zu Tonwertfehlern.

high ISO

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 22:18
Gast schrieb:

Das mit der Firmware, welche die Kamera für höhere ISO-Werte freischaltet würde ich lassen.

Wozu auch? Eine 5D2 kann auch keine höheren Einstellungen. Alles über 3200 ist digital gepusht.

Leica ist einfach nur ehrlich mit den Angaben und lässt die Trickmodi außen vor, bzw. kennzeichnet sie noch ("pull 80").

Um korrekt zu sein:

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 10:58

Alles über der Grundempfindlichkeit ist digital gepusht. Nur das Wie gut oder schlecht, auch abhängig von der verwendeten Sensortechnik, das macht dann den Unterschied.

Hat das Wort "Pikselpieper"...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. November 2009 - 22:51

...irgendeine tiefere Bedeutung oder ist es die Waterkant-Version für "Pixelpeeper"?

Kulturschock? Von wegen!

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 05:33

Ein durchaus stimmiger Artikel.

Nach nun mehreren Monaten mit der M9 durfte ich gerade bei der Gimmick-verwöhnten Jugend eine gewissen Begeisterung über diese Kamera feststellen. Ich dachte ja immer die erleben einen Kulturschock, wenn sie das Ding das erste Mal selbst in die Hand nehmen, aber nix da. Ohne Anleitung einfach drauflos, auch das Fokussieren klappte auf Anhieb. Keiner regte sich über "nur" ISO 1250 auf, die ich mir anfangs selbst als Grenze setzte (heute geht auch etwas mehr), keiner störte sich am fehlenden AF und Zoom, keiner suchte einen Movie-Mode. Und erst recht keiner wollte sie sich wieder wegnehmen lassen, jeder hätte sie liebend gerne behalten.

Nachdem es erlaubt war, durfte der Nachwuchs auch mal eigene Speicherkarten füllen, vornehmlich mit dem Hinweis auf die Offenblenden-Tauglichkeit (auch und gerade der WW-Objektive). Eigentlich jeder meinte, daß die gewohnte DSLR-Umgebung für "Leistung" deutlich mehr abgeblendet werden müsse und dann auch der ISO-Vorteil wieder flöten ginge.

Warum ist der Nachwuchs so begeistert? Leica muß da irgendwas richtig gemacht haben, daß dem so ist. Über den Preis muß ich selten reden, es ist allen klar, daß man sowas nicht mal eben für 850,- Euro im Blödmarkt bekommt und auch daß sie sich nicht jedermann wird kaufen können. Ob das daran liegt, daß die Jugend sich durchaus auch eine Lomo samt Zubehör für einen (in meinen Augen) fototechnisch höchst unvernünftigen Betrag gönnt? Hätten sie das Geld, die M9 wäre sofort bestellt und eben nicht als Zahnarztknipse, sondern zum Photographieren. Hätte ich nicht gedacht, die M8 stiess da noch auf ganz andere Reaktionen. Und ein Nachwuchs-Talent hat nun sogar schon seine Zweit-DSLR vorerst gegen eine M6 getauscht ;-)

Das M-System muß nicht tot sein, die Neupreis-Latte liegt für viele einfach mal wieder zu hoch.

Vollwertiger Ersatz

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 07:44

Gegen eine M6 kann eine "Zweit-DSLR" auch wohl schlecht anstinken ...

Kleiner Tipp: Für gute PR-Texte kann man die Latte gar nicht hoch genug legen!

Gast schrieb: Kleiner Tipp:

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 23:15
Gast schrieb:

Kleiner Tipp: Für gute PR-Texte kann man die Latte gar nicht hoch genug legen!

Man hat als Kunde nicht selten den Eindruck, hier schlafen sie gerne ein wenig länger als die Mitbewerber von Zeiss.
Hat natürlich auch Vorteile: Man brüllt weniger. Bei so Käse-Produkten wie orangener Hermes-Leica M7 hingegen ... aber lassen wir diese Geschmacksverirrungen ;-)

M9

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Dezember 2009 - 09:58

Das fotografische Erlebnis läßt sich noch steigern, zum anfänglichen Herumknipsen mit der M9 und vielen unscharfen Bilderchen (weil sich die Modelle blöderweise etwas bewegt haben), könnte als zweite Steigerung eine richtige Spiegelreflex auf der Nachwuchs-Wunschliste stehen, die "Kleinen" können dann ganz realistisch durch den Sucher "eine Superweitwinkelperspektive sehen" oder die Motive mit einem langen Tele "belauern", dabei dann einen richtig schnellen Transportmotor rattern lassen - da fängt es erst einmal richtig an. Da wandert "die umständliche Sucher-Kiste" schnell zu ebay!

Gast schrieb:

Ein durchaus stimmiger Artikel.

Nach nun mehreren Monaten mit der M9 durfte ich gerade bei der Gimmick-verwöhnten Jugend eine gewissen Begeisterung über diese Kamera feststellen. Ich dachte ja immer die erleben einen Kulturschock, wenn sie das Ding das erste Mal selbst in die Hand nehmen, aber nix da. Ohne Anleitung einfach drauflos, auch das Fokussieren klappte auf Anhieb. Keiner regte sich über "nur" ISO 1250 auf, die ich mir anfangs selbst als Grenze setzte (heute geht auch etwas mehr), keiner störte sich am fehlenden AF und Zoom, keiner suchte einen Movie-Mode. Und erst recht keiner wollte sie sich wieder wegnehmen lassen, jeder hätte sie liebend gerne behalten.

Nachdem es erlaubt war, durfte der Nachwuchs auch mal eigene Speicherkarten füllen, vornehmlich mit dem Hinweis auf die Offenblenden-Tauglichkeit (auch und gerade der WW-Objektive). Eigentlich jeder meinte, daß die gewohnte DSLR-Umgebung für "Leistung" deutlich mehr abgeblendet werden müsse und dann auch der ISO-Vorteil wieder flöten ginge.

Warum ist der Nachwuchs so begeistert? Leica muß da irgendwas richtig gemacht haben, daß dem so ist. Über den Preis muß ich selten reden, es ist allen klar, daß man sowas nicht mal eben für 850,- Euro im Blödmarkt bekommt und auch daß sie sich nicht jedermann wird kaufen können. Ob das daran liegt, daß die Jugend sich durchaus auch eine Lomo samt Zubehör für einen (in meinen Augen) fototechnisch höchst unvernünftigen Betrag gönnt? Hätten sie das Geld, die M9 wäre sofort bestellt und eben nicht als Zahnarztknipse, sondern zum Photographieren. Hätte ich nicht gedacht, die M8 stiess da noch auf ganz andere Reaktionen. Und ein Nachwuchs-Talent hat nun sogar schon seine Zweit-DSLR vorerst gegen eine M6 getauscht ;-)

Das M-System muß nicht tot sein, die Neupreis-Latte liegt für viele einfach mal wieder zu hoch.

Danke für den schönen Bericht

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Ehrengast)
am Montag, 30. November 2009 - 09:40

Ich werde mir sicher keine M9 kaufen. Aber der Bericht sagt sehr viel über das Wesentliche am Verhältnis Kamera-Fotograf-Bild aus.

OhWeh

Genial

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 09:43

wie die Leica M9 polarisiert.
Das wird ein Produkt von Nikon, Canon usw. nie erreichen.........

Nein, sicher nicht

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 12:21
Gast schrieb:

wie die Leica M9 polarisiert.
Das wird ein Produkt von Nikon, Canon usw. nie erreichen.........

Da fällt nur die Wahl schwer, zwischen Nikon und Canon.

Und Sony...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 14:38

...nicht vergessen, gel!

Nein, sicher nicht

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 15:13

Ich habe da kein Problem mit der Wahl. Bei mir heisst immer:
Canon u n d Nikon.

Genial

Eingetragen von
DingDongDilli
(Ehrengast)
am Montag, 30. November 2009 - 12:36

wie der Dieter Bohlen polarisiert.
Das wird ein Gert Scobel, Claus Kleber, Ulrich Wickert usw. nie erreichen.....

Genial

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 13:07

Wo ist denn hier die Analogie? Was hat Dieter Bohlen mit einem "konservativen" Bedienkonzept zu tun?

Das ist doch eher umgekehrt: Dieter Bohlen analog zu Klickipiepsibunti-DSLR und Klaus Kleber & Co. analog zu Opas M.

Dieter Bohlen

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 21:49

POLARISIERT - das ist die Analogie, Opa M. Is nicht wirklich schwer zu kapieren, wenn man sich anstrengt.

Nachhilfe

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 19:42
Gast schrieb:

POLARISIERT - das ist die Analogie, Opa M. Is nicht wirklich schwer zu kapieren, wenn man sich anstrengt.

Nachhilfe zum Thema Analogie:

Hier wird Bohlen mit Leica M9 (unseriös) und Canon/Nikon mit Kleber & Co. (seriös) gleichgesetzt. Das ist die Analogie und deshalb falsch gewählt, weil die M9 zwar veraltet, unflexibel und überteuert sein mag aber bestimmt nicht unseriös. Ist aber auch nicht einfach, hier eine passende Analogie zu finden...

Aber Dieter Bohlen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 22:34

ist doch sowas von seriös - weil, viel Geld kann doch nicht irren ... wobei es hier wiederum einfach ist, eine Analogie zu Leica herauszulesen.

?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 14:47

Wer ist Dieter Bohlen?

...

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 17:57

anstatt Dieter hättest du auch dich nehmen können....

Leica M9

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 13:27
Gast schrieb:

wie die Leica M9 polarisiert.
Das wird ein Produkt von Nikon, Canon usw. nie erreichen.........

Leider ist die "Nobelmarke",speziell mit Weitwinkel-Objektiven, noch nicht so ganz ausgereift!

Gast schrieb: Gast

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 18:40
Gast schrieb:
Gast schrieb:

wie die Leica M9 polarisiert.
Das wird ein Produkt von Nikon, Canon usw. nie erreichen.........

Leider ist die "Nobelmarke",speziell mit Weitwinkel-Objektiven, noch nicht so ganz ausgereift!

Also gerade Leica ist nun mit Weitwinkel-Objektiven bestens aufgestellt. Was wollen Sie?

Leica M9

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 08:09
Gast schrieb:
Gast schrieb:
Gast schrieb:

wie die Leica M9 polarisiert.
Das wird ein Produkt von Nikon, Canon usw. nie erreichen.........

Leider ist die "Nobelmarke",speziell mit Weitwinkel-Objektiven, noch nicht so ganz ausgereift!

Also gerade Leica ist nun mit Weitwinkel-Objektiven bestens aufgestellt. Was wollen Sie?

Die Kamera kann's, aber beim Kodak-Sensor hakt's doch mit WW-Objektiven und Leica/Kodak arbeiten hart an einer verbesserten Firmware. Deshalb wird derzeit auch keine ausgeliefert und es gibt auch keine Weihnachtsgratifikation!

Tja,

Eingetragen von
Gast
am Montag, 30. November 2009 - 15:43

die Eine polarisiert, während man mit den Anderen fotografiert. So werden alle glücklich.

Polarisiert

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Dezember 2009 - 17:05

Das stimmt, die M9 polarisiert. Aber warum solten wir uns beispielsweise über eine Nikon D3, eine D700 oder EOS-1 aufregen? Diese Dinger sind eben nach langem Reifeprozess einfach perfekt und bieten das, was die Kunden verlangen, das sind Super-Geräte für alle Aufträge, weiterhin kommt dazu ein gigantisches Objektivprogramm und ein optimal abgestimmtes Zubehör.

Gast schrieb:

wie die Leica M9 polarisiert.
Das wird ein Produkt von Nikon, Canon usw. nie erreichen.........

*gähn* Geht raus und macht

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 09:31

*gähn*

Geht raus und macht Fotos, egal mit welcher Kamera!

gähn

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 10:35

Entschuldigung, aber das ist keinesfalls egal! Ein Top-Spiegelreflexystem mit ihren Ausbaufähigkeiten ist nun `mal eine andere Geschichte, als eine digital angegliche Sucherkamera mit der Technik der Fünfziger Jahre und ihren extremen Nachteilen: Langsame Scharfstellung, grottenhaft schlechter Mindestabstand, lahmer Motor, veraltete Blitztechnik, sehr eingeschränkte Auswahl im Telebereich! Als Zweitkamera (oder besser Drittkamera) noch so eben OK, aber als ernsthafte fotografische Alternative - das muß wirklich nicht sein!

Gast schrieb:

*gähn*

Geht raus und macht Fotos, egal mit welcher Kamera!

Gast schrieb:

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 01. Dezember 2009 - 16:53
Gast schrieb:

Entschuldigung, aber das ist keinesfalls egal! Ein Top-Spiegelreflexystem mit ihren Ausbaufähigkeiten ist nun `mal eine andere Geschichte, als eine digital angegliche Sucherkamera mit der Technik der Fünfziger Jahre und ihren extremen Nachteilen: Langsame Scharfstellung, grottenhaft schlechter Mindestabstand, lahmer Motor, veraltete Blitztechnik, sehr eingeschränkte Auswahl im Telebereich! Als Zweitkamera (oder besser Drittkamera) noch so eben OK, aber als ernsthafte fotografische Alternative - das muß wirklich nicht sein!

Genau! Die besten Fotos macht man im Nahbereich oder mit Teleobjektiven und immer mit Motor!!! Alles andere ist so "Fünziger"... geht gar nicht!

Hab mir deshalb auch extra eine Nikon D3 gegönnt, weil unter 10 Bildern pro Sekunde kann mans auch gleich bleiben lassen mit dem fotografieren.

MannMannMann!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 00:04

MannMannMann!

Deutsche Fototechnik

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 06:51

Am ärgerlichsten ist doch das die einstige Ikone deutscher Fototechnik so runtergekommen ist. Jeder weis zu welch genialen Leistungen deutsche Ingenieure fähig sind. Jahr für Jahr präsentiert uns Leica 60 Jahre alte Technik, verpasst sie mit einen digitalen Sensor und glaubt Innovativ zu sein. Es wäre so als ob uns VW immer noch den VW Käfer als modernes und weltbestes Auto verkaufen wollte. Jedes Jahr die gleiche Leier, "die Tradition, unsere Stammkunden, und außerdem läsß sich diese diese Kamera nicht weiterentwickeln" Man sollte der Wahrheit ins Auge sehen, liebe Kunden bitte gebt uns euer Geld. Wir sind aber nicht gewillt und unfähig moderne, konkurrenzfähige, bezahlbare Kameras für euch zu bauen. Warum auch??? Wir sind ja schließlich die besten. Das die Verkaufszahlen im vergleich der Marktführer im "Promillebereich" liegen, liegt nicht an uns sondern am Unverständnis von euch den Wert unserer Kameras zu erkennen.

Das nennt sich auch

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 11:01

Geisterfahrersyndrom: Was heißt hier, ein Geisterfahrer kommt ihnen entgegen - Hunderte sind's ... ;-)

Gast

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 23:22

Na sehen Sie - geht doch! Die Nikon D3 ist die beste Wahl, eine gute Entscheidung!

Gast schrieb:
Gast schrieb:

Entschuldigung, aber das ist keinesfalls egal! Ein Top-Spiegelreflexystem mit ihren Ausbaufähigkeiten ist nun `mal eine andere Geschichte, als eine digital angegliche Sucherkamera mit der Technik der Fünfziger Jahre und ihren extremen Nachteilen: Langsame Scharfstellung, grottenhaft schlechter Mindestabstand, lahmer Motor, veraltete Blitztechnik, sehr eingeschränkte Auswahl im Telebereich! Als Zweitkamera (oder besser Drittkamera) noch so eben OK, aber als ernsthafte fotografische Alternative - das muß wirklich nicht sein!

Genau! Die besten Fotos macht man im Nahbereich oder mit Teleobjektiven und immer mit Motor!!! Alles andere ist so "Fünziger"... geht gar nicht!

Hab mir deshalb auch extra eine Nikon D3 gegönnt, weil unter 10 Bildern pro Sekunde kann mans auch gleich bleiben lassen mit dem fotografieren.

Mal was Interessantes zu Leica LC

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 02. Dezember 2009 - 20:14

bzw. im Gefolge davor und danach von Leica M in der Historie: http://www.lausch.com/leicacl.htm

Da kann man nach der Lektüre schon ein wenig genauer sehen, wie das bei Leica so ist und vor allem war. Bzw. wie sich die Firma und deren Produkte im Markt so verhalten und wie es gelaufen ist.

Leica & SLR

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 03. Dezember 2009 - 06:43

Es ist völlig unverständlich warum es Leica die letzte 40, 50 Jahre versäumt hat ein eigenes SLR Kamerasystem zu entwickeln. Selbst mit der S2 für 20.000 €uronen verbaut man sich jede Möglichkeit eine DSLR einer breiten Kundschaft zugänglich zu machen. Man tut alles um nicht erfolgreich zu werden. Ich glaube sehr viele würden sich eine "D700" oder "7D" von Leica kaufen.

Eulen nach Solms ...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 03. Dezember 2009 - 12:02
Gast schrieb:

Es ist völlig unverständlich warum es Leica die letzte 40, 50 Jahre versäumt hat ein eigenes SLR Kamerasystem zu entwickeln. Selbst mit der S2 für 20.000 €uronen verbaut man sich jede Möglichkeit eine DSLR einer breiten Kundschaft zugänglich zu machen. Man tut alles um nicht erfolgreich zu werden. Ich glaube sehr viele würden sich eine "D700" oder "7D" von Leica kaufen.

Selbst störrische Esel sind leichter von den Notwendigkeiten ihrer Existenz zu überzeugen, als die Verantwortlichen zu Solms ... könnte natürlich auch sein, dass dort die einstens sinnlose Trennung in drei unterschiedliche, in den anderen Sparten auch durchaus erfolgreiche, Firmen immer noch die Wahrnehmung des Kameramarktes trüben - nur heute halt ohne die Quersubventionierung durch Mikroskope und den messtechnischen Bereich.

Leicaflex/R-System vergessen?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 03. Dezember 2009 - 15:49

Ein eigenes SLR-System hatte Leica ab 1964 (da kam die Leicaflex raus) am Markt.

Mit dem DMR zur R8/R9 hatte Leica immerhin schon 2005 ein hybrides Kamerasystem am Markt. Das hat bis zum heutigen Tage kein anderer Hersteller geschafft (es hat allerdings auch nur wenige Kunden gefunden).

Leicaflex

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 03. Dezember 2009 - 19:36

Die Leica-Hybrid war als Idee durchaus herausragend, aber die Konkurrenz hatte bereits bessere Alternativen anzubieten, vor allem Nikon und Canon, nebenbei kaufte sich kein Presse- oder Agenturfotograf mehr eine Kamera ohne Autofokus. Eine gute Analogkamera in Verbindung mit einer mittelmäßigen Digitalkamera, dazu der Leica-Preis?? 2005 gab es dafür zwei japanische Digital-Spitzenkameras - und die hatten dazu noch ein gigantisches Objektiv- und Zubehörprogramm anzubieten, weiterhin modernste Blitztechnik (sehr wichtig)! Da fiel die Wahl nicht schwer!

Gast schrieb:

Ein eigenes SLR-System hatte Leica ab 1964 (da kam die Leicaflex raus) am Markt.

Mit dem DMR zur R8/R9 hatte Leica immerhin schon 2005 ein hybrides Kamerasystem am Markt. Das hat bis zum heutigen Tage kein anderer Hersteller geschafft (es hat allerdings auch nur wenige Kunden gefunden).

Das ist so die deutsche Schrulliheimer-Mentalität:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Dezember 2009 - 12:56

Ich kann mich noch gut an einen Vater von einem Freund von mir erinnern, der sich einen S-Klasse Mercedes gekauft hat, wo er ganz stolz drauf war, dass der so ziemlich alles drin hatte, was damals so machbar war, aber ganz stolz drauf, dass er n i c h t elektrische Fensterheber drin hatte, weil er das unpraktisch fand (und damit jeder Pleti herumfuhr). Diese seltsame Mischung von Einzeleinbauten und jede Schraube in Sonderauflage gabs schon damals nur von deutschen Herstellern, die dafür um ein Wesentlicheres teurer waren, als vergleichbare Hersteller aus Fernost. Bei denen gabs normal einfach alles, was brauchbar und vernünftig war in einem Packet.

Und so sieht mir das auch bei Leica aus: immer das Feinste an Material und optischem Aussehen, aber leider in der Sache und im Endeffekt immer leicht an der Wirklichkeit vorbei geschossen. Dazu muss man Talent haben! Gratulation.

Leica M9 etwas für Fans

Eingetragen von
Gast
am Montag, 07. Dezember 2009 - 03:02

Teilweise hat es schon seltsame Züge, wie hier die jeweilige Meinung unbedingt vertreten wird. Wer ist denn gezwungen diese Kamera zu kaufen? Wer hat Nachteile dadurch, dass es Menschen gibt, die sich diese Kamera kaufen auch wenn man selber andere Prämissen hat bei der Bilderstellung hat?

Ich werde mir diese Kamera sicherlich bei nächster Gelegenheit noch einmal genauer anschauen und testen. Das DMR Modul konnte mich nicht überzeugen, die M9 hat für eine KB-Sensorformatkamera eine sehr gute Ausgangsposition bezgl. der Größe. Der Preis wird sich wohl erst dann anpassen können, wenn die Produktionszahlen wirklich nach oben gehen und wirklich vergleichbare Produkte kommen sollten. Da sehe ich aber nicht Zeiss Ikon drauf sondern eher Nikon oder Canon und dann konsequenterweise auch mit AF-Wechselobjektiven.

Der M9 wünsche ich aber den ihr gebührenden Erfolg, der nicht in Form von Massenware zu sehen ist, sondern als disket bedienbares Kameramodell seine Zielgruppe finden wird. Und wenn das weltweit nur 5000 Modelle sind, dann ist das doch auch in Ordnung. Den einen begeistert ein solches Konzept früher und den anderen vielleicht etwas später....

Für jede Art der Fotografie gibt es ein Handwerkszeug - Rangefinder, DSLR oder demnächst vielleicht auch verstärkt 3D...

Da haben Sie Recht,

Eingetragen von
Gast
am Montag, 07. Dezember 2009 - 13:35

Da haben Sie Recht, glücklicherweise wird kein Fotograf gezwungen, sich eine M9 zu kaufen. Das hat dann auch seine Vorteile, in den bilderintensiven Printmedien (stern, View, Fit for Fun, GEO, Gala usw.) können wir weiterhin Superbilder sehen - und keine unscharfen Fotos, die mit einer veralteten Messsucherkiste entstanden sind! Die Zeiten sind lange vorbei. Als Beleg empfehle ich auch die Bilderstrecken in den Internetauftritten der großen Zeitungen und Zeitschriften. Da sind beeindruckende Ansichten zu sehen. Allerdings verwenden die Fotografinnen und Fotografen die angesagten HighTech-Kameras von Nikon und Canon, dabei vorzugsweise extreme Weitwinkel und lichtstarke Zoomobjektive. Die wissen warum, denn sie möchten gerne ihren Job behalten!

Gast schrieb:

Teilweise hat es schon seltsame Züge, wie hier die jeweilige Meinung unbedingt vertreten wird. Wer ist denn gezwungen diese Kamera zu kaufen? Wer hat Nachteile dadurch, dass es Menschen gibt, die sich diese Kamera kaufen auch wenn man selber andere Prämissen hat bei der Bilderstellung hat?

Ich werde mir diese Kamera sicherlich bei nächster Gelegenheit noch einmal genauer anschauen und testen. Das DMR Modul konnte mich nicht überzeugen, die M9 hat für eine KB-Sensorformatkamera eine sehr gute Ausgangsposition bezgl. der Größe. Der Preis wird sich wohl erst dann anpassen können, wenn die Produktionszahlen wirklich nach oben gehen und wirklich vergleichbare Produkte kommen sollten. Da sehe ich aber nicht Zeiss Ikon drauf sondern eher Nikon oder Canon und dann konsequenterweise auch mit AF-Wechselobjektiven.

Der M9 wünsche ich aber den ihr gebührenden Erfolg, der nicht in Form von Massenware zu sehen ist, sondern als disket bedienbares Kameramodell seine Zielgruppe finden wird. Und wenn das weltweit nur 5000 Modelle sind, dann ist das doch auch in Ordnung. Den einen begeistert ein solches Konzept früher und den anderen vielleicht etwas später....

Für jede Art der Fotografie gibt es ein Handwerkszeug - Rangefinder, DSLR oder demnächst vielleicht auch verstärkt 3D...

tradition

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 11. Dezember 2009 - 20:25

.... ich sags mal so,

Zitat:

Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme

einsatzzweck

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 06. Mai 2010 - 18:20

die meisten kappieren hier wohl überhaupt nicht, dass diese kamera einen ganz anderen einsatzzweck als dslrs hat, irgendwelche mode oder pressekonferenzfotografen brauchen da also erst mal gar nicht mitreden..

Fotografie pur: Leica M9 von thoMas

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 17. Mai 2011 - 20:40

Es gibt verschiedene Welten bzw. Wolken in der aktuellen Fotografie – nennen wir sie "Clouds". Und das ist gut so. Ich lese viel Mainstream-Verbal-Inkontinenz, die auch nicht vor dem Phänomen LEICA Halt macht. Nicht schlimm, weil ein Denkmal nicht dadurch zu Fall kommt, weil viele dranpinkeln. "thoMas" hat einen stimmigen Artikel geliefert, und ich kann auch einen Fetisch bewundern, der nicht aus meinem Vernunft-Portemonnaie bezahlbar ist. So bleibt die Leica ein Traum. Ist das zu bedauern, zu betrauern? Nein, es bleibt traumhaft. Wer sein Geld mit der Fotografie verdient, ist gut beraten, unter anderem so eine Leica einzusetzen – zumal die Qualitäten der nicht nach dem Retrofokus-Kompromiss gebauten Weitwinkelobjektive zur Leica nicht zu toppen sind. Wer das bestreitet, hat keine Ahnung in Sachen Optik. Ich sage das als Spiegelreflex-Fan und respektiere diesen konstruktionsbedingten Vorteil der M-Leica. Und ich respektiere die enormen Anstrengungen und faktischen Leistungen von Leitz. Bei all dieser Wertschätzung kaufe ich mir die Leica NICHT – nicht weil sie zu teuer ist, sondern weil sie für mich zu teuer ist. Und weil ich auf einer ganz anderen Wolke (cloud) lebe: Mir sind die Heavy Metal Nikons F und F2, die Nikkormaten und die EL am liebsten. Ist es nicht schön, dass im Zeitalter stark gefährdeter individueller Meinungsentfaltung jeder die zu ihm am besten passende, Best-practice-Wolke finden und sich darauf gut einrichten kann? RR

Die Kameras sind nett

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Sonntag, 05. August 2012 - 11:17

ihre Besitzer leider oft würdelos.

Ein Beitrag zur Psychopathologie der Leica M Fummler

Manchmal beschleicht mich

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 05. August 2012 - 11:49

der Verdacht, der Admin oder die Mods verarschen mit solchen Beiträgen ihre unterschwellig verachteten User ... 8-)

M9 und was aus ihr wurde

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 15. August 2014 - 16:48

Inzwischen haben zahlreiche M9, ME und ME Sensorprobleme. Der Sensor wird aktuell noch von Leica auf Kulanz getauscht. Es darf aber damit gerechnet werden, dass dies in wenigen Jahren nicht mehr der Fall sein wird. Aufgrund der auffälligen Häufung von Berichten über derartige Probleme, kann man vermuten, dass die gesamte Produktion betroffen ist.

Leider ist in diesem Forum häufig von Leica-Basihng die Rede, wenn jemand die Produkte, Vertriebswege oder Preise von Leica kritisiert. Dabei wird stets vergessen, dass Leica auch schon zu Filmzeiten erhebliche Produktmängel an ihren Kameras hatte, diese aber gegenüber den Kunden nie offen eingestanden wurden (Beispiel Elektronik der R4). Manche Dinge zeigen sich auch erst nach Jahren, wie beispielsweise der Verfall der Innenverkleidung des Spiegelkastens bei R Kameras.

Leica Kameras kritisch zu betrachten und ihre Haltbarkeit in Frage zu stellen ist deshalb kein Amusement, sondern basiert auf zahlreichen unglücklichen Kundenerfahrungen. Zumindest bei denen, die diese Kameras benutzt haben und die nicht der Ansicht sind, es müsse eh' alle paar Jahre etwas Neues her.

Das wär ja für sich

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Gast
am Samstag, 16. August 2014 - 00:12

noch nicht SO schlimm, ist ja oft auch bei anderen Herstellern so, aber Leica verlangt für ihre "edlen" Produkte auch ein Schweinegeld, und liefert dazu noch eine ordentliche Portion Hochmut.

Gast schrieb: noch nicht SO

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Samstag, 16. August 2014 - 15:32
Gast schrieb:

noch nicht SO schlimm, ist ja oft auch bei anderen Herstellern so, aber Leica verlangt für ihre "edlen" Produkte auch ein Schweinegeld, und liefert dazu noch eine ordentliche Portion Hochmut.

Kamerakauf ist halt - wie der Kauf aller Konsumgüter-irrational. Umso mehr als die grosse Stückzahlen an Amateure verkauft werden. Im Massenmarkt entwickeln Marken einen eigenen Lebenszyklus. Leica war in den 50er und weit in die 60er ein Standard bei Berufsfotografen, und in den 70ern Kult bei den Amateuren. Heute sind sie mausetot. Angesichts der altbackenen Produkte und, schlimmer, ihrer Kunden (Stichwort Leica-Boutiquen), werden sie nicht mehr wiederkommen. Tote Marken (Beispiel Mustang Jeans) verschwinden aber nicht plötzlich, sondern sterben mit ihrer Kundschaft aus (Generation Golf) oder überleben noch eine kurze Weile in Märkten, in denen frühere Jahrzehnte nachgeholt werden (China, Indien).

Gast schrieb: Inzwischen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 16. August 2014 - 13:54
Gast schrieb:

Inzwischen haben zahlreiche M9, ME und ME Sensorprobleme.

Sensorprobleme sind dem Hersteller des Sensors anzulasten. Elektronikprobleme können vom Bauteil selbst oder der übrigen Konfiguration kommen.
Im Vergleich zu den bedeutenden Herstellern ist Leica nur eine kleine Bastelbude. Und dies ist der Grund für all die Probleme wie z.B. bei der R6 Baureihe (Verschluss nicht reparierbar), R8 Baureihe (Elektronikprobleme), dem DMR (eingestellt, nicht reparierbar), Minilux (Fehler E02), M8 (Display nicht ersetzbar),...und wird auch so bleiben. Möglicherweise hat Kodak genügen Sensoren produziert, so dass sie bei der M9, ME und M9P (MM?) aktuell noch getauscht werden können. Einen weiteren, späteren Support wird es für die M9/ME sicher nicht mehr geben. Allerdings dürften sich Canon und Nikon oder Pentax oder gar Sony kaum anders verhalten.
Am Ende ist es so, dass alle Digitalkameras -im Vergleich zu ihren analogen Vorgängern- nur eine sehr kurze Lebensdauer aufweisen. Ob man bereit ist, für derart kurzlebige Produkte sehr viel Geld auszugeben, sollte man tatsächlich tunlichst überlegen.