Der Inbegriff des Künstlerischen ist Leichtigkeit im Umsetzen einer Idealvorstellung.

— Ansel Adams

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Filmriss - die Zweite (aktualisiert)

Foto der RBT 3-D Sucherkamera S3Wer bislang angenommen hatte, dass mit dem zunehmenden Angebot digitaler Kameras auch ein schnelles Aussterben der analogen Kameras verbunden sei, muss sich dann doch von der Realität ein wenig korrigieren lassen. Wir versuchen, eine Komplettübersicht über analoge Kleinbild- und Mittelformatkameras zu geben:

Sicher, das Angebot analoger Kameras wurde vor allem im Massenmarkt deutlich ausgedünnt. Canon entwickelt schon seit 2006 keine analogen Kameras mehr und hat inzwischen wohl auch keine Restbestände mehr im Angebot. Bei Nikon soll die F6 noch lieferbar sein. Ob sie derzeit produziert wird, oder es sich um Lagerbestände handelt, die bei Bedarf wieder aufgefüllt werden, ist offen.

In der Folge habe wir das derzeit verfügbare Sortiment an analogen Kameras für Kleinbild (135) und Rollfilm (120 und teilweise auch 220) alphabetisch dargestellt. Wo immer greifbar, haben wir weiterführende Links berücksichtigt.
 

Foto der ALPA 12 SWA

 
Von Alpa in der Schweiz gibt es heute mit der ALPA 12 eine ganze Modellfamilie. Auch wenn die Mehrheit inzwischen wohl mit digitalen Rückteilen zum Einsatz kommt, finden sich noch immer auch analoge Rückteile an der Alpa 12.
 

Foto der Blackbird, Fly

 
Bei der Blackbird, Fly handelt es sich um eine aus Kunststoff gefertigte zweiäugige Spiegelreflexkamera für Kleinbildfilm: Blackbird, Fly camera: 35mm Twin-lens reflex.
 

Foto der Diana F+

 
Aus der Plastikkamera Diana hat sich im Laufe der Zeit eine ganze, unterschiedlich geschminkte Diana-Familie entwickelt. Eines dieser Modelle ist die Mittelformatkamera Diana F+. Daneben gibt es mit der Diana Mini auch ein Derivat für Kleinbildfilm.

Unter dem generischen Namen Fisheye Kamera und ohne Herstellerbezeichnung werden drei derartige Modelle von der Lomographischen Gesellschaft vertrieben.
 

Foto der Fujifilm GF670 Professional

 
Bei Fujifilm gibt es derzeit zwei analoge Kameras im Sortiment, die beide jedoch nicht offiziell nach Deutschland exportiert werden. Die Fujifilm GF670 Professional entspricht bis auf die Beschriftung und die Gehäusefarben der Voigtländer Bessa III. Die Fuji Natura Classica wird derzeit von der Lomographischen Gesellschaft in Wien vertrieben.
 

Foto der Gilde 66-17 MST 3D

 
Die GILDE 66-17 MST 3D wird von der der Gilde Systemkamera GmbH in Hannover produziert.
 

Foto der Hasselblad 503CW

 
Das analoge Sortiment bei Hasselblad ist mit der 503CW und der H2F inzwischen doch sehr übersichtlich geworden.
 

Foto der Holgas

 
Nachdem aus dem Versuch, mit einer einfachen Plastikkamera von Hongkong aus den Massenmarkt aufzurollen, nichts geworden ist, kam die Holga erst viel später als Kultkamera zu einigem Ruhm. Heute gibt es von ihr mindestens so viele Varianten wie von der Diana. Die gängigsten Modelle sind die Holga 120 für Rollfilm und die Holga 135 für Kleinbildfilm: Holga. Es gibt auch zweiäugige Spiegelreflexmodelle, und mit der Holga 120N 3D auch mindestens ein Stereomodell.

Von den Horizon-Panoramakameras von Krasnogorskiy Zavod in Krasnogorsk sind derzeit u.a. die Modelle Horizon 202 und Horizon S3 Pro am Markt zu finden.
 

Foto der Kiev 88

 
Von Kiev soll es neben der Kiev 19M auch noch den Minox-Nachbau Kiev 35A und diverse Mittelformatmodelle geben.
 

Foto der Horseman 3D

 
Von Komamura / Horseman sind die beiden Rollfilmkameras Horseman SW 617 und Horseman SW 612, sowie die Kleinbild-Stereokamera Horseman 3D lieferbar. Die 3D ist eine Verwandte der von Fujifilm gebauten, inzwischen eingestellten, Hasselblad X-Pan.
 

Foto der M7 von Lieca

 
Leica hat noch die M7 und die MP im Programm.
 

Foto der Technorama 617 von Linhof

 
Linhof in München hat derzeit mit den Technoramas noch zwei Rollfilmmodelle im Sortiment: Die Technorama 617s III und die Technorama 612pc II.
 

Foto der Lomo LC-A

 
Lomos LC-A-Kameras werden heute, nachdem die Fertigung in St. Petersburg ausgelaufen ist, für die Lomographische Gesellschaft in Wien bei Phenix in China gebaut. Seit kurzem gibt es übrigens ein Sofortbildrückteil für die LC-A, mit dem Bilder auf Fuji-Instax-Mini-Sofortbildfilmen aufgenommen werden können.
 

Foto der Lubitel 166+

 
Unter der Marke Lomo wurde die Lubitel 166+ in China wieder aufgelegt. Die Lubitel 166+ eignet sich für 120 Rollfilm und 135 Kleinbildfilme. Die Lubitel 166U kommt noch aus Russland (Made in Russia by LOMO) und ist für Rollfilm im 6x6, bzw. 4,5x6 Formate ausgelegt. Siehe auch: Glasobjektiv in Kunststoffgehäuse: Lubitel 166+.
 

Foto der Mamiya 7 II

 
Mamiya kann offensichtlich noch die folgenden Modelle liefern: AFD III, AFD II, 645 Pro TL, Mamiya 7 II und RB 67 PRO-SD (siehe Mamiya Deutschland).
 

Foto der Nikon F6

 
Nikon hat aus dem ehemals umfangreichen Sortiment allein die Nikon F-6 bis heute erhalten.
 

Foto der Noblex 135 U

 
Bei der Kamerawerk Dresden Optronics gibt es die Panoramakameras noch als Mittelformatmodelle NOBLEX 175 und 150 FS sowie in Form der Kleinbildkameras NOBLEX 135 U und 135 UC: KWDO.
 

Foto der RBT 3-D Sucherkamera S3

 
Bei den Kameras von RBT handelt es sich um spezielle Stereokleinbildkameras. Die RBT 3-D Sucherkamera S3 baut auf der Basis der Zeiss-Ikon-Kameras auf.
 

Foto der Hy6

 
Die analogen Modelle Rolleiflex Hy6, die drei zweiäugigen Rolleiflexen Tele, Normal und Weitwinkel, sowie die Rollei 35 werden heute von der DHW Fototechnik GmbH gebaut: Es gibt sie noch: Rolleiflex, Rolleivision und Hy6.
 

Foto der Seagull DF 200 A

 
Shanghai Seagull Camera Co Ltd in Shanghai, die heute zu Seagull Digital & Image Co., Ltd. zählen, geht zurück auf die 1958 gegründete Shanghai General Camera Fabrik. Dort sollen noch die zweiäugigen Rollfilmkameras gebaut werden. Im Kleinbildsektor wurden mehrere Abkömmlinge der manuellen Minolta-X-Kameras gebaut. Manche Kleinbildkameras wie die DF 200 A basieren jedoch wohl auf Phenix–Modellen. Seagull wurde in Deutschland über Foto Brenner verkauft. In England derzeit wohl noch bei Kauser International im Sortiment.
 

Foto der Flexicam von Silvestri

 
Der italienische Hersteller Silvestri fertigt mehrere Modelle, die auch für Rollfilm geeignet sind: Silvestri.
 

Foto

 
Von Ringfoto / Cosina sind derzeit sechs Kleinbildmesssucherkameras unter der Marke Voigtländer Bessa verfügbar, weiter die Rollfilmreisekamera Voigtländer Bessa III (siehe auch Fujifilm oben).
 

Foto von Yashica-FX-3-Derivaten

 
Zu den Erben der Yashica FX-3 zählen die Kameras des chinesischen Herstellers Phenix und die dort produzierten Kameras von Kenko, Braun und Vivitar (siehe auch: Alte Bekannte).
 

Foto Analoge Kleinbildkamera Zeiss Ikon

 
Von Carl Zeiss sind noch die bei Cosina in Japan produzierten Messsucherkameras Zeiss Ikon und Zeiss Ikon SW verfügbar.
 

 
Die Marke Zenit ist derzeit noch mit mindestens den drei Spiegelreflexmodellen ZENIT 122K, ZENIT 412LS und ZENIT KM am Markt vertreten; ein anderer Anbieter listet gar noch 14 Modelle.

Falls das eine oder andere Kameramodell in dieser Aufstellung fehlen sollte, so liegt dies nicht an böser Absicht, sondern an der Unübersichtlichkeit des Angebots. Ergänzende Hinweise sind willkommen.

(CJ)
 

Nachtrag (10.6.2010): Der Urheberrechtshinweis zum Zenit-122-Foto wurde nachgetragen. (Bei Abbildungen, die von den Herstellern stammen, sparen wir uns diesen Hinweis in aller Regel und setzen als allgemein bekannt voraus, von wem das Produktfoto stammt. Angesichts so vieler Produktfotos wurde der nun eingefügte Urheberrechtshinweis schlicht vergessen, was nicht sein soll.)
 

Korrektur

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 10:53

An sämtliche Linhof-Modelle lassen sich 6x9-Mittelformat-Rückteile (Linhof Rollex) anschliessen.

14 x "noch" im Artikel

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 11:04

Das ist wohl bezeichnend...

Ein paar letzte Zuckungen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 11:14

und dann husch husch ... ab in die Vitrinen und Museen!

Interessant wäre ja eine authentische Zahl, wieviel Stück F6 Nikon im Jahr 2009 verkauft hat. Meine Schätzung: weniger als 10.

Bei den Leica-Ms schaut das

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 11:56

Bei den Leica-Ms schaut das aber wieder ganz anders aus.
Gerade der asiatische Markt sorgt hier für einen hohen Absatz.

Mind. 1500 F6 in 2009

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 12:36
Gast schrieb:

und dann husch husch ... ab in die Vitrinen und Museen!

Interessant wäre ja eine authentische Zahl, wieviel Stück F6 Nikon im Jahr 2009 verkauft hat. Meine Schätzung: weniger als 10.

Das ist vollkommen falsch. Ich habe mir Anfang 2009 eine werksneue F6 gekauft, ein Freund von mir hat Ende 2009 eine neue F6 gekauft. Anhand der Seriennummern, die bei der F6 nicht codiert sondern einfach fortlaufend sind, war es einfach festzustellen, dass in diesem Zeitraum mindestens 1500 F6 gebaut worden sind.
Es gibt auch eine offizielle Meldung von Nikon, dass die F6 nach wie vor gebaut wird. Im Nikon Sendai Werk, in dem man sich auf Kleinsereien spezialisiert hat.
Denn auch eine D3x beispielsweise, die aufgrund ihres sehr hohen Preises und der sehr kurzen Produktionsdauer (verglichen mit früher) ebenfalls nur in sehr überschaubaren Stückzahlen gebaut werden kann (auch im Sendai Werk), muss in einer flexiblen Kleinserienfertigung gebaut werden.
Beispiel: Von der Nikon D2h(s) wurden nur ca. 7000 Stück insgesamt gebaut.
Zum Vergleich: Von der F6 bisher über 33.400 Stück.

Seriennummern

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 13:12
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Interessant wäre ja eine authentische Zahl, wieviel Stück F6 Nikon im Jahr 2009 verkauft hat. Meine Schätzung: weniger als 10.

Das ist vollkommen falsch. Ich habe mir Anfang 2009 eine werksneue F6 gekauft, ein Freund von mir hat Ende 2009 eine neue F6 gekauft. Anhand der Seriennummern, die bei der F6 nicht codiert sondern einfach fortlaufend sind, war es einfach festzustellen, dass in diesem Zeitraum mindestens 1500 F6 gebaut worden sind.

Hmm. Eigentlich können sie so nur feststellen, dass insgesamt mehr als 1500 Stück gebaut worden sind. Wenn die Seriennummer wirklich fortlaufend ist. Wie lange die zwei F6 nun auf Lager lagen, bis sie an Sie und Ihren Freund verkauft worden sind, wissen Sie ja nicht.

F6 Produktion

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 13:27
Zitat:

Hmm. Eigentlich können sie so nur feststellen, dass insgesamt mehr als 1500 Stück gebaut worden sind. Wenn die Seriennummer wirklich fortlaufend ist. Wie lange die zwei F6 nun auf Lager lagen, bis sie an Sie und Ihren Freund verkauft worden sind, wissen Sie ja nicht.

Doch dass weiß ich. Denn ich musste über 4 Wochen auf meine F6 warten, weil die Nachfrage größer war als das Angebot, und erst noch wieder nachproduziert werden musste nach offiziellen Aussagen.
Deckt sich mit einem Bericht in der französichen Chasseur d'Image, die das Sendai Werk besichtigt hatten und dort die laufende parallele Produktion der F6 und D3(x) gesehen haben.

Nikon F6: Die Traumkamera, leider die letzte Kamera ihrer Art

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 13:39

...dagegen meine Schätzung, weltweit mehr als 300, denn sie ist die bisher beste analoge Spiegelreflexkamera, die ich kenne. Ein Traumteil in jeder Hinsicht: Schneller AF, kristallklarer Sucher, präzise Belichtung, mehr als ausreichend schnelle Filmbeschleunigung, leises Auslösegeräusch, genaue i-TTL-Blitzsteuerung, CPU-Speicherung für ältere Objektive und ein immer noch gigantisches Objektivprogramm - aber leider ohne Wechselsucher, das gehörte bei allen Kameras der F-Klasse sonst immer dazu. Sie ist die letzte Nikon-SLR aus einer erfolgreichen Bauserie, vor 51 Jahren angefangen mit der F, dann F2 usw. Die geb` ich nicht mehr her!

Gast schrieb:

und dann husch husch ... ab in die Vitrinen und Museen!

Interessant wäre ja eine authentische Zahl, wieviel Stück F6 Nikon im Jahr 2009 verkauft hat. Meine Schätzung: weniger als 10.

Nein, bestimmt nicht!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 16:55
Gast schrieb:

und dann husch husch ... ab in die Vitrinen und Museen!

Interessant wäre ja eine authentische Zahl, wieviel Stück F6 Nikon im Jahr 2009 verkauft hat. Meine Schätzung: weniger als 10.

Das ist eher unwahrscheinlich. Würde nicht eine ausreichend große Nachfrage bestehen, wäre die F6 längst eingestellt. Aus Imagegründen hätte Nikon nun wahrlich die Verpflichtung, die letzte Film-SLR im Programm zu halten. Würde Nikon die F6 einstellen, es dürfte kaum einen weltweiten Aufschrei der Empörung geben.

Canon

Eingetragen von
panda
(Hausfreund)
am Freitag, 26. März 2010 - 11:16

Wie sieht es bei Canon aus? In D sind die 35mm Geräte nur noch mit "Archiv" gekennzeichnet.

In den USA bin ich nicht sicher ob noch lieferbar oder nicht.

Film ab!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 11:19

Eine sehr schöne Zusammenstellung! Ich bin gerade aus 10 Tagen Türkei Ferien zurück und habe dort eine Menge analoge Bilder geschossen. Mit der M6 SW- und Diafilme, mit der Olympus mju Schnappschüsse auf Negativfilm, mit der Diana Cross- und Mehrfachbelichtungen, und mit der Polaroid SX-70 täglich ein Bild für mein Polaroid Tagebuch. Jede Kamera liefert Bilder mit einer ganz eigenen Anmutung und eigener Charakteritik. Und die Vorfreude wenn die Bilder aus dem Labor kommen ist einfach unbeschreiblich!

Zeiss Ikon SW

Eingetragen von
Zarl
(Liebhaber)
am Freitag, 26. März 2010 - 11:26

Die SW (SuperWide) ist eben keine Messsucherkamera, sie hat zwar TTL-Messung, die ganz hervorragend zu bedienen ist, aber eben keinen eingebauten Sucher. Die Kamera ist wie die mittlerweile eingestellte Voigtländer Bessa-L eben für Super-Weitwinkel-Objektive gedacht, die mit eigenem externen Aufstecksucher verwendet werden. Und auf dem Gebiet bewährt sie sich: klein, leicht, sehr exakt, ein Fingerschmeichler.
Und nebenbei: für das 12mm Heliar von Voigtländer (evtl. mit dem entsprechenden Novoflex-Adapter) kann man den Aufstecksucher zuhause lassen, denn die 90° auf der kurzen und die 110° auf der langen Seite lassen sich gut schätzen.
Kam gestern erst beim ersten Biergarten-Besuch des Jahres zum Einsatz.

Ansonsten: Danke für die schöne Marktübersicht, klasse ist auch die enorme Bandbreite von Nachbauten über Gimmicks bis zur professionellen Lösung.

wie im HiFi Markt ? n/ aber: Filme bald schwirig zu bekommen..

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 11:48

...hoffentlich haben einige Hersteller den langen atem, ihre Werkzeuge noch zu erhalten: im HiFi-Sektor gibt es inzwischen einige Anbieter von analoger Technik, die die IT-getreiebene Mainstream-MP 3 und CD-Klang-Saucen in den Schatten stellen..

..größtes Problem dürften bald Filme werden, v.a zu vernünftigen Preisen, auch bzgl. der Entwicklung..

Filmentwicklung

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 17:09

Solange es Pulverkaffee, Vitamin C und Waschsoda gibt, sind die Entwicklungskosten von SW-Filmen gar kein Problem.

Das Problem ist, daß Pulverkaffe bestimt bald verboten wird.

Ergänzende Hinweise sind willkommen.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 12:08
CJ schrieb:

Ergänzende Hinweise sind willkommen.

Mir fallen spontan die Fujifilm Klasse W und Klasse S ein. Wie man hierzulande drankommt, weiß ich allerdings auch nicht.
Ach ja, und Kleinbild-Kompaktkameras, von der Einweg- bis zur Autofokus-Zoom-Kamera findet man noch reichlich. Da ist das Angebot in der Tat recht unübersichtlich. Ich muss zum Beispiel an die zahlreichen Modelle von Braun Phototechnik in Nürnberg denken. Die haben sogar noch eine SLR mit K-Bajonett im Sortiment.

"größtes Problem dürften

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 12:31

"größtes Problem dürften bald Filme werden, v.a zu vernünftigen Preisen, auch bzgl. der Entwicklung."

Obiges hört man schon seit Jahren, bloß eingetreten ist es bislang noch nicht ...

Film so günstig wie noch nie

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 12:43
Gast schrieb:

"größtes Problem dürften bald Filme werden, v.a zu vernünftigen Preisen, auch bzgl. der Entwicklung."

Obiges hört man schon seit Jahren, bloß eingetreten ist es bislang noch nicht ...

Ganz genau: Inflationsbereinigt zu realen Preisen sind Filme und Entwicklung so günstig wie noch nie in der langen Geschichte der Fotografie.
Und seitens der Hersteller hat es in den letzten Jahren jedes Jahr Neuvorstellungen bei den Filmen gegeben.
Film hat längst seine feine Nische für sehr anspruchsvolle Fotografen einerseits, und experimentierfreudige Fotografen andererseits (z.B. Massenmarkt Lomografie) gefunden. Und in diesem Rahmen wird er in Zukunft festen Bestand haben.

Gast schrieb: "größtes

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 14:21
Gast schrieb:

"größtes Problem dürften bald Filme werden, v.a zu vernünftigen Preisen, auch bzgl. der Entwicklung."

Obiges hört man schon seit Jahren, bloß eingetreten ist es bislang noch nicht ...

Also der Filmabsatz bei Fuji und Kodak geht jedes Jahr (siehe Geschäftsberichte) zurück. Er stagniert nicht auf niedrigem Niveau, er sinkt.

Die Tatsache ist, das Film in Deutschland hauptsächlich von Rentnern für den Privatgebrauch gekauft wird. Alles andere fällt kaum ins Gewicht. Damit können Sie nun Ihre eigene Prognose für die Zukunft von Fotofilmen treffen...

Eingeschränktes Bild

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 15:23
Gast schrieb:
Gast schrieb:

"größtes Problem dürften bald Filme werden, v.a zu vernünftigen Preisen, auch bzgl. der Entwicklung."

Obiges hört man schon seit Jahren, bloß eingetreten ist es bislang noch nicht ...

Also der Filmabsatz bei Fuji und Kodak geht jedes Jahr (siehe Geschäftsberichte) zurück. Er stagniert nicht auf niedrigem Niveau, er sinkt.

Die Tatsache ist, das Film in Deutschland hauptsächlich von Rentnern für den Privatgebrauch gekauft wird. Alles andere fällt kaum ins Gewicht. Damit können Sie nun Ihre eigene Prognose für die Zukunft von Fotofilmen treffen...

Also
1. Gibt es neben Kodak und Fuji auch noch Agfa-Gevaert / Rollei-Film, Lucky, Ilford, Foma, Fotokemika, Adox, Filmotec, Inoviscoat, Tasma, Era, Shanghai, die Filme produzieren. Und nicht wenige von denen berichten über stabile oder steigende Verkaufszahlen.
2. Dass Film nur von Rentnern verwendet wird ist Unfug. Schaut man sich einmal in den über 10 deutschen Foren zur analogen Fotografie um sieht man, dass die meisten dort unter 45 Jahre alt sind. Und die meisten Neuanmeldungen kommen von jüngeren Fotografen, die Film als spannende Alternative für sich entdeckt haben.
International empfehlenswert. "I shoot film" auf flickr, eine der am stärksten wachsenden Gruppen dort, und sehr viele Neuanmeldungen von sehr jungen Fotografen.
Das Unternehmen, welches von allen Fotounternehmen, Film wie digital, in den letzten Jahren das stärkste Wachstum verzeichnet hat, ist übrigens www.lomography.com . Die wachsen mit 50% pro Jahr. Film only business, no digital. Und das sind junge Fotografen, derzeit schon über eine Million weltweit. In Berlin haben sie gerade einen riesigen Laden eröffnet. In Deutschland sind übrigens die verkäufe digitaler Fotoprodukte zwischen 10 % (DSLRs) und 45 % Prozent (Beamer) zurückgegangen (offizielle Zahlen des Photoindustrieverbandes). Die Märkte sind gesättigt.
3. Prognose Fotofilm: Vor über 30 Jahren wurde nach Erscheinen von Video Super 8 für tot erklärt. Heutzutage gibt aber eine größere Auswahl an Super 8 Filmen als in den siebziger Jahren wo es seinen Boom erlebte.
Kodak hat jüngst wieder in die Produktion von Super 8 investiert, siehe diesen Bericht:

http://www.wittner-kinotechnik.de/info/kodak/kodak-de.php

Dort wird täglich Super 8 Film produziert, Millionen von Laufmetern pro Jahr.
Fotofilm war und ist immer ein sehr viel größerer Markt als Schmalfilm gewesen.
Wenn Schmalfilm also so gut überlebt hat, dann wird Fotofilm erst recht gut bestehen bleiben können.
Dieses unqualifizierte Untergangsgerede erinnert stark an die Zeugen Jehovas, die den Weltuntergang auch immer wieder verschieben müssen ;-).

Gast schrieb: Die Tatsache

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 16:48
Gast schrieb:

Die Tatsache ist, das Film in Deutschland hauptsächlich von Rentnern für den Privatgebrauch gekauft wird.

Und von (fast) sämtlichen Kunstfotografen.

Braun SLR

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Freitag, 26. März 2010 - 19:37

Die Braun SLR wurde ja im Artikel oben erwähnt. Die Phenix "Yashica" gab es früher bei Brenner wahlweise mit Contax-Yashica oder Pentax-K Bajonett. Und die werden unter anderem eben auch mit dem Aufdruck Braun verkauft...

Sicher sind im Handel noch etliche Kameras erhältlich. Es gibt in den Läden ja auch noch etliche Modelle, welche seit Jahren nicht mehr produziert werden. Zum Beispiel, weil vor langer Zeit ein Nachfolger vorgestellt wurde oder weil der Hersteller das Kamerageschäft aufgegeben hat...

Sicher gibt es Leute, die sich einfach nicht weiter damit beschäftigen wollen und eine einfache Kompakte für wenig Geld kaufen genauso wie Fotografen, die sich bewußt für die Arbeit mit Film entscheiden. Jeder hat eben seine eigenen Gründe...

Während die Phenix bei Brenner inzwischen Geschichte ist,

Bild von Christoph Jehle
Eingetragen von
Christoph Jehle
(Hausfreund)
am Dienstag, 30. März 2010 - 09:56

hat Braun Phototechnik die Version mit dem CY-Bayonett noch in kleinen Stückzahlen vorrätig.
Bei Phenix wurde wohl auch zumindest ein Teil der Yashica FX-3 produziert. Daneben gab es auch eine "fake FX-3", die aus Phenix-Teilen bestand, keinen Zusatzkontakt im Mitteschuh hatte und mit einem aus chinesischer Produktion stammenden 1,7/50 mm "Yashica"-Objektiv mit "Made in Japan"-Gravur ausgestattet war.

Übrigens

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 13:12

Es gibt auch noch Staffeleien und echtes Leinen ... ;-)

Leinen braucht es nur zum Ausdruck

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Inventar)
am Freitag, 26. März 2010 - 13:33

Das Malen können sie CS5 überlassen. Schauen Sie sich mal das Video an.

OhWeh

Gast schrieb: Es gibt auch

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 14:18
Gast schrieb:

Es gibt auch noch Staffeleien und echtes Leinen ... ;-)

Und die Staffelei muss der Künstler dann zur Entwicklung in ein Labor geben, erhält davon eine Miniaturnegativ, das er selber scannen und vergrößern darf...

Ihr Vergleich hinkt.

Da hinkt schon was

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 15:10

und es ist sogar ein Vergleich ... :-/

Großformat

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 13:20

Die 3 zweiäugigen ROLLEIFLEX zu vergessen....

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 14:20

ist ja schon ein FAUX PAS! Da gibt es doch noch/wieder die zweiäugigen mit dem 50mm WW-Objektiv, die 2,8/80mm Standard-Verswion und die schöne Tele-Rolleiflex! Ferner gibt es die Neuauflage in Luxus-Ausführung der ROLLEI 35!

Gast schrieb: ist ja schon

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 14:39
Gast schrieb:

ist ja schon ein FAUX PAS! Da gibt es doch noch/wieder die zweiäugigen mit dem 50mm WW-Objektiv, die 2,8/80mm Standard-Verswion und die schöne Tele-Rolleiflex! Ferner gibt es die Neuauflage in Luxus-Ausführung der ROLLEI 35!

Lesen! Sind doch alle erwähnt, und der Link führt weiter. Nicht nur, was nicht im Bild zu sehen ist, ist erfasst.

der besucher

Wie??..

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 14:28

Wie sieht es denn mit Polaroidkameras und Co aus? Alles weg vom Markt?

Wies mit den

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 16:17

Polaroidkameras aussieht, weiß ich nicht, aber zumindest dem Film hat sich wieder eine Firma angenommen:

http://www.photoscala.de/Artikel/Tatsaechlich-Sofortbildfilm-PX-100-Silv...

Gast schrieb: Wie sieht es

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 16:20
Gast schrieb:

Wie sieht es denn mit Polaroidkameras und Co aus? Alles weg vom Markt?

Polaroid steigt anscheinend wieder ein ins Geschäft (mit SX70-Kameras).
Vor allem nachdem das Impossible Project geglückt ist.

Polaroid gibt es noch

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 16:22

Polaroid gibt es noch, sogar die legendäre SX-70 mit Zubehör. Allerdings nur in schwarz, die blonde mit der orangeroten Belederung leider nicht mehr. Filme gibt es auch noch und schon wieder von Polaroid bzw. Fuji (heissen dort Instant).

Was in der Liste noch fehlt sind die Gottschalt und die Horseman 617 Pro.

Der Spanier. Viva!

und auch

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 27. März 2010 - 12:34

Zum Thema Film

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 16:18

Auf dem deutschen Markt gibt es noch
- mehr als 70 verschiedene S/W-Filme
- mehr als 50 verschiedene Farb-Negativ-Filme
- genau 26 Farb-Dia-Filme

Quelle: Foto-TV Beitrag über analoge Fotografie von 2009

Ganz klar:

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 17:29

Film behauptet sich und wird zu einem eigenen Zweig in der Fotografie.
Und es gibt eine Menge Leute, die nicht nur digitale Instantfotografie machen wollen, sondern durchaus auf den etwas längeren, dafür u. U. etwas gereifteren Verfahrensweg bei der Fotografie Wert legen.
Es gibt einfach sehr viel Material da draußen, das weiter genutzt wird und das noch lange existieren wird und hervorragende Bilder produziert. Es ist nur etwas umständlicher, das in Richtung digital zu bringen. Aber, jeder halbwegs gut sortierte Dienstleister macht aus Film gute Daten. Und man hat immer auch ein gutes Positiv/Negativ für das Archiv. Man digitalisiert nur das, was wirklich wichtig ist.

Richtig, es gibt noch jede

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 17:47

Richtig, es gibt noch jede Menge Filme, gute Filme!

Und: es gibt noch jede Menge erstklassige Kameras zu Preisen, die einem feuchte Augen bescheren - ich verwende mit allergrößtem Vergnügen Filmhalter wie eine Nikon F100 oder Nikon F4.

Und wenn der schon 100.000 mal totgesagte Film dann wirklich mausetot ist, gibt´s für meine analogen Schätze eine wohlverdiente schöne Vitrine ...

Zu diesem Zeitpunkt existiert dann hoffentlich der auch schon unzählige Male angekündigte digitale Projektor, der tatsächlich die Qualitat eines Dias erreicht (oder sogar übertrifft) und überdies auch leistbar ist.

Kiev

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 26. März 2010 - 16:44

Arsenal (Kiev) produziert doch seit Mitte 2009 offiziell nichts mehr.
(nicht das es wichtig wäre - nur zur Vollständigkeit)

Ob Arsenal noch produziert oder

Bild von Christoph Jehle
Eingetragen von
Christoph Jehle
(Hausfreund)
am Samstag, 27. März 2010 - 10:04

die Produktion stillgelegt wurde, ist umstritten. In der Folge des Beitags vom November 2009 (http://www.photoscala.de/Artikel/Von-der-Agonie-zum-Exitus-Die-Fotoabtei...) kam aus Kiew eine aktuelle Preisliste mit produzierbaren Artikeln. Offensichtlich wird nur auf Bestellung produziert.

Weitere Nikon SLR Modelle in den USA erhältlich

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 27. März 2010 - 08:56

Auch die hervorragende Nikon F100 und das Einsteigermodell FM10 sind in den USA weiterhin erhältlich. Zumindest die F100 ist lt. Nikon USA kein Restbestand, sondern wird "on demand" produziert. Dies würde auch die manchmal monatelange Lieferzeit erklären, wie bei der F6.

Billig-Kameras

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 27. März 2010 - 08:58

Nicht im Beitrag enthalten sind vor allem in China hergestellte Billig-Kameras im Pseudo-Nikon-Look und so. Sie bringen den Labors, z.B. in Portugal und Marokko, wo ich oft bin, immer noch Umsatz.
Den Beitrag und die Diskussion finde ich sehr interessant. Mechanische Analog-Kameras werden wie Präszisionsuhren kaum aussterben. Ich fotiografiere seit 20 Jahren digital, doch Bilder, die ich kürzlich mit einer Nikon und dem Ektar 100 aufgenommen habe, liegen (technisch) weit über dem Stand der digitalen Topmodelle der Marke.
David Meili

Film technisch weit überlegen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 27. März 2010 - 19:02
Gast schrieb:

Mechanische Analog-Kameras werden wie Präszisionsuhren kaum aussterben.

Eine mechanische Uhr funktioniert autark, ob heute oder in 300 Jahren im Unterschied zu einer analogen Kamera, die in jedem Fall auf einen Filmhersteller angewiesen ist um ihre Funktion zu erfüllen.

Gast schrieb:

Ich fotiografiere seit 20 Jahren digital, doch Bilder, die ich kürzlich mit einer Nikon und dem Ektar 100 aufgenommen habe, liegen (technisch) weit über dem Stand der digitalen Topmodelle der Marke.

Derartige Aussagen lassen mich erst mal vermuten, dass derjenige den digitalen Workflow nicht so richtig beherrscht, auch wenn er seit 20! Jahren (wohl Pionier der ersten Stunde) schon digital fotografiert.

Re:

Eingetragen von
odysseus
(Inventar)
am Sonntag, 28. März 2010 - 12:31

Ich wünschte mir vom Vorschreiber auch eine etwas detailliertere Erläuterung der Aussage bezüglich der technischen Überlegenheit. Da ich davon ausgehe, dass hier ein professioneller Scan vorgenommen wurde um eine veritable Vergleichsbasis zu erhalten, kann ich die Skepsis der mangelnden Workflowbeherrschung so nicht wirklich teilen. Darüberhinaus möchte ich anmerken, dass es sich beim Schreiber David Meili wohl um einen der zweifelsfrei kompetenten Autoren des Schweizer Fotoportals http://fotointern.ch/ handelt.

Ohne der Vorschreiber gewesen zu sein

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 28. März 2010 - 13:56

Die Digitaltechnik ist vom Prinzip her jedem handelsüblichen Film in Sachen Farbtreue, Kontrastumfang und letztlich auch Schärfe und Detailwiedergabe (hier vor allem bei hohen Empfindlichkeiten) deutlich überlegen.
Unterschiede bzw. "Fehleinschätzungen" mögen aus subjektiven Betrachtungsweisen heraus erklärbar, wenn auch keinesfalls richtig sein.
Es ist übrigens prinzipiell kein Fehler "zweifelsfreie" Kompetenzen fallweise zu hinterfragen ...

Ich hinterfrage!

Eingetragen von
alois bouchal
(Neuankömmling)
am Sonntag, 28. März 2010 - 16:34
Gast schrieb:

Die Digitaltechnik ist vom Prinzip her jedem handelsüblichen Film in Sachen Farbtreue, Kontrastumfang und letztlich auch Schärfe und Detailwiedergabe (hier vor allem bei hohen Empfindlichkeiten) deutlich überlegen.

Wie oben empfohlen erlaube ich mir zu hinterfragen: wie sieht es bei der hochgelobten Digitaltechnik mit der Farbtreue bei Projektoren aus? Vermögen diese schwarz oder auch rot tatsächlich authentisch wiederzugeben?
Wohl doch nur bei entsprechend "subjektiver Betrachtungsweise" ...

"vom Prinzip her"

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 28. März 2010 - 17:04

Das ist die entscheidende Passage: Die Digitaltechnik läßt größtmögliche Annäherungen an spezifische Farb- und Kontrast-Parameter zu, die eben "vom Prinzip her" über die Möglichkeiten des Films hinausgehen.
Eine andere Sache sind die unterschiedlichen Auslegungen der digitalen Gerätschaften, und somit eine nicht so einfache, und schon gar nicht streng definierte, Wiedergabe von Farben und Kontrasten - wie halt beim Film, genauer, einem bestimmten Filmtyp systemimmanent.
Was oft, bis zu einem gewissen Grad verständlich, zum Trugschluss führt, dass mit Film alles besser gewesen sei.

Und die geniale Archivsicherheit

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 31. März 2010 - 10:35

Analoge Archivfestigkeit und Sicherheit übertrifft nach wie vor die digitale, komischerweise machen sich darüber nur wenige Menschen Gedanken.

Die Ausbelichtung

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 31. März 2010 - 12:27

auf Papier, sei es für private oder berufliche Zwecke, gehört eigentlich zum Selbstverständnis auch der Digitalfotografie. Und nichts spricht gegen ein Archivieren auf Film - vorzugsweise auf SW - dort, wo einen Ängste quälen ...

Danke !!!

Eingetragen von
alois bouchal
(Neuankömmling)
am Sonntag, 28. März 2010 - 16:40

Hallo Odysseus!

Danke für den Hinweis zu "fotointern.ch" - eine hochinteressante Seite!

Analog vs. Digital

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 27. April 2010 - 16:50

Hallo,

die besten Analog-Kameras waren und sind für die Ewigkeit gebaut, was einen Großteil der Liebhaberei um sie herum erklärt. Die Haptik stimmt! Eine Nikon F2/3/4/5 war auf mindestens zehn Jahre Produktzyklus angelegt und konnte in Ruhe ihre Entwicklungskosten einspielen. Das geht heute so nicht mehr, weshalb Top-Digital-Kameras mit kurzen Zyklen (2 Jahre) per se deutlich teurer sind als sie dank Elektronik sein müssten. Der Wertverlust ist dann wieder adäquat hoch. Und David hat insofern Recht, dass man analog überragende Qualitäten erreichen kann, mit Kleinbild, erst recht aber etwa in der Mittelformatprojektion. Da kann digital zusammenpacken. Nur, das will niemand mehr wissen. Es gibt eine Koexistenz und das ist gut so. Das Bild macht ohnehin der Fotograf. Schade nur, dass immer mehr analoge Infrastruktur wegbricht. Momentan reisst es den 220er Film. Diamaterial ist als Mittelformat/Rollfilm 220 kaum noch zu bekommen. Übrigens habe ich erste Digitalkameras wie die von Apple bis hin zur Fujifilm-Nikon um 1996-98 für die Fachpresse getestet, meine erste eigene war damals eine Canon Powershot 600. Zuvor gab es eigentlich nur Still Video.

Viele Grüße

Tom Frantzen
Techn. Redakteur

viele interessante

Bild von schmittikin
Eingetragen von
schmittikin
(Hausfreund)
am Montag, 29. März 2010 - 10:20

Beiträge diesmal, und ganz ohne den üblichen Müll!
Eins will ich noch anhängen: Ich hab mich bald kringelig gelacht über die Werbesprüche zur Zenit auf dem Link "Am Markt vertreten". Der schönste: "to shoot wunderbar images". Anscheinend gibt es in Emerrrika kein adäquates Wort für unser "wunderbar"...

schmittikin schrieb:

Eingetragen von
Gast
am Montag, 29. März 2010 - 11:14
schmittikin schrieb:

Beiträge diesmal, und ganz ohne den üblichen Müll!
Eins will ich noch anhängen: Ich hab mich bald kringelig gelacht über die Werbesprüche zur Zenit auf dem Link "Am Markt vertreten". Der schönste: "to shoot wunderbar images". Anscheinend gibt es in Emerrrika kein adäquates Wort für unser "wunderbar"...

Das hiesse ja im Umkehrschluss das es fuer jeden Anglizismus kein deutsches Wort gaebe, was garantiert falsch ist.
Ist halt manchmal auch im englischen Schick ein Lehnwort zu nutzen...

Silberhalogenid vs. Sensor - ein Klassiker

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 01. April 2010 - 00:27

Problematisch ist die Aussage, dass die eine oder andere Technik überlegen sei immer, denn man muss eine vergleichbare Basis schaffen. Wenn man bei der "analogen" Fotografie Labor-Abzüge vom Negativ heranzieht, hat man natürlich den Arbeitsfluss des Labors noch mit dabei, und was heute in guten Entwicklerstraßen digital nachbearbeitet werden kann ist schon enorm. Und bei der Digitalfotografie kann man bei vielen Kameras sowohl JPG als auch Rohdatenformate als Grundlage für die Bilder nehmen; erstere sind in der Kamera "bearbeitet", und können nur eingeschränkt am PC optimiert werden (Tonwertumfang), letztere müssen stets einem digitalen Arbeitsablauf am PC unterworfen werden (Weißabgleich, Kontrast etc.)
.
Somit ergibt sich allenfalls folgender (aber auch leicht hinkender) Vergleich, den ich mal zur Diskussion stellen möchte:

Analog <> Digital - Vergleich:
------------------------------------------------------
1) Negativ und Entwicklung (Labor oder daheim)<> RAW
2) Diapositiv <> JPG

Nach meiner Ansicht dürfte bei (1) die Digitaltechnik die Nase vorn haben, sofern man eine gute digitale "Entwicklung" erreicht. Bei (2) ist das schwieriger, denn es gibt Kameras, die bereits hervorragende JPGs liefern.

ein JPG gegen ein handentwickeltes, oder im Fotolabor optimiertes Negativbild zu stellen, ist vielleicht ein bisschen unfair?

Generell denke ich, dass sowohl Analog wie auch Digital parallel existieren können, wobei der Massen-Markt allerdings die Entscheidung gefällt hat. "in analog" zum machen ist sicher Leidenschaft für die Möglichkeiten auch in der Entwicklung der Bilder, und reizvoll, inzwischen aber de facto vielleicht auch -leider- eine Nische. Aber das ist ja das schöne am Hobby: ein gutes Bild entsteht (kann entstehen) mit jedem Medium.

Bitte nicht vergessen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 01. April 2010 - 07:30

Selbst wenn ich heute noch Analog arbeitete, und kein Heimlabor mein Eigen nennen würde - im Labor ums Eck (nein, das war mal), also, im nächstgelegenen Labor geht der Film beim Printen gnadenlos durch die digitale Mangel ...

Digitalisierte Analogien :-)

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 02. April 2010 - 18:23
Gast schrieb:

Selbst wenn ich heute noch Analog arbeitete, und kein Heimlabor mein Eigen nennen würde - im Labor ums Eck (nein, das war mal), also, im nächstgelegenen Labor geht der Film beim Printen gnadenlos durch die digitale Mangel ...

Genau! Und da ist das Problem. So hat man Digital durch die Hintertür. Letztlich würde ich, wäre ich eine "analoger", auch ein eigenes Schwarzweißstudio. Wäre sicher reizvoll. Da ich es nicht habe, fotografiere ich digital, und versuche nur minimal nachzubearbeiten (eigentlich so gut wie gar nicht, bin da "Purist").
Wohl dem, der sich den Luxus des eigenen Heimlabors leistet. Der Lohn sind sicherlich sehr individuell erstellte Bilder auf konventionelle weise (was nicht heissen soll, dass digitale nicht auch individuell sind, aber der Arbeisfluss ist eben anders).