Das Leben ist zu kurz, um sich über kostengünstige, mittelmäßige Objektive zu ärgern.

— Aus einem Internetforum

BENUTZERANMELDUNG

Filme von Fujifilm werden deutlich teurer

Fujifilm Japan hat letzte Woche teils deutliche Preiserhöhungen für Filme angekündigt. Begründet wurde der Preisanstieg mit steigenden Kosten bei weiter sinkender Nachfrage. Davon betroffen sind alle Farbnegativ-, Dia- und Schwarzweiß-Filme sowie die „Quick Snap“-Kameras.

Laut Fujifilm betrug der Umsatz mit analogen Filmen 2015 nur noch ein Prozent dessen, was das Unternehmen im Jahr 2000 einnahm. Durch die weiter abnehmende Gesamtmenge steigen die Stückkosten, die nun an den Endverbraucher weitergegeben werden. Fujifilm betont jedoch ausdrücklich, dass das Unternehmen der analogen Fotografie verpflichtet bleibt und weiterhin Filme produzieren wird.

(Martin Vieten)
 

Langsam nur noch der Agfa CT100 übrig.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 09:52

Alles andere kann ich mir an Diafilmen kaum noch leisten. Ich kann nur hoffen, dass Ferrania demnächst zu verkraftbaren Preisen auf den Markt kommt.

Thyl

Fujifilm

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 10:23

oder Agfa precisa 100 mit sehr guter Kantenschärfe, ideal zum Scannen. Da ist eh ein Fujifilm drinnen. Bei Ferania wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis die auf die Beine kommen.

Wenn Fuji

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 10:48

das Geschäft nur noch unter Preiserhöhungen stemmt, wie sollte da ein Newcomer noch reüssieren können, in einem auf 1% Anteil geschrumpften Markt?

Fuji denkt in anderen Mengen/ Umsätzen

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 11:24

Dann kann es durchaus attraktiv sein, für einen kleinen Anbieter sich den Bruchteil des 1-Prozentig verbliebenen Fuji-Umsatzes zu sichern.

Eben

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 13:23

die denken, was sich (noch) rechnet.

Mischkalkulation

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 14:52
Gast schrieb:

das Geschäft nur noch unter Preiserhöhungen stemmt, wie sollte da ein Newcomer noch reüssieren können, in einem auf 1% Anteil geschrumpften Markt?

Vermutlich setzt sich das Geschäftsmodell bei Ferrania aus mehreren Teilen zusammen:
-Verkleinerung der Produktion, indem nur die ehemalige Testgussmaschine von Ferrrania verwendet wird.
-Aufbrauchen von auf dem Gelände noch vorhandenen Chemikalienbeständen
-Zuschüsse des Staats, der offensichtlich das Projekt fördern möchte
-Hobbyistische Leidensfähigkeit der Unternehmensgründer.

Thyl

Fujifilms Preiserhöhungen im Jahresrhythmus

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 27. Januar 2016 - 11:45

Fotografiere ausschließlich analoge Farbdias. Nachdem der RVP100F eingestellt wurde, notgedrungen wieder mit dem RVP50.

Die 120er-Rolle (RVP50) ist derzeit noch zum Stückpreis von ca. 8-10 Euro zu haben. Eine E6-Fachentwicklung, wenn man auf Qualität und Konstanz setzt, gibt es für ca. 5-6 EUR je 120er-Rolle. Somit liegt ein fertig entwickelter 120er RVP50 für ca. 13-16 EUR auf dem Tisch.

Die Preise wurden von Fujifilm in letzter Zeit praktisch im Jahresrhythmus immer spürbar - mehr als überdeutlich - angehoben:

"... Filmpreise ab Mai 2012 weltweit deutlich angehoben ..."
http://www.photoscala.de/Artikel/Fujifilm-Filme-werden-deutlich-teurer

"... Filmpreise ab April 2014 weltweit erneut deutlich angehoben ..."
http://www.photoscala.de/Artikel/Fujifilm-Filme-werden-teurer-0

"... verteuern sich die verbleibenden Filme durchschnittlich um rund 20 Prozent ..."
http://photoscala.de/Artikel/Fujifilm-stellt-einige-Filme-ein-der-Rest-w...

Letzteres eine Meldung vom 14. Juli 2015!
Vor nicht einmal 6 Monaten!

Digitale Fotografie ist für mich kein adäquater Ersatz und als jährlich melkbare Goldkuh sehe ich mich auch nicht (mehr). Ich für meinen Teil werde mich aus der Fotografie zurückziehen und stattdessen andere Hobbys intensivieren und an anderer Stelle investieren.

Danke!

Individualisten – Künstler

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 12:28

die etwas „Außergewöhnliches“ suchen werden wohl weiterhin diese „Filmanmutung“ verwenden, genau belichten und ab und an etwas andere Bilder der Öffentlichkeit präsentieren. Wirklich benötigt werden Filme wohl nur noch in Archiven zur dauerhaften Datensicherung.

Wenn ich Bilder aus dem PhaseOne Rückteil mit meinen letzten 6x7 Dias unvoreingenommen vergleiche möchte ich nicht wirklich in die analoge Welt eintauchen. Denn diesen Dynamikumfang kann ein Dia nicht bieten. Aber Dias haben einen haptischen Reiz und man kann sie jederzeit ohne Hilfsmittel betrachten.

Das Fuji die Kosten an den Kunden weiterreicht ist verständlich, die Aussage das man sich weiterhin um den Film kümmern will ist sehr anständig. Hut ab vor der Führungsebene!

Phase one Rückteil

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 14:14

haben Sie schon mal ein gescanntes 6x17 Dia gesehen??? oder 6x7 mit einem "Hasselblad" x1 gescannt?? Der Detailreichtum ist verblüffend. Ausgedruckt z.B. auf 90x30 cm ?? Also ganz so kann ich das mit dem Phase one nicht stehen lassen. Wie lange muß ich arbeiten oder sparen bis die Kosten eines digi Rückteil rentabel sind?

Wer sich

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 15:58

für ein PhaseOne entscheidet, weiß in der Regel warum - auch wenn das andere gar nicht wissen wollen.

Führungspersonal kommt und

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 15:19

Führungspersonal kommt und geht. Die sollen maximalen Ertrag erwirtschaften und die Investition der Besitzer schützen. Mit solchen Zugeständnissen würde ich mich nicht lange aufhalten.

Der Acros und der Pro160 sind toll, aber Kodak bietet ähnliches für weniger Geld.
Nur mit den Dia-Filmen sind sie ziemlich alleine auf dem Markt, ein Velvia 50 ist ohne Gegenstück.

Technische Vorteile sind keine Kategorie, die einem mit Film fotografieren lässt. Das haben wir doch vor einem Jahrzehnt schon geklärt. Jeder Mini-Sensor übertrifft in messbaren Kategorien heute selbst analoge Mittelformat-Boliden der Profiklasse mit aktuellem Markenfilm. Nur werden begeisternde Aufnahmen eben nicht nur mit technischen Quartettprimus-Werten erzeugt...

Profis sollen digital fotografieren, die müssen damit auch ihren Lebensunterhalt verdienen. Ich für meinen Teil will nur Spaß mit der Sache haben...und den bringen mir Film und meine alten Apparate wahrlich reichlich, sodaß die digitalen Gerätschaften trotz Zeiss-Optiken und mehrerer Dutzend Megapixel pro Bild nur noch sporadisch eingesetzt werden.

Welch tolles Gefühl, daß mich seit nun zwei Jahren nicht mehr loslässt, seitdem ich nach zwanzig Jahren das erste Mal wieder eine Vergrößerung eines Negativs erstellt habe. Abwedeln, Nachbelichtung, Gradiation variieren, Ausflecken, Entwicklen, Trocken, Aufziehen, signieren...es ist eine wahre Freude.
Kurz danach dann die erste Dia-Schau eines Städtetrips auf Mittelformat-Velvia-Dias: Das Publikum und erst recht ich selbst waren begeistert angesichts der Farben und des Erlebnisses der Projektion.
Erst danach hab ich so richtig erfasst, wie wenig mir die RAW-Bearbeitung am Rechner in den letzten Jahren Spaß gemacht hat. Mit dem Ergebnis, daß sich dort ein unbearbeiteter Bilderstau gebildet hatte, auf dessen Abarbeitung ich wenig Lust verspüre.

Aus all diesen Erfahrungen kann ich nur jedem interessierten Hobbyfotografen wünschen, daß er den Mut und das Interesse findet, sich auch einmal daran zu probieren und mit Glück ebenso viel Spaß und Freude damit zu erleben wie ich.

Für Höher-Schneller-Weiter-Teamleiter-Typen mit lückenlosen Lebensläufen im A6-Firmenkombi ist das nix. Die sollten das gleich bleiben lassen und weiter SD-Karten mit 100Mb-RAWs zum Überlaufen bringen. Genießer und Slow-Food-Sympathisanten werden sich da eher mit identifizieren können.

Ihre Freude sei Ihnen gegönnt.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 20:10

Ich habe 25 Jahre als Berufsfotograf (Portrait und Werbung) analog gearbeitet. Als es möglich war, bin ich auf DIGITAL umgestiegen. Bei allem, was Sie aufführen, kann ich Ihren Spass nicht ganz nachvollziehen. Unbegreiflich ist mir vor allem, dass Sie keinen Gefallen daran finden, dass Ihre Aufnahmen sofort für die Bildschirmbetrachtung zur Verfügung stehen. Als Berufsfotograf habe ich meine Aufnahmen (Dias) sofort im JOBO-Autolab entwickelt. Aber es hat immerhin eine Stunde gedauert - und dann waren sie noch nass. Vorteil? Na ja. Und wenn man mal ein Bild davon machen ließ, war nachher häufig das Dia durch Kratzer versaut. Vorteil analog? Ist "Ausflecken" wirklich so ne tolle haptische Sache? Treffen Sie mal erst den richtigen Farbton - und machen Sie das mal bei 3-4 Exemplaren der gleichen Aufnahme. Ist das noch Spaß?

Ich bin mir als Berufsfotograf mit eigenem Farb- und SW-Labor immer wie ein Umweltfrevler vorgekommen - auch wenn die ganze Chemikaliensoße juristisch gedeckt war. Aber was da alles in den Abfluß ging... Nein, ich bin glücklich darüber, dass man - um schöne Bilder zu machen - nicht mehr mit Formaldhyd, Fixierbad, Eisessig und was weiß ich für fürchterlichen Entwicklungssubstanzen umgehen muss.

Volle Zustimmung

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Ehrengast)
am Montag, 25. Januar 2016 - 23:26

in allen Punkten.

OhWeh

Daß ich keinen Gefallen

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 11:01

Daß ich keinen Gefallen daran finde, die Aufnahmen direkt nach Ihrer Entstehung am Kamerabildschirm betrachten zu können, habe ich in meinem Beitrag meines Wissens nirgends geschrieben. Es ist auch nicht der Fall. Zusammen mit der freien ISO-Wahl bei jeder Aufnahme ist dies für mich der Hauptvorteil der Digitalfotografie.

Aber wie schon beschrieben: Es geht um den Spaß an der Sache! Und nicht um technische Vorteile.
Du verdienst Dein Geld mit der Fotografie und da würde auch ich, wenn es der Kunde nicht ausdrücklich wünscht oder er die Nachteile akzeptiert, seit zehn Jahren nicht mehr mit Film hantieren. Wo auch ganz nebenbei die gesamte Verarbeitungskette heute nicht mehr auf das analoge Medium zugeschnitten ist, sodaß man damit eher als verschrobener Individualist durchgehen würde.
In der "künstlerischen" Fotografie sind allerdings recht viele Leute zumindest teilweise analog unterwegs, aus welchen Gründen auch immer.

Aber das ist auch unerheblich für meine Freude am Hobby. Daß die Begeisterung nicht für alle nachvollziehbar ist, liegt in der Natur der Sache.
Menschen ackern sich ab, sehen ihre Kinder nicht aufwachsen, schießen ihre Ehe in den Wind, um sich eine repräsentative Sammlung von Status-Symbolen zu leisten und Anerkennung von Umstehenden zu erhalten. Das ist für mich auch nicht nachvollziehbar, aber das muss es ja auch nicht sein.

Ich vermute, ein Teil der Faszination an der Fotografie mit Film ist auch die Reduzierung der möglichen Variablen. Um es mit der Segelfliegerei zu vergleichen: Ein modernern Hochleistungsflieger mit dem vollen Sammelsurium an Klappen, nem Flautenschieber und voller Cockpit-Ausstattung ist ein faszinierendes Stück Technik und kann an einem guten Tag eine noch vor einigen Jahren nicht denkbare Leistung vollbringen. Aber irgendwann erwischt man sich, wenn man in eine ASK 18 steigt und gerade an der Einfachheit wieder Gefallen findet. In einem stoffbespannten Metallrohr-Flieger zu sitzen, der so herrlich einfach und fehlerverzeihend zu fliegen ist, lässt Freude aufkommen. Und ich habe gemerkt, daß nicht 1.000 km Dreieck-Flug die Latte ist, die man auf dem Weg zum persönlichen Glück überspringen muss.

Ein anderes Beispiel: Wenn ich heute mal ein Metallbauteil fräsen muss, kann ich einfach und in kürzester Zeit mit CAD-Modell und CAM-Ableitung zum Ziel kommen. Das gleiche Bauteil mit Taschen, Kulissenführung, Lochkreis und so weiter auf einer vollmechanischen Deckel FP2 mit Teilekopf herzustellen, macht einfach mehr Spaß, auch wenn es viel länger dauert. Wiederum: Ich muss damit kein Geld verdienen. Es soll mir einfach Spaß machen. Die Zeit dafür hab ich nicht: Die nehme ich mir!
Genauso wie für analoge Fotografie: Ich muss überhaupt nicht fotografieren! Daher brauche ich mich auch nicht zu fragen, ob ich dafür Zeit habe oder nicht. Ich nehme mir sie einfach und lasse etwas anderes dafür bleiben. Ob ich in dieser Zeit 5 oder 500 Bilder erstelle, ist für meinen Spaß an der Sache unerheblich. So viele Wände habe ich nicht, daß ich die Bilder alle aufhängen kann.

Und wie schon jemand anderes schrieb: Ich sitze beruflich so häufig vor dem Rechner. Das brauche ich daheim nicht auch noch.

Chemie kommt bei mir zum Sammelhof und nicht in den Ausguss, das war auch schon vor 20 Jahren so. Entwickler ist XTOL auf Ascorbinsäure-Basis, Stoppbad ist Zitronensäure. Die paar Dutzend Liter Chemie, die da anfallen, sind angesichts des Wissens über die angewandte Entsorgungstechnik verschmerzbar. Aber da dies meine beruflichen Kenntnisse betrifft: Wollen wir über die technischen und ökologischen Folgen einer modernen Kameraproduktion sprechen? Dazu noch im Hinterkopf habend, daß der Lebenszyklus bedeutend kürzer und die Verbreitung bedeutend größer geworden ist?

Meinung vom Gastschreiber

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 15:12
Gast schrieb:

(..) Ich vermute, ein Teil der Faszination an der Fotografie mit Film ist auch die Reduzierung der möglichen Variablen (..)
(..) Und wie schon jemand anderes schrieb: Ich sitze beruflich so häufig vor dem Rechner. Das brauche ich daheim nicht auch noch (..)

Eine gewisse Reduzierung (auch am Computer) auf ein Minimum ist allerdings auch mit digital machbar, sofern man es denn will und kann (so meine Erkenntnis). Mir scheint nur, das das besonders im Amateurbereich gar nicht erstrebenswert ist, könnte das sein? Das digital automatisch heißt stundenlang raws zu "optimieren" weil man nur so das "Optimum" erzielt, diese Ansicht stammt wohl in der Regel von Leuten die ihre Defizite an ganz anderer Stelle suchen müssen. ;)

Gast schrieb: Das digital

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 16:50
Gast schrieb:

Das digital automatisch heißt stundenlang raws zu "optimieren" weil man nur so das "Optimum" erzielt, diese Ansicht stammt wohl in der Regel von Leuten die ihre Defizite an ganz anderer Stelle suchen müssen. ;)

Wo wurde dies behauptet?

Meinung vom Gastschreiber

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 20:07
Gast schrieb:

Wo wurde dies behauptet?

Nirgendwo, ich habe einfach nur das Stichwort "Reduzierung auf ein Minimum" im Kontext mit der Zeit am Rechner aufgegriffen und dann von mir aus behauptet, das sowohl analog als auch digital die Reduzierung auf ein Minimum möglich ist, umgekehrt geht es ebenso bei beidem, also den Aufwand nahezu ins Unendliche zu treiben. Sie dürfen es also als entspannt Ergänzung verstehen, nicht als ein "dagegen" (gegen wen oder was auch immer).

Ich frag mich grad

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 17:44
Gast schrieb:
Gast schrieb:

(..) Ich vermute, ein Teil der Faszination an der Fotografie mit Film ist auch die Reduzierung der möglichen Variablen (..)
(..) Und wie schon jemand anderes schrieb: Ich sitze beruflich so häufig vor dem Rechner. Das brauche ich daheim nicht auch noch (..)

Eine gewisse Reduzierung (auch am Computer) auf ein Minimum ist allerdings auch mit digital machbar, sofern man es denn will und kann (so meine Erkenntnis). Mir scheint nur, das das besonders im Amateurbereich gar nicht erstrebenswert ist, könnte das sein? Das digital automatisch heißt stundenlang raws zu "optimieren" weil man nur so das "Optimum" erzielt, diese Ansicht stammt wohl in der Regel von Leuten die ihre Defizite an ganz anderer Stelle suchen müssen. ;)

was Leute zu kompensieren haben, die sich stunden-, ja tagelang in dunklen Kammern verkriechen ... :-)))

Zum Teil stimme ich zu

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 20:21

Aber nicht in allen Punkten...

Auch ich arbeite sehr gerne mit meinen alten 6x7 Kameras (P67 und RB67) und bin von den Dias immer wieder begeistert. Die analoge Verarbeitung fand ich aber schon vor 20 Jaheren sehr zeitaufwändig und aktuell hätte ich die Zeit dazu gar nicht mehr. Zu Schul- und Unizeiten war das anders!
Auch wenn jeder einmal gesehen haben sollte wie ein SW Bild in der Entwicklerschale "entsteht" bin ich heute doch froh, mit digitaler Technik sehr schnell und unkompliziert zu sehr hochwertigen Ausdrucken zu kommen. Die alten Kameras und auch die 67Dias haben aber weiterhin eine enorme Faszination für mich.

Solang digitale Bildwelten

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 23:09

ein zwangskastriertes Dasein fristen, sind analoge Reanimationen zwangsläufig konkurrenzfähig. :-)))

Volle Zustimmung

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 27. Januar 2016 - 11:50

in allen Punkten.

Wenn nur nicht die leidigen, jährlichen Preiserhöhungen bei Fujifilm nicht wären (siehe mein Beitrag oben). Vergällter Alkohol schmeckt am Ende auch nicht mehr!

Alles ist Relativ.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 19:59

Zitat:
»Denn diesen Dynamikumfang kann ein Dia nicht bieten.«

Ein Dia nicht, aber ein Negativfilm, den man mit einem Drum Scanner oder X1 digitalisiert. Der ist so gut, dass die PhaseOne ihm das Wasser nicht reichen kann. Wem Digital für Top-Aufnahmen ausreicht, der darf die Technik gern weiter verwenden.

Ach ja, bevor jetzt wieder der übliche Einwand kommt: Ich arbeite immer noch mit Negativfilm und Dia - bisher hat sich kein Kunde beschwert. Das Equipment ist bezahlt und amortisiert, und ich arbeite nicht im Bereich Fashion.

Wenn

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 23:32

ein Positiv den Kontrastumfang eines Negativs liefert, dann find ich das positiv ... :-)))

"aber ein Negativfilm, den

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Ehrengast)
am Montag, 25. Januar 2016 - 23:35

"aber ein Negativfilm, den man mit einem Drum Scanner oder X1 digitalisiert"

Warum denn analog - digital, wenn man gleich digital kann? Den ganzen analogen Kram muß man sich doch nicht mehr antun.

OhWeh

Sie müssen

Eingetragen von
Gast
am Montag, 25. Januar 2016 - 23:54

nur den Nippel durch die Lasche ziehn, ... :-)))

OhWeh schrieb: "aber ein

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 08:51
OhWeh schrieb:

"aber ein Negativfilm, den man mit einem Drum Scanner oder X1 digitalisiert"

Warum denn analog - digital, wenn man gleich digital kann? Den ganzen analogen Kram muß man sich doch nicht mehr antun.

OhWeh

Und warum nicht? Ich tue mir die analoge Fotowelt gerne an. Zur Zeit bevorzuge ich meine analogen Kameras mehr als meine digitalen. Irgendwie habe ich nach meinem Feierabend keine große Lust auf Computer & Co. und gehe zur Entspannung ins gute alte Photolabor.

Entspannung im Labor

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 15:11

Ja, das trifft den Nagel auf den Kopf.
Als ich vor 20 Jahren noch mein Studium mit der analogen Photographie (Tageszeitung) finanziert habe, war von Entspannung kaum die Rede. Jetzt genieße ich es aber, alle paar Monate das Labor wieder mal aufzuwärmen und mich darin 2-3 Nächte zu verkriechen. Es hat etwas zutiefst befriedigendes, den analogen Werdegang eines Bildes Schritt für Schritt begleiten und steuern zu können. Fast schon kontemplative Momente sind das. Und nachher einen 30*40 Abzug in den Händen zu halten, von dem man weiß, dass er die nächsten 100 Jahre überstehen wird (so es denn sein muss), ist auch schön.
Klar genieße ich in der übrigen Zeit die schnelle Kontrollierbarkeit der Ergebnisse der Digitalen, aber das Rumgefummel mit Speicherkarten, RAW-Entwicklung, Backups usw. macht keinen Spaß. Da fehlt mir halt doch das haptische.
Also: die beiden Welten können sich wunderbar ergänzen, und ich freue mich über das Statement von Fuji, dem analogen Film die Treue zu halten - zumindest auf absehbare Zeit.

Gast schrieb: Ja, das

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 18:12
Gast schrieb:

Ja, das trifft den Nagel auf den Kopf.
Als ich vor 20 Jahren noch mein Studium mit der analogen Photographie (Tageszeitung) finanziert habe, war von Entspannung kaum die Rede. Jetzt genieße ich es aber, alle paar Monate das Labor wieder mal aufzuwärmen und mich darin 2-3 Nächte zu verkriechen. Es hat etwas zutiefst befriedigendes, den analogen Werdegang eines Bildes Schritt für Schritt begleiten und steuern zu können. Fast schon kontemplative Momente sind das. Und nachher einen 30*40 Abzug in den Händen zu halten, von dem man weiß, dass er die nächsten 100 Jahre überstehen wird (so es denn sein muss), ist auch schön.
Klar genieße ich in der übrigen Zeit die schnelle Kontrollierbarkeit der Ergebnisse der Digitalen, aber das Rumgefummel mit Speicherkarten, RAW-Entwicklung, Backups usw. macht keinen Spaß. Da fehlt mir halt doch das haptische.
Also: die beiden Welten können sich wunderbar ergänzen, und ich freue mich über das Statement von Fuji, dem analogen Film die Treue zu halten - zumindest auf absehbare Zeit.

Damals "musste" man ins Labor, heute "möchte" man ins Labor! Das ist der Unterschied, ich habe mein Photolabor nach etwa zehn Jahren wieder entstaubt und losgelegt. :-)))

Meinung vom Gastschreiber

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 11:01
OhWeh schrieb:

(..) Warum denn analog - digital, wenn man gleich digital kann? Den ganzen analogen Kram muß man sich doch nicht mehr antun. OhWeh

Gast schrieb:

(..) aber ein Negativfilm, den man mit einem Drum Scanner oder X1 digitalisiert. Der ist so gut, dass die PhaseOne ihm das Wasser nicht reichen kann (..)

Ich kann zwar nicht beurteilen ob das mit dem "Wasser reichen" stimmt, aber das "warum" wurde ja als persönliche "Legitimation" damit begründet. Und das "antun" geht im rein digitalen Prozess ja auch immer noch ganz hervorragend, bzw. erst recht ;)

Sie wissen nicht, worauf es ankommt.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 15:52

Versuchen Sie mal, mit einem PhaseOne Rückteil die Frontstandarte um mehr als 8° zu verschwenken. Das Ergebnis ist unbrauchbar.

Im Gegensatz dazu eine GF mit Film - da gibt es kaum Limits.

Frontstandarten

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 17:49

verschwenken, für das Format eines Digitalrückteils, dürfte eine ungleich geringere Priorität besitzen, als das Verschwenken auf Großformatfilm ...

Meinung vom Gastschreiber

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Januar 2016 - 20:27
Gast schrieb:

Sie wissen nicht worauf es ankommt

Weiß ich und darum schrieb ich ja, "ich kann es zwar nicht beurteilen.."
Ich wollte Ihre Aussage mit dem "Negativscan u. Digiback" eigentlich nur in Anbetracht der Folgefrage "Warum anlog - digital" etwas stärken, denn Ihre persönliche Erfahrung reicht ja als Grund für "analog - digital" vollkommen aus damit Sie es genau so tun.

Ist aber auch nicht weiter wichtig ;)

analog vs digital

Eingetragen von
Gast
am Montag, 01. Februar 2016 - 11:54

mir hat die analoge Fotografie die Urheberschaft nach einem Datendiebstahl gesichert. Ich fotografiere nur analog, habe durch die beiden Labore, mit denen ich arbeite, noch nie einen Kratzer auf Negativ und Dia gehabt. Zum einen verstehe ich im Digitalen die Aufblähung nicht, für unsere Internetprojekte können wir keine Daten gebrauchen, die ein MB überschreiten.Und damit kosten zu viele MP unnötig Geld. Und obwohl der geringen Datengröße können die Bilder in Bildschirmgröße angeschaut werden. Internet ist heute einer der größten Stromfresser, mit deutlich kleineren Datenmengen kann man ohne Qualitätsverlust den Energiehaushalt spürbar senken. Mehr kostet Speicher, Strom und Übertragungszeit. Was den Dynamikumfang betrifft, im Druck ist er völlig unnütz. Wenn man sich viele aktuelle Werbungen anschaut, von großen Firmen, die reduzieren Schärfe und Dynamikumfang, damit die Augen wieder zur Ruhe finden. Ich selbst habe einen Auftrag eines Einkausfzentrums bekommen, analog zu fotografieren, damit die Fotografien wieder lebendig werden und nicht dem mainstream nacheifern. Auftraggeberin war eine junge Marketing-Chefin.

Man sollte nicht das ein oder das andere verteufeln, man darf aber gerne die beiden Welten nebeneinander anerkennen und beiden den jeweiligen Bereich zugestehen. Unverständnis für das andere ist auch ein Verschließen im Motivdenken und damit eine sehr eingeschränkte Sichtweise- die steht einem Fotografen ja eigentlich nicht zu.

Ein hoher Dynamikumfang

Eingetragen von
Gast
am Montag, 01. Februar 2016 - 14:37

ist grundsätzlich sinnvoll - und natürlich auch im Druck darstellbar. In der Bildschirmdarstellung und in der Projektion erst recht.