Ein Foto aufstellen. Dann ist doch jemand im Zimmer, mit dem man reden kann und der nicht stört.

— Erich Kästner

Am 26.6.

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Für Canon und Nikon: Sigma bringt Firmware-Update für 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM

Sigma hat eine neue Firmware für das Telezoom 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM | Sports / Contemporary herausgebracht. Damit ausgestattet soll das Objektiv an einer Canon- oder Nikon-DSLR bis zu 50 Prozent schneller fokussieren. Zum Update ist das Sigma USB-Dock erforderlich, dessen Software ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht werden sollte.

Telezoom 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM

 

Mit der neuen Firmware soll das Sigma 150-600mm F5-6.3 DG OS HSM | Sports / Contemporary nach Angaben des Herstellers zwischen 20 und 50 Prozent schneller fokussieren. Das Firmware-Update kann nur via Sigma USB-Dock eingespielt werden. Dessen Software Sigma Optimization Pro muss auf den aktuellen Stand 1.2 gebracht werden, bevor sich die Firmware des Objektivs aktualisieren lässt.

Download Sigma Optimization Pro 1.2.0 für Mac und Windows.

(Redaktion photoscala)
 

Beta-Stadium

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 22. März 2016 - 14:24

Ah die Firmware wurde vom Alpha ins Beta Stadium befördert. Schon in ein paar Jahren gibt's die finale Version, so CaNikon ihr AF-Protokoll bei zukünftigen Gehäusen nicht updaten, wovon auszugehen ist.

Reverse Engineering wie es nicht sein sollte ...

installiert

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 22. März 2016 - 23:46

und das 150-600 mm Con fokussiert tatsächlich spürbar schneller, meistens in die richtige Richtung und zuckt nicht rum.
Außerdem ist bemerkenswert, dass selbst Canon Kameras die automatische Korrektur des Objektives kennen und einsetzen.
Danke SIGMA - überzeugendes Update!
Damit ist das das ebenfalls sehr gute Objektiv von Tamron weit abgeschlagen.
Und selbst das Canon 100-400 mm II fokussiert gefühlt nicht schneller.

Korrekturen

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 23. März 2016 - 10:18
Gast schrieb:

und das 150-600 mm Con fokussiert tatsächlich spürbar schneller, meistens in die richtige Richtung und zuckt nicht rum.
Außerdem ist bemerkenswert, dass selbst Canon Kameras die automatische Korrektur des Objektives kennen und einsetzen.
Danke SIGMA - überzeugendes Update!
Damit ist das das ebenfalls sehr gute Objektiv von Tamron weit abgeschlagen.
Und selbst das Canon 100-400 mm II fokussiert gefühlt nicht schneller.

Welche Korrekturen sind damit gemeint, Vignettierung, Farbfehler, oder auch Verzeichnung?

Sein oder nicht sein sollte.

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 23. März 2016 - 18:58
Gast schrieb:

in ein paar Jahren gibt's die finale Version

Es gibt nie die finale Version. Das wissen die Techniker der Kamerahersteller zu verhindern.

Gast schrieb:

Reverse Engineering wie es nicht sein sollte ...

Wer Sigma Objektive verwenden muss, weil ihm sein Kamerahersteller nichts Gleichwertiges anbieten kann, der empfindet diese Vergehensweise als großen Fortschritt. Nicht einsenden zum Chipwechsel und schon nach wenigen Jahren den Stinkefinger /1/ sehen oder bequem Firmware aktualisieren vom häuslichen Herd. Es keimt auch die vage Hoffnung, Sigma könnte die A/S/C Objektive vielleicht länger im Support halten, weil sie ja im Bedarfsfall nur eine überarbeitete Software entwickeln müssen und das Objektiv nicht zum Service einberufen werden muss.

Na ja, und die Profis dieser Welt, welche ausschließlich auf die rattanschafen Supercheckerobjektive von Canon und Nikon setzen, wenn es gilt, das richtig große Geld zu verdienen, die sind ohnehin nicht betroffen.

/1/ Das Sigma 24-70mm f/2.8 HSM für Pentax funktionierte bestens an allen Kameras bis zur K5. An der K3 ging der Bildstabilisator nicht, weil nicht die korrekte Brennweite an die Kamera gemeldet wurde. Sigma nickte dazu und das war's. Ein Update gab es nicht.

Verstehe ich nicht

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. März 2016 - 10:09

Anstatt zu meckern und unsinnige Grundsatzdiskussionen zu führen, sollten sich Kunden lieber freuen, dass Firmen wie Sigma technisch nachlegen, wann immer es möglich ist. Solange Canon, Nikon und Co. ihre Quellcodes nicht offen legen, bleibt Sigma und Co. nichts anderes übrig, als ihre Produkte mit Reverse Engineering anzupassen. Für mich kein Problem. Wer damit eines hat, braucht ja nicht fremdzugehen. Aber bitte nicht bei jedem Firmware Update von Sigma diese immer gleichen Kommentare. Bei Leica hat photoscala die Kommentarfunktion bereits deaktiviert. Warum wohl?

Siegma.

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. März 2016 - 14:00
Gast schrieb:

Solange Canon, Nikon und Co. ihre Quellcodes nicht offen legen,...

Open Source ist eine feine Sache, aber in der Industrie gibt es auch den Begriff der "intellectual property", was soviel heisst, dass ich als Firma meine Rechte an meinen Entwicklungen wahrnehme und gegen fremden Zugriff schütze.

Gast schrieb:

... bleibt Sigma und Co. nichts anderes übrig, ...

Und Co. bleibt sehr wohl etwas anderes übrig. Die Verbindung zwischen Kamera und Objektiv ist durch diverse Patente geschützt und wer eine entsprechende Lizenz erwirbt, erhält das Recht, kompatible Produkte zu vermarkten. Die lizenzfreien Alternativen sind Pentax K, Four Thirds und Micro Four Thirds, sowie alle manuellen Anschlüsse der 70er und 80er Jahre, deren Lizenzen abgelaufen sind.

Gast schrieb:

Für mich kein Problem.

Jeder wie er mag. Der Patentkrieg zwischen Sigma und dem Rest der Welt geht zurück auf das Jahr 1985. Minolta hatte die erste SLR mit kamerainternen AF auf den Markt gebracht und wurde vom Nachfrage-Tsunami völlig über den Haufen gespült. Die haben damals alles auf Kameraproduktion umgestellt und die Produktion von "Original Minolta Objektiven" an vier Fremdhersteller ausgelagert, inklusive Tamron - die Zusammenarbeit besteht sogar noch unter Sony weiter - und Tokina. Die mussten sich verpflichten, für eine gewisse Frist keine eigenen Objektive für Minolta AF anzubieten und danach den erfoderlichen AF-Chip bei Minolta zu kaufen. Der war gleich die Lizenzgebühr. Sigma war nicht im Topf, hatte nichts unterschrieben und klonte den ziemlich primitiven Minolta Chip binnen kurzer Zeit und brachte als einziger Konkurrent eigene Objektive für Minolta A Bajonett raus. Minolta übergab den Fall nicht seinen Anwälten - das hätte Jahre gedauert - sondern seinen Ingenieuren und die fanden binnen kurzer Zeit raus, wie man den Sigma Chip erkennt und in der Kamerafirmware sperrt.

Eine Aktion auf dem Rücken des zahlenden Kunden, dessen Sigma Objektive von einem Tag auf den anderen nicht mehr an neuen Minolta Kameras funktionierten. Damals geschah das ohne Vorwarnung, vom Lizenzkrieg im Hintergrund hatte ja der Kunde keine Ahnung. Tamron und Tokina - als sie dann mit A Bajonett raus kamen - hatten das Problem nicht. In ihren Objektiven waren ja Original Minolta Chips.

Dreissig Jahre später sind das alte Geschichten, an die sich kaum noch jemand erinnert. Aber die Auswirkungen spüren Sigma User bis heute.

Tolle Alternative

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 25. März 2016 - 20:13
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Solange Canon, Nikon und Co. ihre Quellcodes nicht offen legen,...

Open Source ist eine feine Sache, aber in der Industrie gibt es auch den Begriff der "intellectual property", was soviel heisst, dass ich als Firma meine Rechte an meinen Entwicklungen wahrnehme und gegen fremden Zugriff schütze.

Gast schrieb:

... bleibt Sigma und Co. nichts anderes übrig, ...

Und Co. bleibt sehr wohl etwas anderes übrig. Die Verbindung zwischen Kamera und Objektiv ist durch diverse Patente geschützt und wer eine entsprechende Lizenz erwirbt, erhält das Recht, kompatible Produkte zu vermarkten. Die lizenzfreien Alternativen sind Pentax K, Four Thirds und Micro Four Thirds, sowie alle manuellen Anschlüsse der 70er und 80er Jahre, deren Lizenzen abgelaufen sind.

Oh ja, ich bin mir sicher, dass Canon und Nikon eine äußerst faire Lizenzgebühr verlangen...
Angesichts dessen ist es natürlich völlig unverständlich, weshalb die Fremdanbieter einen anderen Weg gehen.

Verständlich. Na klar.

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 27. März 2016 - 20:49
Gast schrieb:

Angesichts dessen ist es natürlich völlig unverständlich, weshalb die Fremdanbieter einen anderen Weg gehen.

Nicht "die Fremdanbieter" gehen einen anderen Weg, Sigma geht einen anderen Weg. Aber heute ist natürlich jeder ein Robin Hood, der bei anderen klaut und selbst Gewinne damit einfährt. Zumindest wäre mir noch nicht bekannt geworden, dass Sigma Objektive an bedürftige Fotografen verteilt worden wären.

Sicher?

Eingetragen von
Gast
am Montag, 28. März 2016 - 09:27
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Angesichts dessen ist es natürlich völlig unverständlich, weshalb die Fremdanbieter einen anderen Weg gehen.

Nicht "die Fremdanbieter" gehen einen anderen Weg, Sigma geht einen anderen Weg. Aber heute ist natürlich jeder ein Robin Hood, der bei anderen klaut und selbst Gewinne damit einfährt. Zumindest wäre mir noch nicht bekannt geworden, dass Sigma Objektive an bedürftige Fotografen verteilt worden wären.

Und Sie wissen genau, dass Tamron und Tokina die Lizenzgegühr an Canon, Nikon und Sony bezahlen - nur Sigma nicht?

Wissen.

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 29. März 2016 - 01:40
Gast schrieb:

Und Sie wissen genau

Jetz seien Sie mal nicht kindisch, Fräulein.

Tamron baut ganz offiziell Objektive für Sony, wie sie das vorher auch schon für Minolta getan haben. Tamron baut ganz offensichtlich Objektive für Pentax, so wie das vor ihnen Tokina getan hat. Tamron hat einige Objektive im Programm, welche ganz zufällig Nikon Objektiven bis in den Linsenschnitt gleichen oder sehr ähnlich sehen, ohne von Nikon verklagt zu werden. Tamron und Nikon reichen gemeinsame Patente beim japanischen Patentamt ein. So arbeiten Nikon, Pentax und Sony mit Firmen zusammen, die ihre Lizenzgebühren nicht bezahlen. Wie könnte es auch anders sein.

Und wenn es zu Inkompatiblitäten von Fremdobjektiven mit neuen Kameras kommt, dann sind die auch völlig normal statistisch verteilt. Mal ist Sigma betroffen, dafür ein anderes Mal Sigma und beim dritten Mal zur Abwechslung auch mal Sigma. Alles ganz einfach erklärbar.

Aber Sie haben da natürlich andere Quellen, dürfen diese aber als Geheimdienstmitarbeiter nicht nennen. Verstehe.

Vielen Dank für diesen

Bild von kuriiroobi
Eingetragen von
kuriiroobi
(Liebhaber)
am Donnerstag, 31. März 2016 - 00:51

Vielen Dank für diesen Hinweis! Das ist dann einmal eine angenehme Nachricht nach dem Oster-Urlaub, und ich werde mich am Wochenende intensiver damit befassen.

Grundsätzlich finde ich es gut, dass Sigma und generell die Hersteller regelmäßig neue Updates rausbringen. Vor allem bei hochwertigen Linsen wie eben die beiden 150-600 mm f5.0-6.3 macht das definitiv Sinn.