Um den Spiegelschlag zu testen, legt man die Kamera auf eine Decke, löst mit dem Drahtauslöser aus und sieht zu, wie hoch sie in die Luft springt.

— Unbekannt

Am 31.10.

  • 1920: * Helmut Newton (Helmut Neustädter; + 2004); australischer Fotograf

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Einhunderttausend mit der D5100

Foto: Ralf JannkeAuch wenn der Nutzen hoher Sensorempfindlichkeiten oft in Frage gestellt oder gar ins Lächerliche gezogen wird – die Möglichkeiten faszinieren, wenn man's denn mal ausprobiert. Hier Anschauungsmaterial zu den bis zu ISO 102.400 in Schwarzweiß der Nikon D5100:

Ich erinnere mich an Analogzeiten, wo darüber berichtet wurde, dass bestimmte Nachtaufnahmen Hamburgs aus einem Hubschrauber trotz höchstempfindlichen Films nur durch den zusätzlichen Einsatz des legendären 1,0/50 mm USM L von Canon möglich wurden. Oder an ein Schwarzweißfoto aus einem 24-Stunden-Autotest, zu dem mit Begeisterung vermerkt wurde, dass der Fahrer während der Nachtfahrt nur dank der eingeschalteten Innenbeleuchtung noch auf dem Foto zu erkennen war. Aufnahmematerial war der Kodak Recording 2475, dessen Nennempfindlichkeit von ISO 1000 durch Spezialentwicklung entsprechend gesteigert werden konnte.

Solche Situationen gelingen heute mit Einsteiger-DSLRs samt lichtstarkem Normalobjektiv, sofern der Bildsensor bis ISO 12800 zulässt. Wenn es ganz extrem werden soll, werden für den Preis einer Nikon D5100 (ca. 650 Euro) „magische“ ISO Ein-Hundert-Tausend in Schwarzweiß geboten. In Farbe wird es teurer, da braucht es Boliden wie Canons EOS 1D MK IV (ca. 4500 Euro) oder Nikons D3s (ca. 5000 Euro), die beide farbige ISO 102.400 erlauben (siehe Nikon D3s bei ISO 102.400/51° und Nikons D3s schwelgt in höchsten ISO-Dimensionen).

Auch wenn man in diesen Extrembereichen zumindest bei der Nikon D5100 den Begriff „Qualität“ nicht mehr verwenden sollte: allein das Vorhandensein der Möglichkeit lässt aufhorchen. Und wenn schon ISO 102400 geboten werden, will ich die auch mal testen und gelegentlich nutzen. Hier eine kleine Bilderauswahl, die die Möglichkeiten erkennen lässt:
 

Foto: Ralf Jannke

Aufnahme mit ISO 102.400
(Klick aufs Bild!)

 
 
Foto: Ralf Jannke

Keine „erkennungsdienstlichen” Probleme. Im Beispiel bis auf den einen Buchstaben unkenntlich gemacht.
 
 
Foto: Ralf Jannke

Aufnahme mit ISO 40.000
(Klick aufs Bild!)

 
 
Foto: Ralf Jannke

1:1-Ausschnitt aus einer ISO-40000-Aufnahme.

 
Die Bilder haben etwas Investigatives, ja Verbotenes. Wobei die Möglichkeit, (unbemerkt) Aufnahmen in der Dunkelheit zu fabrizieren, nicht neu ist. Arthur Felling, besser bekannt als „Weegee“ fotografierte in den 40er Jahren Liebespärchen oder im dunklen Kino auf Infrarotmaterial – siehe Weegee – Movie Theatres. Auch der Nightshot-Modus ist nichts Neues. Sony hat dieses Verfahren eingeführt, das Aufnahmen mit Foto- und Videokameras bei Dunkelheit ermöglicht. Siehe unter anderem: Nightshot. Beide Verfahren benötigen aber eine – natürlich unsichtbare – IR-Lichtquelle, was dann auch Aufnahmen bei absoluter Dunkelheit gestattet. Bei sogenannten Nachtsichtgeräten muss noch ein Rest von Licht vorhanden sein. Nicht ohne Grund spricht man ja auch von Restlichtverstärkern. Entsprechend braucht auch die Nikon D5100 einen Rest an Licht.

Ist der Nachtsicht-Modus aktiviert, nimmt die D5100 in Schwarzweiß auf und verstärkt die Sensorempfindlichkeit in Drittelstufen auf bis zu ISO 102.400. Wobei die ISO-Zahlen nirgendwo als Direktwert auftauchen. Bei der Bildwiedergabe auf dem Kameramonitor wird zum Beispiel angezeigt: EXP. MODE, ISO Hi 3.7 oder 2.7. Unter Nikon ViewNX2 ist zu lesen: ISO Sensivity: Auto (3,7 EV over 6400):
 

Screenshot D5100-Monitor

D5100-Monitor

 
Das trifft übrigens für alle „irregulären“ ISO-Werte jenseits der Nenn-Höchstempfindlichkeit von ISO 6400 zu. Hier die Gegenüberstellung von ISO-Werten und Anzeige:
 

ISO Anzeige
6400 6400
8000 Hi 0.3
10000 Hi 0.7
12800 Hi 1
16000 Hi 1.3
20000 Hi 1.7
25600 Hi 2
32000 Hi 2.3
40000 Hi 2.7
51200 Hi 3
64000 Hi 3.3
80000 Hi 3.7
102400 Hi 4

 
Dass ich die 4928x3264 Bildpunkte einer ISO-102400-SW-Aufnahme als 42x28 cm großen 300-ppi-Druck präsentiere, kann ich mir weniger vorstellen. Aber auf 1800x1200 Pixel runtergerechnet ergibt sich im 40er Raster (ca. 100 ppi) eines Tageszeitungsfotos, das mit 200 ppi kalkuliert wird, eine Druckgröße von 23x15 cm. Bei 150 ppi ließe sich für den Hausgebrauch 30x20 cm (A4) groß drucken oder belichten. Nehmen wir einen kleinen „Zweispalter“, der ca. 11 cm breit ist, genügen sogar rund 900 Pixel Bildbreite für den Paparazzo-Schuss. Hauptsache, es ist zu erkennen, worum es geht!

Der Nachtsicht- / Night-Vision-Modus der Nikon D5100 funktioniert übrigens nur in Verbindung mit Live-View und nicht besonders schnellem Autofokus. Außerdem ist P-Automatik fest eingestellt, die zudem selbst bei Einsatz des 1,8/35-AF-S-Nikkors trotz der hohen Lichtstärke nur ganz zögerlich über f/5,6 hinaus öffnet. Nur bei den Bildern in extremer Dunkelheit „quälte“ sich die Automatik auf f/3,2. Warum wird in diesen speziellen Fällen die hohe Lichtstärke nicht ausgenutzt? Die simple Zeitautomatik würde in diesem Fall alles richten ... Vielleicht mal ein Firmware-Update?

Die hier gezeigten Bilder sollen der Anschauung dienen; sind keinesfalls von großem fotografischen Wert, doch in der Kürze der Zeit ... Umso mehr freue ich mich auf den Urlaub. Und auf den Spaziergang nach Sonnenuntergang am Waldrand entlang zum Meer – immer auf der (meist vergeblichen) Jagd nach dem skandinavischen Elch.

(Ralf Jannke)
 

Hm...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 22:07

Also MIR erschliesst sich der konkrete Nutzen oder die Lust an der Dunkelfotografie im Moment nicht, dennoch finde ich diesen Artikel interessant. Einzig stört mich die etwas an den Haaren herbeigezogene Einleitung:

"Auch wenn der Nutzen hoher Sensorempfindlichkeiten oft in Frage gestellt oder gar ins Lächerliche gezogen wird..."

Ich wusste übrigens gar nicht, dass es Menschen gibt, die die Zeit haben, über solche "Probleme" nachzudenken. Aber wie heisst es so schön: "Man steckt nicht drin". :-)

Schönes Wochenende!

MfG

____________________________________
Wissen ist Macht.

[Francis Bacon, 1561 - 1626]

Ts

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 22:34

Ich weiß wirklich nicht, was an derart grottigen Bildern interessant sein soll.

Dass es sie

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 23:53
Gast schrieb:

Ich weiß wirklich nicht, was an derart grottigen Bildern interessant sein soll.

überhaupt gibt - solche Bilder aus der Grotte ...? 8-)

Leseschwäche?

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 09:07
Gast schrieb:

Ich weiß wirklich nicht, was an derart grottigen Bildern interessant sein soll.

Ist es einfach nur Lust am Stänkern, Dummheit oder eine nie entdeckte, therapierte und deshalb vielleicht entschuldbare Leseschwäche? Der Autor schreibt doch ausdrücklich:

„Die hier gezeigten Bilder sollen der Anschauung dienen; sind keinesfalls von großem fotografischen Wert, doch in der Kürze der Zeit.“

LT

Gast schrieb: Ich weiß

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 09:34
Gast schrieb:

Ich weiß wirklich nicht, was an derart grottigen Bildern interessant sein soll.

Möglicherweise wird die Kamera von einer Person verwendet, die einen Nutzen daraus ziehen kann? Bspw. ein Stalker, aber evtl. auch die Polizei, ein Detektiv, ein Forscher der das nächtliche Verhalten von Tieren herausfinden will oder ... überlegt euch selber was!

Nicht alles was über den eigenen Horizont geht ist auch wirklich unnütz!

Gast schrieb: Gast

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 17:17
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Ich weiß wirklich nicht, was an derart grottigen Bildern interessant sein soll.

Möglicherweise wird die Kamera von einer Person verwendet, die einen Nutzen daraus ziehen kann? Bspw. ein Stalker, aber evtl. auch die Polizei, ein Detektiv, ein Forscher der das nächtliche Verhalten von Tieren herausfinden will oder ... überlegt euch selber was!

Nicht alles was über den eigenen Horizont geht ist auch wirklich unnütz!

Danke ... und volle Zustinmmung in allen Punkten!

Grottige Kommentare

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 15:12
Gast schrieb:

Ich weiß wirklich nicht, was an derart grottigen Bildern interessant sein soll.

Thema verfehlt?
Die Bilder sind doch hundertmal besser, als das, was wir früher aus dem Neopan 1600 rausholen konnten. Den wir doch nur auf 3200 Asa hochziehen konnten.

Hallo Herr Jannke,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 22:33

Sie müssen uns nicht gebetsmühlenartig erklären, dass Sie ein HighISO Fan sind... Aber Sie beschreiben selber die Grenze: Die Farbinfo geht verloren. Und das fängt schon bei den Lichtverhältnissen am, für die man normalerweise auf ISO 3200 schaltet... Wir wollen Ihnen also nicht Ihre HighISO ausreden oder lächerlich machen -- allein, wenn man auf Farbdynamik noch einen gewissen Wert legt, sollte man hohe Verstärkungsbereiche meiden.

Und im Übrigen sollten Sie auch noch dazuschreiben, von wem die Sensoren so kommen.. Sonst kommen unsere Nikon-Fanboys noch auf den Gedanken, dass das eine Nikon-Heldentat sei (zumal sie Sony ja explizit erwähnen)...

Ach ja, im Juli sollen wir wohl dann endlich die a77 des Herstellers Ihres Sensors zu sehen bekommen, die mit ISO "bis in die hunderte von Tausend" gehen soll. Sie werden die Kamera wohl abgöttisch lieben...

High ISO Fan wirft die Gebetsmühle an...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 08:15
Gast schrieb:

Sie müssen uns nicht gebetsmühlenartig erklären, dass Sie ein HighISO Fan sind... Aber Sie beschreiben selber die Grenze: Die Farbinfo geht verloren. Und das fängt schon bei den Lichtverhältnissen am, für die man normalerweise auf ISO 3200 schaltet... Wir wollen Ihnen also nicht Ihre HighISO ausreden oder lächerlich machen -- allein, wenn man auf Farbdynamik noch einen gewissen Wert legt, sollte man hohe Verstärkungsbereiche meiden.

Und im Übrigen sollten Sie auch noch dazuschreiben, von wem die Sensoren so kommen.. Sonst kommen unsere Nikon-Fanboys noch auf den Gedanken, dass das eine Nikon-Heldentat sei (zumal sie Sony ja explizit erwähnen)...

Ach ja, im Juli sollen wir wohl dann endlich die a77 des Herstellers Ihres Sensors zu sehen bekommen, die mit ISO "bis in die hunderte von Tausend" gehen soll. Sie werden die Kamera wohl abgöttisch lieben...

Hallo

Schon ein bisschen vergesslich?

>> Ob die Sensoren der D3100 und D7000 nun von Nikon selbst, oder im Auftrag unter entsprechenden Vorgaben – wieder – von Sony gefertigt werden, interessiert mich dabei genau so wenig wie der Lieferant wichtiger Teile meines Autos. Es muss einwandfrei funktionieren, sonst nichts. So laufen von Volkswagen oder Peugeot gefertigte Dieselmotoren ja auch in Autos anderer Hersteller. <<

http://www.photoscala.de/Artikel/Haelt-sich-wacker-Nikons-D3100-im-Kurzt...

Wenn Nikon Sony-Sensoren offensichtlich sehr gekonnt „pimpt“ (veredelt) - so what?

Ich habe überhaupt nichts gegen Sony. Wundere mich aber, das ich, egal wohin ich im Urlaub oder Freizeit unter die Hobbyknipser schaue, immer nur DSLRs mit dem „C“ oder „N“ im Namenszug sehe und - man staune - die kleinen 4:3 (nicht mFT) E-Olys. Aber nie eine Sony. Wenn ich gegen Geld hochaufgelöste Fotos abliefern müsste, hätte ich dagegen überhaupt kein Problem zur Alpha 850 und möglicherweise sogar dem Zeiss 2,8/24-70 zu greifen…

Wenn die Nikon „D7100“ mit Sony-Sensor dann endlich die halbe Million ISO erreicht, werfe ich sofort meine Gebetsmühle an.

Ommmmmmmmmmmmmmmmmmmm

RJ

PS.: Sagen Sie es nicht weiter. Im Urlaub steht meine Kamera bei gewählten ISO 100/200 für alle Fälle auf ISO-Automatik. Mit Ende ISO 800… Außer, wenn es richtig ins Dunkle geht.

Nun ja,

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 10:35

die Mehrheit der Forenten hier weiss was sie tut und stellt gewisse Ansprüche an die Bildqualität...

Die hohe Empfindlichkeiten sind sicher willkommen, wenn es einzig und allein darum geht, das Bild noch irgendwie zu kriegen, wenn die Bildqualität schnurzpiepegal für den Pulitzerpreis ist.... Wenn Ihnen also z.B. bei Neumond ein Marsmensch über den Weg läuft... Aber wann kommt das schon vor?

Im Verhältnis dazu nehmen Ihre Dunkelphotos einen signifikant überproportionalen Raum ein... Was implizit den Eindruck erweckt (und diese Pest ist auch in anderen Foren zu beobachten), dass man heute nur noch mit ISO 100.000 knipst, die Qualität der Kamera nur noch daruf reduziert wird, wie viel sie bei ISO 100k rauscht... dass nur High-ISO-Bilder gute Bilder seien... Dass der Bildinhalt vollkommen unwichtig ist... Was hier auf Photoscala natürlich zu einer gewissen Lächerlichkeit führt.... ;-)

Zeigen Sie uns doch mal, dass man mit der Knipse auch g'scheite Bilder hinkriegen kann, die sich lohnen auf A2 auszudrucken (bitte ohne Pixelpeeping!)... Oder wie Sie die Kamera im stockdunkeln bedienen können. Können Sie die Kamera auch mit verbundenen Augen einstellen? Oder brauchen Sie eine zweite Person, die Ihnen die Taschenlampe hält? Müssen Sie dafür die Kamera von Auge nehmen oder geht das auch mit Kamera am Auge... Wie gut kommt die Belichtungsautomatik mit schwierigen Lichtsituationen zurecht? Wie brauchbar ist der automatische Weißabgleich?

Derlei praxisrelevante Fragestellungen interessieren -- mich zumindest -- wesentlich mehr als wie die Kamera im äußersten Notfall reagiert, wenn eh alles egal ist...

Jene

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 13. Mai 2011 - 22:36

die hohe Empfindlichkeiten ins Lächerliche ziehen, haben die fotografischen Krämpfe, die uns zu Filmzeiten plagten, offensichtlich schon erfolgreich verdrängt ... 8-)

Moment...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 10:49

Also, 1/30 Sekunde bei f/5.6 sind 1/500 s bei f/1,4 (oder 1/1000 bei f/1,0 wie von Herrn Jannke ins Feld geführt) -- bei ISO 80.000.

Auf ISO 3200 umgerechnet wären das folglich 1/15 bei f/1,4, richtig?

3200 ASA

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 13:27

bei Offenblende auf Farbfilm ... kicher. 8-)

Praktisch gesagt

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 13:46

Das, was zu Filmzeiten die 400-ASA-Filme waren - das sind heute die digitalen 1600 ASA, plus der Farbwiedergabe der einstigen 100-ASA-Filme.

Perlen vor die Säue

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 11:16
8-) schrieb:

Jene die hohe Empfindlichkeiten ins Lächerliche ziehen, haben die fotografischen Krämpfe, die uns zu Filmzeiten plagten, offensichtlich schon erfolgreich verdrängt ... 8-)

Genau so ist es.
Warum hat man eigentlich zu Filmzeiten versucht aus hoch empfindlichen Filmen durch allerlei Tricks noch ein paar ASA mehr herauszuholen?

Ich frage mich auch allen Ernstes wie lange sich noch Autoren finden die sich solche unqualifizierten Kommentare antun wollen wie man sie hier teilweise lesen kann.

------------------

So schön lustig

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 11:25

Immer wenn ich SPASSSSSS haben will, lese ich die Kommentare hier bei photoscala! Auch wie feindseelig aber auch feinsinnig und witzig hier geschrieben wird - ohne Ironie - einfach amüsant. Dafür danke an alle Schreiber - weiter so!

Hirnkrampf

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 15:05

Offensichtlich suchen Dauerhirnkraempfe die Gesichtsacht heim.

Wenn das

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 23:10
Gast schrieb:

Offensichtlich suchen Dauerhirnkraempfe die Gesichtsacht heim.

Ihr einziges Problem wäre, wären Sie wohl ein beneidenswerter Mensch ... 8-)

Danke noch

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 14. Mai 2011 - 23:53

für den Hinweis, dass wohl nur ein zwangsweise langsamer Kontrast-AF in diesem Modus gerade noch scharfe Aufnahmen verspricht.

Es gibt sicherlich Anwendungsgebiete

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 17. Mai 2011 - 18:28

wo HighISO in der Form irgendwie Sinn machen. Mir würden zwar nur wenige einfallen, aber das muss ja nix heißen. Bei mir persönlich kommt dieses Thema nicht vor. Und bei meinen Beobachtungen fällt auf, dass es unglaublich viele Amateurfotografen gibt, die sich derzeit mit mehr oder minder vergrieselten Aufnahmen bemerkbar machen, weil das wohl momentan der Absoluthype ist.

Sowas wie sanfte Farbverläufe, detailgenaue Durchzeichnung von Objekten und graduelle Abstufungen sind diesen Leuten offensichtlich Schnuppe. Na gut, sollen halt die hartgradierten Bilder der frühen Zeitungsbilder wieder auferstehen. Auch damit lässt sich gestalten.

Für den Rest, der auf hohe lichtbildernerische Qualität wert legt, gelten andere Maßstäbe.

Aber was bei dem HighISO-Rennen schon interessant ist, dass auch Kameras, die bisher eher mit einem engen Empfinglichkeitsspektrum daher kamen, profitieren. So beispielsweise die neue G3 von Panasonic, oder die Olympus EPL2, die mit feinsten Abstufungen wie auf dpreview.com zu sehen, glänzen können, auch noch bei ISO 400. Bzw. mit ISO 800 noch durchaus aktzeptable Bilder in Bezug auf grieselfreie, detailgenau durchgezeichnete Bilder aufwarten können. Das wird sich fortsetzen. Als Nächstes wird wohl die SONY A75 mit 23 Mpx das Maß setzen, auch mit HighISO.

Das ist der eigentliche Profit aus dem HighISO-Rennen: man kann inzwischen mit einem doch recht flexibel gesetzten Empfindlichkeitswert sehr hohe Bildqualität erwarten, was bis vor Kurzem absolut nicht der Fall war. Ein geringes Korn (nicht Rauschen) macht dabei die Sache durchaus eher besser und man kann schöne Stills auch in ungünstigen Lichtverhältnissen noch mitnehmen, ohne Abstriche machen zu müssen.

Alles was über ISO 800 raus geht, ist eine theoretische Frage, bzw. eine Spielwiese für Action- und Sportfotografen, die sich auch mit Grobgeschnitztem gut klar kommen. Nichts für Still-Fotografen. Insofern für die meisten ernsthaften Anwender eher uninteressant.