Die Kamera ist ein bemerkenswertes Instrument. Lasse dich auf dein Motiv ein und die Kamera wird dich praktisch an die Hand nehmen.

— Margaret Bourke-White

Am 27.8.

  • 1890: * Man Ray (+ 1976); amerikanischer Fotograf und Maler

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Der dritte Tag

Foto Henrik Spohler, Gewächshaus mit Tomatenpflanzen, 2011Und Gott sprach: „Es soll grünen und blühen auf der Erde! Getreide soll wachsen, das Frucht trägt, und Bäume, die Früchte tragen!“, und so geschah es auch

Presseinformation der Alfred Ehrhardt Stiftung:

Henrik Spohler: The Third Day

28.September bis 22. Dezember 2013

„...und Gott formt das Land und die Meere. Das Land fängt an Grünes hervorzubringen.“

Westlich von Rotterdam, wo der Mensch das Land erschaffen hat, kann man das Entstehen einer neuen Pflanzenwelt sehr gut beobachten. Dort erstreckt sich das größte Tomaten-Anbaugebiet Nordeuropas als endlos erscheinendes Gewächshaus gen Horizont. Die Pflanzen unter den Glasdächern gedeihen hier nicht in Erde, sondern in Steinwolle. Und nicht Wasser, sondern eine chemische Nährlösung versorgt sie mit allem, was Agraringenieure im Hinblick auf ein optimales Wachstum errechnet haben. Wenn die Sonne unter gegangen ist, leuchtet eine ganze Landschaft in künstlichem Orange. Die Nutzpflanze gedeiht ohne Pause.
 

Foto Henrik Spohler, Kakteenzucht, Borrego Springs, USA, 2011

Henrik Spohler, Kakteenzucht, Borrego Springs, USA, 2011
70 x 90 cm, Pigmentprint
© Henrik Spohler
 
 
Foto Henrik Spohler, Anlage zur Entwicklung gentechnisch veränderter Reis-Sorten, Belgien, 2011

Henrik Spohler, Anlage zur Entwicklung gentechnisch veränderter Reis-Sorten, Belgien, 2011
70 x 90 cm, Pigmentprint
© Henrik Spohler
 
 
Foto Henrik Spohler, Gewächshaus mit Tomatenpflanzen, 2011

Henrik Spohler, Gewächshaus mit Tomatenpflanzen, 2011
70 x 90 cm, Pigmentprint
© Henrik Spohler
 
 
Foto Henrik Spohler, Kultivierung und Vermessung von Maispflanzen, Deutsches Forschungsinstitut, 2011

Henrik Spohler, Kultivierung und Vermessung von Maispflanzen, Deutsches Forschungsinstitut, 2011
70 x 90 cm, Pigmentprint
© Henrik Spohler

 
Wir haben uns daran gewöhnt, zu jeder Jahreszeit jede Obstsorte, jedes Gemüse im Supermarkt frisch einzukaufen. Wie genormte Industriegüter sind Gurken, Tomaten, Auberginen, Kiwis und Ananas immer verfügbar. Die paradiesischen Zustände an der Gemüsetheke und der steigende Nahrungsmittelbedarf verändern unseren Planeten jedoch nachhaltig. Es gibt immer weniger fruchtbare Regionen auf der Erde, die in einem natürlichen Zustand sind – mehr und mehr sind wir von einer einzigen domestizierten Landschaft umgeben. Anknüpfend an die Tradition der topografischen Fotografie, beleuchtet das Projekt Der Dritte Tag die Kultivierung der Natur durch den Menschen. Es zeigt gigantische Monokulturen unter freiem Himmel in den USA, Rumänien und Deutschland oder unter Glas und Plastik in den Niederlanden und in Spanien. Innenansichten von Forschungsinstituten geben Einblicke in jene Orte, an denen immer neue Zuchtlinien entstehen und getestet werden. Orte, wo der Mensch sich zum Schöpfer erhebt, wenn er Gentechnik einsetzt, um den Pflanzen noch profitablere Eigenschaften zu geben.

Zur Ausstellung in der Alfred Ehrhardt Stiftung erscheint das gleichnamige Buch Henrik Spohler. The Third Day im Hatje Cantz Verlag. Vorwort von Christiane Stahl, Text von Friedemann Scholl, 86 Seiten, 53 Abbildungen, Deutsch/Englisch.
 
 
Ausstellung:
Henrik Spohler: The Third Day
28.September bis 22. Dezember 2013

Alfred Ehrhardt Stiftung
Auguststr. 75
10117 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis So 11 – 18 Uhr, Do 11 – 21 Uhr
 

(thoMas)
 

Und wo Gott fehlt

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 28. September 2013 - 20:21

verfällt der Mensch dem Machbarkeits-Wahn.

Es gibt keinen Gott und der

Bild von Plaubel
Eingetragen von
Plaubel
(Ehrengast)
am Samstag, 28. September 2013 - 23:52

Es gibt keinen Gott und der Mensch unterscheidet sich vom Tier, indem er die Natur in Frage stellt.

Plaubel schrieb: Es gibt

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. September 2013 - 08:49
Plaubel schrieb:

Es gibt keinen Gott und der Mensch unterscheidet sich vom Tier, indem er die Natur in Frage stellt.

Es gibt kein Gott indem er die Natur in Frage stellt und den Mensch vom Tier unterscheidet.

...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 29. September 2013 - 19:12

Hey, lasst mich da bitte raus!

Machbarkeits-Wahn und Gottes-Wahn

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Sonntag, 29. September 2013 - 19:51

sind mir gleichermaßen suspekt.
ROG