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Wie viele Fotoabzüge sieht man, die nur Fotografien sind. Wie wenige sind ein Bild! Erst wenn der Betrachter vergisst, dass er eine Fotografie vor sich hat, dann erst ist mehr da.
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Das große Buch der Indianer

Nicht ganz neu ist das Thema, dem sich der 1947 in Minden geborene Thomas Jeier seit vielen Jahren schon verschrieben hat: „Das große Buch der Indianer“ heißt sein neues Buch - ein unverzichtbares Nachschlagewerk, ein Standardwerk für alle, die sich für die Geschichte der Ureinwohner Nordamerikas interessieren:

Auch fotografisch ist der von einem der besten Kenner der Materie fundiert geschriebene Band interessant: Die historischen Fotografien von Häuptlingen und Kriegern sind sehr gut gedruckt und geben einen faszinierenden Einblick in die Welt der „Native Americans“. Vorgestellt werden Völkerschaften von Kanada bis zum Golf von Mexiko, darunter die Sioux, Cheyenne, Apachen, Irokesen und Cherokee - insgesamt 29 Stämme, die historisch, politisch, soziologisch und kulturell eine zumeist sehr verschiedene Geschichte haben.

Herrlich seltene, anonyme Fotografien des 19. und 20. Jahrhunderts sind zu bestaunen. Bilder von den pazifischen Walfängern im Nordwesten etwa, bis hin zu den als Bauern lebenden Indianern in Florida: faszinierende Porträts, die alleine schon den Kauf des Buchs lohnen. Doch auch Aktuelles spart Thomas Jeier nicht aus: Ein langes Kapitel widmet der Autor der gegenwärtigen Situation indianischer Völker, die - so unterschiedlich sie auch sind - bis heute ein gemeinsames Werte-System bewahrt haben, in dessen Zentrum Achtung vor der Natur und Toleranz vor den Mitmenschen stehen.
(Marc Peschke)

Thomas Jeier
Das große Buch der Indianer - Die Ureinwohner Nordamerikas (bei amazon.de)
Verlag Ueberreuter. Wien 2008
304 Seiten. 350 Fotos und Landkarten. Gebunden. Deutsch
ISBN 978-3-8000-1596-2
24,95 Euro
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