Das wunderbare Utopien liegt oft direkt vor unseren Füßen, aber wir sehen mit unsern Teleskopen darüber hinweg.

— Ludwig Tieck

DHW Fototechnik will Rollei-Klassiker produzieren

Nach der Insolvenz der Franke & Heidecke GmbH war lange Monate unklar, ob und wie eine Fertigung von Fotoprodukten, auch aus der Rollei-Nachlassenschaft, in Braunschweig weitergeführt werden kann. Mit dem Beschluss der heute durchgeführten Gläubigerversammlung zeichnet sich eine Perspektive ab - die neu gegründete DHW Fototechnik GmbH will das mit einem altbekannten Geschäftsführer übernehmen:

Die Gläubigerversammlung der insolventen Manufaktur für Optik und Feinmechanik hat am 11.11.2009 beschlossen, dass die der Insolvenzmasse zugehörigen Teile des Teile- und Fertigwarenlagers und die entsprechenden Anteile der Geschäftsausstattung vom Insolvenzverwalter an die am 22.10.2009 im Handelsregister Braunschweig (HRB 202052) mit einem Stammkapital von 25.200 Euro eingetragene DHW Fototechnik GmbH verkauft werden darf. Unternehmenszweck der DHW ist die Produktion, die Reparatur und der Vertrieb von Feinwerk und optischen Geräten.

Hinsichtlich der Produktionsanlagen, die in der Vergangenheit von der Franke & Heidecke GmbH im Sale-and-lease-back-Verfahren an eine Leasinggesellschaft veräußert wurden, müssen getrennte Verträge abgeschlossen werden. Für die Nutzung von Namens- und anderen Rechten muss ein Vertrag mit der Rollei GmbH geschlossen werden. Gleiches gilt für den Mietvertrag mit der Rollei Immobilien GmbH & Co. KG für die Räumlichkeiten in der Salzdahlumerstraße 196, die in Zukunft von der DHW genutzt werden sollen. Nach vorliegenden Informationen will die DHW die Fertigung auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern, verteilt auf drei Stockwerke, und mit 20 Mitarbeitern wieder aufnehmen. Franke & Heidecke beschäftige zuletzt, vor der Insolvenz im Februar 2009, 131 Mitarbeiter.

Das von Hans Hartje (vormals Gesellschafter und Geschäftsführer bei Franke & Heidecke und davor Rollei-Manager) geführte Unternehmen DHW Fototechnik GmbH, dessen Gesellschafter derzeit noch unbekannt sind, will offensichtlich sowohl die Fertigung der beiden Diaprojektorenlinien (66 Dual P und twin MSC) wieder aufnehmen als auch die zweiäugigen Mittelformatkameras nach Kundenwunsch konfektionieren (sehr exklusiv und teuer, vergoldet, verplatiniert usw., darf man vermuten) und möglicherweise auch den Bau von Rollei-35-Modellen wieder beginnen. Eine Neuaufnahme der Rollei-35-Produktion stand schon vor geraumer Zeit zur Debatte, wurde dann aber offensichtlich doch nicht realisiert.

Ob eine analoge Version der Rolleiflex Hy6 nochmals das Licht der Welt erblickt, hängt wohl auch von der Entwirrung der diesbezüglichen Rechte ab, die nach unserer aktuellen Informationslage bei Jenoptik und / oder Eastman Kodak liegen, wobei Rechte an der baugleichen Leaf AFi wohl zu Phase One übertragen wurden. (Siehe Stochern im Nebel: Zur Zukunft der Hy6)

Ein Vertreter der DHW Fototechnik stand bislang für eine Stellungnahme zur aktuellen Entwicklung nicht zur Verfügung.

(CJ)
 

Der Beschluss wurde wohl pünktlich um 11.11 Uhr - Beginn der

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. November 2009 - 21:05

fünften Jahreszeit - gefasst. Alle Beteiligten sollen ja durch ihre überdimensionierte Pappnase aufgefallen sein. Nach dem Beschluss ging man wohl für den Rest des Tages pötten.
Jetzt geht die Leichenfledderei in die nächste Phase. Es darf gewettet werden, wie lange die Zombies durchhalten werden.

Damit hat sich wohl

Eingetragen von
ROG
(Inventar)
am Mittwoch, 11. November 2009 - 22:18

der Name Rollei aus der Welt der Fotografen verabschiedet. Aufgespalten in zwei diametrale Linien. Auf der einen Seite die superteuren Sammlerstücke der klassischen Rollei Kollektion, auf der anderen Seite die Masse der gesichtslosen Digiknipsen mit dem Rollei Schriftzug. Die mittlere Linie, die Werkzeuge für Fotografen herstellte gibt es nicht mehr.
Insofern ein schöner Spiegel, der den Trend unserer gesellschaftlichen Entwicklung zeigt.

P.S. Wer kauft eigentlich diese Diaprojektoren?
ROG

Wer kauft eigentlich diese Diaprojektoren...was für eine Frage?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. November 2009 - 23:23
ROG schrieb:

P.S. Wer kauft eigentlich diese Diaprojektoren?
ROG

...und wer hört noch Schallplatten und gibt tausende von Euro für einen Schallplattenspieler aus? Wer fährt Benzin vernichtende Oldtimer und fliegt mit der guten alten Tante Ju...

Menschen wie ich...habe bereits seit Jahren einen in Benutzung, denn im Urlaub und zu wichtigen Anlässen fotografiere ich bewusst Analog. Denn ob meine jetzigen Fotodaten in Zukunft auch jederzeit lesbar sind, kann nicht garantiert werden. Filme können jederzeit ausbelichtet werden und halten (vernünftig gelagert) im Schnitt 50 Jahre!

Wollte mir jüngst einen zweiten Projektor zulegen, um Panoramadiashows in Überblendtechnik zu realisieren. Und mit erhältlichen Polfiltern ist ebenfalls eine perfekte 3D Projektion möglich. Zudem ist das projizierte Bild eines analogen Positivfilms, dem eines sündhaft teueren Full HD - Beamers nach wie vor überlegen. Sowohl in der subjektiv organischen Tiefe des Bildes und der unvergleichlichen Farbbrillanz. Das ganze mit ansprechender Musik und vor Ort aufgenommenen Geräuschen, automatisch PC gesteuert, ist mehr als nur sehenswert und versetzt meine Zuschauer immer wieder in Erstaunen. Bis zur fertigen Show ist es zwar viel Arbeit, aber gerade die macht unheimlich viel Spaß und kann als kreativer Akt wahrlich "begriffen" werden.

Nicht dass sie mich falsch verstehen. Ich fotografiere auch sehr viel digital und genieße eine schnelle und perfekte Bildershow via PS3 am 104cm Bildschirm sehr. Aber dennoch entwickle ich in den Wintermonaten meine SW Filme und Fotos selbst, welche ich mit meiner Lochbildkamera auf SW Mittelformartfilm in den Monaten zuvor geschossen habe.

Kurz und gut...Analogfotografie hat stets etwas Sinnliches und es tut gut, sich manchmal auf 12 bzw. 36 Bilder pro Film beschränken zu müssen; Nein...zu dürfen!!!

Für gutes Fotozubehör empfiehlt sich ein Besuch bei monochrom oder Manufactum.

Verbreiteter Trugschluss!

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 07:53
Gast schrieb:

...zu wichtigen Anlässen fotografiere ich bewusst Analog. Denn ob meine jetzigen Fotodaten in Zukunft auch jederzeit lesbar sind, kann nicht garantiert werden. Filme können jederzeit ausbelichtet werden und halten (vernünftig gelagert) im Schnitt 50 Jahre!

Das würde ich so nicht unterschreiben, gerade am Niedergang der einst großen Rollei lässt sich gut beobachten wie Zeiten sich ändern!
Irgendwann wird keiner mehr nach analogen Ausbelichtungen anfragen wenn selbst das Großformat mit digi-Rückteilen um 5.000 Euro bestückt werden kann.
Für die paar Nostalgiker die es dann noch gibt Chemie und Technik zu produzieren übernimmt dann eine Hinterhofklitsche zu exorbitanten Preisen, die dann auch den fanatischsten Analogikern irgendwann to much werden bis sich nichtmal mehr eine Kleinstserien-Manufaktur lohnt (siehe Rollei).
Filmscanner dasselbe in grün, auch die Herstellung von Ersatzlampen für Diaprojektoren benötigt eine bestimmte Nachfrage und schwupps sind Negative und Dias in 50 Jahren ebenso unbrauchbar geworden wie heutige Dateien.

Der Unterschied ist nur: wenn z.B. der jpeg-Standard durch xyz abgelöst wurde, wird es unter Garantie noch 10 bis 20 Jahre lang Programme geben, die den ganzen Rechner vollautomatisch mit einem einzigen Mausklick konvertieren. Wird hingegen die allerletze Produktion von Fotochemie eingestellt, geht es nicht ganz so bequem, 127.000 Negative zu digitalisieren (falls es dann überhaupt noch Win18-256bit-Treiber für irgendeinen uralten Diascanner gibt?).

Gast schrieb: Irgendwann

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 11:42
Gast schrieb:

Irgendwann wird keiner mehr nach analogen Ausbelichtungen anfragen wenn selbst das Großformat mit digi-Rückteilen um 5.000 Euro bestückt werden kann.

Selbst GF wird heute überwiegend gescannt und anschließend digital weiter bearbeitet. Klassische Vergrößerungen macht man heutzutage doch nur noch, weil es Spaß macht oder weil man ein Unikat will.

Zitat:

Für die paar Nostalgiker die es dann noch gibt Chemie und Technik zu produzieren übernimmt dann eine Hinterhofklitsche zu exorbitanten Preisen, die dann auch den fanatischsten Analogikern irgendwann to much werden bis sich nichtmal mehr eine Kleinstserien-Manufaktur lohnt (siehe Rollei).

Foto-Chemie ist ziemlich simpel und zur Not auch selbst herstellbar. Problematisch ist eher, die Rohstoffe in guter und vor allem gleichbleibender Qualität zu bekommen und diverse Umweltschutzbestimmungen.
Beim Papier sehe ich die Lage kritischer. Hier könnten Ausbelichtung + chemische Entwicklung in nicht zu ferner Zukunft tatsächlich komplett durch Drucktechniken ersetzt werden. Schwarzweißpapier wird vielleicht weiterhin geben, weil auch hier Manufakturherstellung praktikabel erscheint.

Zitat:

Filmscanner dasselbe in grün,

Klassische Zeilenscanner werden durch System ersetzt werden, bei denen die Filmvorlagen "abfotografiert" werden. Zur Not selbst konstruiert. Ich sehe hier jetzt nicht das Problem.
Einrichtungen, die professionelle Lösungen brauchen (Archive, Museen), werden auch Anbieter finden, die Spezialhardware in geringen Stückzahlen herstellen. Da wird gern auch etwas mehr ausgegeben.

Zitat:

auch die Herstellung von Ersatzlampen für Diaprojektoren benötigt eine bestimmte Nachfrage und schwupps sind Negative und Dias in 50 Jahren ebenso unbrauchbar geworden wie heutige Dateien.

Auch hier sollte man den Basteltrieb und Erfindungsreichtum der Menschen nicht unterschätzen. LEDs werden in Zukunft ein guter Ersatz sein und sich aufgrund der geringen Größe und Wärmeentwicklung auch in alten Geräten einsetzen lassen.

Zitat:

Wird hingegen die allerletze Produktion von Fotochemie eingestellt, geht es nicht ganz so bequem, 127.000 Negative zu digitalisieren (falls es dann überhaupt noch Win18-256bit-Treiber für irgendeinen uralten Diascanner gibt?).

Solange es funktionierende Digitalkameras gibt, wird man auch Filme digitalisieren können.

Können schon, aber...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 21:37
Gast schrieb:

Solange es funktionierende Digitalkameras gibt, wird man auch Filme digitalisieren können.

Jau, mit exorbitantem Aufwand zu mäßiger Qualität wenn man sich den "Scanner" aus einer Kamera selbst bauen muss. Und das dann eben auch noch alles zu Fuß, Bild für Bild bei zig Tausend Bildern und nur aus Angst, dass von einem Tag auf den anderen plötzlich das jpeg-Format verboten werden könnte und gleichzeitig dann per Bundestrojaner auf jedem PC in Deutschland übernacht alle Konvertierungsprogramme gelöscht werden. Gut, bis vor wenigen Wochen hätte ich das ja auch nicht ganz ausschließen wollen, aber nun kann der Herr Schäuble allenfalls noch eine jpeg-Steuer einführen.

Archive...

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Donnerstag, 12. November 2009 - 13:07

Es sieht so aus, als ob viele glauben, die Problematik großer Archive der Zeitgeschichte beträfe einen beim eigenen Archiv genauso. Realistischer betrachtet dürfte man durch ein halbwegs überschaubares digitales Archiv mittlerweile nur Vorteile haben, sofern man Strom und einen funktionierenden Rechner voraussetzen kann und die Sicherungsplatten gelegentlich umkopiert...
Wer kann schon ein analoges Bildarchiv (bei Musik... ist es natürlich kaum anders) so locker auf einem vergleichbaren Raum unterbringen und z.B. durch eine Kopie bei einem Freund auch vor Schäden durch Brand... schützen?

Man muß halt darauf achten, nicht ungeprüft sofort die verwendete Software durch neue Versionen zu ersetzen. Insbesondere natürlich, wenn man mit RAW-Formaten älterer Kameras arbeitet...
Aber wer nicht so blöde ist, seine Dias zur besseren Haltbarkeit zu räuchern oder zu pökeln, sollte auch das im Griff haben.

Gast schrieb: Denn ob

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 10:41
Gast schrieb:

Denn ob meine jetzigen Fotodaten in Zukunft auch jederzeit lesbar sind, kann nicht garantiert werden.

Dieser Schwachsinn wird auch durch ständige Wiederholung nicht plausibler.

Wer kauft eigentlich diese Diaprojektoren?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 10:28

Auf jeden Fall nicht die Kundschaft, die ihre Freizeit im BlödMarkt verbringt und auch sonst nach jedem entsprechendem Werbespot panisch an die Regale der Elektronikmärkte drängt, von der Sorge getrieben, der gerade beworbene Super-Korea-Elektronikschrott könnte jeden Moment ausverkauft sein.

DHW: Willkommen in Schleswig-Holstein...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 02:48

...fühle mich ins Land zwischen den Meeren versetzt, DHW GmbH...das erinnert einerseits an das DHW - Diakoniehilfswerk aus Rendsburg und dann gibt es da ja noch die HDW Howaldtswerke Deutsche Werft GmbH in Kiel, die ihre Werft in Griechenland für einen Euro verkaufen wollen, weil die Regierung dort die halbe Milliarede für vier Schiffe nicht zahlt... was kann das für die Kameras unter Marke Rollei bedeuten? Nomen est Omen, was kann das für die neue DHW Fototechnik GmbH bedeuten? Eine offene Frage, die sich nur mit dem Blick aus PhaseOne beantworten lässt:

PhaseOne hat sich inzwischen zum VentureCapital-Wunder entwickelt, an dem in Europa Maß genommmen wird in der europäischen Fotobranche. In diesem Sinne ist zu hoffen, dass in Kopenhagen die Bedeutung der Hy6 als eigenständiges Produkt nebem der 645 von Mamiya und den Hasselblads hoch eingeschätzt wird. Bei DHW stehen vermutlich alle Zeichen auf Hoffnung, letztlich kommt es nun darauf an, die richtigen Verträge mit den richtigen Partnern abzuschliessen, denn unterschrieben worden ist in diese Richtung ja bekanntlich noch gar nichts. Erst dann wissen wir, ob das Rollei-Uboot wieder auftaucht oder dauerhaft im Meer der Oldtimersammler kreuzt und dabei den Styx und den Acheron überquert. Nur Odysseus selbst kann auf das Silberstück verzichten, dass ansonsten Charon unter die Zunge gelegt werden muss. Am kommenden Donnerstag soll er im Rolleizentrum in Braunschweig anzutreffen.

Rollei

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 09:36

Wollte mir als Ergänzung zu meiner Nikon-Ausrüstung in den Achtzigern eine Mittelformatkamera mit drei Objektiven zulegen. Dabei hatte ich die 6008 in die engere Wahl genommen. Von einem Bekannten kaufte ich vorher günstig einen Rollei-Überblendprojektor, der etwas hakte und nicht richtig lief. Den wollte ich bei Rollei reparieren lassen, der reinste Horror: Am Telefon keiner zuständig, angeblich keine Ersatzteile, laufend Vertröstungen. Das reichte! Für den Projektor bekam ich noch zwanzig Mark und entschied mich für eine Asahi Pentax 6x7, eine Super-Kamera, dazu Top-Service, kundenfreundliche Verhaltensweise und immer hilfsbereit, so wie ich es von Nikon kannte. Rollei hat das selbst zu verantworten, denn in der Fotowelt existieren nicht nur Sammler, die "goldene Zweiäugige" kaufen!

Rollei war eine der übelsten Klitschen und der Exitus mit irre

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 10:20

langer Agonie nur eine abschliessende Konsequenz dazu. Von Nostalgikern kann kein Unternehmen leben; letztendlich kommt es so, wie es oben ein Gast tatsachengerecht skizziert hat: Nostalgieprodukte werden immer teurer bis zur Unbezahlbarkeit und erledigen sich von selbst.

Die ewigen Beschwörungen für ein Auferstehen der Hy6 werden auch ins Leere gehen. PhaseOne ist gut beraten, sich auf Mamiya und hochwertige Digitalrückteile zu konzentrieren. Und selbst, wenn man sich dem Thema Hy6 zuwenden sollte, dann auf keinen Fall mit alten bzw. alternden Rollei-Spannbacken, die ihr Leben damit zubrachten, ein Unternehmen an die Wand zu fahren.

So unterschiedlich können die Erfahrungen sein,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 10:59

ich habe mir in den 90er eine 6008 als Ergänzung zur KB-Slr gekauft, super Kamera, habe den Kauf nie bereut.
Meine Erfahrungen mit dem Kundenservice sind auch genau umgekehrt, Rollei freundlich und hilfsbereit, Nikon unverschämt (ich würde niemanden mehr eine Nikon empfehlen).
Der Rolleivision 35 Twin ist aber zugegeben etwas mimosenhaft (Anspruchsvoll was die Magazine betrifft),
mein Exemplar funktionierte beim Kauf auch nicht richtig, Zuhause mit CS-Magazin schon.

Jörg

So unterschiedlich

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 13:51

Entschuldigung, ich kenne bei Nikon nur den Profiservice - der ist wirklich 1a, aber auch meine Freunde aus dem Amateurlager sind mit Nikon sehr zufrieden. Bin einmal gespannt, was in einem Jahr passiert, wenn in Braunschweig eine 6008 defekt ankommt. Ich vermute `mal: Nur noch Standard-Ersatzteile vorrätig, in zwei Jahren dann auch nicht mehr das! Bleibt nur noch der Verkauf an einen Rollei-Sammler!

Gast schrieb:

ich habe mir in den 90er eine 6008 als Ergänzung zur KB-Slr gekauft, super Kamera, habe den Kauf nie bereut.
Meine Erfahrungen mit dem Kundenservice sind auch genau umgekehrt, Rollei freundlich und hilfsbereit, Nikon unverschämt (ich würde niemanden mehr eine Nikon empfehlen).
Der Rolleivision 35 Twin ist aber zugegeben etwas mimosenhaft (Anspruchsvoll was die Magazine betrifft),
mein Exemplar funktionierte beim Kauf auch nicht richtig, Zuhause mit CS-Magazin schon.

Jörg

Gast schrieb:

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 17:15
Gast schrieb:

Entschuldigung, ich kenne bei Nikon nur den Profiservice - der ist wirklich 1a, aber auch meine Freunde aus dem Amateurlager sind mit Nikon sehr zufrieden. Bin einmal gespannt, was in einem Jahr passiert, wenn in Braunschweig eine 6008 defekt ankommt. Ich vermute `mal: Nur noch Standard-Ersatzteile vorrätig, in zwei Jahren dann auch nicht mehr das! Bleibt nur noch der Verkauf an einen Rollei-Sammler!

Gast schrieb:

ich habe mir in den 90er eine 6008 als Ergänzung zur KB-Slr gekauft, super Kamera, habe den Kauf nie bereut.
Meine Erfahrungen mit dem Kundenservice sind auch genau umgekehrt, Rollei freundlich und hilfsbereit, Nikon unverschämt (ich würde niemanden mehr eine Nikon empfehlen).
Der Rolleivision 35 Twin ist aber zugegeben etwas mimosenhaft (Anspruchsvoll was die Magazine betrifft),
mein Exemplar funktionierte beim Kauf auch nicht richtig, Zuhause mit CS-Magazin schon.

Jörg

Bei wem sollen nur noch Standartersatzeile für die 6008 vorrätig sein, beim Hersteller?
Wohl, kaum weil der wird gerade abgewickelt.
Aber Nikon muß ja nicht mal Pleite sein um die eigenen Kameras nicht mehr zu reparieren.
Und was Ihre zufriedenen Freunde betrifft, hatten die den schon einmal Kontakt mit dem Nikon Kundenservice?

Jörg

Kann gegen den

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 01. Januar 2010 - 15:33

Kann gegen den Rollei-Service nichts sagen; bisher, zuletzt auch während der Insolvenzphase, Reparaturen, Upgrades ohne Probleme.
Die Analogfotografie wird weiterhin etliche Liebhaber behalten.
Da bleibt ein Nischenmarkt.
Mit der Erfindung der Fotografie wurde ja auch nicht aufgehört zu malen.
Analoge Musikwiedergabe: Schallplatten "Vinyl" haben einen stabilen Nischenmarkt.
Im übrigen ist das Leben analog (Fühlen, Sehen, Hören);
die digitale Technik überbrückt lediglich analoge Vorgänge.

Mittelformat ist echt schwierig geworden.

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. November 2009 - 22:43

Durch Zufall habe ich vor einigen Wochen gesehen, dass die Pentax Modelle 645 und 67 sanft entschlummert sind. Und vorgestern kam eine Meldung von Araxfoto rein, dass Arsenal Works den kompltten Betrieb einstellt. Der Fototeil war da zwar nur ein ferner liefen und Gerüchten zufolge sowieso nur noch Abverkauf, aber mit der Zerschlagung und dem Ausverkauf der Maschinen ist eine Produktion der Kiev 60, 88CM oder der 645 (die ja sowieso gescheitert war) endgültig vorbei.

Es bleiben wohl Hasselblad H-System und Mamiya 645 im "MAssen"-Markt, sowie Alpa und toitoi Leica in spezifischen Nischenmärkten.

Kommentar von International Rolleiclub

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. November 2009 - 02:52

Erstmal bitte entschuldigen Sie mein Deutsch. In der tägligen Kommunication benutze ich English.

Als 'club leiter / web master' von www.rolleiclub.com habe ich mich, seit ich mit Rollei arbeite ( als Profifotograf seit 1974), immer gewundert über das, gelinde gesagt, unausgewogene Verhältnis zwischen der Topqualität der Rolleiflex-Producte und der schlechten Aftermarket-Behandlung der Rollei-Camera-Besitzenden. Später, als ich der Rolleiclub-website neues leben eingeblasen hatte, hat sich dieser Trend fortgesetzt: Super Kameras, freundlicher Empfang in Fabrik, aber schlechte (email ) Kommunikation. Wenn Rolleiflex neues leben eingeblasen werden sollte, müssen die 'neuen' Geschäftsführer realisieren, dass heutzutage Kunden erstmalich über dass internet Kontakt suchen. Für Neuankauf, aber auch für Nachsorge. JEDE email MUSS beantwortet wurden, die Website muss TÄGLICH aufdatiert wurden. Das neue PR-Team muss sich völlich bewusst sein, dass das internet Numero Uno ist, wenn es um die Kommunication mit der Aussenwelt geht.

Zweitens will ich darauf hinweisen, dass es eine grosse Anzahl loyaler Benutzer von älteren Kameras gibt. Und damit können Sie ALLE vergangen Rolleiflex-Kameras nennen. Diese Benutzer sind die beste Public-Relations-Freunde, die mann sich wünschen kann. Bereits: Dass neue unternehmen diese hundert tausenden unterstützt, mit Service , Ersatzteilen, speziellen Aktionen. Nur dann kann Rolleiflex wieder gross werden.

Mit über 1200 activen Forum-Mitgliedern hinter mir wünsche ich dem neuen Unternehmen das Allerbeste. Nochmal Entschuldigung für mein Deutsch, möglich kann einer es ein bisschen polieren für uns ?

Freundliche Grüße: Jaap Roskam www.rolleiclub.com

[Anmerkung: auf Bitten des Autors ein wenig aufpoliert. Red.]

Kommentarpolitur

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 15. November 2009 - 23:58

Mensch, das finde ich toll, dass Photoscala jetzt auch Kommentarpolitur anbietet.
In Zukunft bitte auch unbedingt die Kommentare von Mr.FT zum besseren Allgemeinverständniss nachpolieren.
Und auch die Beiträge eines DusselDullis bitte zu Recht und gerade Polieren, und die Beiträge von
Meeressäugern bitte vor dem Veröffentlichen erst sauberpolieren.

Danke, das fände ich wirklich glänzend.