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Mit viel intellektueller Anstrengung wurde versucht, den künstlerischen Charakter der Fotografie nachzuweisen (Komposition, Licht, Filmmaterial usw.), doch es blieb die Tatsache, dass auch eine Maschine oder ein Affe imstande war, ein photographisches Bild zu erzeugen.
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China - Luftschloss der Fotobranche? (aktualisiert)
China gehört zu den dynamischsten Märkten der Welt und bietet der Imaging-Branche enorme Absatzpotenziale - sagt die Kölnmesse. Ist dem tatsächlich so?
Vom 14. 17. Juli 2005 findet die Imaging Expo China / Interphoto Shanghai 2005 statt und die beteiligten Messegesellschaften teilen in einer Pressemeldung mit: China gehört zu den dynamischsten Märkten der Welt und bietet der Imaging-Branche enorme Absatzpotenziale. Um so wichtiger ist es für deutsche Unternehmen, frühzeitig in diesem Wachstumsmarkt präsent zu sein.
Laut Meldung haben sich bislang AgfaPhoto GmbH, C.A.T.-Verlag Blömer GmbH, GfK Marketing Services GmbH & Co. KG, Imaging Solutions GmbH, Leica Camera AG, Minox GmbH, Schmidt Marketing HK Ltd., Prophoto GmbH, Jos.Schneider Optische Werke GmbH, Tetenal AG & Co. KG und die Carl Zeiss AG zu einer Teilnahme angemeldet.
Den beteiligten Firmen ist aller Erfolg zu wünschen. Doch ob China tatsächlich Hoffnungsträger für den Absatz alter und neuer Produkte ist bzw. werden kann, darüber mag man geteilter Meinung sein.
Noch ein Zitat aus der Meldung: Die große Bedeutung Chinas als Wachstumsmarkt der Zukunft belegen einige Zahlen: So stieg der Absatz von Digitalkameras nach Branchenschätzungen von 2003 auf 2004 von 0,6 Millionen auf 1,4 Millionen Stück, ohne die Nachfrage nach analogen Kameras (Marktvolumen rund 4,5 Millionen Stück pro Jahr) zu beeinträchtigen.
Dazu sei angemerkt, dass im Jahr 2004 in Europa 25 Millionen Digitalkameras - und damit knapp zwanzig Mal so viel - verkauft wurden. Weltweit gingen rund 74 Millionen Digitalkameras über den Ladentisch, was bedeutet, dass China augenblicklich rund 2% des weltweiten Digitalkameramarktes hält. Chinas Wirtschaft muss noch sehr lange sehr kräftig wachsen, um in diesem Bereich zu einem Wirtschaftsfaktor zu werden.
Ein weiteres Zitat: Auch der Telekommunikationsmarkt in China boomt: Die Netzwerkbetreiber zählen zur Zeit nicht weniger als 310 Millionen Nutzer; das sind ungefähr 25 Prozent der Bevölkerung! Damit liegt die Marktdurchdringung auf dem doppelten Niveau der USA.
Böse Zungen verbreiten allerdings, dass die Chinesen allzu oft locken, kopieren, produzieren. Will heißen, sie überzeugen ausländische Investoren, sich in China anzusiedeln, profitieren von deren Know-how und produzieren alsbald selbst. So liegt in China der Marktanteil von Handys aus eigener Produktion mittlerweile bei rund 50% (vor wenigen Jahren stammten noch rund 80% der Handys von Motorola, Nokia, Siemens usw.).
Der Staat zwingt ausländische Firmen zum Technologietransfer. Nach einer Regierungsvorlage sollen 50 Prozent aller im Lande hergestellten Autos bis 2010 chinesisch sein - eine offene Kampfansage an VW, General Motors und Toyota, die mit anderen Ausländern bisher 90 Prozent des Marktes beherrschen. Dieses Zitat ist nicht aus obiger überaus optimistisch formulierter Pressemeldung, sondern findet sich in diesem lesenswerten Artikel: Gefährlicher Traum vom Wirtschaftswunder.
Das System ist so einfach wie effizient. Ausländische Hersteller dürfen in China nur in Gemeinschaftsunternehmen produzieren, in denen die Chinesen die Mehrheit haben. Deren große Staatsunternehmen arbeiten allerdings mit gleich mehreren, zudem untereinander konkurrierenden Partnern aus dem Westen zusammen, die sie dann gegeneinander ausspielen. Sie schöpfen das technologische Wissen ab und kopieren, denn auch ohne Konkubinenstatus ist es um die Rechte ausländischer Investoren schlecht bestellt. So textet die Welt am Sonntag in diesem Zusammenhang in dem Artikel Wie China den Westen das Fürchten lehrt.
Mehr zu diesen und anderen Themenbereichen rund um China bei China intern. Informationen zur Messe gibts bei der Imaging Expo / Interphoto Shanghai. (thoMas)
Nachtrag (17.2.2006): Aus aktuellem Anlass noch einmal hervorgekramt. Wie neben anderen WELT und Spiegel berichten, bauen die Chinesen gerade ihren eigenen Transrapid (nach): Nach Informationen der WELT soll aber die Teststrecke in Shanghai mit ihrem Fahrweg und der Montagehalle der in Pudong in Betrieb genommenen 31,5 Kilometer langen Transrapidstrecke in allen Einzelheiten gleichen. Im Fahrweg würden die gleichen Statorpakete und Wicklungen für den elektromagnetischen Antrieb verwendet. (Zitat aus WELT)
Mehr hier:
Nikon will den chinesischen Markt erobern (die sind augenscheinlich cleverer)
China bootet Transrapid-Konsortium aus
Flucht nach vorn
Die Deutschen haben Fehler gemacht
Zum Thema:
- China ist der Welt größter Kameraproduzent
- Nikon will den chinesischen Markt erobern
- 13. Interphoto in Shanghai
- Der Kameramarkt 2007 in Deutschland und Europa
- Fujifilm: Kameras aus China, Chips von Toshiba
- 12-Megapixel-Sensor aus chinesischer Entwicklung
- Samsung: Wir sind Sechster!
- Schneider-Kreuznach in Shenzhen
- Risiko: Geschäfte in Asien
- Die Fotobranche boomt (zu Teilen)
- Digitalkameras verkaufen sich gut
- AgfaPhoto-Digitalkameras bald weltweit erhältlich





Nicht blöd die Chinesen, ...
ehel clevel!
Bundeskanzler Kiesinger.....
.....(bis 69)im Bundestag:"Ich sage nur,China,China,China!"
Was wusste er schon damals?Fragen über Fragen."Wirtschaftswoche",bitte übernehmen sie!
L.S.
Und so...
... überschwemmen die Chinesen den Weltmarkt nicht mehr nur mit billigen Bastkörbchen, sondern auch mit billigem High-Tech. Das know-How und die Fabriken dafür wird ihnen nachgeschmissen.
Ja ja die lieben süssen kleinen Chinesen...
können uns in Zukunft das Leben ganz schön schwer machen...
Alles kopieren und dann schweinebillig auf den Markt werfen.
Dazu immer schön lächeln. Aber unsere Firmenchefs sehen
nur noch Dollars vor den Augen. Wenn sich das mal nicht bitter rächt...
Vielleicht kommt dann ein billig Mercedes aus China.
Bei der Fotoindustrie wars ja auch so... Nix mehr Made in Germany.
(ausser Leica, aber wie lange noch?)
gruss mekkie
Canon macht's richtig
Entgegen dem Trend der meisten anderen Kamerahersteller hat Canon sich gerade aus China verabschiedet und groß in sein Heimatland Japan investiert. Dazu gab es neulich einen interessanten Artikel im Spiegel (Print). Kann den Artikel leider auf die Schnelle nicht aufspüren.
Jedenfalls denke ich auch, dass die anderen Kamerahersteller, wie z. B. Nikon, sich damit ins eigene Knie schießen, wenn sie ihre Kamera-Entwicklung und Produktion nach China verschieben.
die gelbe Gefahr ...
.. ist nicht zu unterschätzen !!!
Aber , haben die Japaner nicht anfänglich auch nur alles nachgebaut !?
Die sind pfiffig , die Asiaten !