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Carl Zeiss wieder auf Erfolgskurs

Die Carl Zeiss Gruppe zeigt sich mit den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 ganz zufrieden, und zahlt vorzeitig ihre Schulden an die Mitarbeiter zurück:

Pressemitteilung der Carl Zeiss Gruppe:

Carl Zeiss wieder auf Erfolgskurs

Positiver Ausblick für Geschäftsjahr 2009/10

- Umsatz 24 Prozent über Vorjahreswert
- Ergebnis wieder deutlich positiv
- Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter auf hohem Niveau
- Positive Entwicklung ermöglicht vorfristige Rückzahlungen an Mitarbeiter
- Gute Prognose für zweite Hälfte des Geschäftsjahres

Stuttgart – 20. Mai 2010.

Carl Zeiss hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 die Trendwende geschafft und wieder ein positives Ergebnis erzielt. Im Vorjahr wirkte sich die Weltwirtschaftskrise deutlich auf Umsatz und EbIT aus – in erster Linie war das Industriegeschäft des Konzerns betroffen. Die positive Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr ist besonders auf verbesserte Auftragseingänge im Unternehmensbereich Halbleitertechnik zurückzuführen. Bei der Halbjahres-Pressekonferenz in Stuttgart legte die Carl Zeiss Gruppe ihre Zwischenbilanz vor.

Erstes Halbjahr mit deutlich positivem Ergebnis
Der Umsatz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2009/10
(1. Oktober 2009 bis 31. März 2010) erreicht 1.379 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (erstes Halbjahr 2008/09: 1.113 Millionen), währungsbereinigt beträgt der Anstieg 26 Prozent.

Der Auslandsanteil am Geschäft belief sich in den ersten sechs Monaten auf 87 Prozent. Der Umsatz in Asien ist weiter gewachsen: Hier verbuchte das Unternehmen währungsbereinigt im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von zehn Prozent.
Nach den Verlusten im vergangenen Jahr schreibt Carl Zeiss im laufenden Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen: Das EbIT (Earnings before Interest and Taxes) lag bei 176 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008/09: minus 23 Millionen).

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 81 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008/09: minus 66 Millionen). „In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2009/10 sind Auftragseingang und Umsatz deutlich gestiegen und wir schreiben wieder schwarze Zahlen“, sagte Dr. Dieter Kurz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG. „Besonders der Bereich Halbleitertechnik läuft auf Hochtouren. Beim Auftragseingang verzeichnen wir im Vergleich zum Vorjahr deutliche Steigerungen in fast allen Bereichen. Jetzt zeigt sich, dass es sich gelohnt hat, durch die Krise hindurch zu investieren. Carl Zeiss hat die Trendwende geschafft und rechnet mit einem deutlich positiven Ergebnis für das gesamte Geschäftsjahr.“

Mitarbeiter werden an positiver Entwicklung beteiligt
Die Geschäftsentwicklung ermöglicht es dem Unternehmen, den Mitarbeitern vorfristig die anteilig einbehaltenen tariflichen Sonderzahlungen aus dem Jahr 2009 zurückzuzahlen. Im vergangenen Jahr hatten die Mitarbeiter der Carl Zeiss Unternehmen in Deutschland im Rahmen eines „Gesamtpakets zur Bewältigung der wirtschaftlichen Situation“ auf Teile des Urlaubs- sowie auf das Weihnachtsgeld verzichtet. Im Gegenzug schließt Carl Zeiss bis zum 30. September 2010 betriebsbedingte Kündigungen aus. So konnte das Unternehmen seine Personalkosten schnell und signifikant senken, um auf den rezessionsbedingten Umsatzeinbruch zu reagieren und Arbeitsplätze zu sichern.

„Die Mitarbeiter haben durch ihren Verzicht dazu beigetragen, dass wir die Kosten im Vorjahr zügig und flexibel an die Umsatzentwicklung anpassen konnten. Dank der guten Geschäftsentwicklung konnten wir jetzt früher als ursprünglich vereinbart mit der Rückzahlung beginnen“, so Kurz. Die Carl Zeiss Mitarbeiter erhalten auch das Urlaubsgeld 2010 in voller Höhe, das laut „Gesamtpaket“ entfallen sollte. Die Beschäftigungssicherung bleibt bestehen.

Kennzahlen des Geschäftsjahres 2009/10
Das Eigenkapital betrug zum 31. März 2010 mehr als eine Milliarde Euro, was einer Quote von 31 Prozent entspricht (31. März 2009: 33 Prozent). Das unterstreicht die finanzielle Stabilität und wirtschaftliche Unabhängigkeit des Unternehmens. 187 Millionen Euro erreichte der Cashflow vor Ertragsteuern in der ersten Geschäftsjahreshälfte. Das entspricht 14 Prozent des Umsatzes (erstes Halbjahr 2008/09: 44 Millionen; vier Prozent des Umsatzes).

Die Nettoliquidität zum 31. März 2010 belief sich auf 690 Millionen Euro (31. März 2009: 480 Millionen). „Die Entwicklung von Cashflow und Netto-liquidität in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres unterstreicht den Erfolg der Maßnahmen, die wir im vergangenen Jahr zur Bewältigung der Krise eingeleitet haben und auch weiter verfolgen“, erläuterte Finanzvorstand Dr. Michael Kaschke. „Mit einem konsequenten, wertorientierten Kostenmanagement haben wir eine gute Ausgangsposition geschaffen, um unsere langfristige Wachstumsstrategie weiter zu verfolgen und gleichzeitig auch kurzfristig reagieren zu können.“

Carl Zeiss investierte in der ersten Geschäftsjahreshälfte 2009/10 17 Millionen Euro in Sachanlagen (erstes Halbjahr 2008/09: 35 Millionen). Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von 43 Millionen Euro gegenüber (erstes Halbjahr 2008/09: 44 Millionen).

Forschung und Entwicklung:
Investitionen weiter auf hohem Niveau
In den ersten sechs Monaten hat Carl Zeiss 134 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgewendet. Damit setzt Carl Zeiss zehn Prozent des Umsatzes für die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Lösungen ein. Dass diese Investitionen sich lohnen, zeigt die Innovationsquote: Im ersten Halbjahr 2009/10 erzielte Carl Zeiss rund 55 Prozent des Umsatzes mit Produkten, die nicht älter als drei Jahre sind.

Mitarbeiterzahl nahezu konstant
Zum Stichtag 31. März 2010 beschäftigte Carl Zeiss weltweit 12.778 Mitarbeiter, davon 8.215 (64 Prozent) an den deutschen Standorten. Zudem absolvieren derzeit 415 junge Menschen eine Ausbildung bei Carl Zeiss in Deutschland (31. März 2009: 387). Die Zahl der Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr (31. März 2009: 13.173 Mitarbeiter, davon 8.511 in Deutschland) um drei Prozent gesunken. Dieser leichte Rückgang ist auf natürliche Fluktuation und geringfügige Stellenanpassungen im Ausland zurückzuführen.

Entwicklung der Unternehmensbereiche
Das Geschäft des Unternehmensbereichs Halbleitertechnik hat sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres deutlich erholt. Der Bereich erzielte einen Umsatz in Höhe von 527 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 173 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (193 Millionen).

Der Unternehmensbereich Medizintechnik, der zum größten Teil aus der börsennotierten Carl Zeiss Meditec AG besteht, hat sich in den ersten sechs Monaten stabil weiterentwickelt: Der Umsatz lag bei 354 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008/09: 363 Millionen).

Der Unternehmensbereich Mikroskopie erreichte im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von vier Prozent auf 191 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008/09: 183 Millionen).
Der Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik schloss das erste Halbjahr 2009/10 mit einem Umsatzrückgang von 32 Prozent auf 133 Millionen Euro ab (erstes Halbjahr 2008/09: 195 Millionen). Eine Belebung des Marktes ist spürbar, vor allem durch positive Entwicklungen in Wachstumsmärkten wie beispielsweise Indien.

Der Bereich Markenoptik/Optronik, der das Geschäft mit Ferngläsern, Planetarien, Foto- und Filmobjektiven sowie optronischen Produkten umfasst, erzielte in den ersten sechs Monaten einen Umsatz in Höhe von 156 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008/09: 163 Millionen).

Das weltweit tätige Brillenglasunternehmen Carl Zeiss Vision – ein Gemeinschaftsunternehmen der Private Equity-Gruppe EQT und von Carl Zeiss – hat in der ersten Geschäftsjahreshälfte 2009/10 425 Millionen Euro Umsatz erzielt (Vorjahr: 440 Millionen). Die Carl Zeiss Vision Gruppe wird im Finanzergebnis der Carl Zeiss Gruppe anteilig (at equity) berücksichtigt.

Ausblick
Carl Zeiss blickt optimistisch auf die zweite Geschäftsjahreshälfte: „Unsere Innovationspipeline ist gut gefüllt und wir investieren weiter konsequent in den Ausbau unserer Technologieführerschaft“, betonte Kurz. Zudem werde Carl Zeiss sein internationales Geschäft weiter ausbauen. „Wir fokussieren uns auf die Wachstumsregionen Asien und Lateinamerika. Hier stärken wir unsere Position und bauen unser Angebot für diese Märkte sowie unsere Aktivitäten vor Ort weiter aus.“ Diese Regionen seien sogar in der Weltwirtschaftskrise gewachsen, von dieser Entwicklung habe auch Carl Zeiss profitiert, so Kurz.

Für das Geschäftsjahr 2009/10 erwartet Carl Zeiss insgesamt ein positives Ergebnis bei einem Umsatz, der im Vergleich zum Vorjahr deutliches Wachstum zeigt. „Nach einem von der Krise geprägten Jahr sind wir wieder auf Erfolgskurs. Der Umsatz kann wieder das Niveau des Geschäftsjahres 2007/08 erreichen. Wir halten dadurch Carl Zeiss auf einem profitablen Wachstumskurs“, so Kurz. „Unser breites Portfolio hat das Unternehmen gestärkt. Wir haben die Folgen der Rezession für die Mitarbeiter gut abgefedert und die Auswirkungen der Krise insgesamt erfolgreich gemeistert. Carl Zeiss geht mit einer positiven Bilanz in die Zukunft.“

 

(thoMas)
 

Manche Firmen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Mai 2010 - 09:19

schaffens immer wieder vieles richtig zu machen - und das sogar in Deutschland ... ;-)

...und das sogar in Japan.

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Mai 2010 - 23:11

...mit japanischen Helfershelfern vom Markenpiraten Cosina-Feuchtländer. Merkt doch keiner - (oder doch?). -

Gast schrieb:

schaffens immer wieder vieles richtig zu machen - und das sogar in Deutschland ... ;-)

Der Geist

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Mai 2010 - 01:30

steht für's Werk ...

...

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Mai 2010 - 12:01
Gast schrieb:

steht für's Werk ...

... und er weht, wo er will. Muss ja nicht in der Enge deutscher Provinzialität sein. Schon gar nicht, so lange hier 1-Euro-Jobs als wohlfeiler gelten, als wirtschaftspolitisches Vernunftdenken.

"Feuchtländer"

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Mai 2010 - 07:39

als verlängerte Werkbank der Deutschen: Hebt sich irgendwie erfrischend ab, in der Trockenwüste der deutschen Fotoindustrie ...

Ein Erfolg von

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Mai 2010 - 13:26

"Passion To Win", einem gigantisch angelegten "Gehirnwäsche"-Programm des Zeiss-Konzerns. Am Ende sollen die Individuen zu funktionierenden "Zeiss-Robotern" umerzogen werden, welche ihre eigenen Werte aufgeben und die Zeiss-Werte SERVE, EMPOWER, ACT und WIN befolgen. Die moderne Form von "Der Sozialismus siegt". Hatten wir hier in Jena ja auch schon einmal.

SEKTE????

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Mai 2010 - 16:23

Sehr giftiger Kommentar.Behaupten Sie,Zeiss sei eine Sekte?Mit "Gehirnwäsche"und so?Oder sind Sie ein "entsorgter"Jenaer Altkommunist mit Rachegelüsten?

Als ich drei war

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Mai 2010 - 20:30
Gast schrieb:

Sehr giftiger Kommentar.Behaupten Sie,Zeiss sei eine Sekte?Mit "Gehirnwäsche"und so?Oder sind Sie ein "entsorgter"Jenaer Altkommunist mit Rachegelüsten?

brach der Sozialismus in meinem Kindergarten und im VEB zusammen. Aber die Methoden jetzt erinnern viele SED-geplagte an die Parolen von früher ...

Dummheit

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 22. Mai 2010 - 20:47

ist auch eine treudeutsche "Erfindung" ... geht ja auch nur um einen der führenden Optikkonzerne der Welt: Da darf der teutonische Großfurzer auch schon mal seine Gase ablassen.

Wenn die Argumente versagen

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Mai 2010 - 15:42

..auch typisch deutsch.: Wenn die Argumente wegen geistiger Leere ausgehen, bleibt nur noch primitive Unsachlichkeit. Der "Weltkonzern" ist schon dreimal untergegangen, einmal mit diesen hässlichen Contaflex-Kameras und (leider) den guten Contarex-Alternativen, dann mit dem Versuch, sich unter Contax von Yashica-Kyocera aus Japan bedienen zu lassen. Im Osten kam das Ende mit der Wende. Jetzt lassen sie sich von japanischen Cosina-Hilfswilligen die Kameras entweder unter dem Logo "Voigtländer" oder - völlig überteuert und fast baugleich - mit der Gravur "Zeiss Ikon" bedienen. Dazu noch Objektive mit Siebziger-Jahre-Technik ohne Autofokus, denn so weit sind die noch nicht. Toller Weltkonzern. Wenn das Herr Küppenbender noch erleben könnte? Er hätte vermutlich gleich Nikon gekauft, denn dieser Konstrukteur wusste, was Qualität bedeutet.

Gast schrieb:

ist auch eine treudeutsche "Erfindung" ... geht ja auch nur um einen der führenden Optikkonzerne der Welt: Da darf der teutonische Großfurzer auch schon mal seine Gase ablassen.

Blöd nur

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 23. Mai 2010 - 22:52

dass Zeiss doch ein bisschen mehr ist, als die provinzielle Kleinbildklitsche, als die sie sie hier vorstellen.
Im Gegensatz zu Leica haben sie nicht NUR auf M gesetzt - und darüber hinaus auf die eingeprägten Verdrängungsmuster einer zahlungsfähigen Klientel ...

Markenpiraterie

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 07:47

Bitte genau lesen. "Provinziell" hatte ich nicht geschrieben - und mit der Klitsche war nicht Carl Zeiss gemeint, sondern ihr Zulieferer Cosina, die früher Billig-Reflexen an Billig-Versandhäuser lieferten und jetzt unter deutschen Namensbezeichnungen Voigtländer, Zeiss Ikon, Planar, Bessa, Skopar, Nokton, Heliar, Ultron, Lanthar, Biogon, Distagon, Sonnar, Planar usw. den Eindruck erwecken wollen, die westdeutsche Kameraindustrie wäre wieder "neu erblüht". Ist aber nicht so. In den Zeiss-Ikon- und Feuchtländer-Prospekten darüber kein Wort, denn das könnte den Verbraucher nur unnötig verwirren und vom Kauf abhalten. Dass die Fließbänder in einem Land stehen, wo viele der Beschäftigten nicht `mal wissen, wo Braunschweig oder Oberkochen beheimatet sind - was soll`s.

Gast schrieb:

dass Zeiss doch ein bisschen mehr ist, als die provinzielle Kleinbildklitsche, als die sie sie hier vorstellen.
Im Gegensatz zu Leica haben sie nicht NUR auf M gesetzt - und darüber hinaus auf die eingeprägten Verdrängungsmuster einer zahlungsfähigen Klientel ...

Ich denke

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 11:06

dass Cosina sämtliche genannten Produkte HEUTE auf einem technischen Niveau produziert, das sich vom einem 'made in Oberkochen' nur marginal unterscheidet. Ausser halt im Preis.
Statt zu jammern und zu kotzen - freuen sie sich, dass es sowas wie Zeiss überhaupt noch gibt: Fällt auch ein wenig Glanz auf die alte Bundesrepublik dabei ab - auch wenn's den gemeinen Bundesbürger mehr zu verblenden scheint.

Ross und Reiter

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 22:34
Gast schrieb:

Zulieferer Cosina, die früher Billig-Reflexen an Billig-Versandhäuser lieferten und jetzt unter deutschen Namensbezeichnungen Voigtländer, Zeiss Ikon, Planar, Bessa, Skopar, Nokton, Heliar, Ultron, Lanthar, Biogon, Distagon, Sonnar, Planar usw. den Eindruck erwecken wollen, die westdeutsche Kameraindustrie wäre wieder "neu erblüht".

Was für ein Unfug.
Zeiss, Voigtländer und Cosina nennen ganz klar Ross und Reiter. Für jeden zugänglich können Sie nachschlagen, welches Objektiv vom Produzenten Cosina kommt. Ich wüsste jetzt nicht, dass Nikon veröffentlicht hätte, welches „Nikkor“ aus welchem fernöstlichen Werk kommt.

Zitat:

In den Zeiss-Ikon- und Feuchtländer-Prospekten darüber kein Wort.

Natürlich nicht. Die Prospekte beschreiben ja auch die Kameras und Objektive. Nicht die Werke. Steht in den Nikon-Katalogen was über die Fabriken in Thailand. Im Katalog der D300s finde ich dazu kein Wort. Weil mich das verwirren und vom Kauf abhalten könnte?

Gast schrieb:

Dass die Fließbänder in einem Land stehen, wo viele der Beschäftigten nicht `mal wissen, wo Braunschweig oder Oberkochen beheimatet sind - was soll`s.

Fließband? Schon mal eine Objektivmanufaktur von Innen gesehen? Und die Thai kennen die japanische Geographie deutlich besser als die Japaner die Deutsche?

Der Fotooptik-Bereich ist bei Carl Zeiss

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Montag, 24. Mai 2010 - 21:46

so etwas wie der Schrebergarten. Die Mitarbeiter, die in Oberkochen noch Fotoobjektive bauen, sind eine verschwindend kleine Minderheit. Wie klein so manche Abteilung im Stammwerk ist, verblüfft mich immer wieder.

Made in Germany

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 25. Mai 2010 - 11:10

Warum sollen die bei Zeiss auch Fotoobjektive in Deutschland herstellen? Irgendeine Klitsche in Fernost wird es schon richten, jedenfalls haben die bereits Erfahrungen gesammelt in der Belieferung der Billig-Versandhäuser Quelle, Neckermann, Dixons, Sears usw., die auch schon teilweise das Handtuch geworfen haben. Wenn die Japaner dann auch zu teuer werden, zieht die Produktionskarawane eben weiter nach Korea oder China. Die pinseln nach Wunsch auf die Objektive "Carl Zeiss", das war es dann. Schade um den Verbraucher, der denkt, es wäre ein deutsches "Markenprodukt" und legt einige Euros `drauf. Da kauf` ich doch lieber gleich japanische Spitzenqualität - mit schneller Autofokussteuerung.

Shitop schrieb:

so etwas wie der Schrebergarten. Die Mitarbeiter, die in Oberkochen noch Fotoobjektive bauen, sind eine verschwindend kleine Minderheit. Wie klein so manche Abteilung im Stammwerk ist, verblüfft mich immer wieder.

Sie können sich ja

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 25. Mai 2010 - 11:52

zum Stundenlohn der Chinesen und Koreaner bewerben: Mehr als Hartz IV springt da vielleicht sogar für Sie raus ...

Ernster gesagt: Machen sie Firmen nicht für die Verwerfungen des Kapitalismus verantwortlich. Anders wär's vielleicht auch heute schon schöner - aber (auch) diese Firma wär' dann vielleicht auch schon toter.

Ausgerechnet

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 25. Mai 2010 - 00:37
Gast schrieb:

..auch typisch deutsch.: Wenn die Argumente wegen geistiger Leere ausgehen, bleibt nur noch primitive Unsachlichkeit.

Ausgerechnet, wer vor allem mit dummen Verunglimpfungen auf sich aufmerksam machen will, kommt hier mit dem Vorwurf „primitiver Unsachlichkeit“. Oder wer lässt sich Begriffe wie „Cosina-Feuchtländer“ einfallen?

Zitat:

Der "Weltkonzern" ist schon dreimal untergegangen, einmal mit diesen hässlichen Contaflex-Kameras und (leider) den guten Contarex-Alternativen, dann mit dem Versuch, sich unter Contax von Yashica-Kyocera aus Japan bedienen zu lassen. Im Osten kam das Ende mit der Wende.

Ja, und dieses schon mehrfach untergegangene Unternehmen macht ein paar Milliarden Umsatz jährlich und hat knapp 13.000 Mitarbeiter.
Erweitern Sie mal endlich Ihren Horizont! Die Welt besteht aus mehr als nur ein paar Fotokameras. Und die Einstellung der Contarex- und Contaflex-Reihe scheint dann ja wohl richtig gewesen zu sein, wenn's Zeiss heute so prächtig geht.
Übrigens hat Zeiss sich nicht von Yashica oder Kyocera beliefern lassen. Es waren letztere, die die Kameras verkauften, nicht Zeiss. Zeiss war lediglich behilflich. Und auch das scheint dem Konzern gut bekommen zu sein, wenn man sich die heutigen Zahlen anschaut.
(Ansonsten ist die Einstellung eines Kamerasystems ja nicht so ungewöhnlich. Wie viele Systeme hat Ihr Lieblingshersteller denn schon beerdigt? Wie ist das mit den Messsucherkameras? Tod. Pronea? Tod. ... (Übrigens ist die Homepage nikon.de auch gerade tod, aber das gehört jetzt nicht hierher.)
Und übrigens gibt es Carl-Zeiss-Jena immernoch.

Was ist denn das Problem ?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 00:37

Cosina? Ich hab das Voigtländer 40mm ultron 2 . Also das Ding funktioniert super an meiner d90. Diglloyd bestätigt dessen effizienz selbst im Fx Format. Im Grunde ist es mir egal woher das Ding kommt wenn es so sauber gefertigt wurde.Wenn es aber besser ist und in Deutschland gefertigt wurde, erfreut es mich besonders (Was das zeug nicht günstiger macht). Ich finde es äusserst disskriminierend wie mancher Foren Teilnehmer von japanischen Produkten sprechen. Sie sprechen wie von Menschen zweiter Klasse die nur zu niedereren Leistungen fähig sind. Wenn das Produkt sehr gut gefertigt wurde, warum hätte es dann in Deutschland gefertigt werden sollen, wenn die Deutschen zu keiner weiteren verbesserung beitragen konnten ? Die Deutschen liefern das Know-How bzw. das Konzept des Objektives und die Japaner liefern gut ausgelastete Produktionstätten und zuverlässige Qualität. Für den üblichen Spiegelreflex Nutzer reicht es. Die von Zeiss stellen nur Cine Objektive in Deutschland her, vllt erfordert es da besonderer rigorosität(oder einer guten rechtfertigung den Preis ). Dass die Japaner aber hervoragende Objektive herstellen können steht ausser Frage. Sie haben es mit den Mittelformatobjektiven der Fuji Gx 680 bewießen (naürlich auch mit vielen anderen Objektive) und erst neuerdings mit den Fujinon-Zomms für die neuesten Arri Digital-Kameras. Arri ist alles nur nicht Low-Budget. Wenn die diese Objektive samt ihren Kameras an Weltklasse Filmproduktion überantworten so müssen die Teile Spitze sein. Also selbst die Jungs von Arri halten die Japaner in Sachen Zooms im Augenblick wie es scheint als mindestesten ebenso qualitativ hochwertig wie Zeiss. Zeiss hingegen sieht ein dass es keinen unterschied macht ob sie es hier oder dort produzieren lassen.A Nur dass wenn es in von Cosina hergestellt wird es vermutlich günstiger ist und mehr leute das Produkt kaufen können, was wiederum einen schön prallen Geldbeutel bei den Zeiss leuten verspricht. Ist doch eine saubere Sache wenn sie es schaffen nicht gefressen zu weden. Die Dinger sind jetzt schon nicht günstig, aber was würden sie wohl kosten wenn man sie in Deutschland herstellen würde ? Das 100 mm makro gehört zu den besten objektiven überhaupt und ist ein resultat deutsch-japanischer zusammenarbeit. Wer nun darin einen makel sieht,das japaner daran beteiligt waren, mein Gott.... der sollte mal seine Haltung anderen Kulturen gegenüber überdenken (wobei damals waren sie noch ganz dicke???).
Aber sprechen wir doch mal von echten deutschen hochleistungsobjektiven von Rodenstock oder Schneider Kreuznach. Die Dinger sind herrvoragend. Kosten viel, weil kompromisslos. Zu kompromisslos. Blende 4 minimum. Das ist auch vernünftig. Aber nur Blende 4 für über 1500 €, tut weh ? Die leute kaufen sich kameras mit unglaublich geringem Packmaß und zahlen sogar weniger für die Objektive als früher und glauben sogar dass sie mit einem Objektiv mit einer 1,4 Offenblende für unter 600 € Spitze bekommen (kriegen sie auch weil der markt ja nichts besseres liefert, leica R ist ja schon tot). Wie das wohl gehen soll, wenn Kleinbildsensoren zu dem anspruchvollsten übverhaupt gehören (weit schlimmer als Mittelformatobjektive) aber jedes neue Mittelformatobjektiv locker über 1300€ kostet? Die Kameras von heute sind zweifelsohne sehr gut und die objektive sind ordentlich (und liefern uns eine super quaklität bis A1, war früher nicht mal vorstellbar!!!) aber bei dem üblichen Etat welches der normale heimfotograf bereit ist auszugeben, wiso sollte er dafür das non plus ultra bekommen? Ich bin zufrieden mit meinem ultronn 40mm, ein zeisas 100mm wäre auch eine überlegung wert. und wollte ich kompromisslose deutsche qulität dann holte ich mir eine linhof techno und ein paar feine rodstock objektive. Wenn ich könnte, dann würde ich...
Ich liebe qualitätiv hochwertige Produkte. Wenn ich eine Alpa sehe dann schlägt mein herz höher, und ein tolles rollei objektiv ist ein traum und ja selbst die leica leute verstehe ich deßwegen (obwohl mir die m9 werbung,also die offizielle ordentlich auf den Keks geht). Aber wenn der preis ausserhalb meiner möglichkeiten ist, wiso soll ich mich da aufregen und wiso soll ich die japaner verfluchen dafür dass sie mir die fotografie überhaupt erst ermöglichen mit superben PentaxoCanoPanaSonykorre (mit oder ohne abstriche in der qualität)?
Wär doch ansonsten viel zu teuer, mal ehrlich?

mit freundlichen Grüßen

der M aus M

Nur mal so zum Nachdenken...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 10:13
Gast schrieb:

Ich finde es äusserst disskriminierend wie mancher Foren Teilnehmer von japanischen Produkten sprechen. Sie sprechen wie von Menschen zweiter Klasse die nur zu niedereren Leistungen fähig sind.

Das ist derselbe (!), der uns dann im selben Atemzug mit dem Gesülz über die "Toppp Qualität der Toppp Nikons aus Made in Japan" nervt... Also, auf meiner Nikon steht "Made in Thailand", und das Teil fing nach einem Jahr schon an zu zerbröseln...

Japan? Habe selber für ein Jahr in Japan gelebt und zusammenfassend kann ich sagen: Japan steht für mich für absolute Höchstpräzision. Da kann man sich in Deutschland noch eine ganz dicke Scheibe von abschneiden. Das grenzt schon an Fanatismus bei denen: Nur ein Beispiel: Eisenbahnen die auf die Sekunde genau (!) fahren... (Wenn man dann zurückkommt und in Frankfurt auf dem Bahnhof die Durchsagen der Art "Der ICE xxxx hat ca 15 min Verspätung" und "Der InterCity fährt heute ausnahmsweise auf Gleis 10 ein und aus." kommt man sich dann erstmal in eine Bananenrepublik versetzt vor...)

Zuverlässige Sonnenblende

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 12:16

...auf allen meinen Nikon-Kameras steht "Made in Japan", die halten seit Jahren klaglos durch. Ist aber nicht die Wühltisch-Ware, sondern im Bereich "Digital-Spiegelreflex" angesiedelt. Ich hab trotzdem `mal nachgeschaut, auf einer meiner Sonnenblenden steht auch "Thailand", aber selbst die erfreut sich noch allerbester Gesundheit.

Gast schrieb:
Gast schrieb:

Ich finde es äusserst disskriminierend wie mancher Foren Teilnehmer von japanischen Produkten sprechen. Sie sprechen wie von Menschen zweiter Klasse die nur zu niedereren Leistungen fähig sind.

Das ist derselbe (!), der uns dann im selben Atemzug mit dem Gesülz über die "Toppp Qualität der Toppp Nikons aus Made in Japan" nervt... Also, auf meiner Nikon steht "Made in Thailand", und das Teil fing nach einem Jahr schon an zu zerbröseln...

Japan? Habe selber für ein Jahr in Japan gelebt und zusammenfassend kann ich sagen: Japan steht für mich für absolute Höchstpräzision. Da kann man sich in Deutschland noch eine ganz dicke Scheibe von abschneiden. Das grenzt schon an Fanatismus bei denen: Nur ein Beispiel: Eisenbahnen die auf die Sekunde genau (!) fahren... (Wenn man dann zurückkommt und in Frankfurt auf dem Bahnhof die Durchsagen der Art "Der ICE xxxx hat ca 15 min Verspätung" und "Der InterCity fährt heute ausnahmsweise auf Gleis 10 ein und aus." kommt man sich dann erstmal in eine Bananenrepublik versetzt vor...)

Zeiss-Allergie

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 17:43
Gast schrieb:

Ich finde es äusserst disskriminierend wie mancher Foren Teilnehmer von japanischen Produkten sprechen. Sie sprechen wie von Menschen zweiter Klasse die nur zu niedereren Leistungen fähig sind.

Dass ist nur unser Clown mit der Zeiss-Allergie. Und der lästert nicht über japanische Produkte, sondern hat halt noch nicht mitgekriegt, dass Cosina qualitativ hochwertige Produkte für die verschiedensten Kunden herstellt, nicht nur für Zeiss, und dass sich auch Nikon helfen lässt und die verschiedensten Zulieferer nutzt.

Dann

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 26. Mai 2010 - 23:18

Dann ist ja alles in Butter ;-)

Wünsche euch viel Spass beim fotografieren

mit freundlichen grüßen

m aus M