Was macht ein «gutes» Foto aus? Das Foto muss dem Fotografen gefallen, denn deswegen fotografiert er.

— thoMas

BENUTZERANMELDUNG

Angetestet: Panasonic Lumix DMC-L10

Ich hatte Gelegenheit, die L10 von Panasonic ein wenig auszuprobieren:

Dies allerdings nur für ein paar Stunden, und nur mit einem Vorserienmodell. Die verteilten Kameras waren zudem Panasonic-intern als A, B, C und D klassifiziert worden, wobei nicht erkennbar war, welche Güteklasse man in Händen hielt. Panasonic (Japan) bat denn auch darum, Beispielfotos lieber erstmal gar nicht zu zeigen, und wenn doch, dann mit einer Seitenlänge von höchstens 640 Pixeln. So bleibt es ein Ersteindruck der am 30. August 2007 vorgestellten Lumix DMC-L10 und ein paar kleinen Bildchen zum Anschauen, nicht aber zum Beurteilen. (Letzteres bitte schon deshalb nicht, weil die Fotos „fürs Web optimiert“ gespeichert wurden - schön klein, aber die Farben, insbesondere Rottöne, bleiben dabei ein wenig auf der Strecke.)

Die Kamera macht einen gut verarbeiteten, nicht aber einen perfekten Eindruck - mittlere bis gehobene Amateurklasse, falls Sie sich darunter etwas vorstellen können. Falls nicht, versuche ich es mal so rum: Beileibe kein „Klapperkasten“, sondern gut und passgenau verarbeitet. Aber eben auch kein feinmechanisches Sahnestückchen. Guter Klassendurchschnitt.

Das D Vario-Elmar 3,8-5,6/14-50 mm entspricht dem. Sichtlich besser verarbeitet und satter funktionierend als die üblichen Billigzooms, die es sonst im Kit dazu gibt, aber - äußerlich - doch auch wieder sichtlich unterhalb eines erstklassigen Objektivs angesiedelt. Zur Abbildungsqualität lässt sich abschließend noch nichts sagen, da hier, wie erwähnt, Vorserienmodelle zum Einsatz kamen.

Eine Tendenz gibt es allerdings zu vermelden: Die Kamera hinterlässt samt D Vario-Elmar 3,8-5,6/14-50 mm einen sehr guten Eindruck, was die Bildqualität angeht - sofern alles gut geht. Mein Exemplar hatte mitunter Probleme mit der Scharfstellung, aber wenn die klappte, dann waren die Ergebnisse sehr gut. Das unzweifelhaft sehr gute Zuiko Digital ED 4/7-14 mm, mit dem zeitweise auch fotografiert wurde, konnte das D Vario-Elmar 3,8-5,6/14-50 mm jedenfalls keinesfalls deklassieren - Bildergebnisse bzw. -qualität sind vergleichbar. Hält die Serie, was die gelungenen Ergebnisse versprechen, dann ist das ein feines Objektiv an einer feinen Kamera.

Das bei Einigen so beliebte Rauschethema ist mir persönlich völlig egal, mache ich doch heute mit jeder digitalen Kamera (Markenkamera, gerne auch Kompaktkamera) Available-Light-Aufnahmen, von denen ich zu analogen Zeiten nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Erstens ging vieles gar nicht, und wenn, dann war das Korn nicht ohne. Von hochgepuschten Schwarzweißfilmen vielleicht mal abgesehen - dann aber mit Korn bis dorthinaus, auch wenn es „schön“ war. Dies vorausgeschickt, kann ich nur festhalten, dass ich auch mit den L10-Aufnahmen mit ISO 30/800° sehr, sehr gut leben kann (mit 1600er Einstellung habe ich keine Fotos gemacht).

Wer sich näher für die Knöpfe interessiert, bekommt bei dpreview jeden einzelnen genau gezeigt. Was die Ergonomie, die Bedienbarkeit, angeht, gibt es aus meiner Sicht nichts zu mäkeln. Man muss sich immer erst einmal an seine neue Kamera gewöhnen, doch wenn das geschehen ist, lässt sich die L10 sehr griffig und logisch bedienen, so mein Eindruck. Die richtigen Knöpfe an den richtigen Stellen, dazu das Setup-Menü für die Grundeinstellungen.

Ein paar der Neuerungen der L10 kommen aus der Kompaktkamera-Entwicklung. Die Intelligent-ISO-Automatik zum Beispiel, eine Funktion, die bei Bedarf die Empfindlichkeit automatisch über den vorgegebenen Wert hinaus erhöht, um Unschärfen oder Fehlbelichtungen zu vermeiden. Der maximale ISO-Wert, bis zu dem das möglich sein soll, kann vorgegeben werden (ab 200 bis 1600 ISO, wenn ich richtig erinnere). Oder die Motivprogramme, die ich schon immer ungeheuer praktisch fand: Wie sonst können Sie so schnell eigene Prioritäten (möglichst schnelle Verschlusszeiten, möglichst große Schärfentiefe usw.) vorgeben, ohne sich ständig per Werte-Überprüfung zu vergewissern, dass die Kamera auch alles richtig macht? Wem das zu popelig ist, der kann natürlich auch auf Zeit- oder Blendenautomatik oder die rein manuelle Einstellung von Zeit und Blende wechseln.




Kleiner Aufnahmetipp am Rande: Die manuelle Belichtungseinstellung ist manchmal doch sehr hilfreich. In dem Fall wurde der kamerainterne Blitz mit -2 EV eingesetzt; die Dauerbelichtung auf 1/3 s bei Blende 5,6 eingestellt. Die Werte waren mit ein paar Testaufnahmen schnell gefunden.



Auch die Gesichtserkennung stammt aus den digitalen Kompaktkameras, ist mitunter ganz praktisch und kann bis zu 15 Gesichter erkennen. Wobei die Physik Grenzen setzt: Es ist nicht gesagt, dass auch alle 15 scharfgestellt werden können. Die bis zu 15 Gesichter werden vielmehr ermittelt (anhand von Konturen und Hautton, soweit ich das weiß), um darunter das größte zu bestimmen - in der Annahme, das sei auch das wichtigste bzw. das vorderste - und darauf wird dann scharfgestellt und die Belichtung abgestimmt. Wer das nicht möchte: auch diese Funktion ist abschaltbar.

Der Kontrast-Autofokus ist eine feine Sache und ermöglicht die Scharfstellung auch bei Live-View-Funktion (Permanentdarstellung) des LCD-Monitors. Die L10 lässt sich diesbezüglich uneingeschränkt so bedienen wie eine Digitalkompakte: Wo immer ich das Foto beurteilen will, Sucher oder Monitor, ich sehe ständig was und kann scharfstellen. Derzeit kann der Kontrast-Autofokus allerdings nur mit den beiden (neuen) Leica-Objektiven D Vario-Elmar 3,8-5,6/14-50 mm und 3,8-5,6/14-150 mm genutzt werden.

Theoretisch wäre es durchaus möglich gewesen, diese Funktion auch für alle vorhandenen Four-Thirds-Objektive freizuschalten, aber Panasonic entschied sich im Interesse der Geschwindigkeit dagegen. Die neuen Objektive sind eigens für diese Funktion optimiert (inklusive eines neuen internen Schaltkreises, wenn ich das soweit richtig verstanden habe), während andere Objektive doch deutlich langsamer - zu langsam für Panasonic - agieren würden.

Womit wir beim schwenkbaren Monitor wären - ein für Spiegelreflexkameras neues, ansonsten aber nicht unbekanntes, Ausstattungsdetail, das das Fotografieren jenseits der Augenhöhe doch beträchtlich erleichtert und über dessen 207.000 „Pixel“ - richtiger Bildpunkte oder Dots - wir ja mittlerweile auch Bescheid wissen. Er teilt das Übel aller Kameramonitore - das Bild ist im hellen Sonnenschein nicht mehr erkennbar. Gibt es da nicht auch transreflektive Displays und wäre es nicht mal eine gute Idee, das so weiterzuentwickeln, dass der Monitor künftig immer ein gutes Bild zeigt: im Dunklen mit Hilfe der Hintergrundbeleuchtung und im Hellen mit Hilfe des reflektierten Sonnenlichts?

Mittlerweile hat Panasonic sich auch auf einen Preis festgelegt: 1299 Euro soll das Bündel aus L10 und D Vario-Elmar 3,8-5,6/14-50 mm kosten, empfiehlt Panasonic. Das erscheint mir ein wenig hoch gegriffen, steht die L10 doch in Konkurrenz zum Beispiel zu einer Pentax K10D, die es samt Kitobjektiv für deutlich unter 1000 Euro gibt (auch wenn die L10 aus der Vorserie sehr nahelegt, das dieses Bündel eben kein Billig-Einsteiger-Kit ist, bei dem man das Kitobjektiv am besten gleich austauscht, sofern man Ansprüche stellt).

Bis auf das aber: eine wirklich feine Kamera, die, so wie es sich andeutet, eine sehr gute Bildqualität abliefert; auch mit dem beigepackten Standardzoom.

(thoMas)

Stimmt!

Bild von MoZi
Eingetragen von
MoZi
(Hausfreund)
am Dienstag, 11. September 2007 - 20:25

na ja, fast alles. Der Chef hat sich vor dem Test gründlich vorbereitet und den Objektivdeckel abgenommen. Das mit der Gegenlichtblende üben wir noch.
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außerdem drängelte sich die lästige Konkurrenz immer vor.
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aus der Serie Men@Work

Auch bei digitalkamera.de ...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 11:32

... gibt es einen First Look - Erfahrungsbericht, die Ergebnisse sind ähnlich.

Link: http://www.digitalkamera.de/Meldung/Erste_Erfahrungen_mit_der_Panasonic_...

Ich denke der Pferdefuß ist tatsächlich der Preis von 1.300 Euro. Das ist in der Klasse schon jenseits von gut und böse und könnte zum massiven Absatzhemmnis am sehr preissensiblen deutschen Markt werden. Vielleicht hat Panasonic noch ein Einsehen und startet nicht gleich mit einem kapitalen Fehler.

Wer macht hier Reklame ...

Bild von Rumpelstilzken
Eingetragen von
Rumpelstilzken
(Ehrengast)
am Mittwoch, 12. September 2007 - 13:30

für den Vordrängler?
fragt sich
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(vor Diktat verreist)

P.S.: Panasonic D hätte "unter 1000 Euro" für das Set auch lieber gesehen, aber kein OK von Panasonic JP bekommen.

LiveView versemmelt?!?

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 07:26

Ob es nur beim Vorserienmodell so ist oder so bleibt: Die L10 die ich kurz in der Hand hatte, war nicht zu einer Belichtungsvorschau (ändert man im M-Modus die Verschlusszeit und die Blende, wird der Bildschirm nicht entsprechend heller oder dunkler) fähig. Somit bleibt die L10 für mich vorerst ein Non-Go, denn ohne Belichtungsvorschau wird eins der Hauptvorzüge des LiveView (WYSIWYG-Effekt) nicht ausgenutzt. :(

Histogramm wäre wichtig

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 11:03

Belichtungsvorschau auf dem Monitor in der Form, dass der Monitor entsprechend heller oder dunkler darstellt dürfte doch eher trügerisch sein, da die Umgebungshelligkeit das Ergebnis zu viel verfälscht, als dass man sich da auf Feinheiten verlassen könnte. Wichtig wäre für mich, dass die Vorschau im Bereich Helligkeit sich im Live-Histogramm darstellt. Da ist Verlaß drauf. Und ich gehe einfach mal davon aus, dass dies bei der L10 der Fall ist.
Peter

Histogramm ist IMO auch nicht das Wahre

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 12:15
Gast schrieb:

Belichtungsvorschau auf dem Monitor in der Form, dass der Monitor entsprechend heller oder dunkler darstellt dürfte doch eher trügerisch sein, da die Umgebungshelligkeit das Ergebnis zu viel verfälscht, als dass man sich da auf Feinheiten verlassen könnte.

Für mich ist die Belichtungsvorschau die intuitivste Form der Belichtungseinstellung und -kontrolle, da diese visuell erfolgt. Mit Belichtungswerten (Verschlusszeit, Blende), einer Belichtungswaage/-skala oder auch einem Histogramm kann man nicht direkt etwas anfangen, weil man die vermittelten Informationen zuerst im Kopf umsetzen muss. Bei der Belichtungsvorschau bekommt man nach dem WYSIWYG-Prinzip (What You See Is What You Get) direkt das Ergebnis der Belichtungseinstellung angezeigt. Mit der Zeit lernt man, instinktiv die Umgebungshelligkeit und eventuelle Abweichungen zwischen dem Monitorbild und der Aufnahme (die wenigsten LCDs sind kalibriert) bei der visuellen Beurteilung der Belichtung mit zu berücksichtigen. Das geht viel einfacher und schneller als befürchtet. Ich habe jedenfalls die Belichtungsvorschau mit einer Minolta Dimage A1 zu schätzen gelernt und möchte sie bei einer LiveView-fähigen Kamera nicht vermissen!

P.S.: Ein Histogramm ermöglicht auch nur eine *grobe* Einschätzung davon, ob die Belichtung richtig ist oder nicht.

Test

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 07:56

Solche Erfahrungsberichte sind oft aussagekräftiger als Tests voller Linienzählerei und Farbtafeln.

Dann ist das...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 09:22

... neben der Pentax K10D die zweite Kamera, die mehr Möglichkeiten bietet als 98% der User jemals nutzen werden oder wirklich brauchen. Ich kann zwar mit Live-View nicht viel anfangen, weil meine SLRs und MFs das nicht brauchen, aber immerhin klingt es interessant.

Genial finde ich den schwenkbaren Monitor - keine der angeblich 'professionellen' Kameras von Canon oder Nikon hat es bisher geschafft, dieses nützliche Feature einzubauen.

Schade nur, dass die Verarbeitungsqualität nicht über den Status der Tupper-Dosen mit Sensor hinauskommt (übrigens auch nicht bei den Möchtegern-Profi-Kameras Nikon 3D oder Canon 1Ds Jod-S11-Körnchen-Mark-X). So gesehen bekommt man bei Pentax oder Panasonic mehr Kamera für das Geld!

Möchtegern Experte

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 17:21

Mit der Nikon 3D können Sie einen Nagel in die Wand hämmern und damit anschliessend weiterfotografieren. Das gilt auch für das entsprechende Canon Modell.

Wer im Glashaus sitzt...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 19:21
Gast schrieb:

Mit der Nikon 3D...

Wer nicht mal weiß, dass die Kamera Nikon D3 heisst, sollte andere besser nicht als Möchtegern-Experte beschimpfen und sich ganz klein machen...

Ups...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 13. September 2007 - 18:08

Egal...

zu teuer...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 10:35

Der Preis von 1299 Euro scheint mir fernab der Realität, zumal die L1 bereits für 200 Euro Aufpreis wesentlich mehr (besseres Gehäuse, kein Plastikbomber, besseres Objektiv, sinnvollerer Sensor etc.) bietet...

1299 EURO?!

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 17:25

Da bin ich platt. Ich hätt es eher auf maximal 499 geschätzt. An selbstüberschätzung fehlt es Panasonic nicht.

499 Euro

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 13. September 2007 - 01:00
Gast schrieb:

Da bin ich platt. Ich hätt es eher auf maximal 499 geschätzt.

Könnte hinkommen, wenn Sie die Kamera einzeln suchen. Ich würde die Kamera bei rund 600 bis 700 Euro einordnen.
Dazu kommt halt nochmal der gleiche Preis fürs Objektiv.
Selbst Canon will für das wirklich billige (nicht preiswert, sondern billig!) EF-S 55-250mm 1:4-5,6 IS schon 200 Euro haben. Das Leica-Zoom ist lichtstärker, bietet den größeren Brennweitenbereich und ist, so die Erfahrungen von Thomas Maschke, auch deutlich besser! Eine Canon EOS 400D verfügt über einen UVP von 800 Euro. Macht 1000 Euro für Kamera und Objektiv. Dann lieber das Panasonic-Päarchen, und ein paar Euro drauflegen!

Rechne Mal 700 Euro für die Kamera, 350 für das Objektiv, nochmal ein paar Euro drauf, nachdem eine Kamera selten zum UVP verkauft wird, und du bist nicht so weit von den 1300 Euro entfernt.

lieber dann Olympus...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 13. September 2007 - 17:27

Mein Händler will für eine Lumix L1 2000 Euro, für das Leicapendant "Digilux 3" 2650 Euro - ich glaube, die Kameras spielen einfach in einer ganz anderen Liga als die neue L10.
Schade, dass Panasonic nicht im Bereich Bridgekamera ein höherwertiges Gerät baut, den Markt hat Canon, Nikon und Co schon lange abgeschrieben. Fotografen, die an einer L10 interessiert sind, könnten gleich eine Olympus kaufen.

Gast schrieb:

Der Preis von 1299 Euro scheint mir fernab der Realität, zumal die L1 bereits für 200 Euro Aufpreis wesentlich mehr (besseres Gehäuse, kein Plastikbomber, besseres Objektiv, sinnvollerer Sensor etc.) bietet...

Nach meinen ersten Erfahrungen ...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 12. September 2007 - 17:18

... mit der 40D ist der LiveView im exzesiven Gebrauch vor allem eines: Berauschend.
Im Einzelfall sicher sinnvoll, weil hilfreich, kann ich mir nicht vorstellen, hinkünftig vielleicht ALLEIN davon Gebrauch zu nehmen, gar nehmen zu müssen ...

...

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 13. September 2007 - 14:27

Ich würde mir überhaupt wünschen, dass sich Diejenigen, die ständig den LiveView loben und preisen, und ihn als allein seligmachendes Feature jeder Kamera ins Gehäuse wünschen, einmal Gedanken zu den technischen "Nebenwirkungen" machten, die diese Maßnahme nun mal auch mit sich bringt ...
Könnte sein, dass dann von Manchen die Prioritäten dann doch etwas anders gereiht würden - und erklären, warum sie bei einigen Herstellern schon jetzt anders gereiht werden.

Wie? Was? Wo?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 13. September 2007 - 18:14

Welche "Nebenwirkungen"?

Live-View-Nebenwirkungen

Bild von Rumpelstilzken
Eingetragen von
Rumpelstilzken
(Ehrengast)
am Donnerstag, 13. September 2007 - 20:42

Sensor wird auf Dauer warm, Autofokus ist (noch) langsamer, Kamera wird teuer, bei Sonnenschein sieht man (fast) nix mehr …
… und trotzdem möchste ich bei einer SLR nicht missen, was bei jeder Billigst-Kompaktknipse eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich ein echtes WYSIWYG-Bild!

SLR-Prismensucher sind fast so alt wie der Objektivdeckel an der Schnur, Technik eines vergangenen Jahrhunderts, da hat sich seit fast 70 Jahren im Prinzip nix mehr geändert.

gez.
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Nicht umsonst ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 00:18

... findet man' hauptsächlich bei "Billigst-Kompaktknipsen" - weil's dort ohnehin wurscht ist.
Und Prismensucher sind tatsächlich alt - aber auch saugut.

Jawohl Rumpi

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 10:25

"SLR-Prismensucher sind fast so alt wie der Objektivdeckel an der Schnur, Technik eines vergangenen Jahrhunderts, da hat sich seit fast 70 Jahren im Prinzip nix mehr geändert."

Die Dösbacken mit dem immer gleichen uralt Verhau im Kopf checken nix, während der Rest von der Bande locker-frech weiter knipst. Bild für Bild.

Bei manchen Knipsern ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 12:05

... scheint der Monitor schon weitgehend das Weltbild auszumachen.

Jo, Rumpi ...

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 15. September 2007 - 09:09

"Sensor wird auf Dauer warm, Autofokus ist (noch) langsamer, Kamera wird teuer, bei Sonnenschein sieht man (fast) nix mehr …"

... es gibt auch noch ein paar mehr "Kleinigkeiten": Der Stromverbrauch steigt, gar nicht wenig; wie auch zeitliche Verzögerungen beim Bildaufbau als auch beim Auslösen fotografischer Spontanität ein bisschen zuwiderlaufen. Und wer betrachtet handliche Kameras schon als Geräte, die sinnvoll (nur) vom Stativ einsetzbar wären?

Na und!?!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 14:05
Gast schrieb:

Ich würde mir überhaupt wünschen, dass sich Diejenigen, die ständig den LiveView loben und preisen, und ihn als allein seligmachendes Feature jeder Kamera ins Gehäuse wünschen, einmal Gedanken zu den technischen "Nebenwirkungen" machten, die diese Maßnahme nun mal auch mit sich bringt ...

Ich weiss echt nicht, wo da das Problem ist. AFAIK treten alle "technischen Nebenwirkungen", die das LiveView-System mit sich bringen soll, nur dann auf, wenn man den LiveView auch einschaltet. Wenn man es nicht tut, verhalten sich die LiveView-DSLRs wie ganz gewöhnliche DSLRs – und das ohne jegliche Einschränkung.

Wer also mit dem LiveView nichts anfangen kann bzw. irgendwelche technischen Nebenwirkungen befürchtet, soll es einfach nicht nutzen; niemand wird dazu gezwungen, das LiveView einzuschalten. Aber strikt dagegen zu sein und es von den Kameras weg zu wünschen, zeugt nicht gerade von toleranzgeprägtem Denken...

Das hat nichts mit Toleranz zu tun

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 16:26

sondern nur mit eingeschränkter Wahrnehmung und Auffassungsfähigkeit, bzw. bei nicht Wenigen einfach eine krass verstellte Sicht. Manche von denen haben einfach noch nicht voll raus gekriegt, dass sie sich mit den Sprüchen von Vorgestern dicke machen wollen. Das ist alles.

Bei den meisten Anwendern ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 18:34

... verstellt der Monitor hauptsächlich den Blick durch den Sucher (engl. Finder), und damit die tatsächliche Auseinandersetzung mit der Fotografie ...

Einspruch, euer Ehren!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 19:24
Gast schrieb:

... verstellt der Monitor hauptsächlich den Blick durch den Sucher (engl. Finder), und damit die tatsächliche Auseinandersetzung mit der Fotografie ...

Die Auseiandersetzung mit der Fotografie hat IMO rein gar nichts damit zu tun, ob man nun durch einen Sucher oder auf einen LCD guckt.

Im Laufe der Entwicklung der Kameratechnik gab es unterschiedlichste Wege, den Bilausschnitt zu kontrollieren. Bei Großbildkameras hat man direkt auf die Mattscheibe geguckt, bei Mittelformatkameras von oben herab durch den Lichtschachtsucher, bei Kompakt- und Messsucherkameras durch ein kleines Fenster neben dem Objektiv, bei Spiegelreflexkameras durch den Sucher – und jetzt bei Digitalkameras auf ein LCD. In der Zukunft wird das Sucherbild vielleicht direkt aufs Auge projiziert (Brillen mit Head-Up-Displays gibt es ja jetzt schon); egal wie man jetzt den Bildausschnitt kontrolliert, hat das zu keiner Zeit jemanden davon abgehalten, sich aufs Wesentlichste d. h. nämlich aufs Motiv zu konzentrieren! Insofern ist die Aussage, dass der Monitor die tatsächliche Auseinandersetzung mit der Fotografie verstellt genauso aussagekräftig wie dass man von zu häufigen Onanieren blind oder taub wird...

Ich fürchte trotzdem, ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 21:25

... dass für die meisten Anwender der Monitor vorrangig zum onanieren taugt ... weil, selbst gegenüber der möglichen Spontanität des Messsuchers war/ist ein SLR-Sucher eigentlich eine Beschränkung (der Bilder "im Kopf").
Wer wohl hauptsächlich von Monitorbildern profitiert/profitieren wird, sind die bisherigen Anwender von Großformatkameras - für die die strahlenden Monitorbilder, gegenüber am Kopf stehenden, zappendusteren Mattscheiben (sic!), wahrlich eine Offenbarung abgeben dürften.
Und ansonsten ist's, wie schon oben gesagt, hilfreich - für manche Situationen. Bei weitem nicht für alle.

Genau

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 15. September 2007 - 12:03

"bei weitem nicht für alle", aber doch in den meisten Fällen. Es wird Zeit für einen Paradigmenwechsel. Weg mit dem alten Schrott und her mit was Ordentlichem"

Was "Ordentliches" -

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 15. September 2007 - 19:37

davon ist bei den aktuellen Lösungen nicht wirklich ein Hindenken ...

So oder so....

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 16:53

Der LievView-Monitor in der jetzigen Form dürfte eine "Uebergangslösung" sein. Wir werden uns noch wundern, was in dieser (und anderen) Hinsicht in den nächsten 10 Jahren auf uns zukommt!! Nicht vergessen, wir stehen immer noch am "Anfang" der digitalen Fotografie!
Auch "analog mit Digiback" dürfte noch einige Ueberraschungen bringen.
Aber das werden die Herausforderungen der Hersteller sein.
Unser Problem heisst: Immer auf dem neuesten Stand = immer raus mit der Kohle!!

der fleissige Kamera-Kauf muss langsam zu den Fix-Kosten wie Miete, Essen, Strom und Wasser...gerechnet werden. Tja, Jungs.....

Konfuzius

Von "wegwünschen" ...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 14. September 2007 - 17:57

... war keine Rede. Nur von der Relativierung einer über-betonten Ausstattung.