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An einem Foto sind immer zwei Leute beteiligt: der Fotograf und der Betrachter.
Am 17.5.
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AgfaPhoto - das Ende einer Ära
Nachdem bei AgfaPhoto in Leverkusen Ende November die Produktion endgültig heruntergefahren worden ist, bleibt nur der Abgesang auf einen der einst ganz Großen der Fotoindustrie
Wir haben den Niedergang der analogen Fotografie - und im Besonderen auch den von AgfaPhoto - über die Monate begleitet (siehe Links unten). AgfaPhoto ist unwiderruflich am Ende; doch es ist ein unrühmliches Ende.
Ganz hervorragend ist eine Monitor-Sendung vom Juni 2005 auf die offenen Fragen eingegangen, die bis heute nicht schlüssig beantwortet worden sind. Harald Kaiser, Fachanwalt für Arbeitsrecht: Ich bin davon überzeugt, dass wir es mit einer strategischen Insolvenz zu tun haben. Ich gehe davon aus, dass die Geschäftsleitung die Insolvenz künstlich herbeigeführt hat, um massiv, schnell und möglichst billig das Personal abzubauen. Mehr hier: Agfa-Pleite: Wie ein Traditionsunternehmen platt gemacht wird.
Der Kölner Stadtanzeiger wiederum hat die letzten Tage der letzten AgfaPhoto-Mitarbeiter in Stimmungsberichten begleitet: Der letzte Film ist begossen, die letzte Schicht nach Hause gegangen:
Der Letzte macht das Licht an
Bitterer Tag für diese Stadt
Zur Entwicklung - von ersten Warnzeichen, vom hoffnungsvollen Neubeginn vor einem Jahr bis hin zur Insolvenz nur wenige Monate später - siehe:
Dämmerstunde der klassischen Fotoindustrie
Agfa-Gevaert hat Fotosparte verkauft: AgfaPhoto startet
AgfaPhoto stellt Antrag auf Insolvenzverfahren
AgfaPhotos plötzliche Pleite
AgfaPhoto bekommt Gnadenfrist
AgfaPhotos Führungsriege auf dem Prüfstand
AgfaPhoto produziert über den 1. August 2005 hinaus
AgfaPhoto wird im Insolvenzverfahren fortgeführt
AgfaPhoto GmbH: Insolvenzverfahren ist eröffnet
Agfa-Gevaert stellt erhebliche Forderungen an AgfaPhoto
AgfaPhoto steht kurz vor Verkauf
AgfaPhoto lehnt Kaufangebot von PMI ab
AgfaPhoto ist zerschlagen
(thoMas)
Zum Thema:
- Agfa Gevaert muss für AgfaPhoto einstehen
- AgfaPhotos Resterampe (aktualisiert)
- Agfa-Gevaert stellt erhebliche Forderungen an AgfaPhoto
- Hoffnungsschimmer für AgfaPhoto-Mitarbeiter
- Teilverkauf der AgfaPhoto-Filmproduktion
- AgfaPhoto produziert über den 1. August 2005 hinaus
- AgfaPhoto-Arbeiter: Agfa-Gevaert soll zahlen
- AgfaPhoto ist zerschlagen
- AgfaPhoto lehnt Kaufangebot von PMI ab
- Minilabor-Sparte von AgfaPhoto ist verkauft
- AgfaPhoto steht kurz vor Verkauf (aktualisiert)
- AgfaPhoto-Gläubiger: Agfa-Gevaert soll zahlen





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Agfa wird nicht der letzte große Filmhersteller sein dem es so oder so ähnlich geht. Vielleicht nicht bei jedem so unrühmlich, aber die fetten Jahre der Filmindustire sind vorbei.
Langfristig wird die Filmproduktion eine durchaus lukrative Nische für kleine und mittel große Unternehmen.
Um manchen Knipserfilm der bei Aldi an der Kasse verramscht wurde, ist es bestimmt nicht schade wohl aber um die ausgefallenen Exoten wie z.B. den Agfa Scala
Gruß Björn
An Gast
Man sollte den Artikel schon einmal lesen und vielleicht auch mal die Links verfolgen bevor man kommentiert. Hier geht es eben nicht darum, dass ein Hersteller in die Krise gekommen ist weil sein Waren-Portfolio nicht mehr zeitgemäß ist, sondern um die Zerschlagung eines wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmens ohne Sozialplan o.ä. Zuerst die Ausgliederung mit der Folge, dass alle Arbeitnehmer neue Verträge mit kurzen Kündigungsfristen bekommen. Um die Menschen ruhig zu stellen wird das neue Unternehmen großzügig mit Geld ausgestattet. Dieses Geld verschwindet praktisch über Nacht und der Weg zum Insolvenzverwalter ist frei.
Ich hoffe, dass die Medien und auch Photoscala an dem Thema dran bleiben, da es interessant wäre zu erfahren wie hoch der Erlös aus dem Verkauf der einzelnen Sparten sein wird.
Lukrative Nische
Man kann dem ersten Kommentator nur empfehlen, den Link "Der letzte macht das Licht an" genau zu lesen. Eine Filmproduktion erfordert Millionen an Investitionen. Kleine und mittlere Unternehmen können sich das gar nicht leisten. Mit Waschküchengepantsche ist da nichts zu machen. Kleine und mittlere Unternehmen können oder konnten Filme bei Agfa, Fuji, Kodak, Konica kaufen, umlabeln und auf den Markt bringen und so tun, als wären dies Ihre eigenen Erzeugnisse. Und eine von den eben genannten Firmen hat auch Aldi den "Knipserfilm" geliefert. Dies ist nun mal wirklich fotografisches Allgemeinwissen. Ich möchte auch nicht mehr weiter auf dieses Thema eingehen. Schliesslich sind wir hier keine VHS.
L.S.