Qualität ist die Abwesenheit reflexhafter Antworten.

— Ulrich Reitz

Am 1.7.

  • 1919: Hanns Porst eröffnet sein erstes Fotogeschäft

BENUTZERANMELDUNG

50 Megapixel im Mittelformat: Hasselblad H3DII-50 (aktualisiert)

Hasselblad wird in Kürze, so legen Informationen nahe, eine H3DII-50 mit 50 Megapixel-Rückteil zu einem - für diese Klasse - interessanten Preis vorstellen: knapp 30.000 Euro (netto) soll der Megapixel-Bolide kosten:

Foto der Hasselblad H3DII Wie die GM-Foto GmbH aus Frankfurt, erst in einem Newsletter, nun auch auf ihrer Homepage, berichtet, hat Hasselblad am 03.07.2008 auf einer Händlerkonferenz in Dänemark eine H3DII-50 mit 50 Megapixeln vorgestellt. Als Preis werden 29.900 Euro (netto) genannt.

Weitere Neuheiten demnach:

• Tilt- / Shift-Adapter für 28, 35, 50, 80 mm Objektive - 3.600 Euro netto
• Großformatadapter für H3D - 1.600 Euro netto
• Kabelkit für E-Shuttle von Schneider und Rodenstock - 450 Euro netto

Wer an der Möglichkeit eines Tilt-Shift-Adapters zweifelt: Sowas gab es schon mal als PC-Mutar (Link zur PDF-Datei bei Carl Zeiss) für die Brennweiten 40 bis 100 Millimeter.

Bei Hasselblad D war heute niemand im Haus, der die Information kommentieren bzw. verifizieren konnte.

(Unser Produktfoto zeigt, der Anschaulichkeit halber, eine „generische“ H3DII - wir nehmen an, dass die Neue ganz ähnlich aussehen wird, wissen es aber nicht.)

Dank für den Hinweis.

(thoMas)
 

Nachtrag (4.7.2008; 14:04 Uhr): In Ahrensburg war zwar keiner am Platz, aber E-Mails rufen die Hasselblad-Mitarbeiter ab - und beantworten sie: Hasselblad D hat bestätigt, dass es nächste Woche eine offizielle Pressemitteilung dazu aus Dänemark geben soll. „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Einzelaussagen in Deutschland treffen, um Fehlaussagen zu vermeiden und eine einheitliche komplette Kommunikation zu gewährleisten.“
 

Sieht eher so aus....

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Juli 2008 - 11:45

...als würde das Digitale Mittelformat quasi von oben (hohe Auflösung) das KB-VF auffressen. Zumindest wenn es um Kameras geht die ca. bzw. über 8.000 Euro gem. UVP kosten.
Mit dem Überschreiten der 50MPx-Grenze werden die Preise im 22MPx-Bereich noch weiter purzeln. Am Ende bleibt den aktuellen KB-VF-Systemen erstmal nur noch
- Speed (hohe Framerates)
- Nacht (HighISO)
- Leute die Ihren Teuren Schätzchen ein Bajonett anbieten wollen
übrig.

Es wird für die großen Klötze im KB-VF-Bereich zunehmend eng.
Es können nur Produkte wie die vollausgestattete Nikon D700 und D3 überleben.

Es muß kompakter werden und darin sogar das Digitale Mittelformat im Kleinformat aufgehen. Was das am Ende ist wird sich zeigen. APS-C oder FT.

Angebliches Ende des VF

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Juli 2008 - 12:49
Gast schrieb:

...als würde das Digitale Mittelformat quasi von oben (hohe Auflösung) das KB-VF auffressen. Zumindest wenn es um Kameras geht die ca. bzw. über 8.000 Euro gem. UVP kosten.
Mit dem Überschreiten der 50MPx-Grenze werden die Preise im 22MPx-Bereich noch weiter purzeln. Am Ende bleibt den aktuellen KB-VF-Systemen erstmal nur noch
- Speed (hohe Framerates)
- Nacht (HighISO)
- Leute die Ihren Teuren Schätzchen ein Bajonett anbieten wollen
übrig.

Es wird für die großen Klötze im KB-VF-Bereich zunehmend eng.
Es können nur Produkte wie die vollausgestattete Nikon D700 und D3 überleben.

Es muß kompakter werden und darin sogar das Digitale Mittelformat im Kleinformat aufgehen. Was das am Ende ist wird sich zeigen. APS-C oder FT.

Du hast den wichtigsten (traditionellen) Vorteil von "Kleinbild-Vollformat" vergessen:
Tragbarkeit / Kompaktheit!!!
Das Ende des digitalen Vollformats ist eine extrem unwahrscheinliche Spekulation. Zu groß sind die Vorteile gegenüber dem vergleichsweise langsamen und unflexiblen digitalen Mittelformat.

Man sieht sehr schön,

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Juli 2008 - 14:10

wie Nikonianer auf den endgültigen Durchbruch, aber erst übermorgen, zu warten gewohnt sind.

Nicht, daß man mit all diesen Systemen keine schöne Fotos machen könnte.
Aber allein das Objektivsortiment müßte bei all diesen Konkurrenten noch ein bißchen ausgebaut werden, um ein Aussterben der anderen ermöglichen zu können. (Nikon fehlen lichtstarke Reportageobjektive und eine professionelle Zoomreihe mit f4 Anfangsöffnung, Hasselblad hat ohnehin die geringste Bildwinkelabdeckung und IS betrachtet man dort als unwürdig.)

Obwohl man die H3DII selten neben der Rennstrecke findet, ist es doch schön zu beobachten, wie die Grande Dame jene Kleinformataspiranten charmant vor sich hertreibt, kaum daß die sich sich mal den Finger zu heben trauen.

Werde mit Wonne verfolgen, ob nun Hasselblad oder Sony auf der Photokina mehr Pixelpeeper zu Besuch hat.

Stellvertretend hier...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Juli 2008 - 20:53

..an beide Gäste.

Es sieht nicht danach aus, dass die genannten 22MPx-Systeme zur Klasse der "Grande Dame" gehören. Siehe hier:

Wer mir nun erzählen möchte, dass Canon's Speed-Kameras einen KB-VF-Sensor haben der möchte mir diese aufzählen.
Nikon ist erst seit kurzem auf dem Markt und Sony, Samsung und Pentax kommen noch oder auch nicht.

Nachdem aber immer wieder Leute davon sprechen KB-VF verdrängt das Mittelformat im Studio-Bereich der möge nun erklären was eine 1Ds Mk III besser kann als eine Mamiya ZD. Zudem wie gesagt werden aufgrund der MPx-Hypes nunmehr auch im Mittelformat-Bereich die Preise für die Sensoren purzeln.

Nicht so sicher...

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Juli 2008 - 21:55

Ich bin mir da nicht so sicher wie Sie, obwohl ich auch mit MAMIYA fotografiere.
MF bleibt MF, das sehe ich zunächst genau so. Das Handling, die Optik und die Mechanik sind um "Welten" dem KB voraus.
Aber ich sehe auch seine gewaltigen Nachteile:
Gewicht, ISO-Empfindlichkeit, Schärfentiefebereich und umständliche Umrüstung machen doch die MF_Fotografie eher studiotauglich bzw. interessant für die geplante Fototour.
Gelingt es dem KB, die 22 MP-Sensoren in der Bildqualität dem 22 MP des MF anzugleichen, erscheint mir das MF in dieser Kategorie für erledigt.
Es bliebe dann nur noch die Größe ab 30....50 MP für extrem große Bilder. Das sind aber leider nur wenige Fotostudios, die überhaupt solche Aufträge erhalten und entsprechend gering wäre damit die Nachfrage nach den Kameras.
Eine extreme Gratwanderung für das MF! Und ich selbst greife in der Reisefotografie auch auf KB zurück, es passt einfach dort besser und die Bildqualität stimmt inzwischen auch einigermaßen, wenn sie nicht gerade mit den Bildern ein Buch veröffentlichen wollen.
Aber keine Frage: Es wäre sehr erfreulich, wenn das MF überlebt.

Gast schrieb: Ich bin mir

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Juli 2008 - 01:57
Gast schrieb:

Ich bin mir da nicht so sicher wie Sie, obwohl ich auch mit MAMIYA fotografiere.
MF bleibt MF, das sehe ich zunächst genau so. Das Handling, die Optik und die Mechanik sind um "Welten" dem KB voraus.
Aber ich sehe auch seine gewaltigen Nachteile:

Gast schrieb:

Gewicht

Kyocera baute die erste KB-VF-Kamera mit FFT CCD die Contax N, Kodak und Canon bauten die ersten KB-VF-Kameras und Mamiya die erste KB-VF-Kamera mit FFT CCD. Wollen wir jetzt mal vergleichen welche die schwerste ist?
Wenn man wie die meisten einfach addiert müßte demnach eine MF-Kamera doppelt so breit wie eine KB-VF-Kamera hoch sein und eben um 50% breiter. Da die so rechnen das dann auf das Volumen beziehen würde der Grund, dass MF-Kameras mit Filmback so tief sind im Bildkreis beruhen und demnach wäre ein MF-System mehr als 4-mal so schwer.
Eine Contax 645 mit Digitalback könnte diese Theorien sogar beweisen.
Die Mamiya ZD hat ja einen guten Grund gebaut und verkauft zu werden.
KB-VF reicht denen nicht die eben wie früher hauptsächlich zwischen ISO50 und 800 fotografieren.
Genau für diesen Empfindlichkeitsbereich hat DALSA den Sensor entwickelt und optimiert.
Hochauflösende CMOS-Sensoren wie zB. in der Nikon D3 können schonmal bei niedrigeren ISO sich nichtmal von der D300 absetzen. Was bedeutet das für die meisten Urlaubsfotos?
Wer mir jetzt erzählt eine APS-C-Kamera macht bessere Aufnahmen als eine MF-Kamera. Dankeschön werde gerne aufgeklärt über neue Theorie die das Internet durchdringen.
Würde DALSA in die Technikkiste greifen und die CMOS-Prozesse herausholen ginge es eben so aus. Man würde sich als Benutzer bisheriger FFT CCD-Systeme über die schlechtere Bildqualität-Basis bis ISO800 beschweren und darstellen, dass man auf ISO1600 und ISO3200 gerne verzichtet und hier zuletzt keinen großen Vorteil gegenüber den ähnlich glattgebügelten Aufnahmen aus einer CMOS-Kamera im KB-VF-Format sieht.

Der Vorteil des MF liegt nicht nur an den großen quadratischen Pixel der FFT CCD-Sensoren sondern auch an dem was es zu Fourthirds im Großformat macht. Bajonett-Durchmesser und Bildkreis des MF-Sensors ermöglichen den Objektiv-Konstrukteuren soweit es neue Objektive sind diese geeigneter für Sensoren zu bauen. Umgekehrt sind die Sensoren soweit optimiert, dass man bei symmetrischen Objektiven nur geringen Farbmuster als Artefakte erlebt die man allerdings recht einfach korrigieren kann und teilweise bereits im Digitalback eliminiert werden.

Die Hassi ist klar etwas für eine Reise auf einer Yacht. Kurze Wege und man muß sich sowieso irgendwo festbinden.
Die Mamiya dringt jedoch in die Regionen vor in die es die Contax N Digital nicht geschafft hat.

Der technologischen Anspruch der Mamiya ist weitaus höher als man sich das erstmal vorstellt. Wo Mamiya noch etliches verbessern kann ist die Signalverarbeitung in der Kamera.

Die Bildsignal-Manipulation ist das A-und-O der hochauflösenden CMOS-Kameras.

Am nähesten am Original ist und bleibt erstmal der FFT CCD-Sensor und deshalb ist es eben so, dass das was von den Fotografen gefordert wird auch beim digitalen Mittelformat eingesetzt wird.

Es gibt Fotografen die sich darüber beschweren, dass der neue 39MPx-Sensor von Kodak weniger geeignet für Nachtaufnahmen ist als die niedriger auflösenden. Bitte nicht höher auflösende Sensoren für Motive nutzen wo diese weniger geeignet sind.

Es ist aber schlichtweg verkehrt zu behaupten, dass eine Mamiya ZD-Ausrüstung weniger portabel ist als die Ausrüstung einer EOS 1Ds Mk III.
Das einzige war Kopfschmerzen bereitet wäre Super-Telebrennweiten die es für das MF nicht gibt.
In diesem Bereich sollte man dann jedoch gleich auf APS-C oder noch besser FT übergehen.

Es geht ja ums Gewicht und sicherlich auch um das Volumen der Kombination !!!

Gast schrieb:

ISO-Empfindlichkeit

Wenn es um die Empfindlichkeit des Sensors geht, dann nicht besser als ein DALSA FFT CCD. Signalverstärkung ist etwas anderes. Ein FFT CCD rauscht aber nicht direkt am Pixel sondern da gesellen sich andere Störungen dazu. Man kann nicht beides haben und CMOS liefert es definitiv NICHT. Hohe Bildqualität bei niedriger ISO. Das ist das Areal von FFT CCD egal in welchem Format.

Gast schrieb:

Schärfentiefebereich

Dafür gibt es Fourthirds aber nicht das KB-VF. Siehe auch mit was man Kinofilme aufzeichent. Max. Halbformat und das war vielen zu groß für Makro.

Gast schrieb:

umständliche Umrüstung

Über dieses Thema zerbrach sich der Erfinder des KB-VF auch den Kopf. Am Ende war das Format dann doch größer als ursprünglich selbst gewünscht. Kompakt waren die ersten KB-VF-Kameras bedingt durch die Konstruktion. Die ersten SLRs hatten zwar kein Filmback waren aber sonst alles anderen als handlich und praktisch.
Ein Schraub-Bajonett das sich lange im KB-VR SLR-Bereich hielt könnte man ja auch als umständlich für die Umrüstung bezeichnen. Das sind die MF-System schon weiter entwickelt gewesen.
Die Mamiya ZD macht bzgl. umständlicher Umrüstung wenn man bei einer Contax 645 mit Digitalback noch davon sprechen mag erstmal Schluss.
Ist einen D-SLR mit einem Sensor der eben 48x36mm groß ist und ist trotzdem verdammt kompakt und vergleichsweise leicht.

Gast schrieb:

Gelingt es dem KB, die 22 MP-Sensoren in der Bildqualität dem 22 MP des MF anzugleichen, erscheint mir das MF in dieser Kategorie für erledigt.

Keiner der Wegbereiter der KB-VF besitzt die Technologie von DALSA und Kodak, nämlich FFT CCD. Damit steht und fällt die Bildqualität bei niedrigen ISO-werte. Dann wenn der Sensor saubere Bildinformationen liefert. Bei CMOS werden die sauberen Bildinformationen durch vergleichweise extreme tiefgreifende Manipulation erreicht um die optischen Negativ-Effekte des CMOS zu reduzieren. Was rauskommt wird in 10 Jahren noch so aussehen wie heute.

Gast schrieb:

Es bliebe dann nur noch die Größe ab 30....50 MP für extrem große Bilder.

Eine 1Ds Mk III kommt erstmal nicht ohne LowPass-Filter aus, denn Moire wäre eben zuviel Farbfehler muss sich der Prozessor bereit mit Pixel Crosstalking und anderen Effekten herumärgern die eine Kamera mit FFT CCD nicht kennt. Mamiya bietet zur ZD den LowPass-Filter als Option an. Dh. das sind echte 22MPx während die 1Ds Mk III mit aggressiven LowPass-Filter wohl eher auf max. 12MPx kommt wenn überhaupt.
Schon eher kann man es Fourthirds zutrauen das Mittelformat mit Kleinformat zu werden und da stimmt dann auch Gewicht und Schärfentiefe besser.
KB-VF wird eingeengt, quasi von oben wie unten bedrängt, bevor es überhaupt wesentliche Marktanteile erobern kann.

Gast schrieb:

Und ich selbst greife in der Reisefotografie auch auf KB zurück, es passt einfach dort besser und die Bildqualität stimmt inzwischen auch einigermaßen, wenn sie nicht gerade mit den Bildern ein Buch veröffentlichen wollen.

Die meisten Fotobände, welche mit einer D-SLR gemacht werden leiden unter dem Fakt, dass der Fotograf seine Objektive aus der Analog-Zeit weiter benutzt und das natürlich auf einer APS-H oder KB-VF-Kamera. Genau in diesen Bereich der Bildbände dringt Mamiya vor und auch darüberhinaus. Wer sich bisher eine 1Ds Mk II leistete und mit der Mk III die böse Überraschung erlebte, dass sich rein garnichts bis auf HighISO und Framerate verbessert hat kann sich auch eine komplette Umrüstung auf Mamiya ZD incl. geeigneter Optiken leisten. Und er wird eine neue Dimension von Bildqualität va. bei UWW-Objektiven bei beöffneter Blende erleben. Quasi Fourthirds im Großformat.

Gast schrieb:

Ich bin mir da nicht so sicher wie Sie, obwohl ich auch mit MAMIYA fotografiere.
...
Aber keine Frage: Es wäre sehr erfreulich, wenn das MF überlebt.

Annahme das Mamiya MF-System geht ein. Was machen Sie dann?
Eher wegen dieser Frage fotografieren viele mit KB-VF anstatt MF va. wenn es um Produkte wie der Mamiya ZD geht.
Man wird alles über den Preis machen und sobald FFT CCD-Sensoren mit 22MPx noch weiter fallen und zwar in Regionen der recht teuer entwickelten hochauflösenden Sensoren für eine Nikon D3 oder die neue angekündigte Sony KB-VF-Kamera, dann werden die Fotografen die auf ISO3200 verzichten können zur kompakten D-SLR im MF-Format greifen.
Es ist zu erwarten, dass FFT CCD schrittweise auf höhere ISO Werte hin optimiert wird. Bei der Contax N machte bereits ISO200 keinen Spass mehr, Kodak stemmte dann fast zeitgleich mit DALSA die ISO400 und Kodak stürmte in den ISO800-Bereich und DALSA folgte.
Die ISO1600 wird demnächst wohl fallen. Sicherlich nicht bei einem 50MPx-Sensor aber eben bei einem 22MPx-Sensor und das reicht reichlich.
Würde man so schlau sein und bei der Mamiya ZD bei ISO800 Pixel-Binning machen und aus Ihre eine Kamera die von der Auflösung einer Nikon D3 entspricht wären die Aufnahmen auch plötzlich sauberer.
Man muß sich mit der Technik und der digitalen Dunkelkammer auskennen, dann holt man das Optimium aus seiner Kamera heraus.
Bei CMOS-Kameras wird auch bei RAW schon soviel manipuliert, dass die Weiterverarbeitung schon immer Probleme bereitete. Die 1Ds Mk II war noch bekannt für gute Eigenschaften des Bildmaterials. Ab 5D, 1D/1Ds Mk III ist damit allerdings Ende.

Die Mamiya ZD deckt einen echten Bedarf ab und diesen Bedarf deckt sich beser ab als es die heutigen KB-VF-Kameras bzgl. des Bedarfs zu den die abdecken sollen. Der Bereich für KB-VF schrumpft und nicht von ungefähr hat Nikon lange gezögert bis man KB-VF brachte. Nunmehr etabliert man sich als der Modernere und dahinter verbirgt sich nichts anderes als die Tatsache, wer im Premium-Segment sich behauptet verkauft im APS-C-Segment mehr Kameras.
Bei Canon sind die Objektive auf KB-VF optimiert und bei Nikon selbst die neuesten auf APS-C auch wenn die Objektive den KB-VF-Bildkreis sehr gut abdecken. Nikon ist und bleibt was das rein fotografische anbelangt auf APS-C konzentriert. KB-VF ist ein Prestige-Projekt/-Programm. Für Canon die Sackgasse aus der man nur schwer wieder herauskommen wird.

VF = VolksFormat

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 06. Juli 2008 - 23:01

In (baldiger?) Zukunft wird VF zum DSLR-Standart gehören. Darunter befindliche Sensorformate (APS-C + FT) oder darüber (D-MF) werden zunehmend exotisch. Das echte Vollformat im Mittelformat (6x6cm) wird es hochwahrscheinlich nicht mehr geben, da zu aufwendig und zu teuer für den Hersteller. Da lohnt es sich mehr für Hasselblad und Mamyia neue Objektive zu konstruieren.

Das Digitale APS-Format wird zukünftig nur noch in der Einsteiger und Amateurklasse eine Nische finden. Wer sich in Zukunft noch FT-Kameras kauft, das weiss ich nicht und kenn ich auch nicht.

Ich persönlich warte noch die Reaktion von Canon auf die D700 ab (vielleicht in zwei monaten?), und entscheide dann, was ich mir kaufen werde.

Der einzige Wehrmuthstropfen bei der D700 sind die derzeit nicht mehr Zeitgemäßen 12 Mp. Das liegt wahrscheinlich daran, das diese Sensorkonstruktion schon seit längerem in der Planung war. Das, was Canon auftrumpfen wird, wird hoffentlich etwas moderner sein (16 MP ?).

An sonstem ist die Nikon D700, was die Features angeht, das mit Abstand höchste der Gefühle in der DSLR-Mittelklasse (d.h. bis zum erscheinen des EOS 5D Nachfolgers, versteht sich).

Ich persönlich würde jedem empfehlen, mit dem Kauf einer D700 erstmal abzuwarten, da erfahrungsgemäß ein neues Kameramodell einige Kinderkrankheiten hat, dies gilt in letzter zeit zwar mehr für Canon als für Nikon, aber trotzdem, es wäre schade ums (mittlerweile sehr schwer verdiente) Geld.

Nachdem die üblichen Frühadopterprobleme mit Autofokus, Sensorprobleme usw, mit entsprechenden Nachbesserungen ausgebessert sind, kann man erst vernünftig investieren, und an der neuen Kamera seine Freude haben.

Aber alles läuft auf das Volksformat 24x36 zu, was sehr gut ist. Und das mit den bereits von vielen angesprochenen technischen Schwierigkeiten a la Randabdunklung und chromatischer Abberation ist auch nur ein Randproblem, das bereits mit der EOS 5D zum teil gelöst wurde (Microlinsen + Software Korrektur). Ich bin mir sicher, dass die Hersteller weiter daran feilen werden. Jedes Objektiv hat ja seine eigene Optische Leistung, bei jedem Objektiv wird das Licht anders gebrochen, da muss die Software flexibel sein, um die Abbildungsfehler optimal zu korregieren. Das dürfte bei Canon kein Problem sein, denn ich habe gelesen dass z.B. die EOS 5D für jedes Objektivmodell eine eingebaute Software Bildkorrektur besitzt, um Fehler im Bild zu minimieren. Auch Nikon hat das, blos nur bei Jpegs, und nicht bei RAW (so weit ich weiss).

Und nochwas sollte Nikon auf jeden Fall baldmöglichst verbessern: Capture NX (oder wie auch immer das Programm heisst)
Es soll angeblich ein einziger Graus sein. Selbst eingefleischte Nikonianer können sich leidenschaftlich über die Unzulänglichkeiten dieser Applikation auslassen. Ich hoffe (für Nikon wie für seine Kunden) daß da bald was neues kommt - am besten jetzt bald - oder besser jetzt.

Ach ja, ich glaube es wird Zeit sich mal wieder ne neue zu holen...

q.e.d.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 07. Juli 2008 - 12:07

Um welche Art von Bildqualität es bei KB-VF geht kann man nicht besser demonstrieren wie Canon mit CMOS.

Aktuell muß bei jeder hochauflösenden CMOS-Kamera massiv an der Bildinformation in der Kamera manipuliert werden und das betrifft auch RAW.

http://www.laserfocusworld.com/display_article/219774/12/none/none/Feat/...

Wenn KB-VF einmal was ordentliches werden will dann FFT CCD, Interline-Transfer CCD oder 3T-NMOS/LiveMOS. Warum der LiveMOS besser ist? Er wird Richtung CCD entwickelt was Füllfaktor der Pixel anbelangt. Der Mikrolinsen-Design wird hierbei mit moderaten Füllfaktor ausgeführt.

Gerade die Hersteller, welche aktuell am KB-VF aktiv sind handeln basierend auf der Strategie einen Bildkreis zu betrachten der groß genug für hochauflösende Sensoren mit schneller Framerate zum akzeptablen Preis sind.
Das ist seit mehr als 10 Jahren der CMOS-Sensor.
Die Wahre Bildqualität spielt eine untergeordnete Rolle.
Es geht um hochauflösende JPEGs aus der Kamera und zudem um eine Kamera mit dem Potential für eine hohe Framerate.
Das war es und somit kann man die Akte

KB-VF 1. Kapitel schliesen und das Buch das Canon anfing zu schreiben in die Ecke stellen.

Es wird definitiv aus dem Kreise der Hersteller ein 100% KB-VF kommen die mit FFT-CCD oder 3T-NMOS/LiveMOS arbeiten.

Spekulation und Wunschdenken

Eingetragen von
Gast
am Montag, 07. Juli 2008 - 13:26

Ob 12 MP oder 16 MP, das ist in der Praxis ziemlich Banane. Der "Qualitätsgewinn" ist zu vernachlässigen. Zum "Volksformat" hat das digitale 24x36 noch einen weiten Weg vor sich. So schnell fallen die Preise nicht, wie sich das hier so Mancher vorstellt.
Und Kinderkranheiten hatte weder die D300 noch die D3. Da die D700 sich aus dem Baukasten beider genannter Nikons bedient, sind Kinderkrankheiten extrem unwahrscheinlich.
BTW, wenn Sie allen Ernstes behaupten, eine EOS 5D hätte das Randabdunklungsproblem ziemlich im Griff, dann sollten Sie mal diese Kamera zusammen mit dem 2,8/16-35 oder dem 4/17-40 in der kürzesten Brennweite benutzen. Bei meiner 5D kommt es auch nach Abblenden um zwei Stufen noch zu deutlich sichtar dunkleren Ecken, bei Offenblende sind die Ergebnisse so lausig, dass man um eine nachträgliche Bearbeitung nicht herum kommt. (Im Gegensatz zur D3 - und wohl auch bei der D700. Hier ist selbst bei Brennweite 14 mm die Leistung überzeugend.)

Guter Rat muß nicht teuer sein.

Eingetragen von
Gast
am Montag, 07. Juli 2008 - 18:26

Da würde ich einfach mal das kostenlose DPP 3.2 installieren, dann ist die automatische Fehlerkorrektur für die 5D noch schöner als die in der 3D.

MF wird wieder erwachsen

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Juli 2008 - 14:10

MF wird also wieder MF sein.
Damit meine ich, das bei jetzt verfügbaren, hohen Auflösungen wieder die "traditionellen" Formate wie 6x6, 6x7 und 6x9 aktuell werden.

Gruß

Peter

Große Mittelformate noch immer genial

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Juli 2008 - 17:28
Gast schrieb:

MF wird also wieder MF sein.
Damit meine ich, das bei jetzt verfügbaren, hohen Auflösungen wieder die "traditionellen" Formate wie 6x6, 6x7 und 6x9 aktuell werden.

Gruß

Peter

MF blieb immer MF. Ein perfekter Dia_Scan aus meiner Mamiya 7 macht noch immer die VF-DSLR-Ergebnisse nass.

:-)

Yes Sir!

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Juli 2008 - 08:33

Und wiegt nur einen Bruchteil von dem, was diese Spiegelmonster so auf den Riemen bringen.

...und mit welchen Objektiven???

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 04. Juli 2008 - 19:22

50 MP??? Ich unterstelle mal, dass die Aufnahmefläche nicht größer geworden sein kann. Deshalb sei die Frage erlaubt, welches Objektiv noch genügend Auflösung für diese Minipixel zur Verfügung stellt? Ich kenne keins. Manchmal ist vermutlich doch weniger mehr.

Mit mehr Objektiven als man sich das vorstellen kann

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Juli 2008 - 00:59

Es ist zutreffend, dass aufgrund des kleineren Bildkreises KB-VF-Objektive eine höhere lp/mm-Auflösung erreichen.
Es ist jedoch auch in Anbetracht des Formates 48x36mm der meisten MF-Sensoren anstatt 36x24mm auch Tatsachen, dass KB-VF früher an die Grenzen stößt als MF.

Der Sensor hat Doppelte Fläche wie ein KB-VF-Sensor. Das wiegt im Vergleich zu FT vs. KB-VF mehr als doppelt so schwer.

Eine 1Ds Mk III stößt heute bereits an die Grenzen des Machbaren und erreicht dabei nicht die Detailsdurchzeichnung einer Mamiya ZD.
Als ausgereizt gelten Objektive im MF-Bereich bei ca. 60MPx. Aufgrund der extremen Dimension des Bildkreises sind jedoch die Reserve-Bereiche größer als bei FT, APS-C, APS-H und KB-VF. Ein Sensor der mehr als 60MPx anbietet würde ein Objektiv ähnlich übertasten wie heute eine Kompakten Digicam mit Kleinst-Sensor und 12MPx. Weitaus besser aussehen dabei tut die überabtastende digitale MF-Kamera mit Auflösung größer 60MPx.

Ihr vergleicht aber auch Äpfel mit Birnen

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Juli 2008 - 13:45

Außerdem seid ihr auch voreingenommen vom achso tollen MF Format.
Es ist so, dass das MF bessere Bilder liefert keine Frage.
Aber 50 MPix, die Aufträge halten sich wohl in Grenzen.

Für Fotobücher, Reportagen etc. reicht ja wohl eine KB-VF und meistens auch eine APS-C DSLR,

BEDENKE:
ES MACHT IMMER NOCH DER FOTOGRAF DAS BILD UND NICHT DIE KAMERA, SIE IST NUR DAS TECHNISCHE HILFGMITTEL.

Selbst zu Zeiten einer D30 von Canon mit 3 Megapixeln hat sich niemand über die Bildqualität beim Ausbelichten beschwert, wenn es um DINa3 Formate ging, im Gegenteil, man war da schon begeistert...

Wenn es um Ausschnittvergrößerungen geht und das maximale herausgeholt werden muß, ist MF klar besser, aber man muß das Aktionsfeld sehen und wer, wie damit umgeht...

So nun überlasse ich euch wieder hier alles und hoffe ich habt noch spaß dran, ich geh Fotografieren.....
Ihr könnt meinen Beitrag hier ruhig ausseinander nehmen, ich guck hier eh nicht wieder rein, mich nerven nur immer total voreingenommmene Aussagen und achsotolle technik Erklärungen, bis dann.

Wär rechtschreib fehler findet, der muß mich entschuldigen, meine Hand zitter noch vom Gewicht der MF Kamera...

MF Mamiya & Pentax 645D

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 05. Juli 2008 - 20:31

also bevor ich eine Mamiya ZD in betracht ziehe... warte ich doch lieber auf eine Pentax 645D... wenn auch vielleicht vergebens, Pentax hatte aber schon von 20 Jahren die optisch besseren Objektivrechnungen, innovativere Brennweiten, besser kalkulierte Preise...

Des Menschen Fehler ist, immer mehr zu wollen...
wenn ich eine Klasse Aufnahme mit einer Olympus E1 machen, dann bleibt das eine Klasse Aufnahme, auch und sogar im Buchdruck... da bringt mich die theoretische Auflösung einer Hassi keinen mm weiter!

Der Ansatz ist klar, zur digitalen Kamera müssen zwingend digitale und Sensoroptimierte Objektive her, alles andere ist dummes Zeug und Canon hat leider mit dem dummen Zeug angefangen und die Meisten glauben es immer noch.
Analog war analog und digital ist digital, vor allem auch bei den Objektiven.

Thats it

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 06. Juli 2008 - 18:20

"Der Ansatz ist klar, zur digitalen Kamera müssen zwingend digitale und Sensoroptimierte Objektive her, alles andere ist dummes Zeug und Canon hat leider mit dem dummen Zeug angefangen und die Meisten glauben es immer noch.
Analog war analog und digital ist digital, vor allem auch bei den Objektiven."

schlicht und pur!

Digitales MF?!

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 06. Juli 2008 - 23:12

So digital ist ein symmetrisches Schneider-Kreuznach dann auch wieder nicht.
Kodak und DALSA tun einiges dafür, daß man für Vermessungsaufträge oder Repro symmetrische Objektive nutzen kann. Bei KB-VF könnte man das bei höheren Auflösungen bereits vergessen. Beachte eine 5MPx Fourthirds-Kamera wie die E-1 hat einen Pixelpitch ähnlich wie der MF-Sensor von Kodak mit 39MPx. Die E-1 wäre auf KB-VF bezogen eine 20MPx-Kamera. Dh. auch bei Fourthirds hat man mitsymmetrischen Objektiven Probleme. Den FFT-CCDs im FT-Bereich fehlen aufwendige und kostspielige Prozeß-Schritte. Beides muß aufeinander optimiert sein und bis auf die symmetrischen Objektive ist FT eben das digitale Mittelformat im Kleinformat.

Gast schrieb: Außerdem

Eingetragen von
Gast
am Sonntag, 06. Juli 2008 - 18:00
Gast schrieb:

Außerdem seid ihr auch voreingenommen vom achso tollen MF Format.
Es ist so, dass das MF bessere Bilder liefert keine Frage.
Aber 50 MPix, die Aufträge halten sich wohl in Grenzen.

Es ging um den Preisrutsch der 22MPx-Systeme im MF-Bereich bedingt durch den MPx-Hype eben nicht nur im APS-C, APS-H und KB-VF-Bereich.
Es geht auch nicht so sehr um die MPx sondern die Qualität und die folgende Aufnahme kann man gerne auch herunteskalieren. Schaut trotzdem noch um Welten besser aus als eine Aufnahme aus einer APS-C, APS-H oder KB-VF-Kamera: http://www.pbase.com/image/64654543/original

Gast schrieb:

Wär rechtschreib fehler findet, der muß mich entschuldigen, meine Hand zitter noch vom Gewicht der MF Kamera...

a) ist die Mamiya ZD leichter und kompakter als die 1Ds Mk II/III.
b) sind viele MF-Objektive nicht größer und schwerer als KB-VF-Objektive. Zudem sogar oft bei höherer Abbildungsleistung preiswerter.

Geschichtsklitterung

Eingetragen von
Gast
am Montag, 07. Juli 2008 - 13:38

Hier wird so getan, dass die Mamiya ZD das Maß aller (digitalen) Dinge sei. Das Ding ist doch ein schon zu seinem Erscheinungszeitpunkt technisch überholter Hobel mit bescheidener Bildqualität bereits bei ISO 200 und 400. (Darüber kommt eh nix mehr.) Im digitalen Mittelformat gibt's nun wahrlich bessere Optionen.