Ein schlechtes Foto wird durch ein größeres Negativformat auch nicht besser.

— Unbekannt

BENUTZERANMELDUNG

50 Jahre Nikon-F-Bajonett

Im Juni 1959 kam mit der „F“ Nikons erste Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven auf den Markt und wie der japanische Hersteller stolz vermeldet, blieb das Bajonett seitdem - in seinen mechanischen Abmessungen - unverändert:

Pressemitteilung von Nikon:

50 JAHRE NIKON-F-BAJONETT

Das Objektivbajonett für Kleinbild-Spiegelreflexkameras mit der längsten Historie im Markt feiert goldenes Jubiläum
 

Aufmacher 40 Mio. Nikon-Objektive

 
Düsseldorf, 10. März 2009 - Nikon feiert in diesem Jahr das 50-jährige Jubiläum seines legendären F-Bajonettsystems für Kleinbild-Spiegelreflexkameras und NIKKOR-Wechselobjektive. Kein anderer Hersteller war imstande, über einen solch langen Zeitraum sein Bajonettsystem beizubehalten – Nikons Spiegelreflexsystem ist somit seit einem halben Jahrhundert das langlebigste

Logo 50 Jahre Nikon F Bajonett

Das Nikon-F-Bajonett kam erstmals im Juni 1959 in der Nikon F, Nikons erster Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektivanschluss, zum Einsatz. Seitdem verwendet Nikon das gleiche Bajonett ohne Änderungen an dessen grundlegendem Aufbau. Während andere Hersteller ihr Bajonettsystem im Zuge der Einführung neuer Technologien wie Autofokus oder der Digitalfotografie komplett umstellten, konnte Nikon diese in das bestehende Bajonett integrieren und so eine weitgehende Abwärtskompatibilität gewährleisten.

Einer der größten Vorteile von Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven ist für den Fotografen die Möglichkeit, aus einer großen Zahl von Objektiven wählen zu können. Die Beibehaltung der Grundstruktur des Bajonetts über einen langen Zeitraum bedeutet eine größere, ständig wachsende Auswahl an Optiken, inklusive solcher älterer Bauart. Aktuelle Nikon-Kameras können prinzipiell mit fast allen NIKKOR-Objektiven, die ab 1977 gebaut wurden, verwendet werden. Aus diesem Grund ist das Objektivbajonett ein wichtiges und symbolträchtiges Element sowohl für Amateurfotografen als auch für Profis, die vom langen Gebrauch ihrer sorgfältig gewählten Objektive profitieren können.

Weitere Informationen finden Sie hier:
NIKKOR Objektive

 
 
Die Entwicklungsgeschichte des F-Bajonetts:

1959 - Die F, Nikons erste Spiegelreflec mit Wechselobjektiven
1977 - Ai-Nikore (Automatic Maximum Aperture Indexing) - automatische Übermittlung der Lichtstärke des Objektivs an die Kamera
1981 - Ai-S: Nikkore werden mit der Programmautomatik kompatibel
1983 - Ai-P: Blendeninformationen werden per CPU mit dem Kameragehäuse ausgetauscht
1983 - AF-Nikkore: Autofokus-Kompatibilität
1995 - Kompatibilität mit digitalen Nikon-Spiegelreflexameras

Wobei, das sei an der Stelle auch erwähnt, Nikon besonders bei den Einsteiger-Kameras gerne mal die ein oder andere Möglichkeit des Objektivanschlusses verwehrt.
 

(thoMas)
 

Die alte Autofokusgeschichte

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 16:09

1983. Autofokuskompatibilität? Das ist etwas zu euphorisch. Es gab da als Testballon gerade einmal zwei Objektive und eine Kamera - F3AF - die nie mehr ergänzt wurden. Die Objektive können heute an keiner aktuellen Autofokuskamera von Nikon angesetzt werden. Erst 1986, ein Jahr nach Minoltas vollständigem AF-System kam Nikon mit etwas wirklich funktionierendem hinterher. Interessanter wäre da schon, wieso Minolta diesen Vorsprung nie nutzen konnte.

Autofokusgeschichte

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 16:25

Du Schlaumeier die beiden Objektive zur F3/AF kannst du heute eben schon noch an den aktuellen Kameras verwenden

Jo,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 17:00

mit manueller Entfernungseinstellung und mit Glück mit Zeitautomatik bei Integralmessung, ganz toll.

Ein Nikon Nutzer

F3-AF-Objektive verwenden

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 17:10
Gast schrieb:

Du Schlaumeier die beiden Objektive zur F3/AF kannst du heute eben schon noch an den aktuellen Kameras verwenden

Ich zitiere mal aus Nikons Kompatibilitätstabelle:

Nikon schrieb:

• PC-Nikkor 35 mm f/3.5 (old type)
• Reflex-Nikkor 1000 mm f/6.3 (old type)
• Reflex-Nikkor 1000 mm f/11 (Serial No. 142361–143000
• Reflex-Nikkor 2000 mm f/11 (Serial No. 200111–200310)
• PC-Nikkor 35 mm f/2.8 (Serial No. 851001–906200)
• NIKKOR-O 2.1cm f/4
• Extension Ring K2
• Zoom-Nikkor ED 180–600 mm f/8 (Serial No. 174041–174180)
• Zoom-Nikkor ED 360–1200 mm f/11 (Serial No. 174031–174127)
• Zoom-Nikkor 200–600 mm f/9.5 (Serial No. 280001–300490)
• AF Nikkor lenses for the F3AF (AF 80 mm f/2.8, AF 200 mm f/3.5, AF Teleconverter TC-16)
• PC-Nikkor 28 mm f/4 (Serial No. 180900 or earlier)
The following accessories and non-CPU lenses can NOT be used:
• Non-AI lenses
• Lenses that require the Focusing Unit AU-1 (400 mm f/4.5, 600 mm f/5.6, 800 mm f/8, 1200 mm f/11)
• Fisheye-Nikkor (6 mm f/5.6, 8 mm f/8, OP 10 mm f/5.6)

Nachtrag

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 19:15

Sorry, die Zeile „The following accessories and non-CPU lenses can NOT be used:“ ist beim Zitieren verrutscht. Das ist die Überschrift, die über die Aufzählung gehört. Die AF-Objektive für die F3AF lassen sich demnach heute genausowenig verwenden wie viele andere interessante, damals ziemlich teure Nikkore aus der obigen Liste.

"Der langjährige Gebrauch

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 16:53

meiner sorgfältig gewählten Objektive" war mit dem Erscheinen und Erwerb der Nikon D100 erst einmal zu Ende. Ohne Belichtungsmessung konnte das passende Bajonett dann doch nicht so recht überzeugen.
Wie Nikon auf die Idee kommen konnte, gerade ein derartig zentrales Modell im Übergang Analog/Digital so zu verkrüppeln, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Pikanterweise war und ist die Belichtungsmessung bei Verwendung von manuellen Nikon Objektiven via Adapter an einer Canon überhaupt kein Problem.

Schönfärberei

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 16:57

Was nützen mir denn alle neuen G Objektive, wenn ich an älteren Film-Nikons die Blende nicht mehr ändern kann? Ist ja "toll" das das Bajonett passt, aber richtig arbeiten kann ich damit trotzdem nicht... :/

Ärgerlich…

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 23:39

…aber es gibt ja die famosen Zeiss-Linsen – und die haben einen Blendenring! ;-)

1977

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 17:00

Ab 1977? Dann hat der Nikon-Nutzer ja nur acht Jahre "Vorsprung" auf seine Minolta-A- bzw. Sony-Alpha-Kollegen.
Da lässt sich dann aber auch jedes Objektiv ab 1985 verwenden. Während eine Nikon-Kompatibilitätsliste ellenlange Aufzählungen von Einschränkungen enthält.

Der Vorteil des F-Bajonetts

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 17:21

Wo genau liegt jetzt der Vorteil, dass Nikon zwar das Bajonett von 1959 beibehalten hat, der Anwender dann aber doch nur Objektive ab 1977 verwenden kann.
Und im Zweifel erst seitenweise Handbücher wälzen muss, um festzustellen, ob und was mit welcher Objektiv-Kamera-Kombination funktioniert.
Das alte Bajonett bietet Nikon und uns heute viele Nachteile. Sein Vorteil ist nicht sein Alter, sondern die weite Verbreitung der mit diesem Bajonett ausgestatteten Objektive seit den 1980er Jahren.

F Bajonet

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 18:33

Ich kann diese Schwierigkeiten nicht nachvollziehen. Ich nutze eine FM2 und habe mir später für den Preis eines gebrauchten Winders eine F90 gekauft. Die Kameras funktionieren wunderbar.

Digitale SLRs brauche ich nicht, man kann nach wie vor mit Filmen hervorragen Bilder machen. Gerade die mechanischen Nikons sind robust und sehr zuverlässig.
Zugebenerweise es macht keinen Spaß mit einem Af Zoom der neueren Gereation und einer nicht AF Nikon zu arbeiten, aber das ist nicht der Punkt. Ich kann mein 20/3,5 an die F90 kuppel und ganz normal mit der Kamera fotografieren.

Außerdem ist der Objektivwechsel an Digitalen SLRs, wegen der Staubproblemmatik nicht unkritisch. Die Reinigung des Spiegels war in der Analogen Zeit mit äußester Vorsicht durchzuführen. Aber Fehler hatten in der Regel keine dramatischen Funktionsstörungen zur Folge. Ob eine Sensorreinigung mit einen weichem Flusenfreien Tuch und etwas Dosendruckluft gelingt?
Es gibt sehr gute Zommobjektive die man fest in die Kamera einbauen kann bei Digicams bieten sich andere Sucherlösungen an. Mein persönliches Fazit: ich brauche keine Digitale SLR ich habe vernüftige analoge Kameras.

Gast schrieb: Außerdem

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 02:00
Gast schrieb:

Außerdem ist der Objektivwechsel an Digitalen SLRs, wegen der Staubproblemmatik nicht unkritisch.

Sie meinen so wie nach den Erzählungen der Amateurtrottel, die ihren digitalen Sensoren regelmäßig und vorsorglich eine Nasswäsche verpassen...? Ich fotografiere seit vielen Jahren digital mit zahlreichen Kameras. Hatte nie Probleme mit Staub, die sich nicht durch ein bißchen Pusten ("Rocketblower") beheben ließen...

marketingdroiden

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 18:35

Der Vorteil liegt darin, dass die Nikon - Marketingdroiden ihr ganzes Können ausspielen können und uns somit mit Bullshitbingo vollballern. Wie dem aus sei, die aktuellen Objektive sind sehr gut und ich fühle mich wohl mit dem F-Bajonett :D

Gast schrieb: Wo genau

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 19:13
Gast schrieb:

Wo genau liegt jetzt der Vorteil, dass Nikon zwar das Bajonett von 1959 beibehalten hat, der Anwender dann aber doch nur Objektive ab 1977 verwenden kann...

Als 1977 auf AI umgerüstet wurde bot Nikon die Umrüstung alter "AS" Nikkore auf AI an.
So wurden viele - wenn nicht sogar die meisten - "Prä-AI-Nikkore" auf AI umgerüstet und können auch an aktuellen DSLR (ab D200 mit Belichtungsmnessung) verwendet werden.

Was ich mir von der großspurigen Werbung "50 Jahre Nikon F-Bayonett" erwartet hätte wäre eine Reihe aktualisierter Nikkore.
Viele Festbrennweiten schreien geradezu nach eine Aktualisierung. Insbesondere im WW-Bereich gibt es keine aktuellen AFS Nikkore.

Bleibt zu hoffen dass Nikon zum Stichtag des Jubiläums, 1. Juni 2009 ein paar adäquate Linsen spendiert.
Zu "50 Jahre Nikon F" würde auch ein digitales Sondermodell der Nikon F passen... ;)

PK :-)

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 20:23

Bei oben stehender Diskussion vermisse ich das Pentax K-Bajonett.
Ich persönlich kenne kein zweites Bajonett, dass wirklich über die Jahre derart Kompatibel geblieben ist. Gipfel dieser Tatsache ist der kleine Grüne Knopf neben der Auslöser an der Pentax DSLR, denn mit diesem wird bei den ältesten Objektiven (auch M42) die Belichtung ermittelt und eingestellt.

Ich möchte Pentax im allgemeinen nicht übermäßig loben, aber was die Verwendung von alten und neuen Komponenten angeht, so zeigt sich dieser Hersteller am variabelsten.

Gruß

kompatibles Bajonett

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Dienstag, 10. März 2009 - 23:06

M42 ist allerdings kein K-Bajonett ;-)
Und mit entsprechenden Adaptern paßt es auch auf andere Kameras.

Wenn ein Objektiv auf eine Kamera passt, die Kamera dann aber keine Belichtungsmessung bietet, ist ja nicht wirklich das Bajonett das Problem. Der Kamerahersteller muß letztlich absichtlich dafür sorgen, daß eine Zeitautomatik (oder auch nur die Offenblendmessung) nicht funktioniert.

Welchen Grund er dafür haben sollte?
Genau den, welchen Menschen oft bei Entscheidungen haben: Willkür!
Einen wirklichen Aufwand erfordert doch bestenfalls die Ansteuerung der Blende oder des Autofokus.

Falls jemand auf die Idee kommt, es hätte mit der Qualität zu tun, stellen sich neue Fragen:
Warum wurden die Objektive vorher gebaut?
Warum werden aktuelle Kameras mit Kit-(Zoom)Objektiven angeboten?

Ein neues Bajonett macht manchmal durchaus Sinn.
Bei adaptierten Objektiven Funktionen zu verweigern, welche eigentlich keiner Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv bedürfen, ist schlicht und ergreifend Kundenverarsche! Unabhängig vom sonstigen eventuellen Engagement des Herstellers.

Offensichtlich leistet sich das Pentax eben nicht...

Wie alt ist eigentlich das Leica M Bajonett

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 20:35

und zwar in Bezug auf Existenz des Schraub-Bajonetts?

Wie alt ist eigentlich das Leica M Bajonett ?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 10. März 2009 - 21:19

Die Leica M3 erschien 1954. Damit ist das Leica M Bajonett schon 55 Jahre alt

Leica-M ist kein SLR-Bajonett...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 00:21
Gast schrieb:

Die Leica M3 erschien 1954. Damit ist das Leica M Bajonett schon 55 Jahre alt

Aber keine Spiegelreflexkamera... ;-)

Deutschland, deine Nörgler...

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 10:08

...geben sich hier mal wieder ein Stelldichein.
Obwohl Nikon - trotz unvermeidlicher Einschränkungen - über ein extrem kompatibles Bajonett verfügt, kommen hier wieder mal die Korinthenkacker aus ihrer Ecke und lamentieren lautstark darüber, dass die fünf Objektive, die vor 25 Jahren zum AF-Versuchsballon Nikon F3AF aus der Autofokusfrühzeit angeboten wurden, doch tatsächlich nicht genauso funktionieren wie ein modernes Objektiv aus dem Jahr 2008. Aber sonst geht's noch gut?
Manchmal packt mich nur noch das Grausen, wenn ich diese geistige Kleingärtnerei sehe und lese.

War dieses "Plopp"

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 11:36

nun eigentlich das ganze Jubiläumsfeuerwerk?

Da wurde doch von der "Uberkamera" gemunkelt, das eletronische Wunder im Body einer Nikon F, und so. Unbezahlbar, aber guuuut?

Und die geheime und digitale Nikon "M"-Meßsucherkamera, die die Konkurrenz das Fürchten lehren sollte?
Alles nüscht?

Wunschlisten

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 11:40
Gast schrieb:

Da wurde doch von der "Uberkamera" gemunkelt, das eletronische Wunder im Body einer Nikon F, und so. Unbezahlbar, aber guuuut?

Und die geheime und digitale Nikon "M"-Meßsucherkamera, die die Konkurrenz das Fürchten lehren sollte?

Halten Sie nicht jede Wunschliste, die im Internet verbreitet wird, für ein glaubwürdiges Gerücht.

Traun für wahr

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 16:42

Und ich hatte schon gehofft, 50 Jahre Warten auf den Weihnachtsmann hätten bei Nikon endlich mal geholfen.

Trotzdem,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 17:49

"50 Jahre F-Bajonett" ist doch das Einzige, was die Nikon-Gemeinde wirklich zusammenschnürt. Das muß der Firma doch mehr Wert sein, als diese langweilige Pressemeldung.
Mit einer Position als technologischer Vorreiter könnten sie ja wohl kaum Werbung machen. Dem stünde die Wirklichkeit zu sehr entgegen.
Also muß doch eigentlich noch irgendwas "Feines" kommen, was die Gemeinde wieder einschwört.

Extrem unwahrscheinlich

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 17:23
Gast schrieb:

Und die geheime und digitale Nikon "M"-Meßsucherkamera, die die Konkurrenz das Fürchten lehren sollte?

Wozu sollte sich Nikon an so einem Quatsch verschleißen? Die Messsucherkamerajahre sind für Nikon längst vorbei, und das Nikon-Messsucherbajonett ist nicht ansatzweise so verbreitet wie das M-Bajonett. Wozu also eine Nikon SP Digital entwickeln und bauen, wenn man dafür keine Objektivlinie hat, die über ein 50er hinausgeht? Auch glaube ich kaum, dass Nikon eine digitale Messsucherkamera fürs M-Bajonett präsentiert.
Nee, da glaube ich noch eher daran, dass irgendwann mal (in nicht allzu naher Zukunft) eine digitale Bessa oder ZI auf den Markt kommt.

Na ja, na ja,

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 11. März 2009 - 17:38

das M-System ist das Einzige, was selbst Leica derzeit im Markt anbieten kann. Und auch da ist der Kameraverkauf schleppend, weil eigentlich jeder, der so etwas braucht oder will, auf die Vollformat-M wartet. (M-Fotografie ist leise Weitwinkelfotografie.)

Wenn ein ein anderer Hersteller mit so etwas nun zuerst käme, würde er praktisch den Markt leerfegen können. Denn "M" wird nicht deshalb nicht gekauft, weil es nicht gebraucht würde, sondern weil es nichts Brauchbares zu kaufen gibt. (Was die Kameras angeht.)
Davon könnte Nikon also vermutlich größere Stückzahlen verkaufen als von der D3x, deren Preis im Marktvergleich nach wie vor nicht gerechtfertig ist.

Wer BRAUCHT schon noch eine digitale M?

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 10:39
Gast schrieb:

Und auch da ist der Kameraverkauf schleppend, weil eigentlich jeder, der so etwas braucht oder will, auf die Vollformat-M wartet. (M-Fotografie ist leise Weitwinkelfotografie.)

Auf eine Vollformat-M werden die Träumer noch lange warten müssen. Dass auch Leica nicht mit der baldigen Lösung des aktuell nicht zu lösenden Problems "extrem kurzes Auflagemaß und Vollformatsensor" rechnet, zeigt sich an der jüngsten Objektivvorstellung des 1,4/21 mm und 1,4/24 mm. Sie entsprechen den lichtstarken Brennweitenklassikern 35 mm und 28 mm für die Kleinbild-M.

BTW, selbst das Argument "geringe Lautstärke" verliert immer mehr als (letzte) Begründung für die M-Fotografie. Die 4/3-DSLR (von Haus aus) und auch die jüngsten Modelle der Canon-DSLR (EOS 50D, 5D Mk II) mit ihrem Leisemodus sind verdammt unauffällig, wie ich als Besitzer beider Systeme feststellen kann.
Nein, machen wir uns nichts vor: eine digitale M wird immer mehr zur Kamera für Liebhaber der Messsucherfotografie. Ein echter Zwang, sie zu benutzen, aufgrund einzigartiger Eigenschaften existiert inzwischen so gut wie nicht mehr. Die bescheidene/beschämende Sensorqualität der M8 im Vergleich zu vielen DSLR wird auch von der Abbildungsqualität der M-Objektive nicht aufgewogen. Spitzenobjektive bauen können längst auch andere - und da muss noch nicht mal ZEISS auf der Fassung stehen.

Gast schrieb: Auf eine

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 11:58
Gast schrieb:

Auf eine Vollformat-M werden die Träumer noch lange warten müssen. Dass auch Leica nicht mit der baldigen Lösung des aktuell nicht zu lösenden Problems "extrem kurzes Auflagemaß und Vollformatsensor" rechnet, zeigt sich an der jüngsten Objektivvorstellung des 1,4/21 mm und 1,4/24 mm. Sie entsprechen den lichtstarken Brennweitenklassikern 35 mm und 28 mm für die Kleinbild-M.

Die beiden zeigen doch gerade, dass Leica mittel- bis langfristig mit dem Kleinbild rechnet. Sonst hätte man das 21er und das 24er erheblich preiswerter und kompakter konstruieren können. Nämlich für die kleineren Sensoren der M8.

Denkfehler

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 13:16
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Auf eine Vollformat-M werden die Träumer noch lange warten müssen. Dass auch Leica nicht mit der baldigen Lösung des aktuell nicht zu lösenden Problems "extrem kurzes Auflagemaß und Vollformatsensor" rechnet, zeigt sich an der jüngsten Objektivvorstellung des 1,4/21 mm und 1,4/24 mm. Sie entsprechen den lichtstarken Brennweitenklassikern 35 mm und 28 mm für die Kleinbild-M.

Die beiden zeigen doch gerade, dass Leica mittel- bis langfristig mit dem Kleinbild rechnet. Sonst hätte man das 21er und das 24er erheblich preiswerter und kompakter konstruieren können. Nämlich für die kleineren Sensoren der M8.

Nein, mit "M-APS-Objektiven" hätte sich Leica einen Bärendienst erwiesen. Schließlich ließen sich diese Lichtriesen mit kleinerem Bildkreis dann nur an ein paar M8-Käufer verticken. Werden das 1,4/21 mm und das 1,4/24 mm jedoch als Kleinbildobjektive konzipiert - was ja der Fall ist - findet sich garantiert noch der eine oder andere Analog-Käufer für diese Optiken. Nebenbei bemerkt bezweifle ich, dass ein M-Objektiv für den etwas kleineren Bildkreis des M8-Sensors so wahnsinnig viel billiger wäre als ein echtes Kleinbildobjektiv. Nee, die Kleinbild-Entscheidung war schon richtig. Fraglich ist nur, ob es aus Preis- und Gewichtsgründen nicht sinnvoller gewesen wäre, sich auf die Lichtstärke 1:2 zu beschränken.

Wer da sagt,

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 13:30

eine 5d II könne eine M3 bis M7 ersetzen, was leises und unaufdringliches Arbeiten betrifft, der arbeitet offensichtlich nicht leise und unaufdringlich.

Die 5d II ist ein ausgezeichnetes Werkzeug und mit lichtstarken 24er, 35er und 50ern auch in der beweglichen Fotografie gut zu benutzen. Aber M-Fotografie (wohlgemerkt nicht M8) ist denn doch noch mal etwas ganz anderes.

Kann ja sein, daß die Technologie noch nicht so weit ist, uns eine M-Kamera mit den praktischen Qualitäten aus der Filmzeit anzubieten. Wie viele Jahre hat schließlich Nikon seine Jünger hinhalten können mit dem Slogan "Vollformat geht nicht und hat auch keinen Sinn"? Und auf einmal geht es nicht nur doch, sondern es wird ihnen auch geradezu aus der Hand gerissen.

Das gleiche Potential sehe ich für eine digitale M, die echte M-Qualitäten bietet. Wer auch immer die bauen wird.

Die Frage, wie wichtig der Respekt für ein altes und vorherrschende Bajonett des betreffenden Marktes ist, beantwortet Phase One sehr schön, indem sie ihrer High-End Digitalkamera einen Hasselblad V-Adapter beilegen. Auf einmal lassen sich Generationen "alter" Spitzenobjektive ohne großen Aufwand anschaffen und weiternutzen.
Ok, bei Nikon F ist das mit der Spitze so eine Sache, aber vorhandene M-Objektive liessen sich schon gut nutzen. Das bedeutet ja nicht, daß man mit den heutigen Objektivmodellen nicht noch ein Quentchen mehr Qualität herauskitzeln könnte. Die Hersteller wollen ja auch heute überleben.

Das Problem für Leica besteht eher darin, daß ihr Marketing seit Jahrzehnten darin besteht, ihren guten Ruf mit der Qualität früher verkaufter Produkte beweisen zu wollen. "Leica ist gut, weil Leica schon immer gut war". Das funktioniert für die "Generation Internet" nicht mehr. Da spielen Reviews und "zukunftsweisende Lösungen" eine viel wichtigere Rolle. Die Aussage "Wir waren schon vor 30 Jahren gut" zieht nicht bei einer Kundschaft, die gewohnt ist aufzupassen, ob der Hersteller eines gut beleumundeten Produktes eine halbes Jahr später, also bei der nächsten Produktgeneration, schon wieder alles verspielt hat.
Leica muß wohl immer noch lernen, wie man das dauerhafte Vertrauen einer solchen Kundschaft gewinnt. Keine leichte Aufgabe, wenn sogar Apple und Sony (Audio) ihren Nimbus gerade gründlich verspielen. (Obwohl ein musikspielendes mPhone mit Noctilux und HSDPA vielleicht sogar Käufer fände. Digitale Codierungen haben die M-Objektive ja schon. - Scherz beiseite)

Die obengenannten "zukunftsweisenden Lösungen" betreffen meistens technische Zusammenhänge, die ein oder mehrere Hersteller beim ersten Anlauf nicht bewältigt haben. Wie man es nicht machen sollte, führte uns Leica mit der abstrus teuren Idee des limitierten Upgrade-Zertifikats vor.

Nikon dagegen hätte mit dem Einbau verfügbarer Spitzentechnik, also z. B. eines D3x-Sensor in das Gehäuse einer Nikon F, oder vergleichbares für eine neue "M" für anhaltenden, also zukünftigen, Ruhm sorgen können. Aber vielleicht können sie auch einfach kein F-Gehäuse mehr bauen. Die NASA kommt ja auch nicht mehr in den Orbit, geschweige denn auf den Mond.

????

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 14:09
Gast schrieb:

eine 5d II könne eine M3 bis M7 ersetzen, was leises und unaufdringliches Arbeiten betrifft, der arbeitet offensichtlich nicht leise und unaufdringlich.

Nikon dagegen hätte mit dem Einbau verfügbarer Spitzentechnik, also z. B. eines D3x-Sensor in das Gehäuse einer Nikon F, oder vergleichbares für eine neue "M" für anhaltenden, also zukünftigen, Ruhm sorgen können. Aber vielleicht können sie auch einfach kein F-Gehäuse mehr bauen. Die NASA kommt ja auch nicht mehr in den Orbit, geschweige denn auf den Mond.

Es ging um digitale Lösungen - also M8 und M8.2.

Warum sollte es Nikon nicht gelingen, einen D3X-Sensor in ein D700-Gehäuse zu bauen (das den D3-Sensor enthält)? So ein Hexenwerk ist das nun wirklich nicht. (Canon macht's mit der EOS 5D MkII in der 20-MP-Klasse vor.) Mit der Ablösung der D700 (Ende 2009?) dürfte etwas Ähnliches von Nikon kommen. Es wäre zuviel verlangt gewesen, dass Nikon vor Einführung der D3x eine D700x (oder wie immer sie heißen wird) präsentiert. In diesem Punkt geht es also nicht um "können", sondern um "wollen". Nikon wollte nicht - und ich kann's nachvollziehen.

Genauso glaube ich, dass Nikon keine aufwendige Digital-Messsucherkamera entwickeln wird. Dazu ist dieser Markt einfach zu klein und die Risiken sind zu groß, um diese Investition zu rechtfertigen.

Verglichen

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 15:08

mit den Stückzahlen, die Nokia & Co. an Kamerahandys absetzen, ist die gesamte Fotobranche ein Nischenmarkt.

Die Frage ist aber nicht, wieviel Stück sich absetzen lassen, sondern wieviel sich damit verdienen läßt.
Und da könnte eine vollformatige "M", von wem auch immer gebaut, plötzlich interessant werden. Denn es gibt eine nennenswerte Anzahl ausgesprochen zahlungsfähiger Kunden, die so etwas haben wollen, aber mangels Angebot nicht kaufen können.

Nikon steht als Firma zwischen den reinen Massenherstellern, wie etwa Samsung, und den Ingenieurschmieden á la Leica. Sie hätten also das Know How, das Produktionswissen und den Nimbus gehabt, im Jubeljahr 2009 der Kamerageschichte gewinnträchtig ihren Stempel aufzudrücken. Wenn nicht mit einer neuen "M", dann mit einer "F" - nicht D -, die diesen Namen wirklich verdient.
Das haben sie leider nicht getan, und es hat deshalb nur "Plopp" gemacht. Auch 'ne Art, sein Kapital, nämlich den guten Ruf, zu vergeuden.

Eine Jubiläums-F hätte ich wahrscheinlich unbesehen bestellt, eventuell mit einem schönen Satz manueller Zeiss-Objektive.
Die D3x ist mir da zu Sony-electrony. Obwohl - die Sony hat doch auch Zeiss, sogar ab Werk, laß mal sehen...

F-Bajonett mit M-Kamera feiern

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 15:18
Gast schrieb:

Da könnte eine vollformatige "M", von wem auch immer gebaut, plötzlich interessant werden. [...] [Nikon] hätte also das Know How, das Produktionswissen und den Nimbus gehabt, im Jubeljahr 2009 der Kamerageschichte gewinnträchtig ihren Stempel aufzudrücken.

Nikon hätte also das Jubeljahr „50 Jahre F-Bajonett“ mit einer Vollformat-M (ohne F-Bajonett) feiern sollen?

Über

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 15:32

das "Jubel" in bezug auf F reden wir dann nochmal.

Vorbilder

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 12. März 2009 - 15:30

Ich sehe Kennedy geradezu vor mir, wie er sagt: "Wir könnten auf den Mond fliegen, aber...

Gast schrieb:

Dazu ist dieser Markt einfach zu klein und die Risiken sind zu groß, um diese Investition zu rechtfertigen.

Auch der kleine, auf Grund seiner Hautfarbe benachteiligte Junge B. Obama, Kind geschiedener Eltern, dachte sich auf der Schulbank wahrscheinlich: "Ich könnte Präsident werden, aber...

Gast schrieb:

Dazu ist dieser Markt einfach zu klein und die Risiken sind zu groß, um diese Investition zu rechtfertigen.

Nur bei Nikon und Leica, bei Opel und Ford, bei Siemens und Deutscher Bahn, da könnte niemals die Kaste erbsenzählender Controller den Aufstieg einer guten Idee wirklich verhindern.

Ach komm, vergiß es! Schon mein Opa hat keine Kameras mit F-Bajonett benutzt.

Hasenohren

Eingetragen von
Gast
am Montag, 16. März 2009 - 21:54

Zum Glück lebt das F-Bajonett weiter, als Zeiss ZF mit den Hasenohren auf einem Blendenring, wie es sich gehört. An der unverwüstlichen FM2 erweisen sich die aktuellen Nikon-Fernrohre nämlich als eher nutzlos.

Dr. Heinz Anderle, Österreich