Man muss nicht komponieren, die Welt ist Komposition.

— Arno Fischer

Am 17.5.

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35-Megapixel-Projektor von JVC (aktualisiert)

Foto des Super Hi-Vision Projektors von JVCJVC hat in Japan einen digitalen Projektor vorgestellt, der Bilder in High-Resolution Super Hi-Vision mit beeindruckenden 8192x4320 Pixeln an die Wand wirft:

Die Victor Company of Japan, Limited, in Deutschland besser bekannt unter ihrem Markennamen JVC und seit vergangenem Herbst eine Tochter der neugegründeten JVC Kenwood Holdings, Inc., präsentierte in Japan ein erstes Funktionsmuster eines High-Resolution Super-Hi-Vision-Projektors, der in der Lage ist, 8192x4320 Pixel zu projizieren. Er übertrifft damit hinsichtlich der maximalen Auflösung das experimentelle digitale Videoformat Super Hi-Vision (SHV; 7.680x4.320 Pixel), das von der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK (Nippon Ho¯so¯ Kyo¯kai) vorangetrieben wird, ist aber mit diesem kompatibel. Bei Super Hi-Vision ist jedes Einzelbild etwa 33 Megapixel (7.680x4.320 Pixel) groß und unterstützt eine Bildwiederholrate von 60 Bildern pro Sekunde und 22.2 Mehrkanal-Ton.
 

Foto des Super Hi-Vision Projektors von JVC

 
Der JVC-Projektor arbeitet mit sogenannten D-ILA-Bildwandlern (Direct-Drive Image Light Amplifier). D-ILA ist eine proprietäre Form der LCoS-Technik (Liquid Crystal on Silicone), einer Reflexionstechnologie, die eine höhere Pixeldichte als konkurrierende Bildwandler erlauben soll. Der vorgestellte Projektor, dessen Name nicht mitgeteilt wurde, nutzt ein dreifaches D-ILA Display-System für die drei Grundfarben RGB. Im Projektor kommen 35-Megapixel-Displays (8.192x4.320 Pixel) zum Einsatz, die für jede Farbe 4.000 Linien wiedergeben können.

Während konventionelle Projektoren in dieser Leistungsklasse meist mit zwei 2-kW-Lampen ausgestattet sind, die eine Helligkeit von 7.000 Lumen erreichen, ist der neue Projektor mit einer einzelnen 3-kW-Lampe ausgestattet, die eine Lichtleistung von 10.0000 Lumen erbringen soll. Die hier gewählte technische Lösung soll den Strombedarfs um 50 % und die Kosten für das Leuchtmittel um 60 % mindern. Die Bilder sollen dabei eineinhalb mal heller sein als bei bisherigen D-ILA-Systemen, der Kontrast mit einem Kontrastverhältnis von 5.500:1 dreimal so hoch. Die Helligkeit des Projektors soll für Bilddiagonalen zwischen 10,16 und 15,24 Meter ausreichen. Bei dieser Projektionsfläche beträgt die Größe eines Pixels etwa 1 mm2.
 
 

Technische Daten
Display 3 x D-ILA Display (RGB)
Pixel 8.192x4.320 (HxV) (SHV: 7.680x4.320)
Lichtquelle 3 kW Xenon
Helligkeit 10.000 ANSI Lumen (3,3 lm/W)
Kontrastverhältnis 5.500:1
ANSI Kontrastverhältnis 400:1
Eingangsformat 60 B/s (progressive scan)
Schnittstelle HDMI (deep color) x 16 Kanal SMPTE-2036 kompatibel
Farbtiefe (display graduation) 12 bit pro RGB-Farbe
Optisches System 4,32 cm (1,7 Zoll) Drahtgitter-Polarisator
Versorgungsspannung 200 V
Anschlussleistung 3,5 kW
Abmessungen 1080x1250x456 mm (BxTxH)
Gewicht 168 kg

 
 
(CJ)
 

Nachtrag (28.5.2009): Hinsichtlich der Angaben zur Auflösung des Projektors waren die Informationsquellen etwas missverständlich. Wir haben nochmals nachrecherchiert und die Angaben zur Auflösung („High-Resolution Super Hi-Vision“ mit 35 Megapixeln und „Super Hi-Vision“ mit 33 Megapixeln) präzisiert.
 

Wow, da sieht man wo die

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Mai 2009 - 18:18

Wow, da sieht man wo die Reise hingeht! Dagegen sehen konventionelle Kleinbilddias mal richtig alt aus... :D

Ach ja?

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Mai 2009 - 23:00

Immerhin werden 35mm auf das gleiche Format projeziert. Bei Film ist das aber nur das halbe 'Vollformat' und bisher hat sich noch niemand echauffiert über die miese Bildqualität.

Der Projektor sowie die dazu erforderliche Digiknipse (im Bereich PhaseOne anzusiedeln) wäre wohl kaum dazu geeignet, mit dem Guthaben eines Besserverdienenden bezahlt zu werden.

Was für ein gigantischer Aufwand um der feinen analogen Technik einigermassen Paroli bieten zu können.

Lange nicht im Kino gewesen?

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Inventar)
am Mittwoch, 27. Mai 2009 - 10:02
Gast schrieb:

Bei Film ist das aber nur das halbe 'Vollformat' und bisher hat sich noch niemand echauffiert über die miese Bildqualität.

Doch, jeder zweite Film im Kino, den ich mir anschaue rauscht und hat miese Farben, und das ist oft auf die Überforderung des Filmes (Negativ-Positiv) zurückzuführen. Auch die Kratzer auf der Kopie sind auch um so deutlicher, je kleiner das Format. Das mich das "nicht stört" liegt an den guten Filmen (Inhalt, Regie, Kamera, etc.) die ich sehe, die packen mich und lenken so von der schlechten technischen Qualität ab. Aktuelles Beispiel gestern eine gute aber schon gespielte Kopie von Clint Eastwoods "Erbarmungslos", 1995, Warner Brothers. Ton mies, Bild geht so einigermaßen, aber gut war es nicht.

Ich freue mich auf digitale Filme ab 4K-Klasse und höher!

OhWeh

Stimmt so nicht!

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Mai 2009 - 18:15
OhWeh schrieb:
Gast schrieb:

Bei Film ist das aber nur das halbe 'Vollformat' und bisher hat sich noch niemand echauffiert über die miese Bildqualität.

Doch, jeder zweite Film im Kino, den ich mir anschaue rauscht und hat miese Farben, und das ist oft auf die Überforderung des Filmes (Negativ-Positiv) zurückzuführen. Auch die Kratzer auf der Kopie sind auch um so deutlicher, je kleiner das Format. Das mich das "nicht stört" liegt an den guten Filmen (Inhalt, Regie, Kamera, etc.) die ich sehe, die packen mich und lenken so von der schlechten technischen Qualität ab. Aktuelles Beispiel gestern eine gute aber schon gespielte Kopie von Clint Eastwoods "Erbarmungslos", 1995, Warner Brothers. Ton mies, Bild geht so einigermaßen, aber gut war es nicht.

Ich freue mich auf digitale Filme ab 4K-Klasse und höher!

OhWeh

Stimmt so nicht, ein analoger Film kann durchaus 4k sauber darstellen bei einer Digitalen Abspeicherung. Häufig sind die flauen und unscharfen Bilder auf der Kinoleinwand auf Grund der Kopien zu verdanken. Je mehr Kopien gefertigt werden desto schlechter ist die Qualität. Lediglich das Master hat noch volle Qualität. Und jeder verwendete Filmnegativ hat eine andere Körnigkeit. Rauschen kann vom Korn oder aber auch von der miserablen digitalen Abtastung so mancher Filme kommen!

Selbst die James Bond Filme wurden mit 4k abgetastet oder wenn ich mich richtig entsinne sogar mehr! Und schon auf Full HD ist die Qualität beeindruckend. Das macht evtl. in paar Jahren Lust auf mehr.

Gast schrieb: Was für ein

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 27. Mai 2009 - 14:45
Gast schrieb:

Was für ein gigantischer Aufwand um der feinen analogen Technik einigermassen Paroli bieten zu können.

Schon mal gesehen was aktuelle FullHD Projektoren wie Sanyo Z3000, Panasonic AE3000 oder gar die JVC Modelle bei Preisen ab 2000 Euro für eine Qualität auf die Leinwand bringen? Wohl eher nicht...
Ok, die Analaog Technik ist billiger, sogar massiv, aber das ist kein Grund nicht zuzugeben, dass die digitale Aufnahme genau wie die digitale Wiedergabe/Projektion die Qualität der analogen Geräte schon seit einiger Zeit übertrifft.

Soso, plötzlich sind 2

Eingetragen von
Gast
am Donnerstag, 28. Mai 2009 - 09:41

Soso, plötzlich sind 2 Megapixel völlig ausreichend und besser als Kleinbild-Dia?

2000 € Preisklasse für Projektoren ist die untere Leistungsklass

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Mai 2009 - 18:16
Gast schrieb:
Gast schrieb:

Was für ein gigantischer Aufwand um der feinen analogen Technik einigermassen Paroli bieten zu können.

Schon mal gesehen was aktuelle FullHD Projektoren wie Sanyo Z3000, Panasonic AE3000 oder gar die JVC Modelle bei Preisen ab 2000 Euro für eine Qualität auf die Leinwand bringen? Wohl eher nicht...
Ok, die Analaog Technik ist billiger, sogar massiv, aber das ist kein Grund nicht zuzugeben, dass die digitale Aufnahme genau wie die digitale Wiedergabe/Projektion die Qualität der analogen Geräte schon seit einiger Zeit übertrifft.

Wissen sie selbst das vernüfntige HD-Projektoren mit über 200-400 Watt Xenon Lampen schon ca. 10 000-20 000 € kosten, würden sie wissen, dass ein 8k Auflösungsprojektor locker über 25 000 € kosten kann.

Gast schrieb: Wow, da

Eingetragen von
Gast
am Mittwoch, 27. Mai 2009 - 08:34
Gast schrieb:

Wow, da sieht man wo die Reise hingeht! Dagegen sehen konventionelle Kleinbilddias mal richtig alt aus... :D

Und Pentax gönnt seiner neuesten Kreation immer noch keinen Vollformatsensor.
Die lassen sich total abhängen von der Entwicklung...
Wo sollen PENTAX-User das Futter für diesen Projektor hernehmen???

Wenn das Ding jetzt nur 3000 € kostet,

Eingetragen von
Gast
am Dienstag, 26. Mai 2009 - 22:23

dann bekommt das Wort "Heimkino" eine neue Bedeutung.

Dazu

Bild von Shitop
Eingetragen von
Shitop
(Inventar)
am Mittwoch, 27. Mai 2009 - 12:13

kommt dann jedoch noch die Stromversorgung. 3,5 kW macht Ihre heimische Steckdose mit Sicherheit nicht mit. In deutschen Haushalten bietet meist nur der Anschlus des Elektroherds genügend Power.

1 Phase reicht, 3 Phasen sind besser

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Inventar)
am Mittwoch, 27. Mai 2009 - 12:25

Doch 230 V und 16 Ampere machen 3680 Watt. Natürlich sollte man da einen Festanschluss oder eine (blaue) CEE-Kupplung verwenden, den Schuko verbrutzelt es da.

Es geht aber wohl gar nicht um HomeVideo, bei der Projektionsgröße ist das für echtes Kino gedacht.

Und ein Kino hat wohl genauso Drehstrom (500V, 16 A also ca 8 KW) im Haus, wie ich im Keller und im Garten. Für allfällige "Profigeräte" (vernünftige Häcksler, Betonmischer, etc.) braucht man sowas hin und wieder (nicht die 8 KW aber Drehstrom).
OhWeh

verbrutzelt nicht unbedingt

Bild von fotoni
Eingetragen von
fotoni
(Inventar)
am Mittwoch, 27. Mai 2009 - 22:48

Auch die Schuko-Verbindung ist ja bis 16A spezifiziert (auch wenn nicht alle Stecker dafür ausgelegt sind). Es gibt ja auch elektrische Heizgeräte, welche mehr als 3kW haben. Allerdings habe ich tatsächlich auch schon gelegentlich Schukostecker (von Waschmaschinen) ersetzt, die beim Ausstecken einen Kontakt in der Steckdose belassen hatten. Ist natürlich nicht ganz ungefährlich, wenn man's übersieht. Man könnte dem wohl vorbeugen, wenn man die Kontakte ab und zu inspiziert. Denn letztlich dürfte ein hoher Übergangswiderstand (z.B. durch Korrosion) zu einer entsprechenden Erwärmung geführt haben.

Und zweifelsohne wirken die Kontakte der CEE Steckverbindungen deutlich solider. Nur wird man diese wahrscheinlich selbst nachrüsten dürfen. Sowohl in einer Wohnung, als auch am Gerät. Andererseits dürfte so ein Projektor selten vergleichbar aggressiven Bedingungen ausgesetzt werden, wie eine Waschmaschine. Es ist naheliegend, daß da verwendete Waschmittel nicht unbeteiligt sind. Das Problem ist also beim Projektor in einer normalen Wohnung schon wesentlich unwahrscheinlicher. Anders liegt der Fall, wenn man sich schon an kalkhaltige Tropfen von der Decke gewöhnt hat...

Schon klar ...

Bild von OhWeh
Eingetragen von
OhWeh
(Inventar)
am Donnerstag, 28. Mai 2009 - 11:39

... aber mehr als 2KW Dauerstrom lasse ich nur sehr ungern über Schukos laufen und die Lampe braucht ja Dauerstrom. Denn der Übgergangswiderstand führt dann eben oft zu sehr warmen Kontakten, manchmal zu verschmorten.

OhWeh

Shitop schrieb: kommt dann

Eingetragen von
Gast
am Samstag, 30. Mai 2009 - 14:05
Shitop schrieb:

kommt dann jedoch noch die Stromversorgung. 3,5 kW macht Ihre heimische Steckdose mit Sicherheit nicht mit. In deutschen Haushalten bietet meist nur der Anschlus des Elektroherds genügend Power.

man hat zu Hause auch meist Projektionsflächen in 10 bis 15 m breite - nicht wahr? :-)

Das ist kein Projektor für zu Hause sondern für echte Kinos. Und damit dürfte er auch eher im Beriech > 100 k EUR liegen - das stört das Kino auch verhältnismässig wenig, denn wenn 50 % Stromverbauch eingespart werden, die Abschreibung über 5 oder 6 Jahre läuft und die Zuschauer wegen der brillanten Qualität gerne kommen ist das alles im grünen Bereich.

Für zu Hause wird es passendes für unter 5 k EUR geben (müssen).

Ich nutze seit drei Jahren einen Full HD Projektor mit 2,5 m Leinwandbreite und bin sogar gegenüber dem DIA höchst zufrienden.

Kein Ploppen oder Staub, keine Ruckler am Projektionstisch und vor allem völlig andere projektionsmöglichkeiten - da freu ich mich doch auf noch einen Tick mehr Auflösung und noch etwas mehr Hellgkeit in ein paar Jahren für den gleichen preis den ich vorher für Full HD bezahlt habe, denn weiter drei Jahre überlebt mein Full HDler locker. Zudem ist diese Auflösung wirklich beeindruckender als gedacht - kaum zu glauben wie scharf ein 2 Megapixel Bild sein kann in brauchbarer Grösse - es ist wohl ähnlich wie bei den mickrigen 72 dpi der Monitire im Vergleich zu 300 dpi, die man beim Druck bruacht um auf was vergleichbar scharfes zu kommen.

Erklären kann ich mir das leider technsich nicht ganz - der Effekt von 2 Megapixeln ist projeziert auf jeem Fall jedem Dia ebenbürtig - sehr beeindruckend!

D-ILA=LCoS=SXRD

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Mai 2009 - 18:10

Ein 33MP LCoS Projektor beeindruckend. Sony bietet derzeit für Business Anwender nur 4k SXRD-Projektoren, JVC gleich die doppelte 8k Aufkösung! Fragt sich wann Sony nachziehen wird...(im Grunde genommen ist D-ILA LCoS! bzw. SXRD)

http://de.wikipedia.org/wiki/LCoS

Es gibt schon bereits 4k Projektoren

Eingetragen von
Gast
am Freitag, 29. Mai 2009 - 18:23

Oh man, von Sony und JVC gibt's bereits 4k Projektoren für große Sälle bereits. Vielleicht sollte mal Photoscala auch mal von solchen Dingern berichten, die durchaus für Fotografen mit einer 20 MP Kamera interessant wären, statt nur lückenhaft jetzt über Projektoren zu sprechen:

http://www.cine4home.de/tests/projektoren/Sony4K/SR110.htm
http://www.sony.de/biz/view/ShowContent.action?site=biz_de_DE&contentId=...

http://www.dailydigitals.com/jvc-4k2k-ultra-hd-projector.html