Die Absatz­zahlen bei den Digital­ka­meras aus japani­scher Produktion bleiben auch im April 2017 stabil. Das geht aus dem Bericht hervor, den der Verband der japani­schen Kamera­in­dustrie (CIPA) letzte Woche veröf­fent­licht hat. Seit Jahres­anfang ist vor allem die Nachfrage nach DSLRs zurück­ge­gangen, spiegellose System­ka­meras befinden sich dagegen weiterhin um Aufwind. Die drama­ti­schen Einbrüche bei den Kompakt­ka­meras scheinen weiterhin gestoppt zu sein.

Konnten die in der CIPA organi­sierten Hersteller von Januar bis März 2017 jeweils ein leichtes Absatzplus gegenüber dem jewei­ligen Vorjah­res­monat verzeichnen, so stagnierten die Absatz­zahlen im April bei 99,8 Prozent des Werts vom April 2016. Unterm Strich haben die CIPA-Mitglieder in den ersten vier Monaten diesen Jahres jedoch etwas mehr Kameras abgesetzt als im Vorjah­res­zeitraum.

CIPA Total Shipment of DSC

Im April schwä­chelte der Kameraabsatz leicht, insgesamt lieferte die japanische Kamera­in­dustrie jedoch in den ersten vier Monaten 2017 etwas mehr Kameras aus als im Vorjahr.

Was sich bereits mit dem letzten Quartals­be­richt der CIPA abgezeichnete, setzt sich auch im April fort: der rapide Rückgang der Absatz­zahlen von Kompakt­ka­meras scheint gestoppt zu sein. In den ersten vier Monaten 2017 konnten die CIPA-Mitglieder rund 4,5 Millionen Kompakt­ka­meras absetzen – das sind 98,1 Prozent des Vorjah­res­ni­veaus. Wertmäßig übertreffen die Verkäufe das Vorjahr sogar.

CIPA Built-in Lens DSC

Der rapide Absatz­rückgang bei den Kompakt­ka­meras scheint weiterhin gestoppt zu sein.

Insgesamt liegt der Kameraabsatz in den ersten vier Monaten mit rund 8,3 Millionen Einheiten ganz leicht über dem Vorjah­res­niveau. Dazu beige­tragen haben vor allem die spiegel­losen System­ka­meras. 1,36 Millionen Apparate wurden zwischen Januar und April 2017 ausge­liefert, das entspricht einer Zunahme von gut 50 Prozent gegenüber 2016. Wertmäßig viel der Zuwachs mit ca. 44 Prozent nicht ganz so üppig aus.

CIPA Interchangeable Lens DSC

Die gute Absatz­ent­wicklung bei den System­ka­meras wird von den Spiegel­losen getragen. DSLRs schwä­cheln hingegen.

Das Ergebnis der Kameras mit Wechsel­ob­jektiv hätte noch besser ausfallen können, würden die DSLRs nicht schwä­cheln. Ihr Absatz ist in den ersten vier Monaten diesen Jahres um neun Prozent einge­brochen. Noch machen sie jedoch rund zwei Drittel des Geschäfts mit System­ka­meras aus.