Steven Overman, Marke­tingchef (CMO) bei Kodak stellte kürzlich in Aussicht, dass der legendäre Diafilm Kodachrome wieder aufer­stehen könnte. Daraus wird vorerst wohl nichts, wie jetzt Dennis Olbrich, Chef der Film-Sparte bei Kodak Alaris, klarstellte. Dazu sei der Entwick­lungs­prozess des Kodachrome einfach zu kompli­ziert.

Das ließ die Herzen der Analog-Fotografen Anfang Januar höher schlagen: Steven Overman, (CMO) bei Kodak, ließ in einem Interview durch­blicken, dass Kodak den legen­dären Kodachrome-Film wiederbeleben könnte. Die Nachricht war umso spannender, weil es seit Ende 2010 keine Anlagen mehr gibt, mit denen der Kodachrome entwi­ckelt werden könnten. Das letzte Labor, das den K-14 Prozess noch beherrschte, schloss bereits Ende 2010, die Entwick­lungs­ma­schinen sind inzwi­schen verschrottet.

So dürfte es jetzt nicht verwundern, dass Dennis Olbrich, bei Kodak Alaris unter anderem zuständig für das Geschäft mit fotogra­fi­schen Filmen, die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr des Kodachrome kräftig dämpft. Das berichtet die Online-Ausgabe des Time magazine. Dort wird Olbrich mit dem Worten zitiert: „Er [der Kodachrome] ist ein ikoni­scher Film, mit seiner tiefen Sättigung und der Körnung, die die Leute so lieben. Aber es ist ein sehr schwie­riges Vorhaben, die komplette Infra­struktur wieder zurück­zu­be­kommen.“

In Sachen Kodachrome dürfte Kodak Alaris den Hut aufhaben. Das britische Unter­nehmen hat 2013 die Marken­rechte und den Vertrieb von Fotofilmen von Eastman Kodak übernommen. Die Filmpro­duktion verblieb weiterhin bei Kodak in den USA, von dort wird auch Hollywood mit Filmma­terial beliefert.

Dass der Kodachrome (wenn überhaupt) nicht in naher Zukunft kommen wird, soll aber nicht heißen, dass Kodak Alaris es bei der Wiederbelebung des Ektachrome belassen wird. Olbrich sagte dem Time magazine, Kodak Alaris prüfe bereits, welche weiteren Filme wieder kommen könnten.