Von Kodak kommt mit dem Ektra ein Smart­phone, das sich insbe­sondere an Fotografen wendet. So verfügt das Ektra über einen dedizierten Auslöser, die Belichtung lässt sich auf Wunsch manuell steuern. Angetrieben wird das Smart­phone von einem Deca-Core-Prozessor und Android 6.0. Ab Ende 2016 soll das Kodak Ektra für rund 500 Euro erhältlich sein.

Versuche, ein Smart­phone mit einer vollwer­tigen Fotokamera zu verschmelzen, gab es ja schon häufiger. Etwa mit der LUMIX Smart Camera CM1 von Panasonic, die sich aller­dings nicht durch­setzen konnte. Jetzt versucht es Kodak mit dem Ektra, die Fotofunktion bei einem Smart­phone aufzu­werten.

Genau­ge­nommen ist es übrigens nicht Kodak, sondern die Bullitt Group Ltd aus Großbri­tannien, die das Ektra entwi­ckelt hat und produ­ziert. Das Unter­nehmen hat sich darauf spezia­li­siert, wohlklin­gende Marken­namen für elektro­nische Produkte zu lizen­sierten – so gibt es von Bullitt auch ein besonders robustes Smart­phone, das das Logo von Cater­pillar trägt.

Kodak Ektra Smartphone Auslöser

Auf den ersten Blick bietet die Kamera des Ektra nur die von vielen Smart­phones gewohnte Hausmannskost. Sie basiert auf dem Bildsensor IMX230 von Sony, der mit 21 Megapixel hoch auflöst. Phasen­ver­gleichs­sen­soren auf dem Bildwandler sollen die Autofokus-Leistung steigern. Das Objektiv weist eine feste Brenn­weite von 26,5 Milli­meter (bezogen auf Kleinbild) auf, die Licht­stärke beträgt F/2.0. Ein optischer Bildsta­bi­li­sator wirkt verwa­ckelten Aufnahmen entgegen.

Design und Bedie­nungen betonen Fotofunktion

Bei Design und der Bedienung stellt das Ektra die Kamera jedoch stärker in den Vorder­grund als übliche Smart­phones. Das Objektiv prangt deutlich sichtbar auf der Front des Ektra, wodurch das Kodak-Smart­phone aller­dings etwas pummelig wirkt. Die Front des Smart­phones ist beledert, in das Leder ist das (übrigens neu gestaltete) Kodak-Logo einge­prägt. Anders als bei Smart­phones üblich, weist das Ektra einen dedizierten Auslöser mit zwei Stufen auf – so wie es Fotografen von einer Kamera gewohnt sind.

Hinzu kommt ein virtu­elles Modus­wählrad auf dem Bildschirm. Mit ihm lassen sich nicht nur diverse Motiv­pro­gramme wählen; vielmehr kann man hiermit die Belichtung auch komplett manuell kontrol­lieren. Vorgeben lassen sich Belich­tungszeit und ISO-Zahl, eine Blenden­steuerung gibt es nicht. Auch Fokus und Weißab­gleich lassen sich manuell steuern.

Kodak Ektra Smartphone Moduswahl

Die längst mögliche Belich­tungszeit ist mit einer Sekunde indes arg kurz. Auch soll es ersten Berichten zufolge nicht möglich sein, Fotos in RAW aufzu­zeichnen – was sich aller­dings nach einem Update entspre­chender Apps (etwa Lightroom mobile) noch ändern könnte.

Die sonstigen Fotofunk­tionen des Ektra entsprechen dem aktueller Smart­phones. So gibt es eine Bokeh-Automatik; sie vereint zwei Aufnahmen mit unter­schied­licher Fokus­ebene zu einem Bild, bei dem Motiv und Hinter­grund klar vonein­ander getrennt sind. Ebenfalls an Bord ist eine HDR-Automatik, Videos filmt das Ektra in 4K-Auflösung.

Anschluss an Kodak-Print­service

Bereits instal­liert auf dem Ektra hat Kodak die Bildbe­ar­bei­tungs­software Snapseed. Dass sich mit dem Smart­phone frische Fotos sofort via Internet teilen lassen, ist eine Selbst­ver­ständ­lichkeit. Hinzu kommt jedoch noch die Möglichkeit, Aufnahmen direkt an einen Kodak-Print-Service weiter­zu­leiten und dann bald als Papier­abzug in den Händen zu halten.

Kodak Ektra Smartphone Hülle

Kodak kündigt an, dass das Ektra noch dieses Jahr für rund 500 Euro erhältlich sein wird. Dafür gibt es dann nicht nur ein Smart­phone mit einem inter­es­santen Kamera­konzept, sondern auch eines, das insgesamt ordentlich ausge­stattet ist. Das 5-Zoll-Display löst Full-HD auf und bringt es auf eine hohe Pixel­dichte von 441 ppi. Die Kapazität des Arbeits­spei­chers beträgt drei GByte, der interne Massen­speicher fasst 32 GByte und lässt sich via Micro-SD-Karte um maximal 128 GByte erweitern.

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