Sigma kün­digt mit dem „Mount Con­ver­ter“ MC-11 heute einen Objek­tiv-Adap­ter an, über den sich haus­ei­ge­nen Objek­tive mit SA- oder EF-Bajo­nett an Kame­ras mit Sony E-Mount ver­wen­den lassen. Dabei soll es prak­ti­sch keine Ein­schrän­kun­gen geben – so funk­tio­niert der Auto­fo­kus wei­ter­hin, EXIF-Daten werden kor­rekt über­tra­gen, sogar die Kamera-interne Objek­tiv­kor­rek­tur soll mit adap­tier­ten Objek­ti­ven zusam­men­ar­bei­ten. Der MC-11 wird ab Mitte März ver­füg­bar sein und rund 330 Euro kosten.

Über den Mount Con­ver­ter MC-11 lassen sich geeig­nete Sigma-Objek­tive
nahezu ohne Ein­schrän­kung an Kame­ras mit Sony E-Mount ver­wen­den.

 

Mit Sigma stellt nun erst­mals auch ein nam­haf­ter Objek­tiv­her­stel­ler einen Adap­ter in Aus­sicht, der Kame­ras mit Sony E-Mount fit für Frem­d­ob­jek­tive macht. Genauer gesagt: Für Objek­tive von Sigma mit dem haus­ei­ge­nen SA-Bajo­nett oder Canon EF-Mount. Mög­lich machen soll dies der Mount Con­ver­ter MC-11, den Sigma heute ange­kün­digt hat.

Über den MC-11 adap­tierte Objek­tive erhal­ten nahezu die volle Kom­pa­ti­bi­li­tät zu nati­ven E-Mount-Objek­ti­ven. Fol­gende Funk­tio­nen blei­ben erhal­ten:

  • Auto­fo­kus: Bei allen adap­tier­ten Sigma-Objek­ti­ven funk­tio­niert der Auto­fo­kus, unab­hän­gig davon ob die Kamera aus­schließ­lich auf einen Kon­trast-AF setzt oder mit einem Hybrid-AF aus­ge­stat­tet ist. Einige Objek­tive bieten zudem die Funk­tion DMF, bei der sich der Auto­fo­kus direkt mit dem Fokus­ring manu­ell über­steu­ern lässt. Kon­ti­nu­ier­li­cher Auto­fo­kus (AF-C) ist aller­dings nicht mög­lich.
  • Blen­den­steue­rung: Die Kamera kann die Blende adap­tier­ter Objek­tive ohne Ein­schrän­kung steu­ern, sämt­li­che Belich­tungs­funk­tio­nen blei­ben also erhal­ten.
  • Bild­sta­bi­li­sa­tor: Adap­tierte Objek­tive über­tra­gen die Brenn­weite an die Kamera, sodass mit einem Bild­sta­bi­li­sa­tor aus­ge­stat­tete Modelle (der­zeit A7R II, A7S II und A7 II) dieser kor­rekt funk­tio­niert. Ist zusätz­lich das Sigma-Objek­tiv mit einem opti­schen Bild­sta­bi­li­sa­tor aus­ge­stat­tet, wird dieser mit dem inter­nen zu einem 5-Achsen-Bild­sta­bi­li­sa­tor kom­bi­niert.
  • Objek­tiv­kor­rek­tur: Im MC-11 sind die Kor­rek­tur­da­ten für Abbil­dungs­feh­ler wie Ver­zeich­nung, chro­ma­ti­sche Aberra­tion und Vignet­tie­rung des adap­tier­ten Objek­tivs gespei­chert. Die Daten werden an die Kamera wei­ter­ge­lei­tet, sodass diese auf Wunsch die genann­ten Fehler digi­tal kom­pen­sie­ren kann.
  • Bild­kreis: Wird ein APS-C-Objek­tiv an eine Sony-Klein­bild­ka­mera ange­schlos­sen, schal­tet die Kamera auf Wunsch auto­ma­ti­sch auf das klei­nere Format um.
  • EXIF–Daten:  Auf­nah­me­pa­ra­me­ter wie Brenn­weite, Blen­den­zahl etc. werden an die Kamera über­tra­gen und kor­rekt im EXIF-Bereich der Bild­da­teien gespei­chert.

Pfif­fi­ges Detail: Falls ein nicht-kom­pa­ti­bles Objek­tiv an den Adap­ter
ange­schlos­sen wird, signa­li­siert der MC-11 dies mit einer klei­nen LED.

 

Damit das alles funk­tio­nie­ren kann, spei­chert Sigma eine Fülle von Daten zu den haus­ei­ge­nen Objek­ti­ven direkt im Adap­ter. Das erklärt auch, warum der MC-11 nur mit EF-Objek­ti­ven von Sigma, nicht aber von Canon zusam­men­ar­bei­tet. Damit auch zukünf­tige Objek­tive volle Kom­pa­ti­bi­li­tät erhal­ten, lässt sich der MC-11 updaten, dazu wird aller­dings das Sigma „USB Dock“ (ca. 50 Euro) nötig.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen mit Kom­pa­ti­bi­li­täts­ta­belle bei Sigma.

(Martin Vieten)