Adobe baut Lightroom mobile weiter aus und hat jetzt Version 2.0 für Smart­geräte mit Android vorge­stellt. Damit erhält Lightroom 2.0 für Android annähernd den Leistungs­umfang der iOS-Version und ist ihr sogar um einen Punkt voraus: Nur mit der jetzt vorge­stellten Android-Version ist es möglich, auf entspre­chenden Geräten gleich aus Lightroom heraus Fotos im RAW-Format aufzu­zeichnen.

Lightroom 2.0 für Android ist kostenlos bei GooglePlay erhältlich, es ist aller­dings eine Adobe-ID erfor­derlich. Zum Daten­aus­tausch mit dem PC wird mindestens ein „Creative Cloud Foto“-Abo benötigt, auf dem Rechner muss dann Lightroom CC instal­liert sein.

Lightroom 2.0 für Android

Lightroom 2.0 für Android bringt von der Desktop-Version bekannte Funktionen wie
Grada­ti­ons­kurven (links), manuellen Weißab­gleich (Mitte) oder „Dunst entfernen“ (rechts).

 

Adobe beschreibt die neuen Funktionen für Lightroom 2.0 auf Android-Geräten wie folgt:

  • Kamera-Funktion: Smart­phone-Fotografen können Bilder jetzt direkt aus der Lightroom-App heraus aufnehmen. In Kürze wird das auch mit Tablets möglich sein. Auf kompa­tiblen Geräten mit Android 5.0 (Lollipop) und höher können Dateien neben JPEG auch als DNG Raw gespei­chert werden.
  • Aufnahme-Presets: Die In-App-Kamera wendet auf Wunsch schon bei der Aufnahme Filter an. Das spätere Ergebnis lässt sich in der Live-Vorschau betrachten. Die Vorgaben bearbeiten die Bilder nicht-destruktiv, können also später beliebig geändert oder entfernt werden.
  • Dunst entfernen: Diese Funktion verpasst bei diesigem und nebligem Wetter aufge­nom­menen Fotos einen klareren und schär­feren Bildein­druck.
  • Teiltonung: Helle und dunkle Bildbe­reiche bzw. Lichter und Schatten lassen sich bei dieser Funktion separat bearbeiten. So gelingt ein indivi­du­eller Farb- oder SW-Look im Handum­drehen.
  • Selektive Farbkor­rek­turen: Im Farbe/SW-Menü können Fotografen den Farbein­druck ausge­wählter Bildteile gezielt bearbeiten. Dazu aktivieren sie einfach das Steuer­kreuz-Icon am oberen Rand und
  • Grada­ti­ons­kurve mit Punkt­modus: Die Tonwerte lassen sich in der Grada­ti­ons­kurve durch das Setzen
  • Animierte Bilder­ga­lerie in Premiere Clip: Über den Teilen-Knopf senden Fotografen ihre Bilder­sammlung direkt an die Premiere Clip App, um sie als Video mit Übergängen und Sound­track zu präsen­tieren.

(Redaktion photoscala)