Leben­zei­chen von Kodak auf der CES 2016: Der ehe­ma­lige Film­gi­gant aus Roches­ter meldet sich mit einer ana­lo­gen Film­ka­mera zurück. Das schlicht „Kodak Super 8“ bezeich­nete Gerät zeich­net auf den legen­dä­ren Super-8-Kaset­ten auf. Völlig analog ist die Film­ka­mera indes nicht – zur Auf­nah­me­kon­trolle dient ein LCD-Moni­tor. Wann und zu wel­chem Preis die „Kodak Super 8“ in den Handel gelan­gen könnte, steht noch nicht fest – bis­lang gibt es ledig­lich ein paar Pro­to­ty­pen.

Eine Kamera, die Lauf­bil­der auf­zeich­net – das wäre übli­cher­weise keine Mel­dung auf pho­tos­cala wert. Doch die Kodak Super 8 greift einen Trend auf, der auch in der Foto­gra­fie immer mehr an Bedeu­tung gewinnt: die Rück­be­sin­nung auf das Ana­loge. Damit ist Kodak auf der CES 2016 übri­gens nicht alleine: Sony und Tech­nics (Pana­so­nic) haben in Las Vegas jeweils einen hoch­wer­ti­gen Plat­ten­spie­ler vor­ge­stellt, Tech­nics bringt gar eine Neu­auf­lage des legen­dä­ren Modells SL-1200.

Kodak Super 8

Kodak Super 8: Ana­loge Film­auf­zeich­nung doch digi­tale Sucherbild­kon­trolle auf einem LCD-Dis­play.
 

Die Kodak Super 8 zeich­net auf der klas­si­schen Film­kas­sette auf, deren Film­länge beträgt 15 Meter. Die Auf­zeich­nungs­dauer hängt von der Frame­rate ab, die neue „Kodak Super 8“-Kamera lässt die Wahl zwi­schen 9, 12, 18, 24 und 25 Ein­zel­bil­dern je Sekunde. Die Kamera ist mit einem C-Mount für Wech­sel­ob­jek­tive ver­se­hen, für das es der­zeit die Fest­brenn­weite 6 mm/1:1,2 sowie ein acht­fach-Zoom 8–48 Mil­li­me­ter gibt. Fokus und Blende werden manu­ell ver­stellt, wobei der ein­ge­baute Belich­tungs­mes­ser sich auto­ma­ti­sch auf die unter­schied­li­chen Emp­find­lich­kei­ten der Super-8-Filme von Kodak ein­stellt.

Kodak Super 8

Trotz des Retro-Designs wirkt die Kodak Super 8 kei­nes­wegs alt­ba­cken.
 

Mit der Kodak Super 8 möchte das Unter­neh­men nicht weni­ger als eine ana­loge Renais­sance ein­läu­ten. Dazu lässt Kodak renom­mierte Hol­ly­wood-Regis­seure zu Wort kommen, etwa JJ Abrams (Star Wars), Chris­to­pher Nolan (Inter­stel­lar), Steven Spiel­berg und Quen­tin Taran­tino. Noch gibt es die Kodak Super 8 nur als Pro­to­ty­pen, doch Kodak hat auf CES 2016 bereits eine Road­map ange­kün­digt, wie es mit dem Pro­jekt wei­ter­ge­hen soll. Dem­nach soll es bald wei­tere Super-8-Film­ka­me­ras geben, aber auch Ser­vices zur Film­ent­wick­lung und Nach­be­ar­bei­tung.

Wei­ter­füh­rende Infor­ma­tio­nen: Microsite zur Kodak Super 8 (in Eng­li­sch)

(Martin Vieten)