Foto Christian Tagliavini, Ritratto di giovane uomo con capelloDer Foto­künst­ler Chris­tian Taglia­vini insze­niert seine kom­ple­xen Kunst­werke äußerst auf­wen­dig. Erst­mals in Deutsch­land ist jetzt eine Ein­zel­aus­stel­lung mit seinen Arbei­ten zu sehen:

Pres­se­mit­tei­lung von Camera Work:

CWC GALLERY prä­sen­tiert:

Chris­tian Taglia­vini

Die CWC GALLERY freut sich, ab dem 22. Novem­ber 2013 erst­mals in Deutsch­land eine Ein­zel­aus­stel­lung des Künst­lers Chris­tian Taglia­vini zu prä­sen­tie­ren. Die Aus­stel­lung wür­digt mit der welt­be­kann­ten Serie »1503« und der neuen Reihe »Carte« das bei­spiel­lose krea­tive Schaf­fen des Künst­lers.
 

Foto Christian Tagliavini, Ritratto di signora in verde

Chris­tian Taglia­vini, Ritratto di signora in verde
 
 
Foto Christian Tagliavini, Ritratto di giovane uomo con capello

Chris­tian Taglia­vini, Ritratto di gio­vane uomo con capello

 
»1503«
Chris­tian Taglia­vini lädt mit seinem berühm­ten Zyklus »1503« den Betrach­ter in eine Reise ins 16. Jahr­hun­dert ein. Seine Prot­ago­nis­ten tragen Namen wie Ceci­lia, Lucre­zia oder Bar­to­lo­meo, sind grazil, anmu­tig oder mäch­tig und drü­cken jeder für sich den Stolz der Renais­sance aus. Im Stile des Flo­ren­ti­ners Agnolo di Cosimo, in der Kunst­ge­schichte bekannt als Bron­zino, ver­leiht Taglia­vini seinen Por­trä­tier­ten der Neu­zeit die Patina des Manie­ris­mus. Der Titel der Serie »1503« ist zugleich Refe­renz auf das Geburts­jahr von Bron­zino. Dabei insze­niert der Künst­ler nicht nur den gesam­ten Bild­raum oder setzt das Licht. Die akku­rate Vor­ar­beit jedes Por­träts ist unab­ding­bare Grund­vor­aus­set­zung für das voll­endete Werk, wel­ches den Betrach­ter in den Bann zieht. Vom Cas­ting der Models über das Desi­gnen und Pro­du­zie­ren der Klei­der bis hin zum Make-up ist Taglia­vini in jedem Arbeits­pro­zess der rich­tungs­wei­sende Akteur. Der Uni­ver­sal­künst­ler erschafft ein Pho­to­kunst­werk, wel­ches das Ergeb­nis eines krea­ti­ven Schaf­fens­pro­zes­ses ist, dessen ein­zelne Stränge sich im fer­ti­gen Werk tref­fen und dort zu etwas Erha­be­nem gip­feln.

Die Her­aus­for­de­rung, die Kunst­ge­schichte zu zitie­ren, gelingt Taglia­vini bei­spiel­los und dies nicht nur als bloße Kopie der künst­le­ri­schen Cha­rak­te­ris­tika. Nicht zuletzt mit einer Schaf­fens­zeit der Serie von über 13 Mona­ten ist »1503« ein beein­dru­cken­der Beleg für den visio­nä­ren Krea­tiv­reich­tum des Avant­gar­dis­ten Chris­tian Taglia­vini.
 

Christian Tagliavini, 4/11 Carte, La Matta Rossa

Chris­tian Taglia­vini, 4/11 Carte, La Matta Rossa
 
 
Christian Tagliavini, 7/11 Carte, Regina di Quadri

Chris­tian Taglia­vini, 7/11 Carte, Regina di Quadri

 
»Carte«
So ein Kar­ten­spiel hat die Welt noch nicht gese­hen: Auch in der 2012 fer­tig­ge­stell­ten Serie »Carte« spielt Chris­tian Taglia­vini künst­le­ri­sch gren­zen­los und hand­werk­lich sicher mit dem Sym­bol­reich­tum der Kul­tur­ge­schichte und visu­el­len Effek­ten. In den über­di­men­sio­na­len Spiel­kar­ten steckt der Künst­ler die Aus­er­wähl­ten in selbst geschaf­fene, mit Laser-Cut geschnit­tene Kos­tüme aus Papier und Karton, die durch ihre Ober­flä­chen­struk­tur, Stärke und deren Schat­ten­wir­kung ein beein­dru­cken­des Wech­sel­spiel zum drei­di­men­sio­na­len Men­schen ent­ste­hen lassen. Jede der 11 Karten – vom Buben über die Köni­gin bis zum Ass – hat ihren eige­nen indi­vi­du­el­len Cha­rak­ter, der durch das visu­elle Rezi­tie­ren von Kubis­mus, Jugend­stil, ita­lie­ni­scher Hei­mat­kunst oder der Mytho­lo­gie erzeugt wird. Die aus­drucks­star­ken Por­träts fes­seln den Betrach­ter und die fra­gen­den, fle­hen­den oder sta­tu­ie­ren­den Gesten for­dern ihn heraus, das Geheim­nis jedes Cha­rak­ters zu hin­ter­fra­gen.

Chris­tian Taglia­vini schickt den Rezi­pi­en­ten in eine skur­rile, stumme Zir­kus­welt voller sub­ti­ler Abson­der­lich­kei­ten. Dem künst­le­ri­schen Magier, der auch mit wan­ken­den Grö­ßen­ver­hält­nis­sen per­fekt illu­sio­niert, ist mit »Carte« eine unver­gleich­bare Pho­to­kunst­se­rie gelun­gen, die zeit­los und irreal zugleich ist.
 

 
Über Chris­tian Taglia­vini
Gebo­ren 1971, wuchs Chris­tian Taglia­vini in Ita­lien und in der Schweiz auf. Er stu­dierte Gra­fik­de­sign, war als Archi­tekt und Gra­fi­ker tätig, bevor Taglia­vini sich ab 2000 der Pho­to­kunst wid­mete. Wei­tere bil­dende Künste wie Grafik, Bau­kunst und Zeich­nung flie­ßen bis heute in seine Werke ein. Sein bio­gra­fi­scher Hin­ter­grund prägte auch sein aus­ge­präg­tes Ver­ständ­nis dafür, eigens Werke zu »erfin­den«, zu kre­ieren und hand­werk­lich zu pro­du­zie­ren. Seine Arbei­ten sind nicht nur »Bilder«, son­dern kom­plexe Kunst­werke, die ihren Ursprung in ver­schie­dens­ten Mate­ria­lien haben. Das künst­le­ri­sche Schaf­fen spie­gelt sich zumeist in in sich geschlos­se­nen Serien wider, die eigens kre­ierte Geschich­ten, Zitie­run­gen der Kunst­ge­schichte oder unge­wöhn­li­che Kon­zepte umfas­sen. Seine Arbei­ten wurden bereits in zahl­rei­chen Aus­stel­lun­gen und Kunst­mes­sen welt­weit prä­sen­tiert. Chris­tian Taglia­vini ist u.a. Preis­trä­ger des Has­sel­b­lad Mas­ters Award (2012) und lebt und arbei­tet heute in der Schweiz.

 
 
Aus­stel­lung:
22. Novem­ber 2013 bis 22. Februar 2014
CWC GALLERY
August­straße 11–13
10117 Berlin

Öff­nungs­zei­ten: Diens­tag – Sams­tag ⋅ 11–19 Uhr
 

(thoMas)