Foto vom Objektivadapter LA-EA2 von SonyMit dem Autofokus-Objek­ti­v­ad­apter LA-EA2 (399 Euro) erschließen sich Stärken des alpha-Systems nun auch Sonys kompakten System­ka­meras der NEX-Serie: Das umfang­reiche Angebot an Autofo­kus­ob­jek­tiven für Spiegel­re­flex­ka­meras – auch etliche aus dem Minolta-Erbe lassen sich verwenden – und die neue SLT-Techno­logie, die ständiges zielsi­cheres Fokus­sieren erlaubt:

Der neue Objek­ti­v­ad­apter ist nicht Sonys erster, mit dem sich A-Bajonett-Objektive auf das E-Bajonett der NEX-Kameras montieren lassen. Die Adaption über den letztes Jahr vorge­stellten LA-EA1 hat jedoch zwei entschei­dende Nachteile: Im LA-EA1 sitzt kein Autofo­kus­motor – doch den setzen die aller­meisten AF-Objektive aus dem verbli­chenen Minolta- und dem hausei­genen Spiegel­re­flex­ka­me­ra­s­or­timent Sonys voraus. Setzt man also ein Objektiv ohne eigenem Motor auf den Adapter, muss man die Schärfe manuell einstellen – für Aufnahmen vom Stativ dank der sogenannten „Peaking-Funktion“, die die scharf­ge­stellten Bereiche auf dem Monitor farblich hervorhebt, sicher kein Problem, für Schnapp­schüsse und bewegte Motive schon. Auch mit SSM- und SAM-Objek­tiven mit integriertem Motor macht die Schar­fein­stellung bisher nicht wirklich Spaß: Zu zögerlich steuert der Kontrast-AF der NEXen die für den Phasen­ver­gleichs-Autofokus konstru­ierten Spiegel­re­flex­kamera-Objektive.
 

Foto vom Objektivadapter LA-EA2 an NEX-5N von Sony

 
Mit beiden Nachteilen räumt Objek­ti­v­ad­apter Nummer 2 nun auf: Zum einen baute Sony in den Fuß des Adapters die 12 Linien- und 3 Kreuz­sen­soren eines Phasen­ver­gleichs-AF-Systems ein. Und über die von den A-Bajonett-Kameras bekannte Antriebs­welle lassen sich nun auch die AF-Objektive ohne eigenen Motor automa­tisch scharf­stellen.
 

Grafik vom Objektivadapter LA-EA2 an NEX

 
Das Prinzip des LA-EA2 erinnert etwas an Leicas legendäre Visoflex-Spiegelkästen aus den 1950er bis 1970er Jahren, mit deren Hilfe sich Leica-Messsu­cher­ka­meras zur (einfachen) Spiegel­re­flex­kamera umbauen ließen. Fokus­sieren durfte man damals über die Mattscheibe, beim LA-EA1 übernimmt das das AF-Modul, wie es auch in der neuen alpha 65 sitzt. Der Rückschwing­spiegel, den es ab Visoflex III gab, weicht heute einer licht­durch­läs­sigen Folie, die das zielsi­chere Fokus­sieren auch während der Video­auf­nahme und der Betrachtung des Bildsensor-Bildes erlaubt. Im Gegensatz zu handels­üb­lichen Spiegel­re­flex­ka­meras versperrt der festste­hende teildurch­lässige Spiegel dem Bildsensor nicht den Blick, sondern ermög­licht AF-Sensor wie Bildsensor gleicher­maßen den Blick durchs Objektiv.
 

Foto vom Objektivadapter LA-EA2 an NEX-5N von Sony

 

Spezi­fi­ka­tionen der Sony-Objek­ti­v­ad­apter
Modell LA-EA1 LA-EA2 (neu)
Blenden­steuerung ja ja
Autofokus Kontrast-AF der Kamera
AF mit SSM- und SAM-Objek­tiven
Phasen­ver­gleichs-AF, 15 Sensoren, darunter 3 Kreuz­sen­soren
AF mit allen AF-Objek­tiven, nicht kompa­tibel mit Telekon­vertern
Material Polycar­bonat Magnesium-Legierung und Polycar­bonat
Farbe schwarz schwarz
Abmes­sungen Durch­messer: 65 mm; Länge: 26,5 mm 78,5 x 86,5 x 44 mm
Gewicht 110 g (ohne Stati­v­ad­apter) ca. 200g
Stativ­ge­winde abnehmbar integriert
Liefer­umfang Deckel, Schutz­beutel Deckel, Schutz­beutel
UVP 200 € 399 €
Markt­ein­führung 2010 September 2011

 
(mts)