Wie die Jos. Schnei­der Opti­sche Werke GmbH aus Bad Kreuz­nach meldet, hat man sich der „Micro Four Thirds System Stan­dard Group“ ange­schlos­sen. Die Pla­nung für eine ent­spre­chende Objek­tiv­se­rie laufe bereits „auf Hoch­tou­ren“:

Pres­se­mit­tei­lung der Jos. Schnei­der Opti­sche Werke GmbH:

SCHNEIDER KREUZNACH wird Mit­glied in der „Micro Four Thirds System Stan­dard Group“

BAD KREUZNACH, 4. Februar 2011. Schnei­der-Kreuz­nach schließt sich der „Micro Four Thirds System Stan­dard Group“ an – einem Unter­neh­mens­kon­sor­tium, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Mög­lich­kei­ten und die Qua­li­tät kom­pak­ter Digi­tal­ka­me­ras zu ver­bes­sern. „Micro Four Thirds“ ist ein spe­zi­ell auf digi­tale Sys­tem­ka­me­ras abge­stimm­ter Stan­dard für Objek­tiv­an­schlüsse, ent­wi­ckelt von Olym­pus und Pana­so­nic. „Dieser Stan­dard hat ein großes Poten­zial. Er ver­ein­facht und ver­bes­sert die Mög­lich­kei­ten für kom­pakte Digi­tal­ka­me­ras und bietet somit eine große Chance für die Bran­che ins­ge­samt, aber auch für uns als Optik­her­stel­ler. Die Pla­nung für eine ent­spre­chende Objek­tiv­se­rie läuft bei uns bereits auf Hoch­tou­ren“, sagt Dr. Josef Staub, Geschäfts­füh­rer der Schnei­der-Gruppe.

Der Stan­dard defi­niert die Sen­sor­aus­maße, das Objek­tiv­ba­jo­nett samt Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­to­koll, den Abbil­dungs­kreis und das Auf­la­ge­maß, aber auch opti­sche Anfor­de­run­gen an Fer­ti­gung und Kon­struk­tion. Der Indus­trie­stan­dard wurde bewusst ohne Rück­sicht­nahme auf her­kömm­li­che Objek­tive, Kame­ras oder Sen­sor­grö­ßen ent­wi­ckelt. Dadurch konn­ten sowohl Kom­pa­ti­bi­li­täts­pro­bleme mit alten Kom­po­nen­ten als auch Kom­pro­misse bei der Aus­le­gung neuer Kom­po­nen­ten umgan­gen werden.

Die Stan­dard-Lizenz­po­li­tik erlaubt es jedem teil­neh­men­den Her­stel­ler, ent­spre­chen­des Zube­hör für das System auf den Markt zu brin­gen. Kom­pa­ti­ble Kom­po­nen­ten ver­schie­de­ner Her­stel­ler sollen so mit­ein­an­der kom­bi­niert werden können.

Über die Schnei­der-Gruppe:
Die Schnei­der-Gruppe ist spe­zia­li­siert auf die Ent­wick­lung und Pro­duk­tion von foto­gra­fi­schen Hoch­leis­tungs­ob­jek­ti­ven, Kino-Pro­jek­ti­ons­ob­jek­ti­ven sowie Indus­trie­opti­ken und Fein­me­cha­nik. Zur Gruppe gehö­ren die 1913 in Bad Kreuz­nach gegrün­de­ten Jos. Schnei­der Opti­sche Werke sowie die Toch­ter­ge­sell­schaf­ten Pen­ta­con (Dres­den), Schnei­der Kreuz­nach Isco Divi­sion (Göt­tin­gen), Schnei­der-Optics (New York, Los Ange­les), Schnei­der Bando (Seoul), Schnei­der Asia Paci­fic (Hong­kong) sowie Schnei­der Opti­cal Tech­no­lo­gies (Shen­zhen). Haupt­marke ist „Schnei­der-Kreuz­nach“. Welt­weit sind etwa 620 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt, davon 330 am deut­schen Stamm­sitz. Seit Jahren zählt die Unter­neh­mens­gruppe zu den Welt­markt­füh­rern im Bereich der Hoch­leis­tungs­ob­jek­tive.
 
 
Bereits Mitte 2010 schloss sich der japa­ni­sche Her­stel­ler Cosina (der u.a. Objek­tive für Zeiss und Ring­foto / Voigt­län­der fer­tigt) Micro Four Thirds an (Cosina tritt Micro Four Thirds bei); ein erstes Ergeb­nis dieses Schritts ist das Voigtländer Nokton 0,95/25 mm MFT. Kame­ras für Micro Four Thirds werden der­zeit aus­schließ­lich von Olym­pus und Pana­so­nic gefer­tigt.

(thoMas)