Foto Nobuyoshi Araki. Aus der Serie: My Wife Yoko, 1968-1976In Hamburg sind jetzt, und noch bis 29.8.2010, rund 150 frühe Fotografien des damals noch jungen und unbekannten Araki zu sehen:

Presse­mit­teilung der Deich­tor­hallen in Hamburg:

NOBUYOSHI ARAKI: SILENT WISHES 17.06.–29.08.2010 HAUS DER PHOTOGRAPHIE

Die in Koope­ration mit dem Museum der Moderne Salzburg präsen­tierte Ausstellung des japani­schen Fotografen Nobuyoshi Araki (geb. 1940) „Silent Wishes“ umfasst rund 150 Schwarzweiß-Fotografien. Die ausge­stellten Werke konzen­trieren sich auf die frühen Fotografien des jungen, noch unbekannten Araki, die ab Ende der 1960er bis Mitte der 1970er Jahre entstanden. Exempla­risch schließen sich neuere Arbeiten über das stille, das erotische Tokio jenseits der hekti­schen Business-Fassade an.

Im Zentrum steht die intime Serie „My Wife Yoko“ aus dem Besitz des Museums der Moderne Salzburg, welche die junge Frau des Künstlers auf der Hochzeits­reise, im eigenen Haus, bei Ausflügen in ihrer Umgebung beschreibt und umkreist. Ergänzt werden diese Arbeiten von einer Serie von 12 Fotografien aus den Jahren 1989/1990, mit denen Araki seine Frau während ihrer letalen Krankheit begleitet: „Winter Journey“ erzählt die berüh­rende Geschichte des Abschied­nehmens. Neuere Fotografien zeigen den Fotografen Araki so, wie er weltweit bekannt wurde: Als Schil­derer eroti­scher Szenen und weiblicher Bildnisse.
 

Foto Nobuyoshi Araki. Aus der Serie: My Wife Yoko, 1968-1976

Nobuyoshi Araki. Aus der Serie: My Wife Yoko, 1968–1976. s/w-Fotografie, 20,2 x 25,8 cm Öster­rei­chische Fotoga­lerie, MdM Salzburg. © Nobuyoshi Araki
 
 
Foto Nobuyoshi Araki. Aus der Serie: My Wife Yoko, 1968-1976

Nobuyoshi Araki. Aus der Serie: My Wife Yoko, 1968–1976. s/w-Fotografie, 40 x 57 cm. Öster­rei­chische Fotoga­lerie, MdM Salzburg. © Nobuyoshi Araki
 
 
Foto Nobuyoshi Araki. Aus der Serie: My Wife Yoko, 1968-1976

Nobuyoshi Araki. Aus der Serie: My Wife Yoko, 1968–1976. s/w-Fotografie, 20,2 x 25,8 cm. Öster­rei­chische Fotoga­lerie, MdM Salzburg. © Nobuyoshi Araki

 
Araki wird 1940 in Tokio geboren, wo er auch heute lebt und arbeitet. Seit der ersten Begegnung mit seiner späteren Frau Yoko Aoki 1967 wird sie sein bevor­zugtes Modell und Motiv seiner fotogra­fi­schen Recherchen. Die Dokumen­tation der Hochzeits­reise wird zu einer der wesent­lichsten Fotoserien Arakis und erscheint als Publi­kation mit dem Namen „Senti­mental Journey“. Nach dem Tod seiner Frau im Januar 1990 fließt die erschre­ckende Erfahrung des Todes nun stärker in seine Arbeiten ein und drückt sich in Szenen und Motiven aus, die subkutan mit der Bedrohung durch Tod und Gewalt zu tun haben.

Bereits 1998 präsen­tierten die Deich­tor­hallen unter dem Titel „Tokyo – Markt der Gefühle“ einen Ausschnitt aus dem Werk Arakis. Auch wird mit der Schau die wichtige Stellung japani­scher Künstler im Bereich der Fotografie unter­strichen, die schon mehrfach in den Deich­tor­hallen zu sehen waren (Japanische Fotografie, 2002/2003; Kiyoshi Suzuki, 2008/2009).

Zur Ausstellung hat das Museum der Moderne Salzburg eine Publi­kation mit Texten von Margit Zuckriegl und Christian Martin Fuchs heraus­ge­geben. 136 Seiten, mit Schwarzweiß-Abbil­dungen, Maße: 30 cm, gebunden, deutsch, Euro 34,-
 
 
Ausstellung
Nobuyoshi Araki: Silent Wishes
17.06.–29.08.2010
Deichtorhallen Hamburg
Haus der Photo­graphie – Aktuelle Kunst
Deich­torstr. 1–2
D-20095 Hamburg
Geöffnet von 11:00 – 18:00 Uhr; während der Ausstel­lungs­lauf­zeiten Dienstags – Sonntags

Siehe auch:
Obszönität und Empfindsamkeit: Zum fotografischen Werk Nobuyoshi Arakis
 

(thoMas)